Vorrichtung und Verfahren zur Laserbearbeitung eines Werkstücks
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Laserbearbeitung eines Werkstücks in einer Bearbeitungsebene.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Laserbearbeitung eines Werkstücks in einer Bearbeitungsebene.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verfahren bereitzustellen, mittels welchem an einem Werkstück mehrere abgeschrägte Modifikationsbereiche mit einer verringerten Anzahl an Arbeitsschritten und/oder mit einer verringerten Bearbeitungsdauer ausbildbar ist.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Vorrichtung eine erste Laserbearbeitungseinheit zur Ausbildung einer sich in eine erste Haupterstreckungsrichtung erstreckende erste Fokuszone und mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit zur Ausbildung mindestens einer weiteren Fokuszone umfasst, welche sich in eine zu der ersten Haupterstreckungsrichtung quer orientierte weitere Haupterstreckungsrichtung erstreckt, wobei die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone parallel zur Bearbeitungsebene mit einem Arbeitsabstand beabstandet sind, die erste Laserbearbeitungseinheit mit der ersten Fokuszone und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit mit der mindestens einen weiteren Fokuszone jeweils entlang einer parallel zur Bearbeitungsebene orientierten Vorschubrichtung bewegbar sind und wobei das Werkstück aus einem für einen Laserstrahl, aus welchem die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone jeweils ausgebildet sind, transparenten Material hergestellt ist.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich insbesondere an einer Bearbeitungsstelle des Werkstücks mehrere zur Bearbeitungsebene quer und insbesondere senkrecht orientierte Modifikationsbereiche erzeugen, an welchen das Material des Werkstücks insbesondere trennbar ist. Es lassen sich dadurch beispielsweise Werkstücksegmente von dem Werkstück abtrennen, welche an
einem Trennbereich mehrere zur Bearbeitungsebene quer und insbesondere senkrecht orientierte Trennflächen aufweisen. Diese Trennflächen weisen insbesondere eine zu den Fokuszonen korrespondierende Geometrie auf.
Dadurch, dass die erste Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit mit einem Arbeitsabstand beabstandet sind, lässt sich insbesondere eine quasi-simultane Bearbeitung und/oder zeitversetzte Bearbeitung des Werkstücks mit der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone erreichen. Ein Einsatz voneinander verschiedener Vorrichtungen zur Ausbildung von Materialmodifikationen entlang quer zueinander orientierten Bearbeitungslinien ist dann insbesondere nicht mehr notwendig.
Beispielsweise ist der Arbeitsabstand größer oder gleich einer Länge oder einer Breite eines von dem Werkstück abzutrennenden Werkstücksegments in der Bearbeitungsebene.
Grundsätzlich können mehrere weitere Fokuszonen vorgesehen sein, wobei dann jeder weiteren Fokuszone insbesondere jeweils eine weitere Haupterstreckungsrichtung zugeordnet ist.
Unter der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit ist vorliegend beispielsweise eine zweite Laserbearbeitungseinheit und/oder eine dritte Laserbearbeitungseinheit zu verstehen. Unter der mindestens einen weiteren Fokuszone ist vorliegend beispielsweise eine zweite Fokuszone und/oder eine dritte Fokuszone zu verstehen.
Die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone sind nicht notwendigerweise geradlinig ausgebildet, sondern können beispielsweise auch eine gekrümmte Form aufweisen.
Insbesondere ist unter der Haupterstreckungsrichtung einer Fokuszone eine Richtung einer Geraden zu verstehen, welche durch einen Anfangs- und Endpunkt der Fokuszone verläuft.
Beispielsweise beträgt der Arbeitsabstand mindestens 1 mm und/oder höchstens 100 cm.
Günstig kann es sein, wenn die erste Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit derselben Außenseite des Werkstücks zugewandt angeordnet sind. Es lässt sich dadurch insbesondere ein technisch einfacher Aufbau der Vorrichtung realisieren.
Aus dem gleichen Grund kann es günstig sein, wenn die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone durch eine selbe Außenseite des Werkstücks hindurch in das Werkstück eingekoppelt werden oder durch dieselbe Außenseite des Werkstücks in das Werkstück einkoppelbar sind.
Insbesondere erfolgt eine Einkopplung der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone in das Werkstück aus einer gleichen Richtung.
Insbesondere ist unter einer Laserbearbeitung des Werkstücks in einer Bearbeitungsebene zu verstehen, dass eine Bearbeitung des Werkstücks parallel und/der entlang der Bearbeitungsebene in Vorschubrichtung erfolgt.
Insbesondere sind die erste Haupterstreckungsrichtung und/oder die weitere Haupterstreckungsrichtung jeweils quer oder senkrecht zur Bearbeitungsebene orientiert.
Insbesondere werden bei der Laserbearbeitung des Werkstücks Materialmodifikationen ausgebildet, welche sich quer oder senkrecht zur Bearbeitungsebene erstrecken, d.h. welche sich insbesondere mit einer Richtungskomponente in Tiefenrichtung des Werkstücks erstrecken.
Beispielsweise erstreckt sich das Werkstück parallel zur Bearbeitungsebene.
Beispielsweise sind eine Längenrichtung und/oder Breitenrichtung des Werkstücks parallel zur Bearbeitungsebene orientiert.
Beispielsweise ist eine Tiefenrichtung des Werkstücks senkrecht zur Bearbeitungsebene orientiert.
Beispielsweise ist die erste Haupterstreckungsrichtung parallel oder quer zu einer Tiefenrichtung des Werkstücks orientiert.
Beispielsweise ist die Bearbeitungsebene parallel oder zumindest näherungsweise parallel zu einer der ersten Laserbearbeitungseinheit und/oder der zweiten Laserbearbeitungseinheit zugewandten Außenseite des Werkstücks orientiert.
Beispielsweise sind die erste Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit parallel zur Bearbeitungsebene beabstandet zueinander angeordnet.
Beispielsweise sind die erste Laserbearbeitungseinheit und die erste Fokuszone sowie die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Fokuszone relativ zu dem Werkstück in Vorschubrichtung und/oder relativ zu dem Werkstück parallel zur Bearbeitungsebene bewegbar.
Beispielsweise ist das Werkstück ist plattenförmig und/oder flächig ausgebildet.
Günstig kann es sein, wenn die erste Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit derart mechanisch und/oder steuerungstechnisch aneinander gekoppelt sind, dass eine Bewegung der ersten Laserbearbeitungseinheit und der ersten Fokuszone einerseits und der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit und der mindestens einen weiteren Fokuszone andererseits entlang einer gemeinsamen Vorschubrichtung erfolgt. Es lässt sich dadurch eine simultane und/oder zeitversetzte Bearbeitung von unterschiedlichen örtlichen Bereichen des Werkstücks erreichen.
Aus dem gleichen Grund kann es vorteilhaft sein, wenn die erste Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit derart mechanisch und/oder steuerungstechnisch aneinander gekoppelt sind, dass eine Bewegung der ersten Laserbearbeitungseinheit und der ersten Fokuszone einerseits und der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit und mindestens einen
weiteren Fokuszone andererseits entlang zueinander parallel orientierten und/oder parallel versetzten Bearbeitungskonturen erfolgt.
Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass die Vorrichtung eine Halteeinrichtung umfasst, an welcher die erste Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit angeordnet sind, wobei die erste Laserbearbeitungseinheit mit der ersten Fokuszone und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit mit der mindestens einen weiteren Fokuszone mittels der Halteeinrichtung in eine gemeinsame Vorschubrichtung bewegbar sind. Es lässt sich dadurch beispielsweise auf technisch einfache Weise eine mechanische Kopplung der ersten Laserbearbeitungseinheit und der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit erreichen.
Beispielsweise weisen die erste Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit jeweils ein Gehäuse auf, mittels welchem die erste Laserbearbeitungseinheit und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit an der Halteeinrichtung angeordnet und/oder befestigt sind.
Beispielsweise ist weitere Haupterstreckungsrichtung in einem Winkel von mindestens 1° und/oder höchstens 89° zur ersten Haupterstreckungsrichtung orientiert.
Günstig kann es sein, wenn die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung abschnittsweise an gleichen Positionen angeordnet sind, und/oder wenn die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung abschnittsweise an unterschiedlichen Positionen angeordnet sind. Dadurch lassen sich beispielsweise Materialmodifikationen entlang unterschiedlich zueinander orientierter Bearbeitungslinien in unterschiedlichen Tiefenabschnitten des Werkstücks erzeugen.
Beispielsweise überlappen sich die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung abschnittsweise.
Beispielsweise grenzen die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung aneinander an. Insbesondere beträgt ein kleinster Abstand zwischen der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone in Tiefenrichtung maximal 10% einer Länge der ersten Fokuszone.
Insbesondere erstrecken sich die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone in einer gemeinsamen Ebene, welche insbesondere senkrecht zur Bearbeitungsebene orientiert ist.
Vorteilhaft kann es sein, wenn die Vorrichtung eine Einstelleinrichtung zur Einstellung des zur Bearbeitungsebene parallel orientierten Arbeitsabstands zwischen der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone und/oder zwischen der ersten Laserbearbeitungseinheit und der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit umfasst, wobei insbesondere der Arbeitsabstand parallel zu einer zur Bearbeitungsebene parallelen Längenrichtung und parallel zu einer zur Bearbeitungsebene parallelen Breitenrichtung einstellbar ist. Dadurch lassen sich insbesondere jeweilige Längen von Bearbeitungslinien an dem Material des Werkstücks einstellen. Beispielsweise lässt sich eine jeweilige Länge einer mittels der mindestens einen weiteren Fokuszone erzeugten Bearbeitungslinie und/oder Trennlinie bezüglich einer Länge einer mittels der ersten Fokuszone erzeugten Bearbeitungslinie und/oder Trennlinie an einer bestimmten Bearbeitungsstelle des Werkstücks einstellen.
Es kann vorgesehen sein, dass jeweils unterschiedliche Arbeitsabstände zwischen der ersten Fokuszone und jeweiligen weiteren Fokuszonen einstellbar sind.
Insbesondere wird der Arbeitsabstand / werden die Arbeitsabstände so gewählt, dass eine Sollgeometrie in einer Bearbeitungsstelle und/oder an einem Trennbereich des Werkstücks entsteht.
Insbesondere gilt bei einer (gedachten) Verschiebung der ersten Fokuszone in Richtung der mindestens einen weiteren Fokuszone um den Arbeitsabstand zumindest eines der Folgenden:
- die mindestens eine weitere Fokuszone oder alle weiteren Fokuszonen erstrecken sich bezüglich einer Ebene, in welcher die erste Fokuszone liegt, vollständig auf einer bestimmten Seite oder zu mehr als 60% auf einer bestimmten Seite;
- die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone grenzen aneinander an und/oder überlappen sich zumindest abschnittsweise;
- die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone bilden einen räumlich zusammenhängenden Bereich.
Es ergibt sich dadurch insbesondere eine räumlich durchgehende Bearbeitung des Materials des Werkstücks bezüglich der Tiefenrichtung an einer bestimmten Bearbeitungsstelle.
Günstig kann es sein, wenn die Vorrichtung eine Einstelleinrichtung zur jeweiligen Einstellung einer Arbeitsposition der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung umfasst. Es lassen sich dadurch beispielsweise die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone an Werkstücktiefe und/oder Werkstückdicke anpassen. Weiterhin lassen sich dadurch beispielsweise die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone zur Einstellung einer Sollgeometrie parallel zur Tiefenrichtung relativ zueinander positionieren.
Insbesondere ist eine jeweilige Arbeitsposition der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone bezüglich der Tiefenrichtung bei einer Laserbearbeitung des Werkstücks konstant oder zumindest näherungsweise konstant.
Vorteilhaft kann es sein, wenn die mittels der ersten Laserbearbeitungseinheit gebildete erste Fokuszone ein quasi-nichtbeugendes und/oder ein Bessel-artiges Strahlprofil aufweist. Es lässt sich dadurch eine parallel zur Tiefenrichtung des Werkstücks langgezogene Fokuszone auf technisch einfache Weise realisieren.
Unter quasi-nichtbeugenden Strahlen und/oder Bessel-artigen Strahlen sind insbesondere Strahlen zu verstehen, bei welchen eine transversale Intensitätsverteilung propagationsinvariant ist. Unter der transversalen Intensitätsverteilung wird insbesondere eine Intensitätsverteilung in einer zur Haupt-Strahlausbreitungsrichtung senkrecht orientierten Querschnittsebene verstanden. Insbesondere ist bei quasinichtbeugenden Strahlen und/oder Bessel- artigen Strahlen die transversale Intensitätsverteilung längs einer longitudinalen Richtung und/oder Strahlausbreitungsrichtung der Strahlen im Wesentlichen konstant.
Es kann vorgesehen sein, dass die erste Fokuszone mittels mindestens zwei parallel orientierter quasi-nichtbeugender Strahlen und/oder Bessel-artiger Strahlen gebildet wird. Dadurch lässt sich beispielsweise die erste Fokuszone mit einem asymmetrischen Strahlquerschnitt ausbilden.
Günstig kann es sein, wenn die mittels der ersten Laserbearbeitungseinheit gebildete erste Fokuszone in einem zur Bearbeitungsebene parallelen Querschnitt asymmetrisch und insbesondere elliptisch ist. Es lässt sich dadurch insbesondere eine Ausbildung von Rissen in einem Material des Werkstücks bei der Ausbildung von Materialmodifikationen mittels der Laserbearbeitung kontrollieren.
Vorteilhaft kann es sein, wenn die Vorrichtung eine Einstelleinrichtung zur Drehung einer Ausrichtung eines größten Durchmessers des Querschnitts der ersten Fokuszone in der Bearbeitungsebene aufweist, und insbesondere wenn mittels der Einstelleinrichtung der größte Durchmesser parallel zur Vorschubrichtung ausrichtbar ist und insbesondere automatisch ausrichtbar ist. Dadurch lässt sich insbesondere eine kontrollierte Ausrichtung von Rissen bei der Laserbearbeitung des Materials des Werkstücks im Wesentlichen parallel zur Vorschubrichtung erreichen. Dies ermöglicht insbesondere eine optimierte Trennung des Materials.
Beispielsweise erfolgt die Drehung des größten Durchmessers des Querschnitts der ersten Fokuszone um eine zur Bearbeitungsebene senkrechte Drehachse.
Günstig kann es sein, wenn die mittels der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit gebildete mindestens eine weitere Fokuszone durch Aufteilen eines Laserstrahls in eine Mehrzahl von Teilstrahlen gebildet ist, wobei die Teilstrahlen jeweils in einander benachbarte Teilbereiche der mindestens einen weiteren Fokuszone fokussiert werden. Es lässt sich dadurch auf technisch einfache Weise eine Fokuszone mit definierbarer dreidimensionaler Geometrie realisieren.
Dann kann es vorgesehen sein, dass die Teilstrahlen jeweils einen von zwei unterschiedlichen Polarisationszuständen aufweisen, wobei Teilstrahlen mit jeweils unterschiedlichen Polarisationszuständen in benachbarte Teilbereiche der mindestens einen weiteren Fokuszone fokussiert werden.
Vorteilhaft kann es sein, wenn die Vorrichtung eine Einstelleinrichtung zur Drehung der ersten Fokuszone und/oder der mindestens einen weiteren Fokuszone um eine zur Bearbeitungsebene quer oder senkrecht oder parallel orientierte Drehachse umfasst, und insbesondere wenn mittels der Einstelleinrichtung eine Ausrichtung der mindestens einen weiteren Fokuszone in einem festen Winkel zur Vorschubrichtung einstellbar ist und insbesondere automatisch einstellbar ist. Die Drehachse liegt nicht notwendigerweise symmetrisch zur mindestens einen weiteren Fokuszone. Mittels dieser Einstelleinrichtung lässt sich beispielsweise eine Ausrichtung der mindestens einen weiteren Fokuszone relativ zur ersten Fokuszone für eine Bearbeitung des Werkstücks in unterschiedlichen Vorschubrichtungen einstellen.
Insbesondere ist die Vorschubrichtung senkrecht zu der mindestens einen weiteren Fokuszone orientiert.
Günstig kann es sein, wenn die Vorrichtung eine Einkopplungseinrichtung zur Einkopplung eines Eingangslaserstrahls in die erste Laserbearbeitungseinheit und in die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit aufweist, wobei mittels
der Einkopplungseinrichtung eine Aufteilung des Eingangslaserstrahls in einen ersten Teilstrahl zur Einkopplung in die erste Laserbearbeitungseinheit und in mindestens einen weiteren Teilstrahl zur Einkopplung in die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit erfolgt. Es lässt sich dadurch die Vorrichtung beispielsweise mit einer einzigen Laserquelle betreiben.
Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass der Eingangslaserstrahl zumindest abschnittsweise faseroptisch geführt wird und/oder eingekoppelt wird.
Es ist grundsätzlich auch möglich, jeweils einen Laserstrahl aus einer separaten Laserquelle in die erste Laserbearbeitungseinheit und in die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit einzukoppeln.
Vorteilhaft kann es sein, wenn die Einkopplungseinrichtung eine Polarisationsstrahlteilungseinrichtung zur Aufteilung des Eingangslaserstrahls in den ersten Teilstrahl und den mindestens einen weiteren Teilstrahl erfolgt. Es lässt sich dadurch auf technisch einfache Weise eine Aufteilung des Eingangslaserstrahls realisieren.
Beispielsweise ist mittels der Einkopplungseinrichtung eine jeweilige Polarisation des ersten Teilstrahls und des mindestens einen weiteren Teilstrahls einstellbar.
Beispielsweise ist mittels der Einkopplungseinrichtung eine jeweilige Intensität und/oder eine jeweilige Leistung des ersten Teilstrahls und des mindestens einen weiteren Teilstrahls einstellbar.
Bei einer Ausführungsform werden mittels der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit eine zweite Fokuszone mit einer zweiten Haupterstreckungsrichtung und eine dritte Fokuszone mit einer dritten Haupterstreckungsrichtung gebildet, wobei die zweite Haupterstreckungsrichtung und die dritte Haupterstreckungsrichtung jeweils quer zur ersten Haupterstreckungsrichtung orientiert sind. Bei dieser Ausführungsform werden beispielsweise zwei weitere Fokuszonen ausgebildet, nämlich eine zweite Fokuszone und eine dritte Fokuszone.
Insbesondere sind dann die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung zueinander beabstandet angeordnet und/oder die erste Fokuszone ist bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung zwischen der zweiten Fokuszone und der dritten Fokuszone angeordnet.
Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass sich die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone bei Beaufschlagung des Materials des Werkstücks in Tiefenrichtung jeweils zwischen einer Außenseite des Werkstücks und der ersten Fokuszone erstrecken.
Insbesondere erstreckt sich die erste Fokuszone bezüglich der Tiefenrichtung zwischen der zweiten Fokuszone und der dritten Fokuszone und insbesondere vollständig zwischen der zweiten Fokuszone und der dritten Fokuszone.
Insbesondere erstreckt sich eine Kombination aus der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone von einer ersten Außenseite des Werkstücks zu einer in Tiefenrichtung von der ersten Außenseite beabstandeten zweiten Außenseite des Werkstücks.
Günstig kann es sein, wenn die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene parallelen Breitenrichtung und/oder Längenrichtung zumindest abschnittsweise an gleichen Positionen angeordnet sind. Es lässt sich dadurch insbesondere eine zeitliche Bearbeitung des Materials des Werkstücks mit der zweiten Fokuszone und der dritten Fokuszone erreichen.
Alternativ hierzu kann es vorgesehen sein, dass die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene parallelen Breitenrichtung und/oder Längenrichtung beabstandet angeordnet sind.
Beispielsweise ist die erste Fokuszone dann zwischen der zweiten und der dritten Fokuszone angeordnet. Es lässt sich dadurch beispielsweise eine zeitversetzte Bearbeitung des Materials des Werkstücks mit der ersten Fokuszone, der zweiten Fokuszone und der dritten Fokuszone erreichen.
Bei einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung eine einzige erste Laserbearbeitungseinheit und/oder eine einzige weitere Laserbearbeitungseinheit, wobei insbesondere mittels der weiteren Laserbearbeitungseinheit eine zweite Fokuszone mit einer zweiten Haupterstreckungsrichtung und eine dritte Fokuszone mit einer dritten Haupterstreckungsrichtung gebildet werden, wobei die zweite Haupterstreckungsrichtung und die dritte Haupterstreckungsrichtung jeweils quer zur ersten Haupterstreckungsrichtung orientiert sind und wobei die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene parallelen Breitenrichtung und/oder Längenrichtung zumindest abschnittsweise an gleichen Positionen angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform werden beispielsweise mittels der weiteren Laserbearbeitungseinheit zwei weitere Fokuszonen ausgebildet, nämlich eine zweite Fokuszone und eine dritte Fokuszone.
Insbesondere überlappen sich die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone bei Projektion auf die Bearbeitungsebene.
Bei einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung eine einzige erste Laserbearbeitungseinheit und/oder eine zweite Laserbearbeitungseinheit und eine dritte Laserbearbeitungseinheit, wobei insbesondere mittels der zweiten Laserbearbeitungseinheit eine zweite Fokuszone gebildet wird und mittels der dritten Laserbearbeitungseinheit eine dritte Fokuszone gebildet wird, wobei die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone jeweils quer zu der ersten Fokuszone orientiert sind und wobei die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene parallelen Breitenrichtung und/oder Längenrichtung beabstandet angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform sind beispielsweise zwei weitere Laserbearbeitungseinheiten und zwei weitere Fokuszonen vorhanden.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Laserbearbeitung eines Werkstücks bereitgestellt, bei dem mittels einer ersten Laserbearbeitungseinheit eine sich in eine erste Haupterstreckungsrichtung erstreckende erste Fokuszone ausgebildet wird und mittels mindestens einer weiteren Laserbearbeitungseinheit mindestens eine weitere Fokuszone ausgebildet wird, welche sich in eine zu der ersten
Haupterstreckungsrichtung quer orientierte weitere Haupterstreckungsrichtung erstreckt, wobei die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone parallel zur Bearbeitungsebene mit einem Arbeitsabstand beabstandet sind, das Werkstück mit der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone beaufschlagt wird, die erste Laserbearbeitungseinheit mit der ersten Fokuszone und die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit mit der mindestens einen weiteren Fokuszone jeweils entlang einer parallel zur Bearbeitungsebene orientierten Vorschubrichtung relativ zu dem Werkstück bewegt werden, und wobei das Werkstück aus einem für einen Laserstrahl, aus welchem die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone jeweils ausgebildet sind, transparenten Material hergestellt ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist insbesondere ein oder mehrere Merkmale und/oder Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf.
Insbesondere ist das erfindungsgemäße Verfahren mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchführbar. Insbesondere führt die erfindungsgemäße Vorrichtung das erfindungsgemäße Verfahren aus.
Günstig kann es sein, wenn eine Beaufschlagung des Werkstücks an einer bestimmten Bearbeitungsstelle mit der ersten Fokuszone und mit der mindestens einen weiteren Fokuszone zeitlich versetzt erfolgt. Beispielsweise lassen sich dadurch Materialmodifikationen an einer bestimmten Bearbeitungsstelle entlang zur Bearbeitungsebene quer orientierten Bearbeitungslinien zeitlich versetzt zu einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Bearbeitungslinie erzeugen.
Beispielsweise wird das Werkstück an einer bestimmten Bearbeitungsstelle zeitlich zuerst mit der mindestens einen weiteren Fokuszone beaufschlagt und anschließend mit der ersten Fokuszone oder umgekehrt.
Günstig kann es sein, wenn mittels der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit eine zweite Fokuszone und eine dritte Fokuszone ausgebildet werden, welche jeweils quer zu der ersten Fokuszone orientiert sind, wobei die zweite Fokuszone und die dritte Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung zueinander beabstandet
angeordnet sind und/oder wobei die erste Fokuszone bezüglich einer zur Bearbeitungsebene senkrecht orientierten Tiefenrichtung zwischen der zweiten Fokuszone und der dritten Fokuszone angeordnet ist.
Vorteilhaft kann es sein, wenn eine Beaufschlagung des Werkstücks mit der zweiten Fokuszone und der dritten Fokuszone an einer bestimmten Bearbeitungsstelle gleichzeitig erfolgt und eine Beaufschlagung des Werkstücks mit der ersten Fokuszone an dieser Bearbeitungsstelle zeitlich versetzt zu der Beaufschlagung des Werkstücks mit der zweiten Fokuszone und mit der dritten Fokuszone erfolgt.
Beispielsweise entspricht ein Größenwert einer Zeitdifferenz zwischen einer Beaufschlagung des Werkstücks an einer bestimmten Bearbeitungsstelle mit der ersten Fokuszone und mit der mindestens einen weiteren Fokuszone einem Quotienten aus dem Arbeitsabstand und der Vorschubgeschwindigkeit (bei konstanter Vorschubgeschwindigkeit und Vorschubrichtung).
Bei einer Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass eine Beaufschlagung des Werkstücks mit der ersten Fokuszone, mit der zweiten Fokuszone und mit der dritten Fokuszone jeweils zeitlich versetzt erfolgt, wobei insbesondere eine Beaufschlagung des Werkstücks mit der ersten Fokuszone zeitlich zwischen einer Beaufschlagung des Werkstücks mit der zweiten Fokuszone und mit der dritten Fokuszone erfolgt.
Insbesondere weisen die erfindungsgemäße Vorrichtung und/oder das erfindungsgemäße Verfahren ein oder mehrere der nachfolgenden Merkmale auf.
Insbesondere bewirkt eine Bewegung der ersten Laserbearbeitungseinheit in Vorschubrichtung eine entsprechende Bewegung der ersten Fokusverteilung in Vorschubrichtung.
Insbesondere bewirkt eine Bewegung der mindestens einen weiteren Laserbearbeitungseinheit in Vorschubrichtung eine entsprechende Bewegung der mindestens einen weiteren Fokusverteilung in Vorschubrichtung.
Beispielsweise sind die erste Fokuszone und/oder die mindestens eine weitere Fokuszone jeweils geradlinig und/oder länglich und/oder linienartig und/oder langgezogen ausgebildet.
Insbesondere erstrecken sich die erste Fokuszone und/oder die mindestens eine weitere Fokuszone jeweils parallel zu einer Geraden.
Insbesondere bilden die erste Fokuszone und die mindestens eine weitere Fokuszone jeweils einen räumlich zusammenhängenden Wechselwirkungsbereich zur Laserbearbeitung des Werkstücks, wobei sich insbesondere durch Beaufschlagung eines Materials des Werkstücks mit diesem Wechselwirkungsbereich an dem Wechselwirkungsbereich lokalisierte Materialmodifikationen ausbilden lassen, mittels welchen insbesondere eine Trennung des Materials ermöglicht wird. Es ist grundsätzlich möglich, dass die erste Fokuszone und/oder die mindestens eine weitere Fokuszone Nullstellen und/oder Unterbrechungen aufweisen, wobei insbesondere diese Nullstellen und/oder Unterbrechungen verglichen mit einer (Gesamt-)Länge der ersten Fokuszone und/oder der mindestens einen weiteren Fokuszone klein sind.
Insbesondere werden durch Relativbewegung des Werkstücks bezüglich der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone in dem Material des Werkstücks Materialmodifikationen entlang einer der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone zugeordneten Bearbeitungslinie und/oder Bearbeitungsfläche ausgebildet.
Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass das Werkstück durch Ausbildung von Materialmodifikationen mittels der ersten Fokuszone und der mindestens einen weiteren Fokuszone längs einer Bearbeitungslinie und/oder Bearbeitungsfläche trennbar ist oder getrennt wird.
Vorteilhaft kann es sein, wenn das Material des Werkstücks entlang der Bearbeitungslinie und/oder Bearbeitungsfläche durch Ausübung einer thermischen Beaufschlagung und/oder einer mechanischen Spannung und/oder durch Ätzen mittels mindestens einer nasschemischen Lösung trennbar ist oder
getrennt wird. Beispielsweise erfolgt das Ätzen in einem ultraschallunterstützten Ätzbad.
Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass der Eingangslaserstrahl ein gepulster Laserstrahl oder ein Ultrakurzpulslaserstrahl ist. Beispielsweise werden die erste Fokuszone und/oder die mindestens eine weitere Fokuszone mittels eines gepulsten Laserstrahls oder Ultrakurzpulslaserstrahls ausgebildet.
Zur Steuerung einer Laserquelle zur Bereitstellung des Eingangslaserstrahls kann eine Regelelektronik zur ortsaufgelösten Pulskontrolle, insbesondere umfassend Puls-on-demand, vorgesehen sein.
Insbesondere ist eine Werkstückhalterung für das Werkstück vorgesehen, welche insbesondere eine nicht-reflektierende und/oder stark streuende Oberfläche aufweist.
Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass die Vorrichtung eine Laserquelle zur Bereitstellung eines Eingangslaserstrahls zur Einkopplung in die erste Laserbearbeitungseinheit und in die mindestens eine weitere Laserbearbeitungseinheit umfasst, wobei mittels der Laserquelle insbesondere ein gepulster Laserstrahl oder ein Ultrakurzpulslaserstrahl bereitgestellt wird.
Beispielsweise beträgt eine Wellenlänge des Eingangslaserstrahls mindestens 300 nm und/oder höchstens 1500 nm. Beispielsweise beträgt die Wellenlänge 515 nm oder 1030 nm.
Insbesondere weist der Eingangslaserstrahl eine mittlere Leistung von mindestens IW bis 1kW auf. Beispielsweise umfasst der Eingangslaserstrahl Pulse mit einer Pulsenergie von mindestens 10 pJ und/oder höchstens 50 mJ. Es kann vorgesehen sein, dass der Eingangslaserstrahl Einzelpulse oder Bursts umfasst, wobei die Bursts 2 bis 20 Subpulse und insbesondere einen zeitlichen Abstand von ca. 20ns aufweisen.
Unter einem transparenten Material ist insbesondere ein Material zu verstehen, durch welches mindestens 70 % und insbesondere mindestens 80 % und
insbesondere mindestens 90 % einer Laserenergie der ersten Fokuszone und/oder der mindestens einen weiteren Fokuszone transmittiert werden.
Beispielsweise ist oder umfasst das Material des Werkstücks ein Glasmaterial.
Zur Bestimmung von räumlichen Dimensionen der ersten Fokuszone und/oder der mindestens einen weiteren Fokuszone, wie z.B. einer jeweiligen Länge und/oder eines jeweiligen Durchmessers, wird die ersten Fokuszone und/oder die mindestens eine weitere Fokuszone in einer modifizierten Intensitätsverteilung betrachtet, welche nur Intensitätswerte aufweist, die oberhalb einer bestimmten Intensitätsschwelle liegen. Die Intensitätsschwelle wird hierbei beispielsweise so gewählt, dass unterhalb dieser Intensitätsschwelle liegende Werte eine derart geringe Intensität aufweisen, sodass diese für eine Wechselwirkung mit dem Material zur Ausbildung von Materialmodifikationen nicht mehr relevant sind. Beispielsweise beträgt die Intensitätsschwelle 50% eines globalen Intensitätsmaximums der tatsächlichen Intensitätsverteilung. Unter einer Länge der jeweiligen Fokuszone bzw. unter einem Durchmesser der jeweiligen Fokuszone ist dann eine maximale Erstreckungslänge und/oder eine Länge maximaler Ausdehnung der jeweiligen Fokuszone entlang einer Längsmittelachse der Fokuszone bzw. in einer zu der Längsmittelachse senkrecht orientierten Ebene unter Zugrundelegung der modifizierten Intensitätsverteilung zu verstehen.
Unter der ersten Fokuszone und/oder der mindestens einen weiteren Fokuszone ist insbesondere jeweils ein räumlich zusammenhängender Bereich von Intensitäten oberhalb der genannten Intensitätsschwelle zu verstehen, wobei dieser Bereich Unterbrechungen mit einer räumlichen Ausdehnung von höchstens 10% und insbesondere höchstens 5 % einer maximalen Ausdehnung und/oder einer maximalen Länge der ersten Fokuszone und/oder der mindestens einen weiteren Fokuszone aufweisen kann.
Derartige Unterbrechungen der ersten Fokuszone und/oder der mindestens einen weiteren Fokuszone entstehen beispielsweise durch deren Ausbildung durch Aufteilen eines Laserstrahls in eine Mehrzahl von Teilstrahlen und Fokussierung der Teilstrahlen in einander benachbarte Teilbereiche. Es ergibt sich dadurch
beispielsweise eine Ausbildung der Fokuszone durch Aneinanderreihung von zueinander beabstandeten fokussierten Lichtpunkten.
Liegen Intensitätsverteilungen mit größeren Unterbrechungen als vorstehend genannt vor, sind hierunter insbesondere unterschiedliche Fokuszonen zu verstehen.
Insbesondere sind unter den Angaben "ca." und "zumindest näherungsweise" im Allgemeinen Abweichungen von höchstens 10% zu verstehen. Falls nicht anders angegeben, ist unter den Angaben "ca." und "zumindest näherungsweise" insbesondere zu verstehen, dass ein tatsächlicher Wert und/oder Abstand und/oder Winkel um höchstens 10% von einem idealen Wert und/oder Abstand und/oder Winkel abweicht.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zusammenhang mit den Zeichnungen der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Laserbearbeitung eines Werkstücks mit einer ersten Laserbearbeitungseinheit und einer zweiten Laserbearbeitungseinheit;
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Laserbearbeitung eines Werkstücks mit einer ersten Laserbearbeitungseinheit, einer zweiten Laserbearbeitungseinheit und einer dritten Laserbearbeitungseinheit;
Fig. 3a eine Querschnittsdarstellung einer simulierten Intensitätsverteilung eines Beispiels einer ersten Fokuszone in einer parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung der ersten Fokuszone orientierten x-z- Ebene;
Fig. 3b eine Querschnittsdarstellung der Intensitätsverteilung der ersten Fokuszone gemäß Fig. 3a in einer zu der Haupterstreckungsrichtung senkrecht orientierten x-y-Ebene;
Fig. 4a eine Querschnittsdarstellung einer simulierten Intensitätsverteilung eines weiteren Beispiels einer ersten Fokuszone in einer parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung der ersten Fokuszone orientierten x-z-Ebene;
Fig. 4b eine Querschnittsdarstellung der Intensitätsverteilung der Fokuszone gemäß Fig. 4a in einer zu der Haupterstreckungsrichtung senkrecht orientierten x-y-Ebene;
Fig. 5a eine Querschnittsdarstellung einer simulierten Intensitätsverteilung eines Beispiels einer zweiten Fokuszone und einer dritten Fokuszone in einer zu einer jeweiligen Haupterstreckungsrichtung der zweiten bzw. dritten Fokuszone parallel orientierten y-z-Ebene;
Fig. 5b eine Querschnittsdarstellung einer simulierten Intensitätsverteilung eines Beispiels einer zweiten Fokuszone in einer zu einer Haupterstreckungsrichtung der zweiten Fokuszone parallel orientierten y-z-Ebene;
Fig. 5c eine Querschnittsdarstellung einer simulierten Intensitätsverteilung eines Beispiels einer dritten Fokuszone in einer zu einer Haupterstreckungsrichtung der dritten Fokuszone parallel orientierten y-z-Ebene;
Fig. 6 eine schematische Querschnittsdarstellung eines mittels der Vorrichtung bearbeiteten und anschließend abgetrennten Werkstücksegments in einer parallel zur Breitenrichtung und Längenrichtung des Werkstücks orientierten x-y-Ebene;
Fig. 7 eine schematische Querschnittsdarstellung des Werkstücksegments gemäß Fig. 6 in einer parallel zur Tiefenrichtung des Werkstücks orientierten y-z-Ebene;
Fig. 8 eine schematische Querschnittsdarstellung eines Abschnitts eines Werkstücks in der y-z-Ebene, welcher durch Beaufschlagung mittels einer zweiten und einer dritten Fokuszone modifiziert wird;
Fig. 9 eine schematische Querschnittsdarstellung eines Abschnitts eines Werkstücks in der y-z-Ebene, welcher an einer bereits mittels der zweiten und dritten Fokuszone modifizierten Bearbeitungsstelle mittels einer ersten Fokuszone modifiziert wird;
Fig. 10 eine schematische Querschnittsdarstellung des Abschnitts des Werkstücks gemäß Fig. 9, wobei ein Strahlengang von Teilstrahlen zur Ausbildung der ersten Fokuszone gezeigt ist; und
Fig. 11 eine schematische Querschnittsdarstellung eines Abschnitts eines Werkstücks in der y-z-Ebene, an welchem Materialmodifikationen entlang gekrümmter Bearbeitungslinien durch Beaufschlagung des Materials mit gekrümmten Fokuszonen ausgebildet werden.
Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in sämtlichen Ausführungsbeispielen mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
Ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Laserbearbeitung eines Werkstücks ist in Fig. 1 gezeigt und dort mit 10 bezeichnet. Mittels der Vorrichtung 10 lassen sich an einem Material 12 eines Werkstücks 14 lokalisierte Materialmodifikationen, wie beispielsweise Fehlstellen im Submikrometerbereich oder atomaren Bereich, erzeugen, welche eine Materialschwächung zur Folge haben. An den erzeugten Materialmodifikationen lässt sich das Werkstück 14 beispielsweise in einem Folgeschritt in voneinander verschiedene Werkstücksegmente trennen oder es lassen sich beispielsweise Werkstücksegmente aus dem Werkstück 14 heraustrennen.
Insbesondere umfasst die Vorrichtung 10 eine Laserquelle 16 (angedeutet in Fig.
1) zur Bereitstellung eines Eingangslaserstrahls 18. Der Eingangslaserstrahl 18 ist insbesondere ein gepulster Laserstrahl und/oder ein Ultrakurzpulslaserstrahl.
Beispielsweise ist der Eingangslaserstrahl 18 ein Gauß-Strahl und/oder weist ein beugendes Strahlprofil auf.
Die Vorrichtung 10 umfasst bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 eine erste Laserbearbeitungseinheit 20 und eine zu der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 beabstandet angeordnete zweite Laserbearbeitungseinheit 22.
Zur Einkopplung des Eingangslaserstrahls 18 in die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und in die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 umfasst die Vorrichtung 10 beispielsweise eine Einkopplungseinrichtung 24. Mittels dieser Einkopplungseinrichtung 24 wird der Eingangslaserstrahl 18 in einen ersten Teilstrahl 26 zur Einkopplung in die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und in einen zweiten Teilstrahl 28 zur Einkopplung in die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 aufgeteilt.
Alternativ hierzu wäre es auch möglich, in die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und in die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 jeweils voneinander verschiedene Laserstrahlen aus voneinander verschiedenen Laserquellen einzukoppeln. In diesem Fall wäre beispielsweise für die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 jeweils eine separate Laserquelle vorgesehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 erfolgt die Aufteilung des Eingangslaserstrahls 18 durch Polarisationsstrahlteilung. Die Einkopplungseinrichtung 24 umfasst ein Polarisationselement 30 zur Einstellung einer Polarisationsrichtung des Eingangslaserstrahls 18. Insbesondere ist oder umfasst das Polarisationselement 30 eine Verzögerungsplatte, wie zum Beispiel ein lambda/2- oder ein lambda/4-Plättchen.
Dieses Polarisationselement 30 ist im Strahlengang des Eingangslaserstrahls 18 angeordnet. Nach Durchlaufen des Polarisationselements 30 weist der Eingangslaserstrahl beispielsweise eine lineare Polarisation mit einer definierten Polarisationsrichtung auf. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass mittels des Polarisationselements 30 zirkular oder elliptisch polarisiertes Licht erzeugt wird.
Weiter umfasst die Einkopplungseinrichtung 24 ein Polarisations- Strahlteilungselement 32 zur Aufteilung des Eingangslaserstrahls 18 in den ersten Teilstrahl 26 und den zweiten Teilstrahl 28. Dieses Polarisations- Strahlteilungselement 32 ist bezogen auf eine Strahlausbreitungsrichtung 34 des Eingangslaserstrahls 18 hinter dem Polarisationselement 30 angeordnet. Beispielsweise ist das Polarisations-Strahlteilungselement 32 an der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 angeordnet.
Mittels des Polarisations-Strahlteilungselements 32 wird der Eingangslaserstrahl 18 in Abhängigkeit seiner Polarisationsrichtung in den ersten Teilstrahl 26 und den zweiten Teilstrahl 28 aufgeteilt. Insbesondere lässt sich durch Einstellung der Polarisationsrichtung mittels dem Polarisationselement 30 eine Intensität des ersten Teilstrahls 26 im Verhältnis zu dem zweiten Teilstrahl 28 einstellen.
Beispielsweise wird der erste Teilstrahl 26 durch teilweise Reflexion des Eingangslaserstrahls 18 an dem Polarisations-Strahlteilungselement 32 ausgebildet und in die erste Laserbearbeitungseinheit 20 umgelenkt und/oder eingekoppelt. Der zweite Teilstrahl 28 wird beispielsweise durch teilweise Transmission des Eingangslaserstrahls 18 ausgebildet und zu der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 durchgeleitet.
Zur Umlenkung und/oder Einkopplung des zweiten Teilstrahls 28 in die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 ist insbesondere ein Spiegelelement 36 vorgesehen, welches beispielsweise an der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 angeordnet ist.
Mittels der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 wird der erste Teilstrahl 26 in eine erste Fokuszone 38 abgebildet, wobei die erste Fokuszone 38 (Fig. 3a, 3b und 4a, 4b) ein quasi-nichtbeugendes und/oder ein Bessel-artiges Strahlprofil aufweist. Die erste Fokuszone 38 ist insbesondere länglich und/oder langgezogen und/oder geradlinig ausgebildet.
Hinsichtlich der Ausbildung und Eigenschaften quasi-nichtbeugender Strahlen wird auf das Buch "Structured Light Fields: Applications in Optical Trapping, Manipulation and Organisation", M. Wördemann, Springer Science & Business
Media (2012), ISBN 978-3-642-29322-1, verwiesen und insbesondere auf
Kapitel 5 "Non-Diffracting Beams for the Three-Dimensional Moulding of Matter' verweisen. Hierauf wird ausdrücklich und vollinhaltlich Bezug genommen.
Zur Ausbildung der ersten Fokuszone 38 weist die erste Laserbearbeitungseinheit 20 beispielsweise ein Axiconelement (nicht gezeigt) auf.
Die erste Fokuszone 38 weist eine erste Haupterstreckungsrichtung 40 auf, entlang derer sich die erste Fokuszone 38 erstreckt. Bei dem gezeigten Beispiel ist diese erste Haupterstreckungsrichtung 40 senkrecht zu einer Bearbeitungsebene 42 (angedeutet in Fig. 1) orientiert, in welcher das Werkstück 14 mittels der Vorrichtung 10 bearbeitbar ist.
Das Werkstück 14 ist beispielsweise plattenförmig ausgebildet und erstreckt sich parallel zur Bearbeitungsebene 42. Zur entsprechenden Anordnung und/oder Fixierung des Werkstücks 14 an der Vorrichtung 10 ist insbesondere eine Werkstückhalterung vorgesehen (nicht gezeigt).
Beispielsweise sind eine Längenrichtung x und eine Breitenrichtung y des Werkstücks 14 parallel zur Bearbeitungsebene 42 orientiert und eine Tiefenrichtung z des Werkstücks 14 ist senkrecht zur Bearbeitungsebene 42 orientiert. Die erste Haupterstreckungsrichtung 40 der ersten Fokuszone 38 ist somit bei dem gezeigten Beispiel parallel zur Tiefenrichtung z orientiert.
Ein Beispiel der ersten Fokuszone 38 ist in den Fig. 3a und 3b gezeigt, wobei in Fig. 3a eine Intensitätsverteilung in einer zur ersten Haupterstreckungsrichtung 40 parallel orientierten x-z-Ebene dargestellt ist. In der gezeigten Graustufendarstellung stehen hellere Graustufenwerte für größere Intensitäten.
Unter der ersten Fokuszone 38 ist insbesondere eine globale maximale Intensitätsverteilung 50 zu verstehen, welche insbesondere räumlich zusammenhängend ausgebildet ist. Insbesondere ist nur diese globale maximale Intensitätsverteilung 50 für eine Wechselwirkung mit dem zu bearbeitenden Material 12 des Werkstücks 14 relevant.
Die maximale Intensitätsverteilung 50 ist beispielsweise von nebengeordneten Intensitätsverteilungen 52 umgeben, welche insbesondere bei der praktischen Realisierung der ersten Fokuszone 38 auftreten. Diese nebengeordneten Intensitätsverteilungen 52 sind insbesondere um die maximale Intensitätsverteilung 50 angeordnet und/oder beabstandet zu der maximalen Intensitätsverteilung 50 angeordnet. Die nebengeordneten Intensitätsverteilungen 52 sind oder umfassen beispielsweise Nebenmaxima.
Die nebengeordneten Intensitätsverteilungen 52 sind für eine Laserbearbeitung des Werkstücks 14 unwesentlich, da es aufgrund der geringeren Intensitäten zu keiner und/oder zu einer vernachlässigbar geringen Wechselwirkung mit dem Material 12 des Werkstücks 14 kommt. Insbesondere können mittels der nebengeordneten Intensitätsverteilungen 52 keine zur Verarbeitung und insbesondere Trennung des Materials 12 geeigneten Materialmodifikationen ausgebildet werden.
In Fig. 3b ist ein Querschnitt der in Fig. 3a gezeigten ersten Fokuszone 38 in einer zu der ersten Haupterstreckungsrichtung 40 senkrecht orientierten x-y- Ebene gezeigt. Bei dem gezeigten Beispiel weist die erste Fokuszone 38 einen symmetrischen Querschnitt auf. Insbesondere ist ein Durchmesser do der ersten Fokuszone 38 in jeder beliebigen in der x-y-Ebene liegenden Richtung gleich. Beispielsweise ist die erste Fokuszone 38 in einem zu der ersten Haupterstreckungsrichtung 40 senkrecht orientierten Querschnitt kreisförmig ausgebildet.
Alternativ hierzu kann es vorgesehen sein, dass die mittels der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 erzeugte erste Fokuszone 38 einen asymmetrischen Querschnitt in der x-y-Ebene aufweist (Fig. 4a und 4b).
Beispielsweise wird hierzu die erste Fokuszone 38 mittels zwei paralleler quasi- nichtbeugender und/oder Bessel-artiger Strahlen gebildet (Fig 4a). Die beiden Strahlen werden derart zueinander ausgerichtet, dass diese sich zumindest teilweise überlappen und dadurch eine räumlich zusammenhängende Fokuszone gebildet wird.
Unter der ersten Fokuszone 38 ist bei dem Beispiel gemäß der Fig. 4a und 4b analog zu dem in den Fig. 3a und 3b erläuterten Beispiel die maximale Intensitätsverteilung 50 zu verstehen. Die nebengeordneten Intensitätsverteilungen 52 sind für eine Wechselwirkung mit dem Material zwölf des Werkstücks 14 vernachlässigbar.
Die erste Fokuszone 38 weist bei dem Beispiel gemäß der Fig. 4a und 4b in der zu der ersten Haupterstreckungsrichtung 40 senkrecht orientierten x-y-Ebene einen asymmetrischen Querschnitt auf, d.h. insbesondere dass ein Größenwert eines Durchmessers der ersten Fokuszone 38 für voneinander verschiedene in der x-y-Ebene liegenden Richtungen unterschiedlich ist und/oder nicht für jede beliebige in der x-y-Ebene liegende Richtung gleich ist.
Bei dem in Fig. 4b gezeigten Beispiel weist die erste Fokuszone 38 einen größten Durchmesser dmax auf, welcher beispielsweise parallel zur Längenrichtung x orientiert ist.
Eine Länge I der ersten Fokuszone 38 liegt beispielsweise im Bereich von Mikrometern, beispielsweise 300 pm bis 2000 pm. Bei dem gezeigten Beispiel ist diese Länge I parallel zur ersten Haupterstreckungsrichtung 40 orientiert.
Der Durchmesser do bzw. der maximale Durchmesser dmax liegt beispielsweise im Mikrometerbereich.
Mittels der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 wird der zweite Teilstrahl 28 in eine zweite Fokuszone 54 und eine dritte Fokuszone 56 abgebildet (Fig. 5a, 5b und 5c). Insbesondere werden die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 durch Ausbildung entsprechender 3D-Fokusverteilungen mittels der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 ausgebildet.
Die zweite Fokuszone 54 weist eine zweite Haupterstreckungsrichtung 58 auf und die dritte Fokuszone 56 weist eine dritte Haupterstreckungsrichtung 60 auf. Die zweite Fokuszone 54 erstreckt sich parallel zur zweiten Haupterstreckungsrichtung 58 und die dritte Fokuszone 56 erstreckt sich parallel zur dritten Haupterstreckungsrichtung 60.
Die zweite Haupterstreckungsrichtung 58 und die dritte Haupterstreckungsrichtung 60 sind jeweils quer zur ersten Haupterstreckungsrichtung 40 orientiert.
Insbesondere sind eine jeweilige Orientierung und/oder ein jeweiliger Winkel zwischen der zweiten Haupterstreckungsrichtung 58 und der ersten Haupterstreckungsrichtung 40 bzw. zwischen der dritten Haupterstreckungsrichtung 60 und der ersten Haupterstreckungsrichtung 40 einstellbar.
Beispielsweise schließen die zweite Haupterstreckungsrichtung 58 und die dritte Haupterstreckungsrichtung 60 mit der ersten Haupterstreckungsrichtung 40 jeweils einen kleinsten Winkel o von ca. 25° ein.
Die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 sind insbesondere jeweils aus einer Mehrzahl von Teilstrahlen gebildet, welche in einander benachbarte Teilbereiche 62 der zweiten Fokuszone 54 bzw. der dritten Fokuszone 56 fokussiert sind.
Insbesondere sind zueinander benachbarte Teilbereiche 62, in welche die Teilstrahlen fokussiert werden, räumlich derart nah aneinander angeordnet, dass sich hinsichtlich einer Wechselwirkung mit dem Material 12 des Werkstücks 14 ein räumlich zusammenhängender Bereich ergibt. Insbesondere lässt sich dadurch mittels der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 jeweils ein räumlich zusammenhängender Bereich von Materialmodifikationen an dem Material 12 des Werkstücks 14 ausbilden, sodass dieses insbesondere nach Durchführung der Laserbearbeitung in diesem zusammenhängenden Bereich trennbar ist.
Zur Ausbildung der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 wird beispielsweise der in die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 eingekoppelte zweite Teilstrahl 28 mittels der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 in eine Mehrzahl von weiteren Teilstrahlen aufgeteilt und in die Teilbereiche 62 der zweiten Fokuszone 54 bzw. der dritten Fokuszone 56 fokussiert.
Durch Fokussierung der weiteren Teilstrahlen in die Teilbereiche 62 werden in diesen Teilbereichen 62 insbesondere jeweils Fokuspunkte ausgebildet. Insbesondere ist durch Fokussierung der weiteren Teilstrahlen in die Teilbereiche 62 dort eine Lichtintensität so hoch, dass es an diesen Teilbereichen 62 zu einer relevanten Wechselwirkung mit dem Material 12 des Werkstücks 14 kommt.
Insbesondere liegen die Teilbereiche 62 auf einer Geraden, welche parallel zur zweiten Haupterstreckungsrichtung 58 bzw. zur dritten Haupterstreckungsrichtung 60 orientiert ist.
Bei einer Ausführungsform wird der in die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 eingekoppelte zweite Teilstrahl 28 mittels der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 in eine Mehrzahl weiterer Teilstrahlen aufgeteilt, welche jeweils unterschiedliche Polarisationszustände aufweisen. Insbesondere werden dann Teilstrahlen mit jeweils unterschiedlichen Polarisationszuständen in benachbarte Teilbereiche 62 der zweiten Fokuszone 54 bzw. der dritten Fokuszone 56 fokussiert.
Hinsichtlich der technischen Realisierung der zweiten Fokuszone 54 und/oder der dritten Fokuszone 56 durch Ausbildung von Teilstrahlen mit unterschiedlichen Polarisationszuständen wird auf die nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung mit Aktenzeichen 10 2019 217 577.5 (Anmeldetag: 14. November 2019) der gleichen Anmelderin verwiesen. Hierauf wird ausdrücklich und vollinhaltlich Bezug genommen.
Zur technischen Realisierung der zweiten Fokuszone 54 und/oder der dritten Fokuszone 56 durch Fokussierung von Teilstrahlen in unterschiedliche Teilbereiche 62 existieren grundsätzlich unterschiedliche Möglichkeiten. Verschiedene technische Möglichkeiten sind beispielsweise in der wissenschaftlichen Veröffentlichung "Structured light for ultrafast laser micro- and nanoprocessing" von D. Flamm et al., arXiv:2012.10119vl [physics. optics], 18 Dezember 2020, beschrieben. Hierauf wird ausdrücklich und vollinhaltlich Bezug genommen.
Die zweite Fokuszone 54 weist beispielsweise eine Länge I2 im Mikrometerbereich auf, beispielsweise eine Länge I2 von 100 pm bis 400 pm. Die dritte Fokuszone 56 weist beispielsweise eine Länge I3 im Mikrometerbereich auf, beispielsweise eine Länge I3 von 100 pm bis 400 pm.
Das Werkstück 14 weist beispielsweise eine erste Außenseite 64 und eine zu der ersten Außenseite 64 parallel zur Tiefenrichtung z beabstandete zweite Außenseite 66 auf.
Bei dem gezeigten Beispiel sind die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 jeweils der ersten Außenseite 64 zugewandt angeordnet. Es lassen sich dadurch beispielsweise die erste Fokuszone 38, die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 aus derselben Richtung kommend und/oder durch dieselbe Außenseite des Werkstücks 14 in das Werkstück 14 einkoppeln.
Die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 sind mit einem Arbeitsabstand A zueinander beabstandet, wobei eine Abstandsrichtung parallel zur Längenrichtung x und/oder zur Breitenrichtung y orientiert ist. Entsprechend ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 die erste Fokuszone 38 zu der zweiten Fokuszone 54 bzw. zu der dritten Fokuszone 56 mit dem Arbeitsabstand A beabstandet.
Zur Einstellung des Arbeitsabstands A umfasst die Vorrichtung 10 insbesondere eine Einstelleinrichtung 68. Mittels dieser Einstelleinrichtung 68 ist insbesondere der Arbeitsabstand A im Arbeitsbetrieb der Vorrichtung 10 fest einstellbar und/oder definierbar.
Insbesondere sind mittels der Einstellrichtung 68 jeweilige Arbeitsabstände A zwischen der ersten Fokuszone 38, der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 jeweils sowohl in Längenrichtung x als auch in Breitenrichtung y einstellbar.
Weiter kann es vorgesehen sein, dass die Vorrichtung 10 eine Einstelleinrichtung
70 umfasst, mittels welcher bezüglich der Tiefenrichtung z eine jeweilige
Arbeitsposition 72 (angedeutet in den Fig. 3a und 5a) der ersten Fokuszone 38 und/oder der zweiten Fokuszone 54 und/oder der dritten Fokuszone 56 einstellbar ist.
Insbesondere sind die erste Fokuszone 38 und/oder die zweite Fokuszone 54 und/oder die dritte Fokuszone 56 mittels der Einstelleinrichtung 70 relativ zueinander bezüglich der Tiefenrichtung z verschiebbar.
Weiter kann es vorgesehen sein, dass die Vorrichtung 10 eine Einstelleinrichtung 74 umfasst, mittels welcher im Fall eines asymmetrischen Querschnitts der ersten Fokuszone 38 eine Ausrichtung 76 und/oder eine Orientierung (angedeutet in Fig. 4b) des größten Durchmessers dmax in der Bearbeitungsebene 42 einstellbar ist.
Die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 sind jeweils parallel zu einer insbesondere gemeinsamen Vorschubrichtung 78 relativ zu dem Werkstück 14 bewegbar, wobei diese Vorschubrichtung 78 parallel zur Bearbeitungsebene 42 orientiert ist.
Die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 sind derart steuerungstechnisch und/oder mechanisch miteinander gekoppelt, dass diese im Arbeitsbetrieb der Vorrichtung 10 relativ zu dem Werkstück entlang der gemeinsamen Vorschubrichtung 78 bewegt werden, wobei insbesondere der Arbeitsabstand A zwischen der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 und der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 im Arbeitsbetrieb der Vorrichtung 10 konstant ist.
Beispielsweise umfasst die Vorrichtung 10 eine Halteeinrichtung 79, an welcher die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 angeordnet sind. Beispielsweise führt eine Bewegung der Halteeinrichtung 79 in Vorschubrichtung 78 zu einer entsprechenden Bewegung der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 und der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 in Vorschubrichtung.
Insbesondere umfasst die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 jeweils ein Gehäuse 81, mittels welchem die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und die zweite Laserbearbeitungseinheit 22 jeweils an der Halteeinrichtung 79 angeordnet und/oder befestigt ist.
Weiter bewirkt eine Bewegung der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 in eine bestimmte Vorschubrichtung 78 eine entsprechende Bewegung der zugeordneten ersten Fokuszone 38 in diese Vorschubrichtung 78 relativ zu dem Werkstück 14.
Entsprechend bewirkt eine Bewegung der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 in eine bestimmte Vorschubrichtung 78 eine entsprechende Bewegung der zugeordneten zweiten Fokuszone 54 und dritten Fokuszone 56 in diese Vorschubrichtung 78 relativ zu dem Werkstück 14.
Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass im Arbeitsbetrieb der Vorrichtung 10 die Ausrichtung 76 des größten Durchmessers dmax mittels der Einstelleinrichtung 74 parallel zur Vorschubrichtung 78 ausgerichtet wird und insbesondere automatisch parallel zur Vorschubrichtung 78 ausgerichtet wird.
Weiter kann es vorgesehen sein, dass die Vorrichtung 10 eine Einstelleinrichtung 80 aufweist, mittels welcher die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 jeweils um eine zur Bearbeitungsebene 42 senkrecht orientierte Drehachse 82 drehbar sind. Diese Drehachse 82 ist nicht notwendigerweise symmetrisch zu einer Erstreckung der zweiten Fokuszone 54 bzw. der dritten Fokuszone 56 angeordnet, sondern beispielsweise einem jeweiligen Anfangspunkt 84 oder einem Endpunkt 86 der zweiten Fokuszone 54 bzw. der dritten Fokuszone 56 zugeordnet (angedeutet in Fig 5a).
Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die Drehachse 82 quer oder parallel zu der Bearbeitungsebene 42 orientiert ist.
Mittels der Einstelleinrichtung 80 lässt sich im Arbeitsbetrieb der Vorrichtung 10 eine der Drehachse 82 zugeordnete Ausrichtung 88 und/oder Orientierung der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 einstellen. Insbesondere werden im Arbeitsbetrieb der Vorrichtung 10 die zweite Fokuszone 54 und die
dritte Fokuszone 56 in einem festen Winkel ß zur Vorschubrichtung 78 ausgerichtet und insbesondere automatisch ausgerichtet (Fig. 8).
Insbesondere beträgt der mittels der Einstelleinrichtung 80 gewählte Winkel ß im Arbeitsbetrieb der Vorrichtung zehn 90°.
Die erste Fokuszone 38, die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 sind nicht notwendigerweise geradlinig ausgebildet. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die erste Fokuszone 38 und/oder die zweite Fokuszone 54 und/oder die dritte Fokuszone 56 eine gekrümmte Form aufweisen und/oder eine gekrümmte Längsmittelachse aufweisen (angedeutet in Fig. 11).
Hinsichtlich der Ausbildung und Eigenschaften von quasi-nichtbeugenden und/oder Bessel-artigen Strahlen mit gekrümmter Form wird auf die wissenschaftliche Veröffentlichung "Bessel-like optical beams with arbitrary trajectories" von I. Chremmos et al., Optics Letters, Vol. 37, No. 23 , 1. Dezember 2012, verwiesen.
Unter der jeweiligen Haupterstreckungsrichtung 40, 58, 60 der Fokuszone 38, 54, 56 ist beispielsweise eine Richtung einer Geraden zu verstehen, welche durch den Anfangspunkt 84 und den Endpunkt 86 der zugeordneten Fokuszone 38, 54, 56 verläuft.
Eine in Fig. 2 gezeigte weitere Ausführungsform einer Vorrichtung 10' unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1 im Wesentlichen dadurch, dass die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 insbesondere nicht mittels einer einzigen Laserbearbeitungseinheit ausgebildet werden, sondern dass zur Ausbildung der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 jeweils eine separate Laserbearbeitungseinheit vorgesehen ist.
Insbesondere weist die Vorrichtung 10' ein oder mehrere Merkmale und/oder Vorteile der vorstehend beschriebenen Vorrichtung 10 auf.
Die Vorrichtung 10' umfasst die erste Laserbearbeitungseinheit 20, welche zur Ausbildung der ersten Fokuszone 38 eingerichtet ist.
Weiter umfasst die Vorrichtung 10' eine zweite Laserbearbeitungseinheit 90 und eine dritte Laserbearbeitungseinheit 92. Die zweite Laserbearbeitungseinheit 90 und die dritte Laserbearbeitungseinheit 92 sind insbesondere gleichartig ausgebildet und/oder weisen insbesondere die gleiche Funktionsweise auf wie die vorstehend beschriebene zweite Laserbearbeitungseinheit 22, sodass insoweit auf deren vorstehende Beschreibung Bezug genommen wird. Insbesondere weisen die zweite Laserbearbeitungseinheit 90 und die dritte Laserbearbeitungseinheit 92 ein mehrere Merkmale und/oder Vorteile der vorstehend beschriebenen zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 auf.
Mittels der zweiten Laserbearbeitungseinheit 90 wird die zweite Fokuszone 54 ausgebildet und mittels der dritten Laserbearbeitungseinheit 92 wird die dritte Fokuszone 56 ausgebildet.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist die zweite Laserbearbeitungseinheit 90 zu der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 mit einem ersten Arbeitsabstand Ai beabstandet und die dritte Laserbearbeitungseinheit 92 ist zu der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 mit einem zweiten Arbeitsabstand A2 beabstandet, wobei eine jeweilige Abstandsrichtung des Arbeitsabstands Ai und des Arbeitsabstands A2 parallel zur Bearbeitungsebene 42 orientiert ist.
Entsprechend ist die mittels der zweiten Laserbearbeitungseinheit 90 erzeugte zweite Fokuszone 54 zu der mittels der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 erzeugten ersten Fokuszone 38 mit dem Arbeitsabstand Ai beabstandet und die mittels der dritten Laserbearbeitungseinheit 92 erzeugte dritte Fokuszone 56 zu der ersten Fokuszone 38 mit dem Arbeitsabstand A2 beabstandet.
Bei dem gezeigten Beispiel ist die erste Laserbearbeitungseinheit 20 bzw. die erste Fokuszone 38 bezüglich der Längenrichtung x und/oder der Breitenrichtung y zwischen der zweiten Laserbearbeitungseinheit 90 bzw. der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Laserbearbeitungseinheit 92 bzw. der dritten Fokuszone 56 angeordnet. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die Laserbearbeitungseinheiten 20, 90, 92 bzw. die Fokuszonen 38, 54, 56 bezüglich
der Längenrichtung x und/oder der Breitenrichtung y in beliebiger anderer Reihenfolge positioniert sind.
Die erste Laserbearbeitungseinheit 20, die zweite Laserbearbeitungseinheit 90 und die dritte Laserbearbeitungseinheit 92 sind an der Halteeinrichtung 79 angeordnet und mittels der Halteeinrichtung 79 parallel zur gemeinsamen Vorschubrichtung 78 relativ zu dem Werkstück 14 bewegbar. Entsprechend sind die erste Fokuszone 38, die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 relativ zu dem Werkstück 14 parallel zur gemeinsamen Vorschubrichtung 78 bewegbar.
Die Vorrichtung 10' umfasst eine Einkopplungseinrichtung 24', welche grundsätzlich die gleiche Funktionsweise aufweist wie die vorstehend beschriebene Einkopplungseinrichtung 24, sodass insoweit auf deren vorstehende Beschreibung Bezug genommen wird. Insbesondere weist die Einkopplungseinrichtung 24' ein oder mehrere Merkmale und/oder Vorteile der vorstehend beschriebenen Einkopplungseinrichtung 24 auf.
Mittels der Einkopplungseinrichtung 24' wird bei dem gezeigten Beispiel der Eingangslaserstrahl 18 in einen ersten Teilstrahl 94 zur Einkopplung in die dritte Laserbearbeitungseinheit 92, einen zweiten Teilstrahl 96 zur Einkopplung in die erste Laserbearbeitungseinheit 20 und einen dritten Teilstrahl 98 zur Einkopplung in die zweite Laserbearbeitungseinheit 90 aufgeteilt und insbesondere mittels Polarisationsstrahlteilung aufgeteilt.
Beispielsweise umfasst die Einkopplungseinrichtung 24' ein erstes Polarisationselement 30a und ein in Strahlausbreitungsrichtung 34 hinter dem ersten Polarisationselement 30a angeordnetes zweites Polarisationselement 30b.
Bezüglich der Strahlausbreitungsrichtung 34 ist zwischen dem ersten Polarisationselement 30a und dem zweiten Polarisationselement 30b ein erstes Polarisations-Strahlteilungselement 32a zur Aufteilung des Eingangslaserstrahls 18 in den ersten Teilstrahl 94 und in einen transmittierten Strahl 100 angeordnet.
Dieser transmittierte Strahl 100 trifft auf das zweite Polarisationselement 30b und wird anschließend mittels einem zweiten Polarisations-Strahlteilungselement 32b in den zweiten Teilstrahl 96 und den dritten Teilstrahl 98 geteilt.
Mittels dem ersten Polarisations-Strahlteilungselement 32a und dem zweiten Polarisations-Strahlteilungselement 32b lässt sich ein Intensitätsverhältnis und/oder Leistungsverhältnis des ersten Teilstrahls 94, des zweiten Teilstrahls 96 und des dritten Teilstrahls 98 einstellen.
Es wäre grundsätzlich auch möglich, in die erste Laserbearbeitungseinheit 20, die zweite Laserbearbeitungseinheit 90 und die dritte Laserbearbeitungseinheit 92 jeweils einen Laserstrahl aus einer jeweils unterschiedlichen Laserquelle einzukoppeln.
Die Vorrichtung 10 funktioniert wie folgt:
Durch Laserbearbeitung des Werkstücks 14 mittels der Vorrichtung 10 lassen sich beispielsweise ein oder mehrere Werkstücksegmente 101 (Fig. 6) von dem Werkstück 14 abtrennen.
Das Material 12 des Werkstücks 14 wird hierzu mit der ersten Fokuszone 38, der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 beaufschlagt.
Beispielsweise werden mittels der zweiten Laserbearbeitungseinheit 22 die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 derart angeordnet und ausgebildet, dass die zweite Fokuszone 54 zu der dritten Fokuszone 56 in Tiefenrichtung z beabstandet angeordnet ist und/oder dass sich die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 bezüglich der Längenrichtung x und/oder der Breitenrichtung y an gleichen Positionen angeordnet sind.
Mittels der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 wird die erste Fokuszone 38 derart angeordnet und ausgebildet, dass sich diese bezüglich der Tiefenrichtung z zwischen der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 und insbesondere vollständig zwischen der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 erstreckt. Die erste Fokuszone 38 ist hierbei mit dem
Arbeitsabstand A zu der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 beabstandet. Bei der in Fig. 1 gezeigten Situation ist dieser Arbeitsabstand A beispielsweise parallel zur Vorschubrichtung 78 orientiert.
Insbesondere erstreckt sich die dritte Fokuszone 56 innerhalb des Materials 12 bezüglich der Tiefenrichtung z zwischen der zweiten Außenseite 66 des Werkstücks 14 und der ersten Fokuszone 38. Insbesondere erstreckt sich die zweite Fokuszone 54 bezüglich der Tiefenrichtung z zwischen der ersten Fokuszone 38 und der ersten Außenseite 64.
Jeweilige Positionen der ersten Fokuszone 38, der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 in Tiefenrichtung lassen sich beispielsweise mittels der Einstelleinrichtung 70 einstellen.
Insbesondere erstrecken sich die erste Fokuszone 38, die zweite Fokuszone 54 und die dritte Fokuszone 56 zur Bearbeitung des Werkstücks 14 in einer gemeinsamen Ebene, welche insbesondere senkrecht zur Bearbeitungsebene 42 orientiert ist. Dies lässt sich beispielsweise durch entsprechende Justage mittels der Einstelleinrichtungen 68 und 80 realisieren.
Durch Beaufschlagung des Werkstücks 14 mit der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 an einer bestimmten Bearbeitungsstelle 102 werden in dem Material 12 des Werkstücks 14 an dieser Bearbeitungsstelle 102 entsprechende Materialmodifikationen erzeugt (Fig. 8).
Die an der Bearbeitungsstelle 102 mittels der zweiten Fokuszone 54 erzeugten Materialmodifikationen sind entlang einer zweiten Bearbeitungslinie 104 angeordnet. Entsprechend werden mittels der dritten Fokuszone 56 an der Bearbeitungsstelle 102 Materialmodifikationen entlang einer dritten Bearbeitungslinie 106 ausgebildet.
Durch Relativbewegung der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 bezüglich dem Material 12 werden Materialmodifikationen entlang einer jeweiligen Bearbeitungsfläche und/oder Bearbeitungsebene ausgebildet, welche beispielsweise parallel zur zweiten Bearbeitungslinie 104 und zur
Vorschubrichtung 78 bzw. parallel zur dritten Bearbeitungslinie 106 und zur Vorschubrichtung 78 orientiert ist.
Die erste Fokuszone 38 trifft zeitlich nach der zweiten Fokuszone 54 bzw. der dritten Fokuszone 56 auf die betrachtete Bearbeitungsstelle 102 des Werkstücks 14 (Fig. 9), wobei ein zeitlicher Abstand beispielsweise einem Quotienten aus Arbeitsabstand und Vorschubgeschwindigkeit entspricht (bei konstanter Vorschubgeschwindigkeit und Vorschubrichtung).
An der Bearbeitungsstelle 102 werden durch Beaufschlagung des Materials 12 mit der ersten Fokuszone 38 in dem Material 12 Materialmodifikationen entlang einer ersten Bearbeitungslinie 108 erzeugt, wobei durch Relativbewegung der ersten Fokuszone 38 zu dem Material 12 Materialmodifikationen entlang einer entsprechenden Bearbeitungsfläche und/oder Bearbeitungsebene ausgebildet werden, welche beispielsweise parallel zur ersten Bearbeitungslinie 108 und zur Vorschubrichtung 78 orientiert ist.
Eine jeweilige Länge und/oder Form der ersten Bearbeitungslinie 108 bzw. der zweiten Bearbeitungslinie 104 bzw. der dritten Bearbeitungslinie 106 entspricht insbesondere einer jeweiligen Länge und/oder Form der ersten Fokuszone 38 bzw. der zweiten Fokuszone 54 bzw. der dritten Fokuszone 56 bei Beaufschlagung des Werkstücks 14 innerhalb des Materials 12.
Die erste Bearbeitungslinie 108 weist eine zu der ersten Fokuszone 38 korrespondierende Länge I' auf, die zweite Bearbeitungslinie 104 weist eine zu der zweiten Fokuszone 54 korrespondierende Länge 1'2 auf und die dritte Bearbeitungslinie 106 weist eine zu der dritten Fokuszone 56 korrespondierende Länge l'3 auf.
Beispielsweise erfolgt eine Laserbearbeitung des Werkstücks 14 mittels der Vorrichtung 10 entlang vorgegebener Bearbeitungskonturen 110, wobei die Bearbeitungskonturen 110 beispielsweise geschlossene Konturen sind. Es werden dadurch an dem Material 12 entlang der den Bearbeitungslinien 104, 106, 108 zugeordneten Bearbeitungsflächen jeweils Materialmodifikationen ausgebildet, an welchen das Material 12 trennbar ist.
Dadurch lassen sich beispielsweise Werkstücksegmente 101 von dem Werkstück 14 abtrennen und/oder aus dem Werkstück 14 heraustrennen. Eine Trennung eines Werkstücksegments 101 erfolgt beispielsweise durch thermische Beaufschlagung und/oder durch Ausübung mechanischer Spannung und/oder durch Ätzen mittels mindestens einer nasschemischen Lösung, beispielsweise im ultraschallunterstützten Ätzbad.
Eine Geometrie des Werkstücksegments 101 in einem Trennbereich 112 und/oder Kantenbereich (Fig. 7) entspricht einer Geometrie der ersten Fokuszone 38, der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56, mittels welchen das Werkstück 14 zuvor beaufschlagt wurde. Das Werkstücksegment 101 weist in dem Trennbereich 112 insbesondere abgeschrägte Kanten 114 (Chamfer) auf, welche mittels der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 erzeugt wurden.
Weisen die zweite Fokuszone 54 und/oder die dritte Fokuszone 56 beispielsweise eine gekrümmte Form auf, dann weisen auch zugeordnete zweite Bearbeitungslinie 104 bzw. dritte Bearbeitungslinie 106 eine entsprechend gekrümmte Form auf (Fig. 11). Es lassen sich dadurch beispielsweise abgerundete Kanten in dem Trennbereich 112 ausbilden.
Durch Einstellung des jeweiligen Arbeitsabstands A in Längenrichtung x und in Breitenrichtung y zwischen der ersten Fokuszone 38, der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 mittels Einstelleinrichtung 68 lassen sich die entsprechenden Längen I, I2 und I3 bzw. I, 1'2 und 1'3 definieren. Es lassen sich dadurch insbesondere Kantenlängen in dem Trennbereich 112 definieren.
Falls die mittels der ersten Laserbearbeitungseinheit 20 erzeugte erste Fokuszone 38 einen asymmetrischen Querschnitt aufweist (Fig. 4a und 4b), wird die Ausrichtung 76 des größten Durchmessers dmax mittels der Einstelleinrichtung 74 insbesondere parallel zur Vorschubrichtung 78 ausgerichtet. Dies führt zu Bildung von Rissen im Material 12, welche zumindest näherungsweise parallel zur Vorschubrichtung 74 und/oder zur entsprechenden Bearbeitungsebene
ausgerichtet sind, was insbesondere eine verbesserte Materialtrennung ermöglicht.
Die Verwendung einer ersten Fokuszone 38 mit asymmetrischem Querschnitt und die Einstellung der Ausrichtung 76 parallel zur Vorzugsrichtung 78 ist insbesondere dann relevant, wenn wie im Fall des vorstehend beschriebenen Beispiels die Bearbeitungsstelle 102 mit der ersten Fokuszone 38 beaufschlagt wird, nachdem diese bereits mit der zweiten Fokuszone 54 beaufschlagt wurde.
Aufgrund der an der Bearbeitungsstelle 102 bereits ausgebildeten zweiten Bearbeitungslinie 104 kommt es zu Abschirmeffekten von Teilstrahlen 116, mittels welcher die erste Fokuszone 38 ausgebildet wird (angedeutet in Fig. 10). Dies kann, insbesondere im Fall eines symmetrischen Querschnitts der ersten Fokuszone 38, eine Rissbildung im Material 12 stören und beispielsweise derart stören, dass Risse in unterschiedlichen Winkeln zur Vorzugsrichtung 78 ausgebildet werden und/oder nicht wie gewünscht im Wesentlichen parallel zur Vorschubrichtung 78. Durch Verwendung einer ersten Fokuszone 38 mit asymmetrischem Querschnitt und Einstellung der Ausrichtung 76 parallel zur Vorschubrichtung 78 lässt sich auch in dieser Situation eine Rissbildung derart kontrollieren, dass Risse im Wesentlichen parallel zur Vorschubrichtung 78 ausgebildet werden.
Die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung 10' weist grundsätzlich die gleiche Funktionsweise auf wie die Vorrichtung 10.
Im Fall der Vorrichtung 10' ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 die zweite Fokuszone 54 zu der ersten Fokuszone 38 mit dem Arbeitsabstand Ai beabstandet und die dritte Fokuszone 56 ist zu der ersten Fokuszone 38 mit dem Arbeitsabstand A2 beabstandet, wobei die erste Fokuszone 38 zwischen der zweiten Fokuszone 54 und der dritten Fokuszone 56 angeordnet ist.
Entsprechend wird bei dem gezeigten Beispiel an einer bestimmten Bearbeitungsstelle 102 des Werkstücks 14 zeitlich zuerst Materialmodifikationen entlang der zweiten Bearbeitungslinie 104 ausgebildet, anschließend entlang der ersten Bearbeitungslinie 108 und dann entlang der dritten Bearbeitungslinie 106.
Grundsätzlich kann die Reihenfolge der Ausbildung der ersten Bearbeitungslinie 108, der zweiten Bearbeitungslinie 104 und der dritten Bearbeitungslinie 106 in beliebiger unterschiedlicher Reihenfolge erfolgen. Hierfür können die Vorrichtungen 10, 10' gegebenenfalls entsprechend angepasst und/oder eingestellt werden.
Bezugszeichenliste
A Arbeitsabstand
Ai erster Arbeitsabstand
A2 zweiter Arbeitsabstand d Winkel ß Winkel do Durchmesser dmax größter Durchmesser
I Länge
12 Länge
13 Länge
I' Länge
1'2 Länge
1'3 Länge x Längenrichtung y Breitenrichtung z Tiefenrichtung
10, 10' Vorrichtung 12 Material
14 Werkstück
16 Laserquelle
18 Eingangslaserstrahl
20 erste Laserbearbeitungseinheit
22 zweite Laserbearbeitungseinheit
24, 24' Einkopplungseinrichtung 26 erste Teilstrahl
28 zweiter Teilstrahl
30 Polarisationselement
30a erstes Polarisationselement
30b zweites Polarisationselement
32 Polarisations-Strahlteilungselement
32a erstes Polarisations-Strahlteilungselement
32b zweites Polarisations-Strahlteilungselement
34 Strahlausbreitungsrichtung
Spiegelelement erste Fokuszone erste Haupterstreckungsrichtung
Bearbeitungsebene maximale Intensitätsverteilung nebengeordnete Intensitätsverteilung zweite Fokuszone dritte Fokuszone zweite Haupterstreckungsrichtung dritte Haupterstreckungsrichtung
Teilbereich erste Außenseite zweite Außenseite
Einstelleinrichtung
Einstelleinrichtung
Arbeitsposition
Einstelleinrichtung
Ausrichtung
Vorschubrichtung
Halteeinrichtung
Einstelleinrichtung
Gehäuse
Drehachse
Anfangspunkt
Endpunkt
Ausrichtung zweite Laserbearbeitungseinheit dritte Laserbearbeitungseinheit erster Teilstrahl zweiter Teilstrahl dritter Teilstrahl transmittierter Strahl
Werkstücksegment
Bearbeitungsstelle zweite Bearbeitungslinie
dritte Bearbeitungslinie erste Bearbeitungslinie Bearbeitungskontur Trennbereich Kante Teilstrahl