EP4720452A1 - Segmentierter abstandhalter für isolierglaseinheiten - Google Patents
Segmentierter abstandhalter für isolierglaseinheitenInfo
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- EP4720452A1 EP4720452A1 EP24723097.2A EP24723097A EP4720452A1 EP 4720452 A1 EP4720452 A1 EP 4720452A1 EP 24723097 A EP24723097 A EP 24723097A EP 4720452 A1 EP4720452 A1 EP 4720452A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Abstandhalter (I) für Isolierglaseinheiten, der mindestens einen aus einem ersten Kunststoff (7) und einem zweiten Kunststoff (8) co-extrudierten Grundkörper (1) umfasst, umfassend eine erste Seitenwand (2.1) und eine parallel dazu angeordnete zweite Seitenwand (2.2), eine Verglasungsinnenraumwand (3), die die Seitenwände (2.1, 2.2) miteinander verbindet, eine Außenwand (4), die im Wesentlichen parallel zur Verglasungsinnenraumwand (3) angeordnet ist und die Seitenwände (2.1, 2.2) direkt oder über Verbindungswände (6.1, 6.2) miteinander verbindet, einen Hohlraum (5), der von den Seitenwänden (2.1, 2.2), der Verglasungsinnenraumwand (3) und der Außenwand (4) oder von den Seitenwänden (2.1, 2.2), der Verglasungsinnenraumwand (3), der Außenwand (4) und den Verbindungswänden (6.1, 6.2) umschlossen wird, wobei der Grundkörper (1) als ein aus dem ersten Kunststoff (7) und dem zweiten Kunststoff (8) gebildetes Hohlprofil ausgebildet ist, der eine alternierende Anordnung von Segmenten A und Segmenten B aufweist, wobei ein Segment A aus dem ersten Kunststoff (7) ausgebildet ist und ein Segment B aus dem zweiten Kunststoff (8) ausgebildet ist und sich die Segmente A und B jeweils entlang einer Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (I) erstrecken und in der Längsrichtung (Z) aneinander angrenzen, die Außenwand (4) einen ersten Abschnitt (9) umfasst, der aus einem Segment B besteht und in der Mitte der Außenwand (4) in einer Querrichtung (X) des Abstandhalters (I), die senkrecht zu der Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (I) ist, und über die gesamte Dicke (D1) der Außenwand (4) in einer Höhenrichtung (Y) des Abstandhalters (I), die senkrecht zu der Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (I) ist, angeordnet ist, die erste Seitenwand (2.1) einen zweiten Abschnitt (10) umfasst, der aus einem Segment B besteht, die zweite Seitenwand (2.2) einen dritten Abschnitt (11) umfasst, der aus einem Segment B besteht, und der zweite Kunststoff (8) eine geringere Wärmeleitfähigkeit als der erste Kunststoff (7) aufweist.
Description
Segmentierter Abstandhalter für Isolierglaseinheiten
Die Erfindung betrifft Abstandhalter für Isolierglaseinheiten, ein Verfahren zur Herstellung eines Abstandhalters, eine Isolierglaseinheit, ein Verfahren zur Herstellung einer Isolierglaseinheit und die Verwendung der Isolierglaseinheit.
Isolierglaseinheiten enthalten in der Regel mindestens zwei Scheiben aus Glas oder polymeren Materialien. Die Scheiben sind über einen vom Abstandhalter (Spacer) definierten Gas- oder Vakuumraum voneinander getrennt. Das Wärmedämmvermögen von Isolierglas ist deutlich höher als das von Einfachglas und kann in Dreifachverglasungen oder mit speziellen Beschichtungen noch weiter gesteigert und verbessert werden. So ermöglichen beispielsweise silberhaltige Beschichtungen eine verringerte Transmission von infraroter Strahlung und senken so die Abkühlung eines Gebäudes im Winter.
Neben der Beschaffenheit und dem Aufbau der Scheiben sind auch die weiteren Komponenten einer Isolierglaseinheit von großer Bedeutung. Die Dichtung und vor allem der Abstandhalter haben einen großen Einfluss auf die Qualität der Isolierglaseinheit.
Die wärmeisolierenden Eigenschaften von Isolierglaseinheiten werden ganz wesentlich vom Wärmeleitvermögen im Bereich des Randverbunds, insbesondere des Abstandhalters beeinflusst. Bei metallischen Abstandhaltern kommt es durch die hohe thermische Leitfähigkeit des Metalls zur Ausbildung einer Wärmebrücke am Rand der Scheibe. Diese Wärmebrücke führt einerseits zu Wärme Verlusten im Randbereich der Isolierglaseinheit und andererseits bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Außentemperaturen zur Bildung von Kondensat auf der Innenscheibe im Bereich des Abstandhalters. Um diese Probleme zu lösen, werden vermehrt thermisch optimierte, sogenannte „Warme-Kante“-Systeme eingesetzt, bei denen die Abstandhalter aus Materialien mit geringerer Wärmeleitfähigkeit, insbesondere Kunststoffen, bestehen.
Von dem Aspekt der Wärmeleitfähigkeit sind polymere Abstandhalter zu bevorzugen gegenüber metallischen Abstandhaltern. Allerdings haben polymere Abstandhalter mehrere Nachteile. Zum einen ist die Dichtigkeit der polymeren Abstandhalter gegenüber Feuchtigkeit und Gasverlust nicht ausreichend. Hier gibt es verschiedene Lösungen, insbesondere über das Aufbringen einer Barrierefolie auf die Außenseite des Abstandhalters (siehe zum Beispiel WO2013/104507 A1).
Zum anderen sind die Längenausdehnungskoeffizienten von Kunststoffen viel größer als die von Glas. Zur Angleichung der Längenausdehnungskoeffizienten können zum Beispiel Glasfasern beigemischt werden (siehe EP0852280 A1 und DE19807454 A1). Ein erhöhter Glasfaseranteil verschlechtert jedoch die wärmeleitenden Eigenschaften des Abstandhalters, sodass hier eine genaue Optimierung erfolgen muss. Glasfasern und ähnliche Füllstoffe verbessern zudem die Längssteifigkeit des Abstandhalters.
Polymere glasfaserverstärkte Abstandhalter sind so spröde, dass sie im Gegensatz zu metallischen Abstandhaltern nicht kalt biegbar sind. Für die Herstellung eines Abstandhalterrahmens für eine Isolierglaseinheit müssen mehrere Stücke Abstandhalter über Steckverbinder verbunden werden und verklebt oder verschweißt werden. Jede Verbindungsstelle muss sorgfältig abgedichtet werden. Ein Ansatz für die Erhöhung der Biegbarkeit ist die Integration eines metallischen Streifens in den polymeren Grundkörper (zum Beispiel in der WO2015/043848 A1 und der DE19807454 A1 beschrieben). Die Integration eines metallischen Streifens in den polymeren Grundkörper ist bei der Herstellung allerdings sehr aufwändig.
Polymere Abstandhalter ohne zusätzliche Füllstoffe wie Glasfasern sind flexibel und nicht ausreichend steif. Die Längssteifigkeit (bezieht sich auf die Durchbiegung in Längsrichtung) ist jedoch wichtig für eine maschinelle Verarbeitbarkeit. Eine Verbesserung der Längssteifigkeit kann durch die Integration metallischer Streifen erzielt werden (siehe vorheriger Punkt) oder das äußerliche Aufbringen metallischer Elemente auf den Körper (siehe zum Beispiel EP1055046 B2 und EP3241972 A1). Das Aufbringen eines metallischen Streifens verschlechtert jedoch die wärmeleitenden Eigenschaften des Abstandhalters, da die metallischen Elemente eine erhöhte Wärmeleitfähigkeit besitzen. Eine besondere Schwierigkeit beim äußerlichen Aufbringen einzelner metallischer Elemente ist die perfekte Abdichtung des Randverbunds gegen das Eindringen von Feuchtigkeit.
Angesichts des Vorstehenden bedeutet die Konstruktion eines Abstandhalters einen Kompromiss zwischen mechanischer Leistung und thermischen Isolationseigenschaften zu finden, da die leistungsstärksten Materialien aus thermischer Sicht eine eher schlechte mechanische Leistung aufweisen und umgekehrt.
Aus W02021/009176 A1 ist eine Kombination verschiedener Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften in einem durch Co-Extrusion hergestellten Abstandhalter bekannt, wobei die verschiedenen Materialien in dem Abstandhalter koaxial angeordnet sind.
Insbesondere werden ein erster Kunststoff und ein zweiter Kunststoff verwendet, wobei der zweite Kunststoff eine geringere Wärmeleitfähigkeit und eine höhere Flexibilität als der erste Kunststoff aufweist und der Grundkörper des Abstandhalters als ein aus dem zweiten Kunststoff gebildetes Hohlprofil ausgebildet ist, in dem innenseitig unmittelbar angrenzend an das Hohlprofil zumindest bereichsweise der erste Kunststoff angeordnet ist. Jedoch kann dadurch kein Abstandhalter mit möglichst geringer Wärmeleitfähigkeit erreicht werden, da nicht gewährleistet werden kann, dass der Wärmeaustausch zwischen innenliegendem ersten Kunststoff und den Scheiben unterbunden werden kann.
In DE 10 2011 009 359 A1 ist ein Abstandhalterprofil mit einem Hohlprofilkörper aus einem ersten Kunststoffmaterial und mit einem Diffusionssperrbereich aus einem zweiten Kunststoffmaterial mit Schichtsilikat, der mindestens als Teil der Außenwand zur Bildung einer Diffusionssperre ausgebildet ist, offenbart. Durch Anordnung des Diffusionssperrbereichs aus dem zweiten Kunststoffmaterial mit Schichtsilikat kann eine geringe Wärmeleitfähigkeit entlang der Außenwand des Abstandhalters nicht gewährleistet werden.
Angesichts des oben beschriebenen Stands der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Abstandhalter bereitzustellen, der eine gute mechanische Leistung und eine verbesserte Wärmedämmeigenschaft aufweist, sowie wirtschaftlich rentabel herstellbar und umweltfreundlich ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird erfindungsgemäß durch einen Abstandhalter für Isolierglaseinheiten nach dem unabhängigen Anspruch 1 oder 11 gelöst. Bevorzugte Ausführungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Abstandhalter, eine erfindungsgemäße Isolierglaseinheit, ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit und deren erfindungsgemäße Verwendung gehen aus weiteren unabhängigen Ansprüchen hervor.
Der erfindungsgemäße Abstandhalter für Isolierglaseinheiten gemäß einem ersten Aspekt umfasst mindestens einen aus einem ersten Kunststoff und einem zweiten Kunststoff co- extrudierten Grundkörper, umfassend eine erste Seitenwand und eine parallel dazu angeordnete zweite Seitenwand, eine Verglasungsinnenraumwand, die die Seitenwände miteinander verbindet, eine Außenwand, die im Wesentlichen parallel zur Verglasungsinnenraumwand angeordnet ist und die Seitenwände direkt oder über
Verbindungswände miteinander verbindet, einen Hohlraum, der von den Seitenwänden, der Verglasungsinnenraumwand und der Außenwand oder von den Seitenwänden, der Verglasungsinnenraumwand, der Außenwand und den Verbindungswänden umschlossen wird, wobei der Grundkörper als ein aus dem ersten Kunststoff und dem zweiten Kunststoff gebildetes Hohlprofil ausgebildet ist, der eine alternierende Anordnung von Segmenten A und Segmenten B aufweist, wobei ein Segment A aus dem ersten Kunststoff ausgebildet ist und ein Segment B aus dem zweiten Kunststoff ausgebildet ist und sich die Segmente A und B jeweils entlang einer Längsrichtung Z des Abstandhalters erstrecken und in der Längsrichtung Z aneinander angrenzen, die Außenwand einen ersten Abschnitt umfasst, der aus einem Segment B besteht und in der Mitte der Außenwand in einer Querrichtung X des Abstandhalters, die senkrecht zu der Längsrichtung Z des Abstandhalters ist, und über die gesamte Dicke D1 der Außenwand in einer Höhenrichtung Y des Abstandhalters, die senkrecht zu der Längsrichtung Z des Abstandhalters ist, angeordnet ist, die erste Seitenwand einen zweiten Abschnitt umfasst, der aus einem Segment B besteht, die zweite Seitenwand einen dritten Abschnitt umfasst, der aus einem Segment B besteht, und der zweite Kunststoff eine geringere Wärmeleitfähigkeit als der erste Kunststoff aufweist.
Die erste Seitenwand und die zweite Seitenwand stellen die Seiten des Abstandhalters dar, an denen beim Einbau des Abstandhalters die Montage der äußeren Scheiben einer Isolierglaseinheit erfolgt. Die erste Seitenwand und die zweite Seitenwand verlaufen parallel zueinander.
Die Außenwand des Grundkörpers ist die der Verglasungsinnenraumwand gegenüberliegende Wand, die vom Innenraum der Isolierglaseinheit (innerer Scheibenzwischenraum) weg in Richtung des äußeren Scheibenzwischenraums weist. Die Außenwand verläuft bevorzugt im Wesentlichen senkrecht zu den Seitenwänden.
Die optionale erste Verbindungswand und die optionale zweite Verbindungswand verlaufen bevorzugt in einem Winkel a (Alpha) von 30° bis 60° zur Außenwand. Die abgewinkelte Form der ersten Verbindungswand und der zweiten Verbindungswand verbessert die Stabilität des Grundkörpers und ermöglicht eine bessere Verklebung und Isolierung des erfindungsgemäßen Abstandhalters.
Der Grundkörper weist bevorzugt entlang der Verglasungsinnenraumwand eine Breite von 5 mm bis 80 mm, bevorzugt von 10 mm bis 20 mm auf. Die Breite ist im Sinne der Erfindung die sich zwischen den Seitenwänden erstreckende Dimension. Die Breite ist der Abstand
zwischen den voneinander abgewandten Flächen der beiden Seitenwände. Durch die Wahl der Breite der Verglasungsinnenraumwand wird der Abstand zwischen den Scheiben der Isolierglaseinheit bestimmt. Das genaue Abmaß der Verglasungsinnenraumwand richtet sich nach den Dimensionen der Isolierglaseinheit und der gewünschten Scheibenzwischenraumgröße.
Der Grundkörper weist bevorzugt entlang der Seitenwände eine Höhe von 5 mm bis 15 mm, besonders bevorzugt von 5 mm bis 10 mm, auf. In diesem Bereich für die Höhe besitzt der Abstandhalter eine vorteilhafte Stabilität, ist aber andererseits in der Isolierglaseinheit vorteilhaft unauffällig. Außerdem weist der Hohlraum des Abstandhalters eine vorteilhafte Größe zur Aufnahme einer geeigneten Menge an Trockenmittel auf. Die Höhe des Abstandhalters ist der Abstand zwischen den voneinander abgewandten Flächen der Außenwand und der Verglasungsinnenraumwand.
Die Verglasungsinnenraumwand, die Außenwand, die Verbindungswände und die Seitenwände sind bevorzugt 0,5 mm bis 1 ,5 mm, besonders bevorzugt 0,8 mm bis 1 ,0 mm, dick. Gemäß einer Ausführungsform weisen die Verglasungsinnenraumwand, die Außenwand, die Verbindungswände und die Seitenwände eine gleichmäßige Dicke auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Verglasungsinnenraumwand, die Außenwand, die Verbindungswände und/oder die Seitenwände eine unterschiedliche Dicke auf. So können beispielsweise Bereiche des Grundkörpers, die einer starken mechanischen Belastung ausgesetzt werden, eine größere Dicke aufweisen als Bereiche, die thermisch relevantere Bereiche des Grundkörpers darstellen. Insbesondere weisen die Verglasungsinnenraumwand und die Außenwand gemäß einer bevorzugten Ausführungsform eine geringere Dicke als die Seitenwände und die Verbindungswände auf. Die gesamte Dicke der Außenwand des Abstandhalters gemäß erstem Aspekt wird erfindungsgemäß mit D1 bezeichnet. Mit „gesamter Dicke“ ist hier der vollständige Querschnitt der Außenwand in der Höhenrichtung Y gemeint.
In dem Hohlraum des Abstandhalters kann ein Trockenmittel angeordnet sein. Zudem können in der Verglasungsinnenraumwand Perforierungen angebracht sein, die in der Isolierglaseinheit eine Verbindung zum inneren Scheibenzwischenraum herstellen. Über die Perforierungen in der Verglasungsinnenraumwand kann in dem Hohlraum vorhandenes Trockenmittel dann Feuchtigkeit aus dem inneren Scheibenzwischenraum aufnehmen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Trockenmittel ausgewählt aus Kieselgele, Molekularsiebe, CaCh, Na2SC>4, Aktivkohle, Silikate, Bentonite, Zeolithe und/oder Gemische davon. Das Trockenmittel kann direkt vor dem Zusammenbau der Isolierglaseinheit eingefüllt werden. So wird eine besonders hohe Aufnahmekapazität des Trockenmittels in der fertigen Isolierglaseinheit sichergestellt. Die Verglasungsinnenraumwand weist bevorzugt Öffnungen/Perforierungen auf, welche eine Aufnahme der Luftfeuchtigkeit durch das im Grundkörper enthaltene Trockenmittel erlauben.
Erfindungsgemäß handelt es sich bei dem Grundkörper des Abstandhalters um einen aus einem ersten Kunststoff und einem zweiten Kunststoff co-extrudierten Grundkörper, d.h. der Grundkörper wurde durch Co-Extrusion eines ersten Kunststoffs mit einem zweiten Kunststoff hergestellt.
Der erfindungsgemäße Abstandhalter weist eine Querrichtung X, eine Höhenrichtung Y und eine Längsrichtung Z auf, die jeweils senkrecht zueinander sind. Die Längsrichtung Z ist die Erstreckungsrichtung des Abstandhalters. Erfindungsgemäß erstrecken sich die Segmente A und B jeweils entlang der Längsrichtung Z des Abstandhalters und grenzen in der Längsrichtung Z aneinander an. Die Querrichtung X des Abstandhalters verläuft parallel zu der Verglasungsinnenraumwand und der Außenwand des Abstandhalters. Die Höhenrichtung Y des Abstandhalters verläuft parallel zu den Seitenwänden des Abstandhalters.
Im Sinne der Erfindung bedeutet eine „alternierende Anordnung“ von Segmenten A und Segmenten B, dass die Segmente A und B entlang des Hohlraums in der Querschnittsansicht des Grundkörpers abwechselnd angeordnet sind. Durch diese alternierende Anordnung von Segmenten A und B kann eine gute Wärmedämmung des Abstandhalters erreicht werden, da so entlang des Hohlraums zumindest abschnittsweise ein Segment B, das aus dem zweiten Kunststoff mit geringerer Wärmeleitfähigkeit ausgebildet ist, angeordnet ist, das Bereiche des Abstandhalters, die ein Segment A aufweisen, welches aus dem ersten Kunststoff mit höherer Wärmeleitfähigkeit ausgebildet ist, voneinander trennt.
Erfindungsgemäß ist das Segment A aus dem ersten Kunststoff ausgebildet und das Segment B aus dem zweiten Kunststoff ausgebildet. Zudem weist der zweite Kunststoff eine geringere Wärmeleitfähigkeit als der erste Kunststoff auf.
Bevorzugt weist der zweite Kunststoff eine um mindestens 5 %, besonders bevorzugt um mindestens 10 %, weiter bevorzugt um mindestens 20 %, geringere Wärmeleitfähigkeit auf als der erste Kunststoff.
Gemäß einer Ausführungsform weist der zweite Kunststoff eine niedrigere Steifigkeit als der erste Kunststoff auf. Bevorzugt weist der zweite Kunststoff eine um mindestens 5 %, besonders bevorzugt um mindestens 10 %, ganz besonders bevorzugt um mindestens 30 %, niedrigere Steifigkeit auf als der erste Kunststoff.
Durch die Kombination zweier Kunststoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften hinsichtlich Wärmeleitfähigkeit und gegebenenfalls Steifigkeit können gezielt Stellen im Grundkörper des Abstandhalters thermisch bzw. thermisch und mechanisch optimiert gestaltet werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abstandhalters ist der erste Kunststoff ein glasfaserverstärkter Kunststoff und der zweite Kunststoff ist ein Kunststoff, der einen geringeren Glasfaseranteil als der erste Kunststoff aufweist oder ein glasfaserfreier Kunststoff ist. Bevorzugt beträgt der Glasfaseranteil des glasfaserverstärkten Kunststoffs 10 % bis 40 %, insbesondere 25 % bis 40 %.
Gemäß einer Ausführungsform ist der zweite Kunststoff ein geschäumter Kunststoff, wodurch die thermischen Eigenschaften des Abstandhalters verbessert werden können. In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abstandhalters sind sowohl der erste Kunststoff als auch der zweite Kunststoff geschäumte Kunststoffe und der erste Kunststoff ist ein glasfaserverstärkter Kunststoff.
Bei dem ersten Kunststoff und dem zweiten Kunststoff kann es sich um Kunststoffe auf Basis des gleichen Polymers oder Copolymers handeln. Es ist aber auch möglich, dass der erste Kunststoff und der zweite Kunststoff auf unterschiedlichen Polymeren oder Copolymeren basieren. Bevorzugt basieren der erste Kunststoff und der zweite Kunststoff auf gleichen Polymeren oder Copolymeren. So kann besonders leicht eine stabile Verbindung eines Segments A mit einem Segment B erreicht werden.
Der erste Kunststoff und der zweite Kunststoff enthalten unabhängig voneinander beispielsweise Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polycarbonat (PC), thermoplastisches Polyurethan (TPU), Polyethylenterephthalat (PET), Polybutylenterephthalat (PBT), Polymethylmethacrylat (PMMA), PET/PC, PBT/PC, Polyamid, Polystyrol (PS), Styrol-
Acrylnitril-Copolymer (SAN), Polymethylmethacrylat, Polyacrylat, Acrylnitril-Butadien-Styrol- Copolymer (ABS), Acrylnitril-Styrol-Acrylat-Copolymer (ASA), Acrylnitril-Butadien-Styrol- Polycarbonat (ABS/PC) und/oder Copolymere oder Gemische davon. Bevorzugt enthalten der erste Kunststoff und der zweite Kunststoff unabhängig voneinander Polycarbonat (PC), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polystyrol (PS), Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS) und/oder Copolymere oder Gemische davon.
In einer Ausführungsform ist der erste Kunststoff ein glasfaserverstärktes PP und der zweite Kunststoff ein PP, das nicht glasfaserverstärkt ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der erste Kunststoff ein glasfaserverstärktes SAN und der zweite Kunststoff ein SAN, das nicht glasfaserverstärkt ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der erste Kunststoff ein glasfaserverstärktes ABS und der zweite Kunststoff ein ABS, das nicht glasfaserverstärkt ist.
In einer weiteren Ausführungsform ist der erste Kunststoff ein glasfaserverstärktes ABS und der zweite Kunststoff ein TPU, das nicht glasfaserverstärkt ist.
Erfindungsgemäß umfasst die Außenwand einen ersten Abschnitt, der aus einem Segment B besteht und in der Mitte der Außenwand in der Querrichtung X des Abstandhalters und über die gesamte Dicke D1 der Außenwand in der Höhenrichtung Y des Abstandhalters angeordnet ist. Durch die erfindungsgemäße Anordnung des ersten Abschnitts kann eine gute Wärmedämmung entlang der Außenwand gewährleistet werden. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Verwendung des Abstandhalters in einer Isolierglaseinheit, da so der Wärmeübertrag zwischen einer ersten Scheibe und einer zweiten Scheibe, zwischen denen sich die Außenwand befindet, deutlich verringert bzw. unterbunden werden kann.
Gemäß der Erfindung ist der erste Abschnitt in der Mitte der Außenwand in der Querrichtung X des Abstandhalters angeordnet. Dies bedeutet, dass sich der erste Abschnitt von einer Mittellinie, die die Außenwand in der Ansicht des Hohlprofils in zwei gleich große Teile aufteilt, aus in beide Richtungen nach außen symmetrisch erstreckt. „Symmetrisch“ bedeutet hier, dass die beiden Abschnitte des ersten Abschnitts, die sich in die beiden Richtungen von der Mittellinie aus erstrecken, angenähert gleich lang sind. Durch die symmetrische Anordnung des ersten Abschnitts kann gewährleistet werden, dass bei Druckausübung auf den
Abstandhalter der Druck gleichmäßig verteilt wird und dass es zu keinen Verzerrungen der Form des Abstandhalters in dessen Herstellungsprozess kommt.
Gemäß einer Ausführungsform erstreckt sich der erste Abschnitt über mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, weiter bevorzugt mindestens 40 %, noch weiter bevorzugt mindestens 45 %, der Außenwand in der Querrichtung X des Abstandhalters. Je höher der prozentuale Anteil des ersten Abschnitts an der Außenwand, desto stärker ist die Wärmedämmung entlang der Außenwand. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erstreckt sich der erste Abschnitt über höchstens 95 %, bevorzugt höchstens 90 %, weiter bevorzugt höchstens 80 %, noch weiter bevorzugt höchstens 75 %, der Außenwand in der Querrichtung X des Abstandhalters. So kann gewährleistet werden, dass die Außenwand eine ausreichend hohe Wärmedämmeigenschaft aufweist. In einer Ausführungsform weisen insgesamt mindestens 5 %, bevorzugt mindestens 10 %, weiter bevorzugt mindestens 20 %, noch weiter bevorzugt mindestens 25 % der Außenwand in der Querrichtung X des Abstandhalters Abschnitte auf, die aus dem ersten Kunststoff ausgebildet sind. Gemäß dieser Ausführungsform weist die Außenwand eine ausreichend hohe Wärmedämmeigenschaft auf. Bevorzugt umfasst die Außenwand zwei Abschnitte, die aus dem ersten Kunststoff ausgebildet sind und zwischen denen der erste Abschnitt angeordnet ist.
Erfindungsgemäß umfasst die erste Seitenwand einen zweiten Abschnitt, der aus einem Segment B besteht. Durch die erfindungsgemäße Anordnung des zweiten Abschnitts kann eine gute Wärmedämmung entlang der ersten Seitenwand gewährleistet werden. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Verwendung des Abstandhalters in einer Isolierglaseinheit, da die erste Seitenwand mit einer ersten Scheibe der Isolierglaseinheit verbunden wird und so durch die Anordnung des zweiten Abschnitts die Wärmeübertragung zwischen erster Scheibe und Abstandhalter verhindert bzw. verringert werden kann.
Gemäß einer Ausführungsform ist der zweite Abschnitt über die gesamte Dicke der ersten Seitenwand angeordnet, so dass in diesem Bereich eine gute Wärmedämmeigenschaft entlang der ersten Seitenwand erreicht werden kann.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erstreckt sich der zweite Abschnitt weiter an den Übergang der ersten Seitenwand und der ersten Verbindungswand. Gemäß einer weiteren Ausführungsform erstreckt sich der zweite Abschnitt weiter an den Übergang der ersten Seitenwand und der Verglasungsinnenraumwand. Durch diese
Ausführungsformen kann dem Abstandhalter eine gute Wärmedämmeigenschaft in diesem Bereich verliehen werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform besteht die erste Seitenwand aus dem zweiten Abschnitt, wodurch eine möglichst gute Wärmedämmung entlang der gesamten Kontaktfläche mit der ersten Scheibe erreicht werden kann.
Erfindungsgemäß umfasst die zweite Seitenwand einen dritten Abschnitt, der aus einem Segment B besteht. Durch die erfindungsgemäße Anordnung des dritten Abschnitts kann eine gute Wärmedämmung entlang der zweiten Seitenwand gewährleistet werden. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Verwendung des Abstandhalters in einer Isolierglaseinheit, da die zweite Seitenwand mit einer zweiten Scheibe der Isolierglaseinheit verbunden wird und so durch die Anordnung des dritten Abschnitts die Wärmeübertragung zwischen zweiter Scheibe und Abstandhalter verhindert bzw. verringert werden kann.
Gemäß einer Ausführungsform ist der dritte Abschnitt über die gesamte Dicke der zweiten Seitenwand angeordnet, so dass in diesem Bereich eine gute Wärmedämmeigenschaft entlang der zweiten Seitenwand erreicht werden kann.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erstreckt sich der dritte Abschnitt weiter an den Übergang der zweiten Seitenwand und der zweiten Verbindungswand. Gemäß einer weiteren Ausführungsform erstreckt sich der dritte Abschnitt weiter an den Übergang der zweiten Seitenwand und der Verglasungsinnenraumwand. Durch diese Ausführungsformen kann dem Abstandhalter eine gute Wärmedämmeigenschaft in diesem Bereich verliehen werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform besteht die zweite Seitenwand aus dem dritten Abschnitt, wodurch eine möglichst gute Wärmedämmung entlang der gesamten Kontaktfläche mit der zweiten Scheibe erreicht werden kann.
In einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Verglasungsinnenraumwand einen vierten Abschnitt, der aus einem Segment B besteht. Durch die Verwendung des vierten Abschnitts kann eine gute Wärmedämmung entlang der Verglasungsinnenraumwand gewährleistet werden. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Verwendung des Abstandhalters in einer Isolierglaseinheit, da so der Wärmeübertrag zwischen einer ersten Scheibe und einer
zweiten Scheibe, zwischen denen sich die Verglasungsinnenraumwand befindet, deutlich verringert bzw. unterbunden werden kann.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der vierte Abschnitt in der Mitte der Verglasungsinnenraumwand in der Querrichtung X des Abstandhalters angeordnet. Dies bedeutet, dass sich der vierte Abschnitt von einer Mittellinie, die die Verglasungsinnenraumwand in der Ansicht des Hohlprofils in zwei gleich große Teile aufteilt, aus in beide Richtungen nach außen symmetrisch erstreckt. „Symmetrisch“ bedeutet hier, dass die beiden Abschnitte des vierten Abschnitts, die sich in die beiden Richtungen von der Mittellinie aus erstrecken, angenähert gleich lang sind. Durch die symmetrische Anordnung des vierten Abschnitts kann gewährleistet werden, dass bei Druckausübung auf den Abstandhalter der Druck gleichmäßig verteilt wird und dass es zu keinen Verzerrungen der Form des Abstandhalters in dessen Herstellungsprozess kommt.
Gemäß einer Ausführungsform erstreckt sich der vierte Abschnitt über mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, weiter bevorzugt mindestens 40 %, noch weiter bevorzugt mindestens 45 %, der Verglasungsinnenraumwand in der Querrichtung X des Abstandhalters. Je höher der prozentuale Anteil des vierten Abschnitts an der Verglasungsinnenraumwand, desto stärker ist die Wärmedämmung entlang der Verglasungsinnenraumwand. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erstreckt sich der vierte Abschnitt über höchstens 95 %, bevorzugt höchstens 90 %, weiter bevorzugt höchstens 80 %, noch weiter bevorzugt höchstens 75 %, der Verglasungsinnenraumwand in der Querrichtung X des Abstandhalters. So kann gewährleistet werden, dass die Verglasungsinnenraumwand eine ausreichend hohe Wärmedämmeigenschaft aufweist. In einer Ausführungsform weisen insgesamt mindestens 5 %, bevorzugt mindestens 10 %, weiter bevorzugt mindestens 20 %, noch weiter bevorzugt mindestens 25 % der Verglasungsinnenraumwand in der Querrichtung X des Abstandhalters Abschnitte auf, die aus dem ersten Kunststoff ausgebildet sind. Gemäß dieser Ausführungsform weist die Verglasungsinnenraumwand eine ausreichend hohe Wärmedämmeigenschaft auf. Bevorzugt umfasst die Verglasungsinnenraumwand zwei Abschnitte, die aus dem ersten Kunststoff ausgebildet sind und zwischen denen der vierte Abschnitt angeordnet ist.
Gemäß einer Ausführungsform ist der vierte Abschnitt über die gesamte Dicke der Verglasungsinnenraumwand angeordnet, so dass in diesem Bereich eine gute Wärmedämmeigenschaft entlang der Verglasungsinnenraumwand erreicht werden kann.
In einer Ausführungsform umfasst der Übergang der ersten Seitenwand und der Außenwand oder der Übergang der ersten Verbindungswand und der Außenwand einen fünften Abschnitt, der aus einem Segment A besteht. Bevorzugt erstreckt sich der fünfte Abschnitt, ausgehend von dem Übergang, in die erste Seitenwand und in die Außenwand oder in die erste Verbindungswand und in die Außenwand. So können Kräfte, die aufgrund einer Belastung im Bereich des fünften Abschnitts wirken, noch besser verteilt werden.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst der Übergang der zweiten Seitenwand und der Außenwand oder der Übergang der zweiten Verbindungswand und der Außenwand einen sechsten Abschnitt, der aus einem Segment A besteht. Bevorzugt erstreckt sich der sechste Abschnitt, ausgehend von dem Übergang, in die zweite Seitenwand und in die Außenwand oder in die zweite Verbindungswand und in die Außenwand. So können Kräfte, die aufgrund einer Belastung im Bereich des sechsten Abschnitts wirken, noch besser verteilt werden.
In einer Ausführungsform umfasst der Übergang der ersten Seitenwand und der Verglasungsinnenraumwand einen siebten Abschnitt, der aus einem Segment A besteht. Bevorzugt erstreckt sich der siebte Abschnitt, ausgehend von dem Übergang, in die erste Seitenwand und in die Verglasungsinnenraumwand. So können Kräfte, die aufgrund einer Belastung im Bereich des siebten Abschnitts wirken, noch besser verteilt werden.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfasst der Übergang der zweiten Seitenwand und der Verglasungsinnenraumwand einen achten Abschnitt, der aus einem Segment A besteht. Bevorzugt erstreckt sich der achte Abschnitt, ausgehend von dem Übergang, in die zweite Seitenwand und in die Verglasungsinnenraumwand. So können Kräfte, die aufgrund einer Belastung im Bereich des achten Abschnitts wirken, noch besser verteilt werden.
In einer Ausführungsform umfasst der Grundkörper mindestens acht Abschnitte, bevorzugt genau acht Abschnitte. Durch das Vorliegen der Vielzahl von Abschnitten können die Eigenschaften des Abstandhalters besonders hinsichtlich der Wärmedämmung und gegebenenfalls der mechanischen Leistung besonders gut eingestellt werden. Bevorzugt besteht der Grundkörper aus vier Segmenten A und vier Segmenten B.
Gemäß einer Ausführungsform weist der Grundkörper weiter innenseitig und/oder außenseitig von dem Hohlraum mindestens einen Abschnitt auf, der aus dem ersten Kunststoff und/oder dem zweiten Kunststoff ausgebildet ist. Beispielsweise kann auf der gesamten Oberfläche der Verglasungsinnenraumwand außenseitig von dem Hohlraum eine Schicht angeordnet sein,
die aus dem zweiten Kunststoff ausgebildet ist. Diese Schicht kann beim Einbau des Abstandhalters in einer Isolierglaseinheit von dem Betrachter wahrgenommen werden. Durch die Verwendung eines beispielsweise glasfaserfreien Kunststoffs als zweiten Kunststoff kann eine glatte Oberfläche erhalten werden, die einen hohen Glanzeffekt aufweist. Alternativ dazu oder in Ergänzung dazu kann der zweite Kunststoff ein Pigment umfassen, das den zweiten Kunststoff einfärbt. Durch die Verwendung eines solchen gefärbten zweiten Kunststoffs in der Schicht kann der Abstandhalter vom äußeren Betrachter als farbig wahrgenommen werden, ohne dass der gesamte Abstandhalter Pigmente enthalten muss, was den Abstandhalter insgesamt kostengünstiger und umweltschonender macht. Falls die obengenannte Schicht verwendet wird, müssen der erste Kunststoff und der zweite Kunststoff, aus denen der Grundkörper abgesehen von der Schicht ausgebildet ist, keine hohen optischen Anforderungen genügen, da diese von außen nicht sichtbar sind, so dass der erste Kunststoff und der zweite Kunststoff für den Grundkörper abgesehen von der Schicht unabhängig voneinander ein Recyclingmaterial enthalten oder aus einem Recyclingmaterial bestehen können. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der gesamte Grundkörper außenseitig von dem Hohlraum eine Schicht, die aus dem zweiten Kunststoff ausgebildet ist, auf. So kann die Wärmedämmung des Abstandhalters weiter verbessert werden. Alternativ dazu oder ergänzend dazu kann der gesamte Grundkörper innenseitig von dem Hohlraum weiter eine Schicht, die aus dem ersten Kunststoff ausgebildet ist, aufweisen.
In einer Ausführungsform weist der Abstandhalter eine Barrierefolie auf. Die Barrierefolie ist bevorzugt auf der Außenwand, der optionalen ersten Verbindungswand und der optionalen zweiten Verbindungswand und zumindest auf einem Teil der Seitenwände angeordnet. Die Barrierefolie kann beispielsweise mit einem Kleber auf dem Grundkörper befestigt werden. Die Barrierefolie umfasst beispielsweise eine metallhaltige Barriereschicht aus 7 pm dickem Aluminium, eine polymere Schicht aus 12 pm dickem Polyethylenterephthalat (PET) und eine metallhaltige Dünnschicht aus 10 nm dickem Aluminium. Polyethylenterephthalat ist besonders geeignet, um die 7 pm dicke Aluminiumschicht vor mechanischer Beschädigung zu schützen, da PET-Folien sich durch eine besonders hohe Reißfestigkeit auszeichnen. Die Folienschichten sind beispielsweise so angeordnet, dass die Aluminiumschichten, das heißt die metallhaltige Barriereschicht und die metallhaltige Dünnschicht, außen liegen. Die Folie ist bevorzugt auf einem Grundkörper so angeordnet, dass die metallhaltige Barriereschicht zur Außenwand zeigt. Dann zeigt die metallhaltige Dünnschicht nach außen und wirkt zugleich als Haftschicht gegenüber dem Material des sekundären Dichtmittels. So erfüllt die metallhaltige Dünnschicht nicht nur eine Barrierewirkung, sondern auch die Aufgabe eines
Haftvermittlers. Die Barrierefolie kann zur weiteren Verbesserung der thermischen Eigenschaften eine geschäumte Polymerschicht enthalten.
Der erfindungsgemäße Abstandhalter für Isolierglaseinheiten gemäß einem zweiten Aspekt umfasst mindestens einen aus einem ersten Kunststoff und einem zweiten Kunststoff co- extrudierten Grundkörper, umfassend eine erste Seitenwand und eine parallel dazu angeordnete zweite Seitenwand, eine Verglasungsinnenraumwand, die die Seitenwände miteinander verbindet, wobei die Verglasungsinnenraumwand eine im Wesentlichen parallel zu den Seitenwänden verlaufende Vertiefung zur Aufnahme einer Scheibe aufweist, eine Außenwand, die im Wesentlichen parallel zur Verglasungsinnenraumwand angeordnet ist und die Seitenwände direkt oder über Verbindungswände miteinander verbindet, Hohlräume, die von der ersten Seitenwand bzw. der zweiten Seitenwand, der Verglasungsinnenraumwand, der Außenwand und der Vertiefung oder von der ersten Seitenwand bzw. der zweiten Seitenwand, der Verglasungsinnenraumwand, der Außenwand, der ersten Verbindungswand bzw. der zweiten Verbindungswand und der Vertiefung umschlossen werden, wobei der Grundkörper als ein aus dem ersten Kunststoff und dem zweiten Kunststoff gebildetes Hohlprofil ausgebildet ist, der eine alternierende Anordnung von Segmenten A und Segmenten B aufweist, wobei ein Segment A aus dem ersten Kunststoff ausgebildet ist und ein Segment B aus dem zweiten Kunststoff ausgebildet ist und sich die Segmente A und B jeweils entlang einer Längsrichtung Z des Abstandhalters erstrecken und in der Längsrichtung Z aneinander angrenzen, die Außenwand zwei erste Abschnitte umfasst, die jeweils aus einem Segment B bestehen und in der Mitte zwischen der ersten Seitenwand bzw. der zweiten Seitenwand und der Vertiefung in einer Querrichtung X des Abstandhalters, die senkrecht zu der Längsrichtung Z des Abstandhalters ist, und über die gesamte Dicke D2 der Außenwand in einer Höhenrichtung Y des Abstandhalters, die senkrecht zu der Längsrichtung Z des Abstandhalters ist, angeordnet sind, die erste Seitenwand einen zweiten Abschnitt umfasst, der aus einem Segment B besteht, die zweite Seitenwand einen dritten Abschnitt umfasst, der aus einem Segment B besteht, und der zweite Kunststoff eine geringere Wärmeleitfähigkeit als der erste Kunststoff aufweist.
Die vorstehend im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Abstandhalter gemäß dem ersten Aspekt beschriebenen Ausgestaltungen und Definitionen gelten in gleicher Weise auch für den erfindungsgemäßen Abstandhalter gemäß dem zweiten Aspekt, insofern nicht explizit abweichende Angaben für den erfindungsgemäßen Abstandhalter gemäß dem zweiten Aspekt gemacht werden.
Der Grundkörper des Abstandhalters gemäß dem zweiten Aspekt weist bevorzugt entlang der Verglasungsinnenraumwand eine Breite von 5 mm bis 80 mm, bevorzugt von 10 mm bis 35 mm, auf.
Die gesamte Dicke der Außenwand des Abstandhalters gemäß dem zweiten Aspekt wird erfindungsgemäß mit D2 bezeichnet. Mit „gesamter Dicke“ ist hier der vollständige Querschnitt der Außenwand in der Höhenrichtung Y gemeint.
Erfindungsgemäß umfasst die Außenwand des Abstandhalters gemäß zweitem Aspekt zwei erste Abschnitte, die jeweils aus einem Segment B bestehen und in der Mitte zwischen der ersten Seitenwand bzw. der zweiten Seitenwand und der Vertiefung in der Querrichtung X des Abstandhalters und über die gesamte Dicke D2 der Außenwand in der Höhenrichtung Y des Abstandhalters angeordnet sind. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der ersten Abschnitte kann eine gute Wärmedämmung entlang der Außenwand gewährleistet werden. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Verwendung des Abstandhalters in einer Isolierglaseinheit, da so der Wärmeübertrag zwischen einer ersten Scheibe und einer zweiten Scheibe, zwischen denen sich die Außenwand befindet, deutlich verringert bzw. unterbunden werden kann.
Gemäß der Erfindung sind die ersten Abschnitt in der Mitte zwischen der ersten Seitenwand bzw. der zweiten Seitenwand und der Vertiefung in der Querrichtung X des Abstandhalters gemäß zweitem Aspekt angeordnet. Dies bedeutet, dass sich ein erster Abschnitt jeweils von einer Mittellinie, die die Außenwand zwischen der ersten bzw. zweiten Seitenwand und der Vertiefung in der Ansicht des Hohlprofils in zwei gleich große Teile aufteilt, aus in beide Richtungen nach außen symmetrisch erstreckt. „Symmetrisch“ bedeutet hier, dass die beiden Abschnitte des jeweiligen ersten Abschnitts, die sich in die beiden Richtungen von der Mittellinie aus erstrecken, angenähert gleich lang sind. Durch die symmetrische Anordnung des jeweils ersten Abschnitts kann gewährleistet werden, dass bei Druckausübung auf den Abstandhalter der Druck gleichmäßig verteilt wird und dass es zu keinen Verzerrungen der Form des Abstandhalters in dessen Herstellungsprozess kommt.
In den Hohlräumen des Abstandhalters gemäß zweiten Aspekt kann jeweils ein Trockenmittel angeordnet sein. Zudem können in der Verglasungsinnenraumwand Perforierungen angebracht sein, die in der Isolierglaseinheit eine Verbindung zum inneren Scheibenzwischenraum herstellen. Über die Perforierungen in der
Verglasungsinnenraumwand kann in den Hohlräumen vorhandenes Trockenmittel dann Feuchtigkeit aus dem inneren Scheibenzwischenraum aufnehmen.
Erfindungsgemäß weist der Grundkörper des Abstandhalters gemäß dem zweiten Aspekt eine Vertiefung auf. Diese Vertiefung verläuft im Wesentlichen parallel zu den Seitenwänden und ist zur Aufnahme einer Scheibe geeignet. Der Boden der Vertiefung wird bevorzugt durch die Außenwand gebildet. Dadurch wird eine größtmögliche Tiefe der Vertiefung erreicht und die Fläche der Seitenflanken der Vertiefung zur Stabilisierung der in der Vertiefung aufgenommenen Scheibe wird maximiert. Gemäß einer alternativen Ausführungsform grenzt der Boden der Vertiefung nicht an die Außenwand an, und beide Hohlräume erstrecken sich unterhalb der Vertiefung.
Die Erfindung umfasst weiter ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Abstandhalters, wobei mindestens
(a) eine erste Düse für die Extrusion des ersten Kunststoffs bereitgestellt wird;
(b) eine zweite Düse für die Extrusion des zweiten Kunststoffs bereitgestellt wird; und
(c) der erste Kunststoff und der zweite Kunststoff zur Bildung des Grundkörpers so co- extrudiert werden, dass dieser Grundkörper als das aus dem ersten Kunststoff und dem zweiten Kunststoff gebildete Hohlprofil ausgebildet wird, der die alternierende Anordnung von Segmenten A und Segmenten B aufweist.
Der Schritt (b) kann auch vor dem Schritt (a) durchgeführt werden.
Die erste Düse und die zweite Düse sind nicht besonders eingeschränkt. Es können herkömmliche Düsen für die Extrusion von Kunststoffen verwendet werden, die dem Fachmann bekannt sind.
Die Erfindung umfasst des Weiteren eine Isolierglaseinheit, die mindestens eine erste Scheibe, eine zweite Scheibe, einen zwischen erster Scheibe und zweiter Scheibe umlaufend angeordneten erfindungsgemäßen Abstandhalter umfasst, wobei die erste Scheibe über ein primäres Dichtmittel an der ersten Seitenwand angebracht ist, die zweite Scheibe über ein primäres Dichtmittel an der zweiten Seitenwand angebracht ist, der Abstandhalter einen inneren Scheibenzwischenraum von einem äußeren Scheibenzwischenraum trennt und im äußeren Scheibenzwischenraum ein sekundäres Dichtmittel angeordnet ist.
Das bedeutet, zwischen der ersten Seitenwand und der ersten Scheibe sowie zwischen der zweiten Seitenwand und der zweiten Scheibe ist ein primäres Dichtmittel angeordnet. Dabei steht das primäre Dichtmittel im Kontakt mit den Seitenwänden oder mit einer Barrierefolie, die optional auf den Seitenwänden, den optionalen Verbindungswänden und der Außenwand des Grundkörpers angebracht sein kann. Die erste Scheibe und die zweite Scheibe sind parallel und bevorzugt deckungsgleich angeordnet. Die Kanten der beiden Scheiben sind daher im Randbereich bündig angeordnet, das heißt sie befinden sich auf gleicher Höhe. Der innere Scheibenzwischenraum wird von der ersten und zweiten Scheibe und der Verglasungsinnenraumwand begrenzt. Der äußere Scheibenzwischenraum ist definiert als der Raum, der durch die erste Scheibe, die zweite Scheibe und die optionale Barrierefolie auf der Außenwand oder die Außenwand des Grundkörpers begrenzt ist. Der äußere Scheibenzwischenraum ist mindestens teilweise mit einem sekundären Dichtmittel verfällt. Das sekundäre Dichtmittel trägt zur mechanischen Stabilität der Isolierglaseinheit bei und nimmt einen Teil der Klimalasten auf, die auf den Randverbund wirken.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit erstreckt sich beim Vorhandensein einer Barrierefolie das primäre Dichtmittel bis auf die an die Verglasungsinnenraumwand angrenzenden Bereiche der ersten und zweiten Seitenwand, die frei von der Barrierefolie sind. Somit bedeckt das primäre Dichtmittel den Übergang zwischen Grundkörper und Barrierefolie, sodass eine besonders gute Abdichtung der Isolierglaseinheit erzielt wird. Auf diese Weise wird die Diffusion von Feuchtigkeit in den Hohlraum des Abstandhalters an der Stelle, wo die Barrierefolie an den Kunststoff grenzt, verringert (weniger Grenzflächendiffusion).
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit ist das sekundäre Dichtmittel entlang der ersten Scheibe und der zweiten Scheibe so aufgebracht, dass ein mittlerer Bereich der Außenwand frei von sekundärem Dichtmittel ist. Der mittlere Bereich bezeichnet den in Bezug auf die beiden äußeren Scheiben mittig angeordneten Bereich, im Gegensatz zu den beiden äußeren Bereichen der Außenwand, die benachbart zur ersten Scheibe und zweiten Scheibe sind. Auf diese Weise wird eine gute Stabilisierung der Isolierglaseinheit erzielt, wobei gleichzeitig Materialkosten für das sekundäre Dichtmittel gespart werden. Gleichzeitig lässt sich diese Anordnung leicht herstellen, indem zwei Stränge aus sekundärem Dichtmittel jeweils auf die Außenwand im äußeren Bereich angrenzend an die äußeren Scheiben aufgebracht werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das sekundäre Dichtmittel so angebracht, dass der gesamte äußere Scheibenzwischenraum vollständig mit sekundärem Dichtmittel gefüllt ist. Dies führt zu einer maximalen Stabilisierung der Isolierglaseinheit.
Bevorzugt enthält das sekundäre Dichtmittel Polymere oder silanmodifizierte Polymere, besonders bevorzugt organische Polysulfide, Silikone, raumtemperaturvernetzenden (RTV) Silikonkautschuk, peroxidischvernetzten Silikonkautschuk und/oder additions-vernetzten Silikonkautschuk, Polyurethane und/oder Butylkautschuk. Diese Dichtmittel haben eine besonders gute stabilisierende Wirkung.
Das primäre Dichtmittel enthält bevorzugt ein Polyisobutylen. Das Polyisobutylen kann ein vernetzendes oder nicht vernetzendes Polyisobutylen sein.
Die erste Scheibe und die zweite Scheibe der Isolierglaseinheit enthalten bevorzugt Glas, Keramik und/oder Polymere, besonders bevorzugt Quarzglas, Borosilikatglas, Kalk-Natron- Glas, Polymethylmethacrylat oder Polycarbonat.
Gemäß einer Ausführungsform weisen die erste Scheibe und die zweite Scheibe jeweils eine Dicke von 2 mm bis 50 mm, bevorzugt von 3 mm bis 16 mm, auf, wobei beide Scheiben auch unterschiedliche Dicken haben können.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit besteht der Abstandhalterrahmen aus einem oder mehreren erfindungsgemäßen Abstandhaltern. Es kann sich zum Beispiel um einen erfindungsgemäßen Abstandhalter handeln, der zu einem vollständigen Rahmen gebogen ist. Es kann sich auch um mehrere erfindungsgemäße Abstandhalter handeln, die über einen oder mehrere Steckverbinder miteinander verknüpft sind. Die Steckverbinder können als Längsverbinder oder Eckverbinder ausgeführt sein. Derartige Eckverbinder können beispielsweise als Kunststoffformteil mit Dichtung ausgeführt sein, in dem zwei mit einem Gärungsschnitt versehene Abstandhalter Zusammenstößen.
Grundsätzlich sind verschiedenste Geometrien der Isolierglaseinheit möglich, beispielsweise rechteckige, trapezförmige und abgerundete Formen. Zur Herstellung runder Geometrien kann der erfindungsgemäße Abstandhalter beispielsweise im erwärmten Zustand gebogen werden.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Isolierglaseinheit mehr als zwei Scheiben. Dabei kann der Abstandhalter zum Beispiel Vertiefungen enthalten, in denen mindestens eine weitere Scheibe angeordnet ist. Es könnten auch mehrere Scheiben als Verbundglasscheibe ausgebildet sein.
Die Erfindung umfasst weiter ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit, wobei mindestens
(a) ein erfindungsgemäßer Abstandhalter bereitgestellt wird;
(b) der Abstandhalter zu einem Abstandhalterrahmen zusammengefügt wird;
(c) eine erste Scheibe und eine zweite Scheibe bereitgestellt werden;
(d) der Abstandhalter über ein primäres Dichtmittel zwischen der ersten Scheibe und der zweiten Scheibe fixiert wird;
(e) die Scheibenanordnung aus den Scheiben und dem Abstandhalter verpresst wird; und
(f) der äußere Scheibenzwischenraum mit einem sekundären Dichtmittel zumindest teilweise gefüllt wird.
Die Herstellung der Isolierglaseinheit erfolgt maschinell auf dem Fachmann bekannten Doppelverglasungsanlagen. Zunächst wird ein Abstandhalterrahmen umfassend den erfindungsgemäßen Abstandhalter bereitgestellt. Beispielsweise wird der Abstandhalterrahmen durch Verschweißen, Verkleben und/oder mithilfe eines Steckverbinders hergestellt. Eine erste Scheibe und eine zweite Scheibe werden bereitgestellt und der Abstandhalterrahmen wird über ein primäres Dichtmittel zwischen der ersten und der zweiten Scheibe fixiert. Der Abstandhalterrahmen wird mit der ersten Seitenwand des Abstandhalters auf die erste Scheibe aufgesetzt und über das primäre Dichtmittel fixiert. Anschließend wird die zweite Scheibe deckungsgleich zur ersten Scheibe auf die zweite Seitenwand des Abstandhalters aufgesetzt und ebenfalls über das primäre Dichtmittel fixiert und die Scheibenanordnung wird verpresst. Der äußere Scheibenzwischenraum wird mit einem sekundären Dichtmittel zumindest teilweise gefüllt. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht so die einfache und kostengünstige Herstellung einer Isolierglaseinheit. Es werden keine speziellen neuen Maschinen benötigt, da dank des Aufbaus des erfindungsgemäßen Abstandhalters herkömmliche Maschinen eingesetzt werden können, wie sie für aus dem Stand der Technik bekannte Abstandhalter bereits zur Verfügung stehen.
Die Bereitstellung der ersten Scheibe und der zweiten Scheibe kann dabei auch vor der Bereitstellung des Abstandhalterrahmens erfolgen.
Wie oben beschrieben erfolgt bei der Bereitstellung des Abstandhalterahmens die Fertigung des Grundkörpers des Abstandhalters durch Co-Extrusion eines ersten Kunststoffs mit einem zweiten Kunststoff.
Die Erfindung umfasst weiterhin die Verwendung der erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit als Gebäudeinnenverglasung, Gebäudeaußenverglasung und/oder Fassadenverglasung.
Die verschiedenen Ausgestaltungen der Erfindung können einzeln oder in beliebigen Kombinationen realisiert sein. Insbesondere sind die vorstehend genannten und nachstehend erläuterten Merkmale nicht nur in den angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung einsetzbar, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen und Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnungen sind schematische Darstellungen und nicht maßstabsgetreu. Die Zeichnungen schränken die Erfindung in keiner Weise ein.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters
I,
Fig. 2 einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I,
Fig. 3 einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I,
Fig. 4 einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I,
Fig. 5 einen Querschnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters
II,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Querschnitts einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I,
Fig. 7. einen Querschnitt einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit III, und
Fig. 8 ein Fließdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I. In der in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsform umfasst der Abstandhalter I
einen Grundkörper 1 , der aus einer ersten Seitenwand 2.1 , einer parallel dazu angeordneten zweiten Seitenwand 2.2, einer Verglasungsinnenraumwand 3, einer Außenwand 4, einer ersten Verbindungswand 6.1 , einer zweiten Verbindungswand 6.2 und einem Hohlraum 5 gebildet ist. Die erste Seitenwand 2.1 und die zweite Seitenwand 2.2 sind über die Verglasungsinnenraumwand 3 miteinander verbunden. Die Außenwand 4 ist im Wesentlichen parallel zur Verglasungsinnenraumwand 3 angeordnet und ist über die erste Verbindungswand 6.1 mit der ersten Seitenwand 2.1 und über die zweite Verbindungswand 6.2 mit der zweiten Seitenwand 2.2 verbunden. Die erste Verbindungswand 6.1 und die zweite Verbindungswand 6.2 sind optional, alternativ können die erste Seitenwand 2.1 und die zweite Seitenwand 2.2 auch direkt mit der Außenwand 4 verbunden sein. Der Hohlraum 5 ist von der ersten Seitenwand 2.1 , der Verglasungsinnenraumwand 3, der zweiten Seitenwand 2.2, der ersten Verbindungswand 6.1 , der zweiten Verbindungswand 6.2 und der Außenwand 4 umschlossen. Die Verbindungswände 6.1 , 6.2 verlaufen bevorzugt in einem Winkel a (Alpha) von 30° bis 60° zur Außenwand 4. Die abgewinkelte Form der ersten Verbindungswand 6.1 und der zweiten Verbindungswand 6.2 verbessert die Stabilität des Grundkörpers und ermöglicht eine bessere Verklebung und Isolierung des erfindungsgemäßen Abstandhalters I.
Der Grundkörper 1 ist als ein aus einem ersten Kunststoff 7 und einem zweiten Kunststoff 8 gebildetes Hohlprofil ausgebildet, der eine alternierende Anordnung von Segmenten A und Segmenten B aufweist, wobei ein Segment A aus dem ersten Kunststoff 7 ausgebildet ist und ein Segment B aus dem zweiten Kunststoff 8 ausgebildet ist und sich die Segmente A und B jeweils entlang einer Längsrichtung Z des Abstandhalters I erstrecken und in der Längsrichtung Z aneinander angrenzen.
Die Außenwand 4 umfasst einen ersten Abschnitt 9, der aus einem Segment B besteht und in der Mitte der Außenwand 4 in der Querrichtung X des Abstandhalters I und über die gesamte Dicke D1 der Außenwand 4 in einer Höhenrichtung Y des Abstandhalters I angeordnet ist.
Die erste Seitenwand 2.1 umfasst einen zweiten Abschnitt 10, der aus einem Segment B besteht, und die zweite Seitenwand 2.2 umfasst einen dritten Abschnitt 11 , der aus einem Segment B besteht.
Der Übergang der ersten Verbindungswand 6.1 und der Außenwand 4 umfasst einen fünften Abschnitt 13, der aus einem Segment A besteht, und der Übergang der zweiten
Verbindungswand 6.2 und der Außenwand 4 umfasst einen sechsten Abschnitt 14, der aus einem Segment A besteht.
Der Übergang der Seitenwand 2.1 und der Verglasungsinnenraumwand 3 umfasst einen siebten Abschnitt 15, der aus einem Segment A besteht, und der Übergang der Seitenwand 2.2 und der Verglasungsinnenraumwand 3 umfasst einen achten Abschnitt 16, der aus einem Segment A besteht. Der siebte Abschnitt 15 und der achte Abschnitt 16 sind über die Verglasungsinnenraumwand 3 verbunden, welche aus einem Segment A besteht. Dies bedeutet, dass sich ein Segment A einstückig entlang der gesamten Verglasungsinnenraumwand 3 erstreckt und den siebten Abschnitt 15 und den achten Abschnitt 16 umfasst.
Die Wandstärke des Grundkörpers 1 beträgt zum Beispiel 1 mm. Die Wandstärke entspricht auch der Dicke D1 in dieser Ausgestaltung. Die Breite b des Grundkörpers 1 entlang der Verglasungsinnenraumfläche 3 beträgt zum Beispiel 12 mm. Die Gesamthöhe g des Grundkörpers 1 beträgt zum Beispiel 6,5 mm.
Der erste Kunststoff 7 ist beispielsweise ein Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS) mit einem Glasfaseranteil von 40 % und der zweite Kunststoff 8 beispielsweise das gleiche Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), welches jedoch keine Glasfasern enthält.
Der Hohlraum 5 kann ein Trockenmittel (in der Fig. 1 nicht gezeigt) aufnehmen. In der Verglasungsinnenraumwand 3 können Perforierungen angebracht sein (in der Fig. 1 nicht gezeigt), die in der Isolierglaseinheit eine Verbindung zum inneren Scheibenzwischenraum herstellen. Über die Perforierungen in der Verglasungsinnenraumwand 3 kann das Trockenmittel dann Feuchtigkeit aus dem inneren Scheibenzwischenraum aufnehmen.
Der Grundkörper 1 der in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I ist durch Co-Extrusion des ersten Kunststoffs 7 und des zweiten Kunststoffs 8 hergestellt.
In der Fig. 2 ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I gezeigt. Die in der Fig. 2 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in der Fig. 1 gezeigten nur dahingehend, dass die Verglasungsinnenraumwand 3 einen vierten Abschnitt 12 umfasst, der aus einem Segment B besteht.
In der Fig. 3 ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I gezeigt. Die in der Fig. 3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in der Fig. 2 gezeigten nur dahingehend, dass der Übergang der Seitenwand 2.1 und der Verglasungsinnenraumwand 3 keinen siebten Abschnitt 15, der aus einem Segment A besteht, umfasst und der Übergang der Seitenwand 2.2 und der Verglasungsinnenraumwand
3 keinen achten Abschnitt 16, der aus einem Segment A besteht, umfasst. Stattdessen erstreckt sich der zweite Abschnitt 10 weiter an den Übergang der Seitenwand 2.1 und der Verglasungsinnenraumwand 3 und der dritte Abschnitt 11 weiter an den Übergang der Seitenwand 2.2 und der Verglasungsinnenraumwand 3. Die Seitenwand 2.1 besteht aus dem zweiten Abschnitt 10, und die Seitenwand 2.2 besteht aus dem dritten Abschnitt 11.
In der Fig. 4 ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I gezeigt. Die in der Fig. 4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in der Fig. 2 gezeigten nur dahingehend, dass auf der gesamten Oberfläche 17 der Verglasungsinnenraumwand 3 außenseitig von dem Hohlraum 5 eine Schicht 18 angeordnet ist, die aus dem zweiten Kunststoff 8 ausgebildet ist.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters II. Der in der Fig. 5 gezeigte Abstandhalter II entspricht im Wesentlichen dem in der Fig. 1 gezeigten Abstandhalter I, wobei jedoch der Grundkörper 1 in der Verglasungsinnenraumwand 3 eine im Wesentlichen parallel zu den Seitenwänden 2.1 und 2.2 verlaufende Vertiefung 19 zur Aufnahme einer Scheibe und zwei Hohlräume 5.1 und 5.2 aufweist. Der Boden der Vertiefung 19 wird in der Ausführungsform von der Außenwand 4 gebildet. Es ist aber auch möglich, dass der Boden der Vertiefung 19 nicht an die Außenwand
4 angrenzt und sich beide Hohlräume 5.1 und 5.2 unterhalb der Vertiefung 19 erstrecken.
Die Wandstärke des Grundkörpers 1 beträgt zum Beispiel 1 mm. Die Wandstärke entspricht auch der Dicke D2 in dieser Ausgestaltung. Die Breite b des Grundkörpers 1 entlang der Verglasungsinnenraumfläche 3 beträgt zum Beispiel 25 mm. Die Gesamthöhe g des Grundkörpers 1 beträgt zum Beispiel 6,5 mm.
Die Hohlräume 5.1 und 5.2 können jeweils ein Trockenmittel (in der Fig. 5 nicht gezeigt) aufnehmen. In der Verglasungsinnenraumwand 3 können Perforierungen angebracht sein (in der Fig. 5 nicht gezeigt), die in der Isolierglaseinheit eine Verbindung zu den inneren Scheibenzwischenräumen herstellen. Über die Perforierungen in der
Verglasungsinnenraumwand 3 kann das Trockenmittel dann Feuchtigkeit aus den inneren Scheibenzwischenräumen aufnehmen.
Der Grundkörper 1 der in der Fig. 5 gezeigten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters II ist durch Co-Extrusion des ersten Kunststoffs 7 und des zweiten Kunststoffs 8 hergestellt.
Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Querschnitts einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters I. Der in der Fig. 6 dargestellte Abstandhalter I entspricht dem in der Fig. 1 gezeigten Abstandhalter I. Aufgrund der perspektivischen Ansicht sind die Perforierungen 26 in der Verglasungsinnenraumwand 3 in der Fig. 6 zu sehen.
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit III mit einem zwischen einer ersten Scheibe 20 und einer zweiten Scheibe 21 angeordneten Abstandhalter I, der im Wesentlichen dem in der Fig. 1 beschriebenen entspricht, wobei der in der Fig. 7 in der Isolierglaseinheit III eingesetzte Abstandhalter I eine Barrierefolie 28 aufweist. Die Barrierefolie 28 ist auf der Außenwand 4, der ersten Verbindungswand 6.1 und der zweiten Verbindungswand 6.2 und auf einem Teil der Seitenwände 2.1 und 2.2 angeordnet. Die erste Scheibe 20, die zweite Scheibe 21 und die Barrierefolie 28 begrenzen den äußeren Scheibenzwischenraum 24 der Isolierglaseinheit III. Die Kante 29 der ersten Scheibe 20 und die Kante 30 der zweiten Scheibe 21 sind auf einer Höhe angeordnet. Im äußeren Scheibenzwischenraum 24 ist das sekundäre Dichtmittel 25, das zum Beispiel ein Silikon enthält, angeordnet. Silikone nehmen die auf den Randverbund wirkenden Kräfte besonders gut auf und tragen so zu einer hohen Stabilität der Isolierglaseinheit III bei. Die Barrierefolie 28 isoliert zusammen mit dem sekundären Dichtmittel 25 den inneren Scheibenzwischenraum 23 und vermindert den Wärmeübergang vom Grundkörper 1 in den inneren Scheibenzwischenraum 23. Die Barrierefolie 28 kann beispielsweise mit PUR-Hotmeltkleber auf dem Grundkörper 1 befestigt werden. Zwischen den Seitenwänden 2.1 und 2.2 und den Scheiben 20, 21 ist bevorzugt ein primäres Dichtmittel 22 angeordnet. Dies enthält zum Beispiel Butyl. Das primäre Dichtmittel 22 überlappt mit der Barrierefolie 28, um mögliche Grenzflächendiffusion zu verhindern. Die erste Scheibe 20 und die zweite Scheibe 21 weisen bevorzugt dieselben Abmessungen und Dicken auf. Die Scheiben weisen bevorzugt eine optische Transparenz von > 85 % auf. Die Scheiben 20, 21 enthalten bevorzugt Glas und/oder Polymere, bevorzugt Flachglas, Floatglas, Quarzglas, Borosilikatglas, Kalk-Natron-Glas, Polymethylmethacrylat und/oder Gemische davon. Die erste Scheibe 20 und die zweite Scheibe 21 sind beispielsweise 3 mm dick. In einer alternativen Ausführungsform können die
erste Scheibe 20 und/oder die zweite Scheibe 21 als Verbundglasscheibe ausgebildet sein. Innerhalb des Hohlraums 5 des Grundkörpers 1 ist ein Trockenmittel 27, zum Beispiel Molsieb, angeordnet. Dieses Trockenmittel 27 kann in den Hohlraum 5 des Abstandhalters I vor dem Zusammenbau der Isolierglaseinheit III eingefüllt werden. Die Verglasungsinnenraumwand 3 umfasst Perforierungen 26, die den Gasaustausch mit dem inneren Scheibenzwischenraum 23 ermöglichen.
Die Barrierefolie 28 umfasst beispielsweise eine metallhaltige Barriereschicht aus 7 pm dickem Aluminium, eine polymere Schicht aus 12 pm dickem Polyethylenterephthalat (PET) und eine metallhaltige Dünnschicht aus 10 nm dickem Aluminium. Polyethylenterephthalat ist besonders geeignet, um die 7 pm dicke Aluminiumschicht vor mechanischer Beschädigung zu schützen, da PET-Folien sich durch eine besonders hohe Reißfestigkeit auszeichnen. Die Folienschichten sind beispielsweise so angeordnet, dass die Aluminiumschichten, das heißt die metallhaltige Barriereschicht und die metallhaltige Dünnschicht, außen liegen. Die Folie ist auf dem Grundkörper 1 so angeordnet, dass die metallhaltige Barriereschicht zur Außenwand 4 zeigt. Dann zeigt die metallhaltige Dünnschicht nach außen und wirkt zugleich als Haftschicht gegenüber dem Material des sekundären Dichtmittels. So erfüllt die metallhaltige Dünnschicht nicht nur eine Barrierewirkung, sondern auch die Aufgabe eines Haftvermittlers.
In der Fig. 8 ist das Fließdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Isolierglaseinheit III dargestellt. In einem ersten Schritt I wird ein erfindungsgemäßer Abstandhalter I oder II bereitgestellt. In einem zweiten Schritt II wird der Abstandhalter I oder II zu einem Abstandhalterrahmen zusammengefügt. In einem dritten Schritt III werden eine erste Scheibe 20 und eine zweite Scheibe 21 bereitgestellt. Alternativ kann der dritte Schritt III auch vor dem ersten Schritt I erfolgen. In einem vierten Schritt IV wird der Abstandhalter I oder II über ein primäres Dichtmittel 22 zwischen der ersten Scheibe 20 und der zweiten Scheibe 21 fixiert. In einem fünften Schritt V wird die Scheibenanordnung aus den Scheiben 20, 21 und dem Abstandhalter I oder II in einer Isolierglaspresse verpresst. In einem sechsten Schritt VI wird der äußere Scheibenzwischenraum 24 mit einem sekundären Dichtmittel 25 zumindest teilweise gefüllt.
Bezugszeichenliste:
I Abstandhalter
II Abstandhalter
III Isolierglaseinheit
I Grundkörper
2.1 erste Seitenwand
2.2 zweite Seitenwand
3 Verglasungsinnenraumwand
4 Außenwand
5 Hohlraum
5.1 Hohlraum
5.2 Hohlraum
6.1 erste Verbindungswand
6.2 zweite Verbindungswand
7 erster Kunststoff
8 zweiter Kunststoff
9 erster Abschnitt
10 zweiter Abschnitt
I I dritter Abschnitt
12 vierter Abschnitt
13 fünfter Abschnitt
14 sechster Abschnitt
15 siebter Abschnitt
16 achter Abschnitt
17 Oberfläche
18 Schicht
19 Vertiefung
20 erste Scheibe
21 zweite Scheibe
22 primäres Dichtmittel
23 innerer Scheibenzwischenraum
24 äußerer Scheibenzwischenraum
25 sekundäres Dichtmittel
26 Perforierung in der Verglasungsinnenraumwand
27 Trockenmittel
28 Barrierefolie
29 Kante der ersten Scheibe
30 Kante der zweiten Scheibe
X Querrichtung Y Höhenrichtung
Z Längsrichtung
D1 gesamte Dicke der Außenwand
D2 gesamte Dicke der Außenwand b Breite des polymeren Grundkörpers entlang der Verglasungsinnenraumfläche g Gesamthöhe des Grundkörpers entlang der Scheibenkontaktflächen
Claims
1. Abstandhalter (I) für Isolierglaseinheiten, mindestens umfassend einen aus einem ersten Kunststoff (7) und einem zweiten Kunststoff (8) co- extrudierten Grundkörper (1), umfassend eine erste Seitenwand (2.1) und eine parallel dazu angeordnete zweite Seitenwand (2.2), eine Verglasungsinnenraumwand (3), die die Seitenwände (2.1, 2.2) miteinander verbindet; eine Außenwand (4), die im Wesentlichen parallel zur Verglasungsinnenraumwand (3) angeordnet ist und die Seitenwände (2.1, 2.2) direkt oder über Verbindungswände (6.1, 6.2) miteinander verbindet; einen Hohlraum (5), der von den Seitenwänden (2.1, 2.2), der Verglasungsinnenraumwand (3) und der Außenwand (4) oder von den Seitenwänden (2.1, 2.2), der Verglasungsinnenraumwand (3), der Außenwand (4) und den Verbindungswänden (6.1, 6.2) umschlossen wird, wobei der Grundkörper (1) als ein aus dem ersten Kunststoff (7) und dem zweiten Kunststoff (8) gebildetes Hohlprofil ausgebildet ist, der eine alternierende Anordnung von Segmenten A und Segmenten B aufweist, wobei ein Segment A aus dem ersten Kunststoff (7) ausgebildet ist und ein Segment B aus dem zweiten Kunststoff (8) ausgebildet ist und sich die Segmente A und B jeweils entlang einer Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (I) erstrecken und in der Längsrichtung (Z) aneinander angrenzen, die Außenwand (4) einen ersten Abschnitt (9) umfasst, der aus einem Segment B besteht und in der Mitte der Außenwand (4) in einer Querrichtung (X) des Abstandhalters (I), die senkrecht zu der Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (I) ist, und über die gesamte Dicke (D1) der Außenwand (4) in einer Höhenrichtung (Y) des Abstandhalters (I), die senkrecht zu der Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (I) ist, angeordnet ist, die erste Seitenwand (2.1) einen zweiten Abschnitt (10) umfasst, der aus einem Segment B besteht, die zweite Seitenwand (2.2) einen dritten Abschnitt (11) umfasst, der aus einem Segment B besteht, und der zweite Kunststoff (8) eine geringere Wärmeleitfähigkeit als der erste Kunststoff (7) aufweist.
2. Abstandhalter (I) nach Anspruch 1 , wobei die Verglasungsinnenraumwand (3) einen vierten Abschnitt (12) umfasst, der aus einem Segment B besteht.
3. Abstandhalter (I) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Übergang der Seitenwand (2.1) und der Außenwand (4) oder der Übergang der Verbindungswand (6.1) und der Außenwand (4) einen fünften Abschnitt (13) umfasst, der aus einem Segment A besteht, und der Übergang der Seitenwand (2.2) und der Außenwand (4) oder der Übergang der Verbindungswand (6.2) und der Außenwand (4) einen sechsten Abschnitt (14) umfasst, der aus einem Segment A besteht.
4. Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Übergang der Seitenwand (2.1) und der Verglasungsinnenraumwand (3) einen siebten Abschnitt (15) umfasst, der aus einem Segment A besteht, und der Übergang der Seitenwand (2.2) und der Verglasungsinnenraumwand (3) einen achten Abschnitt (16) umfasst, der aus einem Segment A besteht.
5. Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei sich der zweite Abschnitt (10) weiter an den Übergang der Seitenwand (2.1) und der Verglasungsinnenraumwand (3) erstreckt, und sich der dritte Abschnitt (11) weiter an den Übergang der Seitenwand (2.2) und der Verglasungsinnenraumwand (3) erstreckt.
6. Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei sich der zweite Abschnitt (10) weiter an den Übergang der Seitenwand (2.1) und der Verbindungswand (6.1) erstreckt, und sich der dritte Abschnitt (11) weiter an den Übergang der Seitenwand (2.2) und der Verbindungswand (6.2) erstreckt.
7. Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 5 und 6, wobei die Seitenwand (2.1) aus dem zweiten Abschnitt (10) besteht, und die Seitenwand (2.2) aus dem dritten Abschnitt (11) besteht.
8. Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei auf der gesamten Oberfläche (17) der Verglasungsinnenraumwand (3) außenseitig von dem Hohlraum (5) eine Schicht (18) angeordnet ist, die aus dem zweiten Kunststoff (8) ausgebildet ist.
9. Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der erste Kunststoff (7) ein glasfaserverstärkter Kunststoff ist und der zweite Kunststoff (8) einen geringeren Glasfaseranteil als der erste Kunststoff (7) aufweist oder ein glasfaserfreier Kunststoff ist.
10. Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der zweite Kunststoff (8) ein geschäumter Kunststoff ist.
11. Abstandhalter (II) für Isolierglaseinheiten, mindestens umfassend einen aus einem ersten Kunststoff (7) und einem zweiten Kunststoff (8) co- extrudierten Grundkörper (1), umfassend eine erste Seitenwand (2.1) und eine parallel dazu angeordnete zweite Seitenwand (2.2), eine Verglasungsinnenraumwand (3), die die Seitenwände (2.1, 2.2) miteinander verbindet, wobei die Verglasungsinnenraumwand (3) eine im Wesentlichen parallel zu den Seitenwänden (2.1) und (2.2) verlaufende Vertiefung (19) zur Aufnahme einer Scheibe aufweist; eine Außenwand (4), die im Wesentlichen parallel zur Verglasungsinnenraumwand (3) angeordnet ist und die Seitenwände (2.1, 2.2) direkt oder über Verbindungswände (6.1, 6.2) miteinander verbindet;
Hohlräume (5.1, 5.2), die von der ersten Seitenwand (2.1) bzw. der zweiten Seitenwand (2.2), der Verglasungsinnenraumwand (3), der Außenwand (4) und der Vertiefung (19) oder von der ersten Seitenwand (2.1) bzw. der zweiten Seitenwand (2.2), der Verglasungsinnenraumwand (3), der Außenwand (4), der Verbindungswand (6.1) bzw. der Verbindungswand (6.2) und der Vertiefung (19) umschlossen werden, wobei der Grundkörper (1) als ein aus dem ersten Kunststoff (7) und dem zweiten Kunststoff (8) gebildetes Hohlprofil ausgebildet ist, der eine alternierende Anordnung von Segmenten A und Segmenten B aufweist, wobei ein Segment A aus dem ersten Kunststoff (7) ausgebildet ist und ein Segment B aus dem zweiten Kunststoff (8) ausgebildet ist und sich die Segmente A und B jeweils entlang einer Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (II) erstrecken und in der Längsrichtung (Z) aneinander angrenzen, die Außenwand (4) zwei erste Abschnitte (9) umfasst, die jeweils aus einem Segment B bestehen und in der Mitte zwischen der ersten Seitenwand (2.1) bzw. der zweiten
Seitenwand (2.2) und der Vertiefung (19) in einer Querrichtung (X) des Abstandhalters (II), die senkrecht zu der Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (II) ist, und über die gesamte Dicke (D2) der Außenwand (4) in einer Höhenrichtung (Y) des Abstandhalters (II), die senkrecht zu der Längsrichtung (Z) des Abstandhalters (II) ist, angeordnet sind, die erste Seitenwand (2.1) einen zweiten Abschnitt (10) umfasst, der aus einem Segment B besteht, die zweite Seitenwand (2.2) einen dritten Abschnitt (11) umfasst, der aus einem Segment B besteht, und der zweite Kunststoff (8) eine geringere Wärmeleitfähigkeit als der erste Kunststoff (7) aufweist.
12. Verfahren zur Herstellung eines Abstandhalters (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder eines Abstandhalters (II) nach Anspruch 11 , wobei mindestens
(a) eine erste Düse für die Extrusion des ersten Kunststoffs (7) bereitgestellt wird;
(b) eine zweite Düse für die Extrusion des zweiten Kunststoffs (8) bereitgestellt wird; und
(c) der erste Kunststoff (7) und der zweite Kunststoff (8) zur Bildung des Grundkörpers (1) so co-extrudiert werden, dass dieser Grundkörper (1) als das aus dem ersten Kunststoff (7) und dem zweiten Kunststoff (8) gebildete Hohlprofil ausgebildet wird, der die alternierende Anordnung von Segmenten A und Segmenten B aufweist.
13. Isolierglaseinheit (III), mindestens umfassend eine erste Scheibe (20), eine zweite Scheibe (21), einen zwischen erster Scheibe (20) und zweiter Scheibe (21) umlaufend angeordneten Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder Abstandhalter (II) nach Anspruch 11 , wobei die erste Scheibe (20) über ein primäres Dichtmittel (22) an der ersten Seitenwand (2.1) angebracht ist, die zweite Scheibe (21) über ein primäres Dichtmittel (22) an der zweiten Seitenwand (2.2) angebracht ist, der Abstandhalter (I) oder (II) einen inneren Scheibenzwischenraum (23) von einem äußeren Scheibenzwischenraum (24) trennt und im äußeren Scheibenzwischenraum (24) ein sekundäres Dichtmittel (25) angeordnet ist.
14. Verfahren zur Herstellung einer Isolierglaseinheit (III) nach Anspruch 13, wobei mindestens
(a) ein Abstandhalter (I) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder ein Abstandhalter (II) nach Anspruch 11 bereitgestellt wird;
(b) der Abstandhalter (I) oder (II) zu einem Abstandhalterrahmen zusammengefügt wird;
(c) eine erste Scheibe (20) und eine zweite Scheibe (21) bereitgestellt werden;
(d) der Abstandhalter (I) oder (II) über ein primäres Dichtmittel (22) zwischen der ersten Scheibe (20) und der zweiten Scheibe (21) fixiert wird;
(e) die Scheibenanordnung aus den Scheiben (20, 21) und dem Abstandhalter (I) oder (II) verpresst wird; und
(f) der äußere Scheibenzwischenraum (24) mit einem sekundären Dichtmittel (25) zumindest teilweise gefüllt wird.
15. Verwendung der Isolierglaseinheit (III) nach Anspruch 13 als Gebäudeinnenverglasung, Gebäudeaußenverglasung und/oder Fassadenverglasung.
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