Einleitung
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen von Getränken. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Anbringen an ein Trinkgefäß mit einem kühl zu haltenden Getränk, sowie ein Verfahren zum Kühlen eines in einem Trinkgefäß befindlichen Getränks.
Stand der Technik und Nachteile
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Vorrichtungen zur Kühlung von Flüssigkeiten wie insbesondere Getränken sind aus vielen Bereichen der Technik bekannt. Sie können aktiv, d.h. mittels Energiezufuhr, einen kühlenden Effekt erzeugen (z.B. Kühlschrank), oder passiv kühlen, indem zunächst sie selber gekühlt werden und dann an oder in das zu kühlende Medium gebracht werden (z.B. Eiswürfel, Kühlelemente).
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Zum Kühlen von Getränken vor dem Verzehr werden eher aktive Vorrichtungen verwendet; ist das Getränk bereits ausgeschenkt, so bietet sich aus Praktikabilitätsgründen eher eine passive Kühlung desselben an. Allerdings ist das Kühlen mittels Eiswürfeln nur bei bestimmten Getränken akzeptabel; für Getränke wie Wein oder Bier scheidet diese Form der Kühlung aus.
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Bekannt ist ferner, dass direkte Sonneneinstrahlung zu einer starken Erwärmung von in einem Trinkgefäß befindlichen Getränken führen kann.
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Aus der Druckschrift
DE 20 2011 101 660 U1 ist eine Vorrichtung zum Schutz von Getränkegläsern vor Sonneneinstrahlung bekannt. Die Vorrichtung umfasst eine Auflegeplatte, auf welcher das Getränkeglas oder auch eine Speise abgestellt werden kann, und eine Stange, an welcher ein schattenspendendes Segel oder dergleichen als Sonnenschutz befestigbar ist. Dieser Schutz wird so platziert, dass er sich zwischen dem Gefäß und der Seite befindet, aus welcher das Sonnenlicht kommt. Somit verringert sich die Erwärmung des Gefäßes. Eine ähnliche Vorrichtung ist auch aus der Druckschrift
BE 1015064 A3 bekannt. Allerdings kann keine dieser Vorrichtungen eine Kühlung des Gefäßes bzw. seines Inhalts bewirken.
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CN 20 2959856 U offenbart einen mit Eis befüllbaren Kühlbehälter mit einem Deckel, in den ein Trinkgefäß einschraubbar ist, so dass dieses in etwa zur Hälfte im Kühlbehälter angeordnet ist. Das Trinkgefäß selber weist ebenfalls einen Deckel auf. Auf diese Weise wird das Getränk für einen längeren Zeitraum passiv gekühlt, was beispielsweise bei Ausflügen erwünscht ist. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass das Trinkgefäß an den Kühlbehälter angepasst sein muss, und dass letzterer verhältnismäßig voluminös ausfällt. Somit richtet sich die Vorrichtung in erster Linie an Nutzer, bei denen der für die Vorrichtung benötigte Platz weniger wichtig als eine möglichst lang andauernde, passive Kühlwirkung ist. Für die Verwendung mit beliebigen Trinkgefäßen ist die Vorrichtung zudem nicht geeignet.
Aufgabe der Erfindung und Lösung
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Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, welche bzw. welches die Nachteile des Standes der Technik vermeidet.
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Die Erfindung soll demnach eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Kühlen von Getränken bereitstellen, welche bzw. welches mit beliebigen Trinkgefäßen zusammenwirkt. Sie soll eine Kühlung des Getränks erlauben, dabei jedoch eine möglichst geringe Größe aufweisen.
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Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 sowie ein Verfahren nach nebengeordnetem Anspruch 12 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind den jeweils abhängigen Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den Figuren zu entnehmen.
Beschreibung
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Zunächst wird die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung beschrieben. Daran anschließend erfolgt eine Beschreibung der Verwendung derselben.
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Die Kühlvorrichtung dient zur Verwendung mit einem beliebigen Trinkgefäß, beispielsweise einem Wein- oder Bier-, aber auch einem Wasserglas. Die Kühlvorrichtung umfasst einen Deckel zur Abdeckung der Öffnung des Trinkgefäßes, wobei klar ist, dass der Deckel den oberen Rand des Trinkgefäßes geringfügig, beispielsweise um 0,5 bis 1 cm, seitlich überragen sollte.
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Außerdem umfasst die Kühlvorrichtung ein Kühlelement.
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Die Kühlvorrichtung ist zunächst dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Sonnenschutz aufweist, welcher in einem Randbereich der im Betrieb nach unten weisenden Unterseite des Deckels das Gefäße seitlich mindestens teilweise abdeckend angeordnet ist. Der Sonnenschutz dient demnach dem Schutz des Gefäßinhalts vor direkter Sonneneinstrahlung. Er kann vorteilhaft den halben Umfang des Trinkgefäß geringfügig überschreitend ausgestaltet sein; auch eine gänzlich umlaufende Ausgestaltung ist möglich, wenn auch auf diese Weise der Inhalt des Trinkgefäßes nicht mehr sichtbar ist. Zudem leistet die der Sonne abgewandte Seite des Sonnenschutzes nur einen untergeordneten Beitrag zum Schutz vor Strahlung und ist daher verzichtbar. Auch ein geringerer Umfang der seitlichen Abdeckung ist denkbar. Der entsprechende Winkel kann, von oben gesehen, z.B. 90°, 100°, 110°, ... 360° betragen. Es ist klar, dass der Sonnenschutz so weit von der Hochachse des Trinkgefäßes entfernt sein muss, dass er das Trinkgefäß gerade berührt oder auch von diesem beabstandet ist, wenn der Deckel auf der Öffnung liegt. Vorzugsweise ist der Sonnenschutz wie ein senkrechter Schild ausgestaltet. Er kann jedoch prinzipiell auch z.B. wie ein Kegelstumpf-Segment ausgestaltet sein, sofern das Trinkgefäß weiterhin unter dem Deckel Platz findet.
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Erfindungsgemäß ist außerdem das Kühlelement in einem Zentralbereich besagter Unterseite angeordnet. Das bedeutet, dass es in Richtung des Getränks weist, so dass eine optimale Kühlwirkung erzielbar ist. Je nach Füllgrad des Trinkgefäßes kann es sein, dass sich das Kühlelement oberhalb des Randes des Trinkgefäßes oder auch direkt oberhalb der Oberfläche des Getränks befindet, oder sogar in dieses hineinragt, was eine noch bessere Kühlung mit sich bringt. In allen Fällen besteht direkter "Sichtkontakt" zwischen dem Kühlelement und der zu kühlenden Flüssigkeit, d.h., das Kühlelement wird nicht durch eine weitere Materiallage von der Flüssigkeit abgeschirmt. Die Dicke des Kühlelements beträgt bevorzugt 0,5 bis 2 cm, und besonders bevorzugt ca. 1 cm. Es kann jedoch auch eine andere wie beispielsweise eine Linsen- oder Kissenform aufweisen. Besonders bevorzugt ist das Kühlelement vom Deckel abnehmbar, und/oder zusammen mit diesem reinigbar. Das Kühlelement kann vorzugsweise aus einem Material hoher Wärmekapazität bestehen oder ein solches Material umfassen, beispielsweise Salzwasser, oder Propylenglykol, welches in einer Kunststoffhülle eingeschlossen ist. Das Kühlelement kann scheibenförmig sein. Es kann einen runden Querschnitt aufweisen; zur Erhöhung der Umfangslänge kann dieser aber auch anders ausgestaltet, beispielsweise sternförmig, sein. Die in Richtung des Getränks weisende Seite kann glatt ausgestaltet sein, was die Reinigbarkeit erleichtert. Sie kann aber auch rau ausgestaltet oder mit Kühlrippen oder dergleichen versehen sein, um bei gleicher Größe des Kühlelements schneller Wärme aus dem Getränk aufzunehmen.
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Die Erfindung vermeidet somit die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile.
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Die Erfindung stellt eine Vorrichtung zum Kühlen von Getränken bereit, welche mit beliebigen Trinkgefäßen zusammenwirkt. Eine konstruktive Abstimmung von Trinkgefäß und Vorrichtung ist nicht nötig, solange der Deckel auf die Öffnung auflegbar, das Kühlelement in dieser aufnehmbar, und eine Seite des Trinkgefäßes durch den Sonnenschutz abschirmbar ist. Sie erlaubt eine Kühlung des Getränks, weist dabei jedoch eine geringe Größe auf, da die kühlende Komponente im Inneren des Trinkgefäßes angeordnet ist.
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Nachfolgend werden verschiedene Ausführungsformen der Erfindung näher beschrieben.
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Nach einer Ausführungsform ist das Kühlelement ein passives Kühlelement. Durch Abkühlen desselben vor der Verwendung wird es auf eine geeignete Temperatur, beispielsweise zwischen -20°C und +10°C, gebracht. Je nach Konstruktion erfolgt dies zusammen mit dem Deckel, oder getrennt von demselben; dann wird das Kühlelement vor der bestimmungsgemäßen Verwendung noch am Deckel befestigt. Der Vorteil dieser Ausführungsform ist die besonders einfache, robuste und kostengünstige Lösung.
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Nach einer anderen Ausführungsform ist das Kühlelement ein aktives Kühlelement. Ein solches Kühlelement muss im Vorfeld nicht unbedingt heruntergekühlt werden, sondern kann während der Benutzung fortlaufend (bis zum Versiegen der Energiequelle) eine Kühlung des Getränks bewirken, was insbesondere bei länger andauernder und/oder wiederholter Verwendung von Vorteil ist. Es ist klar, dass in diesem Fall eine geeignete Energieversorgung vorgesehen sein muss. Als aktives Kühlelement kommt z.B. ein elektrisch betreibbares Peltier-Element in Betracht. Möglich ist auch eine Bereitstellung des Kühleffektes durch chemische Energie.
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Nach einer Ausführungsform umfasst die Kühlvorrichtung eine Solarzelle zur Energieversorgung des aktiven Kühlelements, welches dann elektrisch betreibbar sein muss. Da die Kühlvorrichtung insbesondere an warmen, sonnigen Tagen zum Einsatz kommt, steht in aller Regel auch ausreichende Sonnenstrahlung zur Verfügung, welche dann in geeigneter Weise in elektrische Energie umgewandelt und dem Kühlelement zur Verfügung gestellt werden kann. Mittels dieser Lösung kann potenziell während der gesamten Zeit, in welcher die Kühlvorrichtung benutzt werden könnte, auch Energie zur Kühlung bereitgestellt werden.
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Bevorzugt ist die Solarzelle an einer Oberseite des Deckels, und/oder an einer Außenseite des Sonnenschutzes angeordnet. Diese beiden Flächen sind ohnehin vorhanden, so dass sie nicht nur dem passiven Schutz vor Sonneneinstrahlung dienen, sondern auch die aktive Kühlung unterstützen. Zudem sind gerade diese Seiten in aller Regel dem Sonnenlicht auch unmittelbar ausgesetzt. Für den seitlichen Sonnenschutz sind gebogene Solarzellen vorteilhaft nutzbar.
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Nach einer weiteren Ausführungsform wirkt der Rand des Deckels mit einer umlaufenden Nut des Sonnenschutzes zusammen. Das bedeutet, dass der Rand so ausgestaltet ist, dass an ihm der Deckel mittels einer in diesem vorhandenen Nut anbringbar ist. In diesem Fall wird also der Deckel auf den Sonnenschutz aufgesetzt.
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Nach einer anderen Ausführungsform wirkt der Rand des Sonnenschutzes mit einer umlaufenden Nut des Deckels zusammen. In diesem Fall wird also der Sonnenschutz auf den Deckel aufgesetzt.
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Vorzugsweise entspricht eine die Unterseite des Deckels überragende (Teil-)Höhe des Sonnenschutzes der Höhe des zum Aufnehmen des Getränks vorgesehenen Teils des Trinkgefäßes, oder sie unterschreitet diese Höhe um nicht mehr als z.B. 10%, 20%, 25% oder 30%. Insbesondere im Falle von Wein- oder Sektgläsern, die einen langen Stiel aufweisen, ist es nicht nötig, dass der Sonnenschutz weiter herabreicht als bis zum oberen Ende des Stiels; dies wird durch eine entsprechende Bemessung der Höhe des Sonnenschutzes erreicht. Der Sonnenschutz kann somit eine bevorzugte Höhe von 3, 4, 5, 6, 8 oder 10 cm aufweisen.
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Nach einer weiteren Ausführungsform ist das Kühlelement mittels mehrerer Federhaken an der Unterseite des Deckels befestigt. Besonders bevorzugt sind drei solcher Federhaken vorhanden, welche das Kühlelement umgreifen, so dass es am Deckel verbleibt und nicht in das Getränk fällt. Besonders bevorzugt sind die Federhaken schwenkbar, so dass sie auf Wunsch das Kühlelement freigeben, um dieses vom Deckel abzunehmen. So kann das Kühlelement leicht ausgetauscht oder gereinigt werden.
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Nach einer weiteren Ausführungsform umfasst der Deckel auch eine nach unten weisende, vorzugsweise umlaufende Seitenwand, die typischerweise eine Höhe von 0,5 bis 3,0 cm hat. Am unteren Ende der Seitenwand weist diese form- und/oder kraftschlüssig wirkende Einrichtungen zum Halten des somit in den Deckel einlegbaren, nach unten weisenden Kühlelements auf. Auf diese Weise ist ein konstruktiv einfaches Befestigen des Kühlelements an der Unterseite des Deckels erreichbar. Das Kühlelement hat vorzugsweise eine quadratische Form mit einer Diagonalen, welche den Innendurchmesser der Seitenwand geringfügig (0,5 bis 5 mm) unterschreitet.
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Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Kühlvorrichtung einen unterhalb des Deckels an diesem anbringbaren Korb zur Aufnahme des Kühlelements auf. Der Korb kann vorzugsweise Öffnungen zum Temperaturaustausch haben und hierzu z.B. ein großmaschiges Drahtgeflecht umfassen. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt in der Flexibilität hinsichtlich der genauen Form des Kühlelements; so kann dieses auch aus einem weichen, elastischen Material ("Kissen"), gefüllt mit dem eigentlichen Kühlstoff, bestehen, ohne dass die Gefahr des Herabfallens des Kühlelements bestünde. Auch nach dieser Ausführungsform ist das Kühlelement in einem Zentralbereich der Unterseite des Deckels angeordnet; der Korb erfüllt aufgrund seiner Öffnungen lediglich die Funktion einer Halterung, wie sie weiter oben bereits in anderen Ausgestaltung beschrieben wurde. Der eigentliche Deckel, welcher auf dem Rand des Trinkgefäßes abstellbar ist, befindet sich weiterhin oberhalb des Kühlelements. Auch besteht durch die Öffnungen "Sichtkontakt" zwischen Kühlelement und zu kühlender Flüssigkeit.
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Schließlich kann es bevorzugt sein, dass der Sonnenschutz faltbar und im gefalteten Zustand kleiner oder gleich dem Durchmesser des runden, bzw. der seitlichen Abmaße des nicht-runden Deckels ist. Das bedeutet, dass der als Sonnenschutz dienende Schild im gefalteten Zustand den Deckel nicht überragt, wenn er auf oder in ihm aufbewahrt wird. Auf diese Weise kann der Sonnenschutz der Kühlvorrichtung, wenn sie im Schatten benutzt wird, platzsparend in ihr verstaut werden, da in diesem Fall der Sonnenschutz nicht benötigt wird. Zudem ist es so möglich, die zerlegte Vorrichtung flach und somit versandoptimiert auszugestalten.Besonders bevorzugt ist der Durchmesser der Kühlvorrichtung des Deckels (oder allgemeiner sein Abmaß in einer Draufsicht) größer oder gleich der Diagonale des gefalteten oder ungefalteten Sonnenschutzes und der Breite eines ggf. vorhandenen Griffes. Auf diese Weise sind alle Komponenten im zerlegten Zustand der Kühlvorrichtung flach übereinander positionierbar, was vorteilhaft sowohl beim Verstauen der Vorrichtung bei Nichtgebrauch, als auch zum Versand derselben ist.
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Der Deckel wie auch der Sonnenschutz sind vorteilhafterweise aus Kunststoff gefertigt. Es ist aber auch möglich, eine oder beide Komponenten aus kompostierbaren Rohstoffen wie beispielsweise Pappe zu fertigen, wobei die Lebensdauer derselben dann begrenzt ist. Denkbar ist auch, die Komponenten auf den Außenseiten nach Art von Bierdeckeln zu bedrucken, beispielsweise zu Werbezwecken. Auch Edelstahl ist für eine oder mehrere der Komponenten der Kühlvorrichtung geeignet.
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Nunmehr wird ein Verfahren zum Kühlen eines in einem Trinkgefäß befindlichen Getränks beschrieben. Dieses umfasst die folgenden Schritte, wobei diese nicht zwingend in dieser Reihenfolge durchgeführt werden müssen:
- Anordnen eines Kühlelements an einer Unterseite eines Deckels;
- Anordnen eines Sonnenschutzes an einem Rand des Deckels;
- Auflegen des Deckels auf einer Öffnung des Trinkgefäßes, so dass diese verschlossen wird, wobei das Kühlelement in Richtung des Getränks weist, wodurch das Kühlelement das Getränk kühlt;
- Drehen des Deckels in eine Position, in welcher der Sonnenschutz sich zwischen dem das Getränk beinhaltenden Teil des Trinkgefäßes und der Sonne befindet, so dass das Innere des Trinkgefäßes vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Dabei ist klar, dass der Deckel auf der Öffnung alleine, oder das Trinkgefäß zusammen mit der Kühlvorrichtung gedreht werden kann.
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Auf diese Weise wird ein Getränk, welches sich im Trinkgefäß befindet, effizient auf einer zum Genuss vorteilhaften Temperatur gehalten. Besonders bevorzugt erfolgt die Durchführung des Verfahrens unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die obenstehenden Erläuterungen hierzu verwiesen.
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Ist das Kühlelement aktiv ausgestaltet, so dass es mit elektrischer Energie betrieben werden kann, so wird es nach einer bevorzugten Ausführungsform mittels einer an einer Oberseite des Deckels und/oder einer Außenseite des Sonnenschutzes angeordneten Solarzelle mit Energie versorgt. Auf diese Weise ist ein langandauerndes Kühlen des Getränkes ermöglicht, ohne das Kühlelement austauschen zu müssen. Auch hier wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die obenstehenden Erläuterungen verwiesen.
Figurenbeschreibung
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren beispielhaft erläutert. Dabei zeigt
- Figur 1
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung auf einem Trinkgefäß;
- Figur 2
- eine Detailansicht der Verbindungsstelle zwischen Deckel und Sonnenschutz;
- Figur 3
- eine Ansicht auf die Unterseite einer Ausführungsform eines Deckels;
- Figur 4
- eine teilweise Seitenansicht dieses Deckels;
- Figur 5
- einen faltbaren Sonnenschutz für diesen Deckel;
- Figur 6
- eine Seitenansicht auf eine weitere Ausführungsform der Kühlvorrichtung;
- Figur 7
- eine Explosionsansicht dieser Ausführungsform.
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In der Figur 1 ist schematisch eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung 1 auf einem Trinkgefäß 2 dargestellt. Das vorliegend als Weinglas ausgestaltete Trinkgefäß 2 ist an seinem oberen Rand (Öffnung) mit einem Deckel 3 verschlossen. An der Unterseite des Zentralbereichs des Deckels 3 ist ein Kühlelement 4 angeordnet, welches vorliegend mit Federhaken 5 an der Unterseite befestigt ist. Die Dicke des Kühlelements 4 ist hier so bemessen, dass es sich oberhalb des Flüssigkeitsniveaus des weitgehend gefüllten Trinkgefäßes befindet.
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Die Kühlvorrichtung 1 weist ferner einen Sonnenschutz 6 auf. Dieser ist in einem Randbereich der Unterseite des Deckels 3 an diesem angeordnet. Er ist geringfügig von der Außenseite des Trinkgefäßes 2 beabstandet, so dass ein Spalt von ca. 1 bis 10 mm vorhanden ist.
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Die Höhe des Sonnenschutzes 6 entspricht der Höhe des zum Aufnehmen des Getränks vorgesehenen Teils des Trinkgefäßes 2, bzw. unterschreitet diese Höhe geringfügig. Auf diese Weise ist die Kühlvorrichtung 1 verhältnismäßig klein, erfüllt aber weiterhin ihren Zweck in ausreichendem Maße.
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Der Rand des Deckels 3 wirkt mit einer umlaufenden Nut 7 des Sonnenschutzes 6 zusammen. Dies ist gut in der Detailansicht von der Verbindungsstelle zwischen Deckel 3 und Sonnenschutz 6 gemäß Figur 2 erkennbar. Der als Feder 8 dienende Rand des Deckels 3 ist vorliegend etwas verdickt ausgestaltet, und wirkt mit der am oberen Ende des Sonnenschutzes befindlichen Nut 7 rastend zusammen, so dass die beiden Komponenten 3 und 6 ausreichend fest miteinander verbunden werden können, bei Bedarf jedoch auch trennbar sind. Dies ist insbesondere im Falle eines Versands der Kühlvorrichtung 1 von Vorteil; hier können Deckel 3 mit Kühlelement 4 und Sonnenschutz 6 flach übereinander gelegt werden. Besonders bevorzugt ist der Sonnenschutz 6 aus einem flexiblem Material gefertigt, so dass er als flaches Teil hergestellt wird, das erst beim Verbinden mit dem Deckel 3 in die gebogene Form kommt. Der Zusammenbau erfolgt besonders bevorzugt werkzeuglos. In der Fig. 2 ebenfalls erkennbar ist das Zusammenwirken von Federhaken 5 und Kühlelement 4. Der Federhaken ist bevorzugt flexibel, so dass durch Biegen desselben das Kühlelement 4 freigegeben werden kann.
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In Figur 3 ist eine Ansicht auf die Unterseite einer weiteren Ausführungsform eines Deckels 3 gezeigt. Dieser umfasst eine im Betrieb nach unten weisende Seitenwand 9, die vorliegend umlaufend ausgestaltet ist. Ihre Unterkante ist nach innen umgebogen, so dass ein Rücksprung gebildet ist. An zwei in etwa gegenüberliegenden Seiten ist die Unterkante verbreitert, so dass zwei Einrichtungen zum Halten in Form von Verbreiterungen 10 bereitgestellt sind. Zwischen diesen Verbreiterungen 10 ist eine weitere Einrichtung zum Halten in Form eines Clips 11 vorhanden.
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In den Deckel 3 eingelegt ist das Kühlelement 4. Dieses ist flach und in etwa quadratisch ausgestaltet. Seine Ecken liegen auf den Verbreiterungen 10 und auf der umgebogenen Unterkante auf. Da der Clip 11 federnd ausgestaltet ist, kann dieser ausreichend starke Druckkräfte bereitstellen, mit denen das Kühlelement 4 im Inneren des Deckels 3 fixiert ist.
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Figur 4 zeigt eine teilweise Seitenansicht dieses Deckels 3, wobei es sich prinzipiell auch um einen anderen der genannten Deckel 3 handeln kann. Er weist an seiner Oberkante zwei Schlitze 12 auf. Diese wirken mit den in Figur 5 gezeigten Haken 13 zusammen, die sich an der Oberkante des Sonnenschutzes 6 befinden, der nur teilweise dargestellt ist. In seinem Mittelbereich ist zur Vergrößerung der Elastizität eine Lochreihe vorhanden. Somit kann der Sonnenschutz 6 entlang dieser Linie leicht gefaltet werden, um seine Länge, die z.B. 15 cm betragen kann, in etwa zu halbieren. Da die Zeichnung in etwa maßstäblich ist, ist erkennbar, dass ein gefalteter Sonnenschutz 6 kleiner als der Durchmesser des Deckels 3 ist, so dass er bei Nichtgebrauch auch im Inneren des Deckels 3 Platz finden kann.
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In Figur 6 ist eine Seitenansicht auf eine weitere Ausführungsform der Kühlvorrichtung 1 dargestellt. Figur 7 stellt eine Explosionsansicht dieser Ausführungsform (ohne das Kühlelement 4) dar. Schraffuren sind aus Gründen der Übersichtlichkeit fortgelassen. Die Kühlvorrichtung 1 umfasst neben dem Deckel 3 mit Seitenwand 9 und dem Sonnenschutz 6 sowie dem Kühlelement 4 einen Korb 14 mit einer Tiefe von ca. 2,5 cm, in welchen das Kühlelement 4 einlegbar ist. Letzteres ist hier als weiches Kissen ausgestaltet, so dass es in einer der vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen des Deckels 3 nicht sicher gehalten werden könnte. Der Korb 14 befindet sich unterhalb des Deckels 3 und weist in Richtung des Trinkgefäßes 2. Somit ist das Kühlelement 4 sehr nahe der Flüssigkeit platzierbar, so dass eine effiziente, möglichst verlustarme Kühlung gewährleistet ist.
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Nach der gezeigten Ausführungsform weist der Sonnenschutz 6 eine als Gewinde oder Bajonettverschluss ausgestaltete Oberkante auf. Mit dieser ist der Deckel 3 verbindbar. Zwischen Oberkante des Sonnenschutzes 6 und Innenseite des Deckels 3 ist der an seinem Rand horizontal umgebogene Korb 14 einklemmbar, so dass dieser sicher an seiner Position fixiert ist, wenn die Kühlvorrichtung 1 in Betrieb ist.
Bezugszeichenliste
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- 1
- Kühlvorrichtung
- 2
- Trinkgefäß
- 3
- Deckel
- 4
- Kühlelement
- 5
- Federhaken
- 6
- Sonnenschutz
- 7
- Nut
- 8
- Feder
- 9
- Seitenwand
- 10
- Verbreiterung
- 11
- Clip
- 12
- Schlitz
- 13
- Haken
- 14
- Korb