EP4727751A1 - Aushärtevorrichtung mit lüfter und ablenkelement - Google Patents

Aushärtevorrichtung mit lüfter und ablenkelement

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EP4727751A1
EP4727751A1 EP24746621.2A EP24746621A EP4727751A1 EP 4727751 A1 EP4727751 A1 EP 4727751A1 EP 24746621 A EP24746621 A EP 24746621A EP 4727751 A1 EP4727751 A1 EP 4727751A1
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EP
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hollow body
deflection
fan
radiation
carrier
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EP24746621.2A
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Inventor
Jan JAROSCH
Franck SWITAJ
Thomas LEISER
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RelineEurope GmbH
Original Assignee
RelineEurope GmbH
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C63/00—Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor
    • B29C63/26—Lining or sheathing of internal surfaces
    • B29C63/34—Lining or sheathing of internal surfaces using tubular layers or sheathings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Heating, Cooling, Or Curing Plastics Or The Like In General (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aushärtung eines Auskleidungsschlauches mit energiereicher Strahlung, umfassend mindestens eine Trägereinrichtung und mindestens eine auf der Trägereinrichtung angeordnete Strahlungsquelle, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement mindestens abschnittsweise als Hohlkörper ausgebildet ist, wobei auf der Außenseite des Hohlkörperabschnittes die Strahlungsquelle angeordnet ist, und wobei mindesten ein Lüfter umfasst ist, der einen Luftstrom durch den Hohlkörperabschnitt erzeugt, so dass Abwärme von der auf der Außenseite des Hohlkörperabschnitts angeordneten Strahlungsquelle durch den Hohlkörperanschnitt abgeleitet wird.

Description

Aushärtevorrichtung mit Lüfter und Ablenkelement
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aushärten eines Auskleidungsschlauches mit energiereicher Strahlung, umfassend LEDs als Strahlungsquelle zum Erzeugen der für die Aushärtung notwendige Strahlung, einen Lüfter zum Kühlen der LEDs und mindestens eine Ablenkelement zum Leiten der Luftströme.
[0002] Im Stand der Technik sind Verfahren bekannt, bei denen zur Sanierung von Leitungssystemen, z.B. von Kanälen und ähnlichen Rohrsystemen, eine flexible, mit einer mit härtbarem Harz getränkten aushärtbaren Lage, die als Auskleidungsschlauch oder auch als Liner bezeichnet wird, in das Leitungssystem eingeführt wird. Nach dem Einführen wird der Auskleidungsschlauch aufgeweitet, so dass er sich eng an die Innenwand des Leitungssystems anschmiegt. Anschließend wird das Harz ausgehärtet.
[0003] Die Herstellung eines derartigen Auskleidungsschlauches ist beispielsweise in der WO 95/04646 beschrieben. Als härtbare Harze werden nach den bekannten Verfahren vorzugsweise ungesättigte Polyesterharze, Vinylesterharze oder Epoxidharze verwendet, die beispielsweise in Styrol und/oder einem Acrylester gelöst sein können
[0004] Diese ungesättigten Polyester- oder Vinylester können thermisch (üblicherweise durch Peroxidkatalysatoren) oder mittels Strahlung, z. B durch UV-Licht mit Photoinitiatoren wie beispielsweise in der EP-A 23623 beschrieben, ausgehärtet werden. Auch so genannte Kombinationshärtungen mit einem für die thermische Härtung verwendeten Peroxidinitiator in Kombination mit Photoinitiatoren sind möglich und haben sich insbesondere bei großen Wandstärken der Auskleidungsschläuche als vorteilhaft erwiesen. Ein Verfahren für eine derartige sogenannte Kombinationshärtung ist beispielsweise in der EP-A 1262708 beschrieben.
[0005] Ein strahlungshärtender Auskleidungsschlauch weist üblicherweise eine lichtundurchlässige äußere Schutzfolie, eine mindestens für bestimmte Wellenlängenbereiche elektromagnetischer Strahlung durchlässige Innenfolie sowie eine mit einem Harz getränkte aushärtbare Lage auf, die zwischen der Innenfolie und der Außenfolie angeordnet ist. Der Aussenfolienschlauch soll verhindern, dass das zur Imprägnierung verwendete Harz aus der aushärtbaren Lage austritt und in die Umwelt gelangt. Dies setzt eine gute Dichtigkeit und Anbindung des äußeren Folienschlauchs an die harzgetränkte aushärtbare Lage voraus.
[0006] In den Auskleidungsschlauch wird zum Aushärten desselben eine Aushärtevorrichtung eingeführt, die eine Strahlungsquelle aufweist, und die durch den Auskleidungsschlauch geführt wird, um mit der Strahlungsenergie die Aushärtung der aushärtbaren Lagen des Auskleidungsschlauchs zu aktivieren bzw. vorzunehmen. Dabei ist eine vollständige Aushärtung der Auskleidungsschläuche von großer Bedeutung, d.h. es muss eine bestimmte Menge Strahlungsenergie an jeden Punkt des Auskleidungsschlauchs in diesen eingebracht werden. Die Menge an Strahlungsenergie hängt dabei von der Leistungsabgabe der Strahlungsquellen sowie der Geschwindigkeit ab, mit der diese durch den Auskleidungsschlauch durchgeführt werden.
[0007] Zur Bereitstellung von Strahlungsenergie werden oftmals UV- Strahlungsquellen, auch als UV-Strahler bezeichnet, verwendet. Diese werden auf ziehbaren Vorrichtungen montiert, sogenannten Lichterzügen, die mittels Kabeln oder Zugseilen durch die mit dem Auskleidungsschlauch ausgekleideten Leitungen gezogen werden.
[0008] Bislang wurden vornehmlich Gasentlandungslampen eingesetzt, die jedoch mit einigen Nachteilen einhergehen, darunter hohe Ströme und Spannungen zum Zünden, verändernde Leistungsabgabe über die Lebenszeit und das Ausfallrisiko während der Aushärtung.
[0009] Um diese Nachteile von UV-Lampen zu überwinden werden zunehmend LEDs eingesetzt, welche gegenüber UV-Lampen eine Reihe von Vorteilen haben, wie eine höhere Energieeffizienz, eine größere Lebensdauer, von bis zu 50.000 Stunden im Vergleich zu 5.000 bis 10.000 Stunden bei UV- Lampen. Auch enthalten LEDs keine schädlichen Chemikalien wie Quecksilber. [0010] Als problematisch bei der Verwednung von LEDs hat sich jedoch erwiesen, dass diese sich im Laufe eines Bestrahlungsvorgangs stark erhitzen, was dazu führen kann, dass die Leistungsabgabe beeinträchtigt wird oder gar Beschädigungen auftreten.
[0011 ] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Methoden bekannt, die eine verbesserte Wärmeabführung bei der Verwendung von LEDs zum Aushärten eines Auskleidungsschlauches mit energiereicher Strahlung zum Gegenstand haben.
[0012] Das zugrundeliegende Problem der Kühlung von LEDs auf Lichterketten ist, dass eine Kühlung mit einer Ableitung der Wärme außerhalb des Auskleidungsschlauchs mittels langer Kühlmittelschläuche (z.B., EP1959183A1 ) in der Regel nur schwer wirtschaftlich sinnvoll gestaltet werden kann. So erwärmt sich die Umgebungsluft im Auskleidungsschlauch während der Aushärtung durch den Ventilator, der den Auskleidungsschlauch expandiert, durch die abgegebene Strahlungsenergie der LEDs und deren Abwärme sowie durch die exotherme Aushärtereaktion.
[0013] Eine im Stand der Technik vorgeschlagene Lösung, die beispielsweise in mehreren Variationen (z.B. EP3321554B1) angemeldet wurde, bezieht sich auf eine radiale Anordnung von LEDs mit nach Innen orientierten Kühlkörpern, wobei im Inneren ein Volumenstrom durch einen Ventilator erzeugt wird, der die LEDs kühlen soll.
[0014] Der zweite im Stand der Technik beschriebene Ansatz bezieht auf das Vorbeiführen von (flüssigem) Kühlmittel. Eine Lösung hierzu beschreibt US 11 131 418 B2. Dabei sind Vorrichtungen mit verschiedenen Kanälen für Kühlmittel beschrieben, die dem Kühlen von LEDs während der Aushärtung eines Liners dienen sollen.
[0015] Eine weitere Variante ist beispielhaft in der WO2018188698A1 beschrieben, bei der die LEDs komplett in Kühlmittel eingetaucht sind, und dieses als relativer großer Volumenstrom rotiert. Dabei befindet sich die ganze Anordnung in einem transparenten Gehäuse, durch die das Kühlmittel fliest. [0016] Diese vorgeschlagenen Lösungen weisen jedoch den Nachteil auf, dass die benötigten Vorrichtungen einen übermäßigen Platzbedarf aufweisen, wenig flexibel im Aufbau sind oder eine für den Zweck unbefriedigende Kühlleistung aufweisen.
[0017] Daher lag die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und insbesondere eine Vorrichtung zu liefern, die kompakt ist, einen flexiblen Aufbau aufweist und eine ausreichende Kühlleistung hat.
[0018] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Aushärtung eines Auskleidungsschlauches mit energiereicher Strahlung, umfassend mindestens eine Trägereinrichtung und mindestens eine auf der Trägereinrichtung angeordnete Strahlungsquelle, wobei das Trägerelement mindestens abschnittsweise als Hohlkörper ausgebildet ist, wobei auf der Außenseite des Hohlkörperabschnittes die Strahlungsquelle angeordnet ist, und wobei mindesten ein Lüfter umfasst ist, der einen Luftstrom durch den Hohlkörperabschnitt erzeugt, so dass Abwärme von der auf der Außenseite des Hohlkörperabschnitts angeordneten Strahlungsquelle durch den Hohlkörperanschnitt abgeleitet wird.
[0019] Dabei funktioniert das T rägerelement sowohl als T räger für die Strahlungsquelle als auch als deren Wärmeleitkörper indem die von der Strahlungsquelle abgegebene Wärmeenergie mittels Konduktion abgeleitet wird. Dazu weist das Trägerelement eine niedrigere Temperatur als die Strahlungsquelle auf und steht mit dieser möglichst in direkten Kontakt.
[0020] Die Wärme, die von der Strahlungsquelle erzeugt wird, wird durch den Wärmeleitkörper geleitet, der in der Regel aus einem Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit besteht, und anschließend durch den an der inneren Oberfläche des Trägerelements angeordneten Kühlkörpers oder direkt an die umgebende Luft abgegeben.
[0021] Ein wichtiger Faktor bei der Konduktionskühlung der Strahlungsquelle ist die Grenzschicht zwischen der Strahlungsquelle und dem Kühlkörper. Diese Schicht sollte so dünn wie möglich sein, um die Wärmeübertragung zu maximieren. Eine dicke Grenzschicht kann dazu führen, dass sich die Wärme staut und die Effektivität der Kühlung beeinträchtigt wird.
[0022] Es ist auch wichtig sicherzustellen, dass der Wärmeleitkörper groß genug ist, um die Wärme effektiv abzuleiten. Je größer die Strahlungsquelle und die erzeugte Wärme ist, desto größer sollte der Wärmeleitkörper sein.
[0023] Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der mindestens eine Lüfter als Axiallüfter ausgeformt ist, insbesondere an der hinteren Oberfläche des mindestens einen Trägerelements angeordnet ist sowie ausgelegt und eingerichtet ist ein Kühlmedium, durch den Hohlraum der Einrichtung zur Erzeugung energiereicher Strahlung zu fördern.
[0024] Ein Axiallüfter ist dabei ein elektrisches Gerät, das dazu dient, Luft zu bewegen, indem es sie in einer axialen Richtung entlang der Achse des Rotors durch das Gehäuse saugt oder drückt und anschließend ausstößt.
[0025] Das Gehäuse des Axiallüfters enthält einen zylindrischen Rotor, der aus einer zentralen Nabe und mehreren umlaufenden Lüfterblättern besteht. Diese Lüfterblätter sind aerodynamisch geformt und erzeugen durch ihre Rotation einen Luftstrom, der schließlich durch das Gehäuse des Lüfters strömt.
[0026] Kühlmedium kann dabei prinzipiell eine Flüssigkeit oder ein Gas sein, das in dem System verwendet wird, um Wärme von den LEDs bzw. Kühlkörper abzutransportieren und diese vor Überhitzung zu schützen.
[0027] Als bevorzugtes Kühlmedium ist dabei Luft vorgesehen, wobei diese die Umgebungsluft im zu sanierenden Kanal ist oder von außerhalb etwa durch ein Gebläse zugeführt werden kann.
[0028] Eine Luftkühlung hat insbesondere die Vorteile, dass sie Kosteneffektiv im Vergleich zu anderen Kühlsystemen wie Flüssigkeitskühlung oder thermoelektrischer Kühlung ist. Luftkühlungssysteme sind in der Regel zudem einfach zu installieren und zu warten, da sie keine komplizierten Rohrleitungen oder Pumpen erfordern und sind somit auch flexibler als andere Kühlsysteme einsetzbar. Auch sind Luftkühlungssysteme umweltfreundlicher als andere Kühlsysteme, da sie keine giftigen Kühlmittel enthalten und keine unerwünschten Auswirkungen auf die Umwelt haben.
[0029] Dabei ist der Axiallüfter insbesondere ausgelegt und das Kühlmedium aus der Umgebung anzusaugen und durch den Hohlraum der Einrichtung zur Erzeugung energiereicher Strahlung zuleiten, wobei das Kühlmedium mit den dort liegenden Kühlkörper in Kontakt kommt und von dort die Wärme der LEDs ableitet.
[0030] Dabei wird der Hohlraum des mindestens einen Trägerelements durch die inneren Oberflächen des mindestens einen Trägerelements eingegrenzt und ist dabei prismatisch und insbesondere quadratisch ausgeformt.
[0031] Ein prismatischer Hohlraum ist ein Raum, der die Form eines Prismas hat, also einen Körper mit einer hier bevorzugt offenen Grundfläche, die ein Polygon ist, und parallelen Seitenflächen, die sich senkrecht zur Grundfläche erstrecken. Ein quadratischer Hohlraum ist ein Hohlraum mit einer quadratischen bevorzugt offenen Grundfläche, die von parallelen Seitenflächen umgeben ist.
[0032] Dabei ist die Form des Hohlraums prinzipiell nicht nur auf eine polygone hier bevorzugt offene Grundfläche beschränkt, sondern diese könnte auch ein Kreis oder ähnliches sein.
[0033] Dabei bedecken der mindestens eine Kühlkörper die innere Oberfläche des Trägerelements zumindest teilweise und sind insbesondere als zur Mitte des Hohlraums spitzzulaufender Lamellenkühlkörper ausgeformt.
[0034] Ein Lamellenkühlkörper hat viele schmale Rippen, die parallel zueinander angeordnet sind. Die Luft strömt durch die schmalen Spalten zwischen den Rippen und führt die Wärme von der Oberfläche des Kühlkörpers ab, wobei die Rippen insbesondere parallel zur Strömungsrichtung des Kühlmediums ausgerichtet sind.
[0035] Der mindestens eine Kühlkörper kann auch als Stiftkühlkörper ausgeformt sein. Ein Stiftkühlkörper hat viele zylinderförmige Stifte, die senkrecht zur inneren Oberfläche des Trägerelements angeordnet sind. Die Stifte erhöhen die Oberfläche des Kühlkörpers, um die Wärmeableitung zu verbessern. Stiftkühlkörper sind besonders gut geeignet, um in engen Räumen eingesetzt zu werden, da sie aufgrund ihrer kompakten Bauweise wenig Platz benötigen.
[0036] Der mindestens eine Kühlkörper kann auch als Fingerkühlkörper ausgeformt sein. Ein Fingerkühlkörper hat viele fingerförmige Rippen, die senkrecht zur Oberfläche des Kühlkörpers angeordnet sind. Die fingerförmigen Rippen haben normalerweise eine unregelmäßige Form, um die Wärmeableitung zu verbessern.
[0037] Der mindestens eine Kühlkörper kann auch als U-förmiger Kühlkörper aus geformt sein. Diese Art von Kühlkörpern hat eine U-förmige Struktur, die dazu beiträgt, die Wärmeableitung zu verbessern, wobei die beiden Enden der U-förmigen Struktur auf einer zu kühlenden Oberfläche angebracht sind. Die Wärme wird von der Oberfläche des Kühlkörpers durch die Rippen abgeführt, während die U-Form für eine bessere Luftströmung sorgt.
[0038] Der mindestens eine Kühlkörper kann auch als gekrümmter Kühlkörper ausgeformt sein. Diese Art von Kühlkörpern hat gekrümmte Rippen, die dazu beitragen, die Wärmeableitung zu verbessern. Die gekrümmte Form verlängert die Kontaktzeit des Kühlmediums mit der Oberfläche des Kühlkörpers und vergrößert gleichzeitig deren Oberfläche.
[0039] Dabei wird das mindestens eine Trägerelement weiterhin durch die äußere Oberfläche begrenzt und ist dabei prismatisch und insbesondere achteckig ausgeformt, wobei vier Eckflächen und vier Seitenflächen umfasst sind, wobei die Seitenflächen höher sind als die Eckflächen. Die Eckflächenstellen dabei die Flächen dar, die durch Kappen der Spitzen eines quadratischen Grundkörpers entstehen.
[0040] Dabei besteht das mindestens eine Trägerelement, wie auch andere Bestandteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Besonders bevorzugt ist dabei die Verwendung einer Aluminiumlegierung, wie EN AW 6082 / AIMgSil , EN AW 5754 / AIMg3 oder EN AW 2007 / AICuMgPb. Diese Legierungen zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit aus und werden für Anwendungen eingesetzt, bei denen eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht und gute Schweißbarkeit gefordert ist. Weiterhin kann auch die Verwendung von Stahl und insbesondere verzinktem Stahl oder anderer Werkstoffe für das Trägerelement und die anderen Bauteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen sein.
[0041] Dabei ist die mindestens eine Strahlungsquelle ausgelegt und eingerichtet Strahlung mit einer Wellenlänge von 200-500 nm und insbesondere von 390-420 nm abzugeben.
[0042] Dabei umfasst die Strahlungseinrichtung bevorzugt n Strahlungsquellen, wobei n > 6, so dass auf jeder Seite der äußeren Oberfläche des Trägerelements mindestens eine Strahlungsquelle angebracht ist. Dabei ist die Anzahl der Strahlungsquellen insbesondere so bestimmt, dass diese den Auskleidungsschlauch im gesamten Umfang gleichzeitig bestrahlen können.
[0043] Dabei ist die mindestens eine Strahlungsquelle insbesondere eine LED.
[0044] Die LED (Licht emittierende Diode) ist dabei bvorzugt ausgelegt Licht, im Bereich von 200 bis 500 Nanometern und insbesondere von 390-420 nm abzugeben, wobei es besonders vorteilhaft ist wenn die LEDs einen Abstrahlwinkel von bevorzugt 110° bis 170° und besonders bevorzugt einen von 130° bis 150° aufweisen.
[0045] Der Abstrahlwinkel einer LED beschreibt dabei den Bereich, in dem das Licht von der LED abgestrahlt wird. Es handelt sich dabei um den Winkel zwischen den beiden Punkten, an denen die Lichtstärke auf 50% des Maximums abfällt.
[0046] Insbesondere wird dabei die Anordnung der LEDs so gestaltet, dass diese sich die Abstrahlungswinkel überlappen. Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn die Überlappung derart ist, dass ein Schwellenwert der Lichtintensität nicht unterschritten wird und/oder Verschattungen durch andere Bestandteile der Vorrichtung verhindert werden.
[0047] Dabei ist die mindestens eine Einrichtung zur Erzeugung energiereicher Strahlung modular aufgebaut und das Trägerelement umfasst n, wobei n=1 , 3, 4, 5...usw., wobei n besonders bevorzugt drei ist, Trägereinheiten zusammen, welche über Verbindungsstücke miteinander verbunden sind. [0048] Dabei weist das mindestens eine Trägerelemente eine Länge von bevorzugt 900-1100 mm und besonders bevorzugt eine Länge einem Meter und die Trägereinheiten eine Länge bevorzugt 25-31 mm auf.
[0049] In einer weiteren Ausführungsform können die mindestens eine Einrichtung zur Erzeugung und/oder das Trägerelement und/oder die Trägereinheiten drehbar angeordnet sein, so dass diese insbesondere während des Bestrahlungsvorgangs um die Achse der erfindungsgemäßen Vorrichtung gedreht werden können um auch bei Ausfall eines oder mehrerer LEDs eine gleichmäßige Ausstrahlung des Auskleidungsschlauches zu erreichen.
[0050] Es kann jedoch auch in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten von Vorteil sein, wenn kürzere oder längere Stücke eines Auskleidungsschlauches bestrahlt werden.
[0051] Bevorzugt umfasst die Vorrichtung mindestens eine Gelenkeinrichtung.
[0052] Eine Gelenkeinrichtung ist dabei eine Konstruktion, die es ermöglicht, dass sich zwei oder mehrere Bauteile der Vorrichtung zum Aushärten eines Auskleidungsschlaues mit energiereicher Strahlung in Bezug zueinander bewegen können. Die Gelenkeinrichtung ist dabei ausgeglegt und eingerichtet als Drehgelenk, Kugelgelenk, Gelenkwelle, Schwenkgelenke oder Kreuzgelenke.
[0053] Dabei umfasst die mindestens eine Trägereinrichtung mindestens vier längenverstellbare Führungsarme mit Laufrollen, wobei die mindestens vier längenverstellbare Führungsarme insbesondere rechtwinklig zueinander angeordnet sind.
[0054] Die Führungsarme dienen dabei der Führung und Positionierung der Vorrichtung im Auskleidungsschlauch. Dabei können die Länge und Ausrichtung des einzelnen Arms oder aller Arme zusammen an die Anforderungen örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Insbesondere wird die Länge dabei so eingestellt, dass die Laufrollen, welche bevorzugt aus einem zylindrischen Körper, der sich um eine Achse dreht, bestehen, bei der Aushärtung des Schlauchliners an diesem Anliegen. Die Verstellung der Länge erfolgt dabei durch das Verschieben, Klappen oder Drehen insbesondere von Teilen des Arms.
[0055] Dabei ist die mindestens eine Ablenkeinrichtungen ausgelegt und eingerichtet, die von den Lüftern geförderte erwärmte Kühlluft nach Kontakt mit dem mindestens einem Kühlkörper seitlich zur Förderrichtung abzulenken, wobei eine Ablenkplatte umfasst ist, welche in einem Winkel von ungleich 90°, 180°, 270° und 360° zur Förderrichtung der Kühlluft angeordnet ist.
[0056] Die Förderrichtung ist dabei die Richtung, in die der Lüfter die Kühlluft bewegt. Die Ablenkplatte wird dabei von einem Gestänge getragen, wobei dieses zu mindestens einer Seite hin offen ist, so dass die erwärmte Kühlluft nach Kontakt, mit dem mindestens einem Kühlkörper dieser Seiten hinaustreten kann. Dabei ist die Ablenkplatte insbesondere aus einer Aluminiumlegierung gefertigt, da diese im Vergleich zu anderen Materialien leicht und wenig korrosionsanfällig ist.
[0057] Da bei kann die Ablenkeinrichtung ausgelegt und eingerichtet sein, dass sie um die Längsachse der Vorrichtung drehbar ist, so dass die erwärmte Kühlluft den gesamten Umfang des Auskleidungsschlauches erwärmen kann.
[0058] Dabei umfasst das Anschlussstück der Vorrichtung einen Abstandshalter und ein Verbindungsstück.
[0059] Der Abstandshalter ist dabei ausgelegt und eingerichtet das Verbindungsstück von einem weiteren Bauteil der Vorrichtung zum Aushärten eines Auskleidungsschlaues mit energiereicher Strahlung zu beanstanden. Der Abstandshalter ist dabei bevorzugt ein zu den Seiten hin offenes Gestänge. Das Verbindungsstück ist dabei insbesondere ausgelegt und eingerichtet
[0060] Die Vorrichtung zum Aushärten eines Auskleidungsschlaues mit energiereicher Strahlung ist kann dabei bevorzugt modular aufgebaut werden. Darunter ist zu verstehen, dass die Vorrichtung aus verschiedenen, unabhängigen Einzelmodulen wie der Einrichtung zur Erzeugung energiereicher Strahlung, der Trägereinrichtung, der Ablenkeinrichtung und dem Anschlussstück zusammengesetzt wird, wobei jedes Modul eine bestimmte Funktion erfüllt und ausgelegt und eingerichtet ist, problemlos in die Gesamtvorrichtung integriert zu werden. Dabei können verschiedene Kombinationen in Anzahl und Reihenfolge der einzelnen Module verwirklicht werden, so dass die Vorrichtung an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden kann.
[0061] Dabei umfasst in einer besonders bevorzugten Ausführungsform die Vorrichtung ein Anschlussstück, welches über den Abstandshalter mit dem Lüfter einer ersten Strahlungseinrichtung verbunden ist, und dabei weiterhin die vordere Oberfläche der ersten Strahlungseinrichtung über eine Trägereinrichtung mit einer ersten Ablenkeinrichtung verbunden ist, die wiederum mit dem Lüfter einer zweiten Strahlungseinrichtung verbunden ist, und der dabei weiterhin über die vordere Oberfläche der zweiten Strahlungseinrichtung mit einer zweiten Ablenkeinrichtung verbunden ist, die wiederum mit dem Lüfter einer dritten Strahlungseinrichtung verbunden ist, und der dabei weiterhin über die vordere Oberfläche der dritten Strahlungseinrichtung mit einer dritten Ablenkeinrichtung verbunden ist, die über eine zweite Trägereinrichtung mit dem Lüfter einer vierten Strahlungseinrichtung verbunden ist.
[0062] Dabei sind bevorzugt die mindestens vier Strahlungseinrichtungen, um jeweils 45° zueinander versetzt angeordnet.
[0063] Dabei sind die mindestens vier längenverstellbaren Führungsarme der mindestens zwei Trägereinrichtungen bevorzugt um 45° zueinander versetzt sind.
[0064] Dabei sind die mindestens drei Ablenkeinrichtungen um jeweils 45° zueinander versetzt.
[0065] Dabei wir die Erfindung bevorzugt zur Aushärtung von harzgetränkten Auskleidungsschläuchen verwendet,
[0066] Insbesondere ist die Vorrichtung ausgelegt und eingerichtet in Rohren der Nennweite DN 300 einen Auskleidungsschlauch mit einem Durchmesser von 259 mm und in Rohren der Nennweite DN 450 einen Auskleidungsschlauch mit einem Durchmesser von 389 mm auszuhärten. So dass die Lichthärtungstechnik auch in kleinen Rohrleitungen, wie z.B. Rohrleitungen mit einem Durchmesser zwischen 30 und 500 mm oder sogar größer oder 30-300 mm, vorzugsweise 30-150 mm, wie z.B. 100- 200 mm, verwendet werden kann.
[0067] Nachstehend werden Ausführungsformen der Vorrichtung zum Aushärten eines Auskleidungsschlaues mit energiereicher Strahlung beispielhaft anhand der Figuren erläutert. Dabei zeigt:
[0068] Figur 1 : eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; und Figur 2: eine Schnittansicht der Vorrichtung aus Figur 1 .
[0069] In Figur 1 ist eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Aushärtung eines Auskleidungsschlauches mit energiereicher Strahlung 1 mit einer Trägereinrichtung 2 gezeigt. Ablenkeinrichtungen 3 sorgen dabei für eine Umlenkung des Luftstroms, der zur Kühlung der LEDs 4 durch das Innere der Vorrichtung geführt wird. Der Luftstrom selbst wird dabei über Lüfter (nicht gezeigt) erzeugt. Eine Verbindung mehrere Vorrichtungen 1 ist mittels Anschlussstücken 5 möglich.
[0070] Der erfindungswesentliche Gedanke wird in der Figur 1 deutlich, und zwar, dass die Wärme der LEDs 4 nach Innen abgeführt wird, in dem im Inneren der Vorrichtung Kühlkörper angeordnet sind, die von einem nicht gezeigten Lüfter mit einem Luftstrom beaufschlagt werden. Damit der erzeugte Abwärme-Luftstrom nicht einfach von LED-Abschnitt zu LED- Abschnitt weitergeleitet wird, wird dieser durch die Ablenkeinrichtungen 3 abgelenkt und die Abwärme verteilt sich im Kanal. Der nächste Lüfter saugt dann nicht den besonders aufgewärmte Abwärme-Luftstrom des vorangehenden Lüfters an, so dass eine deutlich höhere Kühlleistung erreicht wird.
[0071] Figur 2 zeigt einen Schnitt durch die Vorrichtung 1 mit den innenliegenden Kühlkörpern 6 sowie einem Lüfter 7.

Claims

Patentansprüche
1 . Vorrichtung zur Aushärtung eines Auskleidungsschlauches mit energiereicher Strahlung, umfassend mindestens eine Trägereinrichtung und mindestens eine auf der Trägereinrichtung angeordnete Strahlungsquelle, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement mindestens abschnittsweise als Hohlkörper ausgebildet ist, wobei auf der Außenseite des Hohlkörperabschnittes die Strahlungsquelle angeordnet ist, und wobei mindesten ein Lüfter umfasst ist, der einen Luftstrom durch den Hohlkörperabschnitt erzeugt, so dass Abwärme von der auf der Außenseite des Hohlkörperabschnitts angeordneten Strahlungsquelle durch den Hohlkörperanschnitt abgeleitet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite oder die Innenseiten des Hohlkörperabschnitts des Trägerelements einen Kühlkörper ausbilden, und insbesondere als zur Mitte des Hohlraums spitzzulaufender Lamellenkühlkörper ausgeformt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Strahlungsquelle mindestens ein LED umfasst, vorzugsweise eine Ansammlung / ein Feld (Array) von LEDs ausbildet.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Trägereinrichtung mindestens vier längenverstellbare Führungsarme mit Laufrollen umfasst, wobei die mindestens vier längenverstellbaren Führungsarme insbesondere rechtwinklig zueinander angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Ablenkeinrichtung umfasst ist, die ausgelegt und eingerichtet ist, die von dem Lüfter geförderte Luft nach Durchqueren des Hohlkörperabschnitts seitlich zur Förderrichtung abzulenken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablenkeinrichtung in Form einer Ablenkplatte ausgebildet ist, die in einem Winkel von ungleich 90°, 180°, 270° und 360° zur Förderrichtung der Kühlluft angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement mindestens zwei Abschnitte umfasst, die jeweils mit einem Abschlussstück miteinander verbunden sind, wobei das Anschlussstück einen Abstandshalter und ein Verbindungsstück umfasst.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiterhin umfassend die Ablenkeinrichtung am oder im Bereich des Anschlussstücks angeordnet ist, wobei insbesondere jedes Anschlussstück eine Ablenkeinrichtung umfasst.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablenkeinrichtungen jeweils zweier nacheinander angeordneter Anschlussstücke zueinander in einem Winkel versetzt angeordnet sind, insbesondere versetzt um einen Winkel in einem Bereich von 15° bis 175°, bevorzugt in einem Bereich von 30° bis 150°, insbesondere mit einem Winkel von 45°, 60°, 75°, 90°, 105°, 120° und/oder 135°.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiterhin umfassend eine n Lüfter, m Hohlkörper mit Strahlungseinrichtung und o Ablenkeinrichtungen umfasst sind, die sequentiell zueinander angeordnet sind, wobei jeweils ein Hohlkörper mit Lüfter von dem nächsten Hohlkörper mit Lüfter durch ein Ablenkelement getrennt werden, wobei insbesondere n und m in der Anzahl identisch sind und o = 1 - (m,n) oder o = m,n.
11 .Vorrichtung nach Anspruch 10, umfassend mindestens vier Strahlungseinrichtungen und insbesondere mindestens zwei Trägereinrichtungen, wobei die mindestens vier längenverstellbaren Führungsarme der zwei Trägereinrichtungen um 45° zueinander versetzt sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11 , umfassend mindestens drei Ablenkeinrichtungen, wobei die mindestens drei Ablenkeinrichtungen um jeweils 45° zueinander versetzt sind.
13. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche zur Aushärtung von harzgetränkten Auskleidungsschläuchen.
EP24746621.2A 2023-06-14 2024-06-14 Aushärtevorrichtung mit lüfter und ablenkelement Pending EP4727751A1 (de)

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