VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM LEGEN UND AUSRICHTEN VON
FURNIEREN ZU FURNIERPAKETEN IM ZUGE DER HERSTELLUNG VON
FURNIERPLATTEN
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Legen und Ausrichten von Furnieren zu Furnierpaketen im Zuge der Herstellung von Furnierplatten in einer Presse nach den Merkmalen des Patentanspruches 1.
Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Legen und Ausrichten von Furnieren zu Furnierpaketen im Zuge der Herstellung von Furnierplatten in einer Presse nach den Merkmalen des Patentanspruches 8.
Mit der DE 19882772 C2 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Zusammenstellen und Zuführen von Furnierpaketen zu einer Furnierpresse bekannt geworden, bei dem die Furniere durch Transportieren gegenüber Anschlägen ausgerichtet und gestapelt werden. Teilweise muss das Verfahren und die Vorrichtung händisch unterstützt werden. Daneben ist die Vorrichtung sehr aufwendig und über mehrere Etagen ausgeführt, um eine ordentliche Paketerstellung der Furniere zu gewährleisten.
Historisch nachgeordnet wurden mit den Veröffentlichungen aus DE 102009021 364 A1 , DE 102009021 365 A1 , DE 102009021 367 A1 und DE 102009021 368 A1 Vorrichtungen und Verfahren offenbart, die eine höhere Geschwindigkeit zur Erstellung von Furnierpaketen propagiert haben. Nachteilig ist diesen Möglichkeiten, dass die Furnierkanten unter schnellen
Förderungen und entsprechenden Krafteinflüssen an den Anschlägen leiden oder sogar brechen. Auch ist die Faserrichtung entscheidend für die Auslegung der Anlage und bedarf eines komplexen Aufbaus für mehrschichtiges diametrales Legen der Faserrichtung in Furnierpaketen.
Weiter ist mit DE 102012209929 A1 eine Vorrichtung bekannt geworden, bei der Furniere mit Hilfe von einer Kamera ausgemessen und mit Hilfe eines Greifsystems manipuliert und ausgerichtet werden. Diese Vorrichtung ist hinsichtlich ihres Aufbaus gemäß der heute technischen Möglichkeiten mit Kameravermessungen und entsprechend koordinierten Greifrobotern auf Höhe des Standes der Technik, zeichnet sich aber auch durch anfällige und kostenintensive Technik aus. Eine Orientierung des Furniers unabhängig von der Faserrichtung ist denkbar. Aber durch den Trend zu immer dünneren Furnieren sind diese durch die Greifeinrichtungen nicht mehr manipulierbar bzw. die Fehlerhäufigkeit durch abbrechende Furnierteile ist nicht akzeptabel. Diese Verfahren ist nicht möglich für beleimte Furniere.
Neben den üblichen Möglichkeiten zur Herstellung von Furnierpaketen zur Verpressung in einer Taktpresse ist es auch möglich einen Furnierstrang aus nacheinander abgelegten Furnieren bzw. Furnierpaketen zu bilden, wie es in der DE 3540567 A1 oder der DE 19627024 A1 dargestellt ist.
Grundsätzlich ist ein separates Ausrichten der Furniere ohne Anschläge in diesen Offenbarungen nicht vorgesehen. Wie oben in der Kritik ausgeführt, werden Furniere immer dünner und empfindlicher. Aber auch ohne eine entsprechende Vorgabe ist es Ziel die Handhabung schonend und gleichzeitig automatisiert derart zu gestalten, dass eine Transportvorrichtung mit einer Ausrichtfunktion in der Lage ist Furniere entsprechend den Vorgaben unabhängig von der Faserrichtung des Furniers auszurichten. Gleichzeitig soll vermieden werden, dass sich durch extern eingeleitete Biegekräfte Wellungen oder Spannungen innerhalb des Furniers aufbauen, die zu Schäden oder der
Abtrennung von Teilen des Furniere an prozeß- und verfahrenstechnisch bedingten Kerben (Astlöcher, Fehlstellen, etc) während der Produktion führen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, mit dem sich Furniere schonender und automatisierbar auf einem Transportweg ausrichten lassen, um diese anschließend kontrolliert auf einen Legeplatz zur Bildung eines Furnierpakets oder eines Furnierstranges abzulegen.
In einer Erweiterung der Aufgabe soll es möglich sein eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Ausrichtung von Furnieren zu entwickeln, welches in der Lage ist unabhängig von der Ausrichtung des Faserverlaufs des Furniers ein Furnier eine Fördervorrichtung hinsichtlich seiner Lage auszurichten und gezielt abzulegen.
Diese Aufgabe gelten insbesondere auch für beleimte Furniere, die von oben nicht oder nur schlechte manipulier sind.
Die Aufgabe wird für eine Vorrichtung gelöst, indem eine Vorrichtung angeordnet wird, umfassend:
- einen Legebereich mit einer stationäre oder bewegbare Unterlage zur Aufnahme der Furniere und zur Bildung eines Furnierpaketes oder Furnierstranges aus mehreren übereinanderliegenden Furnieren,
- eine Transportvorrichtung zum Transport vereinzelter Furniere zu diesem Legebereich,
- einen Ausrichtbereich mit einer Ausrichteinheit im Bereich der Transportvorrichtung zur vorgegebenen Positionierung der Furniere, wobei zumindest in diesem Ausrichtbereich beabstandet voneinander angeordnete sowie separat steuerbare Ausrichtbänder unterhalb der Furniere angeordnet sind,
zumindest eine Einrichtung zur Lageerkennung der Furniere auf der Transportvorrichtung in Transportrichtung vor oder im Ausrichtbereich, und eine Steuervorrichtung zur vorgegebenen Positionierung der Furniere im Ausrichtbereich, wobei die Steuervorrichtung
- geeignet ist zur Verarbeitung der Messergebnisse der Einrichtung zur Lageerkennung der Furniere und
- geeignet ist zur differenzierten Ansteuerung der einzelnen Ausrichtbänder im Ausrichtbereich.
In einer weiterführenden Verbesserung können in der Einrichtung zur Lageerkennung Sensoren, bevorzugt berührungslose und/oder optische Sensoren angeordnet sein, welche insbesondere zur Ermittlung der Lage der Längskante und/oder der Querkante des Furniers geeignet sind. Denkbar sind auch 3D-Scanner oder Kamerasysteme, die geeignet sind die Position respektive die Lage des Furniers zu erfassen.
Alternativ oder kumulativ kann in der Transportvorrichtung und/oder der Ausrichteinheit zumindest ein Mittel zur Erhöhung der Reibung des Furniers an dem Transportmittel durch punktuelle, linienförmige und/oder flächenförmige Krafteinleitung angeordnet sein. Diese Mittel dienen dazu, den Transport des Furniers auf dem Förderband sicherzustellen und können entweder ihre Kraft von der dem Förderband gegenüberliegenden Flächenseite, also von oben, in das Furnier einleiten oder unter dem Furnier durch das Band oder direkt einen Unterdrück an das Furnier anlegen.
Somit könnten beispielsweise in der Transportvorrichtung und/oder der Ausrichteinheit ein Unterdruckkasten, ein Unterdruckband, eine Kugel, Walze oder Rolle zur Beaufschlagung des Furniers mit einer Kraft angeordnet sein.
In einer alternativen Ausführungsform kann die Steuervorrichtung durch Auswertung der Messergebnisse geeignet sein Aussagen über die Qualität des Furniers, bevorzugt über die Winkeligkeit der Längskante zur Querkante zu generieren und/oder auszugeben.
Alternativ oder kumulativ kann die Steuervorrichtung mit zumindest einer der Transportvorrichtung nachfolgenden Manipulier- oder Fördervorrichtung, beispielsweise einem Legeband zur Ablage des Furniers auf eine Unterlage oder zur Übermittlung von Messergebnissen und/oder Aussagen über die Furniere wirkverbunden sein. Diese Informationen können auch an übergeordnete Datenbanken oder Steuerungsvorrichtungen der gesamten Produktionsanlage übermittelt werden.
Bevorzugt können zumindest zwei voneinander beabstandete Mittel, vorzugsweise Unterdruckmittel und/oder eine Mangel, zur Krafteinleitung, in das Furnier derart angeordnet sind, dass sich durch den Abstand der Mittel ein Drehwinkel des Furniers einstellen lässt, wenn beispielsweise die Ausrichtbänder mit zueinander unterschiedlichen Relativgeschwindigkeiten zur Drehung des Furniers arbeiten.
Die Aufgabe wird für ein Verfahren zum Ausrichten und Legen von Furnieren zu Furnierpaketen im Zuge der Herstellung von Furnierplatten in einer Presse mit den folgenden Verfahrensschritten gelöst:
- die Furniere werden aufliegend auf einer Transportvorrichtung einem Legebereich mit einer stationären oder beweglichen Unterlage zur Bildung eines Furnierpaketes oder Furnierstranges aus mehreren übereinanderliegenden Furnieren zugeführt,
- die Furniere durchlaufen im Transportbereich der Transportvorrichtung einen Ausrichtbereich zur Ausrichtung der Furniere mit einer Ausrichteinheit bestehend aus zumindest zwei in Transportrichtung endlos umlaufenden separat ansteuerbaren Ausrichtbändern,
- die Furniere werden in Transportvorrichtung vor oder im Ausrichtbereich mittels einer Einrichtung zur Lageerkennung vermessen, und
- nach der Vermessung der Lage der Furniere werden mittels einer Steuervorrichtung die Messergebnisse verarbeitet und die Ausrichtbänder mit dem darauf liegenden Furnier solange mit unterschiedlichen Geschwindigkeitseinstellungen angesteuert, bis eine vorgegebene Positionierung des Furniers auf den Ausrichtbändern erreicht ist.
Bevorzugt wird die Vermessung der Lage des Furniers während einer Transportbewegung ausgeführt.
Alternativ oder kumulativ kann die Positionierung des Furniers in die vorgegebene Lage während einer Verlangsamung der Transportbewegung und/oder bei einem relativen Stillstand, abgesehen von der Positionierungsbewegung, des Furniers durchgeführt werden.
Besonders bevorzugt wird die Positionierung des Furniers durch eine zweite Einrichtung zur Lageerkennung überwacht und ggfs geregelt.
Alternativ oder kumulativ können die Einrichtungen zur Lageerkennung berührungslose, vorzugsweise optische, Sensoren umfassen und diese insbesondere zur Lageerkennung für die Längskante und/oder die Querkante des Furniers verwendet werden.
Alternativ oder kumulativ kann in der Transportvorrichtung zumindest zweitweise das Furnier zur Erhöhung der Haftreibung mit Unterdrück an das jeweilige Mittel zum Transport angedrückt wird, bevorzugt mit Transport- /Ausrichtbändern, die über Unterdruckkästen laufen und für den Unterdrück durchlässig sind.
Alternativ oder kumulativ kann in der Ausrichteinheit zumindest ein Mittel zur vorzugsweisen punktuellen und/oder linienförmigen Krafteinleitung in das Furnier, bevorzugt eine Rolle, Walze oder Kugel, verwendet werden. Durch die Krafteinwirkung von oben können die Furniere entlang einem Punkt rotiert werden.
Besonders bevorzugt wird im Ausrichtbereich die Position des Furniers quer zur Transportrichtung verschoben oder eingestellt.
Alternativ oder kumulativ können die Messwerte der ersten und/oder zweiten Einrichtung zur Lageerkennung zur Prüfung der Qualität des Furniers, bevorzugt zur Prüfung der Winkeligkeit der Längskante zur Querkante, verwendet werden. Natürlich ist in diesem Zuge auch die Überprüfung der Oberfläche mit Kamerasystemen denkbar.
Die Ausrichteinheit kann zur Übergabe des Furniers an den Legebereich verwendet werden, oder die Ausrichteinheit leitet das Furnier an geeignete Mittel weiter, bevorzugt an ein Legeband zur Ablage des Furniers auf die Unterlage im Legebereich.
Alternativ oder kumulativ können die Messwerte der ersten und/oder zweiten Lageerkennung an der Transportvorrichtung nachfolgende Manipulier- oder Fördervorrichtungen weitergeleitet werden.
Alternativ oder kumulativ können zumindest zwei voneinander beabstandete Mittel, vorzugsweise Unterdruckmittel und/oder eine Mangel, zur Krafteinleitung, in das Furnier verwendet werden, wobei durch den Abstand der Mittel der Drehwinkel des Furniers im Zuge der Positionierung eingestellt wird.
In einem besonderen Ausführungsbeispiel können mehrere Mittel zur Krafteinleitung angeordnet sind, die durch die Steuervorrichtung entsprechend
der Notwendigkeit zur Positionierung bzw. der erkannten Lage des Furniers bzw. zur Einstellung des Drehwinkels des Furniers angesteuert werden. Hierbei lassen sich Quer- und oder Längspositionierungen in Transportrichtung einfacher darstellen und ausführen.
In diesem Zusammenhang kann es besonders bevorzugt vorgesehen sein, wenn diese Mittel zur Krafteinleitung gegenüber der horizontalen und/oder vertikalen beweglich angeordnet sind, um den Drehpunkt flexibel bzw. bedarfsgerecht anzuordnen. Beispielsweise kann eine von oben drückende Rolle oder ein von unten an das Furnier und/oder das Ausrichtband anliegender Sauger eine Kraft zur Fixierung in das Furnier einleiten. Zur Fixierung meint nicht nur absolut statische Fixierung, sondern es ist im Sinne der Erfindung, dass die Krafteinleitung ausreichend bemessen ist, um die durch die Ausrichtbänder entstehende Lageveränderung zu beeinflussen.
Insbesondere kann es bei einer Krafteinleitung von oben vorgesehen sein, dass die Mittel als ein oder mehrere nagelförmige Stifte ausgeführt sind. Bei mehreren Stiften sollte in der horizontalen oder parallel zur Ebene der Lageveränderung des Furniers ein Freiheitsgrad vorgesehen sein, beispielsweise durch ein Drehgelenk, damit das Furnier durch das Manipulieren der Ausrichtbänder nicht beschädigt wird.
Die Steuervorrichtung kann auch als Regelvorrichtung ausgeführt sein, vorzugsweise basierend auf einem Computersystem. Insbesondere ist vorgesehen, dass ein Computerprogrammprodukt zur Ausführung des beschriebenen Verfahrens darin angeordnet ist.
Basierend auf der vorhandenen oder vorgesehenen Messtechnik und den installierten steuerbaren Vorrichtungen (Motoren, Manipulatoren, Antriebe, Lichtschranken....) kann vorgesehen sein notwendige bis umfangreiche
Informationsdaten aus der Vorrichtung der Steuervorrichtung zur Verfügung zu stellen, um den Verfahrensablauf und/oder die Vorrichtung zu optimieren.
Insbesondere kann die Vorrichtung zur Ausrichtung mit einer Vorrichtung zum optimierten und lagegerechten Ablegen der Furniere auf einer Unterlage in einem Legebereich, hier im Beispiel ein (reversierbares) Legeband, wirkverbunden sein. Es ist auch im Sinne der Erfindung, dass die Vorrichtung zum Ausrichten den ablegenden Aspekt umfasst. Dies verdeutlicht sich darin, dass die Steuerungsvorrichtung auch mit einem separaten Legeband und/oder der ggfs beweglichen Unterlage respektive mit deren Steuerungsvorrichtungen und/oder Antrieben wirkverbunden sind. Dies soll auch die etwaige Sensorik in diesem Bereich umfassen. Die Vorrichtung, insbesondere auch die Steuervorrichtung, ist damit nicht nur zum Ausrichten geeignet, sondern auch zur optimalen Positionierung des Furniers auf der Unterlage oder den bereits abgelegten Furnieren, welche bereits auf der Unterlage zum Liegen gekommen sind.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform könnte mit der Steuerungsvorrichtung der Vorrichtung zum Ausrichten und der hier vorhandenen Messtechnik das System Unterlage/Legeband im Legebereich hinsichtlich seines Automatisierungsaufwandes reduziert werden, wenn die Steuerungsvorrichtung basierend auf den Positionsdaten des Furniers die Bildung des Furnierpaketes respektive des -Stranges übernimmt und die notwendigen Steuerungs- und/oder Regelungssignale zum Ablegen des Furniers an der vorgesehenen Position auf der Unterlage generiert und übermittelt.
Für eine Qualitätskontrolle mag es dennoch sinnvoll sein im Legebereich eigene Sensorik zur Überwachung und Kontrolle der abgelegten Furniere vorzusehen, auch um etwaige Korrekturfaktoren zu generieren, die wiederum in die Steuervorrichtung einfließen.
Wie ausgeführt kann der Legebereich vor einer taktweise arbeitenden Presse oder einer kontinuierlich arbeitenden Presse angeordnet sein. Die näheren Details zur Überführung eines Furnierpaketes oder zur Erstellung eines Furnierstranges sind im Wesentlichen im Stand der Technik bereits geschildert. Bei Taktpressen vermag die bewegliche Unterlage so gesteuert werden, das sich das teilweise vorhandene Furnierpaket bei jedem ankommenden Furnier in Abhängigkeit von dessen Lage bewegt, um die optimale Ablegeposition zu ermöglichen. Bei der Bildung eines Furnierstrangs kann es notwendig sein erst ein Furnierpaket mit einer treppenförmigen Ausrichtung zu legen, welches dann über geeignete Transportmittel an einem in eine kontinuierlich arbeitende Presse einlaufenden Furnierstrang entsprechend angelegt wird.
Es ist nicht zwingend notwendig, dass der Legebereich respektive dessen Förderrichtung wie im Ausführungsbeispiel der Zeichnung quer zur Transportrichtung der Transportvorrichtung angeordnet ist. Dieser kann auch winkelig oder parallel angeordnet sein und wird in der Regel nach den möglichen Raumangeboten vor Ort oder anderen Kriterien entscheiden.
Wenn auch das Ausführungsbeispiel nach der Zeichnung die bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung und dem Verfahrensablauf wiederspiegelt, so sind hier dennoch Möglichkeiten der Verbesserung oder Alternativen in allen Aspekten zur Unterstützung der Erfindung denkbar und variabel miteinander kombinierbar.
Beispielsweise kann die Ausrichteinheit auch direkt als Legeband zur Ablage fungieren. Vor dem Transportbereich bzw. der Transportvorrichtung können in einem Bereitstellungsbereich Stapel an Furnieren angeordnet sein, aber auch Systeme die in bevorzugt vorgegebener Reihenfolge und Ausrichtung die Furniere bereitstellen und dem Transportbereich übergeben. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn ein geschichteter Aufbau eines Furnierpaketes notwendig ist, bei dem die Faserrichtung regelmäßig wechselt.
Im Stand der Technik war hierzu für jede Faserrichtung eine eigene Transportvorrichtung notwendig. Durch die nahezu berührungslose Ausrichtfunktion kann auf Anschläge und spezielle Transportvorrichtungen verzichtet werden. Dies soll nicht zwingend bedeuten, dass diese nicht dennoch unterstützend und bedarfsgerecht eingesetzt werden könnten.
Es sei nochmal zusammengefasst, dass die vorliegende Vorrichtung geeignet ist unterschiedliche Faserrichtungen des Furniers zu verarbeiten. Die Faserrichtung des Furniers kann quer oder längs zur Transportrichtung der Transportvorrichtung ausgerichtet sein, dennoch wird das Furnier schonend und lagegerecht ausgerichtet.
Weitere vorteilhafte Maßnahmen und Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung mit der Zeichnung hervor.
In der einzigen Figur sind mehrere Aspekte einer Anlage respektive Vorrichtung zur Fierstellung von Furnierplatten dargestellt.
Flierzu werden Furniere 5 in einem Bereitstellungsbereich 12 in Transportrichtung 15 angeliefert und einer Transportvorrichtung 1 übergeben. Die Transportvorrichtung 1 transportiert das entsprechende Furnier 5 entlang eines Transportbereiches 20 zu einem Legebereich 2 zur Erstellung eines Furnierpaketes 14 auf der Unterlage 3. Rein schematisch ist an der rechten Seite parallel ein weiterer Legebereich 3 dargestellt, an dem ein Furnierstrang 13 gebildet und kontinuierlich in eine kontinuierlich arbeitende Presse 19 eingeführt werden kann. Im Gegensatz hierzu wird das Furnierpaket 14 in eine taktweise arbeitende Presse 18 eingeführt. Die Ausgestaltung des Legebereichs 2 ist hier rein schematisch und rudimentär genau wie die jeweilige Presse 18/19 ausgeführt. Nach der Verpressung des Furnierpaketes 14 oder des Furnierstranges 13 entstehen Furnierplatten (nicht dargestellt) oder ein in Furnierplatten aufteilbarer verpresster Furnierstrang (nicht dargestellt).
Der Transportbereich 20 der Transportvorrichtung 1 wird üblicherweise an die Vorgaben der Gesamtanlage und dem Lastenheft zur Produktion von Furnierplatten angepasst. Deshalb sind in der Transportvorrichtung 1 variable Parameter und Aufstellungsmöglichkeiten vorhanden. Gemein ist aber die Anordnung einer Ausrichteinheit 9 in einem Ausrichtbereich 16, der Bestandteil des Transportbereiches 20 sein sollte. Der Transportbereich umfasst zu Beginn in Transportrichtung 15 in der Regel einen Bereich an dem die Furniere 5 übergeben werden oder ankommen und endet bei Ablage der Furniere 5 auf der Unterlage 3 im Legebereich 2. Der Transportbereich 1 wird demnach nach Bedarf ausgestaltet sein. Besonders bevorzugt ist wie im Ausführungsbeispiel dargestellt ein bevorzugt reversierbares Legeband 10 angeordnet, welches die Furniere lagegerecht an einem vorgegebenem Ort auf der Unterlage 3 ablegt. Es sind auch andere Manipulatoren hierfür denkbar. Wie oben beschrieben kann beispielsweise die Ausrichteinheit 9 auch die Aufgaben eines Legebandes
10 übernehmen. Dies wird aber nicht zwingend hinsichtlich des Aufwandes für die Automatisierung empfohlen.
Die aus dem Bereitstellungsbereich 12 ankommenden Furniere werden dem Transportbereich 20 übergeben und im Ausrichtbereich 16 durch die Ausrichteinheit 9 ausgerichtet. Hierzu werden die Furniere 5 mittels Sensoren
11 einer Einrichtung zur Lageerkennung 8 vermessen. Die Messwerte werden in einer Steuervorrichtung 4 verarbeitet und die Ausrichtbänder 6, 7 zur Ausrichtung des Furniers 5 mit errechneten und unterschiedlichen Geschwindigkeitswerten angesteuert. Die unterschiedlichen Geschwindigkeitswerte der Ausrichtbänder 6, 7 werden solange aufrechterhalten, bis das Furnier 5 entsprechend den Vorgaben ausgerichtet ist. Bevorzugt wird diese Ausrichtung während einer die Geschwindigkeit des Furniers reduzierenden negativen Beschleunigungsrampe durchgeführt. Alternativ können die Ausrichtbänder das Furnier 5 bis zum Stillstand abbremsen und nur durch Bewegung eines Ausrichtbandes 6 oder 7 die Ausrichtung durchführen. Zur Unterstützung der Ausrichtbewegung des
Furniers oder zur Generierung eines Drehpunktes können punktuelle, linienförmige oder flächenförmige Krafteinleitungspunkte vorgesehen sein.
Während oder nach der Ausrichtung des Furniers 5 können weitere Sensoren 11 oder eine zweite Einrichtung zur Lageerkennung 17 das Furnier 5 vermessen und/oder die Ausrichtung respektive die Lage des Furniers 5 bestätigen.
In vorteilhafter Art und Weise wäre es nun darstellbar, dass die Furniere im Bereitstellungsbereich 12 durch veraltete Manipulatoren oder sogar händisch bereitgestellt werden, wohingegen die Ausrichtung und die Ablage des Furniers 5 zu einem Furnierpaket 14 automatisiert darstellbar ist.
Bevorzugt wird die Ausrichteinheit 9 möglichst nah zum Legebereich 2 angeordnet, da jeder Übergang zu einem weiteren Förderband wieder zu einer Veränderung der Lage gegenüber der Transportrichtung 15 führen kann.
Die Furniere 5 sind in der Regel rechteckig und weisen eine Längskante 21 und eine Querkante 22 auf, wobei die Längskante 21 bevorzugt und im Wesentlichen quer zur Transportrichtung 15 der Transportvorrichtung 1 angeordnet sein wird. In der Zeichnung ist dargestellt, dass im Ausrichtbereich 16 ein dort ankommendes schräges Furnier 5 durch die Einrichtung 8 zur Lageerkennung und deren Sensoren 11 vermessen, anschließend durch die Ausrichtbänder 6/7 gedreht und ausgerichtet wird. Dabei wird die Lage des Furniers in einer zweiten Einrichtung 17 zur Lageerkennung 17 vermessen und kontrolliert und anschließend an das Legeband 10 übergeben und im Legebereich 2 auf die Unterlage 3 abgelegt. Zur Darstellung einer möglichen Abfolge der Furniere 5 ist im Bereitstellungsbereich 12 ein Furnier mit einer quer verlaufenden Faserrichtung (schematisch eingezeichnet) dargestellt, während das Furnier 5 entgegen der Transportrichtung 15 wieder eine längs verlaufende Faserrichtung aufweist.
Bezugszeichenliste: ZP1022
1. Transportvorrichtung
2. Legebereich
3. Unterlage
4. Steuervorrichtung
5. Furnier
6. Ausrichtband
7. Ausrichtband
8. Einrichtung zur Lageerkennung
9. Ausrichteinheit
10. Legeband (reversierbar)
11. Sensor
12. Bereitstellungsbereich
13. Furnierstrang
14. Furnierpaket
15. Transportrichtung
16. Ausrichtbereich
17. Einrichtung zur Lageerkennung (zweite)
18. Presse
19. Presse (kontinuierlich)
20. Transportbereich
21. Längskante
22. Querkante