Einrichtung zum Verschliessen einer Raumöffnung
TECHNISCHES GEBIET
Die Erfindung betrif ft eine Einrichtung zum Verschliessen einer Raumö ffnung gemäs s dem Oberbegrif f von Patentanspruch 1 .
STAND DER TECHNIK
Einrichtungen zum Verschl ies sen einer Raumöffnung mit einem oder mehreren verschiebbaren Flügelelementen sind aus dem Stand der Techni k in verschiedensten Varianten bekannt .
So of fenbaren z . B . die Dokumente EP 1 936 295 Al und CN 1676854 A Einrichtungen zum Verschl iessen einer Raumö ffnung mit einem horizontal verschiebbaren Fensterflügel und einem feststehenden Fensterelement , wobei der Rahmen für das feststehende Fensterelement von dem Aussenrahmen gebildet wird, in welchem der Fensterflügel verschiebbar ist . Diese Bauwei se begünstigt zwar eine gute Abdichtbarkeit zwischen dem verschiebbaren Fensterflügel und dem Aus senrahmen, erlaubt j edoch keine wahlwei se Bereitstellung von Varianten mit mehreren aneinander angrenzenden verschiebbaren Fensterflügeln . Zudem ist sie architektonisch suboptimal , weil der verschiebbare Fensterflügel und das feststehende Fensterelement konstruktionsbedingt ein unterschiedliches Aussehen aufweisen . Auch ergibt s ich der Nachteil , dass für die Herstellung der Schiebef lügel und der feststehenden Fensterelemente verschiedener Pro fi ltypen bereitgestell t werden müssen, was zu einem relativ hohen Aufwand bei der Lagerhaltung und/oder der Produktion führt .
Aus EP 0 026 404 Al , EP 3 825 504 Al , CN 2646354 Y, DE 2 157 832 Al , DE 24 27 287 Al und DE 2 206 160 Al sind Einrichtungen zum Verschliessen einer Raumöffnung mit nebeneinander angeordneten Fensterflügeln mit
eigenen Umfassungsrahmen bekannt, welche in einem gemeinsamen Aussenrahmen horizontal verschiebbar sind. Durch diese Bauweise lassen sich die zuvor erwähnten Nachteile vermeiden. Es ergibt sich jedoch das Problem, dass eine gute Abdichtung gegen ein Eindringen von Wind, Geräuschen und Wasser ungleich schwieriger wird oder aber andere Nachteile in Kauf genommen werden müssen. So weist z.B. bei den Einrichtungen gemäss EP 0 026 404 Al, DE 2 157 832 Al, DE 24 27 287 Al und DE 2 206 160 Al der Aussenrahmen eine Mittelsprosse auf, gegen welche die beiden Fensterflügel im geschlossenen Zustand abgedichtet werden. Diese ist bei der zweif lügligen Ausführung bei geöffneten Zwischenstellungen der Fensterflügel in den Fenstern sichtbar und verhindert zudem die Realisierung von drei- oder mehrflügeligen Varianten, weil bei diesen die Mittelsprossen im vollständig geöffneten Zustand in der geöffneten Fensteröffnung stehen würden. Bei der aus CN 2646354 Y bekannten Einrichtung weist der Aussenrahmen keine Mittelsprosse auf, es wird aber lediglich der Spalt zwischen dem jeweiligen Schiebeflügel und dem Aussenrahmen abgedichtet, nicht jedoch der Spalt zwischen den beiden Schiebeflügeln.
Auch bei der aus EP 3 825 504 Al bekannten Einrichtung mit einem festen Fensterflügel und zwei aneinander angrenzenden Schiebefensterflügeln weist der Aussenrahmen keine Mittelsprosse auf. Der äussere Schiebefensterflügel ist in einer einzigen Ebene sowohl gegenüber dem Aussenrahmen als auch gegenüber dem angrenzenden Schiebefensterflügel abgedichtet, und zwar oben, unten und an seiner aussenliegende vertikalen Seite gegenüber dem Aussenrahmen und an seiner innenliegenden vertikalen Seite gegenüber dem angrenzenden mittleren Schiebefensterflügel. Der mittlere Schiebefensterflügel hingegen ist in einer ersten Ebene oben, unten und an seiner aussenliegende vertikalen Seite gegenüber dem Aussenrahmen und dem feststehenden Fensterflügel abgedichtet und in einer senkrecht dazu stehenden zweiten Ebene an der
Stirnfläche seiner innenliegenden vertikalen Seite oben und unten gegenüber vom Aussenrahmen bereitgestell ten Füllstücken abgedichtet, welche zur Bereitstellung von stirnseitigen Dichtflächen von oben und unten in die vom Aussenrahmen gebildete Öffnung hineinstehen. Abgesehen davon, dass die Abdichtung beim mittleren Schiebefensterflügel kompliziert und teilweise Undefiniert ist und in praxistauglicher Form kaum umsetzbar sein dürfte, ergibt sich bei dieser Bauweise der grosse Nachteil, dass der mittlere Schiebefensterflügel durch sein stirnseitiges Anschlägen an die Füllstücke nur in einer Richtung verschoben werden kann, mit dem Resultat, dass eine Teilöffnung nur im Bereich des äusseren Schiebefensterflügels realisiert werden kann, nicht jedoch im Bereich des mittleren Schiebefensterflügels.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Es stellt sich deshalb die Aufgabe, technische Lösungen zur Verfügung zu stellen, welche die zuvor erwähnten Nachteile des Standes der Technik nicht aufweisen bzw. diese zumindest teilweise vermeiden.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand von Patentanspruch 1 gelöst.
Dieser betrifft eine Einrichtung zum Verschliessen einer Raumöffnung, z.B. eine Fensteranlage an einem Gebäude. Die Einrichtung umfasst einen Aussenrahmen zur Anordnung in der Raumöffnung, welcher vertikale seitliche Rahmenteile und einen oberen horizontalen Rahmenteil und einen unteren horizontalen Rahmenteil aufweist. Weiter umfasst die Einrichtung ein erstes Flügelelement und ein zweites Flügelelement, welche Flügelelemente in den Aussenrahmen eingesetzt sind und jeweils einen eigenen Umfassungsrahmen aufweisen. Sie erstrecken sich in zueinander versetzten, parallelen Ebenen im Aussenrahmen.
Dabei ist zumindest das erste Flügelelement als Schiebeflügel ausgebildet, welcher im Aussenrahmen
zwi schen einer geöf fneten Pos ition und einer geschlossenen Position verschiebbar ist .
Der Aussenrahmen weist einen umlaufenden, sich radial nach innen erstreckenden Dichtungssteg auf , welcher mit einer ersten seiner beiden Seitenflächen eine dem Umfassungsrahmen des ersten Flügelelements zugewandte und s ich parallel zur Erstreckungsebene des ersten Flügelelements erstreckende erste Dicht fläche bildet .
Die Umfas sungsrahmen der Flügelelemente weisen in der geschlos senen Position aneinander angrenzende verti kale Rahmenteile auf , welche sich zwischen dem oberen hori zontalen Rahmenteil des Aussenrahmens und dem unteren hori zontalen Rahmenteil des Aussenrahmens erstrecken .
Beim zweiten Flügelelement ist dieser an den Umfas sungsrahmen des ersten Flügelelements angrenzende verti kale Rahmenteil derartig ausgebildet, das s er eine erste Ergänzungsdicht fläche bildet , welche s ich in der Ebene der ersten Dichtfläche zwischen dem Dichtungs steg im oberen hori zontalen Rahmentei l des Aussenrahmens und dem Dichtungssteg im unteren hori zontalen Rahmenteil des Aus senrahmens erstreckt .
Der Umfassungsrahmen des ersten Flügelelements weist an seiner Aus senseite, welche in der geschlossenen Position der ersten Dichtfläche des Dichtungs stegs und der ersten Ergänzungsdicht fläche des angrenzenden bzw . gegenüberliegenden vertikalen Rahmentei ls des zweiten Flügelelements gegenüberliegt , eine umlaufende, sich parallel zur Erstreckungsebene der ersten Dicht fläche erstreckende erste Dichtung auf , zur abdichtenden Angrenzung an die erste Dichtfläche des Dichtungsstegs des Aussenrahmens und an die erste Ergänzungsdicht fläche des vertikalen Rahmenteils des zweiten Flügelelements .
Mit anderen Worten gesagt betri f ft die Erfindung eine Einrichtung zum Verschl iessen einer Raumöffnung, mit einem Aussenrahmen und mit darin angeordneten
ersten und zweiten Flügelelementen, welche jeweils einen Umfassungsrahmen aufweisen und sich in versetzten, parallelen Ebenen erstrecken. Das erste Flügelelement ist als Schiebeflügel ausgebildet. Der Aussenrahmen weist einen umlaufenden, sich radial nach innen erstreckenden Dichtungssteg auf, welcher eine erste, dem Umfassungsrahmen des ersten Flügelelements zugewandte und sich parallel zur Erstreckungsebene des ersten Flügelelements erstreckende Dichtfläche bildet. Die Umfassungsrahmen der Flügelelemente weisen aneinander angrenzende vertikale Rahmenteile auf, welche sich zwischen einem oberen horizontalen und einem unteren horizontalen Rahmenteil des Aussenrahmens erstrecken. Beim zweiten Flügelelement ist dieser Rahmenteil derartig ausgebildet, dass er eine erste Ergänzungsdichtf lache bildet, welche sich in der Ebene der ersten Dichtfläche zwischen dem Dichtungssteg im oberen und unteren Rahmenteil des Aussenrahmens erstreckt. Der Umfassungsrahmen des ersten Flügelelements weist an seiner Aussenseite eine umlaufende, sich parallel zur Erstreckungsebene der ersten Dichtfläche erstreckende erste Dichtung auf, zur abdichtenden Angrenzung an die erste Dichtfläche und an die erste Ergänzungsdichtfläche .
Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung wird es bei gattungsgemässen Einrichtungen zum Verschliessen von Raumöffnungen möglich, den Schiebeflügel sowohl gegenüber dem Aussenrahmen als auch gegenüber dem angrenzenden Flügelelement auf einfache Weise und dauerhaft zuverlässig abzudichten.
In einer ersten bevorzugten Aus führungs form der erfindungsgemässen Einrichtung bildet der umlaufende, sich radial nach innen erstreckende Dichtungssteg des Aussenrahmens mit einer zweiten seiner beiden Seitenflächen eine dem Umfassungsrahmen des zweiten Flügelelements zugewandte und sich parallel zur Erstreckungsebene des zweiten Flügelelements erstreckende zweite Dichtfläche.
Dabei ist der in der geschlossenen Position an den Umfassungsrahmen des zweiten Flügelelements angrenzende bzw. diesem gegenüberliegende vertikale Rahmenteil des ersten Flügelelements derartig ausgebildet, dass er eine zweite Ergänzungsdicht fläche bildet, welche sich in der Ebene der zweiten Dichtfläche zwischen dem Dichtungssteg im oberen horizontalen Rahmenteil des Aussenrahmens und dem Dichtungssteg im unteren horizontalen Rahmenteil des Aussenrahmens erstreckt.
Dabei weist der Umfassungsrahmen des zweiten Flügelelements an seiner Aussenseite, welche in der geschlossenen Position der ihm zugewandten zweiten Dichtfläche des Dichtungsstegs und der zweiten Ergänzungsdichtfläche des angrenzenden bzw. gegenüber liegenden vertikalen Rahmenteils des ersten Flügelelements gegenüberliegt, eine umlaufende, sich parallel zur Erstreckungsebene der zweiten Dichtfläche erstreckende zweite Dichtung auf, zur abdichtenden Angrenzung an die zweite Dichtfläche des Dichtungsstegs des Aussenrahmens und an die zweite Ergänzungsdicht fläche des vertikalen Rahmenteils des ersten Flügelelements.
Hierdurch wird es möglich, auch das anspruchsgemässe zweite Flügelelement in identischer Weise wie das anspruchsgemässe erste Flügelelement sowohl gegenüber dem Aussenrahmen als auch gegenüber dem angrenzenden Flügelelement abzudichten, was insbesondere dann von Vorteil ist, wenn das zweite Flügelelement ebenfalls als Schiebeflügel ausgebildet ist.
Mit Vorteil sind die in der geschlossenen Position aneinander angrenzenden bzw. sich gegenüber liegenden vertikalen Rahmenteile der Umfassungsrahmen der Flügelelemente derartig ausgebildet, dass sie sich in der geschlossenen Position gegenseitig hintergreifen, derart, dass ein Formschluss zwischen diesen Rahmenteilen in einer Richtung senkrecht zu den Erstreckungsebenen der beiden Flügelelemente vorliegt. Hierdurch können etwaige durch die Dichtungen erzeugte Kräfte in Richtung senk-
recht zu den Erstreckungsebenen der beiden Flügelelemente in den sich gegenseitig hintergreifenden vertikalen Rahmenteilen der Umfassungsrahmen der Flügelelemente aufgefangen werden, ohne dass hierdurch die Flügelelemente als solches oder deren Führungen belastet würden.
Bevorzugterweise erstrecken sich die anspruchsgemässe erste Ergänzungsdicht fläche und, falls vorhanden, die anspruchsgemässe zweite Ergänzungsdichtfläche im Wesentlichen unterbruchlos zwischen den vom Dichtungssteg im oberen horizontalen Rahmenteil des Aussenrahmens und den vom Dichtungssteg im unteren horizontalen Rahmenteil des Aussenrahmens gebildeten ersten bzw. zweiten Dicht flächen . Bei Schiebeflügeln ergibt sich durch die Verschiebbarkeit gegenüber dem Aussenrahmen zwingend ein geringfügiger Spalt zwischen dem die erste bzw. zweite Dichtfläche bereit stellenden Dichtungssteg und dem die erste bzw. zweite Ergänzungsdichtf läche bereits teilenden vertikalen Rahmenteil des jeweiligen Schiebeflügels. Bei feststehenden Flügelelementen ergibt sich für die Einsetzbarkeit des Flügelelementes in den Aussenrahmen bei der Montage ebenfalls ein solcher Spalt, welcher dann aber nach der Montage, z.B. mit Dichtungsmasse, aufgefüllt werden kann, so dass der Dichtungssteg und das vertikale Rahmenteil des feststehenden Flügelelements zusammen eine praktisch unterbruchlose Dichtfläche zur Verfügung stellen können.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung ist das zweite Flügelelement als Schiebeflügel ausgebildet, welcher im Aussenrahmen zwischen einer geöffneten Position und einer geschlossenen Position verschiebbar ist.
Bevorzugterweise ist ein Teil oder sind sämtliche der Dichtflächen und/oder Ergänzungsdicht flächen von Dichtf lächenprof ilen gebildet, welche am Dichtungssteg und/oder am jeweiligen vertikalen Rahmenteil des Umfassungsrahmens des jeweiligen Flügelelements angeordnet sind. Hierdurch wird es möglich, für die Dichtflächen
andere Materialien zu verwenden als für die Rahmenprofile, und es werden auch Varianten möglich, bei denen die Dicht flächen problemlos erneuert werden können .
In noch einer weiteren bevorzugten Aus führungsform der erfindungsgemässen Einrichtung i st die erste Dichtung bzw . deren Dicht funktion aktivierbar und deaktivierbar . Zumindest bei in der geschlos senen Position angeordneten Flügelelementen ist s ie aktivierbar, zur abdichtenden Angrenzung an die erste Dichtfläche des Dichtungsstegs des Aussenrahmens und an die erste Ergänzungsdicht fläche des vertikalen Rahmentei ls des zweiten Flügelelement . Zum Verschieben des ersten Flügelelements im Aussenrahmen ist sie deaktivierbar , derart , das s sie beim Verschieben des ersten Flügelelements nicht an der ersten Dichtfläche des Dichtungsstegs des Aus senrahmens oder an der ersten Ergänzungsdicht fläche des vertikalen Rahmenteils des zweiten Flügelelements strei ft .
Dabei ist es bei gemäss der ersten eingangs erwähnten bevorzugten Aus führungs form ausgestalteten erf indungsgemässen Einrichtungen weiter bevorzugt, dass die zweite Dichtung bzw . deren Dicht funktion ebenfalls aktivierbar und deaktivierbar . Bei in der geschlossenen Pos ition angeordneten Flügelelementen ist s ie aktivierbar , zur abdichtenden Angrenzung an die zweite Dichtfläche des Dichtungs stegs des Aussenrahmens und an die zweite Ergänzungsdicht fläche des vertikalen Rahmentei ls des ersten Flügelelements . Zum Verschieben des zweiten Flügelelements im Aussenrahmen ist sie deaktivierbar, derart, dass sie beim Verschieben des zweiten Flügelelements nicht an der zweiten Dichtfläche des Dichtungsstegs des Aussenrahmens oder an der zweiten Ergänzungsdichtfläche des vertikalen Rahmenteils des ersten Flügelelements strei ft .
Das Aktivieren und Deaktivieren der ersten bzw . zweiten Dichtung kann auf verschiedene Weisen erfolgen . So ist es z . B . vorgesehen, das s die Dichtung aus einem elastischen Material gebildet ist und auf einem
Träger angeordnet ist, mittels welchem die Dichtung beim Aktivieren mechanisch gegen die j eweiligen Dichtflächen gepresst wird und beim Deaktivieren von den Dichtf lächen abgehoben wird .
Bevorzugterweise sind die erste Dichtung und/oder die zweite Dichtung als hohles Pro fi l oder Schlauch ausgebildet, dessen Hohlraum zum Aktivieren mit einem Fluid oder Gas unter Druck beauf schlagt werden kann, zur Vergrös serung seines Gesamtvolumens . Dies kann z . B . durch elastisches Ausdehnen oder durch Aus falten unter der Druckbeauf schlagung erfolgen . Hierdurch kann auf relativ einfache und ef fektive Weise eine aktivier- und deaktivierbare Dichtung realisiert werden, welche im Fal le einer Aus faltbarkeit auch relativ grosse Spaltbreiten überbrücken kann .
Dabei ist es von Vortei l , wenn die Einrichtung derartig ausgestaltet ist , dass das erste Flügelelement oder, sofern beide verschiebbar sind, das erste und das zweite Flügelelement beim Verschieben von der geöf fneten Position in die geschlos sene Pos ition mit einem am j ewei ligen Umfassungsrahmen angeordneten Ankopplungsorgan einer Zuführungsleitung zur Zuführung von einem Fluid oder Gas unter Druck zur j eweiligen Dichtung an ein zugeordnetes , am Aussenrahmen angeordnetes Ankopplungsorgan einer Bereitstellungsleitung zur Bereitstellung von einem Fluid oder Gas unter Druck angekoppelt wird, zur Aktivierung der j eweiligen Dichtung in der geschlossenen Position des j eweiligen Flügelelements .
Bevorzugterweise erfolgt dieses Ankoppeln durch Einfahren eines steckerartigen Ankopplungsorgans in ein zugeordnetes buchsenartigen Ankopplungsorgan in Verschieberichtung des j ewei ligen Flügelelements .
Auf diese Weise lässt s ich auf einfache Wei se ein automatisches Aktivieren der Dichtungen bei geschlossenen Flügelelementen realisieren .
In einer weiteren bevorzugten Aus führungs form der erfindungsgemässen Einrichtung mit aktivier- und de-
aktivierbaren ersten bzw. ersten und zweiten Dichtungen ist die Einrichtung derartig ausgebildet, dass das jeweilige Flügelelement bei in der geschlossenen Position angeordneten Flügelelementen durch das Aktivieren der jeweiligen Dichtung im Aussenrahmen eingespannt wird. Hierdurch kann eine besonders gute Dichtwirkung erreicht werden und das Flügelelement kann gleichzeitig kraftschlüssig gegen ein Verschieben gesichert werden.
Dabei ist es weiter bevorzugt, dass die Einrichtung ein oder mehrere Gegenhalteorgane umfasst und derartig ausgebildet ist, dass das jeweilige Flügelelement in der geschlossenen Position bei aktivierter Dichtung zwischen der Dichtung und einem oder mehreren Gegenhalteorgane eingespannt ist. Gegenhalteorgane sind dabei separat von den Schiebeführungen ausgebildete Anschlagelemente, z.B. in Form von hierfür vorgesehen Rahmenprofilkonturen oder separaten am Rahmenprofil und/oder am Umfassungsrahmen des jeweiligen Flügelelements angeordneten Profilelementen.
Weiter ist es dabei bevorzugt, dass die Einrichtung und die Gegenhalteorgane derartig ausgebildet sind, dass die Gegenhalteorgane jeweils bei nicht aktivierter Dichtung beim Verschieben des jeweiligen Flügelelements nicht am Flügelelement oder an einer benachbarten Komponente der Einrichtung streifen, welche sich dabei relativ zu den Gegenhalteorganen bewegt.
Mit Vorteil sind die Gegenhalteorgane als Dichtungselemente ausgebildet, welche bei zwischen der jeweiligen anspruchsgemässen ersten oder zweiten Dichtung und den Gegenhalteorganen eingespanntem Flügelelement eine zusätzliche Abdichtung zwischen dem Umfassungsrahmen des jeweiligen Flügelelements und dem Aussenrahmen bilden .
Dabei ist es bevorzugt, dass die Gegenhalteorgane von Dichtprofilen gebildet sind, welche eine gegenüber den Dichtungselementen um ein Vielfaches höhere Federkonstante in Anpressrichtung aufweisen. Hierdurch
kann trotz Dichtwirkung eine definierte Position des jeweiligen Flügelelements im eingespannten Zustand sichergestellt werden.
Bei den beiden zuvor erwähnten bevorzugten Aus führungs formen ist es von Vorteil, wenn die Gegenhalteorgane als hohles Profil oder Schlauch ausgebildet sind, dessen Hohlraum zum Aktivieren der Gegenhaltefunktion mit einem Fluid oder Gas unter Druck beaufschlagt werden kann, zur Vergrösserung seines Gesamtvolumens. Dies kann z.B. durch elastisches Ausdehnen oder durch Ausfalten unter der Druckbeaufschlagung erfolgen. Hierdurch kann auf relativ einfache und effektive Weise ein aktivier- und deaktivierbares Gegenhalteorgan realisiert werden, welches im Falle einer Ausfaltbarkeit unter Druckbeaufschlagung auch relativ grosse Spaltbreiten überbrücken kann.
Mit Vorteil ist die Einrichtung bei diesen Aus führungs formen derartig ausgestaltet, dass das oder die Gegenhalteorgane bei Aktivierung der jeweiligen Dichtung des jeweiligen Flügelelements automatisch ebenfalls aktiviert werden, z.B. durch Zuführen von einem Fluid oder Gas unter Druck von einer Fluid- oder Gasquelle, mit welcher auch die anspruchsgemässe erste bzw. zweite Dichtung des jeweiligen Flügelelements aktiviert wird.
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Einrichtung mit aktivier- und deaktivierbaren anspruchsgemässen ersten bzw. zweiten Dichtungen ist die Einrichtung derartig ausgebildet, dass das jeweilige Flügelelement beim Aktivieren der ersten bzw. zweiten Dichtung durch diese Dichtung in einer Richtung senkrecht zu seiner flächigen Erstreckung verschoben und dadurch eingespannt wird, und beim Deaktivieren der Dichtung wieder in seine Ausgangslage zurückkehrt. Hierdurch kann bei Aus führungs formen mit passiven Gegenhalteorganen erreicht werden, dass das jeweilige Flügelelement verschoben werden kann, ohne dass die erste bzw. zweite Dichtung oder das Gegenhalteorgan irgendwo streift, und
dass dieses im geschlossenen Zustand durch Aktivieren der ersten bzw. zweiten Dichtung zwischen dieser Dichtung und dem Gegenhalteorgan eingespannt wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Einrichtung zum Verschliessen einer Raumöffnung in der Vorderansicht;
Fig. la einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1 bei einer ersten Ausführungsvariante mit innenliegendem Schiebeflügel mit einer ersten Dichtungsvari- ante;
Fig. 1b einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 1 bei der ersten Ausführungsvariante mit innenliegendem Schiebeflügel mit der ersten Dichtungsvariante ; die Figuren 2a und 2b Darstellungen wie die Figuren la und 1b mit einer zweiten Dichtungsvariante; die Figuren 3a und 3b Darstellungen wie die Figuren la und 1b mit einer dritten Dichtungsvariante; die Figuren 4a und 4b zeigen Schnitte entlang der Linien A-A und B-B in Fig. 1 bei einer zweiten Ausführungsvariante der Fensteranordnung mit einem aussenliegenden Schiebeflügel; die Figuren 5a und 5b Darstellungen wie die Figuren la und 1b bei einer dritten Ausf ührungsvariante mit zwei Schiebeflügeln;
Fig. 6 eine Ansicht wie Fig. 1 einer vierten Aus führungsvariante mit zwei feststehenden Flügelelementen und einem mittig angeordneten innenliegenden Schiebe f lügel ;
Fig. 6a einen Schnitt entlang der Linie C-C in Fig. 6;
Fig. 6b einen Schnitt entlang der Linie D-D in
Fig. 6;
Fig . 7 eine Darstellung wie Fig . la einer drei- schienigen fünften Ausf ührungsvariante mit drei Schiebeflügeln; die Figuren 8 a und 8b das Detail X aus Fig . 1b , einmal mit aktivierter und einmal mit deaktivierter Dichtung . die Figuren 9a und 9b das Detail Y aus Fig . 2b einmal mit aktivierter und einmal mit deaktivierter Dichtung; die Figuren 10a und 10b Darstellungen wie die Figuren 8a und 8b für eine bevorzugte Ausführungsform mit nicht-aktivierbaren Dichtungen; und die Figuren 11a und 11b Darstellungen wie die Figuren 9a und 9b für eine bevorzugte Ausführungsform mit nicht-aktivierbaren Dichtungen .
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Fig . 1 zeigt die Vorderansicht einer erfindungsgemässen Einrichtung zum Verschl iessen einer Raumöffnung in Form einer zweif lügeligen Fensteranordnung . Wie in Zusammenschau mit den Figuren la und 1b zu erkennen ist , welche Schnitte entlang der Linie A-A in Fig . 1 und entlang der Linie B-B in Fig . 1 bei einer ersten Ausführungsvariante der Fensteranordnung mit einem innenliegendem Schiebef lügel 2 ( anspruchsgemäs ses erstes Flügelelement ) und einem aussenliegendem feststehenden Fensterflügel 3 ( anspruchsgemäs ses zweites Flügelelement ) zeigen, weist die Fensteranordnung einen Aussenrahmen 1 auf , zur Anordnung in der zu verschlies senden Raumö ffnung . Dieser Aussenrahmen 1 umfasst einen oberen horizontalen Rahmenteil 10 und einen unteren horizontalen Rahmenteil 11 sowie zwei seitliche verti kale Rahmenteile 20 . Sowohl der Schiebe flügel 2 als auch der feststehende Fensterflügel 3 weisen j eweils einen eigenen Umfas sungsrahmen 4 , 5 auf , mit welchem sie im Aussenrahmen 1 angeordnet sind, derartig, dass sie sich in zueinander versetzten, parallelen Ebenen erstrecken .
Der Schiebeflügel 2 kann im Aussenrahmen 1 zwischen einer vollständig geöffneten Position und der dargestellten vollständig geschlossenen Position verschoben werden, und er kann in beliebigen teilgeöffneten Zwischenpositionen angeordnet werden.
Der Aussenrahmen 1 weist einen umlaufenden, sich radial nach innen erstreckenden Dichtungssteg 6 auf, welcher mit einer ersten seiner beiden Seitenflächen eine erste, dem Umfassungsrahmen 4 des Schiebeflügels 2 zugewandte und sich parallel zur Erstreckungsebene des Schiebeflügels 2 erstreckende erste Dichtfläche 7 bildet.
Die Umfassungsrahmen 4, 5 des Schiebeflügels 2 und des feststehenden Fensterflügels 3 weisen in der geschlossenen Position aneinander angrenzende vertikale Rahmenteile 8, 9 auf, welche sich zwischen dem oberen horizontalen Rahmenteil 10 des Aussenrahmens 1 und dem unteren horizontalen Rahmenteil 11 des Aussenrahmens 1. Erstrecken .
Beim feststehenden Fensterflügel 3 ist dieser angrenzende vertikale Rahmenteil 9 derartig ausgebildet, dass er eine erste Ergänzungsdicht fläche 12 bildet, welche sich in der Ebene der ersten Dichtfläche 7 zwischen dem Dichtungssteg 6 im oberen horizontalen Rahmenteil 10 des Aussenrahmens 1 und dem Dichtungssteg 6 im unteren horizontalen Rahmenteil 11 des Aussenrahmens 1 erstreckt.
Dabei bildet diese erste Ergänzungsdicht fläche 12 zusammen mit der vom Dichtungssteg 6 im oberen horizontalen Rahmenteil 10 des Aussenrahmens 1 und der vom Dichtungssteg 6 im unteren horizontalen Rahmenteil 11 des Aussenrahmens 1 gebildeten ersten Dichtfläche 7 eine im Wesentlich durchgehende gemeinsame Dicht fläche 7, 12.
Wie zu erkennen ist, weist der Umfassungsrahmen 4 des Schiebeflügels 2 an derjenigen seiner Aussenseiten, welche in der geschlossenen Position der ersten Dichtfläche 7 des Dichtungsstegs 6 und der ersten Ergänzungsdichtfläche 12 des vertikalen Rahmenteils 9 des feststehenden Fensterflügels 3 gegenüberliegt, eine umlaufen-
de, s ich parallel zur Erstreckungsebene der ersten Dichtfläche 7 erstreckende und mittels Druckluftbeaufschlagung aktivierbare erste Dichtung 13 auf , zur abdichtenden Angrenzung an die erste Dichtf läche 7 des Dichtungsstegs 6 des Aussenrahmens 1 und an die erste Ergänzungsdichtfläche 12 des vertikalen Rahmentei ls 9 des feststehenden Flügelelements 3 . In den Figuren la und 1b ist die Dichtung 13 im aktivierten Zustand dargestellt . Zum Verschieben des Schiebeflügels 2 im Aussenrahmen 1 kann sie deaktiviert werden, indem die Druckluftbeauf schlagung aufgehoben wird .
Die Figuren 8a und 8b zeigen das Detail X aus Fig . 1b einmal mit aktivierter Dichtung 13 und einmal mit mit deaktivierter Dichtung 13 . Wie zu erkennen i st , ist die Dichtungsseite der Dichtung 13 im deaktivierten Zustand in die Dichtung zurückge zogen und wird beim Aktivieren der Dichtung 13 durch Beaufschlagung deren Innenraumes mit Druckluft ausgefaltet und an die Dichtfläche 7 des Dichtungssteges 6 und die Ergänzungsdicht fläche 12 des vertikalen Rahmenteil s 9 des feststehenden Fensterflügels 3 angepres st .
In dem Bereich, in welchem die Dichtung 13 an die erste Dichtfläche 7 des Dichtungsstegs 6 angepresst wird, stellt das Pro fil 10 , 11 , 20 des Aussenrahmens 1 auf der gegenüberl iegenden Seite einen Prof ilvorsprung 18 mit einem daran angeordneten Anschlagdichtungsprofi l 19 ( anspruchsgemässes Gegenhalteorgan) bereit , welches als Dichtungselement ausgebildet i st und eine zusät zliche Abdichtung zwischen dem Umfassungsrahmen 4 des Schiebeflügels 2 und dem Aussenrahmen 1 bildet . Das Anschlagdichtungsprofil 19 l iegt j ederzeit am Umfassungsrahmen 4 des Schiebeflügels 2 an, so dass es beim Verschieben des Schiebflügels 2 daran strei ft .
Wie aus Fig . 1b zu erkennen ist, hintergrei fen sich in der geschlos senen Position die aneinander angrenzenden vertikalen Rahmenteile 8 , 9 der Umfassungsrahmen 4 , 5 des Schiebe flügels 2 und des feststehenden Fenster-
flügels 3 gegenseitig derart , dass ein Formschluss zwischen diesen Rahmenteilen 8 , 9 in einer Richtung senkrecht zu den Erstreckungsebenen der beiden Flügelelemente 2 , 3 vorliegt . Dabei trägt der Umfassungsrahmen 8 des Schiebeflügels 2 auf seiner dem Umfassungsrahmen 9 des feststehenden Fensterflügels 3 zugeordneten Seite eine Bürstendichtung 22 , welche gegen den Umfassungsrahmen 9 des feststehenden Fensterflügels 3 abdichtet .
Die Figuren 2a und 2b zeigen Darstellungen wie die Figuren la und 1b mit einer zweiten Dichtungsvariante .
Im Gegensatz zu der ersten Dichtungsvariante gemäs s den Figuren l a und 1b werden bei dieser Dichtungsvariante die erste Dicht fläche 7 und die erste Ergänzungsdichtfläche 12 nicht vom eigentl ichen Strukturprofil gebildet , sondern von Dichtf lächenpro f ilen 17 , welche am Dichtungssteg 6 und am vertikalen Rahmentei l 9 des Umfassungsrahmens 5 des feststehenden Fensterflügels 3 angeordnet sind .
Die Figuren 9a und 9b zeigen das Detail Y aus Fig . 2b einmal mit aktivierter Dichtung 13 und einmal mit deaktivierter Dichtung 13 . Wie zu erkennen ist, ist die Dichtungsseite der Dichtung 13 im deaktivierten Zustand in die Dichtung zurückgezogen und wird beim Aktivieren der Dichtung 13 durch Beaufschlagung deren Innenraumes mit Druckluft ausgefaltet und an die Dichtfläche 7 des Dicht flächenprofiles 17 des Dichtungs steges 6 und die Ergänzungsdicht fläche 12 des Dicht flächenpro files 17 des verti kalen Rahmentei ls 9 des feststehenden Fensterf lügels 3 angepresst .
Der übrige Aufbau ist identisch zu dem in den Figuren la und 1b dargestellten, weshalb auf eine erneute aus führliche Darlegung verzichtet werden kann und auch nur die abweichenden Elemente in den Figuren mit Bezugszif fern bezeichnet sind .
Die Figuren 3a und 3b zeigen Darstellungen wie die Figuren la und 1b mit einer dritten Dichtungsvariante .
Im Gegensatz zu der ersten Dichtungsvariante gemäs s den Figuren l a und 1b sind bei dieser Dichtungsvari- ante als Gegenhalteorgane an Stel le des am Profilvorsprung 18 des Aussenrahmens angeordneten Anschlagdichtungsprofils 19 ein Dichtf lächenprofi l 17 und ein am Umfas sungsrahmen 4 des Schiebeflügels angeordnetes aktivierbares Anschlagdichtungspro fil 21 vorhanden . Das Dicht flächenprofil 17 und das aktivierbare Anschlagdichtungsprofil 21 sind identisch ausgebildet wie das Dichtflächenprofil 17 und das aktivierbare Dichtungspro fil 13 auf der gegenüberl iegenden Seite des Umfassungsrahmens 4 des Schiebeflügels 2 , und das Anschlagdichtungsprof il 21 wird zusammen mit dem Dichtungsprofi l 13 durch Beaufschlagung mit Druckluft aktiviert . Im deaktivierten Zustand steht das Anschlagdichtungspro fi l 21 , wie schon das Dichtungsprofil 13 , nicht in Kontakt mit dem zugeordneten Dichtf lächenprofil 17 , so dass ein Streifen beim Verschieben des Schiebe flügels 2 verhindert wird . Der übrige Aufbau ist identisch zu dem in den Figuren la und 1b dargestellten, weshalb auf eine erneute aus führl iche Darlegung verzichtet werden kann und auch nur die abweichenden Elemente in den Figuren mit Be zugs zi ffern bezeichnet sind .
Die Figuren 4a und 4b zeigen Darstellungen wie die Figuren 2a und 2b bei einer zweiten Ausführungsvariante der Fensteranordnung mit einem aus senliegendem Schiebeflügel 2 und einem innenl iegenden feststehenden Fensterflügel 3 . Die Anordnung und Ausgestaltung der einzelnen Bauteile i st be zogen auf innen und aussen sinngemäss umgekehrt wie bei der ersten Aus führungsvari- ante gemäss den Figuren 2a und 2b, weshalb auf eine erneute ausführl iche Darlegung verzichtet werden kann . Gleiche Bezugs zif fern bezeichnen gleiche Bauteile wie in den Figuren 2a und 2b .
Die Figuren 5a und 5b zeigen Darstellungen wie die Figuren la und 1b bei einer dritten Aus führungsvariante , bei welcher beide Flügelelemente 2 , 2a als Schiebeflügel ausgebildet sind . Beide Flügelelemente 2 , 2a sind identisch ausgebildet wie der Schiebeflügel 2 in den Figuren la und 1b mit dem einzigen Unterschied, dass an die Stelle der Bürstendichtung 22 eine Ergänzungsdicht fläche 12 getreten i st , wie in Fig . l a am Umfassungsrahmen 9 des feststehenden Fensterf lügel s 3 gezeigt .
Wie insbesondere in Fig . 5b zu erkennen i st, bildet der umlaufende , s ich radial nach innen erstreckende Dichtungssteg 6 des Aussenrahmens 1 mit einer zweiten seiner beiden Seitenflächen eine dem Umfassungsrahmen 5 des zweiten Flügelelements 2a zugewandte und sich parallel zur Erstreckungsebene des zweiten Flügelelements 2a erstreckende zweite Dichtf läche 14 .
Dabei ist der in der geschlossenen Position an den Umfassungsrahmen 5 des zweiten Flügelelements 2a angrenzende vertikale Rahmenteil 8 des ersten Flügelelements 2 derartig ausgebildet , das s er eine zweite Ergänzungsdichtfläche 15 bi ldet, welche sich in der Ebene der zweiten Dicht fläche 14 zwischen dem Dichtungs steg 6 im oberen hori zontalen Rahmenteil 10 des Aussenrahmens 1 und dem Dichtungssteg 6 im unteren hori zontalen Rahmenteil 11 des Aussenrahmens 1 erstreckt .
Der Umfassungsrahmen 5 des zweiten Flügelelements 2a weist an seiner Aus senseite , welche in der geschlossenen Position der ihm zugewandten zweiten Dichtfläche 14 des Dichtungs stegs 6 und der zweiten Ergänzungsdichtfläche 15 des vertikalen Rahmentei ls 8 des ersten Flügelelements 2 gegenüberliegt , eine umlaufende , sich parallel zur Erstreckungsebene der zweiten Dichtf läche 14 erstreckende zweite Dichtung 16 auf , zur abdichtenden Angrenzung an die zweite Dichtfläche 14 des Dichtungsstegs 6 des Aussenrahmens 1 und an die zweite Ergänzungsdichtfläche 15 des vertikalen Rahmentei ls 8 des ersten Flügelelements 2 .
Der übrige Aufbau ist identisch zu dem in den Figuren la und 1b dargestellten, weshalb auf eine erneute ausführliche Darlegung verzichtet werden kann.
Fig. 6 zeigt eine Ansicht wie Fig. 1 einer vierten Ausführungsvariante mit zwei feststehenden Flügelelementen 3,3a und einem mittig angeordneten innenliegenden Schiebeflügel 2.
Wie in Zusammenschau mit den Figuren 6a und 6b zu erkennen ist, welche Schnitte entlang der Linien C- C und D-D in Fig. 6 zeigen, handelt es sich, wie schon bei den zuvor diskutierten Varianten, um eine zweischie- nige Ausführungsvariante. Diese unterscheidet sich abgesehen von dem zweiten feststehenden Flügelelement 3a lediglich dadurch von der Ausführungsvariante gemäss den Figuren 1, 2a und 2b, dass hier beide vertikale Rahmenteile 8, 8a des Umfassungsrahmens 4 des Schiebeflügels 2 im geschlossenen Zustand an ein vertikales Rahmenteil 9, 9a eines der Umfassungsrahmen 5, 5a der beiden feststehenden Flügelelemente 3, 3a angrenzen, und zwar in identischer Weise wie in Fig. 2a das vertikale Rahmenteil 8 des Schiebeflügels 2 an das vertikale Rahmenteil 9 des feststehenden Fensterflügels 3. Entsprechend kann auch hier für die Details auf die vorgängige Diskussion der Figuren 1, 2a und 2b verwiesen werden.
Fig. 7 zeigt einen Horizontalschnitt durch eine dreischienige fünfte Ausführungsvariante mit drei Flügelelementen, welche allesamt als Schiebeflügel 2, 2a, 2b ausgebildet sind. Wie zu erkennen ist, sind der äusserste Schiebeflügel 2a (links) und der innerste Schiebeflügel 2b (rechts) identisch ausgebildet wie bei der Ausführungsform gemäss den Figuren 5a und 5b. Der mittlere Schiebeflügel 2 hingegen ist vom Dichtungssystem her ausgebildet wie der Schiebeflügel 2 gemäss den Figuren 3a und 3b. Er stellt jedoch zusätzlich für die rechts und links an ihn angrenzenden Schiebeflügel 2a, 2b Ergänzungsdichtf lächen 12 für deren Dichtungen 13 zur Verfügung, welche von an seinem Umfassungsrahmen 4 angeordneten Dichtf lächenpro-
filen 17 gebildet sind . Der übrige Aufbau ist , abgesehen von der Dreischienigkei t , im Wesentl ichen identisch zu den erwähnten zuvor diskutierten Figuren, weshalb auf eine erneute ausführliche Darlegung verz ichtet werden kann und auch nur die abweichenden Elemente in den Figuren mit Bezugsz if fern bezeichnet sind .
Die Figuren 10a und 10b bzw . 11a und 11b zeigen Darstellungen wie die Figuren 8a und 8b bzw . 9a und 9b für eine bevorzugte Aus führungs form, bei der die Dichtungen 13 als nicht-aktivierbare Dichtungen ausgeführt sind . Wie zu erkennen ist, ist die Dichtung 13 schlauchartig ausgebildet und steht im unbelasteten Zustand ( siehe Fig . 10b bzw . Fig . 11b) bei nicht eingebautem Schiebeflügel 2 um einen bestimmten Betrag weiter aus der sie aufnehmenden Profi lnut hervor als im eingebauten Zustand ( siehe Fig . 10a bzw . Fig . 11a ) . Beim Einbauen wird die Dichtung 13 durch die Dichtf läche 7 des Dichtungssteges 6 bzw . des daran angeordneten Dicht flächenprofiles 17 in Richtung auf die sie aufnehmende Profilnut zu elastisch in die Ebene Z zurückgedrängt , in welcher die Dicht fläche 7 sich erstreckt, und l iegt sodann im eingebauten Zustand des Schiebeflügels 2 permanent unter einer leichten Vorspannung an der Dicht fläche 7 an .
Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Aus führungen der Erfindung beschrieben s ind, ist klar darauf hinzuwei sen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt i st und auch in anderer Weise innerhalb des Umfangs der nun folgenden Ansprüche ausge führt werden kann .