EP4698708A1 - Streckwerk - Google Patents
StreckwerkInfo
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- EP4698708A1 EP4698708A1 EP24716313.2A EP24716313A EP4698708A1 EP 4698708 A1 EP4698708 A1 EP 4698708A1 EP 24716313 A EP24716313 A EP 24716313A EP 4698708 A1 EP4698708 A1 EP 4698708A1
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- drafting system
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G15/00—Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
- D01G15/02—Carding machines
- D01G15/12—Details
- D01G15/46—Doffing or like arrangements for removing fibres from carding elements; Web-dividing apparatus; Condensers
- D01G15/64—Drafting or twisting apparatus associated with doffing arrangements or with web-dividing apparatus
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
- D01H5/60—Arrangements maintaining drafting elements free of fibre accumulations
- D01H5/66—Suction devices exclusively
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Streckwerk (1) zum Verstrecken von mindestens einem Faserband, umfassen zumindest ein erstes und ein zweites Streckwalzenpaar (7, 8; 9, 10), die zusammen ein verstellbares Hauptverzugsfeld bilden, mit einer Absaugvorrichtung für Fasern und Staub, die innerhalb eines das Streckwerk umgebenden Gehäuse angeordnet ist, wobei die Absaugvorrichtung ausgebildet ist, direkt oder indirekt an die Absaugung der Spinnereivorbereitung angeschlossen zu werden, wobei die Absaugvorrichtung zumindest eine Absaugung für die Oberwalzen (8, 10) und eine Absaugung für die Unterwalzen (7, 9) der Streckwalzenpaare aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugung für die Unterwalzen (7, 9) direkt oder indirekt an der Lagerung für das Streckwalzenpaar angeordnet ist, das zur Einstellung des Hauptverzugsfeldes verstellt wird.
Description
Titel: Streckwerk
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Streckwerk zum Verstrecken von mindestens einem Faserband, umfassen zumindest ein erstes und ein zweites Streckwalzenpaar, die zusammen ein verstellbares Hauptverzugsfeld bilden, mit einer Absaugvorrichtung für Fasern und Staub, die innerhalb eines das Streckwerk umgebenden Gehäuse angeordnet ist, wobei die Absaugvorrichtung ausgebildet ist, direkt oder indirekt an die zentrale Absaugung der Spinnereivorbereitung angeschlossen zu werden, wobei die Absaugvorrichtung zumindest eine Absaugung für die Oberwalzen und eine Absaugung für die Unterwalzen der Streckwalzenpaare aufweist.
Beim Verstrecken von Faserbändern lagern sich innerhalb des Streckwerks Fasern und Staub ab, was abgesaugt werden muss. Im Bereich der Streckwerkswalzen sind Absaugelemente angeordnet, die untereinander und/oder einzeln mit einem Rohranschluss verbunden werden, der direkt oder indirekt an der Absaugung der Spinnereivorbereitung angeschlossen ist. Die Verbindung der Absaugelemente miteinander oder an den genannten Rohranschluss erfolgt mittels einzelner Rohre, die bei einer Wartung aufwändig demontiert werden müssen, um Platz für den Austausch der Verschleißteile zu schaffen. Auch bei einem Faserbandbruch oder einem Faserstau ist die Reinigung aufwändig, da um die Rohre und Absaugelemente herum gearbeitet und gereinigt werden muss. Bei der Montage können Fehler und Undichtigkeiten auftreten, so dass nicht alle notwendigen Komponenten mittels Saugluft gereinigt werden. Dadurch können neue Ablagerungen von Fasern und Staub entstehen, die die fehlerfreie Funktion des Streckwerks beeinträchtigen. Weist das Streckwerk eine einstellbare Feldweite auf, muss die Absaugung mit großem Aufwand an die veränderte Position der Streckwalzenpaare angepasst werden, falls dies überhaupt möglich ist. Ohne die Anpassung der Absaugung an die veränderte Position der Streckwalzenpaare ändern sich die Strömungsverhältnisse innerhalb des Streckwerks und die Absaugung ist nicht mehr ausreichend.
Es ist Aufgabe der Erfindung, diese Nachteile zu beseitigen und die Absaugung eines Streckwerks zu verbessern.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch ein Streckwerk mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Die Erfindung betrifft ein Streckwerk zum Verstrecken von mindestens einem Faserband, umfassen zumindest ein erstes und ein zweites Streckwalzenpaar, die zusammen ein verstellbares Hauptverzugsfeld bilden. Das Streckwerk weist eine Absaugvorrichtung für Fasern und Staub auf, dass innerhalb eines das Streckwerk umgebenden Gehäuse angeordnet ist. Die Absaugvorrichtung ist ausgebildet, direkt oder indirekt an die Absaugung der Spinnereivorbereitung angeschlossen zu werden, wobei die Absaugvorrichtung zumindest eine Absaugung für die Oberwalzen und eine Absaugung für die Unterwalzen der Streckwalzenpaare aufweist. Erfindungsgemäß ist die Absaugung für die Unterwalzen direkt oder indirekt an der Lagerung für das Streckwalzenpaar angeordnet, das zur Einstellung des Hauptverzugsfeldes verstellt wird. Mit der Verstellung der Feldweite des Hauptverzugsfeldes wird auch die Absaugung der Unterwalzen verfahren, so dass der Abstand der Unterwalzen zu den Öffnungen der Absaugung konstant bleibt. Damit bleibt auch die Reinigungswirkung unabhängig von der Feldweite des Streckwerks konstant.
Zumindest ein Teil des Gehäuses des Streckwerks weist einen integrierten Kanal oder Rohr auf, mit dem die Absaugung von Fasern und Staub von den Unterwalzen an die Absaugung der Spinnereivorbereitung angeschlossen wird. Mit dem Öffnen des Gehäuseabschnittes wird gleichzeitig der integrierte Kanal oder Rohr aus dem Bereich der Wartung und Reinigung entfernt, was die Wartung und Reinigung vereinfacht.
Dabei kann die Absaugung für die Unterwalzen als Saugelement ausgebildet sein, dass eine Öffnung für die Absaugung der Unterwalzen aufweist, und eine weitere Öffnung für die Absaugung der in Materialflussrichtung nachfolgend angeordneten Abzugswalzen oder Ausgangsmesswalzen. Alle fasertransportierenden Komponenten werden damit durch den Saugzug gereinigt.
Dadurch, dass das Saugelement mittels eines Verbindungsrohr an den integrierten Kanal oder Rohr angeschlossen ist, wird gleichzeitig eine Kompensation für den Entfernungsunterschied geschaffen, die durch die Verstellung der Feldweite und die damit verbundene Verschiebung der Absaugung der Unterwalzen entsteht. Das Verbindungsrohr taucht entsprechend tief in eine Dichtung ein und/oder ist flexibel gestaltet, um den Entfernungsunterschied aufzunehmen.
Die Absaugung für die Oberwalzen kann als Absaughaube ausgebildet sein, die am oder im Gehäuse des Streckwerks angeordnet oder integriert ist, so dass bei einer Öffnung des Gehäuses die Absaughaube von den Oberwalzen entfernt wird. Der benötigte Platz für die Demontage der Oberwalzen wird direkt mit dem Öffnen des Gehäuses geschaffen. Eine Demontage von Rohrleitungen ist nicht notwendig.
Dadurch, dass die Absaugvorrichtung ein Verschlussgehäuse aufweist, das ausgebildet ist, die Luftströmung zwischen der Absaugung für die Oberwalzen und Unterwalzen zur Absaugung der
Spinnereivorbereitung zu unterbrechen, wird der Kannenwechsel erleichtert, da für den Zeitraum der ersten Faserbandablage keine Luftverwirbelung auf das Faserband entsteht, da gleichzeitig die Anspinnhilfe in Form des zweiten Trichters Druckluft in den Abzugsbereich des Streckwerks einbläst.
Vorzugsweise weist das Gehäuse eine Haube mit zwei Flügel auf, sowie eine aufschwenkbare Abdeckklappe mit einer Öffnung zum Einführen des Faserbandes in das Streckwerk. Damit lässt sich mit wenigen Handgriffen das Gehäuse so weit aufklappen, dass ohne weitere Demontage das Streckwerk gereinigt und gewartet werden kann.
Die Absaughaube zur Absaugung der Oberwalzen ist an oder in einem Flügel der Haube angeordnet oder integriert. Mit dem Aufschwenken wird gleichzeitig die Absaugung entfernt und schafft somit einen Freiraum zum Austausch oder dem Reinigen der Oberwalzen.
Dadurch, dass der integrierte Kanal oder Rohr an oder in der Abdeckklappe angeordnet ist, wird die Entsorgung der Unterwalzenabsaugung mit Fasern und Staub zur Zentralabsaugung sichergestellt. Mit dem Anheben der Klappe die Zufuhr der Saugluft zu den Unterwalzen unterbrochen und mit Schließen der Klappe wieder hergestellt, unabhängig vom eingestellten Feldweitenabstand.
Die Anordnung von mindestens einer Absaugöffnung im Bereich der Öffnung zum Einführen des Faserbandes ermöglicht die Absaugung von Fasern und Staub, der sich sonst auf der Oberseite des Streckwerks ablagern würde. Die Absaugöffnungen sind ebenfalls mit dem integrierten Kanal oder Rohr verbunden.
Über die zentrale Absaugvorrichtung der Spinnereivorbereitung werden die hier beschriebenen Arbeitsstellen des Streckwerks mittels Unterdruckes von Fasern, Staub und Schmutz gereinigt. Der Anschluss der Absaugvorrichtung kann über das Rohr oberhalb des Verschlussgehäuses direkt mit der zentralen Absaugung verbunden sein, oder indirekt über die Kardenabsaugung, die ebenfalls mit der zentralen Absaugvorrichtung der Spinnereivorbereitung verbunden ist.
Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
Es zeigen:
Figur 1: eine Karde mit einer nachfolgenden Kannenablage und einer integrierten
Strecke;
Figur 2a, 2b: eine perspektivische Darstellung auf das geschlossene und geöffnete
Gehäuse;
Figur 3: eine Vorderansicht auf die wesentlichen Komponenten der erfindungsgemäßen Strecke;
Figur 4a: eine perspektivische Darstellung auf die Absaugvorrichtung der Strecke;
Figur 4b: eine Schnittdarstellung durch ein Klappengehäuse der
Absaugvorrichtung;
Figur 5 eine Darstellung auf die Rückseite der Strecke mit den
Antriebskomponenten.
Das hier in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Streckwerk ist nur beispielhaft als 2-über-2- Streckwerk dargestellt. Die hier im Gehäuse des Streckwerks integrierte Absaugung kann für jedes andere beliebige Streckwerk mit einem Hauptverzugsfeld verwendet werden (z.B. 3-über- 3 oder 4-über-3), unabhängig von einer horizontalen oder vertikalen Ausrichtung des Streckwerks bzw. der Materialflussrichtung des Faserbandes.
Figur 1 zeigt eine Karde K, bei der das produzierte Faserband FB über mehrere Umlenkrollen R zum Steckwerk 1 geführt wird. Das Streckwerk 1 ist auf der Oberseite des Kannenwechslers W angeordnet und in dieses integriert und ist damit Bestandteil der Karde K. Zwischen der Karde K und dem Streckwerk 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Speicher S für das Faserband FB angeordnet, das ausgebildet ist, einen Unterschied in der Liefergeschwindigkeit des Faserbandes FB zwischen der Karde K und dem Streckwerk 1 zumindest teilweise zu kompensieren. Die Verwendung bzw. Anordnung des Speichers S ist für die Erfindung nicht relevant. Zum besseren Verständnis der nachfolgenden Anordnung der Komponenten wird hier ein kartesisches Koordinatensystem verwendet, bei dem die z-Richtung die Vertikale ist, mit der das Faserband FB in das Streckwerk 1 einläuft. Die y-Richtung entspricht in den nachfolgenden
Figuren der Längsachse der Streckwerkswalzen und die x-Richtung ist orthogonal zur Längsachse der Streckwerkswalzen ausgerichtet. Wesentlich für die Erfindung ist, dass ein einziges Faserband FB vertikal (z-Richtung) mit der Schwerkraft in das Streckwerk 1 einläuft.
Die Figuren 2a und 2b zeigen die geschlossene und geöffnete Haube 2 der erfindungsgemäßen Strecke 1, die an einer Vorderseite horizontal zu öffnende Flügel 2a, 2b aufweist, so dass das Streckwerk für Wartungsarbeiten zugänglich ist. Die Flügel 2a, 2b sind mittels Scharniere an der Haube 2 schwenkbar befestigt. Ebenfalls an der Haube 2 angeordnet ist eine nach oben schwenkbare Abdeckklappe 3 mit einer Öffnung 3a. Die Abdeckklappe 3 ist in die Flügel 2a, 2b integriert, so dass die Flügel 2a, 2b eine entsprechende Aussparung für die Kontur der Abdeckklappe 3 aufweisen. An der Abdeckklappe 3 ist eine Umlenkrolle R angeordnet, mittels der das Faserband FB umgelenkt und in die Öffnung 3a der Abdeckklappe 3 in den oberen ersten Trichter 5 eingeführt werden kann. An der Oberseite der Haube 2 ist ein Rohr 37 angeordnet, an dem eine Leitung zum Anschluss an die Abluft der Spinnereivorbereitung angeordnet werden kann. Über das Rohr 37 kann der Staub und nicht verarbeitetes Fasermaterial abgezogen werden. Die Strecke 1 kann auf der Oberseite eines Kannenwechslers W angeordnet sein, wobei auf der Oberseite eine Ablage A in Form einer Vertiefung angeordnet ist. Die Ablage A ist so ausgebildet, dass für die Dauer der Wartung bzw. Reinigung die Oberwalzen 7, 8 des Streckwerks 1 abgelegt werden können. Im Gegensatz zum Stand der Technik sind auf der Innenseite der Flügel 2a, 2b keine faserführenden oder verarbeitenden Bauteile angeordnet. Mittels sensorisch detektierbaren Magnetverschlüssen können die Abdeckklappe 3 und die Flügel 2a, 2b die Haube 2 - bis auf die Öffnung 3a - komplett verschließen, so dass bei einem Öffnen der Haube 2 im laufenden Betrieb die Steuerung der Karde das Streckwerk 1 stoppt.
Figur 3 zeigt eine erste Vorderansicht auf das geöffnete Streckwerk 1 , nachdem die Haube 2 und das Abdeckklappe 3 entfernt wurden. Zu erkennen sind nur ein vorderes Teil des oberen Antriebsgehäuses 4a, das entsprechend den weiteren Figuren sich hinter der Anordnung der Walzen und Trichter weiter erstreckt und hier nicht dargestellt wird. Das hier nicht dargestellte Faserband FB läuft vertikal (z-Richtung) in den ersten Trichter 5 und wird von dem Eingangsmesswalzenpaar 6a, 6b erfasst. Der Trichter 5 ist ausgebildet, in vertikaler Richtung (Z-Richtung) von dem Eingangsmesswalzenpaar 6a, 6b nach oben weggeschwenkt zu werden, um eine Reinigung des nachfolgenden Eingangsmesswalzenpaares 6a, 6b zu ermöglichen oder ein fehlerhaftes Anspinnen zu beseitigen. Das nachfolgende Eingangsmesswalzenpaar 6a, 6b ist ausgebildet, die Abweichung des Faserbandes FB von einer vorgegebenen Bandmasse zu erfassen und die Messwerte in eine nicht dargestellte Steuerung zu leiten und auf einem Display anzuzeigen, was beispielsweise die Steuerung der Karde K sein kann. Hierzu ist eine Eingangsmesswalze 6b ortsfest drehbar gelagert, während eine zweite Eingangsmesswalze 6a
verschiebbar zur ersten Eingangsmesswalze 6b gelagert ist. Die Verschiebung der zweiten Eingangsmesswalze 6a kann mit beispielsweise einer Tauchspule oder einem anderen Sensor erfasst werden, und die Wegänderung in eine Massenabweichung umgerechnet werden. Nicht weiter bezeichnet können am Eingangsmesswalzenpaar 6a, 6b beidseitig Walzenreiniger in Form von Schabern angeordnet sein, mit denen die Oberfläche der Eingangsmesswalzen 6a, 6b gereinigt wird. Das Eingangsmesswalzenpaar 6a, 6b kann als Nut-/Tastwalze oder als Stufenwalzen ausgebildet sein oder zwei glatte Walzen umfassen. Unterhalb der in dieser Ansicht dargestellten linken Messwalze 6b kann ein Abstreifer 16 oder ein anderes Führungselement angeordnet sein, mit dem das Faserband FB von dem Eingangsmesswalzenpaar 6a, 6b gelöst und in das erste Streckwalzenpaar 7, 8 geführt wird. Über einen hier nicht dargestellten Hebel kann eine nicht dargestellte Druckbelastung auf die verschiebbare Eingangsmesswalze 6a aufgehoben werden, mit der diese von der ortsfest angeordneten Eingangsmesswalze 6b wegbewegt werden kann. Damit ist eine erleichterte Wartung und Reinigung des Eingangsmesswalzenpaares 6a, 6b sowie des darunter angeordneten oberen Streckwalzenpaares 7, 8 möglich.
Das Faserband FB läuft weiter vertikal nach unten, bis es von der ersten Unterwalze 7 und der ersten Oberwalze 8 erfasst wird. Diese beiden Walzen 7, 8 bilden das erste Streckwalzenpaar. Mit einem leichten Versatz entgegen der x-Richtung trifft das Faserband FB auf einen Druckstab 13 auf, wird von diesem vorbeigeführt und gelangt zum zweiten Streckwalzenpaar, dass durch die zweite Unterwalze 9 und die zweite Oberwalze 10 gebildet wird. Das erfindungsgemäße Streckwerk 1 ist damit als vertikal angeordnetes 2-über-2-Streckwerk (Einzonenstreckwerk) ausgebildet, mit zwei Unterwalzen 7, 9 und zwei Oberwalzen 8, 10. Trotz der vertikalen Anordnung der Streckwalzenpaare zueinander wird hier vergleichbar zu einem normalen Streckwerk mit einer horizontalen Materialflussrichtung des Faserbandes von Ober- und Unterwalzen gesprochen, da die Unterwalzen eine metallische geriffelte Oberfläche aufweisen, und die Oberwalzen mit einem Kunststoff- oder Gummibezug versehen sind. Das Faserband FB wird durch die ersten und zweiten Streckwalzenpaare aufgrund unterschiedlicher Drehzahl in der Länge verstreckt und in den zweiten Trichter 14 geleitet. Weiterhin erkennbar sind ein erster und ein zweiter Zylinder 11a, 12a, mit denen die Oberwalzen 8, 10 an einem Ende mit den Kolben der Zylinder 11a, 12a entgegen der x-Richtung gegen die Unterwalzen 7, 9 gedrückt werden.
Der Trichter 14 ist als Anspinnhilfe ausgebildet und weist entlang der Innenbohrung seitliche Dralldüsen auf, die mittels Druckluft durchströmt werden. Damit wird an der Trichteröffnung ein Saugzug erzeugt, mit dem das Faserband FB in den Trichter eingezogen und zum Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b geführt wird. Das Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b ist ebenfalls ausgebildet, die Abweichung der Bandmasse von einem vorgegebenen Wert zu
erfassen. Eine erste feststehende Ausgangsmesswalze 15a wirkt mit einer beweglich gelagerten zweiten Ausgangsmesswalze 15b zusammen, deren Abstandsänderung von der ersten feststehenden Ausgangsmesswalze 15a durch einen nicht dargestellten Sensor, beispielsweise in der Steuerung der Karde, in eine Bandmassenabweichung umgerechnet wird. Auch diese Werte werden an eine Steuerung, beispielsweise der Karde übermittelt, welche die Werte mit den Werten des Eingangsmesswalzenpaares 6a, 6b vergleichen kann und auf einem Display anzeigen kann. Das Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b kann als glattes Walzenpaar oder als Nut-/Tastwalzenpaar oder mit Stufenwalzen ausgebildet sein. Nicht weiter bezeichnet können am Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b beidseitig Walzenreiniger in Form von Schabern angeordnet sein, mit denen die Oberfläche der Messwalzen gereinigt wird. Über einen Hebel 36b kann eine nicht dargestellte Druckbelastung auf die verschiebbare Ausgangsmesswalze 15a aufgehoben werden, mit der diese von der ortsfest angeordneten Ausgangsmesswalze 15b wegbewegt werden kann. Damit ist eine erleichterte Wartung und Reinigung des Ausgangsmesswalzenpaares 15a, 15b sowie des darunter angeordneten Ablagerohres 40 möglich. Der Hebel 36b ist in der Figur 5 in einer für die verschiebbare Ausgangsmesswalze 15a verriegelten Stellung dargestellt.
Nach dem Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b wird das verstreckte Faserband FB durch ein bekanntes Ablagerohr 40, dass durch einen Kannenteller 41 verdreht wird, beispielsweise in Form einer Zykloide, in einer nicht dargestellten Kanne abgelegt. Zwischen dem Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b und dem Ablagerohr 40 ist ein Sensor 17 angeordnet, der ausgebildet ist, den Eingang bzw. die Öffnung des Ablagerohres 40 auf einen möglichen Bandstau zu überwachen.
Die Signale des Eingangsmesswalzenpaars 6a, 6b und des Ausgangsmesswalzenpaars 15a, 15b können in der Steuerung der Karde K oder in der Steuerung der Spinnereivorbereitungsanlage verarbeitet werden. Die Steuerung kann ein Signal ausgeben, wenn ein automatischer Anspinnvorgang erfolgreich verlaufen ist. Dann erzeugen beide Messwalzenpaare 6a, 6b; 15a, 15b ein gleichmäßiges Signal zur Bandmasse. Zeigt nach dem automatischen Anspinnen nur das Eingangsmesswalzenpaar 6a, 6b ein gleichmäßiges Signal, das Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b aber kein oder ein deutlich verändertes Signal, ist dies ein Hinweis auf einen Bruch des Faserbandes FB.
Zum Einführen des Faserbandes FB in das Streckwerk 1 wird die Karde K mit einer geringen Liefergeschwindigkeit bzw. Betriebsgeschwindigkeit betrieben, die beispielsweise zwischen 10m/min bis 100m/min Geschwindigkeit des auslaufenden Faserbandes betragen kann. Vorzugsweise beträgt die Geschwindigkeit der Karde 10m/min bis 50m/min. Der kardierte Faserflor wird vom Abnehmer der Karde beispielsweise auf das nachfolgende Querband oder
die Abzugswalzen übergeben und in den integrierten Trichter eingeführt. Die nachfolgenden Messwalzen am Ausgang der Karde können bereits die Bandmasse des gebildeten Faserbandes FB bzw. die Abweichung der Faserbandmasse von einer Referenz erfassen und das zugehörige Signal wird in der Kardensteuerung verarbeitet. Mit der Erfassung der Bandmasse startet die Steuerung der Karde K automatisch das Streckwerk 1, indem die Antriebe 21, 30 die Eingangsmesswalzen 6a, 6b, die Streckwalzenpaare 7,8; 9,10 und die Ausgangsmesswalzenpaare 15a, 15b antreiben. Es erfolgt eine Verriegelung des Streckwerks 1 , was bedeutet, dass die pneumatische Belastung der Oberwalzen 8, 10 aktiviert wird. Gleichzeitig wird durch den Antrieb 30 der Kannenteller 41 des Kannenwechslers W in Drehung versetzt. Der Bediener entnimmt das aus der Karde K herauslaufende Faserband FB von Hand und führt es bei geschlossener Haube 2 durch die Öffnung 3a in den oberen ersten Trichter 5 der Strecke 1 ein. Der Anfang des Faserbandes FB wird dabei von dem Eingangsmesswalzenpaar 6a, 6b erfasst und in die Strecke 1 hineingezogen. Mit der Erfassung des Eingangsmesswalzenpaares 6a, 6b wird durch den zugehörigen Sensor ein Signal an die Steuerung der Karde K geleitet, die eine Druckluft zur Erzeugung eines Saugzuges an dem zweiten Trichter 14 erzeugt. Durch den Saugzug wird das Einfädeln des Faserbandes FB unterstützt, in dem das Faserband FB von dem ersten Streckwalzenpaar 7, 8 erfasst und eingezogen wird. Aufgrund des horizontalen Versatzes der Streckwalzenpaare 7,8; 9,10 prallt das Faserband FB auf die Seitenfläche des Druckstabes 13 und wird zum oberen Zwickel des zweiten Streckwalzenpaares 9, 10 geführt, von diesem erfasst und durch den Saugzug in den zweiten Trichter 14 gezogen. Die Drehbewegung der Streckwalzenpaare 7,8; 9,10 erzeugt ebenfalls eine Luftströmung innerhalb des Streckwerks 1, was das automatische Einfädeln begünstigt. Nachfolgend kann das Faserband FB von dem Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b erfasst und in das Ablagerohr 40 zum bereits drehenden Kannenteller 41 geleitet werden. Mit dem Erfassen des Faserbandes durch das Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b kann der zugehörige Sensor ein Signal an die Steuerung der Karde K übermitteln, die das Einfädeln des Faserbandes als erfolgreich abgeschlossen erkennt und die Einleitung der Druckluft an dem zweiten Trichter 14 stoppen kann. Gleichzeitig wird die Liefergeschwindigkeit der Karde auf die für die Faserqualität erforderliche Betriebsgeschwindigkeit hochgefahren, ohne dass ein Bediener tätig werden muss. Dabei wird auch die Geschwindigkeit der Strecke 1 und des Kannenwechslers W auf die Produktionsgeschwindigkeit bzw. Liefergeschwindigkeit der Karde angepasst.
Ist das automatische Einfädeln nicht erfolgreich, beispielsweise durch einen Bandbruch oder einen Bandstau, ist dies daran erkennbar, dass entweder kein Faserband über das Ablagerohr 40 in die Kanne einläuft oder das Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b kein Signal an die Steuerung der Karde K sendet. Die Steuerung der Karde schaltet das Streckwerk 1 ab, wenn nicht innerhalb einer Zeit von beispielsweise ein bis fünf Sekunden nach Erfassung des Faserbandes durch den Sensor des Eingangsmesswalzenpaars 6a, 6b das
Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b ein Signal an die Steuerung der Karde schickt. Alternativ kann der Sensor 17 bei einem Bandstau oder einem Bandbruch ein Signal an die Steuerung der Karde senden, um den automatischen Einfädelvorgang abzubrechen. Die Strecke 1 und der Kannenwechsler W werden gestoppt, wobei gleichzeitig die Karde K mit der geringen Liefergeschwindigkeit bzw. Betriebsgeschwindigkeit weiter betrieben wird. Es läuft also weiterhin langsam, aber kontinuierlich Faserband aus der Karde aus. Die Strecke 1 wird entriegelt, wobei die Druckbelastung auf die Oberwalzen 8, 10 aufgehoben wird. Die Haube 2 der Strecke 1 wird geöffnet und die Bandreste können entfernt werden. Mit dem Schließen der Haube 2 der Strecke 1 erfolgt die Verriegelung, also die Druckbelastung der Oberwalzen 8, 10. Gleichzeitig starten die Antriebe 21 , 30 die Eingangsmesswalzen 6a, 6b, die Streckwalzenpaare 7,8; 9,10 und die Ausgangsmesswalzenpaare 15a, 15b. Das Faserband FB von der Karde K kann wieder in den oberen Trichter 5 eingeführt werden und der automatische Anspinnvorgang startet erneut.
Bei einem Kannenwechsel, der ebenfalls von der Steuerung der Karde K initiiert wird, kann die Druckluft zur Erzeugung eines Saugzuges an dem zweiten Trichter 14 vor der Erzeugung einer Dünnstelle im Faserband FB eingeleitet werden. Nach dem Abreißen des Faserbandes FB an der Dünnstelle wird die Druckluft weiter erzeugt, bis das Faserband FB zumindest wieder von dem Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b erfasst wird. Die Zeit zum Einblasen der Druckluft an dem zweiten Trichter 14 vor und nach der Erzeugung der Dünnstelle im Faserband FB kann in der Steuerung der Karde K eingestellt werden. Statt der Ausgangsmesswalzen 15a, 15b können auch Abzugswalzen verwendet werden, um das Faserband FB in das Ablagerohr 40 abzuführen.
Figur 4a zeigt die Absaugvorrichtung des Streckwerks 1, bei dem zumindest ein Teil der Absaugelemente in der Haube 2 und der Abdeckklappe 3 integriert sind. Das in Figur 4a dargestellte Element 3b ist die Unterseite der Abdeckklappe 3, die beispielsweise als tiefgezogenes oder verformtes Bauteil aus Blech, Kunststoff oder Faserverbundstoff ausgebildet sein kann und die integrierten Rohre 55 und Absaugöffnungen 55a, 55b, 55c aufweist. Diese Unterseite der Abdeckklappe 3b kann als separates Bauteil ausgebildet sein und wird dann mit der Abdeckklappe 3 mittels Befestigungselementen verbunden und abgedichtet. Die integrierten Rohre 55 und Absaugöffnungen 55a, 55b, 55c können aber auch als separate Einzelbauteile mit der Abdeckklappe 3 auf der Unterseite verbunden sein. Eine Absaughaube 50 ist ausgebildet, Fasern und Staub von den Oberwalzen 8, 10 des Hauptverzugsfeldes abzusaugen. Die Absaughaube 50 weist eine längliche und flache Kontur auf, an deren Stirnseite, die zu den Oberwalzen 8, 10 zeigt, ein vertikal ausgerichteter Schlitz 50a angeordnet ist. Die Länge des Schlitzes 50a ist so ausgebildet, dass bei minimaler und maximaler Streckfeldweite des Hauptverzugsfeldes eine Absaugung der Oberwalzen 8, 10 gewährleistet ist. Die Absaughaube 50 ist innerhalb des verschwenkbaren Flügels 2b
angeordnet und wird mit der Öffnung des Flügels 2b von den Oberwalzen 8, 10 weggeschwenkt, so dass die Zugänglichkeit zu den Oberwalzen 8, 10 gewährleistet ist. Mittels eines Kanals 51 wird eine lufttechnische Verbindung zu einem Verschlussgehäuse 52 geschaffen, über das die Fasern und der Staub über das Rohr 37 direkt in das Absaugsystem der Spinnereivorbereitungsanlage oder indirekt über die Karde K gelangen. Üblicherweise liegt über das Absaugsystem der Spinnereivorbereitungsanlage in der Karde K bzw. hier in der Absaugvorrichtung des Streckwerks 1 ein Unterdrück zwischen 200 bis 500 Pascal an. Beim Öffnen des Flügels 2b kann eine Trennung in der Verbindung zwischen der Absaughaube 50 und dem Klappengehäuse 52 erfolgen. Alternativ kann der Kanal 51 als flexibler bzw. dehnbarer Schlauch ausgebildet sein.
Mit den Unterwalzen 7, 9 wirkt ein Saugelement 57 zusammen, das mit dem ersten Streckwalzenpaar 7, 8 mittels eines Befestigungselementes 58 direkt oder indirekt an dem verstellbaren Antriebsgehäuse, hier das obere Antriebsgehäuse 4a, befestigt ist. Das Saugelement 57 weist eine erste Öffnung 57a auf, die nach unten zu dem Ausgangsmesswalzenpaar 15a, 15b hin ausgerichtet und ausgebildet ist, Fasern und Staub aus diesem Bereich abzusaugen. Eine zweite vertikale und länglich ausgebildete Öffnung 57b ist zu den Unterwalzen 7, 9 des Streckwerks 1 ausgerichtet. Mit einer Verstellung der Streckfeldweite im Hauptverzugsfeld, beispielsweise über das Stellelement 23, wird das Saugelement 57 ebenfalls in der vertikalen Position verstellt bzw. verfahren, da dieses direkt oder indirekt, beispielsweise über das Befestigungselement 58, an dem oberen Antriebsgehäuse 4a befestigt ist. Bei einer horizontalen Anordnung der Streckwerkswalzen ist das Saugelement 57 an dem verstellbaren an dem verstellbaren Streckwerkswalzenpaar direkt oder indirekt angekoppelt. Bei einer Veränderung der Streckfeldweite verschiebt bzw. verstellt sich auch das Saugelement 57 mit der Positionsänderung des verstellbaren Streckwerkpaares. Das Saugelement 57 ist mittels eines Verbindungsrohrs 56 an der oberen Abdeckklappe 3 verbunden. Bei einem Hochschwenken der Abdeckklappe 3 wird eine dichtende Verbindung zwischen dem Verbindungsrohr 56 und der Abdeckklappe 3 gelöst.
In der Abdeckklappe 3 integriert oder unterhalb der Außenseite der Abdeckklappe 3 angeordnet ist ein integriertes Rohr 55, das sich zumindest um zwei Außenseiten der Abdeckklappe 3 erstreckt. Das integrierte Rohr 55 nimmt an einer Unterseite das Verbindungsrohr 56 des Saugelementes 57 mittels einer Dichtung auf und leitet die abgesaugten Fasern und Staub von den Unterwalzen 7, 9 und den Ausgangsmesswalzen 15a, 15b bis hin zu einem seitlichen Anschluss, an den ein Verbindungsrohr 54 lösbar mittels Dichtelement angeordnet ist. Über das Verbindungsrohr 54 werden die Fasern und der Staub in das Verschlussgehäuse 52 geleitet. Wie mit Figur 2a und 2b bereits beschrieben, weist die Abdeckklappe 3 eine Öffnung 3a für das Faserband FB auf. In diesem Ausführungsbeispiel sind um die Öffnung 3a für das Faserband seitlich zwei Absaugöffnungen 55b, 55c angeordnet und oberhalb der Öffnung 3a für das
Faserband FB eine weitere Absaugöffnung 55a, über die Fasern und Staub des einlaufenden Faserbandes FB abgesaugt werden können. Wie zuvor erläutert werden über den Kanal 51 und das Verbindungsrohr 54 Fasern und Staub von den Streckwerkswalzen 7, 8, 9, 10, den Ausgangsmesswalzen 15a, 15b und aus dem Bereich der Öffnung 3a in das Verschlussgehäuse 52 geleitet, das mittels Rohr 37 direkt oder indirekt mit der Absaugung der Spinnereivorbereitung verbunden ist.
Nach Fig. 4b ist innerhalb des Verschlussgehäuses 52 ein Verschlusselement 53 angeordnet, mit dem die lufttechnische Verbindung zwischen dem Rohr 37 einerseits und dem Kanal 51 und dem Verbindungsrohr 54 andererseits getrennt werden kann. Das Verschlusselement 53 ist als unterbrochene Linie in geöffneter Stellung dargestellt, und als Strichlinie in geschlossener Stellung dargestellt. Das Verschlusselement 53 kann mittels pneumatischer Zylinder oder motorischem Antrieb verstellt werden. Die lufttechnische Verbindung wird mit Beginn des Kannenwechsels getrennt und erfolgt so lange, bis sich eine erste vollständige Lage Faserband (ein sogenannter Kuchen) in der neuen Kanne gebildet hat. Die Unterbrechung der Absaugung vermeidet dabei eine Verwirbelung der Luftströmung innerhalb der Strecke, wenn die Anspinndüse in Form des zweiten Trichters 14 mit Druckluft beaufschlagt wird. Außerdem wird die Ablage des in Zykloidenform abgelegten Faserband auf dem Boden der neuen Kanne begünstigt, was durch den dann erzeugten Unterdrück am Ablagerohr 41 zu einer ungleichmäßigen Förderung des Faserbandes führen kann. Das Verschlusselement 53 kann als schwenkbare Klappe wie in Fig. 4b dargestellt, als Schieber oder Ventil ausgebildet sein, um den Strömungsdurchfluss zum Rohr 37 zu unterbrechen. Das Verschlussgehäuse 52 ist im Normalbetrieb geöffnet, so dass mittels Unterdrück Fasern und Staub aus dem Streckwerk 1 über das Rohr 37 abgesaugt werden kann. Zu einem vorgegebenen Zeitpunkt des Kannenwechsels wird das Verschlussgehäuse 52 mittels des Verschlusselementes 53 verschlossen, um eine Strömungsverwirbelung innerhalb des Streckwerks 1 zu vermeiden.
Zumindest ein Teil der Absaugvorrichtung ist in der Haube 2 und der Abdeckklappe 3 integriert und wird beim Öffnen dieser Komponenten mit ihnen verschwenkt. Mit dem Öffnen der Flügel 2a, 2b wird zumindest die Absaughabe 50 von den Oberwalzen 8, 10 weggeschwenkt, da die Absaughaube 50 auf der Innenseite eines Flügels 2b angeordnet und mit diesem befestigt ist. Auch die Abdeckklappe 3 weist im Bereich der Öffnung 3a weitere Absaugöffnungen 55a, 55b, 55c auf. Mit dem Öffnen der Abdeckklappe 3 wird auch das integrierte Rohr 55 aus der Absaugvorrichtung herausgeschwenkt, so dass die Verbindung zwischen dem Saugelement 57 für die Unterwalzen 7, 9 und die Ausgangsmesswalzen 15a, 15b zum Verschlussgehäuse 52 unterbrochen wird. Durch die Integration der Absaugvorrichtung in das Gehäuse (Haube 2 und Abdeckklappe 3) des Streckwerks lässt sich dieses einfach warten und reinigen, da mit dem Öffnen der Flügel 2a, 2b und der Abdeckklappe 3 gleichzeitig die zugehörigen Komponenten mit entfernt werden. Die Wartungszeiten werden reduziert und es wird Platz geschaffen für den
Austausch der verschleißintensiven Komponenten. Mit der direkten oder indirekten Kopplung des Saugelementes 57 an der Lagerung für das einstellbare Streckwalzenpaar kann bei einer Änderung der Streckfeldweite zumindest die verfahrbare Unterwalze immer konstant abgesaugt werden. Da dies aufgrund der Kopplung der Antriebe oft das Eingangswalzenpaar im Hauptverzugsfeld ist, fällt hier auch ein Großteil der Fasern und Staub an.
Figur 5 zeigt die Rückseite der erfindungsgemäßen Strecke mit dem Antriebskonzept. Das obere Antriebsgehäuse 4a ist vollständig vom unteren Antriebsgehäuse 4b getrennt und kann mittels eines nicht dargestellten Stellelementes 23 entlang der Führungsplatte 24 verschoben werden, so dass der Klemmlinienabstand zwischen den Streckwerks paaren verstellt werden kann, ohne die Streckwerkswalzen 7, 8, 9, 10 einzeln zu verstellen. Sowohl das obere wie auch das untere Antriebsgehäuse 4a, 4b weisen jeweils einen separaten, voneinander unabhängigen Antrieb auf, die durch die Verstellung des Klemmlinienabstandes nicht beeinflusst werden. Dadurch, dass alle Antriebskomponenten auf der Rückseite der Strecke angeordnet sind, ergibt sich eine frei zugängliche Vorderseite, die für die Wartung oder Reinigung ausreichend Platz bietet. Eine Demontage von Antriebskomponenten oder deren Verstellung ist damit nicht nötig. Zusätzlich wird durch das Lagerkonzept der Oberwalzen 7, 9, bei der die vorderen Zylinder 11b, 12b gegenläufig zu den hinteren Zylindern 11a, 12b angeordnet sind, die Demontage der Oberwalzen 7, 9 erleichtert. Sind die Oberwalzen 7, 9 demontiert, entsteht ein großzügiger Freiraum auf die verbliebenen Streckwerkskomponenten zur Wartung und Reinigung.
Das obere Antriebsgehäuse 4a weist einen ersten Antrieb 21 auf, von dem mittels eines ersten Riemens 26 die zweite verstellbare Eingangsmesswalze 6b und die erste Unterwalze 7 angetrieben werden. Ein zweiter Riemen 28 treibt dabei von der angetriebenen zweiten Eingangsmesswalze 6b die erste Eingangsmesswalze 6a an und wird durch eine Umlenkrolle 29 umgelenkt. Die Antriebsrichtung der ersten und zweiten Eingangsmesswalze 6a, 6b ist dabei gegenläufig, so dass das Faserband FB durch die Eingangsmesswalzen 6a, 6b vertikal nach unten transportiert wird. An der ortsfest angeordneten Eingangsmesswalze 6b ist ein Sensor 27 angeordnet, der ausgebildet ist, den Rundlauf dieser Walze 6b zu bestimmen und einen möglichen unrunden Lauf messtechnisch zu kompensieren. Damit erfolgt eine Kontrolle über die Messgenauigkeit der ermittelten Bandmassenabweichung. Der Sensor 27 kann beispielsweise als Tauchspule oder Piezoelement ausgebildet sein. Die erste Oberwalze 8 wird durch den Druck der Zylinder 11a, 11b auf die Wälzlager 8.4, 8.5 mit dem Walzenbezug 8.1 gegen die erste Unterwalze 7 gedrückt und dadurch auf Reibung angetrieben. Die Trennung der Antriebe auf ein oberes Antriebsgehäuse 4a mit dem ersten Streckwalzenpaar 7, 8 und mit einem unteren Antriebsgehäuse 4b mit dem zwei Streckwalzenpaar 9, 10 ermöglicht eine Verstellbarkeit des Klemmlinienabstandes im Hauptverzugsfeld, wobei gleichzeitig die Streckwalzenpaare in der Drehzahl der Unterwalzen 7, 9 und im Belastungsdruck der Oberwalzen 8, 10 separat angesteuert werden können. Gleichzeitig sind die angetriebenen
Messwalzen 6b, 15b antriebstechnisch voneinander entkoppelt, so dass keine überkreuzten Riemen verwendet werden müssen.
Das untere Antriebsgehäuse 4b weist ebenfalls einen eigenen zweiten Antrieb 30 auf, der gleichzeitig für den Antrieb des Kannentellers 41 verwendet wird. Ein erster Riemen 31 treibt die zweite Unterwalze 9 und die feststehende Ausgangsmesswalze 15a an. Von der feststehenden Ausgangsmesswalze 15a wird die verstellbare Ausgangsmesswalze 15b mittels eines zweiten Riemens 32 angetrieben. Der zweite Riemen 32 wird durch die Umlenkrolle 34 umgelenkt, so dass beide Ausgangsmesswalzen 15a, 15b gegenläufig angetrieben werden und das Faserband FB zwischen sich durchziehen und in das Ablagerohr 40 transportieren. Ein Spannelement 35 sorgt für die notwendige Riemenspannung. Vom zweiten Antrieb 30 wird ein dritter Riemen 33 angetrieben, der den Kannenteller 41 in Rotation versetzt. Die Antriebe 21 , 30 können als Servoantriebe ausgebildet sein, wodurch ein Wechseln von Zahnrädern bei einer Änderung der Streckfeldweite bzw. des Verzuges in Abhängigkeit der zu verarbeitenden Fasern entfällt.
Bezugszeichen
1 Streckwerk
2 Haube
2a, 2b Flügel
3 Abdeckklappe
3a Öffnung
3b Unterseite Abdeckklappe
4a, 4b Antriebsgehäuse
5 erster T richter
6, 6a, 6b Eingangsmesswalzenpaar
7 erste Unterwalze
8 erste Oberwalze
9 zweite Unterwalze
10 zweite Oberwalze
11a erster Zylinder
12a zweiter Zylinder
13 Druckstab
14 zweiter T richter
15a, 15b Ausgangsmesswalzenpaar
16 Abstreifer
17 Sensor
21 erster Antrieb
23 Stellelement
24 Führungsplatte
26 erster Riemen
27 Sensor
28 zweiter Riemen
29 Umlenkrolle
30 zweiter Antrieb
31 erster Riemen
32 zweiter Riemen
33 dritter Riemen
34 Umlenkrolle
35 Spannelement
36b Hebel
37 Rohr
40 Ablagerohr
41 Kannenteller
50 Absaughaube
50a Schlitz
51 Kanal
52 Verschlussgehäuse
53 Verschlusselement
54 Verbindungsrohr
55 Integriertes Rohr 55a, 55b, 55c Absaugöffnung
56 Verbindungsrohr
57 Saugelement
57a erste Öffnung
57b zweite Öffnung
58 Befestigungselement
A Ablage
FB Faserband
K Karde
R Umlenkrolle
S Speicher
W Kannenwechsler x, y, z Richtung
Claims
1. Streckwerk (1) zum Verstrecken von mindestens einem Faserband, umfassen zumindest ein erstes und ein zweites Streckwalzenpaar (7, 8; 9, 10), die zusammen ein verstellbares Hauptverzugsfeld bilden, mit einer Absaugvorrichtung für Fasern und Staub, die innerhalb eines das Streckwerk umgebenden Gehäuse angeordnet ist, wobei die Absaugvorrichtung ausgebildet ist, direkt oder indirekt an die zentrale Absaugung der Spinnereivorbereitung angeschlossen zu werden, wobei die Absaugvorrichtung zumindest eine Absaugung für die Oberwalzen (8, 10) und eine Absaugung für die Unterwalzen (7, 9) der Streckwalzenpaare aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugung für die Unterwalzen (7, 9) direkt oder indirekt an der Lagerung für das Streckwalzenpaar angeordnet ist, und in jeder Einstellung des Hauptverzugsfeldes einen gleichbleibenden Abstand zu den Unterwalzen (7, 9) aufweist.
2. Streckwerk (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Gehäuses des Streckwerks (1) einen integrierten Kanal oder Rohr (55) aufweist, mit dem die Absaugung von Fasern und Staub von den Unterwalzen (7, 9) an die Absaugung der Spinnereivorbereitung angeschlossen wird.
3. Streckwerk (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugung für die Unterwalzen (7, 9) als Saugelement (57) ausgebildet ist, dass eine Öffnung (57b) für die Absaugung der Unterwalzen (7, 9) aufweist, und eine weitere Öffnung (57a) für die Absaugung der in Materialflussrichtung nachfolgend angeordneten Abzugswalzen oder Ausgangsmesswalzen (15a, 15b).
4. Streckwerk (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugelement (57) mittels eines Verbindungsrohr (56) an den integrierten Kanal oder Rohr (55) angeschlossen ist.
5. Streckwerk (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugung für die Oberwalzen (8, 10) als Absaughaube (50) ausgebildet ist, die am oder im Gehäuse des Streckwerks (1) angeordnet oder integriert ist, so dass bei einer Öffnung des Gehäuses die Absaughaube (50) von den Oberwalzen (8, 10) entfernt wird.
6. Streckwerk (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugvorrichtung ein Verschlussgehäuse (52) aufweist, das ausgebildet ist, die Luftströmung zwischen der Absaugung für die Oberwalzen und Unterwalzen zur Absaugung der Spinnereivorbereitung zu unterbrechen.
7. Streckwerk (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse eine Haube (2) mit zwei Flügel (2a, 2b) aufweist, sowie eine aufschwenkbare Abdeckklappe (3) mit einer Öffnung (3a) zum Einführen des Faserbandes (FB) in das Streckwerk (1).
8. Streckwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaughaube (50) zur
Absaugung der Oberwalzen (8, 10) an oder in einem Flügel (2a, 2b) der Haube angeordnet oder integriert ist.
9. Streckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der integrierte Kanal oder Rohr (55) an oder in der Abdeckklappe (3) angeordnet ist.
10. Streckwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass um die Öffnung (3a) zum
Einführen des Faserbandes (FB) mindestens eine Absaugöffnung (55a, 55b, 55c) zur Absaugung von Fasern und Staub angeordnet ist, die mit dem integrierten Kanal oder Rohr (55) verbunden sind.
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