-
Die Erfindung betrifft eine Behälterbehandlungsanlage und insbesondere eine Behälterpackmaschine mit einem Formatwechselmagazin sowie ein Verfahren zum automatisierten Einbringen eines Formatteilsatzes in ein Formatwechselmagazin an einer Behälterbehandlungsanlage und bevorzugt einer Behälterpackmaschine.
-
Behälterbehandlungsanlagen und insbesondere Behälterpackmaschinen sind aus dem Stand der Technik in vielfältiger Ausgestaltung bekannt und werden dabei insbesondere zum Befüllen von Kartons und Getränkekästen mit Getränkeflaschen oder anderen Getränkebehältern sowie auch zum Entnehmen von Getränkeflaschen oder Getränkebehältern, insbesondere von Leergut, aus entsprechenden Kartons und Getränkekästen verwendet. Dabei sind verschiedene Formatteile einer solchen Behälterbehandlungsanlage spezifisch an das Format der zu behandelnden Behälter angepasst und müssen entsprechend ausgetauscht werden, wenn Behälter eines abweichenden Formats mittels der Behälterbehandlungsanlage behandelt werden sollen.
-
Grundsätzlich kann ein solcher Austausch der Formatteile manuell durch den Bediener der Behälterbehandlungsanlage vorgenommen werden, wobei dies, unter anderem aufgrund der Größe und des Gewichts solcher Formatteile, kompliziert und zeitaufwändig ist. Entsprechend ist es aus dem Stand der Technik bereits bekannt, ein Formatwechselmagazin neben der Behälterbehandlungsanlage anzuordnen und dort nicht gerade in Verwendung befindliche Formatteile zu lagern. Bei einem Formatwechsel müssen dann die aktuell genutzten Formatteile in ein leeres Fach des Formatwechselmagazins eingebracht und die nachfolgend zu verwendenden Formatteile aus dem Formatwechselmagazin entnommen werden. Dazu weist jedes Fach eines Formatwechselmagazins eine eigene Antriebseinheit mit einem Antriebsmotor auf, der die Formatteile in das Fach einziehen und wieder daraus herausdrücken kann.
-
Diese aus dem Stand der Technik bekannten Formatwechselmagazine haben aber den Nachteil, dass diese aufgrund der zahlreichen Antriebseinheiten mit jeweils einem Antriebsmotor kostenintensiv herzustellen, kompliziert zu montieren und in Betrieb zu nehmen, wartungsintensiv und fehleranfällig sind. Darüber hinaus ist die Steuerung kompliziert und der Vorgang des Einziehens und Herausdrückens eines Formatteils zeitintensiv.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Behälterbehandlungsanlage bereitzustellen, die besonders günstig hergestellt, besonders einfach montiert und besonders leicht in Betrieb genommen werden kann und dabei leicht zu warten ist sowie besonders leicht zu steuern ist.
-
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Behälterbehandlungsanlage gemäß Anspruch 1 sowie durch ein Verfahren zum automatisierten Einbringen eines Formatteilsatzes gemäß Anspruch 14 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben, wobei sich die in den abhängigen Vorrichtungsansprüchen beschriebenen Merkmale auch auf eine entsprechende Gestaltung des Verfahrens beziehen.
-
Eine erfindungsgemäße Behälterbehandlungsanlage und insbesondere eine erfindungsgemäße Behälterpackmaschine weist einen an das Format von zu behandelnden und insbesondere zu greifenden und zu packenden Behältern angepassten Formatteilsatz zum Betrieb der Behälterbehandlungsanlage, wenigstens ein Formatwechselmagazin mit wenigstens zwei Fächern jeweils zur Aufnahme eines Formatteilsatzes sowie wenigstens einen Magazineinzugmotor zum automatisierten Einziehen und/oder zum automatisierten Herausbewegen eines Formatteilsatzes aus dem Formatwechselmagazin während eines Formatwechsels der zu behandelnden Behälter auf, wobei die Anzahl der Magazineinzugmotoren kleiner als die Anzahl der Fächer des Formatwechselmagazins ist.
-
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum automatisierten Einbringen eines Formatteilsatzes in ein Formatwechselmagazin an einer, bevorzugt und insbesondere an einer erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage bzw. Behälterpackmaschine erfolgt zunächst ein Lösen des Formatteilsatzes von der Behälterbehandlungsmaschine, und dann nachfolgend ein Bewegen des Formatteilsatzes in eine Einschubposition gegenüberliegend eines Faches des Formatwechselmagazins zur Aufnahme des Formatteilsatzes sowie ein Koppeln eines Magazineinzugmotors mit einer Einzugeinheit des Faches des Formatwechselmagazins und schließlich dann ein Einziehen des Formatteilsatzes in das Fach des Formatwechselmagazins.
-
Die Erfinder haben erkannt, dass es vorteilhaft ist, die Anzahl der Magazineinzugmotoren zu verringern und insbesondere so wenig Magazineinzugmotoren wie möglich zu verwenden, wodurch die Herstellungskosten deutlich gesenkt und der Umfang der notwendigen Wartung der Behälterbehandlungsanlage erheblich verringert werden kann. Darüber hinaus wird auch der Inbetriebnahme- und Montageaufwand erheblich kleiner und die Steuerung der Anlage deutlich leichter.
-
Bei der Behälterbehandlungsmaschine kann es sich grundsätzlich um eine beliebige Maschine zum Herstellen, Behandeln, Befüllen, Kontrollieren, Etikettieren, Reinigen, Verpacken und/oder Entpacken handeln. Darüber hinaus kann die Behälterbehandlungsmaschine beliebige andere oder weitere Funktionen haben. Bevorzugt ist die Behälterbehandlungsmaschine jedoch eine Behälterpackmaschine, die besonders bevorzugt mehrere Behälter zugleich greifen und in eine Umverpackung, insbesondere eine Box, einen Karton, einen Kasten und insbesondere einen Getränkekasten, einsetzen kann. Hierbei ist eine Verwendung zum Einsetzen von gefüllten Getränkebehältern und insbesondere von Getränkeflaschen in einen Kasten bevorzugt. Alternativ oder zusätzlich kann die Behälterpackmaschine auch zum Entpacken von Behältern und insbesondere leeren Getränkebehältern oder Getränkeflaschen aus einer solchen Umverpackung verwendet werden, wobei hier eine Verwendung im Zusammenhang mit dem Wiederverwenden von Leergut besonders bevorzugt ist.
-
Bei den zu packenden und/oder zu entpackenden Behältern kann es sich grundsätzlich um beliebige Behälter handeln, wobei der Behälter bevorzugt zur Aufnahme eines Nahrungsmittels, besonders bevorzugt zur Aufnahme eines flüssigen oder pastösen Nahrungsmittels und ganz besonders bevorzugt für ein Getränk vorgesehen ist. Entsprechend ist der Behälter bevorzugt eine Dose, eine Flasche oder ein Verbundmaterialkarton. Ebenfalls bevorzugt ist der Behälter aus einem Kunststoff, insbesondere Polyethylenterephthalat (PET), aus Glas, aus Metall, insbesondere Weißblech oder Aluminium, und/oder aus einem Verbundwerkstoff gebildet. Ganz besonders bevorzugt ist der Behälter eine Getränkeflasche aus Glas oder aus Kunststoff, insbesondere aus PET.
-
Die zu packenden und/oder zu entpackenden Behälter weisen grundsätzlich ein Format auf, wobei hierunter die Maße und/oder die Formgebung der Behälter verstanden wird. Für das Format sind u.a. die Höhe, die Breite, der Durchmesser, die Form, das Material und gegebenenfalls auch die Ausrichtung relevant. Dabei ist es besonders bevorzugt, dass zugleich lediglich Behälter eines Formats mittels der Behälterbehandlungsanlage behandelt werden. Sollen Behälter eines anderen Formats behandelt werden, entspricht dies einem Formatwechsel und es ist ein Austausch des oder der Formatteile der Behälterbehandlungsanlage notwendig. Dazu müssen die Formatteile aus ihren Betriebspositionen gelöst, gegen passende Formatteile ausgetauscht und diese dann wieder befestigt werden.
-
Der Formatteilsatz kann grundsätzlich nur ein einziges Formatteil aufweisen, wobei der Formatteilsatz bevorzugt aus mehreren, gemeinsam verwendeten und/oder zusammenwirkenden Formatteilen gebildet ist. Bei einer Packmaschine weist ein Formatteilsatz bevorzugt wenigstens einen Korrigierrahmen zum Korrigieren der Position der ein- oder auszupackenden Behälter, insbesondere von in einen Karton oder einen Kasten einzusetzenden oder herauszunehmenden Getränkebehältern, und/oder einen Greiferkopf zum Greifen, Anheben und Transportieren von Behältern zum Packen oder zum Entpacken auf, wobei bevorzugt dabei auch ein Einsetzen oder Herausnehmen von Behältern in einen Karton oder einen Kasten mittels des Greiferkopfes und insbesondere ein Einsetzen oder Herausnehmen durch den Korrigierrahmen hindurch in einen oder aus einem Karton oder Kasten erfolgt. Bei einer Einpackmaschine bzw. dem Einsetzen von Behältern in einen Karton oder Kasten durch eine Packmaschine weist der Formatteilsatz bevorzugt zudem auch einen Gassenrahmen auf. Dabei sind der Korrigierrahmen, der Greiferkopf und/oder der Gassenrahmen bevorzugt an das Format der jeweiligen Behälter angepasst.
-
Das Formatwechselmagazin ist grundsätzlich dazu vorgesehen, wenigstens zwei Formatteilsätze aufzunehmen, um bei einem Formatwechsel in der Behälterbehandlungsanlage einen einfachen Wechsel des Formatteilsatzes zu ermöglichen. Bevorzugt kann der Formatteilsatz dabei vollständig in das Formatwechselmagazin und besonders bevorzugt vollständig in ein Fach des Formatwechselmagazins aufgenommen werden. Das Formatwechselmagazin kann grundsätzlich ein Teil der Behälterbehandlungsanlage und/oder in eine solche Behälterbehandlungsanlage integriert und/oder untrennbar mit einer Behälterbehandlungsanlage verbunden sein. Alternativ kann das Formatwechselmagazin aber auch eine eigenständige Vorrichtung und/oder lediglich im Bereich der Behälterbehandlungsanlage, insbesondere neben einer Behälterbehandlungsanlage, angeordnet sein.
-
Erfindungsgemäß weist das Formatwechselmagazin wenigstens zwei Fächer für jeweils einen, insbesondere genau einen Formatteilsatz auf. Obwohl das Formatwechselmagazin grundsätzlich beliebig viele Fächer aufweisen kann, weist das Formatwechselmagazin bevorzugt höchstens 10 Fächer, besonders bevorzugt höchstens 8 Fächer, ganz besonders bevorzugt höchstens 6 Fächer und insbesondere bevorzugt höchstens 4 Fächer auf. Alternativ oder zusätzlich weist das Formatwechselmagazin bevorzugt mindestens 2 Fächer, besonders bevorzugt mindestens 3 Fächer, ganz besonders bevorzugt mindestens 4 Fächer und insbesondere bevorzugt genau 4 Fächer auf.
-
Die Fächer des Formatwechselmagazins können grundsätzlich beliebig in Bezug zueinander angeordnet sein, wobei es jedoch bevorzugt ist, dass mehrere Fächer und insbesondere alle Fächer eines Formatwechselmagazins exakt übereinander angeordnet, deckungsgleich zueinander angeordnet und gebildet und/oder in Bezug auf die Länge, die Höhe, die Breite und/oder die technische Ausgestaltung im Wesentlichen identisch zueinander gebildet sind. Weiterhin ist bevorzugt, dass die Breite eines Faches bzw. des Innenraumes eines Faches des Formatwechselmagazins im Wesentlichen der Breite eines Formatwechselmagazins entspricht, wobei die Breite des Faches bzw. des Innenraumes besonders bevorzugt maximal 20 %, ganz besonders bevorzugt maximal 15% und insbesondere bevorzugt maximal 10% größer als die Breite des Formatteilsatzes ist. Zudem ist bevorzugt, dass die Länge eines Faches bzw. des Innenraumes eines Faches des Formatwechselmagazins zwischen 1 % und 90 %, besonders bevorzugt zwischen 5 % und 50 % und ganz besonders bevorzugt zwischen 5 % und 25 % größer als die Länge des Formatteilsatzes ist.
-
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können das Bewegen des Formatteilsatzes in eine Einschubposition und das Koppeln eines Magazineinzugmotors grundsätzlich in einer beliebigen Reihenfolge oder auch zugleich erfolgen. Die Reihenfolge ist hier insbesondere deshalb nicht relevant, da erst beim Erreichen der Einschubposition der Formatteilsatz mittels der Einzugeinheit in das Formatwechselmagazin eingezogen werden kann und erst dazu die Kopplung des Magazineinzugmotors mit der Einzugeinheit bestehen muss. Zum Verhältnis der offenbarten Verfahrensmerkmale und der offenbarten Vorrichtungsmerkmale gilt zudem generell, dass alle im Zusammenhang mit der Behälterbehandlungsanlage offenbarten Merkmale sich auch entsprechend auf ein Verfahren zum Einbringen und/oder zum Herausfahren eines Formatteilsatzes aus einem Formatwechselmagazin beziehen und auch umgekehrt, dass offenbarte Verfahrensmerkmale eine Entsprechung in den Merkmalen der Vorrichtung finden.
-
Erfindungsgemäß weist die Behälterbehandlungsanlage mit dem Formatwechselmagazin wenigstens einen Magazineinzugmotor auf. Der Magazineinzugmotor weist dabei bevorzugt eine rotierende Welle auf und/oder ist ein Rotationsantrieb. Der Magazineinzugmotor kann dabei beliebig betrieben werden, beispielsweise hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch. Besonders bevorzugt weist der Magazineinzugmotor einen elektrischen Motor auf und besonders bevorzugt genau einen einzigen elektrischen Motor und/oder keinen weiteren Motor und/oder keine weitere aktive Antriebseinheit. Weiterhin bevorzugt sind alle Magazineinzugmotoren der Behälterbehandlungsanlage zueinander identisch.
-
Die vorliegende Erfindung ist maßgeblich dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Magazineinzugmotoren kleiner als die Anzahl der Fächer des Formatwechselmagazins ist. Entsprechend weist die Behälterbehandlungsanlage mit dem wenigstens einen Formatwechselmagazin wenigstens ein Magazineinzugmotor weniger auf, als das oder die Formatwechselmagazine Fächer aufweisen. Besonders bevorzugt gilt dieser Zusammenhang für jedes Formatwechselmagazin einzeln, sodass die Anzahl der Magazineinzugmotoren für jedes einzelne Formatwechselmagazin geringer ist, als die Anzahl der Fächer dieses Formatwechselmagazins. Weiterhin ist bevorzugt, dass jedes Formatwechselmagazin wenigstens drei Fächer und höchstens zwei Magazineinzugmotoren aufweist.
-
Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage ist vorgesehen, dass für jedes Formatwechselmagazin, insbesondere für alle Fächer, genau ein einziger Magazineinzugmotor vorgesehen ist. Dabei weist der Magazineinzugmotor bevorzugt eine einzige, motorisch angetriebene Einheit und besonders bevorzugt genau einen einzigen Elektro- und/oder Servomotor auf. Somit ist bevorzugt, dass eine als Einsäulenmaschine gebildete Behälterbehandlungsanlage bzw. eine Behälterbehandlungsanlage mit genau einem Formatwechselmagazin nur einen einzigen Magazineinzugmotor aufweist. Entsprechend ist bevorzugt, dass eine als Zweisäulenmaschine gebildete Behälterbehandlungsanlage bzw. eine Behälterbehandlungsanlage mit zwei Formatwechselmagazinen, insbesondere beidseitig jeweils genau ein Formatwechselmagazin, nur einen einzigen Magazineinzugmotor pro Formatwechselmagazin und somit genau zwei Magazineinzugmotoren aufweist.
-
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage ist der Formatteilsatz bei einem Quertransport von der Behälterbehandlungsanlage in das Formatwechselmagazin oder daraus heraus an einem Formatteilsatzträger angeordnet, wobei der Formatteilsatzträger bevorzugt wenigstens eine Verriegelung zum Halten des Formatteilsatzes und insbesondere der einzelnen Teile des Formatteilsatzes aufweist. Das Einziehen und/oder Herausbewegen und/oder Positionieren des Formatteilsatzes in dem Formatwechselmagazin kann grundsätzlich in beliebiger Weise und in einer beliebigen Position im Formatwechselmagazin erfolgen, wobei dies jedoch bevorzugt hängend und besonders bevorzugt an dem Formatteilsatzträger hängend erfolgt. Entsprechend ist es bevorzugt, dass der Formatteilsatzträger mit dem Formatteilsatz hängend in ein Fach des Formatwechselmagazins eingezogen, gelagert und/oder daraus herausbewegt wird. Weiterhin ist bevorzugt, dass der Formatteilsatzträger zwischen einem Bauteil des Formatwechselmagazins und insbesondere eines Faches des Formatwechselmagazins und dem Formatteilsatz angeordnet ist.
-
Weiterhin ist bevorzugt, dass das Einziehen und/oder Herausbewegen in einer durchgängigen, insbesondere in einer einzigen durchgängigen Bewegung, erfolgt und/oder sich in kontinuierlichem Kontakt zu dem Formatteilsatz bzw. dem Formatteilsatzträger befindet. Während des gesamten Einziehens und/oder Herausbewegens besteht besonders bevorzugt ein ununterbrochener Kontakt eines Bauteils des Formatwechselmagazins, insbesondere der Einzugeinheit und/oder der Einzugstange und/oder des Verriegelungsbolzens, mit dem Formatteilsatz bzw. dem Formatteilsatzträger. Entsprechend ist auch eine Ausgestaltung der Behälterbehandlungsanlage und/oder des Formatwechselmagazins bevorzugt, die ein Einziehen und/oder Herausbewegen des Formatteilsatzes bzw. des Formatteilsatzträgers ohne ein mehrfaches Greifen, ohne ein Umgreifen, ohne ein Nachfassen und/oder ohne eine Unterbrechung des Kontaktes und/oder der Bewegung ermöglicht.
-
Ein Formatteilsatzträger ist grundsätzlich zum Greifen des Formatteilsatzes, zum Zusammenhalten der einzelnen Bauteile des Formatteilsatzes, zum Anheben des Formatteilsatzes bzw. dessen Bauteilen aus einer Betriebsposition und/oder wieder in eine jeweilige Betriebsposition, zum Halten des Formatteilsatzes im Formatwechselmagazin und/oder zum Transport des Formatteilsatzes in das bzw. aus dem Formatwechselmagazin vorgesehen bzw. gebildet. Die Verriegelung des Formatteilsatzträgers weist bevorzugt wenigstens ein, besonders bevorzugt mehrere Verrieglungselemente auf, die gebildet sind, den Formatteilsatz zum nachfolgenden Querverschieben in das Formatwechselmagazin zusammenzufassen und/oder zusammenzuhalten und/oder den Formatteilsatz während des Quertransports in das Formatwechselmagazin und/oder während des Lagerns im Formatwechselmagazin sicher zu halten. Weiterhin ist die Verriegelung und insbesondere sind alle Verriegelungselemente steuerbar, um ein automatisches Zusammenfassen, Halten und/oder Freigeben des Formatteilsatzes zu ermöglichen.
-
Obwohl grundsätzlich ein direktes Einschieben und/oder Lagern eines Formatteilsatzes auch ohne einen Formatteilsatzträger denkbar ist, ist es bevorzugt, dass ein Formatteilsatz vor dem oder bei dem Verlassen seiner Betriebsposition in der Behälterbehandlungsanlage mit einem Formatteilsatzträger verbunden und insbesondere dadurch gehalten wird und besonders bevorzugt so lange mit dem Formatteilsatzträger verbunden bleibt, bis er wieder in die Betriebsposition eingesetzt wird. Ebenfalls ist es bevorzugt, dass alle Formatteilsätze im Formatwechselmagazin jeweils durch einen Formatteilsatzträger gehalten werden.
-
Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage sieht vor, dass der Formatteilsatzträger an der Behälterbehandlungsanlage und insbesondere im Bereich der Betriebsposition des Formatteilsatzes in der Höhe bzw. horizontal und seitlich, insbesondere in Richtung auf das Formatwechselmagazin hin, beweglich an einem Formatteilsatzträgergestell angeordnet ist, wobei das Formatteilsatzträgergestell derart in Bezug zum Formatwechselmagazin angeordnet und/oder derart gebildet ist, dass ein Formatteilsatzträger jedem Fach des Formatwechselmagazins gegenüberliegend zum nachfolgenden, insbesondere horizontalen Einschub des Formatteilsatzes angeordnet werden kann. Bevorzugt ist das Formatteilsatzträgergestell neben dem Formatwechselmagazin und/oder parallel zu dem Formatwechselmagazin und/oder oberhalb der Betriebsposition des Formatteilsatzes angeordnet.
-
Das Formatteilsatzträgergestell ist bevorzugt gebildet, um wenigstens einen Formatteilsatzträger und besonders bevorzugt genau einen Formatteilsatzträger derart bewegen zu können, dass ein Einschieben des Formatteilsatzes in ein Fach des Formatwechselmagazins und insbesondere in jedes der Fächer des Formatwechselmagazins ermöglicht wird. Das Bewegen an dem Formatteilsatzträgergestell kann dabei grundsätzlich in jeder Raumrichtung erfolgen, wobei bevorzugt ist, dass zum Anordnen gegenüberliegend zu einem Fach des Formatwechselmagazins lediglich ein Anhaben bzw. ein Bewegen in der Höhe notwendig ist. Weiterhin bevorzugt ist das Formatteilsatzträgergestell als ein feststehender, unbeweglicher und/oder gegenüber der Betriebsposition des Formatteilsatzes festgelegter Vorrichtungsteil, besonders bevorzugt als ein entsprechendes Gestell und insbesondere dabei zur beweglichen Anordnung eines Formatteilsatzträgers daran gebildet.
-
Generell ist bevorzugt, dass der Magazineinzugmotor außerhalb der Fächer des Formatwechselmagazins und insbesondere außerhalb des Formatwechselmagazins angeordnet ist. Besonders bevorzugt ist der Magazineinzugmotor an dem Formatteilsatzträger und dabei bevorzugt auf das Formatwechselmagazin zuweisend angeordnet. Grundsätzlich ist bevorzugt, dass der Magazineinzugmotor im Bereich des Formatteilsatzträgergestells angeordnet ist, wobei der Magazineinzugmotor besonders bevorzugt derart beweglich ist, dass dieser an das jeweilige Fach des Formatwechselmagazins, in das der Formatteilsatz eingeschoben werden soll, herangeführt werden kann. Die Erfinder haben hier erkannt, dass dies besonders einfach dadurch zu erreichen ist, wenn der Magazineinzugmotor im Bereich und insbesondere an dem Formatteilsatzträger angeordnet ist, mit dem der jeweilige, in das Formatwechselmagazin einzusetzende Formatteilsatz bewegt wird, da dies ebenfalls zur Position des jeweiligen Faches hin erfolgen muss. Entsprechend fährt bei einer Anordnung des Magazineinzugmotors am Formatteilsatzträger der Magazineinzugmotor grundsätzlich gemeinsam mit dem Formatteilsatz an das betreffende Fach heran.
-
Obwohl der Magazineinzugmotor grundsätzlich an einer beliebigen Position des Formatteilsatzträgers angeordnet werden kann, ist eine Anordnung im Bereich einer Ecke, einer auf das Formatwechselmagazin zuweisenden Außenkante und/oder am Formatteilsatzträger außenständig bevorzugt. Unter einer außenständigen Anordnung wird insbesondere der Bereich einer frei zugänglichen Außenkante des Formatteilsatzträgers und/oder die von der übrigen Behälterbehandlungsanlage abgewandten Außenseite des Formatteilsatzträgers verstanden.
-
Alternativ zu einer solchen außenständigen Anordnung kann auch eine innenständige Anordnung, das heißt, eine auf die Behälterbehandlungsanlage und insbesondere auf einen Hubantrieb des Formatteilsatzträgers zugewandte Anordnung vorteilhaft sein, da eine Anordnung des schweren Magazineinzugmotors näher an dem Hubantrieb und/oder an einer Aufhängung bzw. Lagerung des Formatteilsatzträgers am Formatteilsatzträgergestell den Gewichtseinfluss des Magazineinzugmotors und damit die benötigte Antriebskraft verringert. Unabhängig von der Position des Magazineinzugmotors erfolgt die Anordnung und insbesondere der Antrieb einer Höhenverschiebung des Formatteilsatzträgers wie zuvor beschrieben.
-
Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage sieht vor, dass in jedem Fach des Formatwechselmagazins eine Einzugeinheit angeordnet ist, die mittels des Magazineinzugmotors angetrieben wird, wozu zwischen der Einzugeinheit und dem Magazineinzugmotor eine trennbare Kupplungseinheit vorgesehen ist. Unter einer Einzugeinheit wird dabei ein Bauteil oder eine Baugruppe verstanden, die unmittelbar mit dem einzuziehenden Formatteilsatz oder dem entsprechenden Formatteilsatzträger in Kontakt gelangt und/oder auf bzw. an der der Formatteilsatz in das Fach des Formatwechselmagazins eingezogen und darin gelagert wird. Dazu ist die Einzugeinheit bevorzugt innerhalb des Faches und besonders bevorzugt über die volle Einzuglänge des Formatteilsatzes beweglich, insbesondere verschiebbar.
-
Die trennbare Kupplungseinheit ist grundsätzlich zur Übertragung einer Drehbewegung des Magazineinzugmotors auf ein Bauteil der Einzugeinheit gebildet. Dagegen muss grundsätzlich keine weitergehende Festlegung der beiden Bauteile aneinander mittels der Kupplungseinheit erfolgen, wenngleich eine solche Festlegung grundsätzlich denkbar ist. Zum Kuppeln des Magazineinzugmotors mit der Einzugeinheit weist die Einzugeinheit jedes Faches des Formatwechselmagazins bevorzugt eine Kupplungsaufnahme auf, wobei besonders bevorzugt die Kupplungsaufnahmen aller Fächer zueinander identisch gebildet sind. Weiterhin bevorzugt sind die Kupplungsaufnahmen der einzelnen Fächer jeweils auf den Formatteilsatzträger bzw. auf das Formatteilsatzträgergestell hin ausgerichtet und/oder am Formatwechselmagazin übereinanderliegend, in einer gemeinsamen Ebene, entlang einer gemeinsamen Geraden, in gleichem Abstand zueinander und/oder identisch zueinander ausgerichtet angeordnet.
-
Zudem ist bevorzugt, dass die trennbare Kupplungseinheit eine Kupplung über eine axial wirksame und/oder planseitige Verzahnung und insbesondere über eine Hirth-Verzahnung erreicht. Neben einer Hirth-Verzahnung ist jedoch grundsätzlich jede beliebige andere Rotations- bzw. Wellenkupplung denkbar, beispielsweise eine Finger- oder Klauenkupplung.
-
Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage sieht vor, dass der Magazineinzugmotor zum Verbinden und Trennen der trennbaren Kupplungseinheit zwischen der Einzugeinheit und dem Magazineinzugmotor in Richtung auf das Formatwechselmagazin und insbesondere auf eine Kupplungsaufnahme der Einzugeinheit hin verschieblich angeordnet ist, wozu der Magazineinschubmotor bevorzugt an dem Formatteilsatzträger mittels einer Linearführung festgelegt und/oder mittels einer Linearantriebseinheit verschoben werden kann. Grundsätzlich ist die Kupplung bevorzugt ausschließlich durch ein aufeinander zubewegen der Einzugeinheit und des Magazineinzugmotors verbindbar und/oder durch ein voneinander wegbewegen der Einzugeinheit und des Magazineinzugmotors in Bezug zueinander wieder trennbar. Das Verschieben des Magazineinzugmotors erfolgt dabei bevorzugt in einer horizontalen Richtung und/oder auf das Formatwechselmagazin zu und/oder parallel zu einer Einschubrichtung des Formatteilsatzträgers in das Fach des Formatwechselmagazins.
-
Die Linearantriebseinheit kann grundsätzlich ein beliebiges Mittel zum Verschieben des Magazineinschubmotors, insbesondere gegenüber dem Formatteilsatzträger, sein. Denkbar ist hier beispielsweise ein Linearmotor oder ein Spindelantrieb. Bevorzugt weist die Linearantriebseinheit jedoch einen fluidbetriebenen Zylinder und besonders bevorzugt einen Pneumatikzylinder auf und ist ganz besonders bevorzugt daraus gebildet. Das Verschieben des Magazineinschubmotors erfolgt bevorzugt linear und/oder in einer axialen Richtung des Magazineinschubmotors und/oder einer Motorwelle des Magazineinschubmotors.
-
Um einen Formatteilsatz in ein Fach des Formatwechselmagazins einziehen zu können, erfolgt die Kraftübertragung von dem Magazineinzugmotor bzw. von der Kopplungsaufnahme innerhalb der Einzugeinheit bevorzugt mittels eines oder mehrerer Riemenantriebe, wobei besonders bevorzugt wenigstes ein Teil der Riemenantriebe, ganz besonders bevorzugt alle Riemenantriebe und insbesondere auch sämtliche weiteren Antriebe außerhalb eines Innenraumes des jeweiligen Faches des Formatwechselmagazins, oberhalb des jeweiligen Faches und/oder zwischen zwei Fächern des Formatwechselmagazins angeordnet sind. Alternativ oder zusätzlich zu einem Riemenantrieb kann die Einzugeinheit auch ein oder mehrere Spindelantriebe aufweisen. Unter dem Innenraum eines Faches wird das Volumen innerhalb eines Faches verstanden, in das ein Formatteilsatz, gegebenenfalls gemeinsam mit einem Formatteilsatzträger, aufgenommen werden kann.
-
Bevorzugt ist zwischen der Kopplungsaufnahme der Einzugeinheit und einem ersten Riemenantrieb bzw. einer Riemenscheibe eines ersten Riemenantriebs wenigstens ein Umlenkelement, insbesondere zum rechtwinkligen Umlenken, angeordnet. Ein solches rechtwinkliges Umlenken kann insbesondere mittels eines Kegelradgetriebes erfolgen, wobei grundsätzlich beliebige Mittel hierzu verwendet werden können. Der Riemenantrieb der Einzugeinheit kann beliebig viele Riemen aufweisen, wobei bevorzugt wenigstens ein Einzugriemen vorgesehen ist, der sich besonders bevorzugt im Wesentlichen in einer Einzugrichtung des Formatteilsatzes in das jeweilige Fach des Formatwechselmagazins und/oder im Wesentlichen über die gesamte Länge des Einzugs des Formatteilsatzes erstreckt. Entsprechend verläuft der Einzugriemen bevorzugt horizontal und/oder parallel zu der Ebene des jeweiligen Faches des Formatwechselmagazins.
-
Zusätzlich zu einem oder mehreren Einzugriemen kann die Einzugeinheit auch noch einen oder mehrere Übertragungsriemen aufweisen, die grundsätzlich parallel, entlang der Richtung eines Einzugriemens oder in einem beliebigen Winkel zu einem Einzugriemen verlaufen können. Bevorzugt verläuft wenigstens ein Übertragungsriemen jedoch in einem Winkel und besonders bevorzugt im Wesentlichen rechtwinklig zu einem Einzugriemen, insbesondere um einen Höhenausgleich zwischen dem Einzugriemen, der bevorzugt horizontal verläuft, und der in der Höhe dazu versetzten Kopplungsaufnahme zu schaffen. Dabei ist wenigstens ein Übertragungsriemen bevorzugt außenständig am Formatwechselmagazin und/oder an der gleichen Seite der Behälterbehandlungsanlage wie der Magazineinzugmotor angeordnet. Schließlich ist bevorzugt wenigstens ein Übertragungsriemen zwischen der Kopplungsaufnahme und dem Einzugriemen angeordnet und besonders bevorzugt sind alle Übertragungsriemen zwischen der Kopplungsaufnahme und einem oder mehreren Einzugriemen angeordnet.
-
Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage sieht vor, dass in jedem Fach des Formatwechselmagazins wenigstens ein Einzugwagen zum Aufnehmen und/oder Transportieren des Formatteilsatzes, gegebenenfalls einschließlich des Formatteilsatzträgers, verschieblich, bevorzugt mittels des Riemenantriebs und besonders bevorzugt mittels eines Einzugriemens des Riemenantriebs verschieblich angeordnet ist, wobei der Antrieb des wenigstens einen Einzugwagens bevorzugt ausschließlich mittels des Magazineinzugmotors erfolgt. Bevorzugt ist die gesamte Einzugeinheit im Wesentlichen außerhalb des Innenraumes eines Faches und/oder vollständig innerhalb eines Traggestells des Formatwechselmagazins angeordnet. Um den Einzugwagen mittels des Riemenantriebs bewegen zu können, ist bevorzugt wenigstens ein Riemen, insbesondere ein Einzugriemen, an dem Einzugwagen festgelegt.
-
Obwohl innerhalb eines Faches des Formatwechselmagazins grundsätzlich nur ein einziger Einzugwagen angeordnet sein kann, ist es bevorzugt, dass zwei Einzugwagen vorgesehen sind, die besonders bevorzugt an einem gemeinsamen Einzugriemen festgelegt sind und/oder hintereinander im Fach angeordnet sind und/oder durchgängig in gleichbleibendem Abstand zueinander verschoben werden. Grundsätzlich ist aber auch denkbar, jeden Einzugwagen mit einem eigenen Riemen und/oder beide bzw. alle Einzugwagen unabhängig voneinander anzutreiben. Der Antrieb der Einzugeinheit erfolgt bevorzugt ausschließlich mittels des Magazineinzugmotors und insbesondere bevorzugt ohne eine weitere Antriebseinheit, insbesondere ohne eine innerhalb des Formatwechselmagazins angeordnete Antriebseinheit. Ganz besonders bevorzugt ist am Antrieb der Einzugeinheit kein weiterer Motor als der Magazineinzugmotor beteiligt.
-
Jeder Einzugwagen kann in dem jeweiligen Fach des Formatwechselmagazins grundsätzlich beliebig geführt sein, wobei es bevorzugt ist, dass der Einzugwagen auf Rollen verschieblich angeordnet ist. Obwohl grundsätzlich zwei Rollen, insbesondere an jeder Seite eine Rolle, vollkommen ausreichend wären, ist es vorteilhaft, wenn ein Einzugwagen wenigstens vier Rollen, insbesondere zwei voneinander beabstandete Rollen je Seite, aufweist, auf denen der Einzugwagen aufsteht.
-
Zur seitlichen Führung, bevorzugt an einem Bauteil und insbesondere an einem Traggestell des Formatwechselmagazins, können zudem auch seitliche Führungselemente, beispielsweise zur Gleitführung, am Einzugwagen vorgesehen sein, wobei jedoch seitliche Führungsrollen bevorzugt sind. Besonders bevorzugt ist an jeder Seite des Einzugwagens wenigstens eine Führungsrolle angeordnet und besonders bevorzugt sind je Seite wenigstens zwei, insbesondere genau zwei Führungsrollen angeordnet. Dabei sind die Führungsrollen insbesondere bevorzugt alle in einer Ebene angeordnet.
-
Zudem ist bevorzugt, dass jeweils eine Rolle und/oder eine Führungsrolle im Bereich einer Ecke und/oder im Endbereich einer Seitenkante des Einzugwagens angeordnet ist. Darüber hinaus ist auch denkbar, dass der Einzugwagen anstelle einzelner Rollen jeweils Rollenpaare aufweist, wobei dann besonders bevorzugt eine Schiene des Formatwechselmagazins und/oder innerhalb eines Faches zwischen den beiden Rollen eines Rollenpaares angeordnet ist, sodass der Einzugwagen unabhebbar auf der Schiene geführt ist. Eine solche Gestaltung ist insbesondere im Zusammenhang mit zusätzlichen, seitlichen Führungsrollen bevorzugt, sodass eine besonders präzise Führung des Einzugwagens ermöglicht wird.
-
Der Einzugwagen ist schließlich bevorzugt mittels der Rollen so lange getragen und/oder mittels der Führungsrollen so lange geführt, bis der Formatteilsatz vollständig innerhalb des Faches des Formatwechselmagazins angeordnet ist. Besonders bevorzugt erfolgt ein durchgehender Kontakt der Rollen und/oder der Führungsrollen mit dem Formatwechselmagazin.
-
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage ist zwischen der Einzugeinheit und insbesondere einem Einzugwagen und dem Formatteilsatz bzw. dem Formatteilsatzträger eine Verriegelungseinheit zum Verbinden und Einziehen des Formatteilsatzträgers in das Formatwechselmagazin angeordnet, wobei bevorzugt an dem Einzugwagen eine Einzugstange mit wenigstens einem Verrieglungsbolzen angeordnet ist und/oder am Formatteilsatz bzw. an dem Formatteilsatzträger eine korrespondierende Verriegelungsbolzenaufnahme aufweist. Bei einer Gestaltung der Einzugeinheit mit mehreren Einzugwagen ist die Verriegelungseinheit und insbesondere die Einzugstange an einem vorderen und/oder am nächsten im Bereich der Zuführung des Formatteilsatzes bzw. des Formatteilsatzträgers in das Formatwechselmagazin angeordnet.
-
Bevorzugt ist die Verriegelungseinheit als eine Schwerkraftkopplung bzw. -verriegelung gebildet, die besonders bevorzugt beim Bewegen des Einzugwagens auf den Formatteilsatz automatisch und/oder selbsttätig und/oder aufgrund der Schwerkraft eine Verbindung, insbesondere eine trennbare Verbindung, herstellt. Das Einziehen und/oder das Herausbewegen des Formatteilsatzes erfolgt dabei bevorzugt ohne ein Umsetzen oder ein zwischenzeitliches Lösen und wieder Verbinden der Verrieglungseinheit. Obwohl die Einzugstange grundsätzlich beliebig gebildet sein kann, ist es bevorzugt, dass diese linear gebildet ist und/oder mehrere, im Abstand zueinander angeordnete Verriegelungsbolzen aufweist.
-
Auch das Festlegen der Einzugstange am Einzugwagen kann beliebig erfolgen, wobei die Einzugstange bevorzugt verschwenkbar und besonders bevorzugt ausschließlich in der Höhe verschwenkbar am Einzugwagen festgelegt ist. Ebenfalls ist bevorzugt, dass das Festlegen der Einzugstange am Einzugwagen im Bereich eines Endes der Einzugstange erfolgt und/oder dass das andere, nicht am Einzugwagen festgelegte Ende der Einzugstange derart angeschrägt gebildet ist, dass sich die Einzugstange beim Zubewegen des Einzugwagens auf den Formatteilsatzträger selbsttätig auf die Verriegelungsbolzenaufnahme schiebt, bis ein Verriegelungsbolzen in die Verriegelungsbolzenaufnahme geschoben wird bzw. aufgrund der Schwerkraft dort hinein fällt und somit die beiden Bauteile in Bezug zueinander verriegelt. Grundsätzlich kann die Verriegelungsbolzenaufnahme nicht nur am Formatteilsatzträger, sondern auch direkt am Formatteilsatz und dort insbesondere an einem Greiferkopf angeordnet sein.
-
Schließlich ist bevorzugt, dass im Bereich der Verriegelungsbolzenaufnahme ein Entriegelungsmittel und insbesondere ein Entriegelungszylinder derart angeordnet ist, dass bei einer Betätigung des Entriegelungszylinders der Verriegelungsbolzen aus der Verriegelungsbolzenaufnahme gedrückt bzw. herausbewegt wird und somit die Verriegelung der Einzugeinheit und insbesondere des Einzugwagens mit dem Formatteilsatz bzw. dem Formatteilsatzträger geöffnet werden kann. Dies erfolgt insbesondere bevorzugt automatisch und/oder maschinell gesteuert.
-
Eine bevorzugte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage weist wenigstens zwei und besonders bevorzugt genau zwei Formatwechselmagazine auf, wobei weiterhin bevorzugt beidseitig des Formatteilsatzträgergestells jeweils ein Formatwechselmagazin angeordnet ist, und die Behälterbehandlungsanlage für jedes Formatwechselmagazin genau einen Magazineinzugmotor aufweist, wobei bevorzugt jeweils ein Magazineinzugmotor an sich gegenüberliegenden Seiten des Formatteilsatzträgers angeordnet ist. Dabei sind die beiden Magazineinzugmotoren besonders bevorzugt an sich gegenüberliegenden Seiten und insbesondere Endbereichen einer gemeinsamen Außenseite bzw. Außenkante des Formatteilsatzträgers angeordnet.
-
Schließlich sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, dass das Lösen, ein Verbinden verschiedener Bauteile des Formatteilsatzes und/oder das Bewegen des Formatteilsatzes mittels eines Formatteilsatzträgers erfolgt, und/oder das Bewegen des Formatteilsatzes in eine Einschubposition ausschließlich ein Anheben in der Höhe ist, und/oder das Koppeln des Magazineinzugmotors durch ein Verschieben des an einem Formatteilsatzträger verschieblich angeordneten Magazineinzugmotors erfolgt, und/oder das Einziehen und Lagern des Formatteilsatzes in das Fach des Formatwechselmagazins hängend erfolgt.
-
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage mit einem Formatwechselmagazin wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht der wesentlichen Bauteile einer Behälterbehandlungsmaschine und eines Formatwechselmagazins,
- Fig. 2
- eine Oberseitenansicht der Behälterbehandlungsmaschine und des Formatwechselmagazins,
- Fig. 3
- eine Oberseitenansicht eines Bereichs zwischen der Behälterbehandlungsmaschine und dem Formatwechselmagazin,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht des Bereichs zwischen der Behälterbehandlungsmaschine und dem Formatwechselmagazin,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer trennbaren Kupplungseinheit zwischen einem Magazineinzugmotor und einer Einzugeinheit des Formatwechselmagazins,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines Magazineinzugmotors,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Einzugwagens der Einzugeinheit, und
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Einzugwagens der Einzugeinheit.
-
Eine in den Figuren 1 und 2 dargestellte Behälterbehandlungsanlage 1 ist dazu vorgesehen, Behälter und dabei insbesondere Getränkeflaschen aus Glas oder PET in Getränkekästen einzusetzen oder daraus zu entnehmen. Abhängig von dem Format der Behälter sowie der Position der Behälter in dem Getränkekasten ist dazu ein spezifischer Korrigierrahmen zum Korrigieren der Position der ein- oder auszupackenden Behälter und ein Greiferkopf zum Greifen, Anheben und Transportieren der Behälter zum Packen oder zum Entpacken sowie auch ein Gassenrahmen zum geordneten Heranführen der Behälter zum Greiferkopf vorgesehen. Die jeweils auf ein spezifisches Behälterformat angepassten Bauteile, d.h., der Greiferkopf, der Korrigierrahmen sowie der Gassenrahmen, werden gemeinsam als ein Formatteilsatz 2 bezeichnet.
-
Um bei der Behälterbehandlungsanlage 1 besonders schnell und einfach den Formatteilsatz 2 bei einem Formatwechsel der zu behandelnden Behälter wechseln zu können, ist neben der Betriebsposition der Behälterbehandlungsanlage 1 ein Formatwechselmagazin 3 angeordnet, in dem mehrere Formatteilsätze 2 zum Wechseln bereitgehalten werden können. Für jeden Formatteilsatz 2 weist das Formatwechselmagazin 3 genau ein Fach 4 auf, wobei insgesamt vier Fächer 4 vorgesehen sind.
-
Bei einem Formatwechsel werden die noch in Betrieb befindlichen Formatteile des Formatteilsatzes 2 zunächst von der Behälterbehandlungsanlage 1 gelöst und dann gemeinsam an einem Formatteilsatzträger 6 erfasst, zusammengefasst und verbunden gehalten sowie angehoben. Dazu ist der Formatteilsatzträger 6 höhenverstellbar an einem Formatteilsatzträgergestell 7 angeordnet. Das Formatteilsatzträgergestell 7 ist dabei neben dem Formatwechselmagazin 3 angeordnet, sodass ein auf die richtige Höhe gehobener Formatteilsatz 2 unmittelbar neben einem Fach 4 des Formatwechselmagazins 3 gehalten werden kann.
-
Um nun den an dem Formatteilsatzträger 6 hängenden und davon gehaltenen Formatteilsatz 2 in ein freies Fach 4 des Formatwechselmagazins 3 einbringen zu können, wird eine an dem Formatwechselmagazin 3 angeordnete Einzugeinheit 8 des jeweiligen Faches 4 zum Einziehen des Formatteilsatzes 2 verwendet. Dabei weist jedoch die Einzugeinheit 8 keine eigenständige Antriebseinheit auf, sondern wird mittels eines Magazineinzugmotors 5 angetrieben, der an einem Rahmenbauteil des Formatteilsatzträgers 6 angeordnet ist.
-
Sobald der Formatteilsatzträger 6 die richtige Höhe erreicht hat, um den Formatteilsatz 2 mit dem Formatteilsatzträger 6 in das Fach 8 des Formatwechselmagazins 3 einschieben zu können, ist der Magazineinzugmotor 5, der im Bereich seiner Motorachse eine Hirth-Verzahnung 10 aufweist, automatisch auf eine korrespondierende Hirth-Verzahnung 10 der Einzugeinheit 8 als Kupplungsaufnahme 11 ausgerichtet. Die beiden Hirth-Verzahnungen 10 bilden dabei eine trennbare Kupplungseinheit 9.
-
Um die beiden Hirth-Verzahnungen 10 der trennbaren Kupplungseinheit 9 zu verbinden, ist der Magazineinzugmotor 5 am Rahmenbauteil des Formatteilsatzträgers 6 linear verschieblich mittels einer Linearführung 12 festgelegt, wobei die Linearführung 12 mittels einer als Pneumatikzylinder gebildeten Linearantriebseinheit 13 automatisch steuerbar ist (siehe Fig. 5 und 6).
-
Im gekoppelten Zustand kann dann eine Rotationsbewegung von dem Magazineinzugmotor 5 über die Kupplungsaufnahme 11 sowie über ein Kegelradgetriebe auf einen Riemenantrieb 14 der Einzugeinheit 8 übertragen werden, um ein Einziehen des an dem Formatteilsatzträger 6 hängend gehaltenen Formatteilsatzes 2 zu ermöglichen. Das Einziehen erfolgt mittels eines Einzugriemens 21 des Riemenantriebs 14, wobei zwischen der Kupplungsaufnahme 11 bzw. dem Kegelradgetriebe und dem Einzugriemen 21 zum Höhenausleich innerhalb des Formatwechselmagazins 3 noch ein Übertragungsriemen 22 angeordnet ist.
-
Der eigentliche Einzug des an dem Formatteilsatzträger 6 hängend gehaltenen Formatteilsatzes 2 in den Innenraum 15 eines Faches 4 erfolgt dann mittels wenigstens eines Einzugwagens 16, der linear verschieblich in dem Fach 4 angeordnet sowie mittels des Einzugriemens 21 des Riemenantriebs 14 angetrieben wird. Dazu ist der Einzugriemen 21 am Einzugwagen 16 festgelegt sowie an beiden Enden des Faches 4 umgelenkt.
-
Der Einzugwagen 16 weist zum verschieblichen Führen in dem Fach 4 dazu wenigstes vier seitliche Rollen 23 zum Tragen des Einzugwagens 16 sowie zusätzlich vier Führungsrollen 25 zur Seitenführung innerhalb des Faches 4 auf (siehe Fig. 7). Ein solcher Einzugwagen 16 ist zum Verschieben auf einer Schiene aufstehend gebildet. Alternativ kann ein Einzugwagen 16 jeweils anstelle der Rolle 23, auf denen der Einzugwagen 16 aufsteht, auch ein Rollenpaar 24 aufweisen, zwischen dem eine Führungsschiene des Faches 4 angeordnet ist, sodass der Einzugwagen 16 auf einer Rolle des Rollenpaares 24 aufsteht und mit der anderen, unterhalb der Führungsschiene angeordneten Rolle des Rollenpaares 24 gegen ein Abheben gesichert ist (siehe Fig. 8).
-
Schließlich ist an dem auf die Betriebsposition zuweisenden Ende des Einzugwagens 16 eine Einzugstange 18 mit wenigstens einem Verriegelungsbolzen 19 derart gelenkig angeordnet, dass bei einem Bewegen des Einzugwagens 16 in Richtung eines auf der richtigen Höhe gehaltenen Formatteilsatzträgers 6 der Verriegelungsbolzen 19 selbsttätig aufgrund der Schwerkraft in eine Verrieglungsbolzenaufnahme 20 gelangt, die an dem Formatteilsatzträger 6 angeordnet ist. Die Einzugstange 18 mit dem Verriegelungsbolzen 19 und die Verrieglungsbolzenaufnahme 20 bilden dabei eine Verriegelungseinheit 17, mittels der der Einzugwagen 16 zeitweilig mit dem Formatteilsatzträger 6 zum Einzug in das Fach 4 verbunden werden kann (siehe Fig. 3 und 4). Zum Trennen der Verriegelung kann der Verriegelungsbolzen 19 mittels eines elektrisch oder pneumatisch betriebenen Zylinders wieder aus der Verrieglungsbolzenaufnahme 20 herausgedrückt werden und anschließend können der Einzugwagen 16 und der Formatteilsatzträger 6 wieder unabhängig voneinander bewegt werden.
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Behälterbehandlungsanlage
- 2
- Formatteilsatz
- 3
- Formatwechselmagazin
- 4
- Fach
- 5
- Magazineinzugmotor
- 6
- Formatteilsatzträger
- 7
- Formatteilsatzträgergestell
- 8
- Einzugeinheit
- 9
- trennbare Kupplungseinheit
- 10
- Hirth-Verzahnung
- 11
- Kupplungsaufnahme
- 12
- Linearführung
- 13
- Linearantriebseinheit
- 14
- Riemenantrieb
- 15
- Innenraum
- 16
- Einzugwagen
- 17
- Verriegelungseinheit
- 18
- Einzugstange
- 19
- Verrieglungsbolzen
- 20
- Verriegelungsbolzenaufnahme
- 21
- Einzugriemen
- 22
- Übertragungsriemen
- 23
- Rolle
- 24
- Rollenpaar
- 25
- Führungsrolle