EP4720434A1 - Geländerholm für ein gerüst und verfahren zum errichten eines gerüstes - Google Patents

Geländerholm für ein gerüst und verfahren zum errichten eines gerüstes

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EP4720434A1
EP4720434A1 EP24729768.2A EP24729768A EP4720434A1 EP 4720434 A1 EP4720434 A1 EP 4720434A1 EP 24729768 A EP24729768 A EP 24729768A EP 4720434 A1 EP4720434 A1 EP 4720434A1
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EP
European Patent Office
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railing
hook element
hook
bar
section
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Application number
EP24729768.2A
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Tobias STECK
Andrea KÜHN
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Peri SE
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Peri SE
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Abstract

Geländerholm (10; 30; 40) zur vorlaufenden längsseitigen Absturzsicherung eines Gerüstes, umfassend: zumindest ein Hakenelement (11), das an einem Ende des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist und eingerichtet ist, um mit einer an einem Vertikalstiel (21) vorgesehenen Lochscheibe (20) in Eingriff gebracht zu werden; wobei das Hakenelement (11) zumindest einen Hakenabschnitt (14) umfasst, der abgewinkelt zu einer Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist; und wobei das Hakenelement (11) zumindest einen Hintergriffabschnitt (15) umfasst, der abgewinkelt zur Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist.

Description

Geländerholm für ein Gerüst und Verfahren zum Errichten eines Gerüstes
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Geländerholm für ein Modulgerüst sowie ein Modulgerüst mit einem solchen Geländerholm. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Errichten eines Modulgerüsts sowie die Verwendung eines solchen Geländerholms in einem Modulgerüst.
Hintergrund
Gerüste, beispielsweise Modulgerüste, umfassen vorgefertigte, standardisierte Gerüstbauteile, die ein schnelles Auf- und Abbauen des Gerüsts ermöglichen sollen, beispielsweise beim Einrüsten einer Gebäudefassade. Die Verbindung der Gerüstbauteile erfolgt dabei über standardisierte Verbindungselemente und/oder Anschlussknoten/Anschlussrosetten, die - mit oder ohne standardisierten Adapterbauteilen - Anschlüsse aus unterschiedlichen Richtungen ermöglichen. Die Gerüstbauteile können somit zu komplexen Flächen- oder Raumgerüsten zusammengesetzt werden. Da diese in der Regel mehrere Gerüstebenen umfassen, sind Absturzsicherungen in Form von Geländern vorgesehen. Beim Aufbau eines Gerüsts besteht jedoch bis zur Montage des Geländes keine Absturzsicherung. Um eine Absturzsicherung auch während des Aufbaus eines Gerüstes bereitstellen zu können, sind Gerüste mit einem sogenannten vorlaufenden Geländer vorgeschlagen worden. Bei einem vorlaufenden Geländer wird insbesondere der Geländerholm der nächsten Gerüstebene von der Ebene darunter errichtet, und zwar vor dem Einbau der Bodenbeläge. Folgt dann der Bodenbelag, ist die Absturzsicherung bereits vorhanden. Auf diese Weise wird die Sicherheit beim Aufbau eines Gerüsts mit mehreren Gerüstebenen erhöht. Ein solches Gerüst mit einem vorlaufenden Geländerholm wird beispielsweise in der DE 102020 132 056 A1 offenbart. In diesem Zusammenhang hat sich herausgestellt, dass ein weiterer Bedarf besteht, die Sicherheit von Gerüsten zu verbessern, insbesondere besteht ein Bedarf, eine Absturzsicherung eines Gerüstes während des Aufbaus eines Gerüstes bereitzustellen.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Sicherheit von Gerüsten zu verbessern, insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Absturzsicherung eines Gerüstes zu verbessern.
Diese und andere Aufgaben, die beim Lesen der folgenden Beschreibung noch genannt werden oder vom Fachmann erkannt werden können, werden durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche bilden den zentralen Gedanken der vorliegenden Erfindung in besonders vorteilhafter weise weiter.
Zusammenfassung der Erfindung
Ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Geländerholm zur vorlaufenden längsseitigen Absturzsicherung eines Gerüstes, umfassend: zumindest ein Hakenelement, das an einem Ende des Geländerholms angeordnet ist und eingerichtet ist, um mit einer an einem Vertikalstiel vorgesehenen Lochscheibe in Eingriff gebracht zu werden; wobei das Hakenelement zumindest einen Hakenabschnitt umfasst, der in Draufsicht gesehen abgewinkelt zu einer Längsachse des Geländerholms angeordnet ist; und wobei das Hakenelement zumindest einen Hintergriffabschnitt umfasst, der, insbesondere in Seitenansicht gesehen, abgewinkelt zur Längsachse des Geländerholms angeordnet ist.
Durch die abgewinkelte Anordnung des Hakenabschnitts in Bezug auf die Längsachse des Geländerholms kann ein Hakenelement derart mit einer Lochscheibe eines Vertikalstiels in Eingriff gebracht werden, dass der Geländerholm vor oder hinter dem Vertikalstiel in Einbaulage zum Liegen kommt. Es ist ferner möglich, dass sich der Geländerholm in Einbaulage abschnittsweise mit dem Vertikalstiel überschneidet. Vorzugsweise ist die Geometrie des Hakenelements so angepasst, dass der Geländerholm dabei derart vor oder hinter den Vertikalstielen zum Liegen kommt, dass zum Geländerholm ein paralleler Horizontalriegel eingebaut werden kann. Es besteht somit die Möglichkeit an der Lochscheibe weitere Gerüstbauteile anzuordnen, da der Geländerholm eine solche Anordnung nicht blockiert. Beispielsweise kann der Geländerholm neben bzw. auf gleicher Höhe mit einem Längsriegel montiert werden. In Abhängigkeit von der gewünschten Nutzungsbreite des Gerüstfelds kann der Geländerholm innen- oder außenseitig in Bezug auf den Längsriegel angeordnet werden. Die Gebrauchslage des Geländerholms kann zusätzlich dadurch beeinflusst werden, dass das Hakenelement mit einer bestimmten Öffnung der Lochscheibe in Eingriff gebracht wird. Denn die Lochscheibe weist bevorzugt eine Vielzahl von Löchern auf, die zur Aufnahme eines Hakenelements eingerichtet sind. Mit anderen Worten wird das Hakenelement mit einer Öffnung der Lochscheibe in Eingriff gebracht, die von einem parallel einsetzbaren Horizontalriegel nicht benötigt wird.
Vorzugsweise ist der Hintergriffabschnitt, in Einbaulage in Seitenansicht gesehen, abgewinkelt vorgesehen. In Einbaulage in einer Draufsicht gesehen, ist der Hintergriffabschnitt vorzugsweise im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Geländerholms vorgesehen.
Beim Ineingriffbringen eines Hakenelements mit einer Lochscheibe eines Vertikalstiels wird vorzugsweise der Hakenabschnitt des Hakenelements von oben in eine Öffnung der Lochscheibe eingeführt. Das Hakenelement kann dadurch an der Lochscheibe abgestützt werden. Darüber hinaus umfasst das Hakenelement, genauer der Hakenabschnitt, den Hintergriffabschnitt, der ein Herausführen des Hakenabschnitts vertikal nach oben verhindert und damit ein unbeabsichtigtes Lösen des Hakenelements, und damit des Geländeholms, aus der Einbaulage verhindert. Mit anderen Worten kann der Geländerholm auf einer Seite, an der ein solches Hakenelement vorgesehen ist, nicht mehr aus der Einbaulage durch ein Abheben vertikal nach oben entfernt werden, da dies durch den Hintergriffabschnitt des Hakenelements verhindert wird. Sollten an beiden Seiten des Geländerholms derartige Hakenelemente vorgesehen sein, kann ein Geländerholm nicht mehr aus der Einbaulage entfernt werden.
In einer Ausführungsform des Geländerholms kann das Hakenelement weiterhin einen Verbindungsabschnitt umfassen, der mit einem Rohrabschnitt des Geländerholms verbunden ist, wobei der Verbindungsabschnitt des Hakenelements koaxial und parallel zur Längsachse des Geländerholms angeordnet ist.
In einer Ausführungsform des Geländerholms kann der Hakenabschnitt in Draufsicht in der Einbaulage gesehen mit einem Winkel zwischen etwa 25° und 90°, vorzugsweise zwischen etwa 35° und 60°, besonders bevorzugt zwischen 40° und 50° und ganz besonders bevorzugt mit einem Winkel von etwa 45° abgewinkelt zur Längsachse des Geländerholms angeordnet sein. Durch den Winkel und die Länge des Hakenabschnitts kann festgelegt werden, in welchem Abstand der Geländerholm hinter oder vor den Vertikalstielen positioniert werden kann in Einbaulage, wobei der Winkel und die Länge des Hakenabschnitts vorzugsweise derart bestimmt sind, dass neben dem Geländerholm auch ein horizontal verlaufender Belagriegel oder Längsriegel an den Lochscheiben angeordnet werden kann.
In einer Ausführungsform des Geländerholms kann der Verbindungsabschnitt eine Länge zwischen etwa 2 cm und etwa 5 cm, vorzugsweise zwischen etwa 2,5 cm bis etwa 3,5 cm und besonders bevorzugt etwa 3 cm aufweisen. Durch die Länge des Verbindungsabschnitts kann insbesondere diejenige Fläche bestimmt werden, die zur Verbindung mit einem Rohrabschnitt des Geländerholms zur Verfügung steht. Beispielsweise, um den Verbindungsabschnitt, und damit das Hakenelement, mit einem Rohrabschnitt des Geländerholms zu verschweißen oder zu verkleben.
In einer Ausführungsform des Geländerholms kann das Hakenelement einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen und vorzugsweise als (Rund-)Biegeteil bereitgestellt sein, wobei der Querschnitt des Hakenelements vorzugsweise zwischen etwa 8 und etwa 15 mm und besonders bevorzugt zwischen etwa 11 und etwa 13 mm liegt. Die Bereitstellung als Biegeteil stellt eine besonders einfache und bevorzugte Möglichkeit dar, ein Hakenelement für einen Geländerholm bereitstellen zu können. Insbesondere ist die Ausgestaltung als Rundbiegeteil bevorzugt, da ein solches beim Einbau besser in eine Lochscheibe gleiten kann. In einer Ausführungsform kann das Hakenelement integral ausgebildet sein. Dadurch besteht die Möglichkeit ein besonders kompaktes und stabiles Hakenelement bereitstellen zu können. Alternativ kann das Hakenelement ganz oder teilweise mit einem Rechteckquerschnitt bereitgestellt werden. In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann das Hakenelement auch als Gußbauteil bereitgestellt werden.
In einer Ausführungsform des Geländerholms kann der Hintergriffabschnitt in Seitenansicht in Einbaulage gesehen mit einem Winkel zwischen etwa 20° und etwa 80°, bevorzugt zwischen etwa 30° und etwa 50° und ganz besonders bevorzugt mit einem Winkel von etwa 45° abgewinkelt zur Längsachse des Geländerholms angeordnet sein.
In einer Ausführungsform des Geländerholms kann der Hintergriffabschnitt eine Länge zwischen etwa 15 und etwa 80 mm aufweisen, bevorzugt zwischen etwa 30 und etwa 60 mm und besonders bevorzugt etwa 50 mm.
In einer Ausführungsform des Geländerholms kann der Geländerholm zwei Hakenelemente umfassen, die an gegenüberliegenden Enden des Geländerholms angeordnet sind und die eingerichtet sind, um jeweils mit einer an einem Vertikalstiel vorgesehenen Lochscheibe in Eingriff gebracht zu werden; und wobei die beiden Hakenelemente zur selben Seite des Geländerholms hin orientiert sein können. Ein Geländerholm, der an seinen beiden Enden jeweils ein Hakenelement aufweist, kann nicht ohne weiteres aus seiner Einbaulage aus einem Gerüstfeld entfernt werden. Das heißt, dass der Geländerholm nicht jederzeit ausbau- bzw. demontierbar ist, sondern nur bei einer Demontage des den Geländerholm umfassenden Gerüstfelds. Der bereits montierte Geländerholm mit zwei Hakenelemente ist somit in seiner Lage gesichert. Auf diese Weise kann den Sicherheitsanforderungen Rechnung getragen werden. Insbesondere kann eine Manipulation des Gerüsts durch Fremdeinwirkung verhindert werden. In dieser Ausführungsform können die beiden Hakenelemente zur selben Seite des Geländerholms hin orientiert sein und korrespondierend abgewinkelt ausgestaltet sein. In einer Ausführungsform des Geländerholms kann der Geländerholm an einem Ende des Geländerholms ein Hakenelement und an einem gegenüberliegenden Ende des Geländerholms ein weiteres Verbindungsmittel mit einem Anschlusskopf umfassen, der schwenkbar um eine Achse ausgebildet ist, die senkrecht zur Längsachse des Geländerholms angeordnet ist. Wird der Anschlusskopf mit einem Vertikalstiel verbunden, kann der Geländerholm gegenüber dem Anschlusskopf bzw. dem Vertikalstiel bewegt, insbesondere verschwenkt, werden. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn der Geländerholm mehrmals als vorlaufender Geländerholm verwendet werden soll.
Vorzugsweise ist der Anschlusskopf an den Geländerholm angelenkt. Das heißt, dass der Geländerholm und der Anschlusskopf über ein Gelenk verbunden sind. Das Gelenk definiert die Achse, um die der Geländerholm gegenüber dem Anschlusskopf verschwenkbar ist. Bei montiertem Geländerholm, das heißt in der Gebrauchslage des Geländerholms, verläuft die Achse, um die der Geländerholm verschwenkbar ist, vorzugsweise horizontal. Zur Ausbildung des Gelenks kann der Anschlusskopf einen Augenflansch mit einem Auge aufweisen. Die Längsachse des Auges entspricht dabei der Achse, um die der Geländerholm verschwenkbar ist. Durch das Auge kann ein Bolzen geführt werden, der in mantelseitigen Öffnungen eines endseitigen Rohrstücks des Geländerholms gehalten ist.
Der der Augenflansch bzw. der Bolzen sind dabei vorzugsweise in einem Laschenelement vorgesehen, das sich senkrecht zur Längsachse des Geländerholms erstreckt. Durch ein solches Laschenelement kann der Abstand der Längsachse des Geländerholms zur Lochscheibe bestimmt werden. Mit anderen Worten kann durch ein solches Laschenelement die Höhe bestimmt werden, mit der der Geländerholm positioniert werden kann. Wird beispielsweise ein längeres Laschenelement vorgesehen, liegt der Geländerholm im verbundenen Zustand höher als bei einem kürzeren Laschenelement.
Zur Verbindung mit einer Lochscheibe eines Vertikalstiels kann der Anschlusskopf ferner einen Anschlussabschnitt mit zwei Klauen aufweisen, die derart auf die Lochscheibe aufschiebbar sind, dass eine Klaue oberhalb und eine Klaue unterhalb der Lochscheibe zu liegen kommen. Zur Aufnahme eines Arretiermittels, beispielsweise in Form eines U-förmigen Absteckbolzens, kann der Anschlussabschnitt Öffnungen aufweisen, die in Überdeckung mit einer Öffnung der Lochscheibe bringbar sind, so dass das Arretiermittel in die Öffnungen eingesetzt werden kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung ist der Anschlusskopf analog dem Anschlusskopf der eingangs erwähnten DE 10 2020 132 056 A1 ausgeführt. Der an einen Vertikalstiel anzuschließende Geländerholm kann somit über den Anschlusskopf exzentrisch in Bezug auf den Vertikalstiel angeordnet werden.
Der vorgeschlagene Anschlusskopf ermöglicht ähnliche Anschlussmöglichkeiten wie das Hakenelement des Geländerholms. Im Unterschied zur Ausführungsform mit zwei endseitig angeordneten Hackenelementen kann die Ausführungsform mit einem Hakenelement und einem Anschlusskopf jederzeit aus einem fertig montierten Gerüstfeld ausgebaut bzw. demontiert werden. Hierzu muss lediglich das Arretiermittel gelöst werden. Das Geländer ist somit nicht vor Fremdeinwirkungen geschützt. Zudem ist der Anschlusskopf komplexer als das Hakenelement aufgebaut, so dass der Fertigungsaufwand steigt. Soll jedoch eine Demontage des Geländers möglich sein, stellt ein Geländerholm mit einem Hakenelement und einem Anschlusskopf eine solche Möglichkeit bereit.
In dieser Ausführungsform besteht darüber hinaus die Möglichkeit neben dem Geländerholm einen Längsriegel auf gleicher Höhe zu montieren. Anschließen kann der Geländerholm von den Vertikalstielen gelöst werden und für die nächste Gerüstebene als vorlaufender Geländerholm verwendet werden. Eine solche Vorgehensweise hat den Vorteil, dass der vorlaufende Geländerholm als Absturzsicherung während des Aufbaus eines Gerüstes eingesetzt werden kann und neben dem Geländerholm anschließend ein lastfähigerer, aber auch schwererer, horizontal verlaufender Riegel oder Längsriegel gesetzt werden kann, so dass anschließend der Geländerholm entfernt werden kann und wiederum als vorlaufender Geländerholm für die nächste Gerüstebene eingesetzt werden kann.
In einer Ausführungsform des Geländerholms kann der Geländerholm aus einem Metallrohr gebildet sein, an dem an einem Ende ein erstes Hakenelement und an dem gegenüberliegenden Ende des Geländerholms ein zweites Hakenelement oder ein weiteres Verbindungsmittel angeordnet ist, und wobei das Metallrohr vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Die Ausbildung als Metallrohr besitzt den Vorteil, dass der Geländerholm ein geringes Gewicht aufweiset und somit - insbesondere bei der Montage - leichter zu handhaben ist. Zugleich ist über den Rohrquerschnitt eine hohe Formsteifigkeit gewährleistet. Dies gilt insbesondere bei einer kreisrunde Querschnittsform. Zudem kann eine kreisrunde Querschnittsform einfacher mit der Hand umgriffen werden, um sich beispielsweise festzuhalten oder abzustützen. Es gibt keine störenden Kanten, die gegebenenfalls zu einer Verletzung führen könnten. Alternativ zu einer Bereitstellung des Geländerholms aus einem metallischen Werkstoff, besteht auch die Möglichkeit, den Geländerholm aus einem Kunststoffmaterial bereitzustellen.
In einer Ausführungsform des Geländerholms können die beiden Hakenelemente oder das Hakenelement und das weitere Verbindungsmittel jeweils in Einbaulage an einer Unterseite des Metallrohrs vorgesehen sein. Dadurch besteht die Möglichkeit, die konkrete Einbauhöhe des Geländerholms beeinflussen zu können. Wird beispielsweise der Verbindungsabschnitt des Hakenelements mit einem größeren Querschnitt bereitgestellt, erhöht sich dadurch die Einbauhöhe des Geländerholms. Auch am weiteren Verbindungsmittel kann beispielsweise ein Laschenelement vorgesehen sein, das länger oder kürzer bereitgestellt werden kann, um dadurch die konkrete Einbauhöhe des Geländerholms beeinflussen zu können.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Gerüst, vorzugsweise ein Modulgerüst, mit zumindest einem oben beschriebenen Geländerholm sowie einem Vertikalstiel, der zur Verbindung mit einem Hakenelement des Geländerholms zumindest eine Lochscheibe umfasst, wobei die Lochscheibe vorzugsweise als eine den Vertikalstiel umgebende Rosette ausgebildet ist, die mehrere, vorzugsweise mindestens vier, gleichartige und im gleichen Winkelabstand zueinander angeordnete Öffnungen zur Aufnahme eines Hakenabschnitts eines Hakenelements des Geländerholms aufweist.
Der Geländerholm kann an seinen beiden Enden jeweils ein Hakenelement umfassen. Alternativ kann der Geländerholm an einem Ende ein Hakenelement und am gegenüberliegenden Element einen Anschlusskopf umfassen. Sowohl das Hakenelement als auch der Anschlusskopf sind jeweils in der Weise mit der Lochscheibe verbindbar, dass bei der Montage des Geländerholms dieser gegenüber dem Vertikalstiel verschwenkt werden kann. Somit kann mit Hilfe des Geländerholms ein Gerüst mit einem vorlaufenden Geländer ausgebildet werden. Wird das Gerüst vor einer Fassade errichtet, kann der Gerüstholm sowohl auf der Seite eingesetzt werden, die der Fassade zugewandt ist, als auch auf der Seite, die der Fassade abgewandt ist. Denn abhängig von den örtlichen Gegebenheiten bzw. der Ausbildung der Fassade kann eine Absturzsicherung zu beiden Seiten erforderlich sein.
Die Lochscheibe ist bevorzugt als eine den Vertikalstiel umgebende Rosette ausgebildet, die mehrere, vorzugsweise mindestens vier, gleichartige und im gleichen Winkelabstand zueinander angeordnete Öffnungen zur Aufnahme eines Hakenelements des Geländerholms aufweist. Das Hakenelement kann in diesem Fall in jede der Öffnungen der Lochscheibe eingesetzt werden, so dass grundsätzlich mehrere Anschlussmöglichkeiten bestehen. Je nachdem in welche Öffnung das Hakenelement eingesetzt wird, variiert die Gebrauchslage des Geländerholms.
Bevorzugt sind die mehreren Öffnungen zur Aufnahme eines Hakenelements in der Draufsicht auf die Lochscheibe kreuz- oder sternförmig angeordnet. In der Gebrauchslage des die Lochscheibe aufweisenden Vertikalstiels sind die kreuz- oder sternförmig angeordneten Öffnungen der Lochscheibe vorzugsweise in ihrer Winkellage versetzt zu einem Achsraster des Gerüsts angeordnet. Die zum Achsraster des Gerüsts versetzte bzw. exzentrische Anordnung des Geländerholms über das Hakenelement kann auf diese Weise durch die Lochscheibe nochmals beeinflusst werden. In Weiterbildung der hier beschriebenen Ausführungsformen wird vorgeschlagen, dass die Lochscheibe weitere Öffnungen zur Aufnahme weiterer Gerüstbauteile, insbesondere von in Gebrauchslage horizontal verlaufenden Belagriegeln und/oder Längsriegeln, aufweist. Die weiteren Öffnungen sind vorzugsweise ebenfalls im gleichen Winkelabstand zueinander angeordnet, und zwar bevorzugt um den halben Winkelabstand versetzt zu den ersten Öffnungen, die der Aufnahme eines Hakenelements dienen. Auf diese Weise bietet die Lochscheibe vielfältige Anschlussmöglichkeiten für eine Vielzahl unterschiedlicher Gerüstbauteile.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform des Gerüsts ist der Geländerholm an beiden Enden mit einem Hakenelement vorgesehen, die jeweils mit einem Vertikalstiel verbunden sind. Der an beiden Enden mit einem Hakenelement versehene Geländerholm kann nicht jederzeit ausgebaut bzw. demontiert werden, sondern lediglich in Verbindung mit der Demontage des jeweiligen Gerüstfelds. Das diesen Geländerholm aufweisende Gerüst ist daher besonders gut vor Fremdeinwirkungen geschützt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gerüsts ist der Geländerholm an einem Ende mit einem Hakenelement und am anderen Ende mit einem Verbindungsmittel mit den Vertikalstielen verbunden. Dieser Geländerholm kann bei Bedarf ausgebaut bzw. demontiert werden.
Bei dem vorliegend beschriebenen Gerüst kann die Längsachse des Geländerholms somit parallel in Bezug auf ein Achsraster des Gerüsts verlaufen, d.h. der Geländerholm ist vor oder hinter den Vertikalstielen angeordnet. Das Achsraster des Gerüsts wird dabei bevorzugt durch die Längsachsen mehrerer Vertikalstiele definiert. In Bezug auf diese Längsachsen kann der Geländerholm um ein bestimmtes Maß versetzt angeordnet sein. In einem Ausführungsbeispiel sind die Dimensionen derart bestimmt, dass in Draufsicht gesehen zwischen einer Außenkante eines parallel an einer Lochplatte anordenbaren Längsriegels und einer Außenkante des Geländerholms, genauer des Rohrabschnitts, ein Abstand zwischen etwa 15 und etwa 25 mm, bevorzugt zwischen etwa 18 und etwa 20 mm bereitstellbar ist. Darüber hinaus sind die Dimensionen in einem Ausführungsbeispiel derart bestimmt, dass zwischen einer Außenkante des Geländerholms, genauer des Rohrabschnitts, und einer Außenkante eines Vertikalstiels in Draufsicht gesehen ein Abstand zwischen etwa 5 und etwa 15 mm, bevorzugt zwischen etwa 9 und etwa 10 mm, bereitstellbar ist.
Eine solche versetzte oder exzentrische Anordnung des Geländerholms erlaubt die Anordnung eines weiteren Gerüstbauteils parallel und auf gleicher Höhe mit dem Geländerholm. Bei dem weiteren Gerüstbauteil kann es sich beispielsweise um einen Längsriegel handeln. Es können auch mehr als nur ein weiteres Gerüstbauteil über die eine Lochscheibe angeschlossen werden. Durch die exzentrische Anordnung des Geländerholm bleiben eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten für weitere Gerüstbauteile an derselben Lochscheibe erhalten.
In einem Gerüst bilden Längsriegel tragende Gerüstbauteile aus. Sie dienen damit der Aussteifung des Gerüsts. Soll ein Längsriegel auf der Höhe eines Geländerholms eingebaut werden, muss der Geländerholm nach innen oder nach außen versetzt werden. Mit Hilfe eines hierin beschriebenen Geländerholms lässt sich dies in einfacher Weise realisieren. Die Vorteile eines aussteifenden Längsriegels kommen insbesondere in Verbindung mit einem vorlaufenden Geländer zum Tragen. Denn in diesem Fall kommt der Geländerholm in unmittelbarer Nähe zu einem Kontaktstoß zweier ineinander gesteckter Vertikalstiele, das heißt im Bereich einer „Schwachstelle“ des Gerüsts, zu liegen. Mit Hilfe mindestens eines Längsriegels kann die Steifigkeit und damit die Tragfähigkeit in diesem Bereich erhöht werden. Zur weiteren Aussteifung kann ferner ein Querriegel als weiteres tragendes Gerüstbauteil eingebaut werden. Je nach Auslastung des Gerüsts, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den Geländerholm im Gerüst zu belassen. Beispielsweise, wenn die durch den Geländerholm bereitgestellte Tragfähigkeit für die entsprechende Anwendung ausreichend ist.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Errichten eines Gerüstes, bei dem ein oben beschriebener Geländerholm mit einem ersten und einem zweiten Vertikalstiel verbunden wird, wobei das Verfahren umfasst: Ineingriffbringen eines Hakenelements des an dem einen Ende des Geländerholms angeordneten Hakenelements mit einer am ersten Vertikalstiel angeordneten Lochscheibe;
Verbinden des anderen Endes des Geländerholms mit dem zweiten Vertikalstiel;
Positionieren des Geländerholms mit Hilfe des zweiten Vertikalstiels, der hierzu in seine Gebrauchslage gebracht wird.
Mit Hilfe des vorgeschlagenen Verfahrens kann insbesondere ein Gerüst mit einem vorlaufenden Geländer errichtet werden. Das heißt, dass der Geländerholm einer zu errichtenden Gerüstebene von der Gerüsteben darunter montiert wird. Hierbei kann das beschriebene Verfahren eingesetzt werden.
Da das beschriebene Verfahren einen der beschriebenen Geländerholme einsetzt, ist dieser bei der Montage verliersicher an den beiden Vertikalstielen gehalten. Zugleich kann er gegenüber den beiden Vertikalstielen verschwenkt werden, und zwar unabhängig davon ob der Geländerholm an beiden Enden jeweils ein Hakenelement aufweist oder mit einem Hakenelement und einem Anschlusskopf verbunden ist.
In einer Ausführungsform, in der der Geländerholm ein Hakenelement und einen Anschlusskopf umfasst, kann das Verfahren weiterhin umfassen:
Ineingriffbringen eines horizontal verlaufenden Belagriegels und/oder eines Längsriegeln an den Lochscheiben, an der der Geländerholm angeordnet ist, sodass die Längsachse des Geländerholms und die Längsachse des horizontal Belagriegels parallele zueinander angeordnet sind;
Entfernen des Geländerholms aus den Lochscheiben.
Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass der vorlaufende Geländerholm als Absturzsicherung während des Aufbaus eines Gerüstes eingesetzt werden kann und neben dem Geländerholm anschließend ein lastfähigerer, aber auch schwererer, horizontal verlaufender Riegel oder Längsriegel gesetzt werden kann, so dass anschließend der Geländerholm entfernt werden kann und wiederum als vorlaufender Geländerholm für die nächste Gerüstebene eingesetzt werden kann. Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Verwendung eines oben beschriebenen Geländerholms als vorlaufender Geländerholm in einem Verfahren zur Errichtung eines Gerüstes und/oder die Verwendung eines oben beschriebenen Geländerholms als Treppengeländer, insbesondere als Treppengeländer eines Gerüstes.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, dem Ausführungsbeispiel und den Figuren. Darin zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht eines Geländerholms nach einer ersten Ausführungsform mit zwei Hakenelementen;
Figur 2 eine vergrößerte Darstellung eines Endabschnitts des Geländerholms aus Figur 1 mit einem Hakenelement;
Figur 3 eine Seitenansicht des Geländerholms aus Figur 1 in Eingriff mit einer Lochscheibe eines Vertikalstiels;
Figur 4 eine Draufsicht des Geländerholms aus Figur 1 in Eingriff mit einer Lochscheibe eines Vertikalstiels;
Figur 5 eine Draufsicht des Geländerholms aus Figur 1 im eingebauten Zustand;
Figur 6 eine perspektivische Ansicht eines Geländerholms nach einer zweiten Ausführungsform mit einem Hakenelement und einem Anschlusskopf;
Figur 7 eine vergrößerte Darstellung eines Endabschnitts des Geländerholms mit einem Anschlusskopf; Figur 8 eine perspektivische Ansicht des Geländerholms mit einem
Anschlusskopf in Eingriff mit einer Lochscheibe eines Vertikalstiels;
Figur 9 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines
Geländerholms als Treppengeländer;
Figur 10 eine perspektivische Ansicht des Geländerholms aus Figur 9;
Figuren 11 Detailansichten der axialen Enden des Geländerholms aus Figur 9 im eingebauten Zustand; und
Figur 12 eine perspektivische Ansicht des Geländerholms aus Figur 9 im eingebauten Zustand.
Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines Geländerholms 10 nach einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der Geländerholm 10 umfasst in der ersten Ausführungsform an seinen gegenüberliegenden Enden jeweils ein Hakenelement 11 , die mit einem Rohrabschnitt 12 des Geländerholms 10 verbunden sind. Die Hakenelemente 11 sind dabei vorzugsweise mit dem Rohrabschnitt 12 verschweißt. Die beiden Hakenabschnitte 11 sind dabei gleich aufgebaut.
Figur 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Endabschnitts des Geländerholms 10 aus Figur 1. Wie in Figur 2 gut zu erkennen ist, umfasst ein Hakenelement 11 einen Verbindungsabschnitt 13, der mit dem Rohrabschnitt 12 des Geländerholms 10 verbunden ist und einen Hakenabschnitt 14, der sich an den Verbindungsabschnitt 13 anschließt. Das gezeigte Hakenelement 11 ist dabei integral ausgebildet und weist einen kreisförmigen Querschnitt auf. Das gezeigte Hakenelement 11 ist als Rundbiegeteil bereitgestellt und mit dem Rohrabschnitt 12 am Verbindungsabschnitt 13 verschweißt. Der Verbindungsabschnitt 13 ist dabei in einer Länge von etwa 3 cm mit dem Rohrabschnitt 12 verschweißt. Alternativ kann der Verbindungsabschnitt 13 in einer Länge zwischen 2 und 5 cm mit dem Rohrabschnitt 12 verschweißt sein. Das Hakenelement 11 , genauer der Hakenabschnitt 14, umfasst darüber hinaus einen Hinterschnittabschnitt 15. Der Hinterschnittabschnitt 15 weist eine Länge zwischen etwa 15 und 80 mm auf, bevorzugt zwischen etwa 30 und 50 mm und besonders bevorzugt etwa 42 mm.
Figur 3 zeigt eine Seitenansicht des Geländerholms 10 aus Figur 1 in Eingriff mit einer Lochscheibe 20 eines Vertikalstiels 21 eines Gerüstes. Beim Ineingriffbringen des Hakenelements 11 mit der Lochscheibe 20 des Vertikalstiels 21 wird der Hakenabschnitt 14 des Hakenelements 11 von oben in eine Öffnung der Lochscheibe 20 eingeführt bzw. eingedreht (vgl. auch Figur 4). Das Hakenelement 11 kann dadurch an der Lochscheibe 20 abgestützt werden bzw. auf dieser aufliegen. Wie in Figur 3 gut zu erkennen ist, ist der Hinterschnittabschnitt 15 in der Seitenansicht gegenüber einer Längsachse 16 des Geländerholms 10 abgewinkelt. Der Winkel (vgl. Bezugszeichen 17), der vom Hinterschnittabschnitt 15 und von der Längsachse 16 des Geländerholms 10 eingeschlossen wird, liegt zwischen 20 und 80°, bevorzugt zwischen 30 und 50°, besonders bevorzugt beträgt der Winkel 45°. Wie in Figur 3 ebenfalls gut zu erkennen ist, wird durch den Hintergriffabschnitt 15 verhindert, dass das Hakenelement 11 vertikal nach oben aus der Lochscheibe 20 herausbewegt werden kann. Mit anderen Worten, kann der Geländerholm 10 aufgrund des sich „zurückerstreckenden“ Hintergriffabschnitts 15 nicht mehr aus der Lochscheibe 20 ausgebaut werden. Würde das Hakenelement 11 keinen derartigen Hintergriffabschnitt 15 umfassen, könnte der Geländerholm 10 durch vertikales Anheben aus der Lochscheibe 20 entfernt werden.
Wie in Figur 4 zu erkennen ist, ist die gezeigte Lochscheibe 20 als eine den Vertikalstiel 21 umgebende Rosette 20 ausgebildet, die mehrere Öffnungen 22 zur Aufnahme des Hakenelements 11 bzw. des Hakenabschnitts 14 des Hakenelements 11 umfasst. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier, gleichartige und im gleichen Winkelabstand zueinander angeordnete Öffnungen 22 zur Aufnahme eines Hakenelements 11 des Geländerholms 10 vorgesehen. Das Hakenelement 11 kann in diesem Fall in jede der Öffnungen 22 der Lochscheibe 20 eingesetzt werden, so dass grundsätzlich mehrere Anschlussmöglichkeiten bestehen. Die Öffnungen 22 zur Aufnahme eines Hakenelements 11 sind in der Draufsicht auf die Lochscheibe 20 kreuz- oder sternförmig angeordnet. In der Gebrauchslage des die Lochscheibe 20 aufweisenden Vertikalstiels 21 sind die kreuz- oder sternförmig angeordneten Öffnungen 22 der Lochscheibe 20 vorzugsweise in ihrer Winkellage versetzt zu einem Achsraster des Gerüsts angeordnet. Die Lochscheibe 20 umfasst dabei weitere Öffnungen 23 zur Aufnahme weiterer Gerüstbauteile, beispielsweise horizontal verlaufende Belagriegeln und/oder Längsriegeln. Die weiteren Öffnungen 23 sind vorzugsweise ebenfalls im gleichen Winkelabstand zueinander angeordnet, und zwar bevorzugt um den halben Winkelabstand versetzt zu den ersten Öffnungen 22, die der Aufnahme eines Hakenelements 11 dienen. Auf diese Weise bietet die Lochscheibe 20 vielfältige Anschlussmöglichkeiten für eine Vielzahl unterschiedlicher Gerüstbauteile. Die Öffnungen 22 zur Aufnahme des Geländerholms 10 und die weiteren Öffnungen 23 zur Aufnahme weiterer Gerüstbauteile sind dabei derart angeordnet, dass parallel zum gezeigten Geländerholm 10 ein weiterer Längsriegel eingesetzt werden könnte.
Wie in Figur 4 ebenfalls gut zu erkennen ist, ist der Hakenabschnitt 14 des Hakenelements 11 , in Draufsicht gesehen, abgewinkelt zur Längsachse 16 des Geländerholms 10 angeordnet. Der Winkel (vgl. Bezugszeichen 18), mit dem der Hakenabschnitt 14 abgewinkelt zur Längsachse 16 des Geländerholms 10 angeordnet ist, ist dabei der Winkel zwischen der Längsachse 16 des Geländerholms 10 und der in Draufsicht gesehenen Längsachse 19 des Hakenabschnitts 14. Der Hakenabschnitt 14 kann dabei in Draufsicht gesehen mit einem Winkel (vgl. Bezugszeichen 18) zwischen 25° und 90°, vorzugsweise zwischen 35° und 60°, besonders bevorzugt zwischen 40° und 50° und ganz besonders bevorzugt mit einem Winkel von 45° abgewinkelt zur Längsachse 16 des Geländerholms 10 angeordnet sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel etwa 46° bzw. 46,23°. Durch den Winkel und die Länge des Hakenabschnitts 14 kann festgelegt werden, in welchem Abstand der Geländerholm 10 hinter oder vor den Vertikalstielen 21 positioniert werden kann, wobei der Winkel und die Länge des Hakenabschnitts 14 vorzugsweise derart bestimmt sind, dass neben dem Geländerholm 10 auch ein horizontal verlaufender Belagriegel oder ein Längsriegel an den Lochscheiben 20 angeordnet werden kann. In einem Ausführungsbeispiel sind die Dimensionen der jeweiligen derart bestimmt, dass in Draufsicht gesehen zwischen einer Außenkante eines Längsriegels und einer Außenkante des Geländerholms 10, genauer des Rohrabschnitts 12, ein Abstand zwischen etwa 15 und 25 mm, bevorzugt zwischen etwa 18 und 20 mm bereitstellbar ist. Darüber hinaus sind die Dimensionen in einem Ausführungsbeispiel derart bestimmt, dass zwischen einer Außenkante des Geländerholms 10, genauer des Rohrabschnitts 12, und einer Außenkante des Vertikalstiels 21 in Draufsicht gesehen ein Abstand zwischen etwa 5 und 15 mm, bevorzugt zwischen etwa 9 und 10 mm, bereitstellbar ist.
Figur 5 zeigt nochmals eine Draufsicht auf den Geländerholm 10 aus Figur 1 im eingebauten Zustand. Wie in Figur 5 gut zu erkennen ist, kann der Geländerholm 10 mit zwei Hakenelementen 11 nicht ohne weiteres aus einem Gerüstfeld entfernt werden. Das heißt, dass der Geländerholm 10 nicht jederzeit ausbau- bzw. demontierbar ist, sondern nur bei einer Demontage des den Geländerholm 10 umfassenden Gerüstfelds. Der bereits montierte Geländerholm 10 mit zwei Hakenelemente 11 ist somit in seiner Lage gesichert. Auf diese Weise kann den Sicherheitsanforderungen Rechnung getragen werden. Insbesondere kann eine Manipulation des Gerüsts durch Fremdeinwirkung verhindert werden.
Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Geländerholms 30 nach einer zweiten Ausführungsform. Ein erstes Ende des Geländerholms 30 ist dabei mit einem oben beschriebenen Hakenelement 11 versehen, das wiederum mit einer Lochscheibe eines Vertikalstiels in Eingriff bringbar ist. Ein zweites Ende des Geländerholms 30 weist anstelle eines Hakenelements 11 ein Verbindungsmittel 31 auf, wiederum eingerichtet zur Verbindung mit einer Lochscheibe 20, wobei das Verbindungsmittel 31 an einem Anschlusskopf 32 ausgebildet ist, der mit dem Geländerholm 30 über ein Gelenk 33 verbunden ist. Das Gelenk 33 ist dabei in der gezeigten Ausführungsform mittels eines Augenflanschs und einem darin angeordneten Bolzen gebildet.
Das Gelenk 33 ist dabei in einem Laschenelement 34 vorgesehen, das sich senkrecht zur Längsachse des Geländerholms 30 erstreckt. Durch ein solches Laschenelement 34 kann der Abstand der Längsachse des Geländerholms 30 zur Lochscheibe 20 bestimmt werden. Mit anderen Worten kann durch ein solches Laschenelement 34 die Höhe bestimmt werden, mit der der Geländerholm 30 positioniert werden kann. Wird beispielsweise ein längeres Laschenelement 34 vorgesehen, liegt der Geländerholm 30 im eingebauten Zustand höher als bei einem kürzeren Laschenelement.
Zur Verbindung mit einer Lochscheibe 20 eines Vertikalstiels 21 kann der Anschlusskopf 32 ferner einen Anschlussabschnitt mit zwei Klauen 35 aufweisen, die derart auf die Lochscheibe 20 aufschiebbar sind, dass eine Klaue 35 oberhalb und eine Klaue 35 unterhalb der Lochscheibe 20 zu liegen kommen. Eine solche Ausführungsform ist in Figur 7 und Figur 8 dargestellt. Zur Aufnahme eines Arretiermittels, beispielsweise in Form eines U-förmigen Absteckbolzens 36, kann der Anschlussabschnitt Öffnungen aufweisen, die in Überdeckung mit einer Öffnung der Lochscheibe 20 bringbar sind, so dass das Arretiermittel in die Öffnungen eingesetzt werden kann.
Der gezeigte Anschlusskopf 32 ermöglicht ähnliche Anschlussmöglichkeiten wie das Hakenelement 11 des Geländerholms 30. Im Unterschied zur Ausführungsform mit zwei endseitig angeordneten Hackenelementen 11 kann die Ausführungsform mit einem Hakenelement 11 und einem Anschlusskopf 32 jederzeit aus einem fertig montierten Gerüstfeld ausgebaut bzw. demontiert werden. Hierzu muss lediglich das Arretiermittel gelöst werden. Soll eine Demontage des Geländers möglich sein, stellt ein Geländerholm 30 mit einem Hakenelement 11 und einem Anschlusskopf 32 eine solche Möglichkeit bereit. In dieser Ausführungsform besteht darüber hinaus die Möglichkeit neben dem Geländerholm 30 einen Längsriegel auf gleicher Höhe zu montieren. Anschließen kann der Geländerholm 30 von den Vertikalstielen 21 gelöst werden und für die nächste Gerüstebene als vorlaufender Geländerholm 30 verwendet werden. Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass der vorlaufende Geländerholm 30 als Absturzsicherung während des Aufbaus eines Gerüstes eingesetzt werden kann und neben dem Geländerholm 30 anschließend ein lastfähigerer, aber auch schwererer, horizontal verlaufender Riegel oder Längsriegel gesetzt werden kann, so dass anschließend der Geländerholm 30 entfernt werden kann und wiederum als vorlaufender Geländerholm 30 für die nächste Gerüstebene eingesetzt werden kann. Figur 9 und Figur 10 zeigen eine weitere mögliche Ausführungsform des Geländerholms 40 als Treppengeländer eines Gerüsts. Der Geländerholm 40 weist an einem axialen Ende das Hakenelement 11 und an dem anderen axialen Ende das Verbindungsmittel 31 auf.
Im Gegensatz zu den vorherigen Ausführungsformen, weist der Geländerholm 40 einen Mittenabschnitt 41 auf. Der Mittenabschnitt 41 ist zwischen einem ersten Endabschnitt 42a und einem zweiten Endabschnitt 42b angeordnet und mit diesen verbunden. Der Mittenabschnitt 41 und die beiden Endabschnitte 42a, 42b sind vorzugsweise einstückig ausgebildet. Genauer gesagt ist der Geländerholm 40 monolithisch ausgebildet. Der erste und der zweite Endabschnitt 42a, 42b sind vorzugsweise umgebogene Abschnitte im Bereich der axialen Enden des Geländerholms 40. Beispielsweise ist sind der erste und zweite Endabschnitt durch ein Umbiegen des Geländerholms 40 hergestellt. Andere Verbindungen sind denkbar.
Der erste Endabschnitt 42a und der zweite Endabschnitt 42b sind derart an dem Mittenabschnitt 41 angeordnet, dass der Geländerholm 40 im Wesentlichen punktsymmetrisch ist.
Der erste Endabschnitt 42a und der zweite Endabschnitt 42b erstrecken sich parallel zueinander. Anders gesagt, sind die Längsachsen des ersten Endabschnitts 42a und des zweiten Endabschnitts 42b parallel zueinander. Der Mittenabschnitt 41 ist zu den beiden Endabschnitten 42a, 42b (bzw. zu deren Längsachsen) geneigt.
Der Hintergriffabschnitt 15 des Hakenelementsl 1 ist, insbesondere in der Seitenansicht, abgewinkelt zur Längsachse 16 des Geländerholms 40 angeordnet, wobei unter der Längsachse 16 hier vorzugsweise die Längsachse der Endabschnitte 42a, 42b zu verstehen ist.
Die Figuren 11a und 11 b zeigen die axialen Enden der Endabschnitte 42a, 42b im Detail. Am axialen Ende des zweiten Endabschnitts 42b ist das Verbindungsmittel 31 angeordnet. Am ersten Endabschnitt 42a ist das Hakenelement 11 angeordnet. Das Verbindungsmittel 31 und das Hakenelement 11 sind jeweils mit einer Lochscheibe 20 verbunden.
Figur 12 zeigt den Geländerholm 40 gemäß der Ausführungsform aus den Figuren 9 und 10 im eingebauten Zustand an einem Gerüst. Es ist erkennbar, dass zwei Geländerholme 40 an einer Treppe übereinander an einer Seite angeordnet sind. Alternativ oder zusätzlich können weitere Geländerholme 40 an der Treppe montiert werden, beispielsweise an der gegenüberliegenden Seite der Treppe.
Ergänzend wird hinsichtlich der weiteren Gerüstbauteile und deren Anordnung und Aufbau im Gerüst auf die Offenbarung der DE 10 2020 132 056 A1 verwiesen.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, solange sie vom Gegenstand der nachfolgenden Ansprüche umfasst ist.
Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe „umfassend“ und „aufweisend“ keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und die unbestimmten Artikel „eine“ oder „ein“ keine Vielzahl ausschließen. Ferner wird darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf obige Ausführungsformen beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen verwendet werden können.
Bezugszeichenliste
10 Geländerholm
11 Hakenelement
12 Rohrabschnitt
13 Verbindungsabschnitt
14 Hakenabschnitt
15 Hintergriffabschnitt
16 Längsachse Geländerholm
17 Winkel
18 Winkel
19 Längsachse Hackenabschnitt
20 Lochscheibe
21 Vertikalstiel
22 Öffnungen
23 Öffnungen
30 Geländerholm
31 Verbindungsmittel
32 Anschlusskopf
33 Gelenk
34 Laschenelement
35 Klauen
36 Absteckbolzens
40 Geländerholm (Treppengeländer)
41 Mittenabschnitt
42a erster Endabschnitt
42b zweiter Endabschnitt

Claims

Ansprüche
1. Geländerholm (10; 30; 40) zur vorlaufenden längsseitigen Absturzsicherung eines Gerüstes, umfassend: zumindest ein Hakenelement (11), das an einem Ende des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist und eingerichtet ist, um mit einer an einem Vertikalstiel (21) vorgesehenen Lochscheibe (20) in Eingriff gebracht zu werden; wobei das Hakenelement (11) zumindest einen Hakenabschnitt (14) umfasst, der abgewinkelt zu einer Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist; und wobei das Hakenelement (11) zumindest einen Hintergriffabschnitt (15) umfasst, der abgewinkelt zur Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist.
2. Geländerholm (10; 30; 40) nach Anspruch 1 , wobei das Hakenelement (11) weiterhin einen Verbindungsabschnitt (13) umfasst, der mit einem Rohrabschnitt (12) des Geländerholms (10; 30; 40) verbunden ist, wobei der Verbindungsabschnitt (13) des Hakenelements (11) koaxial und parallel zur Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30) angeordnet ist.
3. Geländerholm (10; 30; 40) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei der Hakenabschnitt (14) mit einem Winkel zwischen 25° und 90°, vorzugsweise zwischen 35° und 60°, besonders bevorzugt zwischen 40° und 50° und ganz besonders bevorzugt mit einem Winkel zwischen 46° und 47° abgewinkelt zur Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist.
4. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Verbindungsabschnitt (13) eine Länge zwischen 2 und 5 cm, vorzugsweise 2,5 bis 3,5 cm aufweist.
5. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Hakenelement (11) einen kreisförmigen Querschnitt aufweist und vorzugsweise als Biegeteil bereitgestellt ist, und wobei der Querschnitt des Hakenelements (11) vorzugsweise zwischen 8 und 15 mm und besonders bevorzugt zwischen 11 und 13 mm liegt.
6. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hintergriffabschnitt (15) mit einem Winkel zwischen 20° und 80°, bevorzugt zwischen 30° und 50° und ganz besonders bevorzugt mit einem Winkel von 45° abgewinkelt zur Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist.
7. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hintergriffabschnitt (15) eine Länge zwischen 15 und 80 mm aufweist, bevorzugt zwischen 30 und 60 mm und besonders bevorzugt 50 mm.
8. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Hakenelement (11) integral ausgebildet ist.
9. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Geländerholm (10; 30; 40) zwei Hakenelemente (11) umfasst, die an gegenüberliegenden Enden des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet sind und die eingerichtet sind, um jeweils mit einer an einem Vertikalstiel (21) vorgesehenen Lochscheibe (20) in Eingriff gebracht zu werden.
10. Geländerholm (10; 30; 40) nach Anspruch 9, wobei die beiden Hakenelemente (11) zur selben Seite des Geländerholms (10; 30; 40) hin orientiert sind und korrespondierend abgewinkelt ausgestaltet sind.
11. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Geländerholm (10; 30; 40) an einem Ende des Geländerholms (10; 30; 40) ein Hakenelement (11) und an einem gegenüberliegenden Ende des Geländerholms (10; 30; 40) ein weiteres Verbindungsmittel (31) mit einem Anschlusskopf (32) umfasst, der schwenkbar um eine Achse ausgebildet ist, die senkrecht zur Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30; 40) angeordnet ist.
12. Geländerholm (10; 30; 40) nach Anspruch 11 , wobei der Anschlusskopf (32) an einem Drehlager/Gelenk (33) angeordnet ist, um den Anschlusskopf (32) schwenkbar auszubilden, und wobei das Drehlager/Gelenk (33) vorzugsweise in einem Laschenelement (34) vorgesehen ist, das sich senkrecht zur Längsachse (15) des Geländerholms (10; 30; 40) erstreckt.
13. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Geländerholm (10; 30; 40) aus einem Metallrohr gebildet ist, an dem an einem Ende ein erstes Hakenelement (11) und an dem gegenüberliegenden Ende des Geländerholms (10; 30; 40) ein zweites Hakenelement (11) oder ein weiteres Verbindungsmittel (31) angeordnet ist, und wobei das Metallrohr vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
14. Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die beiden Hakenelemente (11) oder das Hakenelement (11) und das weitere Verbindungsmittel jeweils in Einbaulage an einer Unterseite des Metallrohrs vorgesehen sind.
15. Gerüst mit zumindest einem Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche sowie einem Vertikalstiel (21), der zur Verbindung mit einem Hakenelement (11) des Geländerholms (10; 30; 40) zumindest eine Lochscheibe (21) umfasst, wobei die Lochscheibe (20) vorzugsweise als eine den Vertikalstiel (21) umgebende Rosette ausgebildet ist, die mehrere, vorzugsweise mindestens vier, gleichartige und im gleichen Winkelabstand zueinander angeordnete Öffnungen (22) zur Aufnahme eines Hakenabschnitts (14) eines Hakenelements (11) des Geländerholms (10; 30; 40) aufweist.
16. Gerüst nach Anspruch 15, wobei die Lochscheibe (20) weitere Öffnungen (23) zur Aufnahme weiterer Gerüstbauteile, insbesondere von in Gebrauchslage horizontal verlaufenden Belagriegeln und/oder Längsriegeln, aufweist.
17. Verfahren zum Errichten eines Gerüstes, bei dem ein Geländerholm (10; 30; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 mit einem ersten und einem zweiten Vertikalstiel (21) verbunden wird, umfassend:
Ineingriffbringen eines Hakenelements (11) des an dem einen Ende des Geländerholms (10; 30; 40) angeordneten Hakenelements (11) mit einer am ersten Vertikalstiel (21) angeordneten Lochscheibe (20);
Verbinden des anderen Endes des Geländerholms (10; 30; 40) mit dem zweiten Vertikalstiel (21);
Positionieren des Geländerholms (10; 30; 40) mit Hilfe des zweiten Vertikalstiels (21), der hierzu in seine Gebrauchslage gebracht wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, weiterhin umfassend:
Ineingriffbringen eines horizontal verlaufenden Belagriegels und/oder eines Längsriegeln an den Lochscheiben (20), an der der Geländerholm (10; 30; 40) angeordnet ist, sodass die Längsachse (16) des Geländerholms (10; 30; 40) und die Längsachse des horizontal Belagriegels parallel zueinander angeordnet sind;
Entfernen des Geländerholms (10; 30; 40) aus den Lochscheiben (20).
19. Verwendung eines Geländerholms (10; 30; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als vorlaufender Geländerholm (10; 30; 40) in einem Verfahren nach Anspruch 17 oder Anspruch 18 und/oder Verwendung eines Geländerholms (10; 30; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Treppengeländer.
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