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Die vorliegende Erfindung betrifft ein vorzugsweise insgesamt tragbar transportables bzw. mobiles Trainingsgerät für gymnastische Übungen, insbesondere Zugübungen gegen einen insbesondere elastischen Widerstand.
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Um mittels gymnastischer Übungen körperliche Fitness und Beweglichkeit zu trainieren oder Gesundheitsvor- oder -nachsorge zu betreiben, werden Fitnessstudios und Vereine oder Einrichtungen der Rehabilitation aufgesucht. Diese sind mit in der Regel stationären spezialisierten Trainingsgeräten ausgerüstet, um eine Reihe von verschiedenen gymnastischen Übungen zum Trainieren der jeweiligen Körperpartien auszuführen. Derartige spezialisierte Trainingsgeräte sind teuer und nicht einfach transportabel und daher in der Regel nur bei den jeweiligen Einrichtungen vorhanden. Derartige Trainingsgeräte sind beispielsweise aus der
DE 6 938 234 U und der
US 2018/140 887 A1 bekannt.
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Bekannt sind, insbesondere unter der eingetragenen Marke "Theraband", auch sehr einfache, mobile Hilfsmittel wie elastische Übungsbänder ("Gymnastikbänder") oder sog. Loops, Tubings und Powerbänder unterschiedlicher Längen, Stärken und Elastizitäten mit und ohne Griff zur Ausführung von gymnastischen Zugübungen gegen einen elastischen Widerstand. Diese Hilfsmittel sind zwar relativ kostengünstig und sehr mobil, erfordern aber ein gewisses Geschick und eine sichere Grundbeweglichkeit bei der Anwendung. Zahlreiche Übungen erfordern zudem das Anbringen der Hilfsmittel an ortsfesten Befestigungspunkten, die nicht immer in der erforderlichen Raumlage und Festigkeit und Struktur vorhanden sind.
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Zur Erweiterung der Bewegungs- und Trainingsmöglichkeiten mit diesen Hilfsmitteln im Sitzen, insbesondere auch für ältere und bewegungsbeeinträchtigte Menschen, gibt es ein Fitnessgerät ("Gymstick Chair Gym"), das in Verbindung mit einem Stuhl mit vier Beinen verwendet wird und mit dem Übungsbänder über jeweils ein schuhartiges Element an jedem Bein des Stuhls befestigt werden können. Eine Reihe von Muskelkräftigungs- und Beweglichkeitsübungen durch Zugübungen gegen den elastischen Widerstand können mit dem derart ausgerüsteten Stuhl sitzend oder stehend durchgeführt werden. Ein Nachteil dieser Lösung ist zunächst die Notwendigkeit eines geeigneten und stabilen Stuhls. Außerdem hat ein Stuhl typischerweise nur eine Sitzhöhe, was die Anzahl der möglichen Übungen erheblich einschränkt, und er ist je nach Ausführung entweder nicht wirklich einfach insgesamt tragbar transportabel oder er ist nicht hinreichend stabil.
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Aus der
WO 2017/165 763 A1 ist ein Trainingsstuhl in der Form eines Bürostuhls bekannt, der an mehreren Positionen an seitlichen Wangen einer Sitzfläche und einer Rückenlehne sowie an Armen eines Fußgestells mit knopfartigen Verankerungspositionen für elastische Widerstandsbänder versehen ist. Ein Nachteil dieser Lösung ist die Beschränkung auf Übungen im Sitzen und die sperrige, nicht einfach transportable Grundstruktur des Stuhls.
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Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines vorzugsweise insgesamt tragbar transportablen bzw. mobilen Trainingsgeräts für gymnastische Übungen, insbesondere Zugübungen gegen einen vorzugsweise elastischen Widerstand, das bei Beibehaltung der Transportabilität hinsichtlich der möglichen Übungsvarianten erweitert ist.
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Zur Lösung bringt die Erfindung ein Trainingsgerät für gymnastische Übungen mit den Merkmalen des Anspruches 1 in Vorschlag. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Die Erfindung betrifft demnach ein Trainingsgerät für gymnastische Übungen, insbesondere Zugübungen gegen einen insbesondere elastischen Widerstand, mit einem Sitzgestell umfassend einen Grundrahmen zur Auflage auf einer Standfläche und einen Sitzrahmen, der über mehrere Streben mit dem Grundrahmen verbunden oder verbindbar ist, um den Sitzrahmen in einer Sitzposition, vorzugsweise in mindestens zwei an unterschiedlicher Höhe angeordneten Sitzpositionen anzuordnen; Stabilisatoren, die an dem Grundrahmen befestigt oder befestigbar sind, um in der Art eines Auslegers auskragend über den Grundrahmen vorzustehen und die Größe des Auflagebereichs des Grundrahmens selektiv zu vergrößern; einer Sitzplatte, die wahlweise auf dem Sitzrahmen oder auf den Stabilisatoren angeordnet werden kann, so dass eine auf der auf den Stabilisatoren angeordneten Sitzplatte stehende oder sitzende Person das Trainingsgerät mit ihrer Gewichtskraft gegen die Standfläche belastet; und mindestens einer Befestigungseinrichtung, vorzugsweise einem Ring oder einer Öse, zum Anbringen eines elastischen Hilfsmittels für die Zugübungen an dem Sitzgestell und vorzugsweise mindestens einer Umlenkung an dem Sitzgestell zur Änderung der Zugrichtung des/eines an dem Sitzgestell angebrachten elastischen Hilfsmittels für die Zugübungen.
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Das Trainingsgerät ermöglicht zahlreiche multifunktionale Übungen für Krafttraining, Konditionstraining, Fitnesstraining, Koordinationstraining insbesondere auf Basis von Zugübungen gegen einen elastischen Widerstand mittels an sich bekannter Hilfsmittel wie elastische Übungsbänder ("Gymnastikbänder") oder sog. Loops, Tubings und Powerbänder unterschiedlicher Längen, Stärken und Elastizitäten mit und ohne Griff, und zwar unabhängig von weiteren ortsfesten oder stabilen Gegenständen. Es ist sowohl für Rehabilitationsmaßnahmen als auch für Mobilisierungstrainings geeignet.
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Alle Übungen an dem Trainingsgerät bzw. mit dem Trainingsgerät basieren auf Bewegungsabläufen mit dem eigenen Körpergewicht, mit dem Gerätegewicht oder insbesondere mit einem an dem Trainingsgerät angebrachten oder anbringbaren flexiblen, kraftdifferenzierenden Zugmittel. Neben Zugübungen im Sitzen können Zugübungen auch im Stehen zuverlässig und sicher ausgeführt werden, weil das gesamte Körpergewicht zur Fixierung des Trainingsgeräts an der durch die Stabilisatoren erweiterten Standfläche genutzt werden kann.
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Die Multifunktionalität wird dadurch erreicht, dass das Trainingsgerät nur aus wenigen Grundkomponenten aufgebaut ist und mit verschiedenen Aufbaustufen derselben gezielt trainiert werden kann. Zugmittel können vorzugsweise über unterschiedliche Kontaktpunkte am Gerät zusätzlich in ihrer Zugkraft verändert werden.
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Das Trainingsgerät zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es vorzugsweise insgesamt tragbar transportabel ist und dazu kompakt, stabil und selbsttragend ist, um für den Transport ggf. zerlegt und überall auf einer geringen Grundfläche aufgebaut werden zu können. Das Trainingsgerät kann aufgrund seiner einfachen Tragbarkeit bzw. Transportierbarkeit beispielsweise in den Urlaub, in das Büro, auf Geschäftsreisen oder auch für Hausbesuche mitgenommen werden.
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Die Befestigungseinrichtung ermöglicht die sichere Befestigung eines externen Zugmittels in den oben beschriebenen an sich bekannten Varianten, wodurch eine hohe Variabilität hinsichtlich verfügbarer Kraft- und Zuganordnungen, ggf. unter Nutzung von Griffen oder Beinschlaufen erreicht wird. Die vorzugsweise vorgesehene Umlenkung für das Zugmittel dient als Hilfe zur variablen Zugkraft- und Zugrichtungssteuerung.
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Vorzugsweise sind die Streben in der Länge verstellbar, insbesondere teleskopierbar und/oder gegen (gleichartige) Streben einer anderen Länge austauschbar, um den Sitzrahmen an mindestens zwei Sitzpositionen an unterschiedlicher Höhe anzuordnen. Mit dieser Ausgestaltung kann die Anzahl der Übungen in einfacher Weise erheblich erweitert und/oder das Trainingsgerät an unterschiedliche Körpergrößen angepasst werden.
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Vorzugsweise sind die Streben mit den Grundrahmen und mit dem Sitzrahmen jeweils lösbar, insbesondere steckbar und vorzugsweise mechanisch verriegelbar verbunden. Dadurch kann das Trainingsgerät einfach in die kleineren Grundkomponenten zerlegt und insgesamt, beispielsweise in einer Transporttasche, aufgenommen und transportiert aber dennoch sicher - durch die mechanischen Verriegelungen im zusammengebauten Betriebszustand - genutzt werden.
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Vorzugsweise ist die Sitzplatte mit dem Sitzrahmen und den Stabilisatoren lösbar mechanisch verriegelbar zu verbinden. Auch diese Ausgestaltung fördert die Zerlegbarkeit und Transportierbarkeit des Trainingsgeräts bei gleichzeitig erhöhter Betriebssicherheit und -stabilität.
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Vorzugsweise weist die mindestens eine Umlenkung für das elastische Hilfsmittel, welches insbesondere die Form eines elastischen Bandes haben kann, eine drehbar gelagerte Rolle auf, die (bei Aufstellung des Trainingsgeräts auf einer Standfläche) in einer Höhe unter der mindestens einen Befestigungseinrichtung angeordnet ist. Die Umlenkung vergrößert das Spektrum der möglichen Übungsvarianten mit dem Zugmittel und dient als Hilfe zur variablen Zugkraft- und Zugrichtungssteuerung sowohl bei der Nutzung des Trainingsgeräts im Sitzen als auch im Stehen. Die Verwendung einer Rolle reduziert die Reibung zwischen Zugmittel/Band und Umlenkung und erlaubt eine präzisere Steuerung der Zugkraft.
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Vorzugsweise sind an dem Trainingsgerät mehrere Befestigungseinrichtungen, vorzugsweise in der Form von Ringen oder Ösen, und mehrere Umlenkungen, vorzugsweise in der Form von drehbaren Rollen, symmetrisch in Bezug auf eine Sitzposition auf dem Sitzgestell an demselben angeordnet. Die symmetrische Anordnung ermöglicht eine gleichmäßige Belastung der beiden Körperhälften um die Körpermitte.
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Vorzugsweise sind mehrere der Befestigungseinrichtungen, vorzugsweise Ringe oder Ösen, für Zugmittel an dem Grundrahmen und/oder dem Sitzrahmen an verschiedenen Positionen angebracht oder anbringbar und es sind mehrere Umlenkungen an den Streben an verschiedenen Positionen angebracht oder anbringbar. Dadurch wird die Anzahl der Varianten für die gymnastischen Übungen hinsichtlich der Zugrichtungen und der möglichen verwendbaren Zugmittel erhöht und es werden definierte, sichere Befestigungspunkte für die Zugmittel bereitgestellt.
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Vorzugsweise weist der Grundrahmen vorzugsweise zwei in einer Querrichtung beabstandete Aufnahmen auf, in die jeweils ein länglicher Stabilisator so einsetzbar ist, dass er senkrecht zu der Querrichtung verschiebbar ist, um selektiv an gegenüberliegenden Seiten des Grundrahmens auskragend vorzustehen. Die Aufnahmen ermöglichen den einfachen Umbau des Trainingsgeräts zu verschiedenen Aufbaustufen und sie erlauben durch die Verschiebbarkeit der auskragenden Stabilisatoren beispielsweise auch eine Anordnung des Trainingsgeräts nahe bei bzw. unmittelbar vor einer Wand, um diese als Abstützung bzw. Rückenlehne zu verwenden, wenn eine Person auf der Sitzplatte sitzt. Für diese Positionierung des Trainingsgeräts können die Stabilisatoren nämlich so weit zur Vorderseite verschoben werden, dass sie nicht mehr an der Rückseite vorstehen und mit der Wand kollidieren.
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Vorzugsweise umfasst das Trainingsgerät ein elastisches Hilfsmittel, insbesondere in der Form eines Bandes, das für die Zugübungen an dem Sitzgestell an der mindestens einen Befestigungseinrichtung, vorzugsweise Ring oder Öse, lösbar angebracht oder anbringbar ist. In dieser Ausbaustufe ist das Trainingsgerät unmittelbar funktionsfähig für Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, mit dem Gerätegewicht und für Zugübungen.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Gesamtdarstellung des Trainingsgeräts nach der Ausführungsform (ohne ein Zugmittel) in einer Grundaufbaustufe zur Nutzung im Sitzen;
- Fig.2
- eine Ansicht von vorne des Trainingsgeräts von Fig. 1;
- Fig.3
- eine Ansicht von hinten des Trainingsgeräts von Fig. 1;
- Fig.4
- eine Seitenansicht des Trainingsgeräts von Fig. 1;
- Fig.5
- eine Ansicht von oben des Trainingsgeräts von Fig. 1;
- Fig.6
- eine Ansicht von unten des Trainingsgeräts von Fig. 1; und
- Fig.7
- eine Ansicht des Trainingsgeräts von Fig. 1 in einer Aufbaustufe, bei der die Sitzplatte auf den Stabilisatoren angeordnet ist.
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Das in den Figuren gezeigte Trainingsgerät 1 für gymnastische Übungen gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung besteht aus wenigen Grundkomponenten, die zu einem hockerartigen Sitzgestell zusammengesteckt sind. Diese Grundkomponenten umfassen einen unteren selbsttragenden und formstabilen Grundrahmen 1.1 zur stabilen freistehenden Auflage auf einer Standfläche/Boden und einen oberen selbsttragenden und formstabilen Sitzrahmen 1.2, der über mehrere vertikale vordere und hintere Streben 2,3 mit dem Grundrahmen 1.1 verbunden oder verbindbar ist, um den Sitzrahmen 1.2 in einer festen und definierten Sitzposition in einer ersten Höhe über dem Grundrahmen 1.1 anzuordnen.
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Der Grundrahmen 1.1 und der Sitzrahmen 1.2 sind hinsichtlich ihrer in der Draufsicht rechteckigen Rahmenform und Größe identisch. Mit den 4 Ecken jedes dieser Rahmen sind jeweils vier Aufnahmehülsen 1.3 bzw. 1.4 verbunden, die im Querschnitt zumindest bereichsweise hohl sind, von der Ebene der Rahmenform abstehen und ein Einstecken der im Querschnitt korrespondierenden Enden der vertikalen vorderen und hinteren Streben 2,3 in den hohlen Querschnittsbereich ermöglichen, um diese stabil mit dem Grundrahmen und dem Sitzrahmen zu verbinden.
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Das Sitzgestell des Trainingsgeräts hat damit im zusammengesetzten Zustand eine quaderartige, eckige Grundform mit einer größeren Breite in einer Querrichtung als eine Tiefe und einer Höhe entsprechend annähernd der Breite, wobei im Querschnitt gleichartige quadratische Profile, vorzugsweise aus Metall, den Grundrahmen, den Sitzrahmen und die Streben und damit die Kanten der quaderartigen Grundform bilden. Um das Einstecken der Enden der Streben 2,3 in die hohlen Querschnittsbereiche der Aufnahmehülsen 1.3,1.4 zu ermöglichen, können diese, wenn sie insgesamt auch aus den gleichen Profilen wie letztere hergestellt sind, im Querschnitt etwas gestaucht bzw. eingezogen oder verengt sein. Die Grundfläche des Grundrahmens 1.1 beträgt beispielsweise 0,25 qm.
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Die Profile können allerdings auch untereinander unterschiedliche und von dem quadratischen Querschnitt abweichende Formen mit rundem oder polygonem Querschnitt haben. Auch die Grundform des zusammengebauten Sitzgestells ist nicht auf die gezeigte Quaderform beschränkt, sondern kann zylindrisch (rund oder oval oder in einer organischen Form in der Draufsicht) ausgebildet sein. Der Grundrahmen 1.1 und der Sitzrahmen 1.2 können auch als separate aber für sich integrale Komponenten, beispielsweise aus Kunststoff, ggf. mit Verstärkungseinsätzen an den besonders belasteten Abschnitten geformt, beispielsweise spritzgegossen sein. Wesentlich ist allerdings, dass das Sitzgestell die nötige Stabilität aufweist, um eine abnehmbare Sitzplatte 5 (die im Folgenden zur Verdeutlichung der möglichen Nutzungsarten auch als Sitz-/Stehplatte bezeichnet wird) auf dem Sitzrahmen 1.2 in einer gewünschten Sitzhöhe zu positionieren und das zu erwartende Gewicht einer Person im Sitzen und im Stehen auf derselben zu halten.
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Ein Vorteil der Verwendung gleicher, stabiler Metallprofile zur Herstellung der Grund-Konstruktionskomponenten ist allerdings die Reduzierung der Rohmaterialen auf wenige Typen und deren allgemeine Verfügbarkeit als Halbzeuge unterschiedlicher Abmessungen und Materialität und die Herstellbarkeit auch in Kleinserien durch bekannte, einfache Verfahren der Metallbearbeitung (Ablängen, Schweißen).
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An dem Grundrahmen 1.1 sind an der Vorderseite des Sitzgestells auf der oberen Seite eines Längsprofils in der Querrichtung drei Ringe oder Ösen (beispielsweise als Ringschrauben oder -muttern) 7.1 in Abständen so befestigt, dass sie nach oben vorstehen. An dem Sitzrahmen 1.2 sind ebenfalls drei Ringe oder Ösen (beispielsweise ebenfalls als Ringschrauben) 7.2 in Abständen an der hinteren Seite eines Längsprofils in der Querrichtung so befestigt, dass sie in der Richtung der Tiefe nach hinten vorstehen. Die Ringe oder Ösen dienen als später noch zu beschreibende Befestigungseinrichtungen zum Anbringen elastischer Hilfsmittel für die Zugübungen an dem Sitzgestell. Es können auch andere Formen von Befestigungseinrichtungen vorgesehen werden, wobei Ringschrauben oder -muttern als Standardbauteile einfach verfügbar sind. Die Befestigungsvorrichtungen zum Anbringen elastischer Hilfsmittel für die Zugübungen können auch an weiteren und von der gezeigten Anordnung verschiedenen Positionen und in davon abweichenden Ausrichtungen vorgesehen sein.
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Die hinteren Aufnahmehülsen 1.3 an dem Grundrahmen 1.1 können Löcher aufweisen, die für eine Arretierung der eingesteckten Streben durch einen mechanischen Sicherheitsverbinder, beispielsweise einen Steck- oder Federsplint oder -bolzen genutzt werden können. Die vorderen Hülsen 1.4 können wie hier gezeigt an Stelle der Löcher Spannverschlüsse 8 haben, die in Fig. 4 angedeutet sind und mit einem Rasthaken in Löcher einer Lochreihe an den jeweiligen eingesteckten Streben 2 an unterschiedlichen Höhenpositionen einrasten können. Die Spannverschlüsse und Löcher für mechanische Sicherheitsverbinder an dem Grundrahmen sind lediglich als Beispiele lösbarer mechanischer Verbinder zur Fixierung und Sicherung des zusammengebauten Zustands zweier Grundkomponenten gezeigt und können variiert, sowie an dem Grund- und/oder dem Sitzrahmen vorgesehen werden. Als weiteres Beispiel eines lösbaren mechanischen Verbinders zwischen den Profilen können auch federbelastete Rastkugeln oder Spannclips, die beispielsweise im Inneren der Streben 2,3 elastisch fixiert sind und an einer definierten Steckposition rastend in Löcher oder Vertiefungen in den Aufnahmehülsen eingreifen, verwendet werden. Die Anordnung der Bestandteile derartiger lösbarer mechanischer Rastverbindungen kann auch zwischen Aufnahmehülsen und Streben vertauscht sein. Denkbar ist auch eine Schraubverbindung in Längsrichtung zwischen den Streben und dem Grund- bzw. Sitzrahmen. In diesem Fall können die Aufnahmehülsen 1.3,1.4 ggf. durch von der Ebene der Rahmenform von Grund- und Sitzrahmen senkrecht abstehende Gewindebolzen ersetzt werden, während passende Muttern in den axialen Endabschnitten der Streben fixiert sind.
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Im Rahmen der Erfindung möglich und angedacht ist auch eine starre und feste bzw. nicht-lösbare Verbindung aller oder einiger der Grundkomponenten unter Verzicht auf die Möglichkeit der Zerlegung für die Zwecke des einfacheren Transports.
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Bevorzugt ist eine Ausgestaltung der lösbaren Verbindungen der Grundkomponenten und der mechanischen Sicherheitsverbinder derart, dass diese ohne weitere Hilfsmittel, insbesondere ohne Werkzeuge für den Aufbau oder den Abbau des Trainingsgeräts angewandt werden können.
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Um das Trainingsgerät gegen Kippbewegungen, insbesondere um die Querrichtung zu sichern sind Stabilisatoren 4.1,4.2 an dem Grundrahmen 1.1 befestigt oder befestigbar, um in der Art eines Auslegers auskragend über den Grundrahmen 1.1 vorzustehen und die Größe des effektiven Auflagebereichs des Grundrahmens 1.1 selektiv zu vergrößern. Die Stabilisatoren 4.1,4.2 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel als längliche Profile, wie die übrigen Profile des Sitzgestells auch mit quadratischem, aber etwas kleinerem Querschnitt ausgebildet, so dass sie in zwei in der Querrichtung des Grundrahmens beabstandete und endseitige offene quadratische Hohlprofile des Grundrahmens 1.1, die als Aufnahmen 4.3 für die Stabilisatoren 4.1,4.2 dienen, so einsetzbar sind, dass sie senkrecht zu der Querrichtung (also in der Richtung der Tiefe des Sitzgestells) verschiebbar sind, um selektiv an gegenüberliegenden Seiten des Grundrahmens 1.1 auskragend vorzustehen. Dadurch können die Stabilisatoren ein Kippmoment nach vorne oder hinten aufnehmen.
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Die Stabilisatoren 4.1,4.2 können auf diese Weise je nach Funktion stufenlos oder in definierten Stufen verstellt werden. Dazu können (nicht gezeigte) definierte Arretierungspunkte an mehrere Positionen in der Längsrichtung vorgesehen sein, beispielsweise in der Form von federbelasteten Rastkugeln oder Rasthaken an einem von den Stabilisatoren oder den Aufnahmen, die in entsprechende Bohrungen and dem jeweils anderen von den Stabilisatoren oder den Aufnahmen lösbar eingreifen.
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Bei der beschriebenen Ausführungsform sind die Stabilisatoren 4.1,4.2 komplementär zu dem Innenquerschnitt der seitlichen Profile des Grundrahmens ausgebildet, die mithin als die Aufnahmen 4.3 dienen. Allerdings können die Aufnahmen auch als separate Elemente an dem Grundrahmen befestigt sein. Insbesondere kann auch der Querschnitt der Stabilisatoren verschieden von dem rechteckigen Querschnitt sein, sofern die Aufnahmen komplementär dazu sind und die Verschiebung und Befestigung in der Tiefenrichtung zum Zwecke der selektiven Vergrößerung der wirksamen Aufstandsfläche des Trainingsgeräts und die nachfolgend beschriebene Anbringung der Sitz-/Stehplatte 5 an diesen ermöglichen.
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Wie in den Figuren angedeutet können offene axialen Enden der Hohlprofile der Rahmenteile und/oder der Stabilisatoren in an sich bekannter Weise durch Rahmenstopfen verschlossen sein, um die Ästhetik zu verbessern und Verletzungen zu vermeiden.
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Die Sitzplatte bzw. Sitz-/Stehplatte 5 ist so abnehmbar ausgestaltet, dass sie wahlweise auf dem Sitzrahmen 1.2 (wie in der Fig. 1 gezeigt) oder auf den Stabilisatoren 4.1,4.2 in einer aus den Aufnahmen 4.3 auskragend herausgezogenen Stellung an der Vorderseite oder der Rückseite des Sitzgestells angeordnet werden kann (wie in Fig. 7 gezeigt ist). In dieser Anordnung auf den Stabilisatoren 4.1,4.2 belastet eine auf der Sitzplatte 5 stehende oder darauf sitzende Person das Sitzgestell des Trainingsgeräts 1 mit ihrer Gewichtskraft gegen die Standfläche und verhindert ein Umkippen des Trainingsgeräts, selbst wenn auf die noch beschriebenen Zugmittel, die an dem Sitzgestell angebracht sind, eine Zugkraft ausgeübt wird. In dieser Position ergibt sich auch eine definierte zweite Sitzposition (zusätzlich zu der in Fig. 1 gezeigten Sitzposition) an einer davon unterschiedlichen Höhe des Sitzgestells für gymnastische Übungen im Sitzen.
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Die Sitz-/Stehplatte 5 kann aus einem festen bzw. starren und formstabilen Untermaterial 5.1 und einer darauf vorzugsweise abnehmbar angeordneten gepolsterten Auflage 5.2, beispielsweise einer Schaumstoffplatte ausgebildet sein. Beide können beispielsweise über eine Art Klettverbindung fest aber lösbar miteinander verbunden sein. Dadurch kann die gepolsterte Auflage 5.2 zur Reinigung oder bei Verschleiß ausgetauscht werden.
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Die Sitz-/Stehplatte 5 besitzt an den beiden Seiten in der Querrichtung halbkreisförmige Eingrifftaschen oder -ausnehmungen 9 um ein manuelles Durchgreifen zum Rahmen oben bzw. unter die Sitz-/Stehplatte 5 zu ermöglichen (siehe Fig. 1 und 5). Dadurch können weitere gymnastische Übungen, insbesondere ohne Nutzung der Zugmittel allein auf der Grundlage der Körperkraft und des Körpergewichts vorgenommen werden.
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An der in Fig. 6 gezeigten Rück- bzw. Unterseite der Sitz-/Stehplatte 5 sind zwei in der Richtung der Tiefe beabstandete und in der Querrichtung verlaufende Sicherungsstäbe 10 befestigt. Diese sind ausgebildet, um die Sitz-/Stehplatte 5 passgenau und formschlüssig sowohl in der Querrichtung als auch in der Richtung der Tiefe zwischen den Profilen auf dem Sitzrahmen 1.2 lösbar mechanisch zu fixieren und eine Verlagerung in diesen Richtungen zu verhindern. Die Sicherungsstäbe 10 fixieren die Sitz-/Stehplatte 5 auch auf den Stabilisatoren 4.1,4.2 in der Querrichtung. Zusätzlich sind auf einer Seite Führungsstifte 14 an der Sitz-/Stehplatte 5 angebracht, die beim Auflegen der Sitz-/Stehplatte 5 auf den Sitzrahmen 1.2 oben in dafür vorgesehene Löcher einrasten. Entsprechende Löcher können auch in den Stabilisatoren 4.1,4.2 vorgesehen sein, um die Position der Sitz-/Stehplatte 5 auch in der Richtung der Tiefe zu fixieren.
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Die Sicherungsstäbe 10 und die Führungsstifte 14 sind ein Beispiel für eine lösbare, mechanisch verriegelbare Verbindung der Sitz-/Stehplatte 5 mit dem Sitzrahmen 1.2 und den Stabilisatoren 4.1,4.2. Allerdings können stattdessen auch andere oder weitere mechanische Verriegelungen für den Zweck eingesetzt werden.
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Das Trainingsgerät weist ferner vorzugsweise mindestens eine Umlenkung 6.1,6.2 an dem Sitzgestell zur Änderung der Zugrichtung des/eines an dem Sitzgestell angebrachten elastischen Hilfsmittels für die Zugübungen auf. Die Umlenkungen 6.1,6.2 für das elastische Hilfsmittel, das insbesondere in der Form eines elastischen Bandes ausgebildet sein kann, weisen bei der gezeigten Ausführungsform jeweils eine drehbar gelagerte Rolle auf, die in einer Höhe zwischen den Befestigungseinrichtungen 7.1,7.2, also unter bzw. über den jeweiligen Befestigungseinrichtungen 7.1,7.2 in der Form der Ringe/Ösen an dem Sitzgestell in unterschiedlichen Ausrichtungen und bevorzugt symmetrisch in der Querrichtung, d.h. symmetrisch in Bezug auf eine Sitzposition an dem Sitzgestell angebracht sind.
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Im konkreten Beispiel sind jeweils zwei Rollen 6.1,6.2 um 90 Grad versetzt an den vorderen Streben 2 befestigt, so dass sie das Zugmittel in der Querrichtung und in der Tiefenrichtung führen und in der Höhenrichtung umlenken können. Es können allerdings auch weitere Rollen und/oder andere Umlenkmittel an weiteren Positionen an dem Sitzgestell angeordnet sein.
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Die Streben 2,3 zur Verbindung des Grundrahmens 1.1 mit dem Sitzrahmen 1.2 sind vorzugsweise in der Länge verstellbar, insbesondere teleskopierbar und/oder gegen bezüglich der Verbindung mit dem Grund- und Sitzrahmen gleichartige Streben einer anderen Länge austauschbar, um den Sitzrahmen 1.2 an mindestens zwei Sitzpositionen an unterschiedlicher Höhe anzuordnen. Die alternativen Streben einer geringeren Länge können dabei im Wesentlichen auf (nicht gezeigte) Verbinderprofile reduziert werden, die mit den Aufnahmehülsen 1.3,1.4 der beiden Rahmen 1.1,1.2 verbunden werden und diese quasi in dem geringst-möglichen Abstand miteinander verbinden und keine Umlenkungen aufweisen.
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Bei entsprechender komplementärer Ausgestaltung der Aufnahmehülsen 1.3,1.4 können diese auch direkt und ohne einen zusätzlichen Verbinder miteinander zusammengesteckt werden, wenn die Streben (die an Ihren Enden dann auch komplementär zu den Aufnahmehülsen 1.3,1.4 ausgebildet sein können) entfernt werden.
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Das erfindungsgemäße Trainingsgerät ist zwar allein zur Ausführung gymnastischer Übungen ohne weitere Hilfsmittel verwendbar, ist aber durch das Vorsehen der Befestigungseinrichtungen 7.1,7.2 und der Umlenkungen 6.1,6.2 und der zwischen der Anordnung auf dem Grundgestell und auf den Stabilisatoren wechselbaren Sitzplatte 5 besonders dafür ausgerüstet, um zusammen mit einem vorzugsweise elastischen Hilfsmittel, das für die Zugübungen an dem Sitzgestell an den Befestigungseinrichtungen 7.1,7.2 lösbar angebracht werden kann, verwendet zu werden.
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Die lösbare Befestigung derartiger elastischer Hilfs- bzw. Zugmittel, die insbesondere die Form eines oder mehrerer elastischer Bänder oder dehnbarer Federn ("Expander") haben können, an den Ringen oder Ösen, gelingt einfach und schnell und sicher beispielsweise mittels eines Hakenmittels, beispielsweise in der Form eines Karabinerhakens.
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Die Nutzung externer Zugmittel und mehrerer Befestigungseinrichtungen an verschiedenen Positionen und Orientierungen an dem Sitzgestell ermöglicht eine hohe Variabilität mittels diverser Zuganordnungen oder verschiedener Elastizitätsmodule, ggf. unter Nutzung von Griffen oder Beinschlaufen.