Beschreibung
Verfahren und AutomatisierungsSystem zur Einbindung eines Au tomatisierungsgeräts
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Automatisie rungssystem zur Einbindung eines Automatisierungsgeräts in das AutomatisierungsSystem.
Mit einer zunehmenden Verbreitung verteilter, sogenannter cloudbasierter Architekturen in industriellen Fertigungsumge- bungen halten auch in industriellen Automatisierungsgeräten - also in intelligenten Feldgeräten, Sensoren, Aktoren und Steuerungseinheiten der Automatisierungstechnik sowie in Au tomatisierungsanlagen - Technologien Einzug, welche bislang einer Servergestützten Datenverarbeitung Vorbehalten waren. Auch ist eine Verlagerung von Rechenressourcen zu beobachten, durch welche ein stärkeres Gewicht auf Rechenoperationen »im Feld«, also in einer industriellen Feldebene, gelegt wird. In der Fachwelt wird diese Verlagerung auch als Edge Computing bezeichnet .
Im Zuge dieser Verlagerung von Rechenressourcen müssen zuneh mend Aufgaben auf einer Ebene der Automatisierungsgeräte be wältigt werden, welche bisher höheren Leitebenen Vorbehalten waren. Aufgrund einer steigenden Zahl solcher vernetzten Au tomatisierungsgeräts und der besonderen Bedingungen in der industriellen Feldebene sind die aus der Leitebene bekannten Lösungsansätze nicht unbedingt in die Feldebene übertragbar.
Neu hinzutretende, reparierte, rekonfigurierte oder bezüglich ihrer Software aufgefrischte Automatisierungsgeräte müssen üblicherweise konfiguriert werden, bevor sie im Automatisie rungssystem bzw. im Zusammenspiel mit anderen Automatisie rungsgeräten genutzt werden können. Eine Anpassung des Auto matisierungsgeräts, z.B. durch Konfiguration der auf dem Au tomatisierungsgerät gespeicherten Konfigurationsdaten, zur
Einbindung in das AutomatisierungsSystem wird in der Fachwelt auch als Onboarding bezeichnet.
In gegenwärtigen AutomatisierungsSystemen ist zur Anpassung eines Automatisierungsgeräts zum Betrieb in einem spezifi schen AutomatisierungsSystem noch eine Parametrisierung des Automatisierungsgeräts vor seinem eigentlichen Einsatz be kannt. Diese Parametrisierung kann allgemeine Konfigurations- daten umfassen, beispielsweise eine dem Automatisierungsgerät innerhalb des AutomatisierungsSystems fest zugewiesene Netz werkadresse oder auch einsatzspezifische Konfigurationsdaten, beispielsweise SchaltZeiten des Automatisierungsgerätes.
Während in herkömmlichen AutomatisierungsSystemen eine solche Parametrisierung ungeschützt bereitgestellt wird, wird mitt lerweile ein Schutz vor Manipulationen bis herunter zur Feld ebene als unerlässlich angesehen. Dabei soll gewährleistet werden, dass Dritte keine Möglichkeit zur Manipulation von Konfigurationsdaten auf dem Automatisierungsgerät haben, selbst wenn sie Zugang zum AutomatisierungsSystem erlangen. Heutige Automatisierungsgeräte sind im Auslieferungszustand daher üblicherweise mit Berechtigungsnachweisen bzw. Creden- tials ausgestattet.
Als Berechtigungsnachweise werden beispielsweise von Pre- Shared Keys bzw. PSK oder Pre-Shared Secrets verwendet, wel che auf dem Automatisierungsgerät gespeichert werden. Auch Identifizierungsmerkmale des Automatisierungsgerät, z.B. eine Seriennummer, werden oftmals als Berechtigungsnachweis oder auch als Teil eines Berechtigungsnachweises zum Einbinden des Automatisierungsgerät in das AutomatisierungsSystem verwen det.
Weiterhin sind stärkere asymmetrische kryptographische Be rechtigungsnachweise bekannt, bei der ein kryptographische Verwahrungsmodul oder auch Trusted Platform Module, kurz TPM, also ein im Automatisierungsgerät meist isoliert angelegtes Hardwaremodul zur Berechnung und/oder Verwahrung kryptogra-
phischer Daten zum Einsatz kommt. In einem solchen Verwah rungsmodul kann im Auslieferungszustand des Automatisierungs geräts schon ein kryptographischer Schlüssel oder ein krypto- graphisches Schlüsselpaar hinterlegt sein, wobei private kryptographische Schlüssel innerhalb des Automatisierungsge räts verwahrt bleiben und dieses nicht verlassen.
Die vorliegende Erfindung ist vor die Aufgabe gestellt, Mit tel zum Einbinden eines Automatisierungsgeräts in ein Automa tisierungssystem bereitzustellen, mit denen vorinstallierte Berechtigungsnachweise bei gleichbleibender Sicherheit er- lässlich sind.
Die Aufgabe wird durch ein Computerimplementiertes Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Aufgabe wird weiterhin durch ein AutomatisierungsSystem mit den mit den Merkmalen eines nebengeordneten Patentanspruchs gelöst.
Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Authentisierungsgerät mit den mit den Merkmalen eines nebengeordneten Patentan spruchs gelöst.
Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Computerprogrammprodukt zur Abarbeitung des erfindungsgemäßen Verfahrens gelöst. Das Computerprogramm wird in einem Prozessor oder Controller ab gearbeitet, welcher mit der Abarbeitung das Verfahren aus führt.
In einem vorzugweise Computerimplementierten Verfahren zum Einbinden eines Automatisierungsgeräts in ein Automatisie rungssystem unter Verwendung eines mit dem Automatisierungs gerät verbindbaren Authentisierungsgeräts, sind dabei folgen de Schritte vorgesehen:
- In einem ersten Verfahrensschritt erfolgt eine Ausbildung einer Schnittstelle zwischen dem Automatisierungsgerät und dem Authentisierungsgerät. Die Schnittstelle kann dabei als ein logische Kommunikationskanal bzw. »Session« ausge-
bildet sein. In einer bevorzugten Variante ist diese Schnittstelle eine direkte Schnittstelle, so dass aus Si cherheitsgründen eine direkte Verbindung zwischen dem Au tomatisierungsgerät und dem Authentisierungsgerät erfor derlich gemacht werden kann. Nach der Ausbildung dieser Schnittstelle zwischen dem Automatisierungsgerät und dem Authentisierungsgerät erfolgt eine Generierung eines dem Automatisierungsgerät zugeordneten Zugriffsberechtigungs- nachweises . Die Generierung des Zugriffsberechtigungsnach weises erfolgt beispielsweise in Zusammenarbeit des Auto matisierungsgeräts und des über die Schnittstelle mit dem Automatisierungsgerät verbundenen Authentisierungsgeräts. Alternativ kann eine Generierung des Zugriffsberechti- gungsnachweises auch weitgehend alleine vom Automatisie rungsgerät erfolgen, wobei z.B. vom Authentisierungsgerät über die Schnittstelle übermittelte bzw. ausgetauschte Da ten bei der Generierung verwendet werden. Entsprechend kann eine Generierung des Zugriffsberechtigungsnachweises auch weitgehend alleine vom Authentisierungsgerät erfol gen, wobei z.B. vom Automatisierungsgerät über die Schnittstelle übermittelte bzw. ausgetauschte Daten bei der Generierung durch das Authentisierungsgerät verwendet werden.
In einem zweiten Verfahrensschritt erfolgt ein Empfang und Authentisierung des Zugriffsberechtigungsnachweises an ei nem AutomatisierungsServer des AutomatisierungsSystems und Zuweisung einer Zugriffsberechtigung an das Automatisie rungsgerät . Der vom AutomatisierungsServer empfangene Be rechtigungsnachweis kann entweder vom Automatisierungsge rät oder vom Authentisierungsgerät gesendet werden, siehe hierzu die weiter unten erläuterten Ausführungsbeispiele. Entsprechend kann der vom AutomatisierungsServer empfange ne Berechtigungsnachweis vom Automatisierungsgerät oder vom Authentisierungsgerät indirekt gesendet werden, d.h. über ein oder mehrere Instanzen weitergereicht werden, be vor dieser von Seiten des AutomatisierungsServers empfan gen wird. Nach einer erfolgreichen Authentisierung des Zu-
griffsberechtigungsnachweises durch den Automatisierungs server und nach der Zuweisung der Zugriffsberechtigung an das Automatisierungsgerät ist das Automatisierungsgerät zugriffsberechtigt am AutomatisierungsServer oder am Auto matisierungssystem. Die Zugriffsberechtigung ist jedoch nicht allumfassend, sondern bezieht sich nur auf den Emp fang des Identitätsnachweises im folgenden Verfahrens schritt. Mit anderen Worten ist die Zugriffsberechtigung ein ZwischenStadium, in der noch keine Einbindung des Au tomatisierungsgeräts im AutomatisierungsSystem erfolgt ist.
In einem dritten Verfahrensschritt erfolgt ein Empfang und Authentisierung eines Identitätsnachweises des zugriffsbe rechtigten Automatisierungsgeräts - also des Automatisie rungsgeräts, dem eine Zugriffsberechtigung zugewiesen wur de - am AutomatisierungsServer und Einbinden des bezüglich seiner Identität authentisierten Automatisierungsgeräts in das AutomatisierungsSystem. Mit der Authentisierung der Identität des Automatisierungsgeräts ist die Einbindung des Automatisierungsgeräts im AutomatisierungsSystem be rechtigungsseitig abgeschlossen. Selbstverständlich kann die Einbindung des Automatisierungsgeräts auch eine Para metrisierung, beispielsweise eine Übermittlung und Ein stellung von Konfigurationsdaten am Automatisierungsgerät umfassen. Diese Parametrisierung wird mit den berechti gungsseitigen Mitteln der Erfindung gewährleistet, ist aber weder eine notwendige Voraussetzung noch eine notwen dige Begleitung der erfindungsgemäßen Verfahrensschritte bzw. erfindungsgemäßen Mittel.
Die Erfindung sieht vor, eine Schnittstelle zwischen dem zu verbindenden Automatisierungsgerät und einem erstmals in die ser Form vorgeschlagenen Authentisierungsgerät bestehen muss, um durch über diese Schnittstelle ausgetauschte Daten zu nächst eine Zuordnung des Automatisierungsgerät zum Authenti sierungsgerät zu ermöglichen. Eine Präsenz des Authentisie-
rungsgeräts wirkt also bereits als erster Berechtigungsnach weis in Form einer Mehrtaktor-Authentifizierung.
Das Authentisierungsgerät kann bei Bedarf durch einen hierzu autorisierten Servicetechniker ein- und ausgesteckt oder ver bunden und getrennt werden, um diesen ersten Faktor der Mehr- faktorenauthentifizierung zu aktivieren oder zu deaktivieren. Je nach Sicherheitskritikalitat kann gefordert sein, dass die Schnittstelle bestimmte strengere Anforderungen - beispiels weise als unmittelbare Direktverbindung vorliegen muss, um zusätzlich eine örtliche Präsenz des Servicetechnikers im un mittelbaren Umfeld der einzubindenden Automatisierungsgeräts zu fordern - erfüllen muss.
Nach Verbindung der Geräte wird ein erstes Authentisierungs- verfahren durchgeführt. Ein AutomatisierungsServer des Auto matisierungssystems erhält in diesem Schritt einen durch das Authentisierungsgerät belegten Nachweis, dass ein bestimmtes Automatisierungsgerät mit dem Authentisierungsgerät verbunden wurde. Der AutomatisierungsServer kann nun dem Automatisie rungsgerät basierend darauf Eigenschaften zuweisen, bei spielsweise eine Zugriffsberechtigung einrichten oder auch schon in diesem Stadium - also noch vor der endgültigen Ein bindung des Automatisierungsgeräts - eine Parametrisierung des Automatisierungsgerät veranlassen.
Nach Vorliegen der Zugriffsberechtigung wird ein zweites Au- thentisierungsverfahren durchgeführt. Dieses zweite Authenti- sierungsverfahren authentisiert nun tatsächlich einen Identi tätsnachweis des zugriffsberechtigten Automatisierungsgeräts, unter Verwendung eines mit dem Automatisierungsgerät verbun denen Identitätsnachweises. »Verbunden« kann auch bedeuten, dass der Identitätsnachweis im Automatisierungsgerät vor liegt, der Identitätsnachweis das Automatisierungsgerät aber nicht notwendigerweise verlässt, indem dieser beispielswiese an den AutomatisierungsServer übergeben wird.
Der Identitätsnachweis kann beispielsweise durch ein Challen- ge-Response-Verfahren erbracht werden, bei der seitens des AutomatisierungsServers eine Aufgabe bzw. Challenge gestellt wird, für die das Automatisierungsgerät eine richtige Antwort bzw. Response geben muss, etwa um zu belegen, dass des eine bestimmte Information - ein Shared Secret - kennt, ohne den Identitätsnachweis selbst herauszugeben bzw. zu übertragen. Der Identitätsnachweis ist in diesem breiten Sinn mit dem Au tomatisierungsgerät verbunden. Der Identitätsnachweis ist al so insbesondere nicht - wie im ersten Authentisierungsverfah ren möglich - mit dem Authentisierungsgerät verbunden. Mit der Authentisierung der Identität des Automatisierungsgeräts von Seiten des AutomatisierungsSystems ist die Einbindung des Automatisierungsgeräts im AutomatisierungsSystem berechti gungsseitig abgeschlossen.
Ein wichtiger Unterschied der Erfindung gegenüber bekannten - auch mehrstufigen - Authentisierungsverfahren ist der Um stand, dass aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen stets eine Identität mit einem Nachweis - also einem Creden- tial wie z.B. einem kryptografisehen Schlüssel - verknüpfen.
Im Gegensatz zu diesen aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen wird bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung zunächst eine Berechtigung - keine Identität - mit einem Nachweis - dem Zugriffsberechtigungsnachweis - verknüpft.
Erst in einem folgenden zweiten Authentisierungsverfahren wird eine Identität mit einem Nachweis - dem Identitätsnach weis - verknüpft.
Das erfindungsgemäße Merkmal einer Vorsehung eines ersten Au thentisierungsVerfahrens zur Authentisierung einer Zugriffs berechtigungsnachweises, gefolgt von einem zweiten Authenti- sierungsVerfahrens zur Authentisierung eines Identitätsnach weises hat mehrere Vorteile:
Während im Stand der Technik bekannte Verfahren, bei denen kryptographische Schlüssel eingesetzt werden, welche mit
einem Zugangsmedium - beispielsweise ein USB-Stick mit ei nem kryptographischen Verwahrungsmodul bzw. TPM - verbun den sind, ein Besitz des Zugangsmediums allein zur Gewähr einer Zugriffsberechtigung ausreicht, gestattet die erfin dungsgemäße Zugriffsberechtigung demgegenüber für sich ge nommen noch keinen Zugang im Sinne einer Einbindung. Die erfindungsgemäße Zugriffsberechtigung erlaubt vielmehr nur einen Zugriff mit dem Ziel einer Verknüpfung einer Identi tät mit einer Berechtigung, mithin des erfindungsgemäßen Identitätsnachweises.
- Erfindungsgemäß wird sowohl bei der Durchführung des er findungsgemäßen Verfahrens zum Einbinden des Automatisie rungsgeräts in das AutomatisierungsSystem unter Verwendung des mit dem Automatisierungsgerät verbindbaren Authenti- sierungsgeräts als auch nach Abarbeitung dieses Verfahrens weiterhin zwischen den einzelnen Geräten unterschieden. Eine spätere Entscheidung über Berechtigungen erfolgt also primär anhand des Identitätsnachweises und nicht anhand der Zugriffsberechtigungsnachweises unter Mitwirkung des ehemals verbundenen Authentisierungsgeräts.
- Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäß getrennten Nachweise - Zugriffsberechtigungsnachweis und Identitäts nachweis - wird bei einer Betrachtung einer Bereitstellung bzw . »Deployment« einer Mehrzahl von Automatisierungsgerä ten deutlich, welche über ein einzelnes Authentisierungs- gerät eingebunden werden. Zwar hat der unter Mitwirkung des einzelnes Authentisierungsgeräts generierte jeweilige Zugriffsberechtigungsnachweis jedem einzelnen der Mehrzahl von Automatisierungsgeräten eine vergleichbare vorläufige Zugriffsberechtigung erteilt. Nach Einbindung der jeweili- gen Automatisierungsgeräte hängen deren jeweilige Zu griffsrechte - also deren Rechte, Daten auf einem bestimm ten Speicherbereichs des AutomatisierungsServers abzulegen oder Daten von dort zu lesen - ausschließlich von den ih rer Identität zugewiesenen Rechte ab, die im Gegensatz zur vergleichbaren vorläufigen Zugriffsberechtigung durchaus von Automatisierungsgerät zu Automatisierungsgerät unter schiedlich sein wird.
Der erfindungsgemäße Zugriffsberechtigungsnachweis und/oder Identitätsnachweis kann beispielsweise unter Anwendung be kannter Public-Key-Infrastruktur bzw. PKI gestaltet sein oder eingesetzt werden, also beispielsweise unter Einsatz asymmet rischer oder symmetrischer kryptografischer Schlüssel sowie entsprechender Verfahren im Zusammenhang mit einer Signie rung, Zertifikatverwendung, hierarchischen Vertrauensmodellen etc.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der ab hängigen Patentansprüche.
Gemäß einer Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schnittstelle zwischen dem Automatisierungsgerät und dem Authentisierungsgerät durch eine unmittelbare optische oder galvanische Direktverbindung gebildet wird. Während diese Schnittstelle auch als ein logische Kommunikationskanal bzw. »Session« in einem Datennetzwerk, möglicherweise innerhalb des weltweiten Internets ausgebildet sein kann, ist in die Schnittstelle in dieser Fortbildung der Erfindung eine direk te Schnittstelle, so dass aus Sicherheitsgründen eine unmit telbare Direktverbindung zwischen dem Automatisierungsgerät und dem Authentisierungsgerät. Je nach Sicherheitskritikali- tät kann diese Maßnahme erforderlich sein, um strengere An forderungen bezüglich einer örtlichen Präsenz eines autori sierten Servicetechnikers im unmittelbaren Umfeld der einzu bindenden Automatisierungsgeräts zu erfüllen. Eine unmittel bare Verbindung wird beispielweise über ein optisches oder galvanisches Patchkabel gebildet. Zusätzlich kann vorgesehen, dass Schnittstelle mit vorbehaltenen, auch proprietären pha- sischen Buchsen bzw. Steckern gebildet wird. An einer direk ten Verbindung sind möglicherweise auch passive Komponenten zur Herstellung der Verbindung z.B. Anschlussdosen, Patchpa nels, etc. beteiligt. Eine mittelbare Verbindung ist demge genüber dadurch gekennzeichnet, dass in der optischen oder galvanischen Verbindung zumindest eine aktive Einheit zwi schengeschaltet ist, beispielsweise ein Switch, ein Router,
ein Repeater, ein Signalverstärker bzw. Signal Shaper, eine signaloptische Komponente etc.
Gemäß einer weiteren möglichen Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Prüfung auf eine unmittelbare Direkt verbindung erfolgt, um eine mittelbare Verbindung auszu schließen . Eine Prüfung bzw. eine Verifizierung einer unmit telbaren Verbindung und/oder ein Ausschluss bzw. eine Falsi fizierung einer mittelbaren Verbindung bedeutet insbesondere, dass auszuschließen ist, dass das Automatisierungsgerät mit dem verbundenen Authentisierungsgerät gemeinsam mit einem »transparenten« Netzknoten verbunden sind, also beispielswei se mit einem Netzwerk-Switch. Mögliche Angreifer könnten näm lich aktive transparente Einheiten in eine physische Verbin dung zwischen dem Automatisierungsgerät und dem verbundenen Authentisierungsgerät Zwischenschalten. Transparent bedeutet dabei, dass diese Einheiten von vorhandenen Überwachungsver fahren bzw. Intrusion Detection Verfahren nicht erkannt wür den. Derlei transparente Einheiten sind über eine herkömmli che LAN-Verbindung inline verbunden, können jedoch von Über wachungssystemen in höheren Schichten nicht identifiziert oder erkannt werden, da ihre Wirkung in höheren Schichten mit der eines passiven Patchkabels verglichen werden kann.
Gemäß einer möglichen Fortbildung der Erfindung ist vorgese hen, dass der Zugriffsberechtigungsnachweis vom Automatisie rungsgerät an den AutomatisierungsServer gesendet wird. Dies kann auf zwei Weisen erfolgen:
- In einer ersten AusgestaltungsVariante ist vorgesehen, dass der Zugriffsberechtigungsnachweis vom Automatisie rungsgerät an den AutomatisierungsServer gesendet wird, wobei das Authentisierungsgerät in dieser ersten Ausge staltungsVariante ausschließlich mit dem Automatisie rungsgerät kommuniziert.
- In einer zweiten AusgestaltungsVariante ist vorgesehen, dass der Zugriffsberechtigungsnachweis vom Authentisie rungsgerät an den AutomatisierungsServer gesendet wird. Auch in dieser zweiten AusgestaltungsVariante kann der
Zugriffsberechtigungsnachweis vom Automatisierungsgerät entsprechend der hier erläuterten Fortbildung indirekt an den AutomatisierungsServer gesendet werden, genauer gesagt also vom Automatisierungsgerät an das Authenti- sierungsgerät und von diesem an den AutomatisierungsSer ver .
Gemäß einer möglichen Fortbildung der Erfindung ist vorgese hen, dass der Zugriffsberechtigungsnachweises vom Authenti- sierungsgerät an den AutomatisierungsServer gesendet wird. In dieser Fortbildung ist also vorgesehen, dass der Zugriffsbe- rechtigungsnachweis vom Authentisierungsgerät direkt an den AutomatisierungsServer gesendet wird, wobei das Automatisie rungsgerät ausschließlich mit dem Authentisierungsgerät kom muniziert .
Gemäß einer möglichen Fortbildung der Erfindung ist vorgese hen, dass die Generierung des Zugriffsberechtigungsnachweises in Zusammenwirkung des Automatisierungsgerät und des Authen tisierungsgerät erfolgt. Eine solche Zusammenwirkung zwischen Automatisierungsgerät und Authentisierungsgerät ist abzugren zen von einer reinen Anforderung eines Zertifikats oder einer mit einem privaten SignierungsSchlüssel versehenen Signatur und hat den Vorteil, dass eine Übertragung sensibler Nachwei se - beispielsweise privat zu bleibendem Schlüssel - sowie eine damit verbundene Kompromittierung gegenüber eventuellen Man-in-the-Middle-Angrif fen in vorteilhafter Weise unterblei ben können. Eine Generierung des Zugriffsberechtigungsnach weises unter Durchführung eines Cha11enge-Response-Verfahrens ist ein mögliches Ausführungsbeispiel für eine solche Zusam menwirkung des Automatisierungsgerät und des Authentisie rungsgerät zur Generierung des Zugriffsberechtigungsnachwei ses.
Gemäß einer Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Empfang des Identitätsnachweises durch einen zwischen dem Authentisierungsgerät und dem AutomatisierungsServer ausge bildeten Kommunikationskanal erfolgt. Diese Fortbildung be-
trifft also einer der oben erläuterten Varianten, bei denen - dort allerdings für den Fall der Übertragung des Zugriffs berechtigungsnachweises erläutert - ein indirekter oder di rekter Datenaustausch über einen zwischen dem Authentisie- rungsgerät und dem AutomatisierungsServer ausgebildeten Kom munikationskanal stattfindet. Die hier erläuterte Ausgestal tung betrifft den Empfang des Identitätsnachweises, welcher über einen zwischen dem Authentisierungsgerät und dem Automa tisierungsserver ausgebildeten Kommunikationskanal übertragen wird. Dabei kann der Kommunikationskanal zur Übertragung des Zugriffsberechtigungsnachweises aufrechterhalten bleiben, bis eine Übertragung des Identitätsnachweises zwischen dem Au thentisierungsgerät und dem AutomatisierungsServer erfolgt. Mit anderen Worten kann der Kommunikationskanal der gleich sein. Dieser Kommunikationskanal kann beispielsweise über ein oder mehrere Netzwerke oder Netzwerksegmente erfolgen, so dass sich Maßnahmen zum Schutz vor Kompromittierung ausge tauschter Daten zur Sicherung dieses Kommunikationskanals über eventuelle nicht einer eigenen Kontrolle unterliegenden Netzwerke oder Netzwerksegmente als vorteilhaft erweisen. Ei ne solche Sicherung kann in vorteilhafter Weise darin beste hen, den Kommunikationskanal zu verschlüsseln. Diese Maßnahme wird in der Fachwelt üblich - wenngleich technisch nicht vollständig korrekt - unter dem Begriff eines Virtual Private Network oder VPN eingeordnet.
Gemäß einer Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Authentisierungsgerät das erfindungsgemäße Verfahren ini tiiert, beispielsweise durch Einstecken des Authentisierungs- geräts an einer Buchse des Automatisierungsgeräts oder durch Einstecken eines zum Authentisierungsgerät führenden Verbin dungskabels an der Buchse des Automatisierungsgeräts. Alter nativ wird das erfindungsgemäße Verfahren durch eine Betäti gung eines am Authentisierungsgerät angezeigten oder vorgese henen Eingabefelds initiiert
Gemäß einer Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Authentisierungsgerät zumindest teilweise als mobiles
Kommunikationsendgerät ausgebildet ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil eines Einsatzes handelsüblicher Hardware, welche mit geeigneter Software zum Einbinden des Automatisie rungsgeräts unter Verwendung des mobiles Kommunikationsendge- räts als Authentisierungsgerät auf den jeweiligen Einsatz zweck anpassbar ist.
Gemäß einer Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Authentisierungsgerät zumindest teilweise als Netzwerkge rät, insbesondere als Router oder als Netzwerkswitch ausge bildet ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass ein Router oder Netzwerkswitch einen Kommunikationskanal in oder über einen Vorbehalten IP-Adressraum (beispielsweise im Fall eines Routers) oder einen vorbehaltenen Kommunikationskanal, etwa unter (beispielsweise im Fall eines Netzwerkswitches) Anwendung eines VLAN Protokolls (Virtual Local Area Network) bereitstellen kann. Der vorbehaltene Ko munikationskanal kann sowohl zur Übertragung des Zugriffsberechtigungsnachweises als auch zur Übertragung des Identitätsnachweises zwischen dem als Netzwerkgerät ausgebildeten Authentisierungsgerät und dem AutomatisierungsServer dienen.
Gemäß einer Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Authentisierungsgerät mehrere miteinander kommunikativ gekoppelte Komponenten umfasst. Diese Ausgestaltung kann ei nerseits vorgesehen sein, eine redundante AusfallSicherheit anzustreben . Andererseits können mehrere miteinander kommuni kativ gekoppelte Komponenten auch eine fortgesetzte Mehrfak- torauthentifizierung bewirken. In einem möglichen Ausfüh rungsbeispiel könnte vorgesehen sein, dass einem Servicetech niker eine erste Komponente eines Authentisierungsgeräts an vertraut wird und dass ein zur netzwerktechnischen Administ ration des AutomatisierungsSystems Beauftragter eine zweite Komponente eines Authentisierungsgeräts verwahrt. Nach der Ausbildung der Schnittstelle zwischen dem Automatisierungsge rät und der ersten Komponente des Authentisierungsgeräts wird eine Generierung des dem Automatisierungsgerät zugeordneten Zugriffsberechtigungsnachweises so lange verschoben, bis der
zur netzwerktechnischen Administration des Automatisierungs systems Beauftragte Kenntnis über die Ausbildung der Schnitt stelle zwischen dem Automatisierungsgerät und der ersten Kom ponente des Authentisierungsgerät erlangt hat und über seine zweite Komponente des Authentisierungsgeräts eine Freigabe erteilt hat. Eine Kenntniserlangung kann so eingerichtet sein, dass der Servicetechniker nach der Ausbildung der Schnittstelle zwischen dem Automatisierungsgerät und der ers ten Komponente des Authentisierungsgeräts zunächst eine An frage an die zweite Komponente des Authentisierungsgeräts senden muss.
Im Folgenden werden weitere Ausführungsbeispiele und Vorteile der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1: eine schematische FunktionaldarStellung von Kommu nikationsziehungen zum Einbinden eines Automatisie rungsgeräts in ein AutomatisierungsSystem gemäß ei ner ersten Ausführungsform; und;
Fig. 2: eine schematische FunktionaldarStellung von Kommu nikationsziehungen zum Einbinden eines Automatisie rungsgeräts in ein AutomatisierungsSystem gemäß ei ner zweiten Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem AutomatisierungsSys tem, dessen administratives Portal in vereinfachter Weise durch einen AutomatisierungsServer SRV dargestellt ist. In realen Implementierungen kann das AutomatisierungsSystem, je nach Komplexität und Größe, neben dem AutomatisierungsServer SRV weiter Server und Steuerungskomponenten umfassen. Für dies Beschreibung dient der dargestellte AutomatisierungsSer ver SRV lediglich als exemplarisch für einen oder mehrere Komponenten, welche für ein Onboarding von Automatisierungs geräten zum Einsatz kommen.
Gemäß der in Fig. 1 gezeigten Darstellung erfolgt ein Einbin den eines Automatisierungsgeräts DVC in ein Automatisierungs system derart, dass zwischen dem Automatisierungsgerät DVC und dem Authentisierungsgerät AUT eine Schnittstelle IF aus gebildet wird, wobei das Automatisierungsgerät DVC über einen zusätzlichen Kommunikationskanal NW mit dem Automatisierungs server SRV verfügt. Dieser Kommunikationskanal NW wird übli cherweise als möglicherweise vorübergehende, paketorientierte Kommunikationsbeziehung bzw. »Session« über ein paketorien tiertes Netzwerk gestaltet.
Das oben zum Kommunikationskanal NW gesagte kann grundsätz lich auch für die Schnittstelle IF zutreffen. Um aber die Verbindung der Schnittstelle IF nicht der beliebigen Natur und Gefahr einer schlecht rückverfolgbaren Netzwerkverbindung auszusetzen, welche keine unmittelbare Inspektion des verbun denen Authentisierungsgeräts AUT gestattet, kann vorgesehen sein, die Schnittstelle IF durch eine unmittelbare optische oder galvanische Direktverbindung zu bilden.
Nach Ausbildung der Schnittstelle IF dem zu verbindenden Au tomatisierungsgerät DVC und dem Authentisierungsgerät AUT werden vom Authentisierungsgerät AUT Daten zur Zuordnung des zu verbindenden Automatisierungsgerät DVC zu Verfügung ge stellt.
Daraufhin wird z.B. zwischen dem zu verbindenden Automatisie rungsgerät DVC und dem Authentisierungsgerät AUT ein Authen- tisierungsverfahren durchgeführt.
Der AutomatisierungsServer SRV oder ein alternatives überge ordnetes System erhält einen Zugriffsberechtigungsnachweises, welcher in seiner einfachsten Gestaltung eine Aussage ent hält, dass ein bestimmtes Automatisierungsgerät DVC mit dem Authentisierungsgerät AUT verbunden wurde. Der Automatisie rungsgerät DVC kann dem Automatisierungsgerät DVC nun in Fol ge darauf Eigenschaften zuweisen, beispielsweise Zugangsrech te einrichten.
In einer Ausführungsform könnte das Automatisierungsgerät DVC eine Steuerung sein und das Authentisierungsgerät AUT ein USB-Stick . Der als Authentisierungsgerät AUT ausgestaltete USB-Stick enthält unter anderem ein beispielsweise ein Trus- ted Fiatform Module oder TPM inkl. eines privaten Schlüssels. Der als Authentisierungsgerät AUT ausgestaltete USB-Stick er möglicht somit die Durchführung eines Cha11enge-Response- Verfahren zur Generierung eines dem Automatisierungsgerät zu geordneten Zugriffsberechtigungsnachweises. Das zugehörige Cha11enge-Response-Verfahren kann im Wesentlichen auf dem zu verbindenden Automatisierungsgerät DVC und nur zu einem klei neren Teil auf dem als Authentisierungsgerät AUT ausgestalte te USB-Stick durchgeführt werden.
Gemäß der in Fig. 2 gezeigten Darstellung erfolgt ein Einbin den eines Automatisierungsgeräts DVC in ein Automatisierungs system derart, dass zwischen dem Automatisierungsgerät DVC und dem Authentisierungsgerät AUT eine Schnittstelle IF aus gebildet wird, wobei das Authentisierungsgerät AUT über einen zusätzlichen Kommunikationskanal NW mit dem Automatisierungs server SRV verfügt. Auch dieser Kommunikationskanal NW kann als möglicherweise vorübergehende, paketorientierte Kommuni kationsbeziehung bzw. »Session« über ein paketorientiertes Netzwerk gestaltet sein.
In einer möglichen Ausführungsform könnte das Authentisie rungsgerät AUT ein USB-Mobilfunkadapter sein, welcher eine Mobilfunkverbindung unter Vorlage einer TeilnehmerIdentität auszubilden vermag, wobei die Teilnehmeridentität in einer SIM-Karte verkörpert oder als digitale eSIM im USB- Mobilfunkadapter gespeichert ist. Der als Authentisierungsge rät AUT ein USB-Mobilfunkadapter ermöglicht in dieser Ausfüh rungsform einen Zugang zu oberhalb der Mobilfunkverbindung ausgebildeten zusätzlich gesicherten Kommunikationskanal in einem VPN-Netz, über welches dann der Austausch des Zugriffs berechtigungsnachweises und/oder des Identitätsnachweises mit dem AutomatisierungsServer SRV stattfindet.
In einer weiteren möglichen Ausführungsform könnte das Au- thentisierungsgerät AUT ein Programmiergerät sein, welches eine Anmeldung angeschlossener Geräte nach deren Identifizie rung durchführt. In einer weiteren möglichen Ausführungsfor men könnte das Authentisierungsgerät AUT als ein Netzwerkge rät, z.B. Router oder als ein mobiles Endgerät, z.B. Smart- phone ausgestaltet sein. In einer weiteren möglichen Ausfüh rungsform könnte das Authentisierungsgerät AUT seinerseits eine Authentisierung eines Nutzers oder Bedieners erfordern, beispielsweise bei Inbetriebnahme oder bei Ausbildung der Schnittstelle IF mit dem Automatisierungsgerät DVC. In einer weiteren möglichen Ausführungsform werden dem Automatisie rungsgerät DVC nach dessen Einbinden bzw. »Onboarding« in das AutomatisierungsSystem zusätzlich zu vorhandenen Zugangsdaten neue Zugangsdaten bereitgestellt.
In realen Implementierungen kann das AutomatisierungsSystem, je nach Komplexität und Größe, neben dem AutomatisierungsSer ver SRV weiter Server und Steuerungskomponenten umfassen. Ne ben einem - nicht dargestellten - AuthentisierungsServer zur eigentlichen Authentifizierung des Zugriffsberechtigungsnach weises bzw. des Identitätsnachweises kann ein - nicht darge stellter - Policy Enforcement Server vorgesehen sein. Dieser Policy Enforcement Server dient beispielsweise dazu, aktuelle gerätespezifische Betreiberdaten zu binden, sobald dem Policy Enforcement Server eine erfolgreiche Authentisierung des Au tomatisierungsgerätes gegenüber dem AuthentisierungsServer gemeldet wird. Auch eine Bindung der aktuellen gerätespezifi schen Betreiberdaten an den authentisierten Identitätsnach weis des Automatisierungsgerätes kann bei einer möglichen Ausführungsform durch den Policy Enforcement Server erfolgen. Ein - nicht dargestellter - KonfigurationsServer kann dazu dienen, aktuelle gerätespezifische Betreiberdaten an den Po licy Enforcement Server zu übergeben.
Ein wesentlicher Unterschied der hier vorgeschlagenen Ausfüh rungsformen zu bekannten Lösungen mit einer PKI-basierten
(Public-Key-Infrastruktur) Anmeldung an Diensten mittels ei nes Verwahrungsmodul ist, dass diese aus dem Stand der Tech nik bekannten Lösungen eine Verknüpfung einer Identität mit einem Berechtigungsnachweis - wie etwa einem kryptografisehen Schlüssel - vorsehen. Im Gegensatz dazu wird gemäß der erfin- dungsgemäßen Lösung zunächst keine Identität, sondern eine Berechtigung mit dem Berechtigungsnachweis verbunden.
Zwar gibt es im Stand der Technik auch Lösungen, bei denen es vorgesehen ist, dass das Zugangsmedium, welches das Verwah rungsmodul und den Schlüssel enthält, weitergegeben wird. Dennoch binden auch solche Lösungen den Schlüssel an eine Identität, nämlich die des Zugangsmediums. Diese Logik ist insbesondere auch daran zu sehen, dass in der Regel die Zu ordnung der Berechtigungen zu dem Zugangsmedium dynamisch ist und der Besitz des Zugangsmediums alleine ausreicht, um Zu gang gewährt zu bekommen.
Erfindungsgemäß erlaubt eine dem oben genannten Zugangsmedium vergleichbarere Maßnahme jedoch für sich allein genommen noch keinen Zugang. Ein erfindungsgemäßes Authentisierungsgerät erlaubt vielmehr eine Berechtigung zum Zugriff, welche erst in einem folgenden Schritt eine Verknüpfung einer Identität mit einer Berechtigung nach sich zieht.
Darüber hinaus wird auch weiterhin zwischen individuellen Au tomatisierungsgeräten DVC unterschieden. Eine spätere Ent scheidung über Berechtigungen erfolgt also primär anhand des Identitätsnachweises und nicht anhand eines ehemals verbunde nen Authentisierungsgeräts AUT.
Besonders deutlich wird dieses, wenn eine Vielzahl von Gerä ten über ein Authentisierungsgerät die Berechtigung erhält, Daten auf einem bestimmten Speicher abzulegen und eigene Da ten zu lesen. Der Lesezugriff hängt zwar wie auch der SchreibZugriff auch davon ab, eine Nutzungsberechtigung er halten zu haben, primär aber davon, ob die entsprechenden Da ten von dem Gerät selbst geschrieben wurden.
Die Erfindung ermöglicht also eine einfache Konfiguration ei ner AutomatisierungsSystems bei hoher Sicherheit, nämlich ei nen Schutz gegen Angriffe von Dritten aufgrund von Nachläs sigkeiten bei der Konfiguration.
Das Verfahren ist insbesondere vorteilhaft für Hersteller von Automatisierungsgeräten DVC, welche als Universalgeräte ver trieben werden und erst später, kundenseitig in ein Automati sierungssystem eingebunden werden sollen.