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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung eines Seilzustands eines Hebeseils eines Hebesystems gemäß Patentanspruch 1 und ein Hebesystem gemäß Patentanspruch 15.
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Aus der
EP 4 065 498 A1 ist eine Anordnung zum Überwachen eines Aufzugs, der ein Aufzugseil aufweist, bekannt. Dabei wird das Aufzugseil an einem induktiven Sensor vorbeigeführt, der so positioniert ist, dass ein von dem induktiven Sensor erzeugtes Magnetfeld, das sich zumindest teilweise über das Aufzugseil erstreckt, durch eine Steuervorrichtung ausgewertet wird.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zur Ermittlung eines Seilzustands eines Hebeseils eines Hebesystems und ein verbessertes Hebesystem bereitzustellen.
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Diese Aufgabe wird mittels eines Verfahrens gemäß Patentanspruch 1 und eines Hebesystems gemäß Patentanspruch 15 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Ein verbessertes Verfahren zur Ermittlung eines Seilzustands eines Hebeseils eines Hebesystems kann dadurch bereitgestellt werden, dass eine Sensoreinrichtung, ein Steuergerät mit einer Auswerteeinrichtung, eine mit der Auswerteeinrichtung datentechnisch verbundene Datenschnittstelle und ein mit der Auswerteeinrichtung datentechnisch verbundener Datenspeicher und ein Hebeseil mit einer Vielzahl von Drähten bereitgestellt werden. In dem Datenspeicher ist wenigstens ein Mustersatz von mehreren Mustersignalverläufen abgespeichert. Jedem Mustersignalverlauf ist eine Information über einen Drahtbruch zugeordnet. Die Datenschnittstelle ist mit der Sensoreinrichtung datentechnisch verbunden, wobei zumindest eine Seilstrecke des Hebeseils an der Sensoreinrichtung vorbeibewegt wird. Die Sensoreinrichtung stellt ein zweites Sensorsignal, das eine Wechselwirkung zwischen der Sensoreinrichtung und dem an der Sensoreinrichtung vorbeibewegten Hebeseil charakterisiert, über die Datenschnittstelle der Auswerteeinrichtung bereit. Die Auswerteeinrichtung ermittelt einen zweiten Signalverlauf des zweiten Sensorsignals über die Seilstrecke. Die Auswerteeinrichtung ermittelt durch Zuordnung eines zu dem zweiten Signalverlauf passenden Mustersignalverlaufs des Mustersatzes einen Drahtbruch in der an der Sensoreinrichtung vorbeibewegten Seilstrecke.
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Die Information über den Drahtbruch kann dahingehend ausgebildet sein, dass die Information eine Zuordnung zu einem Drahtbruch oder einem Mehrfachdrahtbruch und/oder eine Zuordnung zu einer Seildefekt-Klasseaufweist. Ferner kann beispielsweise der Mustersignalverlauf beispielsweise eine Information über wenigstens einen Dreiecksverlauf und/oder einen anderen Kennwert wie beispielsweise eine Dichte von Nulldurchgängen (ein Nulldurchgang ist dadurch charakterisiert, dass sich beim Signal das Vorzeichen ändert )und/oder eine Anzahl von Nulldurchgängen, einen minimalen und/oder maximalen Peakwert und/oder ein Abfolge eines Vorzeichenwechsels eines Signalverlaufstückes aufweisen. Der Mustersignalverlauf kann beispielsweise tabellarisch und/oder als mathematische Funktion, beispielsweise als mathematische Reihe und/oder Spline und/oder Polynom in dem Datenspeicher abgespeichert sein.
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Diese Ausgestaltung des Verfahrens hat den Vorteil, dass zuverlässig Drahtbrüche und Mehrfachdrahtbrüche, sowie eng aneinander liegende Drahtbrüche durch die Auswerteeinrichtung erkannt werden können.
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Die zuverlässige Erkennung kann insbesondere dadurch verbessert werden, dass die Mustersignalverläufe beispielsweise vorab erstellt werden und bereits vorab analysiert sowie ausgewertet werden können, sodass sowohl die Erkennungsrate als auch die definierte Zuordnung, insbesondere bei Mehrfachdrahtbrüchen, erhöht ist.
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In einer weiteren Ausführungsform ist in dem Datenspeicher wenigstens eine erste Referenzcharakteristik des Hebeseils abgespeichert, wobei die erste Referenzcharakteristik eine Information eines ersten Signalverlaufs eines im Wesentlichen neuen Hebeseils aufgetragen über einer ersten Seilposition aufweist. Das neue Hebeseil zeichnet sich dadurch aus, dass es frei von Drahtbrüchen und/oder nur einige sehr wenige Drahtbrüche, beispielsweise weniger als 1/10 der bis zur Ablegereife erlaubten Maximalzahl von Drahtbrüchen, aufweist. Die Auswerteeinrichtung ordnet den ermittelten zweiten Signalverlauf einem Referenzabschnitt der ersten Referenzcharakteristik zu, wobei die Auswerteeinrichtung eine erste Seilposition des ermittelten Drahtbruchs auf Basis der ersten Referenzcharakteristik ermittelt. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass der zweite Signalverlauf im Betrieb des Hebesystems ermittelt werden kann, ohne dass zusätzlich das Hebeseil an einen Referenzpunkt zur Auswertung des Hebeseils zu verfahren ist.
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In einer weiteren Ausführungsform kann insbesondere die Auswerteeinrichtung einen maschinenlernenden Algorithmus aufweisen. Besonders gut kann das Hebeseil dadurch ausgewertet werden, dass die Auswerteeinrichtung mittels eines im Datenspeicher gespeicherten Mustersatzes von Mustersignalverläufen trainiert wird, wobei die trainierte Auswerteeinrichtung auf Basis des Trainings die Form des Abweichungsbereichs auswertet.
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Zusätzlich kann die Auswerteeinrichtung eine Mustererkennung, insbesondere einen Time-Warping-Algorithmus, insbesondere eines Dynamic-Time-Warping-Algorithmus und/oder Fast Fourier Transformation und/oder eine Wavelet-Transformation, insbesondere einer Direct-Wavelet-Transformation, anwenden, um den Mustersignalverlauf dem zweiten Signalverlauf und/oder den zweiten Signalverlauf des Sensorsignals der ersten Referenzcharakteristik zuzuordnen.
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Die Auswerteeinrichtung führt zur Ermittlung des Drahtbruchs einen selbstlernenden Algorithmus durch, wobei der selbstlernende Algorithmus vorzugsweise ein One-Class Support Vector Machine Algorithmus und/oder ein Isolation Forest Algorithmus und/oder ein Decision Tree Algorithmus und/oder ein Histogram-based Outlier Score Algorithmus ist. Diese Algorithmen haben sich als besonders vorteilhaft für die Auswerteeinrichtung herausgestellt, sodass eine besonders hohe Erkennungsrate von Drahtbrüchen in dem Hebeseil erzielt werden kann.
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In einer weiteren Ausführungsform ist eine vordefinierte Bezugslänge in dem Datenspeicher abgespeichert, wobei die Auswerteeinrichtung auf Basis der vordefinierten Bezugslänge jeweils eine Anzahl von Drahtbrüchen pro Bezugslänge in dem zweiten Signalverlauf ermittelt, wobei die Auswerteeinrichtung die ermittelte Anzahl von Drahtbrüchen pro Bezugslänge mit einem vordefinierten Maximalschwellenwert vergleicht, wobei die Auswerteeinrichtung bei Überschreiten des vordefinierten Maximalschwellenwerts eine Information über eine Ablegereife des Hebeseils an der Datenschnittstelle bereitstellt. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass automatisiert ohne weitere Auswertung durch einen Seilinspekteur die Ablegereife im Rahmen des Verfahrens erkannt werden kann.
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In einer weiteren Ausführungsform ist eine vordefinierte Bezugslänge in dem Datenspeicher abgespeichert, wobei die Auswerteeinrichtung auf Basis der vordefinierten Bezugslänge jeweils eine Anzahl von Drahtbrüchen pro Bezugslänge in dem zweiten Signalverlauf ermittelt, wobei die Auswerteeinrichtung ein Maximum der ermittelten Anzahl von Drahtbrüchen pro Bezugslänge vorzugsweise für das ausgewertete Hebeseil ermittelt, wobei die Auswerteeinrichtung einen minimalen Abstand zwischen dem Maximum und einem vordefinierten Maximalschwellenwert ermittelt, wobei auf Basis des minimalen Abstands die Auswerteeinrichtung eine Warninformation und/oder eine Vorhersage über eine bevorstehende Ablegereife des Hebeseils an der Datenschnittstelle bereitstellt. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass dadurch eine rechtzeitige Planung eines Stillstands des Hebesystems für den Tausch des Hebeseils und/oder eine rechtzeitige Bestellung und Organisation eines neuen Hebeseils möglich ist und hierbei auf Grundlage der Vorhersage auch der Zeithorizont ausgegeben werden kann, wann mit der Ablegereife zu rechnen ist.
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In einer weiteren Ausführungsform ist in dem Datenspeicher wenigstens eine Schwellenwertcharakteristik mit wenigstens einer Mehrzahl von unterschiedlichen Schwellenwerten abgespeichert. Die Auswerteeinrichtung ermittelt eine Abweichung zwischen dem zweiten Signalverlauf und der ersten Referenzcharakteristik. Die Auswerteeinrichtung vergleicht die Abweichung mit der Schwellenwertcharakteristik, wobei bei Überschreiten wenigstens eines der Schwellenwerte der Schwellenwertcharakteristik die Auswerteeinrichtung wenigstens die Information über den Drahtbruch verifiziert. Dadurch kann die Erkennungsrate von dem jeweiligen Drahtbruch weiter erhöht werden bzw. die Zuverlässigkeit der Erkennung weiter erhöht werden.
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In einer weiteren Ausführungsform ermittelt die Auswerteeinrichtung auf Basis der ersten Referenzcharakteristik eine Hüllkurve, wobei auf Basis der Hüllkurve die Auswerteeinrichtung die Schwellenwertcharakteristik ermittelt. Dadurch können die Schwellenwerte der Schwellenwertcharakteristik, die beispielsweise als gestufte Schwellenwerte ausgebildet sind, an das jeweilige Hebeseil spezifisch angepasst werden.
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In einer weiteren Ausführungsform wird die erste Referenzcharakteristik zu Beginn einer Nutzungsaufnahme des Hebeseils dadurch ermittelt, dass das Hebeseil vorzugsweise in einem Initialisierungsvorgang vorzugsweise über seine gesamte mögliche Länge, beispielsweise definiert durch das dem jeweiligen Kran zugehörige Nutzungs- bzw. Betriebsgebiet, an der Sensoreinrichtung vorbeibewegt wird, wobei die Sensoreinrichtung ein erstes Sensorsignal, das eine Wechselwirkung zwischen der Sensoreinrichtung und dem an der Sensoreinrichtung vorbeibewegten Hebeseil charakterisiert, in Abhängigkeit der ersten Seilposition des Hebeseils erzeugt und über die Datenschnittstelle der Auswerteeinrichtung bereitstellt. Die Auswerteeinrichtung ermittelt einen ersten Signalverlauf des Sensorsignals über die erste Seilposition. Der erste Signalverlauf wird als erste Referenzcharakteristik in dem Datenspeicher abgespeichert.
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In einer weiteren Ausführungsform wird eine Laufrichtung der an der Sensoreinrichtung vorbeigeführen Seilstrecke des Hebeseils ermittelt, wobei in Abhängigkeit von der Laufrichtung der Seilstrecke das zweite Sensorsignal derart weiterverarbeitet wird, dass die erste Referenzcharakteristik und der zweite Signalverlauf bei gleicher Laufrichtung ermittelt sind. Vorzugsweise wird insbesondere der zweite Signalverlauf auf Basis der zweiten Seilposition derart invertiert, dass die erste Referenzcharakteristik und der zweite Signalverlauf die gleiche Laufrichtung aufweisen. Die kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der gesamte zweite Signalverlauf an einem Umkehrpunkt zwischen einem Anfangspunkt und einem Endpunkt des zweiten Signalverlaufs der Laufrichtung gespiegelt wird. Dadurch wird eine besonders hohe Übereinstimmung bei gleichem Signalverlauf erzielt. Ferner wird dadurch die Erkennungsrate weiter verbessert.
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In einer weiteren Ausführungsform bildet der zweite Signalverlauf eine zweite Referenzcharakteristik aus, die zeitlich nach der ersten Referenzcharakteristik ermittelt wird. Zusätzlich oder alternativ ermittelt die Auswerteeinrichtung für die erste Referenzcharakteristik und den ersten Signalverlauf jeweils Matrixprofile, wobei die Auswerteeinrichtung auf Basis der ermittelten Matrixprofile Ähnlichkeiten und/oder Übereinstimmungen zwischen der ersten Referenzcharakteristik und dem ersten Signalverlauf ermittelt. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass dadurch die jeweiligen Übereinstimmungen als Referenzpunkte bzw. als Orientierungspunkte für das Mustererkennungsverfahren dienen können, sodass sich dadurch die Auswerteeinrichtung sich besonders gut in ihrer Position an der ersten Referenzcharakteristik orientieren kann bzw. gut Auffälligkeiten, insbesondere Abweichungen im jeweiligen Signalverlauf zwischen der ersten Referenzcharakteristik und dem ersten Signalverlauf erkennen kann und die jeweiligen Abweichungen besonders gut auswerten kann, um Drahtbrüche zu erkennen.
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In einer weiteren Ausführungsform wird das erste Sensorsignal und/oder das zweite Sensorsignal geglättet und/oder vorgefiltert wird, bevor das erste Sensorsignal und/oder das zweite Sensorsignal ausgewertet wird, wobei insbesondere zum Filtern eine Fast Fourier Transformation und/oder eine Wavelet-Transformation, insbesondere eine Direct-Wavelet-Transformation, und/oder ein Tiefpassfilter angewandt wird, und/oder wobei das erste Sensorsignal und/oder das zweite Sensorsignal mit einem vordefinierten Minimalschwellenwert verglichen wird, wobei der erste Signalverlauf auf Basis des ersten Sensorsignals ermittelt wird, das den vordefinierten Minimalschwellenwert überschreitet, wobei der zweite Signalverlauf auf Basis des zweiten Sensorsignals ermittelt wird, das den vordefinierten Minimalschwellenwert überschreitet.
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Ferner ist von Vorteil, wenn das Hebesystem eine Last mit wenigstens 20 t bis einschließlich 10.00 t anhebt, wobei die zweite Seilstrecke beim Heben oder Senken der Last an der Sensoreinrichtung vorbeibewegt wird. Dadurch kann auf zusätzliche Messfahrten, die den regulären Produktionsbetrieb unterbrechen würden, verzichtet werden. Ferner wird das zweite Sensorsignal durch eine Dehnung des Hebeseils unter Last verbessert.
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Ein verbessertes Hebesystem kann dadurch bereitgestellt werden, dass das Hebesystem insbesondere für eine großindustrielle Anlage, insbesondere ein Walzwerk und/oder eine Stranggießmaschine ausgebildet ist, wobei das Hebesystem ausgebildet ist, das oben beschriebene Verfahren durchzuführen. Ferner weist das Hebesystem wenigstens ein Hebeseil auf, wobei das Hebesystem eine Tragkraft am Hebeseil von wenigstens 20t aufweist, wobei das Hebesystem weiter vorzugsweise ausgebildet ist, Lasten an anzuheben und/oder abzusenken.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert: Dabei zeigen:
- FIG 1
- eine schematische Darstellung eines Hebesystems;
- FIGN 2A, 2B
- die Sensoreinrichtung aus unterschiedlichen perspektivischen Ansichten an dem Hebeseil;
- FIG 3
- ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betrieb des in FIGN 1 und 2A, 2B gezeigten Hebesystems;
- FIG 4
- ein schematisches erstes Diagramm einer ersten Referenzcharakteristik;
- FIG 5
- ein schematisches zweites Diagramm eines zweiten Signalverlaufs eines zweiten Sensorsignals über einer zweiten Seilposition;
- FIGN 6A bis 6F
- jeweils einen beispielhaften Mustersignalverlauf eines Mustersatzes;
- FIG 7
- ein drittes schematisches Diagramm der ersten Referenzcharakteristik mit dem zugeordneten zweiten Signalverlauf; und
- FIG 8
- eine Auswertung von Drahtbrüchen aufgetragen über der ersten Seilposition.
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FIG 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Hebesystems 10.
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Das Hebesystem 10 ist beispielsweise als Kran, insbesondere beispielsweise als Portalkran, ausgebildet. Das Hebesystem 10 kann dabei beispielsweise ausgebildet sein, in einer großindustriellen Produktionsanlage, beispielsweise in einem Gebäude einer Stranggießmaschine oder Gieß-Walzverbundanlage oder einem anderen zur Stahl- oder Metallherstellung eingesetzten Gebäude montiert zu sein, um schwere Gegenstände, insbesondere beispielsweise Pfannen und/oder Stahlbrammen und/oder Stahlbunde, mittels eines Hebeseils 20 des Hebesystems 10 zu heben. Dabei ist das Hebesystem 10, insbesondere das Hebeseil 20, hochbelastet und einem entsprechenden Verschleiß und Alterung ausgesetzt. Das Hebeseil 20 darf hierbei nur solange benutzt werden, solange es nicht verschlissen und ablegereif ist.
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Um den Verschleiß und die Alterung zu ermitteln weist das Hebesystem 10 neben dem Hebeseil 20 ein Steuergerät 15, eine Sensoreinrichtung 25 und eine Hebeeinrichtung 30 und eine Trageinrichtung 31 auf.
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Das Steuergerät 15 weist einen Datenspeicher 35, eine Auswerteeinrichtung 40 und eine Datenschnittstelle 45 auf. Die Datenschnittstelle 45 ist mittels einer ersten Datenverbindung 50 mit der Auswerteeinrichtung 40 datentechnisch verbunden. Ferner ist über eine zweite Datenverbindung 55 die Auswerteeinrichtung 40 mit dem Datenspeicher 35 datentechnisch verbunden. Die Datenschnittstelle 45 ist ihrerseits mittels einer dritten Datenverbindung 60 mit der Sensoreinrichtung 25 datentechnisch verbunden.
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Die Trageinrichtung 31, kann beispielsweise eine Laufkatze aufweisen, die entlang einer Kranbrücke 33 des Hebesystems 10 verfahrbar angeordnet ist. Die Hebeeinrichtung 30 kann beispielsweise eine Antriebseinheit aufweisen, die beispielsweise an der Laufkatze angeordnet ist. Die Antriebseinheit ist ausgebildet das Hebeseil 20 auf- oder abzurollen und mittels des Hebeseils 20 oder der daran angeordneten, beispielsweise Hebezeugs Lasten zu heben oder zu senken.
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Im Betrieb des Hebesystems 10 wird das Hebeseil 20 häufig bewegt. Das Hebeseil 20 weist eine Vielzahl von Drähten auf, die verseilt sind. Die Drähte können beispielsweise aus einem ferromagnetischen und/oder austenitischen Stahl gefertigt sein. Über eine Lebensdauer des Hebeseils 20 verschleißt das Hebeseil 20 zum einen durch die mittels des Hebeseils 20 gehobenen Lasten und einer damit einhergehenden Längung des Hebeseils, zum anderen insbesondere durch die Biegung und/oder Rückbiegung des Hebeseils 20, die beispielsweise beim Auf- und Abwickeln des Hebeseils 20 erfolgt. Dabei können ein oder mehrere Drähte an einer unterschiedlichen oder an der gleichen ersten Seilposition p1(I) brechen. Häufen sich die Drahtbrüche B über eine vordefinierte Länge, so gilt das Hebeseil 20 als verschlissen und ist zu ersetzen, um ein ungewolltes Reißen des Hebeseils 20, beispielsweise unter schweren Lasten, oder ein ungewolltes weiteres Brechen der Drähte zu verhindern.
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Die Sensoreinrichtung 25 ist mechanisch beispielsweise mit der Laufkatze verbunden und an dem Hebeseil 20 angeordnet. Die Sensoreinrichtung 25 verbleibt vorzugsweise während des Betriebs des Hebesystems 10 an der Laufkatze und wird nicht demontiert, solange keine Reparatur oder Wartung nötig ist, die eine Demontage erfordern würde. Das Hebeseil 20 ist durch die Sensoreinrichtung 25 geführt.
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FIGN 2A und 2B zeigen die Sensoreinrichtung 25 aus unterschiedlichen perspektivischen Ansichten an dem Hebeseil 20.
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Die Sensoreinrichtung 25 weist eine Führungsrollenanordnung 65, eine erste Sensoreinheit 70 und wenigstens eine zweite Sensoreinheit 75 auf. Die Führungsrollenanordnung 65 ist ausgebildet, das Hebeseil 20 in der Sensoreinrichtung 25 zu führen und einen vordefinierten Seilführungsabstand der ersten Sensoreinheit 70 zu dem Hebeseil 20 festzulegen.
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Die erste Sensoreinheit 70 kann beispielsweise einen Magnetfelderzeuger und einen Magnetfeldsensor aufweisen. Der Magnetfelderzeuger kann beispielsweise eine elektrische Spule oder einen Permanentmagneten aufweisen, der auf das Hebeseil 20 wirkt. Der Magnetfeldsensor ist ausgebildet, ein in Abhängigkeit von dem durch das Magnetfeld des Magnetfelderzeugers geführten Hebeseils 20 korrespondierendes erste Sensorsignal bereitzustellen.
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Die zweite Sensoreinheit 75 kann beispielsweise ein Tachorad 80 und einen Geschwindigkeitssensor 90 aufweisen, wobei das Tachorad 80 zumindest in einem Anlagepunkt 85 an dem Hebeseil 20 anliegt. Wird das Hebeseil 20 bewegt, so rollt das Tachorad 80 auf dem Hebeseil 20 ab. Dabei erfasst der Geschwindigkeitssensor eine Geschwindigkeit des an der zweiten Sensoreinheit 75 vorbeigeführten Hebeseils 20. Es wird darauf hingewiesen, dass die Geschwindigkeit des Hebeseils 20 berührungslos oder an einer anderen Position als der in den FIG 2A/2B gezeigten Position erfolgen kann. Beispielsweise ist auch möglich an einer Seiltrommel des Hebesystems 10 als Ersatz des Tachorads 80 die Geschwindigkeit zu ermitteln. Der Anlagepunkt 85 ist in einem Abstand a zu der ersten Sensoreinheit 70 angeordnet.
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FIG 3 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betrieb des in FIGN 1 und 2A, 2B gezeigten Hebesystems 10. FIG 4 zeigt ein schematisches erstes Diagramm einer ersten Referenzcharakteristik 100. FIG 5 zeigt ein schematisches zweites Diagramm eines zweiten Signalverlaufs 120 eines zweiten Sensorsignals über einer zweiten Seilposition p2(I). FIGN 6A bis 6F zeigen jeweils einen beispielhaften Mustersignalverlauf des Mustersatzes. FIG 7 zeigt ein drittes schematisches Diagramm der ersten Referenzcharakteristik 100 mit dem zugeordneten zweiten Signalverlauf 120. FIG 8 zeigt eine Auswertung von Drahtbrüchen B aufgetragen über der ersten Seilposition p1(I).
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Das im Folgenden beschriebene Verfahren wird vorzugsweise über eine gesamte Lebensdauer des Hebeseils 20, vorzugsweise in regelmäßigem zeitlichen Abstand, wiederholt durchgeführt. Dazu wird vorzugsweise zu Beginn der Lebensdauer das Hebeseil 20 an der Hebeeinrichtung 30 in vorzugsweise neuem oder in kaum verschlissenem Zustand montiert.
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In dem Datenspeicher 35 ist vor Beginn des Verfahrens eine Mindestgeschwindigkeit, ein vordefinierter Maximalschwellenwert M bezogen auf eine Bezugslänge und der Mustersatz von Mustersignalverläufen abgespeichert (vgl. FIG 6A bis 6F). Jedem Mustersignalverlauf des Mustersatzes ist eine Art von Drahtbruch oder ein Mehrfachdrahtbruch oder eine Seildefekt-Klasse (Label) zugeordnet. In den FIGN 6A bis 6F sind beispielhafte Mustersignalverläufe angegeben. Jeder Mustersignalverlauf weist eine andere Charakteristik auf und bildet einen unterschiedlichen Drahtbruch B und/oder Mehrfachdrahtbruch ausgebildet aus mehreren Drahtbrüchen B im Wesentlichen an der gleichen ersten Seilposition p1(I) und/oder eine andere Seildefekt-Klasse ab. Die Charakteristik ist vor allem durch die Form des Mustersignalverlaufs und/oder seiner Features geprägt. Ferner kann beispielsweise der Mustersignalverlauf beispielsweise eine Information über wenigstens einen Dreiecksverlauf und/oder einen anderen Kennwert wie beispielsweise eine Dichte von Nulldurchgängen (ein Nulldurchgang ist dadurch charakterisiert, dass sich beim Signal das Vorzeichen ändert )und/oder eine Anzahl von Nulldurchgängen, einen minimalen und/oder maximalen Peakwert und/oder ein Abfolge eines Vorzeichenwechsels eines Signalverlaufstücks aufweisen. Der Mustersignalverlauf kann beispielsweise tabellarisch und/oder als mathematische Funktion, beispielsweise als mathematische Reihe und/oder Spline und/oder Polynom in dem Datenspeicher 35 abgespeichert sein.
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So zeigt beispielsweise ein in FIG 6A gezeigter erster Mustersignalverlauf einen Doppeldrahtbruch, der nahe an einem weiteren Einzeldrahtbruch liegt. FIG 6B zeigt einen 12-fach-Drahtbruch, der mit einer Ablegereife des Hebeseils 20 korreliert. FIG 6C zeigt beispielsweise einen Einfachdrahtbruch mit einem nahe angeordneten Vierfachdrahtbruch.
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FIG 6D zeigt beispielsweise einen 6-fach-Drahtbruch. FIG 6E zeigt beispielsweise einen Einfachdrahtbruch. FIG 6F zeigt einen 4-fach-Drahtbruch (mit negativer Amplitude).
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In einem ersten Verfahrensschritt 305 wird das Hebeseil 20 im Wesentlichen im neuen oder kaum verschlissenen Zustand in dem Hebesystem 10 montiert und die Sensoreinrichtung 25 an dem Hebeseil 20 dauerhaft montiert, sodass bei jedem Hebe- oder Senkvorgang bzw. bei jeder Bewegung des Hebeseils 20 durch die Hebeeinrichtung 30 das Hebeseil 20 an der Sensoreinrichtung 25 vorbeigeführt wird.
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In einem zweiten Verfahrensschritt 310 wird beispielsweise das Hebeseil 20 einmal vollständig abgewickelt oder vollständig aufgewickelt. So kann hierfür beispielsweise ein Kranhaken des Hebesystems 10 vollständig angehoben und bis zur tiefsten Stelle innerhalb des Nutzungsbereichs des Hebesystems 10 bewegt werden. Ist das Hebeseil 20 aufgewickelt oder vollständig abgewickelt, wird dadurch ein Startpunkt 95 des Hebeseils 20 festgelegt. Der Startpunkt 95 dient als Referenzpunkt an dem Hebeseil 20. Auf den Startpunkt 95 kann die erste Seilposition p1(I) referenziert und bezogen sein.
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Im einem dritten Verfahrensschritt 315 wird das Hebeseil 20 mit der Mindestgeschwindigkeit mit einer ersten Laufrichtung an der Sensoreinrichtung 25 vorbeigeführt. Dabei kann beispielsweise die Mindestgeschwindigkeit wenigstens einschließlich 0,1 m/s, insbesondere wenigstens 0,2 m/s betragen. Die Geschwindigkeit mit der das Hebeseil bewegt wird, sollte jedoch 50 m/s nicht überschreiten.
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Die Sensoreinrichtung 25 ist im dritten Verfahrensschritt 315 aktiviert. Beispielsweise stellt der Magnetfelderzeuger das Magnetfeld bereit. Das Magnetfeld des Magnetfelderzeugers wirkt auf das Hebeseil 20 und die einzelnen Drähte des Hebeseils 20. Durch das ferromagnetische und/oder austenitische Material des Hebeseils 20 wird das Magnetfeld in seinem Fluss verändert. Der Magnetfeldsensor ist in der Ausführungsform beabstandet zu dem Magnetfelderzeuger angeordnet und stellt in Abhängigkeit des erfassten Magnetfelds ein erstes Sensorsignal bereit. Das erste Sensorsignal wird über die dritte Datenverbindung 60 an die Datenschnittstelle 45 und von der Datenschnittstelle 45 über die erste Datenverbindung 50 an die Auswerteeinrichtung 40 übertragen. Die Auswerteeinrichtung 40 erfasst das erste Sensorsignal.
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Das Steuergerät 15 kann das erste Sensorsignal vor einer Weiterverarbeitung filtern und/oder glätten oder das Steuergerät 15 kann einen zusätzlichen ersten Filter zum Filtern und/oder ersten Glätter zum Glätten des ersten Sensorsignals aufweisen, wobei insbesondere zum Filtern eine Fast Fourier Transformation und/oder eine Wavelet-Transformation, insbesondere einer Direct-Wavelet-Transformation und/oder zum Filtern ein Tiefpassfilter oder Mittelwertbildner angewandt wird.
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In dem dritten Verfahrensschritt 315 rollt ferner das Tachorad 80 ausgehend vom Startpunkt 95 auf dem Hebeseil 20 ab, und der Geschwindigkeitssensor 90 stellt im Rahmen eines ersten Tachosignals beispielsweise eine Information über die Geschwindigkeit des Hebeseils 20 über die dritte Datenverbindung der Datenschnittstelle 45 und die erste Datenverbindung 50 der Auswerteeinrichtung 40 bereit. Die Auswerteeinrichtung 40 erfasst das zweite Sensorsignal.
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Das Steuergerät 15 kann das erste Tachosignal vor einer Weiterverarbeitung filtern und/oder glätten, wobei insbesondere zum Glätten eine Mittelwertbildung angewandt wird. Das Steuergerät 15 kann einen zusätzlichen zweiten Filter zum Filtern aufweisen.
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Das Hebeseil 20 wird ausgehend vom Startpunkt bis zu einem maximal verfahrbaren Ende 105 über eine verfügbare Seillänge auf- oder abgewickelt und an der Sensoreinrichtung 25 vorbeigeführt.
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In einem auf den dritten Verfahrensschritt 315 folgenden vierten Verfahrensschritt 320 ermittelt die Auswerteeinrichtung 40 auf Grundlage des Abstands a der zweiten Sensoreinheit 75 zu der ersten Sensoreinheit 70 sowie der Geschwindigkeitsinformation des ersten Tachosignals über das Hebeseil 20 eine jeweils zum ersten Sensorsignal zugeordnete erste Seilposition p1(I) relativ zu dem Startpunkt 95. Mit anderen Worten wird ein erstes Sensorsignal um eine bestimmte Länge beabstandet zu dem Startpunkt 95 an der jeweils zugeordneten ersten Seilposition p1(I) ermittelt.
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In einem auf den vierten Verfahrensschritt 320 folgenden fünften Verfahrensschritt 325 (vgl. FIG 4) ermittelt die Auswerteeinrichtung 40 einen ersten Signalverlauf des ersten Sensorsignals zu der jeweils zugeordneten ersten Seilposition p1(I) zwischen der Startposition 95 und dem Ende 105. Die Auswerteeinrichtung 40 speichert den ersten Signalverlauf in dem Datenspeicher 35 als erste Referenzcharakteristik 100 ab. Es wird ferner davon ausgegangen, dass das neue Hebeseil 20 im Wesentlichen frei von Drahtbrüchen B ist, oder nur sehr wenige - z.B. weniger als 10 - Drahtbrüche über die gesamte erfassbare Seillänge aufweist.
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Ferner speichert vorzugsweise die Auswerteeinrichtung 40 der ersten Referenzcharakteristik 100 zugeordnet eine erste Zeitinformation, die im Wesentlichen dem Erfassungszeitpunkt des ersten Sensorsignals entspricht, mit ab. Die erste Referenzcharakteristik 100 bildet einen ersten Fingerabdruck des Hebeseils 20 aus, der individuell für das jeweilige Hebeseil 20 ist.
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Das erste Sensorsignal korreliert mit einem Streufluss D eines magnetischen Flusses in dem Hebeseil 20. Der Streufluss D des ersten Sensorsignals entspricht dabei einer Unterbrechung/Schwächung des magnetischen Flusses, beispielsweise durch einen oder mehrere Drahtbrüche B an der zugeordneten ersten Seilposition p1(I). Die erste Referenzcharakteristik 100 (vgl. FIG 4) weist beispielsweise einen gezackten ersten Verlauf des ersten Sensorsignals über der ersten Seilposition p1(I) auf. Je größer eine Amplitude des ersten Sensorsignal an einer zugeordneten ersten Seilposition p1(I) ist, desto stärker/heftiger ändert sich der Streufluss D an der jeweils zugeordneten ersten Seilposition p1(I). Weist also das erste Sensorsignal eine hohe Amplitude auf, so weist das Hebeseil 20 an der jeweils zugeordneten ersten Seilposition p1(I) einen oder mehrere Drahtbrüche B auf.
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Zusätzlich kann die Auswerteeinrichtung 40 auf Basis der ersten Referenzcharakteristik 100 die Schwellenwertcharakteristik mit zumindest dem ersten Schwellenwert ermitteln. Vorzugsweise ermittelt dabei die Auswerteeinrichtung 40 auf Basis der ersten Referenzcharakteristik 100 eine Hüllkurve um die erste Referenzcharakteristik 100. Auf Basis der Hüllkurve ermittelt die Auswerteeinrichtung 40 die Schwellenwertcharakteristik. Dabei können zumindest der erste Schwellenwert und vorzugsweise die vom ersten Schwellenwert weiter beabstandeten weiteren Schwellenwerte beispielsweise einen vordefinierten Mindestabstand jeweils zu der Hüllkurve der ersten Referenzcharakteristik 100 aufweisen.
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Die ersten bis fünften Verfahrensschritte 305 bis 325 bilden dabei einen Initialisierungsvorgang des Hebeseils 20 ab. Der Initialisierungsvorgang kann bei einer Montage des Hebeseils 20 in dem Hebesystem 10 durchgeführt werden.
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Nach dem Initialisierungsvorgang kann das Hebesystem 10 bestimmungsgemäß genutzt werden, um mittels des Hebeseils 20 Lasten anzuheben oder abzusenken. Dabei werden die im Folgenden beschriebenen Verfahrensschritte zyklisch regelmäßig während der Benutzung des Hebeseils 20 durchgeführt. Dabei ist von besonderem Vorteil, wenn beispielsweise zu einem Schichtwechsel, beispielsweise alle acht Stunden, die im Folgenden beschriebenen Verfahrensschritte durchgeführt werden. Selbstverständlich ist auch ein anderes Zeitintervall möglich. Die folgenden Verfahrensschritte werden selbständig vorzugsweise von dem Steuergerät 15 gestartet. Dabei muss zu Beginn der folgenden Verfahrensschritte das Hebeseil 20 nicht vollständig auf- oder abgewickelt sein, sondern kann sich auch in einer Zwischenposition an der Sensoreinrichtung 25 befinden.
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Dabei wird eine Seilstrecke 110 des Hebeseils 20 mit der Mindestgeschwindigkeit an der Sensoreinrichtung 25 vorbeigeführt. Die Seilstrecke 110 kann zwischen dem Startpunkt 95 und dem Ende 105 des Hebeseils 20 liegen. Die Seilstrecke 110 kann kürzer sein als die maximale Länge des Hebeseils 20 zwischen dem Startpunkt 95 und dem Ende 105 des Hebeseils 20.
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Auch kann sich die Seilstrecke 110 zwischen dem Startpunkt 95 und dem Ende 105 des Hebeseils 20 vollständig erstrecken, sodass eine maximal verfügbare Länge des Hebeseils 20 an der Sensoreinrichtung 25 vorbeigeführt wird.
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Analog zum dritten Verfahrensschritt 315 stellt im sechsten Verfahrensschritt 330 die erste Sensoreinheit 70 auf Grundlage der Wechselwirkung zwischen der ersten Sensoreinheit 70 und der vorbeigeführten Seilstrecke 110 des Hebeseils 20 ein zweites Sensorsignal bereit, das eine Wechselwirkung zwischen der Sensoreinrichtung 25 und dem an der Sensoreinrichtung 25 vorbeibewegten Hebeseil 20 charakterisiert. Die erste Sensoreinheit 70 stellt über die Datenschnittstelle 45 das zweite Sensorsignal der Auswerteeinrichtung 40 bereit.
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Das zweite Sensorsignal wird über die dritte Datenverbindung 60 an die Datenschnittstelle 45 und von der Datenschnittstelle 45 über die erste Datenverbindung 50 an die Auswerteeinrichtung 40 übertragen. Die Auswerteeinrichtung 40 erfasst das zweite Sensorsignal.
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Die Mindestgeschwindigkeit ist eine wichtige Voraussetzung, dass das zweite Sensorsignal plausible und brauchbare Werte für den Streufluss D über den gesamten Signalverlauf aufweist, und somit durch die Auswerteeinrichtung 40 weiterverarbeitbar ist.
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Das zweite Sensorsignal korreliert mit dem Streufluss D des magnetischen Flusses an der Seilstrecke 110 des Hebeseils 20. Der Streufluss D des zweiten Sensorsignals entspricht dabei einer lokalen Änderung des magnetischen Flusses, beispielsweise durch einen Drahtbruch B oder einen Mehrfachdrahtbruch B an jeweils einer zweiten Seilposition p2(I).
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In dem sechsten Verfahrensschritt 330 rollt ferner das Tachorad 80 in dem Abstand a versetzt zu der ersten Sensoreinheit 70 auf dem Hebeseil 20 ab, und der Geschwindigkeitssensor 90 stellt im Rahmen eines zweiten Tachosignals beispielsweise eine Information über die Geschwindigkeit des Hebeseils 20 über die dritte Datenverbindung 60 der Datenschnittstelle 45 und über die zweite Datenverbindung 55 der Auswerteeinrichtung 40 bereit. Die Auswerteeinrichtung 40 erfasst das zweite Tachosignal.
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In einem auf den sechsten Verfahrensschritt 330 folgenden siebten Verfahrensschritt 335 ermittelt die Auswerteeinrichtung 40 auf Grundlage des Abstands a und der Geschwindigkeitsinformation des zweiten Tachosignals die zweite Seilposition p2(I) innerhalb der Seilstrecke 110 zu dem jeweils erfassten zweiten Sensorsignal.
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In einem auf den siebten Verfahrensschritt 335 folgenden achten Verfahrensschritt 340 vergleicht die Auswerteeinrichtung 40 die Geschwindigkeitsinformation des zweiten Tachosignals mit der im Datenspeicher 35 abgelegten Mindestgeschwindigkeit. Wird die Mindestgeschwindigkeit unterschritten, so werden die weiteren Verfahrensschritte nicht fortgeführt, da der zu der zweiten Signalposition p2(I) erfasste Streufluss D als unbrauchbar für die weitere Auswertung zu werten ist. Ist die Mindestgeschwindigkeit überschritten, fährt die Auswerteeinrichtung 40 mit einem neunten Verfahrensschritt 345 fort.
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In dem neunten Verfahrensschritt 345 ermittelt die Auswerteeinrichtung 40 einen zweiten Signalverlauf 120 des zweiten Sensorsignals über die Seilstrecke 110 (vgl. FIG 5). Dabei wird insbesondere der zweite Signalverlauf 120 zu der jeweils ermittelten zweiten Seilposition p2(I) innerhalb der Seilstrecke 110 zugeordnet. Die zweite Seilposition p2(I) erstreckt sich beispielsweise zwischen einer Anfangspunkt der Erfassung des Streuflusses D mit der Mindestgeschwindigkeit bis hin zu einem Endpunkt der Erfassung des Streuflusses D mit der Mindestgeschwindigkeit. Der Anfangspunkt kann unterschiedlich zu dem Startpunkt 95 und/oder der Endpunkt kann unterschiedlich zum Ende 105 sein.
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Ferner kann die Auswerteeinrichtung 40 im neunten Verfahrensschritt 345 eine zweite Laufrichtung auf Basis des zweiten Tachosignals, mit der die Seilstrecke 110 an der Sensoreinrichtung 25 im sechsten Verfahrensschritt 330 vorbeigeführt wird, überprüfen. Entspricht die zweite Laufrichtung der ersten Laufrichtung der ersten Referenzcharakteristik 100, so fährt die Auswerteeinrichtung 40 mit dem ermittelten zweiten Signalverlauf 120 fort. Ist die zweite Laufrichtung entgegengesetzt zu der ersten Laufrichtung der ersten Referenzcharakteristik 100, so invertiert die Auswerteeinrichtung 40 den zweiten Signalverlauf 120 durch Invertierung der ermittelten zweiten Seilposition p2(I) mit Bezugnahme auf den Anfangspunkt und den Endpunkt beispielsweise durch Spiegelung an einem zwischen dem Anfangspunkt und dem Endpunkt, beispielsweise mittig liegenden, Umkehrpunkt und aktualisiert entsprechend den zweiten Signalverlauf 120 der Sensorsignale über die jeweils zugeordnete zweite Seilposition p2(I) innerhalb der Seilstrecke 110.
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In einem auf den neunten Verfahrensschritt 345 folgenden zehnten Verfahrensschritt 350 vergleicht die Auswerteeinrichtung 40 den zweiten Signalverlauf 120 der zweiten Sensorsignale über die Seilstrecke 110 mit der ersten Referenzcharakteristik 100 und ordnet den zweiten Signalverlauf 120 einem Referenzabschnitt 115 der ersten Referenzcharakteristik 100 zu, beispielsweise mittels einer Mustererkennung und/oder Fast Fourier Transformation und/oder eine Wavelet-Transformation, insbesondere einer Direct-Wavelet-Transformation (vgl. FIG 7).
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Beispielsweise kann die Auswerteeinrichtung 40 für die erste Referenzcharakteristik 100 und den zweiten Signalverlauf 120 jeweils ein Matrixprofil ermitteln. Das Matrixprofil kann dabei ein Vektor sein, der einen normierten euklidischen Abstand zwischen einer Teilsequenz der ersten Referenzcharakteristik 100 und dem zweiten Signalverlauf 120 abbildet. Dabei kann beispielsweise die erste Referenzcharakteristik 100 eine zeit- und ortsbezogene Serie (x1) abbilden, wobei der zweite Signalverlauf 120 einen nächsten Nachbarn einer Serie (x2) darstellt. Die Auswerteeinrichtung 40 kann beispielsweise sowohl die erste Referenzcharakteristik 100 als auch den zweiten Signalverlauf 120 in Teilsequenzen zergliedern und als charakteristische Muster für die zeit- oder ortsbezogene Serie auswählen. Insbesondere ist dabei von Vorteil, wenn die Auswerteeinrichtung 40 für die erste Referenzcharakteristik 100 und/oder den zweiten Signalverlauf Intervalle auswählt, in denen die erste Referenzcharakteristik 100 in ihrem Verlauf Ausschläge in ihrer Amplitude und/oder Signalformteilverläufe aufweist, die auf einen oder mehrere Drahtbrüche B schließen lassen.
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Mittels der Matrixprofile kann die Auswerteeinrichtung 40 innerhalb einer ausgewählten Teilsequenz der ersten Referenzcharakteristik 100 zu jeder Teilsequenz des zweiten Signalverlaufs 120 effizient jeweils einen Abstand ermitteln und den geringsten Abstand innerhalb der Matrix bestimmen.
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Durch die Matrixprofile kann beispielsweise die Auswerteeinrichtung 40 wiederkehrende Muster oder Motive zwischen der ersten Referenzcharakteristik 100 und dem zweiten Signalverlauf 120 bestimmen. Durch die wiederkehrenden Muster oder Motive kann beispielsweise die Auswerteeinrichtung 40 den zweiten Signalverlauf 120 einem Referenzabschnitt 115 der ersten Referenzcharakteristik 100 zuordnen.
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Alternativ zu der Anwendung von Matrixprofilen ist auch möglich, dass die Auswerteeinrichtung 40 vorzugsweise mittels einer Fast Fourier Transformation (kurz FFT) und/oder vorzugsweise einer eines Time-Warping-Algorithmus, insbesondere eines Dynamic-Time-Warping-Algorithmus, den zweiten Signalverlauf 120 einem Referenzabschnitt 115 der ersten Referenzcharakteristik 100 zuordnet. Der Time-Warping-Algorithmus, insbesondere der Dynamic-Time-Warping-Algorithmus, hat dabei den Vorteil, dass dabei eine Dehnung des Hebeseils 20 über den Lauf der Zeit und/oder eine Elastizität des Hebeseils 20 und/oder ein Schlupf des Tachorads 80 am Hebeseil 20 ausgeglichen und/oder mitberücksichtigt werden kann. Die Fast Fourier Transformation hat den Vorteil, dass damit eine recht genau Amplituden-Charakteristik verfügbar wird, welche auch ohne Vorliegen von Drahtbrüchen örtliche Zuordnungen zwischen der ersten Referenzcharakteristik 100 und dem zweiten Signalverlauf 120 fördern kann.
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Der dynamische Time-Warping-Algorithmus und/oder die Fast Fourier Transformation stellt somit eine verbesserte Übereinstimmung zwischen dem zweiten Signalverlauf 120 und der ersten Referenzcharakteristik 100 im Rahmen der Mustererkennung zur Verfügung.
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Durch die Zuordnung des zweiten Signalverlaufs 120 zu dem Referenzabschnitt 115 der ersten Referenzcharakteristik 100 kann die Auswerteeinrichtung 40 die zweite Seilposition p2(I) des zweiten Sensorsignals auf Basis der ersten Referenzcharakteristik 100 zuverlässig der jeweiligen ersten Seilposition p1(I) der ersten Referenzcharakteristik 100 zuordnen.
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In einem elften Verfahrensschritt 355 bestimmt die Auswerteeinrichtung 40 ferner wenigstens einen Übereinstimmungsbereich 116 des zweiten Signalverlaufs 120 innerhalb des Referenzabschnitts 115 der ersten Referenzcharakteristik 100, in dem der zweite Signalverlauf 120 mit der ersten Referenzcharakteristik 100 im Wesentlichen übereinstimmt (vgl. FIG 4).
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Die Auswerteeinrichtung 40 bestimmt ferner beispielsweise einen Abweichungsbereich 117, in dem der zweite Signalverlauf 120 von dem Referenzabschnitt 115 der ersten Referenzcharakteristik 100 abweicht (vgl. FIG 4). Dabei liegt der Abweichungsbereich 117 in FIG beispielsweise zwischen zwei Übereinstimmungsbereichen 116. Im Abweichungsbereich 117 liegt eine Änderung des zweiten Signalverlaufs 120 über die Zeit gegenüber dem Referenzabschnitt 115 der ersten Referenzcharakteristik 100 im Wesentlichen an der gleichen ersten Seilposition p1(I) vor. Die Änderung ist dabei größer als ein vordefinierter Abweichungsschwellenwert. Diese Änderung resultiert aus einem oder mehreren neu aufgetretenen Drahtbrüchen B an der ersten Seilposition p1(I). Bei einer nur geringen Nutzung des Hebeseils 20 seit Ermittlung der ersten Referenzcharakteristik 100, kann der Fall eintreten, dass im Wesentlichen eine Identität zwischen dem zweiten Signalverlauf 120 und dem Referenzabschnitt 115 vorliegt und die Auswerteeinrichtung 40 keinen Abweichungsbereich 117 ermittelt.
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Von besonderem Vorteil ist dabei, wenn die Auswerteeinrichtung 40 den Abweichungsbereich 117 und/oder die Abweichungsbereiche 117, in denen der zweite Signalverlauf 120 von der ersten Referenzcharakteristik 100 abweicht, in jeweils einen einzelnen Auswertebereich 118, 119 zergliedert (vgl. FIG 5). Die Zergliederung kann beispielsweise auf Grundlage eines Verlaufs, beispielsweise im Bereich eines Peaks, beispielsweise vor und nach einem Peak, erfolgen. Durch die Zergliederung kann die Auswerteeinrichtung 40 die erste Seilposition p1(I) des jeweiligen Auswertebereichs 118, 119 definiert bestimmen.
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In einem zwölften Verfahrensschritt 360 vergleicht die Auswerteeinrichtung 40 den wenigstens einen Auswertebereich 118, 119 mit dem Mustersatz von Mustersignalverläufen. Dabei wird jeder der Auswertebereiche 118, 119 des zweiten Signalverlaufs 120 vorzugsweise mit einer Vielzahl von Mustersignalverläufen des Mustersatzes (vgl. FIGN 6A bis 6F), beispielsweise in seiner Form, verglichen und/oder ausgewertet.
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Die Auswerteeinrichtung 40 kann dabei beispielsweise ein Mustervergleichsverfahren anwenden. Ferner wählt beispielsweise die Auswerteeinrichtung 40 den Mustersignalverlauf des Mustersatzes aus, der die größte Übereinstimmung mit dem jeweiligen Auswertebereich 118, 119 des zweiten Signalverlaufs 120 aufweist. Für den jeweiligen Mustersignalverlauf ist wie bereits erläutert jeweils die Information über einen Drahtbruch B und gegebenenfalls eine Drahtbruchanzahl B und/oder die Seildefekt-Klasse im Datenspeicher 35 zugeordnet abgelegt.
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In der Ausführungsform erkennt die Auswerteeinrichtung 40 beispielsweise, dass ein erster Auswertebereich 118 mit dem in FIG 6D gezeigten Mustersignalverlauf und ein zweiter Auswertebereich 119, der versetzt in FIG 5 zu dem ersten Auswertebereich 118 angeordnet ist, mit dem in FIG 6F gezeigten Mustersignalverlauf im Wesentlichen übereinstimmt.
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Zusätzlich kann die Auswerteeinrichtung 40 auf Basis der Übereinstimmung des Auswertebereichs 118, 119 mit einem der Mustersignalverläufe den entsprechenden zugeordneten Drahtbruch B erkennen und über die Zuordnung des zweiten Signalverlaufs 120 zu der ersten Referenzcharakteristik 100 die jeweils zu dem Drahtbruch B oder den Mehrfachdrahtbrüchen B zugeordnete erste Seilposition p1(I) auf Basis der ersten Referenzcharakteristik 100 bestimmen sowie die jeweilige erste Seilposition p1(I) zu dem ermittelten Drahtbruch B in dem Datenspeicher 35 ablegen.
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Zusätzlich kann die Auswerteeinrichtung 40 eine Abweichung b zwischen dem zweiten Signalverlauf 120 und der ersten Referenzcharakteristik 100 an der ersten Seilposition p1(I) bestimmen.
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Die Auswerteeinrichtung 40 kann die Abweichung b mit der Schwellenwertcharakteristik vergleichen, wobei bei Überschreiten wenigstens eines der Schwellenwerte der Schwellenwertcharakteristik die Auswerteeinrichtung 40 wenigstens die Information über den Drahtbruch B verifiziert.
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In einem dreizehnten Verfahrensschritt 365 kann die Auswerteeinrichtung 40 auf Basis einer vordefinierten Bezugslänge, die im Datenspeicher 35 abgespeichert ist, jeweils eine Anzahl von Drahtbrüchen B pro Bezugslänge, vorzugsweise über die gesamte aktualisierte zweite Referenzcharakteristik 125 hinweg, ermitteln. Die Bezugslänge kann beispielsweise dem sechsfachen Außendurchmesser oder beispielsweise dem dreißigfachen Außendurchmesser des Hebeseils 20 entsprechen. Dazu summiert beispielsweise die Auswerteeinrichtung 40 die innerhalb der vordefinierten Bezugslänge ermittelten Drahtbrüche B auf.
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In FIG 8 sind beispielsweise die ermittelten Drahtbrüche B pro Bezugslänge über der jeweils zugeordneten ersten Seilposition p1(I) aufgetragen.
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In einem vierzehnten Verfahrensschritt 370, der dem dreizehnten Verfahrensschritt 365 folgt, vergleicht die Auswerteeinrichtung 40 die ermittelte Anzahl von Drahtbrüchen B pro Bezugslänge mit einem vordefinierten Maximalschwellenwert M, der im Datenspeicher 35 abgelegt ist. Der vordefinierte Maximalschwellenwert M entspricht dabei dem Wert, bei dem das Hebeseil 20 ablegereif ist, um den für das Hebeseil 20 zugelassenen Belastungen ausgesetzt zu werden. Der Maximalschwellenwert M ist in FIG 8 mittels einer strichlierten Linie dargestellt.
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In einem fünfzehnten Verfahrensschritt 375 stellt dabei die Auswerteeinrichtung 40 bei Überschreiten des vordefinierten Maximalschwellenwerts M durch die ermittelte Anzahl von Drahtbrüchen B pro Bezugslänge eine Information über eine Ablegereife des Hebeseils 20 an der Datenschnittstelle 45 bereit.
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Zusätzlich kann im dreizehnten Verfahrensschritt 365 die Auswerteeinrichtung 40 ein Maximum MAX der ermittelten Anzahl von Drahtbrüchen B innerhalb der Bezugslänge ermitteln. Das Maximum MAX kann dabei kleiner als der Maximalschwellenwert M sein. Beispielsweise ermittelt die Auswerteeinrichtung 40 zusätzlich einen minimalen Abstand c, beispielsweise durch Differenzbildung, zwischen dem Maximum MAX der ermittelten Anzahl von Drahtbrüchen B pro Bezugslänge und dem vordefinierten Maximalschwellenwert M.
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Auf Basis des minimalen Abstands c stellt die Auswerteeinrichtung 40 eine Warninformation oder auf Grundlage des zeitlichen Abstands zwischen der Ermittlung des zweiten Signalverlaufs 120 und der ersten Referenzcharakteristik 100 eine Vorhersage über eine bevorstehende Ablegereife des Hebeseils 20 an der Datenschnittstelle 45 bereit.
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Von besonderem Vorteil ist, insbesondere bei Bestimmung und Zuordnung des zweiten Signalverlaufs 120 zu der ersten Referenzcharakteristik 100 und/oder bei Erkennung der Drahtbrüche B bei dem zweiten Vergleich, bei dem die Auswertebereiche 118, 119 des zweiten Signalverlaufs 120, die keine Übereinstimmung mit der ersten Referenzcharakteristik 100 aufweisen, mit dem Mustersatz verglichen werden, wenn die Auswerteeinrichtung 40 einen selbstlernenden Algorithmus aufweist und diesen durchgeführt.
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Insbesondere kann dabei die Auswerteeinrichtung 40 vorzugsweise einen One-Class Support Vector Machine Algorithmus und/oder einen Isolation Forest Algorithmus und/oder einen Histogram-based Outlier Score Algorithmus anwenden, um mit zunehmender Anzahl von Abweichungen im zweiten Signalverlauf 120 zu der ersten Referenzcharakteristik 100 zuverlässig Drahtbrüche B und/oder Mehrfachdrahtbrüche B zu erkennen.
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Ferner kann im Rahmen des Initialisierungsvorgangs (erster bis fünfter Verfahrensschritt 305 bis 325) der selbstlernende Algorithmus auch mit dem Mustersignalsatz trainiert werden und auf Basis des Trainings im zwölften Verfahrensschritt 360 den Auswertebereich 118, 119 jeweils auswerten.
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Ferner wird darauf hingewiesen, dass die Auswerteeinrichtung 40 beispielsweise im Rahmen des sechsten bis neunten Verfahrensschritts 330, 335, 340, 345 mehrere zweite Signalverläufe 120 zu einem zweiten Signalverlauf zusammenfassen kann.
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Ferner ist es möglich, auf Basis des zweiten Signalverlaufs 120 eine zweite Referenzcharakteristik 125 zu ermitteln und/oder die erste Referenzcharakteristik 100 zu aktualisieren. Die zweite Referenzcharakteristik 125 und/oder mehrere zweite Referenzcharakteristiken 125, die in zeitlichem Abstand nach der ersten Referenzcharakteristik 100 erzeugt werden, können gemeinsam in dem Datenspeicher 35 abgespeichert werden.
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Auch ist möglich, dass der Initialisierungsvorgang in regelmäßigen zeitlichen Abständen wiederholt wird, um statt der ersten Referenzcharakteristik 100 die zweite Referenzcharakteristik 125 zu erzeugen.
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Die zweite Referenzcharakteristik 125 ersetzt dann in dem sechsten bis fünfzehnten Verfahrensschritt 330 bis 375 die erste Referenzcharakteristik 100, wobei der sechste bis fünfzehnte Verfahrensschritt 330 bis 375 in zeitlichem Abstand, vorzugsweise von wenigstens 1 Stunde, insbesondere wenigstens 8 Stunden, zu der Ermittlung der zweiten Referenzcharakteristik 125 durchgeführt werden. Zusätzlich können bereits zu einer ersten Seilposition p1(I) erkannte Drahtbrüche B, als zusätzliche Drahtbruchinformation zu der ersten Seilposition p1(I) im Rahmen der zweiten Referenzcharakteristik 125 mit in dem Datenspeicher 35 abgespeichert werden.
Bezugszeichenliste
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- 10
- Hebesystem
- 15
- Steuergerät
- 20
- Hebeseil
- 25
- Sensoreinrichtung
- 30
- Hebeeinrichtung
- 31
- Trageinrichtung
- 33
- Kranbrücke
- 35
- Datenspeicher
- 40
- Auswerteeinrichtung
- 45
- Datenschnittstelle
- 50
- erste Datenverbindung
- 55
- zweite Datenverbindung
- 60
- dritte Datenverbindung
- 65
- Führungsrollenanordnung
- 70
- erste Sensoreinheit
- 75
- zweite Sensoreinheit
- 80
- Tachorad
- 85
- Anlagepunkt
- 90
- Geschwindigkeitssensor
- 95
- Startpunkt
- 100
- erste Referenzcharakteristik
- 105
- Ende
- 110
- Seilstrecke
- 115
- Referenzabschnitt der ersten Referenzcharakteristik
- 116
- Übereinstimmungsbereich
- 117
- Abweichungsbereich
- 118
- erster Auswertebereich
- 119
- zweiter Auswertebereich
- 120
- zweiter Signalverlauf
- 125
- zweite Referenzcharakteristik
- 305
- erster Verfahrensschritt
- 310
- zweiter Verfahrensschritt
- 315
- dritter Verfahrensschritt
- 320
- vierter Verfahrensschritt
- 325
- fünfter Verfahrensschritt
- 330
- sechster Verfahrensschritt
- 335
- siebter Verfahrensschritt
- 340
- achter Verfahrensschritt
- 345
- neunter Verfahrensschritt
- 350
- zehnter Verfahrensschritt
- 355
- elfter Verfahrensschritt
- 360
- zwölfter Verfahrensschritt
- 365
- dreizehnter Verfahrensschritt
- 370
- vierzehnter Verfahrensschritt
- 375
- fünfzehnter Verfahrensschritt
- a
- Abstand
- b
- Abweichung
- B
- Drahtbruch
- c
- minimaler Abstand zwischen dem Maximum und dem Maximalschwellenwert
- M
- Maximalschwellenwert
- MAX
- Maximum der Anzahl von Drahtbrüchen innerhalb einer Bezugslänge
- p1(I)
- erste Seilposition (referenziert auf den Startpunkt oder den Endpunkt)
- p2(I)
- zweite Seilposition