LU103355B1 - Radialkolbenverdichter, sowie Verfahren zur Montage eines Radialkolbenverdichters - Google Patents

Radialkolbenverdichter, sowie Verfahren zur Montage eines Radialkolbenverdichters

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LU103355B1
LU103355B1 LU103355A LU103355A LU103355B1 LU 103355 B1 LU103355 B1 LU 103355B1 LU 103355 A LU103355 A LU 103355A LU 103355 A LU103355 A LU 103355A LU 103355 B1 LU103355 B1 LU 103355B1
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LU
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bearing
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cylinder housing
wzg
piston
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Ulf Müller
Sebastian Krause
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Thyssenkrupp Ag
Thyssenkrupp Dynamic Components Gmbh
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft Radialkolbenverdichter, umfassend eine Verdichtereinheit (1) und eine Antriebseinrichtung (2) zum Antrieb der Verdichtereinheit, wobei die Verdichtereinheit (1) mindestens eine, vorzugsweise eine Mehrzahl von Kolben-Arbeitsraum-Baugruppen (13) umfasst, die radial um eine Exzenterwelle (11, 12) angeordnet sind, wobei jede Kolben-Arbeitsraum- Baugruppe (13) einen Arbeitsraum (131) mit einem darin verschiebbar aufgenommenen Kolben (132) umfasst, wobei der Kolben (132) durch die Exzenterwelle (11, 12) angetrieben wird, wobei die Exzenterwelle (11, 12) durch mindestens ein Lager (3, 5) in einem Zylindergehäuse (16) drehbar gelagert ist, wobei das mindestens eine Lager (3, 5) in einem Lagersitz (31, 41, 51) aufgenommen ist, wobei das Zylindergehäuse (16) mindestens eine Werkzeugaufnahme (WA1, WA2) zur lösbaren Anbringung eines Werkzeuges (WZG I, WZG III) zur Kraftübertragung umfasst. Die Erfindung umfasst ferner ein Verfahren zur Montage mindestens eines Lagers (3, 5) in einem Radialkolbenverdichter zur Herstellung eines Radialkolbenverdichters.

Description

230051P00LU 1 LU103355
Radialkolbenverdichter, sowie Verfahren zur Montage eines Radialkolbenverdichters
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Radialkolbenverdichter gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Ein Radialkolbenverdichter ist ein Element der Fluidtechnik. Bei diesem Radialkolbenverdichter ist mindestens eine Kolben-Arbeitsraum-Baugruppe im Gegensatz zu einem Axialkolbenverdichter radial und senkrecht zur Antriebswelle angeordnet. Ein Radialkolbenverdichter kann auch als
Verdichter nach dem Radialkolbenprinzip angesprochen werden.
Die Förder- bzw. Hubbewegung des Kolbens wird zumeist durch einen Exzenter hervorgerufen.
Insofern kann die Antriebswelle mit dem Exzenter auch als Exzenterwelle angesprochen werden.
In der Regel umfasst der Radialkolbenverdichter mehrere Kolben-Arbeitsraum-Baugruppen, die sich sternförmig und radial von der Exzenterwelle erstrecken.
Eine Kolben-Arbeitsraum-Baugruppe umfasst im Wesentlichen einen Arbeitsraum, auch Zylinder oder Zylinderbohrung genannt, und einen Kolben, der in dem Arbeitsraum auf und ab bewegt wird.
Der Kolben weist eine mittige geometrische Kolbenachse auf, die mit der Verschieberichtung des
Kolbens übereinstimmt. Bei einem Radialkolbenverdichter mit einer Exzenterwelle umfasst der
Kolben auf seiner der Exzenterwelle zugewandten Seite eine Kontaktfläche, auf welche die
Exzenterscheibe während der Drehung der Exzenterwelle auftrifft bzw. anliegt. Die Exzenterwelle weist eine Drehachse auf, um welche die Exzenterwelle gedreht wird. Mit dem Auftreffen des
Exzenters auf die Kontaktfläche kommt es zu einer Kolbenaufwärtsbewegung und zur Verdichtung eines in dem Arbeitsraum befindlichen Mediums.
Radialkolbenverdichter finden beispielsweise zur Verdichtung von Kühlmittel in Klimaanlagen von
Kraftfahrzeugen, insbesondere auch in elektrisch angetriebenen Kraftfahrzeugen, Verwendung.
Als zu verdichtendes Medium kommt beispielsweise ein Kühlmittel wie CO2 in Frage. Aber auch andere Medien bzw. Kühlmittel sind denkbar.
Ein Radialkolbenverdichter der vorgenannten Art ist beispielsweise aus der DE 10 2020 211 680
A1 bekannt geworden. Hier werden beispielsweise zwei Lager zur Lagerung der Exzenterwelle in dem Gehäuse verwendet. Aus der Patentanmeldung DE 10 2022 133 723 A1 der Anmelderin ist ein Radialkolbenverdichter bekannt geworden, dessen Exzenterwelle mit drei Lagern im Gehäuse
230051P00LU 2 LU103355 gelagert ist. Die Lager sind vorzugsweise in Lagersitzen aufgenommen, die zusammen mit dem
Lageraußenring eine Presspassung bilden.
Ein wesentlicher Aspekt der Fertigung derartiger Radialkolbenverdichter ist daher die Montage der
Lager für die Exzenterwelle innerhalb des Gehäuses.
In der Regel werden die Lager mittels Pressverbindung; mit dem Lageraußenring in eine Lagersitz im Gehäuse eingepresst. Die Pressverbindung des Lagers soll für alle Toleranzlagen halten (umlaufende Belastung). Beispielsweise IT 7 bedeutet etwa 6-8KN Einpresskraft. IT7 beschreibt die Größe der Toleranz für ein Maß nach ISO-Toleranzsystem. Das System ist eine Matrix aus verschiedenen Maßbereichen und Toleranzbereichen bzw. -klassen. Die Toleranzklassen gehen von IT1 bis IT18. Für Serienteile im allgemeinen Maschinenbau ist für Passungen die Klasse IT7 bis IT8 mit vertretbarem Aufwand herstellbar, in Ausnahmefällen IT6.
Ferner besteht beim Einpressen des Lagers in den Lagersitz die Gefahr einer Beschädigung bzw.
Deformation der Zylinderbohrung bzw. der bereits montierten Mechanik.
Hier setzt die vorliegende Erfindung an und macht es sich zur Aufgabe einen verbesserten
Radialkolbenverdichter vorzuschlagen, insbesondere einen Radialkolbenverdichter vorzuschlagen, mit dem die oben skizzierten Probleme überwunden, zumindest aber gemindert werden können.
Insbesondere soll ein Radialkolbenverdichter vorgeschlagen werden, welcher die Möglichkeit einer verbesserten Montage eröffnet, insbesondere hinsichtlich der Vermeidung von Beschädigungen beim Einsetzen der Lager in das Gehäuse, insbesondere in den Lagersitz. Insbesondere soll ein
Radialkolbenverdichter vorgeschlagen werden, welcher die Möglichkeit eröffnet, dass beim Fügen der Lager möglichst keine Kräfte auf Zylinderbohrung bzw. gefügte Kolben oder Kolbenmechanik wirken.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Radialkolbenverdichter mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch, dass das Zylindergehäuse mindestens eine Werkzeugaufnahme zur lösbaren Anbringung eines Werkzeuges zur
Kraftübertragung umfasst, wird eine geeignete Anschlussstelle am Zylindergehäuse geschaffen, an welches ein korrespondierendes Werkzeug andocken kann, um eine geeignete Fixierung des
Zylindergehäuses zu Montagezwecken der Lager, insbesondere zur Abstützung bzw. Abführung der bei der Lagermontage auftretenden Kräfte, bereitstellen zu können. Insbesondere ist
230051P00LU 3 LU103355 vorgesehen, dass die Werkzeugaufnahme zur Aufnahme und/oder zum Ableiten einer
Montagekraft und/oder Einleiten einer Gegenkraft eingerichtet ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der vorgeschlagenen Erfindung ergeben sich insbesondere aus den Merkmalen der Unteranspriiche. Die Gegenstande bzw. Merkmale der verschiedenen
Ansprüche können grundsätzlich beliebig miteinander kombiniert werden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Exzenterwelle mit einem weiteren Lager in einem Lagersitz in dem Zylindergehäuse gelagert ist, wobei das
Zylindergehäuse eine weitere Werkzeugaufnahme umfasst. Es kann entsprechend vorgesehen sein, Jedem zu montierenden Lager eine Werkzeugaufnahme zuzuordnen, welche hinsichtlich ihres zu erwartenden Kraftabflusses bzw. Kraftzuflusses optimal auf die Montage des jeweiligen Lagers ausgestaltet und angeordnet ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Lager einen Außenring umfasst, mit dem das Lager in dem Lagersitz mittels Presssitz aufgenommen ist.
Vorzugsweise sind die in dem Radialkolbenverdichter verwenden Lager als Rollenlager ausgestaltet, so dass deren Außenring in dem jeweiligen Lagersitz aufgenommen ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
Werkzeugaufnahme als Ringnut, Aussparung, Kante, Vorsprung oder als zum Werkzeug korresponierendes „Negativ“ ausgestaltet ist, insbesondere umlaufend, durchgehend oder segmentiert bzw. unterbrochen. Die vorgenannten Ausführungsformen der Werkzeugaufnahme eignen sich besonders gut, eine geeignete Anschlussstelle am Zylindergehäuse zu schaffen, an welche ein korrespondierendes Werkzeug andocken kann, um eine geeignete Fixierung des
Zylindergehäuses zu Montagezwecken der Lager, insbesondere zur Abstützung bzw. Abführung der bei der Lagermontage auftretenden Kräfte, bereitstellen zu können. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Werkzeugaufnahme zur Aufnahme und/oder zum Ableiten der Montagekraft und/oder Einleiten der Gegenkraft eingerichtet ist.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt ferner darin, ein vorteilhaftes Verfahren zur
Montage mindestens eines Lagers in einem Radialkolbenverdichter zur Herstellung eines
Radialkolbenverdichters aufzuzeigen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß Anspruch 6 gelöst:
230051P00LU 4 LU103355 al) Einbringen eines ersten Werkzeugs in die mindestens eine Werkzeugaufnahme des
Zylindergehäuses; a2) Aufbringen eines Lagers auf die Exzenterwelle außerhalb des Zylindergehäuses und
Positionieren des Lagers vor den zugeordneten Lagersitz in dem Zylindergehäuse; a3) Aufbringen einer Fügekraft durch ein zweites Werkzeug auf das Lager zum
Einschieben in den Lagersitz a4) Aufbringen einer der Fügekraft entgegenwirkenden Gegenkraft über das erste
Werkzeug in die Werkzeugaufnahme; ab) Einschieben des Lagers in den zugeordneten Lagersitz.
Es wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem die geeignete Anschlussstelle am Zylindergehäuse genutzt wird, um ein korrespondierendes Werkzeug anzudocken, um wiederum eine geeignete
Fixierung des Zylindergehäuses zu Montagezwecken eines Lagers, insbesondere zur Abstützung bzw. Abführung der bei der Lagermontage auftretenden Kräfte, bereitstellen zu können. Die Gefahr einer unbeabsichtigten Beschädigung bzw. Deformation des Zylindergehäuses, insbesondere der
Zylinderbohrung bzw. der bereits montierten Mechanik, kann beim Einpressen des Lagers in den
Lagersitz vermieden zumindest aber gemindert werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der vorgeschlagenen Erfindung ergeben sich insbesondere aus den Merkmalen der Unteransprüche. Die Gegenstände bzw. Merkmale der verschiedenen
Ansprüche können grundsätzlich beliebig miteinander kombiniert werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Lager, insbesondere die Baugruppe aus Lager, ins diesem Falls das ND-Lager, und
Exzenterwelle durch das zweite Werkzeug vor den zugeordneten Lagersitz positioniert wird.
Entsprechend kann dem zweiten Werkzeug eine Doppelfunktion zukommen, zum Aufbringen einer
Fügekraft einerseits und als Positioniermittel andererseits.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des vorgeschlagenen Verfahrens zur Montage eines weiteren Lagers in einem Radialkolbenverdichter zur Herstellung eines Radialkolbenverdichters mit einem weiteren Lager können folgende Verfahrensschritte vorgesehen sein: bl) Einbringen eines dritten Werkzeugs in eine weitere Werkzeugaufnahme des
Zylindergehäuses;
230051P00LU
LU103355 b2) Positionieren eines weiteren Lagers vor den zugeordneten weiteren Lagersitz in dem
Zylindergehäuse; b3) Aufbringen einer Fügekraft durch ein viertes Werkzeug auf das Lager zum
Einschieben in den Lagersitz; b4) Aufbringen einer der Fügekraft entgegenwirkenden Gegenkraft über das dritte
Werkzeug in die weitere Werkzeugaufnahme; b5) Einschieben des Lagers in den zugeordneten Lagersitz.
Letztendlich wird ein weiteres Lager, in dem vorliegenden Fall das HD-Lager, durch das erfindungsgemäße Verfahren gefügt, wobei hier keine Baugruppe aus Lager und Exzenterwelle, sondern lediglich ein separates Lager gefügt wurde.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Lager durch das zweite Werkzeug vor den zugeordneten Lagersitz positioniert wird.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann vorgesehen sein, dass vor der Montage des mindestens einen Lagers, die Kolben, Exzenterlager,
Kolbenführungsring und/oder Übertragungselement montiert ist. Entsprechend können die vorgenannten Komponenten und auch weitere Komponenten bereits vorinstalliert werden und danach das oder die Lager montiert werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann vorgesehen sein, dass während der Montage des mindestens einen Lagers mindestens ein weiteres Werkzeug, insbesondere ein fünftes Werkzeug und/oder ein sechstes Werkzeug, zur radialen und/oder axialen
Halterung des Zylindergehäuses mit dem Zylindergehäuse in Kontakt gebracht wird. Die vorgenannten Werkzeuge können unterstützend, während der Montage des bzw. der Lager, das
Zylindergehäuse weiter stabilisieren.
230051P00LU 6 LU103355
Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
Fig. 1 ein Radialkolbenverdichter gemäß dem Stand der Technik (mit zwei Lagern für die
Exzenterwelle) in einem Längsschnitt;
Fig. 2 ein Radialkolbenverdichter gemäß dem Stand der Technik (mit zwei Lagern für die
Exzenterwelle) in einem Querschnitt (durch die Kolbenachsen);
Fig. 3 ein Radialkolbenverdichter gemäß dem Stand der Technik (mit drei Lagern fir die
Exzentrerwelle) in einer geschnittenen Seitenansicht;
Fig. 4 eine Montage eines Lagers in einem Zylindergehäuse gemäß dem Stand der
Technik (Beginn);
Fig. 5 eine Montage eines Lagers in einem Zylindergehäuse gemäß dem Stand der
Technik (Ende);
Fig. 6 eine Exzenterwelle mit Rotor und Lager in einer geschnittenen Darstellung;
Fig. 7 ein Zylindergehäuse eines erfindungsgemäBen Radialkolbenverdichters in einer perspektivischen Darstellung;
Fig. 8 ein Detail einer Ausführungsform des Zylindergehduses mit einer
Werkzeugaufnahme;
Fig. 9 ein Zylindergehäuse eines erfindungsgemäBen Radialkolbenverdichters in einer perspektivischen Darstellung;
Fig. 10 ein Detail einer Ausführungsform des Zylindergehduses mit zwei
Werkzeugaufnahmen;
230051P00LU 7 LU103355
Fig. 11 ein Detail einer Ausführungsform des Zylindergehäuses mit einer
Werkzeugaufnahme und eingesetztem Kolben, Exzenterlager,
Übertragungselement und Zylinderkopf;
Fig. 12 ein Detail einer Ausführungsform des Zylindergehäuses mit zwei
Werkzeugaufnahmen und eingesetztem Kolben, Exzenterlager,
Übertragungselement und Zylinderkopf;
Fig. 13-13b Montageschritte für ein Verfahren zur Montage mindestens eines Lagers in einem
Radialkolbenverdichter, insbesondere einem Zylindergehäuse;
Fig. 14-14d Montageschritte für ein Verfahren zur Montage von zwei Lagern in einem
Radialkolbenverdichter, insbesondere einem Zylindergehäuse;
Fig. 15-16b zusätliche Werkzeuge bei der Montage mindestens eines Lagers in einem
Radialkolbenverdichter, insbesondere einem Zylindergehäuse.
Folgende Bezugszeichen werden in den Abbildungen verwendet:
D Drehachse
K Kolbenachse
F1 Fügekraft / Montagekraft
F2 Halte-Kraft bzw. Gegen-Kraft
K Kraftfluss
K-V Kraftfluss 1 Verdichtereinheit 2 Antriebseinrichtung 3 erstes Lager/Lager (HD-Lager) 4 zweites Lager drittes Lager/Lager (ND-Lager) 6 Hochdruckkanal 6 Teilabschnitt des Hochdruckkanals
230051P00LU 8 LU103355 11 Antriebswelle 12 Exzenterscheibe 13 Kolben-Arbeitsraum-Baugruppe 14 Kolbenführungsring
Zylinderkopf / Zylinderdeckel 16 Zylindergehäuse 17 Zylindergehäusedeckel 21 Antriebsgehäuse 22 Rotor 23 Stator 31 Lagersitz 32 LagerauBenring 41 Lagersitz 42 LagerauBenring 51 Lagersitz 52 LagerauBenring 121 Exzenterlager 131 Arbeitsraum/Zylinderbohrung 132 Kolben 133 Ubertragungselement / Schwenkelement
Wzg.1 erstes Werkzeug (Stand der Technik)
Wzg.2 zweites Werkzeug (Stand der Technik)
WZG | erstes Werkzeug
WZG II zweites Werkzeug
WZG Ill drittes Werkzeug
WZG IV viertes Werkzeug
WA1 erste Werkzeugaufnahme
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WA2 (weitere) zweite Werkzeugaufnahme
Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit einem Verfahren beschrieben sind selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann. Außerdem kann ein ggf. beschriebenes erfindungsgemäßes Verfahren mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchgeführt werden.
Die hierin verwendete Terminologie dient nur zum Zweck des Beschreibens bestimmter
Ausführungsformen und soll die Offenbarung nicht beschränken. Wie hierin verwendet, sollen die
Singularformen „ein/eine" und „der/die/das" auch die Pluralformen enthalten, sofern der Kontext dies nicht anderweitig klar erkennen lässt. Es wird zudem klar sein, dass die Ausdrücke „weist auf" und/oder „aufweisend", wenn in dieser Beschreibung verwendet, das Vorhandensein der genannten Merkmale, ganzen Zahlen, Schritte, Operationen, Elemente und/oder Bauteile spezifizieren, aber nicht das Vorhandensein oder den Zusatz von einem/einer oder mehreren anderen Merkmalen, ganzen Zahlen, Schritten, Operationen, Elementen, Bauteilen und/oder
Gruppen derselben ausschließen. Wie hierin verwendet, enthält der Ausdruck „und/oder" jedes beliebige und alle Kombinationen von einem oder mehreren der assoziierten, aufgelisteten
Elemente.
Zunächst wird auf Fig. 1 und 2 Bezug genommen.
Ein Radialkolbenverdichter umfasst im Wesentlichen eine Verdichtereinheit 1 und eine
Antriebseinrichtung 2. Der Radialkolbenverdichter umfasst ein Gehäuse, welches aus einzelnen
Gehäusekomponenten zusammengesetzt sein kann, wie beispielsweise in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel aus einem Antriebsgehäuse 21, einem Zylindergehäuse 16 und einem
Zylindergehäusedeckel 17. Denkbar sind auch andere Gehäuseaufteilungen.
Die Verdichtereinheit 1 umfasst eine Antriebswelle 11 mit einer Exzenterscheibe 12. Die
Kombination aus Antriebswelle 11 und Exzenterscheibe 12 kann auch als Exzenterwelle angesprochen werden. Die Antriebswelle 11 weist eine Drehachse D auf. Die Verdichtereinheit umfasst mindestens eine Kolben-Arbeitsraum-Baugruppe 13, vorzugsweise mehrere Kolben-
Arbeitsraum-Baugruppen 13, 13a, 13b... 13f, die radial um die Antriebswelle 11 angeordnet sind.
Es kann auch von einer sternförmigen Anordnung der Kolben-Arbeitsraum-Baugruppen 13 um die
Antriebswelle 11 gesprochen werden. Die Kolben-Arbeitsraum-Baugruppe 13 umfasst einen
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Arbeitsraum 131 mit einem verschiebbar darin angeordneten Kolben 132. Der Kolben 132 weist eine Kolbenachse K auf. Die Verschieberichtung des Kolbens 132 entspricht der Kolbenachse K.
Der Arbeitsraum 131 kann auch als Zylinder oder Zylinderraum angesprochen werden. Der
Arbeitsraum 131 ist kopfseitig mit einem Zylinderkopf 15 ausgestattet. Der Zylinderkopf kann auch als Zylinderdeckel angesprochen werden. Die Arbeitsräume 131 der Kolben-Arbeitsraum-
Baugruppen 13 können zumindest teilweise aus dem Zylindergehäuse 16 ausgebildet sein.
Die Antriebswelle 11 wiederum kann durch die Antriebseinrichtung 2, die beispielsweise als elektrische Maschine ausgestaltet sein kann, in Drehung versetzt werden. Durch die Drehung der
Antriebswelle 11 trifft die Exzenterscheibe 12 auf den Kolben 132 auf und verschiebt diesen in dem Arbeitsraum 131, wodurch das in dem Arbeitsraum befindliche Medium, beispielsweise ein
Kältemittel, verdichtet werden kann. Die Rückholbewegung des Kolbens 132 kann beispielsweise durch einen Kolbenführungsring 14, der mit dem Kolben 132 in Kontakt steht, vollzogen werden.
Auf diese Weise kann der Kolben 132 wieder in einen UT (unteren Tiefpunkt) verschoben werden, bis die Exzenterscheibe 12 wieder auf den Kolbenboden trifft. Der Kolben 132, insbesondere der
Kolbenboden, kann auch mit einem Übertragungselement 133 ausgestattet sein bzw. zwischen der Exzenterscheibe 12 und dem Kolben 132 kann ein Übertragungselement 133 angeordnet sein.
Mit dem Übertragungselement 133 wird der Hub der Exzenterscheibe 12 auf den Kolben 132 übertragen, damit dieser die Verdichtungsbewegung in Richtung eines oberen Totpunkts OT ausführen kann. Das Übertragungselement 133 kann beispielsweise aus einem anderen Material als Kolben 132 und Exzenterscheibe 12 ausgestaltet sein, insbesondere aus Kunststoff. So können beispielsweise Verschleiß reduziert oder eine gewisse Dämpfung beim Auftreffen der
Exzenterscheibe 12 erreicht werden. Die Exzenterscheibe 12 kann auch mit einem Exzenterlager 121, insbesondere einem Nadellager, ausgestattet sein.
Es ist ferner ersichtlich, dass die Exzenterwelle 11, 12 mittels Lagern, insbesondere einem ersten
Lager 3 und einem zweiten Lager 4, in dem Gehäuse drehbar gelagert ist.
Die weiteren Details und Funktionsweise eines Radialkolbenverdichters sind dem Fachmann hinreichend bekannt. Für weitere Details kann beispielsweise auf die DE 10 2020 211 680 A1 oder
DE 10 2022 133 723 A1 verwiesen werden.
Nachfolgend wird insbesondere auf Fig. 3 Bezug genommen. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen
Radialkolbenverdichter gemäß dem Stand der Technik. Die Darstellung gemäß Fig. 3 dient insbesondere zur Verdeutlichung der Lagerposition im Hinblick auf die Hochdruckseite und
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Niederdruckseite des Radialkolbenverdichters. Als Hochdruckseite wird innerhalb des
Radialkolbenverdichters derjenige Bereich des Radialkolbenverdichters verstanden, in dem das
Fluid verdichtet vorherrscht. Im Gegensatz hierzu wird als Niederdruckseite derjenige Bereich des
Radialkolbenverdichters verstanden, in dem das Fluid unverdichtet, zumindest aber mit einem geringeren Druck als im Hochdruckbereich, vorliegt.
Es ist ersichtlich, dass der dort dargestellte Radialkolbenverdichter mit einem ersten Lager 3, einem zweiten Lager 4 und einem dritten Lager 5 ausgestattet ist bzw. die Exzenterwelle 11, 12 mittels der vorgenannten Lager in dem Gehäuse gelagert ist. Die Lager sind in zugeordneten
Lagersitzen 31, 41, 51 aufgenommen, vorzugsweise eingepresst. Bei den Lagern 3, 5 handelt es sich vorzugsweise um Walzlager, insbesondere Kugellager. Die Lager umfassen ferner vorzugsweise jeweils einen Außenring 32, 42, 52, mit denen sie in den zugeordneten Lagersitzen 31, 41, 51 mittels Presssitz aufgenommen sind.
Ebenso sind Rotor 22, Stator 23, Gehäuse 16, 17, 21, Exzenterwelle 11, 12, Lager 3, 5,
Zylinderdeckel 15 bzw. Ventile, Kolben 132 bzw. Kolben-Mechanik erkennbar. Es ist ferner ein
Hochdruckkanal 6 dargestellt.
Die jeweiligen Lager können anhand ihrer Position im Hinblick auf den Hochdruckbereich (HD) oder
Niederdruckbereich (ND) angesprochen werden. So kann beispielsweise das erste Lager 3 als HD-
Lager und das dritte Lager 5 als ND-Lager angesprochen werden. Die Betrachtung ist hier insbesondere auch, auf welcher Seite des Exzenters 12 bzw. der Zylinderbohrungen 131 sich das jeweilige Lager befindet. Auf der Seite des Zylindergehäuses 16 auf dem der Hochdruckkanal 6 ausgebildet ist, kann daher bspw. als HD-Lager angesprochen werden. Folglich kann das Lager auf der Saugseite der Zylinderbohrung 131 bspw. als ND-Lager angesprochen werden.
Nachfolgend wird insbesondere auf Fig. 4 und Fig. 5 Bezug genommen. Es soll schematisch die
Abstützung der Montagekraft an der gegenüberliegenden Seite des Zylindergehäuses 16 dargestellt werden.
In der Fig. 4 ist schematisch der Beginn einer Montage gemäß dem Stand der Technik dargestellt.
Es ist ein erstes Werkzeug Wzg.1, sowie ein zweites Werkzeug Wzg.2 dargestellt. Das erste
Werkzeug Wzg.1 greift an dem Lager 5 der Exzenterwelle 11, 12 bzw. dem an der Exzenterwelle angebrachten Rotor 21 an. Die Exzenterwelle 11, 12 ist bereits mit dem Lager 5 ausgestattet. Das zweite Werkzeug Wzg.2 greift an dem Zylindergehäuse 16 an. Mittels den Pfeilen F1 ist eine
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Montagekraft dargestellt. Mittels den Pfeilen F2 ist eine Halte-Kraft bzw. Gegen-Kraft dargestellt.
Es ergibt sich eine Fügerichtung, die mittels des Pfeiles R1 angedeutet ist. Das Lager 5 sitzt an dem für das Lager 5 vorgesehenem Lagersitz 51 auf. Durch die Linien K ist ein Kraftfluss durch das Zylindergehäuse 16, insbesondere Kraft über Kolben 132 bzw. Kolbenmechanik angedeutet.
In der Fig. 5 ist schematisch das Ende einer Montage dargestellt. Es ist ersichtlich, dass das Lager in dem Lagersitz 51 aufgenommen, insbesondere eingepresst, ist.
Nachfolgend wird auf die Fig. 6 bis 16b Bezug genommen. Die Fig. 6 bis 16b betreffen die vorliegende Erfindung.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Zylindergehduse 16 mit mindestens einer
Werkzeugaufnahme WA ausgestattet ist. Vorzugsweise sind eine erste Werkzeugaufnahme WA1 und eine zweite Werkzeugaufnahme WA2 am Zylindergehduse 16 vorgesehen. Die
Werkzeugaufnahme WA1 bzw. WAZ im bzw. am Zylindergehäuse 16 ist zur Montagekraft-
Abstützung am Zylindergehause 16 eingerichtet.
Die Werkzeugaufnahme WA1 bzw. WA2 kann als Ringnut oder Aussparung ausgestaltet sein. Auch andere geometrische Formen denkbar; wie bspw. Kante/Vorsprung/Vorspringe bzw. ein entsprechendes „Negativ“, insbesondere umlaufend bzw. durchgehend oder segmentiert bzw. unterbrochen. Eine Segmentierung bietet unter anderem den Vorteil von weniger Material am
Zylindergehäuse 16 infolge der Segmentierung. Wesentlich an der Werkzeugaufnahme WA1 bzw.
WA2 ist dabei, dass diese die Montagekräfte aufnehmen bzw. an das Werkzeug oder das
Werkzeugbett weiterleiten bzw. abgeben kann. Die Werkzeugaufnahme WA1, WA2 ist entsprechend zur Aufnahme und/oder zum Ableiten einer Montagekraft und/oder Einleiten einer
Gegenkraft eingerichtet.
Bei Einleitung oder Ableitung einer Kraft über die Werkzeugaufnahme wirken keine Kräfte oder zumindest nur geringe Krafte auf die Zylinderbohrung 131. Die Gefahr einer Deformation ist weitestgehend ausgeschlossen.
Nachfolgend wird auf Fig. 6 Bezug genommen. Es ist eine Exzenterwelle 11, 12 mit Lager 5 dargestellt. Vorzugsweise wird eine derartige Exzenterwelle 11, 12 für die Montage im
Zusammenhang mit einem erfindungsgemäBen Radialkolbenverdichter bereitgestellt.
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Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Lager 5 mit der Exzenterwelle 11, 12 gefügt ist.
Vorzugsweise ist auch das Blechpaket des Rotors 22 bereits mit der Exzenterwelle 11, 12 gefügt.
Des Weiteren ist vorzugsweise das Lager 4 bereits auf der Exzenterwelle 11,12 gefügt.
Der Lageraußenring 52 weist zu der Öffnung bzw. Lagersiz 51 im Zylindergehäuse eine
Überdeckung auf, die insbesondere zur Ausbildung eines Presssitzes bzw. Längspressverbandes eingerichtet ist.
Nachfolgend wird insbesondere auf Fig. 7 Bezug genommen. Es ist das Zylindergehäuse 16 mit darin ausgebildeten Zylinderöffnungen 131 dargestellt. Der Hochdruckkanal 6 kann beispielsweise aus verschiedenen Bauteilen des Verdichters ausgebildet sein. So ist beispielsweise ein
Teilbereich 6° des Hochdruckkanals 6 im Zylindergehduse 16 ausgebildet. Hier wird somit insbesondere die Hochdruckseite des Zylindergehäuses 16 gezeigt. Die in Figur 7 abgewandt dargestellte Seite des Zylindergehäuses 16 kann somit als Niederdruckseite angesehen werden.
Nachfolgend wird auf Fig. 8 Bezug genommen. Hier ist insbesondere eine Ausführungsform eines
Zylindergehäuses 16 für einen erfindungsgemäßen Radialkolbenverdichter dargestellt.
Die Werkzeugaufnahme WA1 liegt in Fügerichtung vor der Zylinderbohrung 131 und kann axial auftretende Fügekräfte aufnehmen bzw. auf das zugeordnete Werkzeug WZG übertragen.
Hierbei weist das Zylindergehäuse 16 insbesondere Zylinderöffnungen 131 sowie den Lagersitz 51 zur Aufnahme des Lagers 5 auf. Das Lager 5, insbesondere der Außenring 52 des Lagers 5, weist Uberdeckung zum Lagersiz 51 auf. Es ist ferner eine Werkzeugaufnahme WA1 zur
Abstützung der Fügekräfte vorgesehen. Die Werkzeugaufnahme WAL ist vorzugsweise auf der
Niederdruckseite des Zylindergehäuses 16 vorgesehen.
Nachfolgend wird auf Fig. 9 und 10 Bezug genommen. Hier ist insbesondere eine weitere
Ausführungsform eines Zylindergehäuses 16 für einen erfindungsgemaBen
Radialkolbenverdichter dargestellt.
Es ist ein Lager 3 und ein Lager 5 zu fügen. Das Zylindergehäuse 16 ist wie bei der ersten
Ausführungsform mit einer ersten Werkzeugaufnahme WA1 ausgestattet. Die Werkzeugaufnahme
WAI ist vorzugsweise auf der Niederdruckseite des Zylindergehäuses 16 angeordnet. Zudem weist
230051P00LU 14 LU103355 das Zylindergehäuse 16 eine weitere Werkzeugaufnahme, insbesondere zweite
Werkzeugaufnahme WA2, auf der Hochdruckseite des Zylindergehäuses 16 auf, insbesondere zur
Abstützung der Fügekräfte des Lagers 5. Letztendlich weist das Zylindergehduse zwei
Werkzeugaufnahmen WA1 und WA2 auf, die in einem axialen Abstand voneinander angeordnet sind bzw. auf verschiedenen Seiten der Exzenterscheibe 12 bzw. den Zylinderbohrungen 131 angeordnet sind.
Nachfolgend wird auf Fig. 11 und 12 Bezug genommen. Hier ist insbesondere jeweils eine
Ausführungsform eines Zylindergehäuses 16 für einen erfindungsgemaBen
Radialkolbenverdichter dargestellt, wobei bereits Kolben 132, Zylinderdeckel 15,
Schwenksegmente 133 sowie Exzenterlager 121 montiert worden sind und wobei gemäß Fig. 11 ein Lager und gemäß Fig. 12 zwei Lager zur Lagerung der Exzenterwelle 11 in dem
Zylindergehäuse 16 zu montieren sind.
Nachfolgend wird auf die Fig. 13 bis 13b Bezug genommen. Hier ist ein Beispiel für die Montage des Lagers 5 und der Exzenterwelle 11, 12 in dem Zylindergehäuse 16, insbesondere mit der
Exzenterwelle 11, 12 mit montiertem Lager 5 und dem Zylindergehäuse 16 mit bereits montierten
Zylinderdeckeln 15, Kolben 132 und Schwenksegmenten 133 sowie Exzenterlager 121.
Es versteht sich, dass hier nur einige ausgewählte Verfahrensschritte dargestellt sind, wie sie für das Verständnis des erfindungsgemäßen Verfahrens hilfreich sind. Das Verfahren kann weitere, dem Fachmann bekannte, Schritte bzw. Zwischenschritte umfassen.
Das Verfahren umfasst insbesondere die Schritte: al) Einbringen eines ersten Werkzeugs WZG | in die mindestens eine
Werkzeugaufnahme WA1 des Zylindergehäuses 16; a2) Aufbringen eines Lagers 5 auf die Exzenterwelle 11, 12 außerhalb des
Zylindergehäuses 16 und Positionieren des Lagers 5 vor den zugeordneten
Lagersitz 51 in dem Zylindergehäuse 16; a3) Aufbringen einer Fügekraft F1 durch ein zweites Werkzeug WZG Il auf das Lager 5 zum Einschieben in den Lagersitz 51; a4) Aufbringen einer der Fügekraft F1 entgegenwirkenden Gegenkraft F2 über das erste
Werkzeug WZG | in die Werkzeugaufnahme WA1;
Einschieben des Lagers 5 in den zugeordneten Lagersitz 51.
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LU103355
Das erste Werkzeug WZG | ist vorzugsweise an einem Maschinenbett (nicht dargestellt) geführt.
Das Lager 5 und/oder die Baugruppe aus Exzenterwelle 11, 12 und Lager 5 wird vorzugsweise mit dem zweiten Werkzeug WZG Il vor dem zugeordneten Lagersitz 51 positioniert. Die Baugruppe
Exzenterwelle 11, 12 und Lager 5 wird vorzugsweise axial fluchtend mit dem Lagersitz 51 im
Zylindergehäuse 16 positioniert.
Das zweite Werkzeug WZG II drückt die Exzenterwelle 11, 12 bzw. das Lager 5 am Lageraußenring 52 in den Lagersitz 51 im Zylindergehäuse 16.
Die Fügekraft F1 (Kraftfluss K-V) wird auf kurzem Weg über das Zylindergehäuse 16 mittels des
Werkzeugs WZG | abgefangen bzw. mittels Werkzeug WZG | in die Maschine bzw. das
Maschinenbett (nicht dargestellt) oder dergleichen abgeleitet. Das Werkzeug WZG I übt eine
Gegenkraft zur Fügekraft F1 aus. Der Kraftfluss K-V in das Werkzeug ist somit verbessert und in seiner Wirkung auf das Zylinderkopfgehäuse reduziert bzw. minimiert.
Das Lager 5 ist in seinen Lagersitz 51 im Zylindergehäuse gepresst. Das Werkzeug WZG | übt eine
Gegenkraft F2 aus. Das Lager 5 wird gefügt.
Die Werkzeuge WZG Il und WZG | werden nach Abschluss der Montage entfernt bzw. sind dann nicht mehr im Eingriff.
In den Fig. 14 bis 14d ist das Fügen zweier Lager, in diesem Falle des Lagers 5, sowie des Lagers 3 skizziert.
Die Abbildungen sollen verdeutlichen, dass mittels des beschriebenen Zusammenspiels von
Werkzeug und Werkzeugaufnahme mehrere Lager gefügt werden können. Hinsichtlich der Fig. 14 bis 14b kann auf die oben gemachten Ausführungen bzgl. Fig. 13 bis 13b verwiesen werden.
Zur Montage des weiteren Lagers 3 können folgende Schritte in Frage kommen. b1) Einbringen eines dritten Werkzeugs WZG Ill in eine weitere Werkzeugaufnahme WA2 des Zylindergehäuses 16; b2) Positionieren eines Lagers 3 vor den zugeordneten Lagersiz 31 in dem
Zylindergehäuse 16;
230051P00LU 16 LU103355 b3) Aufbringen einer Fügekraft F2 durch ein viertes Werkzeug WZG IV auf das Lager 3 zum Einschieben in den Lagersitz 31; b4) Aufbringen einer der Fügekraft F2 entgegenwirkenden Gegenkraft F1 über das dritte
Werkzeug WZG Ill in die weitere Werkzeugaufnahme WA2; b5) Einschieben des Lagers 3 in den zugeordneten Lagersitz 31.
Es ist ersichtlich, dass das Lager 3 mit einem Werkzeug WZG IV und einer Fügekraft F2 in den zugeordneten Lagersitz 31 bzw. Öffnung im Zylindergehäuse 16 gepresst wird. Das Werkzeug WZG lll bildet dabei eine Gegenkraft F1 zur Fügekraft F2 aus. Das Lager 3 ist gefügt bzw. eine
Endposition erreicht. Die diesbezügliche Montage kann hier enden bzw. die Werkzeuge können wieder entfernt werden.
Optional können folgende Montageschritte vorgesehen sein.
Das Werkzeug WZG II oder das Werkzeug WZG IV, welches die Lager 5 bzw. 3 einpressen, können auf definierten Abstand oder Block bzw. Anschlag mit dem Zylindergehäuse 16 geführt werden, insbesondere bis eine Lagerendposition erreicht wird.
Die Werkzeuge WZG | bis IV oder ein können die Baugruppe(n) vor bzw. nach dem Fugen der Lager 3, 5 führen, um beispielsweise das Handling beim Einlegen bzw. Entnehmen der Baugruppe zu unterstützen.
Nachfolgend wird auf die Fig. 15 bis 16b Bezug genommen.
Es kann ein fünftes Werkzeug WZG V vorgesehen sein, welches die radiale Führung des
Zylindergehäuses 16 unterstützt.
Das fünfte Werkzeug WZG V kann Teil des ersten Werkzeugs WZG | sein und insbesondere mit diesem zusammen verfahren werden.
Es kann ein sechstes Werkzeug WZG VI vorgesehen sein, welches die Führung der Baugruppen senkrecht bzw. ein Werkzeugnest unterstützt.
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Das Werkzeug WZG V und/oder das Werkzeug WZG VI kann die Baugruppe(n) vor bzw. nach dem
Fügen der Lager 3, 5 führen, um beispielsweise das Handling beim Einlegen bzw. Entnehmen der
Baugruppe zu unterstützen.
Das fünfte Werkzeug WZG V oder das sechste Werkzeug WZG VI kann Bestandteil des ersten
Werkzeugs WZG I oder des dritten Werkzeugs WZG Ill sein oder mit diesem verfahren werden, hat während des Montageverfahrens jedoch keine Montage-Kräfte abzuleiten bzw. aufzunehmen, insbesondere keine Montage-Kräfte durch das Zylindergehäuse 16 und an der Zylinderöffnung 131 vorbei bzw. darüber.
Es ist erkennbar, dass die Lager 3, 5 als Rollenlager ausgestaltet sind und jeweils einen Außenring 32 bzw. 52 umfassen. Vorzugsweise sind die Lager 3, 5 mittels des Außenrings in dem Lagersitz mittels Presssitz aufgenommen. Generell kann vorgesehen sein, dass die Werkzeuge WZG Il und
WZG IV stets nur am Außenring der Lager 3, 5 angreifen.
Es kann ferner vorgesehen sein, dass Kolben 132, Schwenksegment 133, Kolbenführungsring 14 sowie das Exzenterlager 121 vor dem hier beschriebenen Verfahren im Zylindergehäuse 16 montiert bzw. angeordnet worden sind (in Figuren gezeigt).
Zusammenfassend wird hier demnach ein Radialkolbenverdichter beschrieben, bei dem das
Zylindergehäuse mit mindestens einer Werkzeugaufnahme WA1 bzw. WA2 zur lösbaren
Anbringung eines Werkzeuges zur Kraftübertragung ausgestattet ist. Über die Werkzeugaufnahme wird eine geeignete Anschlussstelle am Zylindergehäuse 16 geschaffen, an welche ein korrespondierendes Werkzeug WZG | bzw. WZG Ill andocken kann, um eine geeignete Fixierung des Zylindergehäuses 16 zu Montagezwecken der Lager 3 bzw. 5 bereitstellen zu können.
Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass die Werkzeugaufnahme WA1, WA2 jeweils einem zu montierenden Lager 3 bzw. 5 zugeordnet ist, insbesondere dergestalt, dass eine vorteilhafte
Position gewählt wird, die eine gute Handhabung bzw. Automatisierung während des
Montageprozesses und/oder einen guten Kraftfluss gewährleistet.
Es kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Werkzeugaufnahme WA1 bzw. WA2 als Ringnut,
Aussparung, Kante, Vorsprung oder als zu dem Werkzeug WZG | bzw. WZG Ill korrespondierendes „Negativ“ ausgestaltet ist. Die Werkzeugaufnahme WA1 bzw. WA2 kann insbesondere umlaufend, durchgehend oder segmentiert bzw. unterbrochen ausgestaltet sein, wobei für die Ausgestaltung,
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Anordnung und Ausrichtung der Werkzeugaufnahme die Aufnahme bzw. Ableitung der
Montagekräfte an das Werkzeug wesentlich bzw. bedeutend ist.
Es kann grundsätlich vorgesehen sein, dass Verfahrensschritte gleichzeitig beginnen bzw. vorgenommen werden.
Es kann grundsätzlich vorgesehen sein, dass vor der Montage des mindestens einen Lagers 3 bzw. 5 die Kolben 132, das Exzenterlager 121, der Kolbenführungsring 14 und/oder das
Übertragungselement 133 und/ oder das Exzenterlager 121 montiert ist.
Es kann ferner grundsätlich vorgesehen sein, dass während der Montage des mindestens einen
Lagers mindestens ein Werkzeug zur radialen und/oder axialen Halterung des Zylindergehäuses mit dem Zylindergehäuse in Kontakt gebracht wird.

Claims (10)

230051P00LU LU103355 Ansprüche
1. Radialkolbenverdichter, umfassend - eine Verdichtereinheit (1) und eine Antriebseinrichtung (2) zum Antrieb der Verdichtereinheit, wobei - die Verdichtereinheit (1) mindestens eine, vorzugsweise eine Mehrzahl von Kolben- Arbeitsraum-Baugruppen (13) umfasst, die radial um eine Exzenterwelle (11, 12) angeordnet sind, wobei - Jede Kolben-Arbeitsraum-Baugruppe (13) einen Arbeitsraum (131) mit einem darin verschiebbar aufgenommenen Kolben (132) umfasst, wobei der Kolben (132) durch die Exzenterwelle (11, 12) angetrieben wird, wobei - die Exzenterwelle (11, 12) durch mindestens ein Lager (5) in einem Zylindergehäuse (16) drehbar gelagert ist, wobei - das mindestens eine Lager (5) in einem zugeordneten Lagersitz (51) aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylindergehäuse (16) mindestens eine Werkzeugaufnahme (WA1) zur lösbaren Anbringung eines Werkzeuges (WZG I) zur Kraftübertragung umfasst.
2. Radialkolbenverdichter nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwelle (11, 12) mit einem weiteren Lager (3) in einem zugeordneten Lagersitz (31) in dem Zylindergehäuse (16) gelagert ist, wobei das Zylindergehäuse (16) eine zweite Werkzeugaufnahme (WA1, WA2) umfasst.
3. Radialkolbenverdichter nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Lager (3, 5) einen Außenring (32, 52) umfasst, vorzugsweise die Lager (3, 5) jeweils einen Außenring (32, 52) umfassen, mit denen sie in dem Lagersitz (31, 51) mittels Presssitz aufgenommen sind.
4. Radialkolbenverdichter nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugaufnahme (WA1, WA2) als Ringnut, Aussparung, Kante, Vorsprung oder als zu einem Werkzeug korrespondierendes „Negativ“ ausgestaltet ist, insbesondere umlaufend, durchgehend oder segmentiert bzw. unterbrochen.
5. Verfahren zur Montage mindestens eines Lagers (5) in einem Radialkolbenverdichter zur Herstellung eines Radialkolbenverdichters gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch nachfolgende Verfahrensschritte:
230051P00LU LU103355 al) Einbringen eines ersten Werkzeugs (WZG 1) in die mindestens eine Werkzeugaufnahme (WA1) des Zylindergehäuses (16); a2) Aufbringen eines Lagers (5) auf die Exzenterwelle (11, 12) auBerhalb des Zylindergehäuses (16) und Positionieren des Lagers (5) vor den zugeordneten Lagersitz (51) in dem Zylindergehäuse (16); a3) Aufbringen einer Fügekraft (F1) durch ein zweites Werkzeug (WZG Il) auf das Lager (5) zum Einschieben in den Lagersitz (51); a4) Aufbringen einer der Fügekraft (F1) entgegenwirkenden Gegenkraft (F2) über das erste Werkzeug (WZG |) in die Werkzeugaufnahme (WA1); Einschieben des Lagers (5) in den zugeordneten Lagersitz (51).
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (5), insbesondere die Baugruppe aus Lager (5) und Exzenterwelle (11, 12) durch das zweite Werkzeug (WZG Il) vor den zugeordneten Lagersitz (51) positioniert wird.
7. Verfahren gemäß Anspruch 5 oder 6, zur Montage eines weiteren Lagers (3) in einem Radialkolbenverdichter zur Herstellung eines Radialkolbenverdichters gemäß mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch nachfolgende Verfahrensschritte: b1) Einbringen eines dritten Werkzeugs (WZG Ill) in eine weitere Werkzeugaufnahme (WA2) des Zylindergehäuses (16); b2) Positionieren eines weiteren Lagers (3) vor den zugeordneten weiteren Lagersitz (31) in dem Zylindergehäuse (16); b3) Aufbringen einer Fügekraft (F2) durch ein viertes Werkzeug (WZG IV) auf das Lager (3) zum Einschieben in den Lagersitz (31); b4) Aufbringen einer der Fügekraft (F2) entgegenwirkenden Gegenkraft (F1) über das dritte Werkzeug (WZG III) in die weitere Werkzeugaufnahme (WA2); b5) Einschieben des Lagers (3) in den zugeordneten Lagersitz (31).
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (5) durch das zweite Werkzeug (WZG Il) vor den zugeordneten Lagersitz (51) positioniert wird.
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9. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Montage des mindestens einen Lagers (3, 5) die Kolben (132), Exzenterlager (121), Kolbenführungsring (14) und/oder Übertragungselement (133) montiert ist.
10. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während der Montage des mindestens einen Lagers (3, 5) mindestens ein weiteres Werkzeug, insbesondere fünftes Werkzeug (WZG V) und/oder sechstes Werkzeug (WZG VI) zur radialen und/oder axialen Halterung des Zylindergehäuses (16) mit dem Zylindergehäuse (16) in Kontakt gebracht wird.
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