EP4709934A1 - Stopfmaschine, system und verfahren zum stopfen eines gleises - Google Patents

Stopfmaschine, system und verfahren zum stopfen eines gleises

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EP4709934A1
EP4709934A1 EP24724954.3A EP24724954A EP4709934A1 EP 4709934 A1 EP4709934 A1 EP 4709934A1 EP 24724954 A EP24724954 A EP 24724954A EP 4709934 A1 EP4709934 A1 EP 4709934A1
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EP
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tamping
machine
track
narrow
unit
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EP24724954.3A
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Harald Daxberger
Harald FRITSCHER
Markus KERNECKER
Samir OMEROVIC
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Plasser und Theurer Export Von Bahnbaumaschinen GmbH
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Plasser und Theurer Export Von Bahnbaumaschinen GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Stopfmaschine (1) zum Unterstopfen von Schwellen (12) eines Gleises (4), mit einem auf Eisenbahnschienen (9) des Gleises (4) verfahrbaren Maschinenrahmen (2) und mit einem Stopfaggregat (6), das in einer Maschinenquerrichtung (15) ein inneres und ein äußeres Stopfwerkzeugpaar (18, 19) mit jeweils in einer Maschinenlängsrichtung (21) zueinander beistellbaren und mit Vibration beaufschlagbaren Stopfwerkzeugen (20) umfasst. Dabei sind am äußeren Stopfwerkzeugpaar (19) schmale Stopfpickel (27) angeordnet zur Verlagerung von Schotter unter eine Schwelle (12) mittels eines jeweiligen Wirkabschnitts (38), dessen Ausdehnung in Vertikalrichtung (41) größer als in Maschinenquerrichtung (15) ist. Der jeweilige schmale Stopfpickel (27) des erfindungsgemäßen Stopfaggregats (6) bleibt auch bei sehr engen Platzverhältnissen einsatzfähig.

Description

Stopfmaschine , System und Verfahren zum Stopfen eines
Gleises
Die Erfindung betri f ft eine Stopfmaschine zum Unterstopfen von Schwellen eines Gleises , mit einem auf Eisenbahnschienen des Gleises verfahrbaren Maschinenrahmen und mit einem Stopf aggregat , das in einer Maschinenquerrichtung ein inneres und ein äußeres Stopfwerkzeugpaar mit j eweils in einer Maschinenlängsrichtung zueinander beistellbaren und mit Vibration beaufschlagbaren Stopfwerkzeugen umfasst . Zudem betri f ft die Erfindung ein System, das die entsprechende Stopfmaschine und ein Gleis umfasst , sowie ein Verfahren zum Unterstopfen von Schwellen des Gleises mittels der entsprechenden Stopfmaschine .
Eine gattungsgemäße Stopfmaschine ist beispielsweise aus der EP 0 416 193 Al bekannt und dient zur Herstellung einer gewünschten Gleislage . Während eines Stopfvorgangs wird ein mittels eines Hebe- und Richtaggregats in eine Sollposition gebrachter Gleisrostabschnitt mittels eines Stopf aggregats fixiert . Zur Bestimmung der Sollposition umfasst die Stopfmaschine ein eigenes Messsystem . Angesteuert werden das Hebe- und Richtaggregat und das Stopf aggregat mittels einer Steuerungseinrichtung, der Signale des Messsystems zugeführt sind .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde , eine Stopfmaschine der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass ein erweiterter Einsatzbereich gegeben ist . Insbesondere soll die Stopfmaschine zur Instandhaltung von Gleisen des städtischen Personennahverkehrs wie Untergrundbahnen einsetzbar sein . Weitere Aufgaben richten sich auf ein entsprechendes System, umfassend die Stopfmaschine und das Gleis , sowie auf ein entsprechendes I ns tandhaltungs verfahr en .
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben gelöst durch die unabhängigen Ansprüche 1 , 9 und 10 . Abhängige Ansprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung an .
Dabei sind am äußeren Stopfwerkzeugpaar schmale Stopfpickel angeordnet zur Verlagerung von Schotter unter eine Schwelle mittels eines j eweiligen Wirkabschnitts , dessen Ausdehnung in Vertikalrichtung größer als in Maschinenquerrichtung ist . Der j eweilige schmale Stopfpickel des erfindungsgemäßen Stopf aggregats bleibt auch bei sehr engen Platzverhältnissen einsatz fähig . Das ist insbesondere bei einem Gleis mit zwei Eisenbahnschienen für Stahlräder (Eisenbahnräder ) und mit zwei zusätzlichen Lauf schienen für Gummiräder der Fall . Letztere sind gewöhnlich als Betonbahnen oder als I- Stahlprofile ausgebildet und kommen bei manchen Untergrundbahnen zum Einsatz , zum Beispiel bei der Metro Paris . Alle Schienen sind auf gemeinsamen Schwellen befestigt . Zusätzlich ist bei solchen Gleisanlagen eine seitliche Führungsschiene angeordnet , wodurch der Freiraum für die Stopfpickel weiter eingeschränkt ist .
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das Stopf aggregat sowohl auf Gummiradstrecken mit Laufschienen für Gummiräder als auch auf konventionellen Stahlradstrecken, die lediglich Eisenbahnschienen für Stahlräder aufweisen, einsatz fähig ist . In manchen urbanen Verkehrsnetzen wie zum Beispiel in Paris kommen beide Streckenarten vor, wobei die Gummiradstrecken zusätzliche Eisenbahnschienen umfasst . Die erfindungsgemäße Stopfmaschine kann deshalb beide Streckenarten mit Stahlrädern befahren und das Stopf aggregat nutzen . Auf einer Gummiradstrecke taucht das äußere Stopfwerkzeugpaar von einer Gleismitte aus gesehen außen neben der zugeordneten
Laufschiene für Gummiräder zwischen Laufschiene und Führungsschiene in das Schotterbett ein . Eine Stahlradstrecke ohne Laufschienen für Gummiräder wird konventionell gestopft . Dabei tauchen das äußere und das innere Stopfwerkzeugpaar beidseits der zugeordneten Eisenbahnschiene in das Schotterbett ein . Eine ausreichende Verdichtung des Schotterbetts ist auch hier trotz der schmalen Form der äußeren Stopfpickel gegeben, weil der j eweilige Wirkabschnitt in Vertikalrichtung entsprechend lang ist .
In einer vorteilhaften Weiterbildung weist der j eweilige schmale Stopfpickel einen aus einer Pickelhalterung ragenden freien Abschnitt auf , dessen Breite höchstens 80 Millimeter, insbesondere höchstens 75 Millimeter und insbesondere höchstens 65 Millimeter sowie mindestens 50 Millimeter, insbesondere mindestens 55 Millimeter und insbesondere mindestens 60 Millimeter ist . Damit ist einerseits sichergestellt , dass der Wirkabschnitt für die Verdichtung des Schotters ausreichend groß ist . Andererseits erlaubt die durchgehend schmale Aus führung des Stopfpickels den Einsatz zwischen eng nebeneinander angeordneten Schienen des Gleises .
Bei einer weiteren Verbesserung weisen die schmalen Stopfpickel des äußeren Stopfwerkzeugpaares einen längeren Schaft als Stopfpickeln des inneren Stopfwerkzeugpaares auf . Das innere Stopfwerkzeugpaar ist hierbei in konventioneller Bauweise aus führbar . Das äußere Stopfwerkzeugpaar mit den schmalen Stopfpickeln ist hingegen für den Einsatz neben einer höher angeordneten Führungsschiene des Gleises optimiert . Durch den längeren Schaft ragen die Stopfpickel weit genug aus einer zugeordneten Pickelhalterung heraus , damit die Pickelhalterung während eines Eintauchvorgangs der Stopfpickel in Vertikalrichtung gegenüber der Führungsschiene distanziert bleibt .
In einer bevorzugten Ausprägung weist der j eweilige schmale Stopfpickel entlang des Wirkabschnitts einen rotationssymmetrischen Querschnitt auf . Ein solcher Stopfpickel verbindet eine hohe Belastbarkeit mit einer guten Verdichtungswirkung auf den Schotter .
Für eine verbesserte Übertragung der Vibrationen und der Beistellbewegung auf den Schotter ist es von Vorteil , wenn an dem j eweiligen schmalen Stopfpickel entlang des Wirkabschnitts Vertikalrippen angeordnet sind . Diese Vertikalrippen weisen eine von einem Grundkörper des Stopfpickels abstehende Höhe von höchstens 15 Millimeter, vorzugsweise von höchstens 10 Millimeter und vorzugsweise von höchstens 5 Millimeter auf . Die Ausdehnung des Stopfpickels in Maschinenquerrichtung erhöht sich dadurch nur unwesentlich . Jedoch verkeilen sich Schotterkörner entlang der Rippen, woraus eine verbesserte dynamische Interaktion mit dem Wirkabschnitt des Stopfpickels resultiert .
Zur Bearbeitung von Gleisen mit seitlichen Führungsschienen oder entlang eines Bahnsteigs ist dem Stopf aggregat vorteilhafterweise eine Distanzmesseinrichtung zur Messung einer seitlichen Distanz gegenüber einem seitlichen Obj ekt , insbesondere gegenüber einer Führungsschiene des Gleises zugeordnet . Mit dieser Verbesserung sind die schmalen Stopfpickel mit einem gleichbleibenden Abstand gegenüber dem seitlichen Obj ekt positionierbar . Beispielsweise ist damit eine automatisierte Führung der schmalen Stopfpickel zwischen einer Laufschiene und einer Führungsschiene eines Gleises für Gummiräder durchführbar . Aufgrund der engen Platzverhältnisse ist eine rein manuelle Ansteuerung ohne Distanzmessung sehr schwierig und gegebenenfalls nur mit zusätzlichem Personal am Gleis durchführbar . Damit würde j edoch ein Vorteil der Erfindung entfallen, nämlich eine Stopfung des Gleises ohne Personal am Gleis .
In einer bevorzugten Weiterbildung ist die Distanzmesseinrichtung zur berührungslosen Abstandsmessung, insbesondere mittels optischer Messmittel eingerichtet . Damit ist mit gleichbleibender Genauigkeit ein weiter Abstandsbereich abdeckbar . Zudem ist eine solche Distanzmesseinrichtung verschleiß frei , weil keine Berührung des seitlichen Gleisob ekts , zum Beispiel mittels eines Tastfühlers , erforderlich ist .
Bei einer weiteren Verbesserung ist die Distanzmesseinrichtung in einer Arbeitsrichtung vor dem Stopf aggregat angeordnet , wobei eine Wegmesseinrichtung angeordnet ist und wobei eine mit den Messeinrichtungen gekoppelte Steuerungseinrichtung das Stopf aggregat in Abhängigkeit eines zurückgelegten Weges und der gemessenen seitlichen Distanz ansteuert . Mit dieser Anordnung ist eine automatisierte seitliche Positionierung des Stopf aggregats durchführbar . Ein weiterer Vorteil der vorgeordneten Distanzmesseinrichtung besteht darin, dass in Distanz zum Stopf aggregat die Staubentwicklung geringer aus fällt und keine Vibrationen das Messergebnis verfälschen .
Das erfindungsgemäße System umfasst die beschriebene Stopfmaschine und ein zu hebendes Gleis , wobei das Gleis zwei Eisenbahnschienen für Stahlräder und zwei Laufschienen für Gummiräder sowie insbesondere eine stromführende Führungsschiene umfasst . In diesem System kommen die
Vorteile der erfindungsgemäßen Stopfmaschine besonders zum
Tragen . Durch den eingeschränkten Freiraum zwischen den verschiedenen Schienen ist ein herkömmliches
Stopf aggregat nicht einsetzbar . Die schmalen Stopfpickel sind hingegen auch in den Zwischenräumen zwischen den unterschiedlichen Schienen positionierbar . Somit sind die Vorteile des Stopf aggregats nutzbar, wie die optimale Verdichtung des Schotterbetts mittels Asynchron-Gleichdruck- Stopfung . Dabei üben die beiden gegenüberliegenden Stopfpickel eines Stopfpickelpaares auf den Schotter denselben Druck aus . In Abhängigkeit des vom Schotter auf den j eweiligen Stopfpickel wirkenden Gegendrucks ergibt sich der j eweilige Beistellweg .
Beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Unterstopfen von Schwellen eines Gleises mittels der beschriebenen Stopfmaschine werden folgende Verfahrensschritte durchgeführt :
- Messen einer seitlichen Distanz des Stopf aggregats gegenüber einer Führungsschiene des Gleises ;
- Positionieren des Stopf aggregats über einer Schwelle mit einem vorgegebenen seitlichen Abstand zur Führungsschiene ;
- Absenken der Stopfwerkzeuge und Beistellen unter Vibrationsbeaufschlagung .
Mit diesem Verfahren sind Gleise mit engen Freiräumen im Bereich der Schienen auf vorteilhafte Weise stopfbar . Insbesondere eignet sich das Verfahren für Gleise mit Eisenbahnschienen für Stahlräder und Laufschienen für Gummiräder, insbesondere mit einer zusätzlichen stromführenden Führungsschiene . Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert . Es zeigen in schematischer Darstellung :
Fig . 1 Stopfmaschine in einer Seitenansicht ;
Fig . 2 Stopf aggregat und Gleis in einer Ansicht von schräg oben;
Fig . 3 Stopf aggregat in einer Vorderansicht und Gleisquerschnitt ;
Fig . 4 Stopf aggregat , Messwagen und Gleis in einer Seitenansicht ;
Fig . 5 Messwagen mit Distanzmesseinrichtung in einer Vorderansicht und Gleisquerschnitt ;
Fig . 6 schmaler Stopfpickel in einer Schrägansicht .
Die in Fig . 1 dargestellte Stopfmaschine 1 umfasst einen Maschinenrahmen 2 , der auf Schienenfahrwerken 3 abgestützt entlang eines Gleises 4 verfahrbar ist . Die Schienenfahrwerke 3 sind mit Stahlrädern ausgestattet . Am Maschinenrahmen 2 ist in Arbeitsrichtung 5 vor einem Stopf aggregat 6 ein Hebe- und Richtaggregat 7 angeordnet . Ein maschineneigenes Messsystem 8 misst die aktuelle I st- Gleislage , während ein aus Schienen 9 , 10 , 11 und Schwellen 12 bestehender Gleisrost mittels des Hebe- und Richtaggregats 7 aus einem Schotterbett 13 gehoben und seitlich gerichtet wird . Mittels einer Steuerungseinrichtung 14 werden das Hebe- und Richtaggregat 7 und das
Stopf aggregat 6 angesteuert . Nach einer Angleichung der I st- Lage des Gleises 4 an eine vorgegebene Soll-Lage erfolgt die Fixierung des Gleisrostes im Schotterbett 13 mittels des Stopf aggregats 6 .
Die erfindungsgemäße Stopfmaschine 1 ist vorzugsweise für die Instandhaltung eines Gleises 4 für den urbanen Personenverkehr, insbesondere für Gleisanlagen einer Untergrundbahn vorgesehen . Dabei herrschen gewöhnlich enge Platzverhältnisse . Das gilt insbesondere für Gleise 4 , die zusätzlich zu Eisenbahnschienen 9 für Stahlräder auch Laufschienen 10 sowie Führungsschienen 11 für Gummiräder umfassen . Solche Gleise 4 mit kombinierten Schienen 9 , 10 , 11 kommen im urbanen Schienenverkehr zum Einsatz .
Die darauf fahrenden Schienenfahrzeuge des Regelverkehrs weisen Fahrwerke mit Stahlrädern und Gummirädern auf . Die Stahlräder sind mit hohen Spurkränzen ausgebildet und werden knapp oberhalb der Eisenbahnschienen 9 geführt . Die Lastaufnahme erfolgt durch die Gummiräder . Eine Stromversorgung des Schienenfahrzeugs erfolgt in der Regel über die Führungsschiene 11 mittels eines seitlichen Aufnahmeschuhs . Geschlossen wird der Stromfluss mittels eines Rücklauf schuhs an einem der Eisenbahnschienen 9 . Die Stahlräder dienen im Normal fall zur Spurführung in Weichen und Kreuzungen . Nur in Notfällen mit schadhaften Gummirädern sinken die Stahlräder auf die Eisenbahnschienen 9 , damit das Schienenfahrzeug funktions fähig bleibt .
Die Stopfmaschine 1 zum Stopfen des Gleises 4 fährt mit den Schienenfahrwerken 3 auf den Eisenbahnschienen 9 . In den Figuren 2 und 3 ist das Stopf aggregat 6 für eine Häl fte des Gleises 4 dargestellt . In einer Maschinenquerrichtung 15 sind nebeneinander zwei Stopf einheiten 16 angeordnet . Symmetrisch zu einer Gleismittelachse 17 ist eine nicht dargestellte spiegelverkehrte Anordnung vorgesehen . Die auf j eder Maschinenseite innen, das heißt , näher an der Gleismittelachse 17 angeordnete Stopfeinheit 16 umfasst ein inneres Stopfwerkzeugpaar 18 . Und die j eweils außen angeordnete Stopfeinheit 16 umfasst ein äußeres Stopfwerkzeugpaar 19 . Jedes Stopfwerkzeugpaar 18 , 19 weist zwei Stopfwerkzeuge 20 auf , die in einer Maschinenlängsrichtung 21 zueinander beistellbar und mit Vibration beaufschlagbar sind .
Im dargestellten Beispiel umfasst j edes Stopfwerkzeug 20 einen Schwinghebel 22 , der auf einem Werkzeugträger 23 gelagert ist . Ein oberer Hebelarm des j eweiligen Schwinghebels 22 ist über einen Beistell zylinder 24 mit einem Vibrationsantrieb 25 gekoppelt . Die Vibrationserzeugung erfolgt durch Lagerung des j eweiligen Beistell zylinders 24 auf einer rotierenden Exzenterwelle . In einer anderen Aus führung ist anstelle des Vibrationsantriebs 25 der j eweilige Beistell zylinder 24 mit einer Vibrations funktion ausgestattet . Durch eine entsprechende Ansteuerung von Servo- oder Proportionalventilen wird einer Bestellbewegung des Kolbens eine Vibrationsbewegung überlagert .
Die Unterschiede zwischen innerem und äußerem Stopfwerkzeugpaar 18 , 19 zeigt Fig . 3 . Eine bezüglich einer Maschinenmittelebene 26 gespiegelte Anordnung ist der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt . Erfindungsgemäß umfasst das j eweilige äußere Stopfwerkzeugpaar 19 schmale Stopfpickel 27 . Der j eweilige schmale Stopfpickel 27 ist in einer starren Pickelhalterung 28 am unteren Hebelarm des zugeordneten Schwinghebels 22 befestigt . Damit ist ein Bereich außerhalb der Eisenbahnschienen 9 bearbeitbar . Konkret ist der schmale Stopfpickel 27 in einem Freiraum zwischen der Laufschiene 10 für Gummiräder und der Führungsschiene 11 einsetzbar . Bisher kamen dafür Handstopfmaschinen zum Einsatz .
Die inneren Stopfwerkzeugpaare 18 umfassen herkömmliche
Stopfpickel 29 , die bevorzugt in einer nach oben schwenkbaren Pickelhalterung 30 befestigt sind . Damit wird der Bereich zwischen den Eisenbahnschienen 9 gestopft . Bei Bedarf werden durch ein Hochschwenken des j eweiligen Stopfpickels 29 Kollisionen mit Hindernissen oder mit Elementen einer Weiche oder Kreuzung vermieden .
Der j eweilige Werkzeugträger 23 ist in einem zugeordneten Aggregatrahmen 31 höhenverstellbar geführt . Mittels eines Höhenstellantriebs 32 erfolgt ein Absenken und Anheben des j eweiligen Werkzeugträgers 23 mitsamt der Stopfwerkzeuge 20 . Die Stopfpickel 27 , 29 tauchen bei einem Absenkvorgang in das Schotterbett 13 ein und werden durch ein Aus fahren der zugeordneten Beistell zylinder 24 zueinander beigestellt . Anschließend erfolgt eine Rückstellung der Stopfpickel 27 , 29 , wobei der Werkzeugträger 23 wieder in die Ausgangsposition angehoben wird . Sobald die Stopfpickel 27 , 29 aus dem Schotterbett 13 gezogen sind, wird das Stopf aggregat 6 um eine Schwellenteilung vorwärtsbewegt , wobei das Stopf aggregat 6 bevorzugt automatisiert über der nächsten Schwelle 12 positioniert wird . Dazu ist an der Stopfmaschine 1 eine Sensorik zur Schwellenerkennung angeordnet . Dann beginnt ein weiterer Stopfvorgang zum Unterstopfen der nächsten Schwelle 12 .
Die Aggregatrahmen 31 sind auf Querführungen 33 seitlich verschiebbar gelagert . Insbesondere sind die Aggregatrahmen 31 separat seitlich verschiebbar, sodass die j eweilige Stopfeinheit 16 in einer Weiche einem abzweigenden Schienenstrang folgen kann . Die seitliche Verschiebbarkeit stellt zudem sicher, dass das äußere Stopfwerkzeugpaar 19 auch in Kurven mit einem gleichbleibenden Abstand zur Führungsschiene 11 positionierbar ist . Zur exakten seitlichen Führung des äußeren Stopfwerkzeugpaares 19 ist eine Distanzmesseinrichtung 34 angeordnet . Vorzugsweise ist die Distanzmesseinrichtung 34 an einem Messwagen 35 des Messsystems 8 unmittelbar vor dem Stopf aggregat 6 befestigt . Insbesondere umfasst die Distanzmesseinrichtung 34 ein optisches Messmittel zur berührungslosen Messung, zum Beispiel einen Laser- Abstandssensor .
Der am Maschinenrahmen 2 befestigte Messwagen 35 wird im Arbeitseinsatz auf das Gleis 4 abgesenkt und mittels Spurkranzrollen auf den Eisenbahnschienen 9 geführt . Die Lage des Messwagens 35 gegenüber dem Maschinenrahmen 2 und damit auch gegenüber dem Stopf aggregat 6 wird laufend mittels auf der Stopfmaschine 1 angeordneter Sensoren erfasst . Auf diese Weise ist eine gemessene Distanz a gegenüber der Führungsschiene 11 rechnerisch auf einen seitlichen Abstand des äußeren Stopfwerkzeugpaares 19 gegenüber der Führungsschiene übertragbar .
Dazu sind einer Rechnereinheit , die vorzugsweise mit der Steuerungseinrichtung 14 gekoppelt ist , Messsignale der Sensoren zugeführt . Zudem ist in der Rechnereinheit die geometrische Anordnung des Stopf aggregats 6 und des Messwagen 35 hinterlegt . Des Weiteren ist auf der Stopfmaschine 1 eine mit der Steuerungseinrichtung 14 gekoppelte Wegmesseinrichtung 36 angeordnet . Damit wird ein zurückgelegter Weg der Stopfmaschine 1 erfasst . Das Stopf aggregat 6 wird in weiterer Folge in Abhängigkeit des zurückgelegten Wegs und der zuvor an der aktuellen Stelle des Stopf aggregats 6 gemessenen Distanz a angesteuert .
Dabei wird der Steuerungseinrichtung 14 ein Sollwert für den seitlichen Abstand vorgegeben, damit die schmalen Stopfpickel 27 während eines Absenkvorgangs genau zwischen der Laufschiene 10 und der Führungsschien 11 positioniert werden . Der vorgegebene seitliche Abstand ist abhängig von einer maximalen Breite b des schmalen Stopfpickels 27 sowie einem bekannten Abstand c zwischen der Laufschiene 10 und der Führungsschiene 11 . Vorzugsweise wird das Stopf aggregat 6 mittels der Steuerungseinrichtung 14 automatisch seitlich positioniert . Zusätzlich werden Positionswerte einer Bedienperson angezeigt , damit bei Bedarf in die automatische Ansteuerung eingegri f fen werden kann .
Eine bevorzugte Aus führung des schmalen Stopfpickels 27 zeigt Fig . 6 . Der schmale Stopfpickel 27 besteht im Wesentlichen aus einem Schaft 37 und einem Wirkabschnitt 38 , der während eines Stopfvorgangs den Schotter mobilisiert . Der Schaft 37 weist am oberen Ende einen Klemmabschnitt 39 auf . Damit ist der schmale Stopfpickel 27 in der starren Pickelhalterung 28 befestigt . Unterhalb dieses Klemmabschnitts 39 ragt ein freier Abschnitt 40 des schmalen Stopfpickels 27 aus der Pickelhalterung 28 . Am unteren Ende dieses freien Abschnitts 40 befindet sich der Wirkabschnitt 38 . Zur Erzielung der schmalen Bauform ist erfindungsgemäß die Ausdehnung h des Wirkabschnitts 38 in Vertikalrichtung 41 größer als die Ausdehnung b in Maschinenquerrichtung 15 .
Vorzugsweise sind die Querschnitte des schmalen Stopfpickels 27 auf allen Abschnitten 38 , 39 , 40 rotationssymmetrisch . Entlang des Wirkabschnitts 38 sind am Umfang mehrere Vertikalrippen 42 angeordnet . Zwei gegenüberliegende Vertikalrippen 42 sind größer dimensioniert und bestimmen im eingebauten Zustand die maximale Breite b in Maschinenquerrichtung 15 . Diese größer dimensionierten Vertikalrippen 42 üben während eines Beistellvorgangs die meiste Wirkung auf den Schotter aus . Insgesamt dienen die Vertikalrippen 42 zum besseren Verkanten des Schotters am schmalen Stopfpickel 27 .
Neben der Breite b, die bevorzugt 80 Millimeter beträgt , ist auch eine Länge 1 des freien Abschnitts 40 von Bedeutung . Diese Länge 1 hängt von der Position einer Oberkante 43 der Führungsschiene 11 und einer gewünschten Stopftiefe ab . Es ist darauf zu achten, dass eine Unterkante 44 der j eweiligen Pickelhalterung 28 bei maximaler Absenkung des äußeren Stopfwerkzeugpaares 19 einen ausreichenden Abstand zur Führungsschiene 11 aufweist . Vorzugsweise sind die starren Pickelhalterungen 28 des äußeren Stopfwerkzeugpaares 19 höher angeordnet als die Pickelhalterungen 30 der inneren Stopfwerkzeugpaare 18 . Dabei ist die Länge 1 des freien Abschnitts 40 der schmalen Stopfpickel 27 deutlich größer als bei den herkömmlichen Stopfpickeln 29 . Insbesondere ist die Länge des Schafts 37 bei den schmalen Stopfpickeln 27 größer . Beim herkömmlichen Stopfpickel ist am unteren Ende des kürzeren Schafts eine als Wirkabschnitt fungierende Pickelplatte angeordnet .
Zudem ist der j eweilige schmale Stopfpickel 27 vertikal ausgerichtet , damit der seitliche Abstand zur Führungsschiene 11 während eines Absenkvorgangs im Wesentlichen gleichbleibt .

Claims

Patentansprüche
1. Stopfmaschine (1) zum Unterstopfen von Schwellen (12) eines Gleises (4) , mit einem auf Eisenbahnschienen (9) des Gleises (4) verfahrbaren Maschinenrahmen (2) und mit einem Stopf aggregat (6) , das in einer Maschinenquerrichtung (15) ein inneres und ein äußeres Stopfwerkzeugpaar (18, 19) mit jeweils in einer Maschinenlängsrichtung (21) zueinander beistellbaren und mit Vibration beaufschlagbaren Stopfwerkzeugen (20) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass am äußeren Stopfwerkzeugpaar (19) schmale Stopfpickel
(27) angeordnet sind zur Verlagerung von Schotter unter eine Schwelle (12) mittels eines jeweiligen Wirkabschnitts (38) , dessen Ausdehnung in Vertikalrichtung (41) größer als in Maschinenquerrichtung (15) ist.
2. Stopfmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige schmale Stopfpickel (27) einen aus einer Pickelhalterung (28) ragenden freien
Abschnitt (40) aufweist, dessen Breite (b) höchstens 80 Millimeter, insbesondere höchstens 75 Millimeter und insbesondere höchstens 65 Millimeter sowie mindestens 50 Millimeter, insbesondere mindestens 55 Millimeter und insbesondere mindestens 60 Millimeter ist.
3. Stopfmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schmalen Stopfpickel (27) des äußeren Stopfwerkzeugpaares (19) einen längeren Schaft (37) als Stopfpickeln (29) des inneren Stopfwerkzeugpaares (18) aufweisen .
4. Stopfmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige schmale Stopfpickel (27) entlang des Wirkabschnitts (38) einen rotationssymmetrischen Querschnitt aufweist.
5. Stopfmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem jeweiligen schmalen Stopfpickel (27) entlang des Wirkabschnitts (38) Vertikalrippen (42) angeordnet sind.
6. Stopfmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Stopf aggregat (6) eine Distanzmesseinrichtung (34) zur Messung einer seitlichen Distanz (a) gegenüber einem seitlichen Objekt, insbesondere gegenüber einer Führungsschiene (11) des Gleises (4) zugeordnet ist.
7. Stopfmaschine (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzmesseinrichtung (34) zur berührungslosen Abstandmessung, insbesondere mittels optischer Messmitteln eingerichtet ist.
8. Stopfmaschine (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzmesseinrichtung (34) in einer Arbeitsrichtung (5) vor dem Stopf aggregat (6) angeordnet ist, dass eine Wegmesseinrichtung (36) angeordnet ist und dass eine mit den Messeinrichtungen (34, 36) gekoppelte Steuerungseinrichtung (14) das Stopf aggregat (6) in Abhängigkeit eines zurückgelegten Weges und der gemessenen seitlichen Distanz (a) ansteuert.
9. System mit einer Stopfmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und mit einem zu hebenden Gleis (4) , dadurch gekennzeichnet, dass das Gleis (4) zwei Eisenbahnschienen (9) für Stahlräder und zwei Lauf schienen (10) für Gummiräder sowie eine insbesondere stromführende Führungsschiene (11) umfasst.
10. Verfahren zum Unterstopfen von Schwellen (12) eines Gleises (4) mittels einer Stopfmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte :
- Messen einer seitlichen Distanz (a) des Stopf aggregats (6) gegenüber einer Führungsschiene (11) des Gleises (4) ; - Positionieren des Stopf aggregats (6) über einer Schwelle
(12) mit einem vorgegebenen seitlichen Abstand zur Führungsschiene (11) ;
- Absenken der Stopfwerkzeuge (20) und Beistellen unter Vibrationsbeaufschlagung .
EP24724954.3A 2023-05-09 2024-05-06 Stopfmaschine, system und verfahren zum stopfen eines gleises Pending EP4709934A1 (de)

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ATA50356/2023A AT527177B1 (de) 2023-05-09 2023-05-09 Stopfmaschine, System und Verfahren zum Stopfen eines Gleises
PCT/EP2024/062386 WO2024231322A1 (de) 2023-05-09 2024-05-06 Stopfmaschine, system und verfahren zum stopfen eines gleises

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Publication Number Publication Date
EP4709934A1 true EP4709934A1 (de) 2026-03-18

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ID=91067290

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Application Number Title Priority Date Filing Date
EP24724954.3A Pending EP4709934A1 (de) 2023-05-09 2024-05-06 Stopfmaschine, system und verfahren zum stopfen eines gleises

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