LU101822B1 - Lochsägenanordnung für eine Bohrmaschine und Horizontallochsäge für eine Lochsägenanordnung - Google Patents
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Abstract
Vorliegende Anmeldung betrifft eine Lochsägenanordnung für eine Bohrmaschine zum Sägen eines Loches mit angrenzender Ringaufnahme in eine Platte mit einer Plattendicke, beispielsweise eine Gipskartonplatte.
Description
Lochsägenanordnung für eine Bohrmaschine und Horizontallochsäge für eine Lochsägenanordnung Beschreibung Vorliegende Anmeldung betrifft eine Lochsägenanordnung für eine Bohrmaschine zum Sägen eines Loches mit angrenzender Ringaufnahme in eine Platte mit einer Plattendicke Tr, beispielsweise eine Gipskartonplatte.
Aus dem Stand der Technik sind Lochsägen bekannt, um in Platten, und insbesondere Ausbauplatten aus Gipskarton oder Holz, Löcher zu sägen, die unter anderem der Aufnahme von Elektroeinrichtungen, wie beispielsweise Schaltern oder Beleuchtungskörpern, dienen. Insbesondere zum Einbau von Decken- oder Wandstrahlern werden oft Löcher benötigt, die eine angrenzende Ringaufnahme aufweisen, in die eine Blende oder ein dergleichen Abdeckungselement einer sol- chen Elektroeinrichtung eingesetzt werden kann. Unter angrenzender Ringauf- nahme wird hier ein an das Loch angrenzender, vertiefter Bereich insbesondere in Form eines Rücksprungs verstanden.
Es besteht der Bedarf, eine Anordnung, und insbesondere ein Werkzeug, vorzusehen, die das akkurate, preiswerte und schnelle Einbringen eines solchen Loches mit angrenzender Ringaufnahme in eine Platte erlaubt.
Diese Aufgabe wird durch eine Lochsägenanordnung und eine Horizon- tallochsäge gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
Insbesondere wird diese Aufgabe gelöst durch eine Lochsägenanordnung für eine Bohrmaschine zum Sägen eines Loches mit angrenzender Ringaufnahme in eine Platte mit einer Plattendicke Tr, beispielsweise eine Gipskartonplatte, die Anordnung umfassend: wenigstens eine Vertikallochsäge, umfassend wenigstens zwei coaxial angeordnete und wenigstens abschnittsweise zylindrische Vertikalsägekörper, die jeweils an einem freien Ende eine Sägezahnung oder ein dergleichen Sägemittel aufweisen, nämlich einen ersten Vertikalsägekörper mit einem ersten Durchmesser Dı und einen, bezüglich seines freien Endes in Axialrichtung Rax zurückgesetzten zweiten Vertikalsägekörper mit einem größeren zweiten Durchmesser Dz, die zusammen mittels wenigstens einer Bohrmaschinenaufnahme mit der Bormaschine verbind-
bar und rotierbar sind, so dass mit dem ersten Vertikalsägekôrper das Loch in die Platte eingesägt werden kann, und mit dem zweiten Vertikalsägekôrper eine coa- xial zu diesem Loch aber weiter aulenliegende optional vertikale Sägenut mit ei- ner Tiefe T2 < Tr in die Platte eingebracht werden kann, und wenigstens eine Hori- zontallochsäge, die über wenigstens eine Bohrmaschinenaufnahme ebenfalls mit der Bohrmaschine verbindbar ist, umfassend wenigstens ein Kreissägeblatt mit einer Sägezahnung, das mittels der Bohrmaschine um eine Rotationsachse Ax ro- tierbar, derart mit wenigstens einer definierten Tiefe in das Loch einführbar und dort bewegbar ist, dass in die das Loch umgebende Mantelfläche ein optional hori- zontaler Schnitt, derart einbringbar ist, dass ein durch diesen optional horizonta- len Schnitt und die optional vertikale Sägenut gebildeter Plattenring zur Bildung der Ringaufnahme von der Platte entfernt werden kann.
Darüber hinaus wird diese Aufgabe gelôst durch eine Horizontallochsäge für eine Lochsägenanordnung wie sie hier beschreiben und die über eine Bohrma- schinenaufnahme mit einer Bohrmaschine verbindbar ist, umfassend wenigstens ein Kreissägeblatt mit einer Sägezahnung, das mittels der Bohrmaschine um eine Rotationsachse Ax rotierbar, derart in wenigstens einer definierten Tiefe in ein Loch in der Platte einführbar und dort bewegbar ist, dass in die, das Loch umge- bende Mantelfläche ein optional horizontaler Schnitt, derart einbringbar ist, dass ein durch diesen optional horizontalen Schnitt und eine durch die Vertikallochsäge der Lochsägenanordnung eingebrachte optional vertikale Sägenut gebildeter Plat- tenring zur Bildung der Ringaufnahme von der Platte entfernt werden kann.
Kern der Erfindung ist das Zurverfügungstellen einer Anordnung, um- fassend wenigstens zwei Sägen, nämlich wenigstens eine Vertikallochsäge und wenigstens eine Horizontallochsäge, die beide über wenigstens eine Bohrmaschi- nenaufnahme mit der Bohrmaschine rotierbar verbindbar sind. Verfahrensseitig wird über die Vertikallochsäge in einem ersten Arbeitsschritt ein Loch in die Platte eingesägt, indem der erste Vertikalsägekôrper mit seiner Sägezahnung auf die Platte aufgesetzt und durch die Bohrmaschine rotiert wird. Während der erste Vertikalsägekôrper immer weiter in die Platte eindringt nähert sich der zweite Vertikalsägekôrper mit seiner Sägezahnung ebenfalls der Platte. Sobald der zweite Vertikalsägekôrper mit seiner Sagezahnung auf die Platte trifft, wird durch ihn ein im Wesentlichen zweiter Vertikalschnitt in die Platte eingebracht, der den durch den ersten Vertikalsägekörper eingebrachten ersten Schnitt umgibt. Er ist optional koaxial zu diesem angeordnet. Der zweite Vertikalsägekörper ist dabei derart aus- gebildet, dass er nur teilweise in die Platte eindringt, also eine Sägenut in der Plat- te ausbildet, die die Platte nicht vollständig durchdringt. Diese Sägenut hat vor- zugsweise eine Tiefe, die der geforderten Dicke der Ringaufnahme entspricht. Op- tional sind die freien Enden des ersten Vertikalsägekörpers und des zweiten Verti- kalsägekörpers axial derart voneinander beanstandet, dass der zweite Vertikalsä- gekörper auf die Platte trifft und die Sägenut eingesägt wird, bevor der erste Ver- tikalsägekörper das Loch in die Platte vollständig ausgesägt hat. Auf diese Weise wird für den zweiten Vertikalsägekörper eine Führung durch den ersten Vertikal- sägekörper zur Verfügung gestellt. Optional ist der Abstand aber auch so gewählt, dass das Loch fertig gesägt ist, bevor die endgültige geforderte Tiefe der Sägenut erreicht ist.
Nach dem Einbringen des Loches mit angrenzender, umgebender Säge- nut, wird insbesondere in einem zweiten Arbeitsschritt, über die dann mit der Bohrmaschine verbundene Horizontallochsäge ein im Wesentlichen horizontaler Schnitt in die Mantelfläche der Platte eingebracht. Dieser Schnitt ist so ausgebil- det, dass er auf die zuvor eingebrachte Sägenut trifft und ein Entnehmen des dadurch gebildeten Plattenring es erlaubt. Das Resultat ist eine an das Loch an- grenzende sauber ausgesägte Ringaufnahme. Von besonderem Vorteil ist, dass durch das Sägen eine saubere Schnittkante am Loch und der Ringaufnahme er- reicht wird. Darüber hinaus ist der Schmutzanfall sehr gering, da nur geringes Material abgetragen wird.
Es ist denkbar die Einschnitttiefe des horizontalen Schnitts so zu wäh- len, dass sie wenigstens dem Abstand zwischen Mantelfläche und vertikaler Säge- nut entspricht. Die Einschnitttiefe kann auch etwas größer gewählt werden Vor- zugsweise ist die um maximal 10%, optional maximal 5% größer als der Abstand zwischen Mantelfläche und vertikaler Sägenut. Durch den vollständig umlaufen- den horizontalen Schnitt löst sich so der Plattenring von der Platte. Es ist auch denkbar, die Einschnitttiefe des horizontalen Schnittes so zu wählen, dass ein ge- ringer Materialbereich zwischen Boden des horizontalen Schnittes und der vertika- len Sägenut bestehen bleibt. Nach dem Einbringen des vollumlaufenden horizonta- len Schnittes kann so über einen Hammer oder ein dergleichen Werkzeug dieser bestehende Materialbereich gebrochen und der entstandene Plattenring bzw. Bruchteile davon aus der resultierenden Ringaufnahme entnommen werden.
Durch die erfindungsgemäße Lochsägenanordnung wird ein Verfahren bereitgestellt, das in zwei Arbeitsschritten das Einbringen eines Loches samt an- grenzender Lochaufnahme ermöglicht. Insofern betrifft die Erfindung auch ein entsprechendes Verfahren, wobei sämtliche im Zusammenhang mit der Lochsä- genanordnung bzw. der Horizontallochsäge beschriebenen Arbeitsschritte und Merkmale auf ein solches Verfahren übertrag- bar sind.
Optional sind die Vertikal und/oder Horizontallochsägen einzeln für sich mit der Bohrmaschine verbindbar, wobei verfahrenstechnisch vorzugsweise zuerst die Vertikallochsäge und dann die Horizontallochsäge in der Bohrmaschine aufge- nommen und mit dieser verwendet wird. Die Bohrmaschinenaufnahme ist optional derart ausgebildet, dass sie optional wechselweise eine, insbesondere werkzeuglose Aufnahme der Vertikallochsäge und der Horizontallochsäge erlaubt. Die Bohrma- schinenaufnahme kann beispielsweise ein Bohrfutter einer Bohrmaschine sein. Es ist auch möglich, als Bohrmaschinenaufnahme eine Welle oder dergleichen Axial- element zu versehen, an dem die Vertikallochsäge und/oder die Horizontallochsäge befestigt werden kann, und die mit der Bohrmaschine verbindbar ist. Es ist mög- lich, die Vertikallochsäge und die Horizontallochsäge mit einer Steckachsenauf- nahme zu versehen, sodass sie auf eine insbesondere gemeinsame, als Welle aus- gebildete Bohrmaschinenaufnahme aufgeschoben und dort arretiert werden kön- nen. Insbesondere ist die Verwendung eines Schnellwechselsystems anwendbar, um insbesondere werkzeuglos einen Wechsel zwischen Vertikalsäge und Horizon- talsäge an der Bohrmaschinenaufnahme und/oder der Bohrmaschine vornehmen zu können.
Selbiges gilt optional auch für die an den jeweiligen Vertikal- und Hori- zontallochsägen vorgesehenen Sägekörpern bzw. Kreissägeblättern, auch hier ist optional eine Wechselmöglichkeit vorzusehen, um beispielsweise unterschiedliche Sägekörper bzw. Kreissägeblätter an den jeweiligen Sägen vorzusehen. Diese kön- nen sich in der Art der Sägezahnung, ihren Dimensionen, im Material etc. unter- scheiden. Auf diese Weise ist u.a. eine gezielte Anpassung an unterschiedliche zu bearbeitende Baumaterialien möglich. Natürlich ist es auch möglich, unterschied-
liche Vertikallochsägen und Horizontallochsägen anzubieten, die den unterschied- lichen Baumaterialien und Dimensionen des einzubringenden Loches bzw. angren- zenden Ringaufnahme Rechnung tragen.
Das an der Vertikallochsäge und/oder der Horizontallochsäge vorgesehe- 5 ne Sägemittel, im Folgenden ganz allgemein auch als Sägezahnung bezeichnet, ist vorzugsweise ein derart geschärfter Bereich, dass er durch ein Sägeverfahren ei- nen Sägespalt bzw. -Schnitt in die Platte einbringt, nämlich vorzugsweise vertikal, mittels der Vertikallochsäge, und vorzugsweise horizontal mittels der Horizontal- lochsäge. Unter vertikal werden hier optional sämtliche Schnitte verstanden, die in einem Winkel + 35° zur Vertikalen zur Platte in die Platte eingebracht werden, optional + 20° und weiter optional + 10°. Ähnliches gilt für den horizontalen Schnitt, auch hier werden Abweichungen um + 35°, optional + 20° und weiter opti- onal + 10° vom Begriff horizontalem Schnitt mit umfasst.
Optional umfasst die Horizontallochsäge wenigstens eine Gleitplatte, die, auf die Oberseite der zu sägenden Platte aufgesetzt, ein zur Oberseite der Platte optional paralleles Verschieben der Horizontallochsäge erlaubt. Die Gleitplatte ist optional als Anschlagelement ausgebildet, sodass sie einen Anschlag an die zu sä- gende Platte darstellt und so das Höhenniveau und/oder das Neigungsniveau für die Horizontallochsäge definiert. Neben dem Höhenniveau ist sie optional derart ausgebildet, dass sie den Neigungswinkel des Kreissägeblattes zur Platte definie- rend einstellt bzw. es erlaubt, die Horizontallochsäge im Loch entlang der Mantel- fläche zu führen und dabei ein Höhenniveau und/oder einen Kreissägewinkel zur Platte einzuhalten bzw. einem eingestellten entsprechenden Wert zu folgen.
Optional verläuft die Gleitplatte in einer Ebene orthogonal zur Rotati- onsachse Ak des Kreissägeblattes. Das bedeutet, die Rotationsachse steht zur Gleitplatte senkrecht. Optional ist die Gleitplatte ebenenparallel zur Ebene des Kreissägeblattes ausgeführt.
Optional ist die Gleitplatte relativ zur Bohrmaschinenaufnahme und/oder zum Kreissägeblatt drehbar gelagert. Das bedeutet, dass bei einem rotie- renden Kreissägeblatt die Gleitplatte optional nicht mit rotiert und so beispiels- weise von einem Benutzer berührt werden kann, während er den Horizontalschnitt in die Mantelfläche des Loches einbringt.
Die hierin beschriebene Gleitplatte, inkl. aller genannten Ausführungs-
formen, kann auch an der erfindungsgemäßen Vertikallochsäge vorgesehen wer- den.
Optional weist die Gleitplatte wenigstens ein, optional relativ zur Bohr- maschinenaufnahme und/oder zum Kreissägeblatt drehbar gelagertes Handstück auf, das sich, von der Oberseite der Gleitplatte aus gesehen, optional in Richtung Bohrmaschinenaufnahme erstreckt. Das Handstück dient zum Halten der Horizon- tallochsäge während des Sägens. Es steht optional aus der Oberseite der Gleitplat- te hervor, sodass es beim Benutzen einfach gehalten werden kann. Optional weist das Handstück eine haptisch an die Hand eines Benutzers angepasste Form, und insbesondere Oberfläche, auf. Optional ist das Handstück gummiert ausgeführt. Optional ist das Handstück lösbar an der Gleitplatte befestigt. Optional ist das Handstück relativ zur Gleitplatte rotierbar ausgebildet. Das bedeutet, dass das Handstück vom Benutzer gehalten und die Horizontallochsäge im Loch bewegt werden kann, ohne dass der Nutzer am Handstück umgreifen muss. Optional ist also das Handstück relativ zur Gleitplatte und relativ zur Kreissäge rotierbar ge- lagert, sodass sich Kreissäge und Gleitplatte unabhängig vom Handstück bewegen können. Auch hier gilt, dass optional die Gleitplatte relativ zum Kreissägeblatt drehbar gelagert ist, sodass sich das Kreissägeblatt unabhängig von der Gleitplatte bewegen kann.
Optional weist die Gleitplatte einen Durchmesser Der auf, der größer ist als der Durchmesser D1 des ersten Vertikalsägekörpers, optional größer als der Durchmesser D2 des zweiten Vertikalsägekörpers, und weiter optional mindestens doppelt so groß ist wie der Durchmesser Dz des zweiten Vertikalsägekörpers. Bei einer solchen Größenangabe ist ein sicheres Führen der Gleitplatte auf der Ober- fläche der Platte im Bereich des Loches und der zu sägenden angrenzenden Ring- aufnahme möglich. Optional ist die Gleitplatte derart ausgebildet, dass sie beim Führen der Horizontallochsäge im Loch und Schneiden des Horizontalschnittes das Loch immer vollständig überdeckt. Die Gleitplatte ist vorzugsweise kreisförmig ausgebildet.
Optional weist die Gleitplatte wenigstens einen Gleitaufsatz auf, über den sie auf der Platte, und insbesondere auf der Oberfläche der Platte verschiebbar gelagert werden kann. Dieser Gleitaufsatz steht optional wenigstens aus der Gleit- platte in Richtung der zu sägenden Platte hervor, wenn die Lochsäge in das Loch eingeführt wird. Der Gleitaufsatz steht also optional in einer Richtung entgegenge- setzt zur Bohrmaschinenaufnahme aus der Gleitplatte hervor bzw. in einer Rich- tung entgegengesetzt zu der Richtung, an der die Bohrmaschine an der Horizontal- lochsäge befestigt wird. Der Gleitaufsatz ist optional in einem Randbereich der Gleitplatte, und insbesondere als Gleitring, angeordnet. Er umläuft vorzugsweise den gesamten Randbereich der Gleitplatte als optional durchgehender Gleitring. Der Gleitaufsatz weist als Gleitring optional einen Außendurchmesser auf, der dem Außendurchmesser der Gleitplatte entspricht. Der Gleitaufsatz umfasst vor- zugsweise eine Mehrzahl an Einzelelementen. Der Gleitaufsatz ist optional lösbar an der Leiterplatte befestigt. Der Gleitaufsatz ist optional aus einem gleitfähigen und insbesondere einem Kunststoffmaterial gefertigt.
Die Gleitplatte ist optional wenigstens abschnittsweise transluzent ausgebildet. Dies erleichtert eine Kontrolle des Arbeitsergebnisses, insbesondere beim Sägen des horizontalen Schnittes.
Optional ist der Abstand a zwischen der Gleitebene der Gleitplatte und der Ebene des Kreissägeblattes in wenigstens zwei unterschiedlichen Positionen einstellbar. Die Gleitebene der Gleitplatte ist die Ebene, in der die Gleitplatte auf der Platte aufgesetzt werden kann. Sie wird optional durch Gleitflächen der Gleit- aufsätze definiert. Der Gleitaufsatz ist vorzugsweise lösbar, und insbesondere werkzeuglos lösbar, an der Gleitplatte angeordnet. Auf diese Weise können unter- schiedliche Gleitaufsätze verwendet werden, die optional u.a. eine Anpassung an unterschiedliche Baumaterialien, und/oder an unterschiedliche Eindringtiefen der Horizontallochsäge in das Loch ermöglicht. Das Einstellen des Abstandes a kann beispielsweise über unterschiedliche Gleitaufsätze erfolgen. Je dicker der Gleitauf- satz, desto geringer ist der Abstand zwischen der Gleitebene der Gleitplatte und der Ebene des Kreissägeblattes, desto weniger stark ist also die Tiefe der Sägenut und die Dicke des freigeschnittenen Plattenrings. Eine weitere Möglichkeit den Abstand a einzustellen besteht darin, das Kreissägeblatt an unterschiedlichen Po- sitionen relativ zur Gleitplatte zu montieren. Hier können beispielsweise zwischen Gleitplatte und Kreissägeblatt Spacerelemente eingesetzt werden, die den Abstand zwischen Kreissägeblatt und Gleitebene der Gleitplatte verändern. Auch ist es denkbar, das Kreissägeblatt auf eine Rotationsachse, und insbesondere einer Wel- le, zu montieren und die Gleitplatte relativ zur dieser Welle verschiebbar, insbe-
sondere an wenigstens zwei unterschiedlichen Positionen festlegbar anzuordnen. Hier kann beispielsweise ein Klemmelement an der Gleitplatte vorgesehen sein, sodass die Gleitplatte relativ zur Welle und zum Kreissägeblatt, und insbesondere axial zur Rotationsachse verschoben werden kann.
Optional weist die Gleitplatte ein Ansatzmittel fur eine Absaugung auf. Ein solches Ansatzmittel kann beispielsweise ein Schlauchadapter sein, an den ein Schlauch einer Absaugung angesteckt werden kann.
Optional weist die Horizontallochsäge wenigstens ein Anlaufelement, insbesondere einen Anlaufring mit einem Durchmesser Dar auf, das/der zur Defini- tion der horizontalen Einschnitttiefe des horizontalen Schnittes in der Mantelfla- che des Loches an der Mantelfläche entlang führbar ist. Dieser Anlaufring ist vor- zugsweise ein kugelgelagerter Ring, der koaxial zur Rotationsachse des Kreissäge- blattes rotierbar gelagert ist. Mit dem Anlaufring kann die Horizontallochsäge bzw. das Kreissägeblatt an der Mantelfläche entlanggeführt werden, sodass sich eine genau definierte horizontale Finschnitttiefe relativ zur Mantelfläche ergibt. Die Einschnitttiefe ergibt sich optional aus der Differenz zwischen Sägeblatt- durchmesser und Anlaufelementdurchmesser.
Optional ist das Anlaufelement wechselbar an der Horizontallochsäge ausgebildet bzw. sind eine Mehrzahl an unterschiedlichen Anlaufelementen, und insbesondere Anlaufelemente mit unterschiedlichen Radien, vorgesehen. Durch die Wahl eines speziellen Anlaufelementes kann die Einschnitttiefe der Horizontal- lochsäge optional eingestellt werden, wobei sich die Finschnitttiefe aus der Diffe- renz zwischen Durchmesser des Kreissägeblattes und dem Durchmesser des An- laufelementes ergibt. Optional sind eine Mehrzahl an Kreissägeblättern mit ge- schichtlichen Radien vorgesehen die insbesondere wechselweise an der horizontale Lochsäge montiert werden können, um so u.a. die horizontale Einschnitttiefe zu verändern.
Wie eingangs erwähnt, betrifft die Erfindung nicht nur eine Lochsä- genanordnung, wie sie hier beschrieben wurde, sondern auch eine Horizontalloch- säge zur Verwendung mit einer solchen Lochsägenanordnung. Für diese Horizon- tallochsäge gilt alles hier zuvor Erwähnte.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unter- ansprüchen.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die durch die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden.
Hierbei zeigen: Fig. 1 eine dreidimensionale Ansicht einer Vertikallochsäge einer Aus- führungsform einer Lochsägenanordnung von schräg oben; Fig. 2 eine dreidimensionale Ansicht der Vertikallochsäge aus Fig. von schräg unten; Fig. 3 Detailansichten der Vertikallochsäge gemäß Fig. 2 beim Einbrin- gen einer Sägenut; Fig. 4 eine Seitenansicht der Vertikallochsäge gemäß Fig. 1; Fig. 5 eine dreidimensionale Ansicht einer Horizontallochsäge der Aus- führungsform der Lochsägenanordnung gemäß Fig. 1 von schräg oben; Fig. 6 eine dreidimensionale Ansicht der Horizontallochsäge gemäß Fig. 5 von schräg unten; Fig. 7 eine dreidimensionale Detail-Ansicht der Horizontallochsäge ge- mal Fig. 6 Fig. 8 einen Querschnitt durch die Horizontallochsäge gemäß Fig. 4; Fig. 9 bis 11 eine dreidimensionale Darstellung unterschiedlicher Ar- beitsschritte beim Entfernen einer Ringaufnahme mittels einer Horizontallochsäge aus Fig. 4; Fig. 12 einen Querschnitt der Darstellung gemäß Fig. 10. Im Folgenden werden fur gleiche und gleich wirkende Bauteile dieselben Bezugsziffern verwendet, wobei bisweilen Hochindizes ihre Anwendung finden.
Wenn nicht anders definiert, haben alle hier verwendeten Termini (ein- schlieBlich technischer und wissenschaftlicher Termini) die gleiche Bedeutung, und insbesondere eine Bedeutung, wie sie allgemein von einem Durchschnittsfachmann auf diesem Gebiet verstanden wird, wenn sie im Zusammenhang mit der Beschrei- bung und den Zeichnungen interpretiert werden.
Es versteht sich ferner, dass Termini, wie diejenigen die in allgemein verwendeten Wörterbüchern definiert sind, in Bezug auf das hier relevante technische Gebiet interpretiert werden, und nicht in einem idealisierten oder in einem übertrieben formalen Sinn, außer dies ist explizit so definiert.
In bestimmten Fällen kann auf eine detaillierte Beschrei- bung allseits bekannter Vorrichtungen und Verfahren verzichtet werden, um eine Redundanz der Beschreibung zu vermeiden.
Die Beschreibung bestimmter Ausfüh-
rungsformen und die darin verwendete Terminologie soll die Erfindung nicht ein- schränken. Die Singularformen „ein“, „der/die/das“ mögen auch die Pluralformen mit einschließen, wenn es der Kontext nicht eindeutig anders nahelegt. Der Aus- druck „und/oder“ schließt jegliche und alle Kombinationen eines oder mehrerer der zugehörigen aufgelisteten Gegenstände mit ein. Es versteht sich, dass die Begriffe „umfasst“ und/oder „umfassend“ das Vorhandensein genannter Merkmale angeben, jedoch das Vorhandensein oder das Hinzufügen eines oder mehrerer anderer Merkmale nicht ausschließen. Ferner versteht es sich, dass wenn ein bestimmter Schritt eines Verfahrens als einem anderen Schritt folgend angegeben wird, er di- rekt auf diesen anderen Schritt folgen kann oder einer oder mehrere Zwischen- schritte durchgeführt werden können, bevor der bestimmte Schritt ausgeführt wird, wenn das nicht anders angegeben ist. In der gleichen Weise versteht es sich, dass wenn eine Verbindung zwischen Strukturen oder Komponenten beschrieben ist, diese Verbindung direkt oder über Zwischenstrukturen oder -komponenten erfolgen kann, außer es ist anderweitig spezifiziert. Auf den Offenbarungsgehalt aller Publikationen, Patentanmeldungen, Patente und anderer hier erwähnter Li- teratur wird in seiner Gänze verwiesen. Im Fall eines Konflikts gilt die vorliegende Spezifikation, einschließlich ihrer Definitionen.
Die Erfindung wird hier anhand der beiliegenden Zeichnungen be- schrieben, in denen Ausführungsformen der Erfindung gezeigt sind. Die Erfindung kann jedoch auch in vielen verschiedenen Formen ausgeführt sein und sollte nicht so verstanden werden, dass sie auf die hier dargelegten Ausführungsformen be- schränkt ist. Vielmehr sind die Ausführungsformen hier angegeben, damit die vor- liegende Offenbarung ausführlich und vollständig ist und den Umfang der Erfin- dung dem Fachmann in vollständiger aber beispielhafter Weise darlegt. Die Be- schreibung der beispielhaften Ausführungsformen soll im Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen gelesen werden, die als Teil der ganzen schriftlichen Beschreibung gelten sollen. In den Zeichnungen kann es vorkommen, dass die ab- soluten und relativen Größen von Systemen, Komponenten, Schichten und Berei- chen aus Gründen der Deutlichkeit übertrieben dargestellt sind. Ausführungsfor- men können anhand schematischer und/oder querschnittsartiger Illustrationen, idealisierter Ausführungsformen und Zwischenstrukturen der Erfindung beschrie- ben sein. Relative Termini sowie auch ihre Ableitungen sollten so verstanden wer-
den, dass sie sich auf die Ausrichtung beziehen, wie sie dort in der gerade bespro- chenen Zeichnung beschrieben oder gezeigt ist. Diese relativen Termini dienen der übersichtlicheren Beschreibung und erfordern nicht, dass das System in einer be- stimmten Ausrichtung aufgebaut oder betrieben werden muss, außer es ist explizit anders angegeben. Beliebige der offenbarten Vorrichtungen oder Teile davon kön- nen zusammen kombiniert werden oder in weitere Teile aufgeteilt werden, wenn nicht spezifisch anders angegeben. Die bloße Tatsache, dass bestimmte Maßnah- men in voneinander verschiedenen Abschnitten oder Ansprüchen aufgeführt wer- den, soll nicht angeben, dass eine Kombination dieser Maßnahmen nicht vorteil- hafterweise vorgenommen werden kann. Insbesondere sollen alle denkbaren Kom- binationen der Ansprüche als inhärent offenbart betrachtet werden. In dieser Be- schreibung sind Wörter wie „im Wesentlichen“, „ungefähr“ oder „im Allgemei- nen/allgemein“ dahingehend auszulegen, dass sie mindestens Abweichungen eines Maßes von 10 % oder weniger, vorzugsweise 5 % oder weniger, oder Abweichungen von einer Form beinhalten, die für einen Fachmann auf dem Gebiet noch in den Rahmen der betreffenden Definition fallen würden, außer dies ist anderweitig spe- zifiziert.
Aus Gründen der Klarheit und im Sinne einer stringenten Beschrei- bung werden Merkmale hier meist als ein Teil einer oder getrennter Ausführungs- formen beschrieben; es versteht sich jedoch von selbst, dass der Umfang der Erfin- dung auch Ausführungsformen enthalten kann, die Kombinationen aller oder eini- ger der beschriebenen Merkmale aufweisen.
Die Fig. 1 und 5 sowie die dazugehörigen Detaildarstellungen gemäß den Fig. 2 - 4 bzw. 6 — 8 zeigen dreidimensionale Darstellungsformen einer Ausfüh- rungsform der erfindungsgemäßen Lochsägenanordnung 1.
Die Lochsägenanordnung 1 ist für eine Bohrmaschine (nicht dargestellt) ausgebildet und dient dem Sägen eines Loches 2 (siehe Fig. 9 — 11 und 12) mit an- grenzender Ringaufnahme 4 in eine Platte 6. Die Platte 6 weist eine Plattendicke Tr (siehe Fig. 12) auf. Sie kann eine Gipskartonplatte, aber auch jede andere Art von Platte, beispielsweise eine Multiplexplatte, eine Furnierplatte, eine Faserbe- tonplatte oder dergleichen Ausbauplatte sein.
Die Lochsägenanordnung umfasst die in Fig. 1 dargestellte Vertikalloch- säge 10 und die in Fig. 5 dargestellte Horizontallochsäge 40. Es ist möglich, eine
Mehrzahl solcher Vertikallochsägen 10 bzw. Horizontallochsägen 40 vorzusehen. Sowohl die Vertikallochsägen als auch die Horizontallochsägen sind dazu ausgebil- det, über wenigstens eine Bohrmaschinenaufnahme 30 mit einer Bohrmaschine verbunden zu werden. Die Bohrmaschinenaufnahme ist bei dieser Ausführungs- form mit einer Schnellwechselkupplung versehen, in die die Horizontallochsäge 40 bzw. die Vertikallochsäge 10 eingesteckt oder dergleichen befestigt werden können. Es ist möglich, die Bohrmaschinenaufnahme auch als Bohrfutter oder dergleichen Aufnahme vorzusehen.
Bei dieser Ausführungsform weisen die Vertikallochsäge 10 und die Ho- rizontallochsäge 40 optional ein Kupplungselement 31 auf, mit dem sie mit der Bohrmaschinenaufnahme 30 insbesondere werkzeuglos verbindbar sind. Dieses Kupplungselement ist vorzugsweise mit einem Kupplungsgegenelement an der Bohrmaschinenaufnahme 30 verbindbar. Hier sind beispielsweise Zapfenaufnah- meanordnungen, Klemmanordnungen, Schraubanordnungen oder dergleichen Sys- teme anwendbar.
Nach dem Verbinden der Vertikallochsäge 10 bzw. der Horizontallochsä- ge 40 sind die jeweiligen Sägen um die in den Fig. 1 und 4 dargestellten Rotations- achsen Ax rotierbar. Die Rotationsachsen Ax sind hier koaxial zur Achse der Bohrmaschinenaufnahme 30 ausgebildet.
Erfindungsgemäß umfasst die Vertikallochsäge 10 wenigstens zwei koa- xial angeordnete und wenigstens abschnittsweise zylindrische Vertikalsägekörper 12, 14. Diese Vertikalsägekörper sind hier koaxial zur Rotationsachse Ax ausgebil- det. Die Vertikalsägekôrper 12, 14 umfassen jeweils an einem freien Ende 13, 15 eine Sägezahnung 16 oder ein dergleichen Sägemittel.
Die Vertikalsägekôrper 12, 14 sind hier als ein erster Vertikalsägekôrper 12 mit einem ersten Durchmesser D1 und einem bezüglich seines freien Endes 13 in Axialrichtung Rax zurückgesetzten zweiten Vertikalsägekôrper 14 mit einem größeren zweiten Durchmesser D2 ausgebildet. Die Vertikalsägekôrper 12, 14 sind mit der Bohrmaschinenaufnahme 30 derart verbindbar, dass sie durch eine ange- schlossene Bohrmaschine rotierbar sind, sodass mit dem ersten Vertikalsägekôrper 12 ein Loch 2 in die Platte 6 eingesägt werden kann, um mit dem zweiten Vertikal- sagekorper 14 eine koaxial zu diesem Loch 12, aber weiter aullenliegende, optional vertikale Sägenut 32 mit einer Tiefe Te < Tr in die Platte 3 eingebracht werden kann. Dieser Zustand ist exemplarisch in Fig. 3 und im Detail in Fig. 12 darge- stellt.
Wie u.a. in Fig. 1 dargestellt, ist zwischen dem ersten Vertikalsägekör- per 12 und dem zweiten Vertikalsägekörper 14 ein Freiraum 17 gebildet, der durch einen Bodenanschlag 19 abgeschlossen ist. Dieser Bodenanschlag 19 dient zum Festlegen eines Höhenniveaus bzw. einer Eindringtiefe für den zweiten Vertikal- sägekörper 14 und der Begrenzung der Tiefe der Sägenut 32. Es ist denkbar, hier entsprechende Distanzelemente einzusetzen, insbesondere Distanzelemente mit einer vorgegebener Dicke, um eine Anpassung der Eindringtiefe des zweiten Verti- kalsägekôrpers bzw. der Tiefe der Sägenut 32 in Abhängigkeit dieser Dicke vorzu- nehmen. Durch unterschiedlich Dicke Distanzelemente kann eine unterschiedliche Eindringtiefe vorgegeben werden und so beispielsweise unterschiedlich Dicken Ab- deckrahmen Rechnung getragen werden. Diese Distanzelemente sind optional lös- bar am Bodenanschlag 19 anordbar. Es ist denkbar, Befestigungsmittel am Boden- anschlag bzw. der Bodenplatte 21 vorzusehen, um die genannten Distanzelemente am Bodenanschlag 19 bzw. der Bodenplatte 21 zu befestigen.
Der Bodenanschlag kann, wie bei dieser Ausführungsform, optional durch eine Bodenplatte 21 gebildet werden, die weiter optional der Aufnahme und Fixierung der Vertikalsägekörper 12, 14 dient. Die Bodenplatte kann eine Auf- nahmeeinrichtung 23 umfassen, die der Aufnahme einer Welle 25 dient, und insbe- sondere eines Bohrers 27 (siehe Fig. 1). Die Welle 25 kann das Kupplungselement 31 umfassen und/oder eine Bohrmaschinenaufnahme 30. Sie kann auch der Auf- nahme der Vertikallochsäge 10 bzw. der Horizontallochsäge 40 in der Bohrmaschi- nenaufnahme 30, beispielsweise einem Bohrfutter, dienen. Es ist denkbar, die Wel- le 25 derart auszubilden, dass die Vertikallochsäge von dieser Welle 25 entfernt werden kann und die Horizontallochsäge auf diese Welle aufgeschoben, und insbe- sondere aufgesteckt, und dort fixiert werden kann, und umgekehrt.
Wie in Fig. 1 dargestellt, umfasst die Vertikallochsäge 10 die zwei Verti- kalsägekörper 12, 14 mit unterschiedlichen Radien Dz und D1. In Kombination mit den unterschiedlichen Höhenniveaus der Sägezahnung 16 ergibt sich so eine Ver- tikallochsäge, bei der beim Anlegen der rotierenden Sägezahnungen 16 an die Plat- te 6 zuerst ein Loch 2 (siehe Fig. 8 bis 11) gebohrt wird, gefolgt von einer Sägenut 32, die das Loch 2 umläuft. Das Loch 2 und die Sägenut 32 weisen ein gemeinsa-
mes Zentrum auf.
Die Fig. 5 bis 12 zeigen eine mögliche Ausführungsform der Horizontal- lochsäge 40, wie sie bei der erfindungsgemäßen Lochsägenanordnung 1 ihre An- wendung finden kann. Die Horizontallochsäge ist ebenfalls, wie bereits erwähnt, über wenigstens eine Bohrmaschinenaufnahme 30 mit der Bohrmaschine verbind- bar. Sie umfasst wenigstens ein Kreissägeblatt 42, an dem eine Sägezahnung 43 vorgesehen ist. Mittels der Bohrmaschine kann dieses Kreissägeblatt 42 um eine Rotationsachse Ax rotiert werden. Diese Rotationsachse Ax ist optional dieselbe Rotationsachse, um die auch die Vertikallochsäge 10 rotierbar ist, wenn sie mit der Bohrmaschine verbunden ist. Hinsichtlich der Aufnahme an der Bohrmaschine der Ausführung der Bohrmaschinenaufnahme 30 und der Ausbildung einer Welle 25 wird auf Vorhergesagtes verwiesen. Es ist identisch auf die Horizontallochsäge 40 übertragbar. Die Horizontallochsäge 40 bzw. das Kreissägeblatt 42 sind derart mit wenigstens einer definierten Tiefe in das Loch 2 einführbar und dort bewegbar, dass in die das Loch 2 umgebende Mantelfläche 3 ein optional horizontaler Schnitt 34 derart ein- bringbar ist, dass ein durch diesen optional horizontalen Schnitt 34 und die optio- nal vertikale Sägenut 32 gebildeter Plattenring 36 (siehe insbesondere Fig. 12) zur Bildung der Ringaufnahme 4 (siehe insbesondere Fig. 11) von der Platte 6 entfernt werden kann. Dazu weist die Horizontallochsäge 40 optional wenigstens eine Gleitplatte 44 auf, die auf die Oberseite 5 der zu sägenden Platte 6 aufgesetzt (sieh Fig. 12), ein zur Oberseite 5 der Platte 6 optional paralleles Verschieben der Horizontallochsäge 40 erlaubt. Bei dieser Ausführungsform ist die Gleitplatte optional in einer Ebene orthogonal zur Rotationsachse Ax des Kreissägeblattes 42 verlaufend ausgebildet, sodass ein paralleles Verschieben der Horizontallochsäge 40 zum Kreissägeblatt möglich ist. Ist die Gleitplatte derart ausgebildet, dass sie orthogonal zur Rotati- onsachse Ax verläuft, lässt sich ein horizontaler Schnitt in die Mantelfläche 3 bzw. Platte 6 einbringen, wie dies in den Fig. 11 und 12 dargestellt ist. Hierauf wird im Detail noch weiter eingegangen.
Die Gleitplatte 44 weist wenigstens einen aus der Gleitplatte 44 in Rich- tung der zu sägenden Platte 6 hervorstehenden, optional lösbar angeordneten Gleitaufsatz 46 auf. Der Gleitaufsatz steht optional aus der Unterseite 47 der
Gleitplatte hervor. Dieser Gleitaufsatz 46 ist bei dieser Ausführungsform optional in einem Randbereich 48 der Gleitplatte angeordnet. Weiter optional ist er als Gleitring 46 ausgebildet und insbesondere als ein Gleitring, der als Vollring die Gleitplatte 44 umläuft. Bei dieser Ausführungsform ist der Gleitaufsatz 46 mehr- teilig ausgebildet. Darüber hinaus ist er lösbar an der Gleitplatte 44 befestigt. Es ist auch denkbar den Gleitaufsatz nur abschnittsweise an der Gleitplatte anzuord- nen. Vorzugsweise weist er ein Material auf, das auf der Platte abbriebsfrei ent- lang gleiten kann bzw. ein Material bei dem der Abrieb so gering oder nicht sicht- bar ist oder die Platte nicht beschädigend ausgebildet ist.
Durch unterschiedlich dicke Gleitaufsätze 46 kann unter anderem und optional der Abstand a zwischen der Gleitebene der Gleitplatte 44 und der Ebene des Kreissägeblattes 42 in unterschiedlichen Positionen eingestellt werden. Dieser Abstand a ist in Fig. 9 dargestellt. Er stellt die Tiefe der angrenzenden Ringauf- nahme 4 in der Platte 6 dar, wie dies in Fig. 12 dargestellt ist. Der Abstand a (er entspricht hier der Eindringtief T2 des zweiten Vertikalsägekörpers bzw. der teife der Sägenut) ist bei dieser Ausführungsform der Abstand zwischen dem Bereich des Gleitaufsatzes, der auf der Platte aufliegt, und dem Horizontalschnitt, der durch das Kreissägeblatt in die Mantelfläche 3 des Loches 2 eingeführt wird. Das Ergebnis ist eine Ringaufnahme 4 mit einer Tiefe t (siehe Fig. 10 und 11).
Die Breite d der Ringaufnahme 4 (siehe ebenfalls Fig. 10 und 11) wird durch das Zusammenspiel des Kreissägeblattes 42 und wenigstens ein Anlaufele- ment 50, und insbesondere einen Anlaufring 50, gebildet, wie dies im Folgenden beschrieben wird. Optional umfasst nämlich die Horizontallochsäge wenigstens ein Anlaufelement 50, insbesondere einen Anlaufring 50 mit einem Durchmesser Dar, das/der zur Definition der Einschnitttiefe des optional horizontalen Schnittes 34 in der Mantelfläche 3 des Loches 2 an der Mantelfläche entlang führbar ist. Dieses Anlaufelement 50 wirkt als Kopierring und definiert über seinen Radius die Ein- schnitttiefe des Kreissägeblattes 42. Über eine Adaption des Durchmessers bzw. eine Wahl unterschiedlicher Anlaufelemente kann so die Einschnitttiefe verändert werden. Darüber hinaus und/oder alternativ kann natürlich die Einschnitttiefe auch über die Wahl unterschiedlicher Kreissägeblätter, und insbesondere Kreissä- geblätter mit unterschiedlichen Radien, verändert werden. Die Einschnitttiefe des horizontaler Schnitts 34 kann optional durch die halbe Differenz zwischen dem
Durchmesser Dx des Kreissägeblattes und dem Durchmesser Dar des Anlaufringes bestimmt werden.
Wie insbesondere in Fig. 5 im Detail dargestellt, umfasst optional die Gleitplatte wenigstens ein, optional relativ zur Bohrmaschinenaufnahme 30 und/oder zum Kreissägeblatt 42 drehbar gelagertes Handstück 46. Dieses Hand- stück 46 erstreckt sich optional von der Oberseite 45 der Gleitplatte 45 aus gese- hen in Richtung der Bohrmaschinenaufnahme 30. Optional ist das Handstück rela- tiv zum Kreissägeblatt und insbesondere zusammen mit der Gleitplatte 44 drehbar gelagert. Auf diese Weise kann das Handstück von einem Benutzer gefasst werden, während sich das Kreissägeblatt 42 dreht. Optional ist es auch möglich, das Hand- stück 46 relativ zur Gleitplatte 44 drehbar zu lagern, sodass eine freie Drehbewe- gung zwischen Gleitplatte 44 und Handstück 46 gewährleistet ist.
Optional ist das Anlaufelement 50 frei relativ zum Kreissägeblatt 42 und/oder relativ zur Gleitplatte 44 und/oder relativ zum Handstück 46 drehbar gelagert.
Wie insbesondere in den Fig. 10 dargestellt, weist die Gleitplatte 44 opti- onal einen Durchmesser Der auf, der größer ist als der Durchmesser Di des ersten Vertikalsägekörpers. Optional ist sein Durchmesser auch größer als der Durch- messer Dz des zweiten Vertikalsägekörpers 14 und weiter optional mindestens doppelt so groß wie der Durchmesser Dz des zweiten Vertikalsägekörpers 14. Der Durchmesser Dz entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser der das Loch um- gebenden Sägenut. Insbesondere bei letzterer Konfiguration ist sichergestellt, dass die Gleitplatte mit seinen optional vorhandenen Gleitaufsätzen immer voll auf der Platte aufliegt und das Loch 2 umgibt. Insofern kommt es nicht zu einer Beein- trächtigung des Anliegens an der Platte durch die Kanten der Sägenut im Bereich der Platte.
Wie in Fig. 9 — 11 dargestellt ist die Gleitplatte optional transluzent.
Bezugszeichen 1 Lochsägenanordnung 2 Loch 3 Mantelfläche
4 Ringaufnahme 5 Oberseite 6 Platte Vertikallochsäge
10 12 erster Vertikalsägekôrper 13 freies Ende 14 zweiter Vertikalsägekôrper freies Ende 16 Sägezahnung
15 17 Freiraum 19 Bodenanschlag Distanzelement 21 Bodenplatte 23 Aufnahmering
20 25 Welle 27 Bohrer 30 Bohrmaschinenaufnahme 31 Kupplungselement 32 Sägenut
34 horizontaler Schnitt 36 Plattenring 40 Horizontallochsäge 42 Kreissägeblatt 43 Sägezahnung
44 Gleitplatte 45 Oberseite Gleitplatte 46 Gleitaufsatz 47 Unterseite Gleitplatte
48 Randbereich 50 Anlaufelement t Tiefe d Dicke a Abstand
Rax Richtung Ax Rotationsachse Dap Radius Di Radius
D: Radius Dx Radius
Claims (13)
1. Lochsägenanordnung für eine Bohrmaschine zum Sägen eines Loches (2) mit angrenzender Ringaufnahme (4) in eine Platte (6) mit einer Plattendicke Tp, beispielsweise eine Gipskartonplatte, die Anordnung umfassend: wenigstens eine Vertikallochsäge (10), umfassend wenigstens zwei coaxial an- geordnete und wenigstens abschnittsweise zylindrische Vertikalsägekörper (12, 14), die jeweils an einem freien Ende (13, 15) eine Sägezahnung (16) oder ein dergleichen Sägemittel aufweisen, nämlich einen ersten Vertikal- sägekörper (12) mit einem ersten Durchmesser D1 und einen, bezüglich seines freien Endes (13) in Axialrichtung Rax zurückgesetzten zweiten Ver- tikalsägekörper (14) mit einem größeren zweiten Durchmesser Da, die zu- sammen mittels wenigstens einer Bohrmaschinenaufnahme (30) mit der Bormaschine verbindbar und rotierbar sind, so dass mit dem ersten Verti- kalsägekörper (12) das Loch (2) in die Platte (6) eingesägt werden kann, und mit dem zweiten Vertikalsägekörper (14) eine coaxial zu diesem Loch (2) aber weiter außenliegende optional vertikale Sägenut (32) mit einer Tie- fe Te < Tr in die Platte (6) eingebracht werden kann, und wenigstens eine Horizontallochsäge (40), die über wenigstens eine Bohrmaschi- nenaufnahme (30) ebenfalls mit der Bohrmaschine verbindbar ist, umfas- send wenigstens ein Kreissägeblatt (42) mit einer Sägezahnung (43), das mittels der Bohrmaschine um eine Rotationsachse Ax rotierbar, derart mit wenigstens einer definierten Tiefe in das Loch (2) einführbar und dort be- wegbar ist, dass in die das Loch (2) umgebende Mantelfläche (3) ein optio- nal horizontaler Schnitt (34), derart einbringbar ist, dass ein durch diesen optional horizontalen Schnitt (34) und die optional vertikale Sägenut (32) gebildeter Plattenring (36) zur Bildung der Ringaufnahme (4) von der Plat- te (6) entfernt werden kann.
2. Lochsägenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet ,dass die Bohrmaschinenaufnahme (3) derart ausgebildet ist, dass sie wechselweise eine, insbesondere werkzeuglos Aufnahme der Vertikallochsäge (10) und der Horizontallochsäge (40) erlaubt.
3. Lochsägenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet ,dass die Horizontallochsäge (40) wenigstens eine Gleitplatte (44) aufweist, die, auf die Oberseite (5) der zu sägenden Platte (6) aufgesetzt ein, zur Oberseite (5) der Platte (6) optional paralleles Verschieben der Horizontallochsäge (40) erlaubt.
4. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet ,dass die Gleitplatte (44) in einer Ebene orthogonal zur Rotationsachse Ax des Kreis- sägeblattes (42) verläuft.
5. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet ,dass die Gleitplatte (44) relativ zur Bohrmaschinenaufnahme (30) und/oder zum Kreissägeblatt (42) drehbar gelagert ist.
6. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche 3 - 5, dadurch gekennzeichnet ,dass die Gleitplatte (44) wenigstens ein, optional relativ zur Bohrmaschinenauf- nahme (30) und/oder zum Kreissägeblatt (42) drehbar gelagertes Handstück (46) aufweist, dass sich, von Oberseite (45) der Gleitplatte (44) aus gesehen, in Richtung Bohrmaschinenaufnahme erstreckt.
7. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche 3 - 6, dadurch gekennzeichnet ,dass die Gleitplatte (44) einen Durchmesser Der aufweist, der größer ist als der Durchmesser D1 des ersten Vertikalsägekörpers, optional größer als der Durchmesser D2 des zweiten Vertikalsägekörpers (14), und weiter optional mindestens doppelt so groß ist wie der Durchmesser D2 des zweiten Vertikalsä- gekörpers (14).
8. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche 3 - 7, dadurch gekennzeichnet ,dass die Gleitplatte (44) wenigstens einen aus der Gleitplatte (44) in Richtung der zu sägenden Platte (6) hervorstehenden, optional lösbar angeordneten Gleitauf- satz (46) und weiter optional einen im Randbereich (48) der Gleitplatte (44) an- geordneten Gleitring (46) aufweist.
9. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche 3 - 8, dadurch gekennzeichnet ,dass die Gleitplatte (44) wenigstens abschnittsweise transluzent ausgebildet ist.
10. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche 3 - 9, dadurch gekennzeichnet ,dass der Abstand a zwischen der Gleitebene der Gleitplatte (44) und der Ebene des Kreissägeblattes (42) in wenigstens zwei unterschiedlichen Positionen einstell- bar ist.
11. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche 3 - 10, dadurch gekennzeichnet ,dass die Gleitplatte (44) ein Ansatzmittel für eine Absaugung aufweist.
12. Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet ,dass die Horizontallochsäge (40) wenigstens ein Anlaufelement (50), insbesondere einen Anlaufring (50) mit einem Durchmesser Dar aufweist, das/der zur Defini- tion der Einschnitttiefe des optional horizontalen Schnittes (34) in der Mantel- fläche (3) des Loches (2) an der Mantelfläche (3) entlangführbar ist.
13. Horizontallochsäge für eine Lochsägenanordnung nach einem der vorhergehen- den Ansprüche, die über eine Bohrmaschinenaufnahme (30) mit einer Bohrma- schine verbindbar ist, umfassend wenigstens ein Kreissägeblatt (34) mit einer Sägezahnung (43), das mittels der Bohrmaschine um eine Rotationsachse AK rotierbar, derart in wenigstens einer definierten Tiefe in ein Loch (2) in der Platte (6) einführbar und dort bewegbar ist, dass in die, das Loch (2) umgeben- de Mantelfläche (3) ein optional horizontaler Schnitt (34), derart einbringbar ist, dass ein durch diesen optional horizontalen Schnitt und eine durch die Ver- tikallochsäge (10) der Lochsägenanordnung eingebrachte optional vertikale Sä-
genut (32) gebildeter Plattenring (36) zur Bildung der Ringaufnahme von der Platte (6) entfernt werden kann.
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