EP4720948A1 - Verfahren zum betrieb eines sendungsterminals - Google Patents

Verfahren zum betrieb eines sendungsterminals

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EP4720948A1
EP4720948A1 EP24728232.0A EP24728232A EP4720948A1 EP 4720948 A1 EP4720948 A1 EP 4720948A1 EP 24728232 A EP24728232 A EP 24728232A EP 4720948 A1 EP4720948 A1 EP 4720948A1
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EP24728232.0A
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Steffen Luippold
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Smart Mile Solutions BV
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines eine Mehrzahl von Schließfächern aufweisenden Sendungsterminals. Damit lässt sich ein Sendungsterminal in Bezug auf die Reservierung von Schließfächern mit höherer Kundenflexibilität betreiben.

Description

Verfahren zum Betrieb eines Sendungsterminals
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines eine Mehrzahl von Schließfächern aufweisenden Sendungsterminals.
Sendungen werden häufig zur Abholung in sogenannten Sendungsterminals, auch bekannt als „Paketstationen" hinterlegt. Die Hinterlegung einer Sendung kann zur Abholung einer Sendung durch einen Kunden seitens eines Zustellers oder Dienstleisters erfolgen. Gleichsam kann auch ein Kunde eine Sendung, z. B. zur Retournierung, in einem Sendungsportal hinterlegen.
Unter einer „Sendung" ist im vorliegenden Kontext insbesondere eine Post- oder Paketsendung zu verstehen, die ein Sendungsgut (z. B. ein Schriftstück, einen Gegenstand etc.) enthalten kann.
Derartige Sendungsterminals weisen in der Regel eine Mehrzahl von Schließfächern auf. In einem Schließfach kann eine Sendung hinterlegt werden. Das Schließfach ist zum Schutz vor Fremdzugriff auf eine darin hinterlegte Sendung verschlossen.
Kundenseitig besteht ein wachsender Bedarf daran, die Hinterlegung und Abholung von Sendungen in Sendungsterminals bereits im Voraus planen zu können. Dies ist insbesondere in Zeiten zunehmender Mobilität und Flexibilität relevant. Insbesondere besteht ein wachsendes Interesse daran Schließfächer eines Sendungsterminals im Voraus, d.h. beispielsweise vor einer Hinterlegung, zu reservieren.
Entsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zum Betrieb eines eine Mehrzahl von Schließfächern aufweisenden Sendungsterminals vorzuschlagen, welches in Bezug auf die Reservierung von Schließfächern eine höhere Kundenflexibilität aufweist.
Ferner liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sendungsterminal mit einer Mehrzahl von Schließfächern bereitzustellen, welches in Bezug auf die Reservierung von Schließfächern eine höhere Kundenflexibilität aufweist.
Gelöst werden diese Aufgaben mit einem Verfahren gemäß Anspruch 1 und einem Sendungsterminal gemäß Anspruch 10. Zunächst betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines eine Mehrzahl von Schließfächern aufweisenden Sendungsterminals, umfassend die folgenden Schritte: a. Empfangen einer Reservierungsanfrage in Bezug auf ein Schließfach oder mehrere Schließfächer der Mehrzahl von Schließfächern; b. Prüfen der Reservierungsanfrage; c. Ausgeben eines Reservierungsanfragen-Feedbacks in Form eines positiven Feedbacks, wobei dabei ein Feedback erfolgt, dass der Reservierungsanfrage entsprochen werden kann, oder in Form eines negativen Feedbacks, wobei dabei ein Feedback erfolgt, dass der Reservierungsanfrage nicht entsprochen werden kann.
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass in jenem Falle, bei dem kein positives Feedback und kein negatives Feedback ausgegeben werden kann, ein modifiziertes Feedback oder ein vorläufiges Feedback ausgegeben wird, wobei bei dem modifizierten Feedback ein Feedback erfolgt, dass der Reservierungsanfrage nicht in der angefragten jedoch in modifizierter Form entsprochen werden kann, und wobei bei dem vorläufigen Feedback ein Feedback erfolgt, dass der Reservierungsanfrage voraussichtlich entsprochen werden kann.
Ein solches Verfahren ermöglicht ein hierarchisiertes Reservieren von Schließfächern nach vorgegebenen Kriterien. Dies bedeutet, dass nicht lediglich eine positive Entscheidung (Reservierung möglich) und eine negative Entscheidung (Reservierung nicht möglich) ermöglicht ist, sondern Kunden eine dynamischere und flexiblere Reservierung ermöglicht wird.
Bei dem Sendungsterminal kann es sich um ein stationäres oder ein mobiles Sendungsterminal handeln. Das Sendungsterminal weist - wie beschrieben - mehrere Schließfächer auf. Die Reservierungsanfrage wird von einer Partei oder einem Kunden abgesendet, vorzugsweise elektronisch. Die Reservierungsanfrage wird elektronisch an eine Datenverarbeitungseinheit weitergeleitet. Die Datenverarbeitungseinheit kann Teil des Sendungsterminals oder mit diesem signaltechnisch verbunden sein. Die Prüfung der Reservierungsanfrage erfolgt in der Datenverarbeitungseinheit. Bei der Datenverarbeitungseinheit kann es sich um einen Computer oder ein System aus Computern handeln. Auch ein Server kann als Computer verstanden werden.
Wie erwähnt kann die Reservierungsanfrage die Reservierung eines oder mehrerer Schließfächer betreffen. Damit eine Prüfung der Reservierungsanfrage erfolgen kann, wird bezieht die Datenverarbeitungseinheit Informationen über den Status bzw. die Belegung der Schließfächer des Sendungsterminals. Liegen diese Informationen vor, kann eine Prüfung der Reservierungsanfrage erfolgen.
Wird der Reservierungsanfrage entsprochen, kann ein Kunde oder eine Partei eine Reservierung vornehmen. Es kann vorgesehen sein, dass die Reservierung bei positivem Feedback automatisch ausgelöst wird. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass ein Kunde oder eine Partei die Reservierung auch nach positivem Feedback gesondert bestätigen muss.
Wird der Reservierungsanfrage nicht entsprochen, kann keine Reservierung erfolgen. In diesem Fall kann dem Kunden oder der Partei ein Hinweis ausgegeben werden, dass eine Reservierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich ist. Es kann ein Zeitraum angegeben werden, wann ein Kunde eine weitere Reservierungsanfrage stellen kann. Es kann dem Kunden eine Empfehlung für ein alternatives Sendungsterminal ausgegeben werden, in welchem der Kunde oder die Partei eine Reservierungsanfrage stellen kann.
Das modifizierte Feedback kann das Anbieten eines Schließfachs betreffen, welches in Bezug auf ein in der Reservierungsanfrage angegebenes Schließfach- Kriterium eines angefragten Schließfachs abweicht, wobei das Schließfach- Kriterium beispielsweise eine Fachgröße oder eine Facheigenschaft wie eine Fachkühlung betrifft. Es sind vielfältige weitere Schließfach-Kriterien denkbar. Der Kunde oder die Partei kann sodann auswählen, ob eine Reservierung dieses Schließfachs vorgenommen werden soll oder nicht.
Das vorläufige Feedback kann auf Basis eines Algorithmus, insbesondere eines auf künstlicher Intelligenz basierenden Algorithmus, erzeugt werden. Das vorläufige Feedback betrifft eine Vorhersage bzw. Antizipation eines Belegungsstatus eines zur Reservierung angefragten Schließfachs in der Zukunft. Das vorläufige Feedback kann eine Wahrscheinlichkeit betreffen, ob ein zur Reservierung angefragtes Schließfach zu einem zukünftigen Zeitpunkt verfügbar ist oder nicht. Die Reservierungsanfrage kann mit einem Soll-Kriterium verbunden sein, wobei das Soll-Kriterium eine dahingehende Information betrifft, ob lediglich ein positives, modifiziertes, und/oder abgeändertes Feedback akzeptiert wird, oder ob eine Akzeptanzentscheidung einzelfallbezogen durchgeführt wird. Der Kunde oder die Partei kann also vorab Auswahlkriterien (Soll-Kriterien) angeben, die sich auf eine automatisierte Akzeptanz eines Feedbacks beziehen. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Kunde oder die Partei im Falle eines bestimmten Feedbacks einzelfallbezogen (also manuell) entscheiden, ob eine entsprechende Reservierung gemäß dem Feedback ausgeführt werden soll (Akzeptanzentscheidung).
Im Falle eines positiven Feedbacks, eines modifizierten Feedbacks oder eines vorläufigen Feedbacks kann ein Sendungs-Identifikator einer in dem zur Reservierung angefragten Schließfach zur Einlagerung vorgesehenen Sendung identifiziert werden, insbesondere durch Scannen. Die Identifizierung, insbesondere das Scannen, kann unmittelbar an dem Sendungsterminal durchgeführt werden. Der Sendungs-Identifikator kann eine Sendungsnummer, ein Code wie ein Bar-Code oder QR-Code, oder ein anderweitiger Identifikator sein. Der Sendungs-Identifikator ist vorzugsweise unmittelbar auf der Sendung (z. B. auf einem Sendungsetikett oder der Sendungsverpackung) angeordnet.
Eine erste Anzahl der Mehrzahl von Schließfächern kann einer ersten Partei zugeordnet sein, wobei die Partei lediglich Reservierungsanfragen auf die ihr zugeordneten Schließfächer stellen kann. Eine Zuordnung von Schließfächern zu einer Partei kann eine Art Dauerreservierung von Schließfächern durch eine Partei sein. Dies meint, dass eine Anzahl von Schließfächern dauerhaft einer Reservierung durch eine Partei vorbehalten ist. Die Schließfächer können also von einer Partei „geparkt" bzw. „gemietet" werden.
Es kann vorgesehen sein, dass eine zweite Anzahl der Mehrzahl von Schließfächern einer weiteren Partei zugeordnet ist, wobei die Partei lediglich Reservierungsanfragen auf die ihr zugeordneten Schließfächer stellen kann.
Es kann ferner vorgesehen sein, dass sämtliche Schließfächer der Mehrzahl von Schließfächern oder ein Teil von Schließfächern der Mehrzahl von Schließfächern eine Reservierungsanfrage parteiunabhängig gestellt werden kann. In diesem Falle sind die besagten Schließfächer also nicht einer bestimmten Partei zugeordnet. Ferner betrifft die Erfindung ein Sendungsterminal mit einer Mehrzahl von Schließfächern, wobei das Sendungsterminal zur Ausführung eines Verfahrens nach der Erfindung eingerichtet ist.
Weitere vorteilhafte Aspekte der Erfindung seien nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels der Erfindung näher erläutert.
Das besagte Sendungsterminal kann von mehreren Parteien genutzt werden. Eine Partei kann ein Endkunde sein, jedoch auch ein Anbieter von Logistikdienstleistungen oder ein Zusteller. Die Vergabe der Kapazitäten der Schließfächer kann vorab auf folgende Weise erfolgen: i. Es kann vorgesehen sein, dass ein einzelnes Schließfach (oder z.B. ganze Module aus mehreren Schließfächern) konkret einer Partei zugeordnet wird. Das Schließfach oder die mehreren Schließfächer sind dann nur von der jeweiligen Partei reservierbar, als eine Art Kontingent von einer Partei zugeordneten Schließfächern. ii. Es kann vorgesehen sein, dass eine Anzahl an Schließfächern eines bestimmten Schließfach-Kriteriums (z. B. Fachgröße oder einer Facheigenschaft wie einer Fachkühlung) einer jeweiligen Partei fest zugeordnet sind und maximal diese Anzahl reserviert werden kann. iii. Es kann vorgesehen sein die Varianten nach i. und ii. zu kombinieren. Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass ein Teil der Schließfächer keiner Partei zugeordnet ist und frei (z. B. durch Kunden oder Parteien) reservierbar ist. iv. Es kann zudem vorgesehen sein, dass sämtliche Schließfächer des Sendungsterminals frei reservierbar sind. v. Es kann zudem vorgesehen sein, dass ein Teil der Schließfächer des Sendungsterminals vorab reservierbar ist.
Zur Reservierung kann eine Partei eine elektronische Reservierungsanfrage für einen Fachtyp eines Schließfachs des Sendungsterminals abgeben (die Reservierungsanfrage kann auch Informationen zur Größe der Sendung enthalten, die sodann automatisch einem Fachtyp zugeordnet wird). Die Reservierungsanfrage wird zusammen mit einer Sendungsnummer abgegeben.
Daraufhin wird ein Reservierungsanfragen-Feedback ausgegeben.
Ein positives Feedback wird ausgegeben, wenn für die Partei und das angefragte Schließfach noch Kapazität im Sendungsterminal vorhanden ist, das Schließfach also bisher nicht einer Reservierung zugeordnet ist.
Ein modifiziertes Feedback wird ausgegeben, wenn für das angefragten Schließfach keine freie Kapazität mehr für die Partei vorhanden ist aber ein anderes Schließfach (z.B. ein größeres Fach) reserviert werden kann.
Bei einem vorläufigen Feedback wird im Falle, dass zu einem gegebenen Zeitpunkt noch alle Fächer, die der Partei zur Verfügung stehen, belegt sind (z.B. durch noch nicht abgeholte Sendungen von Kunden) auf Basis eines Algorithmus (ggf. auch auf Basis von Machine-Learning oder künstlicher Intelligenz) eine Wahrscheinlichkeit berechnet, dass bis zur Einlieferung der Sendung durch die Partei eine Verfügbarkeit besteht. Das vorläufige Feedback kann (muss aber nicht) einen Wahrscheinlichkeitswert für den Erfolg der Reservierung enthalten.
Ein negatives Feedback erfolgt, wenn keine freien Kapazitäten vorhanden sind und auch keine vorläufigen Reservierungen mehr angeboten werden können.
Es kann vorgesehen sein, dass die Partei vorab festlegen kann, ob Sie lediglich positive, positive und modifizierte oder auch vorläufige Feedbacks akzeptiert oder dynamisch auf die Antwort zur Reservierungsanfrage reagieren will.
Eine Bestätigung des positiven oder modifizierten Feedbacks führt zur konkreten Zuordnung der Sendung zu einem Schließfach, bei modifiziertem Feedback wird aber der zunächst das angefragte Schließfach (z. B. der Fachtyp) ebenfalls gespeichert.
Eine Bestätigung des vorläufigen Feedbacks führt dazu, dass die Reservierung (mit Sendungsnummer und Schließfach) auf eine Warteliste für das jeweilige Sendungsterminal gesetzt wird. Wenn ein Schließfach, das grundsätzlich aufgrund der Regeln der Kapazitätenzuordnung der Partei zur Verfügung steht, frei wird (durch Abholung einer Sendung durch den Kunden), wird die vorläufige Reservierung in eine positive Reservierung umgewandelt.
Das Sendungsterminal kann selbstverständlich auch zur Hinterlegung von Retournierungs-Sendungen (beinhaltet eingelagerte Sendungen / First Mile Pakete vom Kunden) verwendet werden.
Verfahrensgemäß wird der Einlagerung von Retournierungs-Sendungen durch Kunden generell Priorität eingeräumt, um eine gute User Experience zu gewährleisten.
Die Einlagerung einer Retoure kann erfolgreich angenommen werden, wenn entweder i. für die Partei, der die Retournierungs-Sendung zugeordnet ist, noch freie Schließfächer im Rahmen der vorab zugeordneten Kapazität vorhanden sind. Die Retournierungs-Sendung kann auch in Schließfächern eingelagert werden, auf die die jeweilige Partei bereits eine Reservierungsbestätigung erhalten hat (da Retournierungs-Sendungen vor der Einlagerung entnommen werden müssen und damit eine höhere Auslastung des Sendungsterminals trotz zugesicherter Reservierung möglich ist), oder ii. Schließfächer im nicht vorab reservierbaren Teil des Sendungsterminal frei sind.
Gegebenenfalls muss die Annahme der Retournierungs-Sendungen blockiert werden, wenn das Schließfach reserviert ist, falls die Partei nicht in der Lage ist Retournierungs-Sendungen zuerst zu entnehmen
Das Sendungsterminal kann zudem zur Einlagerung von Sendungen (durch eine Partei / Paketdienst) verwendet werden. Bei der Einlagerung von Sendungen werden entweder zunächst alle von Kunden eingelagerten Retouren die der Partei zugeordnet sind entnommen. Alternativ können zur Steigerung der Effizienz nur die Retournierungs-Sendungen vorab aus Schließfächern entnommen werden, für die keine Reservierung besteht und keine Sendung im gleichen Zug eingelagert werden muss. Für Schließfächer mit Reservierungen werden die dort enthaltenen Retournierungs-Sendungen im Rahmen der Einlagerung der Sendung entnommen. Hierfür wird nach Scannen der Sendungsnummer am Sendungsterminal, dem Öffnen des entsprechende Schließfachs, ein Hinweis für die Entnahme angezeigt (ggf. mit Bestätigung der Entnahme am Display und der entsprechenden Rückmeldung an das System des Paketdienstes). Bei der Einlagerung von Sendungen mit positivem Feedback der Reservierungsanfrage wird beim Scannen der Sendungsnummer am Sendungsterminal sofort das entsprechend zugeordnete Fach geöffnet.
Bei der Einlagerung von Sendungen mit modifiziertem Feedback der Reservierungsanfrage wird beim Scannen der Sendungsnummer am Sendungsterminal zunächst überprüft, ob zwischenzeitlich das ursprünglich angefragte Schließfach (z. B. ein Fachtyp) wieder frei und für die Partei verfügbar wäre. In diesem Fall wird die Reservierung auf das ursprüngliche Schließfach (z. B. den Fachtyp) geändert und ein entsprechendes Fach geöffnet. Andernfalls wird das bereits vorab zugeordnete Schließfach mit dem geänderten Schließfach (z. B. Fachtyp) geöffnet.
Bei der Einlagerung von Sendungen mit vorläufigem Feedback der Reservierungsanfrage wird beim Scannen der Sendungsnummer am Sendungsterminal zunächst überprüft, ob zwischenzeitlich das vorläufige Feedback der Reservierungsanfrage in ein positives Feedback mit eindeutiger Zuordnung eines Schließfachs umgewandelt wurde. In diesem Fall wird das vorab zugeordnete Schließfach geöffnet. Sollte die vorläufige Reservierung noch nicht umgewandelt worden sein (die Sendung befindet sich noch auf der Warteliste), es sind aber in diesem Moment im nicht vorab reservierbaren Anteil des Sendungsterminals noch Fächer des angefragten Fachtyps frei, so kann auf Basis der Position auf der Warteliste oder anderer Kriterien dieser Sendung ein freies Schließfach zugeordnet werden und die Sendung eingelagert werden. Andernfalls wird eine Nachricht am Display des Sendungsterminals angezeigt, dass die Sendung momentan nicht eingelagert werden kann.

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren zum Betrieb eines eine Mehrzahl von Schließfächern aufweisenden Sendungsterminals, umfassend die folgenden Schritte: a. Empfangen einer Reservierungsanfrage in Bezug auf ein Schließfach oder mehrere Schließfächer der Mehrzahl von Schließfächern; b. Prüfen der Reservierungsanfrage; c. Ausgeben eines Reservierungsanfragen-Feedbacks in Form eines positiven Feedbacks, wobei dabei ein Feedback erfolgt, dass der Reservierungsanfrage entsprochen werden kann, oder in Form eines negativen Feedbacks, wobei dabei ein Feedback erfolgt, dass der Reservierungsanfrage nicht entsprochen werden kann; dadurch gekennzeichnet, dass in jenem Falle, bei dem kein positives Feedback und kein negatives Feedback ausgegeben werden kann, ein modifiziertes Feedback oder ein vorläufiges Feedback ausgegeben wird, wobei bei dem modifizierten Feedback ein Feedback erfolgt, dass der Reservierungsanfrage nicht in der angefragten jedoch in modifizierter Form entsprochen werden kann, und wobei bei dem vorläufigen Feedback ein Feedback erfolgt, dass der Reservierungsanfrage voraussichtlich entsprochen werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das modifizierte Feedback das Anbieten eines Schließfachs betrifft, welches in Bezug auf ein in der Reservierungsanfrage angegebenes Schließfach-Kriterium eines angefragten Schließfachs abweicht, wobei das Schließfach-Kriterium beispielsweise eine Fachgröße oder eine Facheigenschaft wie eine Fachkühlung betrifft.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vorläufige Feedback auf Basis eines Algorithmus, insbesondere eines auf künstlicher Intelligenz basierenden Algorithmus, erzeugt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reservierungsanfrage mit einem Soll-Kriterium verbunden ist, wobei das Soll-Kriterium eine dahingehende Information betrifft, ob lediglich ein positives, modifiziertes, und/oder abgeändertes Feedback akzeptiert wird, oder ob eine Akzeptanzentscheidung einzelfallbezogen durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle eines positiven Feedbacks, eines modifizierten Feedbacks oder eines vorläufigen Feedbacks ein Sendungs-Identifikator einer in dem zur Reservierung angefragten Schließfach zur Einlagerung vorgesehenen Sendung identifiziert wird, insbesondere durch Scannen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifizierung, insbesondere das Scannen, unmittelbar an dem Sendungsterminal durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Anzahl der Mehrzahl von Schließfächern einer ersten Partei zugeordnet ist, wobei die Partei lediglich
Reservierungsanfragen auf die ihr zugeordneten Schließfächer stellen kann.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Anzahl der Mehrzahl von Schließfächern einer weiteren Partei zugeordnet ist, wobei die Partei lediglich Reservierungsanfragen auf die ihr zugeordneten Schließfächer stellen kann.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Schließfächern der Mehrzahl von Schließfächern oder ein Teil von Schließfächern der Mehrzahl von Schließfächern eine Reservierungsanfrage parteiunabhängig gestellt werden kann.
10. Sendungsterminal mit einer Mehrzahl von Schließfächern, wobei das Sendungsterminal zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 eingerichtet ist.
EP24728232.0A 2023-05-24 2024-05-23 Verfahren zum betrieb eines sendungsterminals Pending EP4720948A1 (de)

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