LU103407B1 - Verfahren und Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgerätes und Haushaltgerät - Google Patents
Verfahren und Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgerätes und HaushaltgerätInfo
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Abstract
Ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgerätes (100) umfasst einen Schritt des Empfangens von Sensordaten über eine Schnittstelle zu einer Sensoreinheit (102) des Haushaltgerätes (100), wobei die Sensordaten eine Bewegung eines Nutzers (104) in einem definierten Umfeld (106) des Haushaltgerätes (100) und einen Abstand (108) zwischen dem Nutzer (104) und dem Haushaltgerät (100) repräsentieren, weiterhin einen Schritt des Überführens des Haushaltgerätes (100) von einem Ruhezustand in einen Aktivzustand ansprechend auf die Sensordaten, einen Schritt des Empfangens eines Drahtlossignals (112), das ein von einem mobilen Endgerät (114) im Umfeld (106) des Haushaltgerätes (100) ausgesendetes Signal repräsentiert, und einen Schritt des Einstellens eines einem bekannten Nutzer (104) zugeordneten Nutzerprofils ansprechend auf das Drahtlossignal (112), wenn das Drahtlossignal (112) ein von einem dem Haushaltgerät (100) bekannten mobilen Endgerät (114) ausgesendetes Signal repräsentiert, das dem bekannten Nutzer (104) zugeordnet ist.
Description
' LU103407
Beschreibung
Verfahren und Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgerätes und Haushaltgerät
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Steuereinheit zum Betreiben eines
Haushaltgerätes sowie ein Haushaltgerät.
Seit einigen Jahren ist ein starker Trend zur Personalisierung erkennbar, der auch den
Wunsch nach einer Personalisierung eines User-Interfaces an Haushaltgeräten weckt.
Momentan können dazu verschiedene Profile im Gerät hinterlegt und vom Nutzer ausgewählt werden. In Zukunft soll die Personalisierung automatisch passieren, doch dafür muss das
Gerät den Nutzer, der vor dem Gerät steht, identifizieren.
Der hier vorgestellte Ansatz stellt sich die Aufgabe, ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgerätes sowie ein verbessertes
Haushaltgerät zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren und eine Steuereinheit zum
Betreiben eines Haushaltgerätes sowie durch ein Haushaltgerät mit den Merkmalen der ı5 Hauptanspriche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Durch den vorgestellten Ansatz wird eine Möglichkeit geschaffen, um einen Nutzer zuverlässig identifizieren und dadurch ein Haushaltgerät automatisiert einstellen zu können, insbesondere unter Verwendung von Bluetooth. Durch den vorgestellten Ansatz kann dies vorteilhafterweise mit geringen Fehleranfälligkeit umgesetzt werden.
Es wird ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgerätes vorgestellt, wobei das Verfahren einen Schritt des Empfangens, des Überführens, einen weiteren Schritt des Empfangens und einen Schritt des Einstellens umfasst. Im Schritt des Empfangens werden Sensordaten über eine Schnittstelle zu einer Sensoreinheit des Haushaltgerätes empfangen, wobei die
Sensordaten eine Bewegung eines Nutzers in einem definierten Umfeld des Haushaltgerätes und einen Abstand zwischen dem Nutzer und dem Haushaltgerät repräsentieren. Im Schritt des Überführens wird das Haushaltgerät von einem Ruhezustand in einen Aktivzustand ansprechend auf die Sensordaten überführt. Im weiteren Schritt des Empfangens wird ein
Drahtlossignal empfangen, das ein von einem mobilen Endgerät im Umfeld des
Haushaltgerätes ausgesendetes Signal repräsentiert. Im Schritt des Einstellens wird ein einem bekannten Nutzer zugeordnetes Nutzerprofil ansprechend auf das Drahtlossignal eingestellt, wenn das Drahtlossignal ein von einem dem Haushaltgerät bekannten mobilen
Endgerät ausgesendetes Signal repräsentiert, das dem bekannten Nutzer zugeordnet ist.
Das Haushaltgerät kann beispielsweise als ein Heißgetränkeautomat realisiert sein. Alternativ kann das Verfahren aber auch für andere Haushaltgeräte verwendet werden. Die
Sensoreinheit kann beispielsweise mindestens einen Abstandssensor oder eine Kamera aufweisen oder als solche ausgeformt sein. Das Umfeld kann vorteilhafterweise mit einem s Sichtbereich der Sensoreinheit korrelieren. Vorteilhafterweise kann durch eine erfasste
Bewegung in dem Sichtbereich das Haushaltgerät aus beispielsweise einem Standby-Modus in den Aktivzustand überführt und somit aufgeweckt werden. Das Drahtlossignal kann vorteilhafterweise als ein Bluetoothsignal, aber alternativ auch als ein WLAN-Signal realisiert sein. Das mobile Endgerät kann vorzugsweise als ein Smartphone oder als ein Tablet ausgeführt sein. Das mobile Endgerät als bekanntes mobiles Endgerät kann zuvor schon einmal mit dem Haushaltgerät gekoppelt gewesen sein, sodass beispielsweise eine
Geräteidentifikation in dem Haushaltgerät hinterlegt sein kann und das mobile Endgerät demnach einfacher identifiziert werden kann. Das Nutzerprofil kann vorteilhafterweise ebenfalls in dem Haushaltgerät hinterlegt oder gespeichert sein, sodass bei einer Korrelation ı5 der Daten der Nutzer vorteilhafterweise vereinfacht erkannt werden kann. Vorteilhafterweise kann dadurch ein Nutzerkomfort gesteigert werden und gleichzeitig Kosten sowie Bauraum eingespart werden, da das Haushaltgerät zum Durchführen des Verfahrens keine zusätzlichen Bauteile benötigt. Vorteilhafterweise kann das Verfahren als eine Funktion in
Form eines Softwareupdates auf dem Haushaltgerät implementiert sein oder werden. Durch die Verwendung der Bluetoothtechnologie in Kombination mit den Sensordaten können vorteilhafterweise Kosten eingespart werden.
Gemäß einer Ausführungsform kann im Schritt des Einstellens eine Begrüßung auf einer
Anzeigeeinrichtung des Haushaltgerätes angezeigt werden. Vorteilhafterweise kann dadurch eine automatisierte Personalisierung und somit ein Komfort für den Nutzer verbessert werden.
Weiterhin kann im Schritt des Einstellens eine an den bekannten Nutzer gerichtete
Begrüßung auf der Anzeigeeinrichtung angezeigt werden, wenn der Nutzer identifiziert wurde. Zusätzlich oder alternativ kann im Schritt des Einstellens eine allgemeine Begrüßung auf der Anzeigeeinrichtung angezeigt werden, wenn der Nutzer nicht identifiziert wurde.
Durch Identifizieren des Nutzers können vorteilhafterweise auch Vorlieben des Nutzers bezüglich seines Geschmacks eingestellt und beispielsweise ein HeiRgetränk entsprechend bereitet werden. Vorteilhafterweise kann dies automatisiert erfolgen ohne dass der Nutzer aktiv sein Nutzerprofil einstellen muss.
Ferner kann im Schritt des Empfangens ein weiteres Drahtlossignal empfangen werden, das ein von einem weiteren mobilen Endgerät im Umfeld des Haushaltgerätes ausgesendetes
Signal repräsentieren kann. Im Schritt des Einstellens kann ein einem bekannten weiteren
Nutzer zugeordnetes weiteres Nutzerprofil ansprechend auf das weitere Drahtlossignal eingestellt werden, wenn das weitere Drahtlossignal ein von einem dem Haushaltgerät bekannten weiteren mobilen Endgerät ausgesendetes Signal repräsentiert, das dem bekannten weiteren Nutzer zugeordnet ist, und wenn das weitere Drahtlossignal eine größere s Signalstarke und zusätzlich oder alternativ Veränderungsmuster als das Drahtlossignal aufweist. Das bedeutet, dass das Haushaltgerät vorteilhafterweise alle Nutzer identifizieren kann, die sich im Umfeld des Haushaltgerätes aufhalten, sofern diese ein mobiles Endgerät mit sich führen. Vorteilhafterweise kann anhand der Nähe des Nutzers zum Haushaltgerät ermittelt werden, welcher der Nutzer im Begriff ist, das Haushaltgerät zu bedienen.
Gemäß einer Ausführungsform kann das Verfahren einen Schritt des Vergleichens der
Signalstärken und zusätzlich oder alternativ der Veränderungsmuster der Drahtlossignale miteinander umfassen. Das bedeutet, dass vorteilhafterweise das stärkere der Signale eingestellt werden kann. Genauer gesagt kann ein schwaches Signal eine größere
Entfernung zum Haushaltgerät repräsentieren. Analog dazu kann ein stärkeres Signal eine kleinere Entfernung zum Haushaltgerät repräsentieren.
Weiterhin kann das Verfahren einen Schritt des Erfassens der Sensordaten unter
Verwendung der Sensoreinheit umfassen, die als ein optischer Sensor, als Time-of-Flight-
Sensor oder als eine Radareinheit ausgeformt sein kann. Beispielsweise kann der optische
Sensor als eine Kamera ausgeführt sein, die vorteilhafterweise ohnehin in dem Haushaltgerät für beispielsweise andere Gerätefunktionen zum Einsatz kommen kann. Somit können vorteilhafterweise erhöhte Kosten vermieden werden sowie ein benötigter Bauraum für
Gerätekomponenten kompakt gehalten werden.
Im Schritt des Empfangens kann unter Verwendung des Drahtlossignals eine
Bluetoothverbindung zwischen dem mobilen Endgerät und dem Haushaltgerät hergestellt werden, wenn das Drahtlossignal ein von dem bekannten mobilen Endgerät ausgesendetes
Signal repräsentiert. Vorteilhafterweise können dadurch Kosten reduziert werden, da
Bluetooth eine gängige Kopplungsmöglichkeit zwischen Geräten darstellt.
Zudem kann das Verfahren einen Schritt des Auslesens von Gerätedaten des mobilen
Endgeräts ansprechend auf das Drahtlossignal umfassen. Ferner kann das Verfahren einen
Schritt des Abgleichens der Gerätedaten mit den Sensordaten umfassen, um einen
Bewegungsverlauf des Nutzers abgleichen zu können. Vorteilhafterweise kann durch das
Abgleichen der Daten eine Korrelation der Daten erfolgen, was vorteilhafterweise eine doppelte Sicherheit dafür darstellen kann, dass der richtige Nutzer erkannt wurde.
Der hier vorgestellte Ansatz schafft ferner eine Steuereinheit, die ausgebildet ist, um die
Schritte einer Variante eines hier vorgestellten Verfahrens in entsprechenden Einrichtungen durchzuführen, anzusteuern bzw. umzusetzen. Auch durch diese Ausführungsvariante der
Erfindung in Form einer Vorrichtung kann die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe schnell und effizient gelöst werden.
Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um Eingangssignale einzulesen und unter
Verwendung der Eingangssignale Ausgangssignale zu bestimmen und bereitzustellen. Ein
Eingangssignal kann beispielsweise ein über eine Eingangsschnittstelle der Steuereinheit einlesbares Sensorsignal darstellen. Ein Ausgangssignal kann ein Steuersignal oder ein
Datensignal darstellen, das an einer Ausgangsschnittstelle der Steuereinheit bereitgestellt werden kann. Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um die Ausgangssignale unter
Verwendung einer in Hardware oder Software umgesetzten Verarbeitungsvorschrift zu bestimmen. Beispielsweise kann die Steuereinheit dazu eine Logikschaltung, einen integrierten Schaltkreis oder ein Softwaremodul umfassen und beispielsweise als ein diskretes Bauelement realisiert sein oder von einem diskreten Bauelement umfasst sein.
Von Vorteil ist auch ein Computer-Programmprodukt oder Computerprogramm mit ı5 Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger oder Speichermedium wie einem
Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert sein kann. Wird das Programmprodukt oder Programm auf einem Computer oder einer
Steuereinheit ausgeführt, so kann das Programmprodukt oder Programm zur Durchführung,
Umsetzung und/oder Ansteuerung der Schritte des Verfahrens nach einer der hier beschriebenen Ausführungsformen verwendet werden.
Es wird außerdem ein Haushaltgerät vorgestellt, insbesondere ein HeiRgetränkeautomat, der eine Sensoreinheit zum Erfassen von Sensordaten, die eine Bewegung eines Nutzers in einem definierten Umfeld des Haushaltgerätes und einen Abstand zwischen dem Nutzer und dem Haushaltgerät repräsentieren, sowie eine Empfangseinheit zum Empfangen eines
Drahtlossignals, das ein von einem mobilen Endgerät im Umfeld des Haushaltgerätes ausgesendetes Signal repräsentiert, und eine Steuereinheit in einer zuvor genannten
Variante aufweist.
Auch wenn der beschriebene Ansatz anhand eines Haushaltgerätes beschrieben wird, kann der hier beschriebene Ansatz entsprechend im Zusammenhang mit einem gewerblichen oder professionellen Gerät eingesetzt werden.
Gemäß einer Ausführungsform kann das Haushaltgerät eine Anzeigeeinrichtung zum
Anzeigen einer Begrüßung aufweisen. Die Anzeigeeinrichtung kann vorteilhafterweise als ein
Display, beispielsweise als ein berührungsempfindliches Display ausgeführt sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
Haushaltgerätes; 5 Figur2 ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum
Betreiben eines Haushaltgerâtes; und
Figur 3 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Steuereinheit.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
Haushaltgerätes 100. Das Haushaltgerät 100 ist hierbei als ein Heil getrankeautomat ausgeführt. Das Haushaltgerät 100 weist eine Sensoreinheit 102 zum Erfassen von
Sensordaten auf. Die Sensoreinheit 102 ist ausgebildet, um eine Bewegung eines Nutzers 104 in einem definierten Umfeld 106 des Haushaltgerätes 100 und einen Abstand 108 zwischen dem Nutzer 104 und dem Haushaltgerät 100 zu erfassen und in Form der
Sensordaten bereitzustellen. Weiterhin weist das Haushaltgerät 100 eine Empfangseinheit ı5 110 auf, die ausgebildet ist, um ein Drahtlossignal 112 zu empfangen, das von einem mobilen
Endgerät 114 im Umfeld 106 des Haushaltgerätes 100 ausgesendet wird. Außerdem weist das Haushaltgerät 100 eine Steuereinheit 116 auf, die ausgebildet ist, um ein Verfahren zum
Betreiben des Haushaltgerates 100 in entsprechenden Einheiten anzusteuern und/oder durchzuführen, wie es beispielsweise anhand von Figur 2 näher beschrieben wird.
Beispielhaft weist das Haushaltgerät 100 zusätzlich eine Anzeigeeinrichtung 116 zum
Anzeigen einer Begrüßung auf. Die Anzeigeeinrichtung 118 ist hierbei beispielsweise als ein berührungsempfindliches Display realisiert.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist ein weiterer Nutzer 120 dargestellt, der ebenfalls ein weiteres mobiles Endgerät 122 hat. Der weitere Nutzer 120 ist gemäß diesem
Ausführungsbeispiel außerhalb des von der Sensoreinheit 102 sensierten Umfelds 106 angeordnet. Das weitere mobile Endgerät 122 sendet jedoch ein weiteres Drahtlossignal 124 aus, das von der Empfangseinheit 110 des Haushaltgerätes 100 empfangen werden kann, wenn der weitere Nutzer 120 im Umfeld 106 erfasst wird. Gemäß diesem
Ausführungsbeispiel ist ein weiterer Abstand 126 zwischen dem weiteren Nutzer 120 und dem Haushaltgerät 100 größer als der Abstand 108 zwischen dem Nutzer 104 und dem
Haushaltgerät 100.
In anderen Worten ausgedrückt wird durch den beschriebenen Ansatz eine robuste
Identifikation des Nutzers 104 zur automatischen Personalisierung der Displayinhalte anhand der Fusion von Sensor- und Funkstandarddaten ermöglicht. Hierzu erfolgt eine Sensorfusion aus den Daten aus dem Funkstandard (BLE) und Abstandsdaten der Geräte. Somit wird eine passende Sensorik in den Geräten vorausgesetzt. Der Nutzer 104 wird identifiziert, wenn er das mobile Endgerät 114, beispielsweise sein Mobiltelefon, bei sich trägt und dieses vorzugsweise über Bluetooth-Bonding in der Vergangenheit bereits mit dem Haushaltsgerät 100 gekoppelt wurde.
Die robuste Identifikation, die mit der Sensordatenfusion aus den Gerätedaten ermöglicht
Wird, verbessert diesen Zustand und ermöglicht damit eine automatische Personalisierung der Geräte.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel wird ermöglicht, dass der Nutzer 104 schon mit dem
Aufwecken des Haushaltgerätes 100 aus dem Standby identifiziert wird. Damit wird direkt ein hinterlegtes Nutzerprofil des Nutzers 104 eingestellt und der Nutzer wird optional mit Namen
Und persönlichen Einstellungen begrüßt. Hierzu bewegt der Nutzer 104 sich beispielsweise auf das Haushaltgerät 100 zu, das im Standby ist. Bereits in einiger Entfernung wird die
Bewegung des Nutzers 104 mit der Abstandssensorik, die hier als Sensoreinheit 102 beschrieben ist, des Haushaltgerätes 100 beispielsweise mittels Motion-React erkannt. Zu diesem Zeitpunkt sucht das Haushaltgerät 100 nach bekannten Bluetooth-Geräten 114, 122 ı5 der Benutzer 104, 120 in der nahen Umgebung. Mit der Bluetooth-Bonding Technologie sollten bekannte Geräte 114, 122 automatisch eine Verbindung aufbauen, wenn die Geräte 114, 122 sich in der Nähe befinden. Sollten mehrere Benutzer 104, 120 erkannt werden, versucht das Haushaltgerät 100 anhand der Signalstärke und der Veränderungsmuster der
Signalstärke eine Korrelation zwischen den Bluetooth-Daten und den Abstandsdaten herzustellen. Sollte die Abstandsdaten und der Verlauf der Daten zu einem der Nutzer 104, 120 passen, wird dieser anhand seiner Bluetooth-ID Identifiziert, begrüßt und das Profil des
Nutzers 104 am Haushaltgerät 100 ausgewählt. Sollte kein Benutzer 104, 120 zu den
Datenverläufen passen, wird eine allgemeine Begrüßung dargestellt und kein Benutzerprofil angewählt, beispielsweise weil der Nutzer 104 vor dem Gerät 100 bekannt ist, allerdings zu dem Zeitpunkt kein mobiles Endgerät 114 bei sich trägt.
Im Prinzip lässt sich der Ansatz auch auf weitere Funkstandards, wie beispielsweise WLAN, erweitern. Zusätzlich oder alternativ ist der Ansatz ferner während des normalen Betriebs des
Haushaltgerätes 100 denkbar. Weiterhin optional werden zur weiteren Steigerung der
Robustheit Sensordaten im mobilen Endgerät 114, 122, die beispielsweise von einem
Beschleunigungssensor erfasst wurden, ebenfalls über die aktive Bluetooth-Verbindung ausgelesen werden und mit dem Bewegungsverlauf aus den Abstandsdaten korreliert werden.
Üblicherweise befindet sich nur einer der Nutzer 114, 120 im Raum und in der Bluetooth-
Reichweite, sodass die Unterscheidung bzw. die Identifikation des Nutzers 114 relativ einfach
Ist. Wird beispielsweise einer der Nutzer 104, 120 falsch identifiziert, weil sich beispielsweise mehrere Nutzer im gleichen Raum befinden, kann der Nutzer 104 direkt das Nutzerprofil ändern. Weiterhin ist der Ansatz ist nicht nur auf optische Time-of-Flight-Sensoren beschränkt, sondern lässt sich auch mit anderen Sensortechnologien, wie beispielsweise
Radar, realisieren.
Figur 2 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 200 zum
Betreiben eines Haushaltgerätes, wie es beispielsweise in Figur 1 beschrieben wurde. Das
Verfahren 200 umfasst einen Schritt 202 des Empfangens, einen Schritt 204 des
Überführens, einen weiteren Schritt 206 des Empfangens und einen Schritt 208 des
Einstellens. Im Schritt 202 des Empfangens werden Sensordaten über eine Schnittstelle zu einer Sensoreinheit des Haushaltgerätes empfangen, wobei die Sensordaten eine Bewegung eines Nutzers in einem definierten Umfeld des Haushaltgerätes und einen Abstand zwischen dem Nutzer und dem Haushaltgerät repräsentieren. Im Schritt 204 des Überführens wird das
Haushaltgerät von einem Ruhezustand in einen Aktivzustand ansprechend auf die
Sensordaten überführt. Dadurch wird das Haushaltgerät 100 beispielsweise aus einem
Standby-Modus aufgeweckt. Im weiteren Schritt 206 des Empfangens wird ein Drahtlossignal empfangen, das ein von einem mobilen Endgerät im Umfeld des Haushaltgerätes ausgesendetes Signal repräsentiert. Das Drahtlossignal ist beispielsweise ein Bluetoothsignal oder ein WLAN-Signal. Im Schritt 208 des Einstellens wird ein einem bekannten Nutzer zugeordnetes Nutzerprofil ansprechend auf das Drahtlossignal eingestellt, wenn das
Drahtlossignal ein von einem dem Haushaltgerät bekannten mobilen Endgerät ausgesendetes Signal repräsentiert, das dem bekannten Nutzer zugeordnet ist.
Beispielsweise wird im Schritt 208 des Einstellens eine Begrüßung auf einer
Anzeigeeinrichtung des Haushaltgerätes angezeigt. Diese Begrüßung ist beispielsweise an den bekannten Nutzer gerichtet und somit personalisiert, wenn der Nutzer identifiziert wurde.
Wurde der Nutzer dagegen nicht identifiziert, so wird beispielsweise eine allgemeine
Begrüßung auf der Anzeigeeinrichtung angezeigt.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel umfasst das Verfahren 200 zudem einen Schritt 210 des
Erfassens der Sensordaten unter Verwendung der Sensoreinheit, die als ein optischer
Sensor, als Time-of-Flight-Sensor oder als eine Radareinheit ausgeformt ist.
Beispielsweise wird im Schritt 206 des Empfangens unter Verwendung des Drahtlossignals eine Bluetoothverbindung zwischen dem mobilen Endgerät und dem Haushaltgerät hergestellt, wenn das Drahtlossignal ein von dem bekannten mobilen Endgerät ausgesendetes Signal repräsentiert. Im weiteren Schritt 206 des Empfangens wird beispielsweise zusätzlich zu dem Drahtlossignal ein weiteres Drahtlossignal empfangen, das ein von einem weiteren mobilen Endgerät im Umfeld des Haushaltgerätes ausgesendetes
Signal repräsentiert. Folglich wird optional im Schritt 208 des Einstellens ein einem bekannten weiteren Nutzer zugeordnetes weiteres Nutzerprofil ansprechend auf das weitere
Drahtlossignal eingestellt, wenn das weitere Drahtlossignal ein von einem dem Haushaltgerät bekannten weiteren mobilen Endgerät ausgesendetes Signal repräsentiert, das dem bekannten weiteren Nutzer zugeordnet ist, und wenn das weitere Drahtlossignal eine größere
Signalstärke und/oder Veränderungsmuster als das Drahtlossignal aufweist. Genauer gesagt s umfasst das Verfahren 200 optional einen Schritt 212 des Vergleichens der Signalstärken und/oder der Veränderungsmuster der Drahtlossignale miteinander. Das bedeutet beispielsweise, dass das stärkere Signal eingestellt wird, da davon ausgegangen wird, dass sich das stärkere Signal näher an dem Haushaltgerät befindet. Lediglich optional umfasst das
Verfahren 200 ferner einen Schritt 214 des Auslesens von Gerätedaten des mobilen 11 Endgeräts ansprechend auf das Drahtlossignal sowie einen Schritt 216 des Abgleichens der
Gerätedaten mit den Sensordaten, um einen Bewegungsverlauf des Nutzers abzugleichen.
Dadurch wird beispielsweise eine Korrelation der Daten überprüft, sodass auch eine
Signalstabilität und -sicherheit, dass auch wirklich der richtige Nutzer erkannt wurde, verbessert wird. ı5 Figur 3 zeigt ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Steuereinheit 116, wie sie beispielsweise in Figur 1 beschrieben wurde. Die Steuereinheit 116 ist dabei ausgebildet, um ein Verfahren zum Betreiben des Haushaltgerätes anzusteuern und/oder durchzuführen, wie es beispielsweise in Figur 2 beschrieben wurde. Die Steuereinheit 116 umfasst dazu eine
Empfangseinheit 110, eine Überführungseinheit 300 sowie eine Einstelleinheit 302 auf. Die
Empfangseinheit 110 ist ausgebildet, um Sensordaten 304 über eine Schnittstelle zu einer
Sensoreinheit 102 des Haushaltgerätes zu empfangen, wobei die Sensordaten 304 eine
Bewegung eines Nutzers in einem definierten Umfeld des Haushaltgerätes und einen
Abstand zwischen dem Nutzer und dem Haushaltgerät repräsentieren. Die Empfangseinheit 110 ist weiterhin ausgebildet, um ein Drahtlossignal 112 zu empfangen, das ein von einem mobilen Endgerät 114 im Umfeld des Haushaltgerätes ausgesendetes Signal repräsentiert.
Weiterhin weist die Steuereinheit 116 die Überführungseinheit 300 auf, die ausgebildet ist, um ein Überführen des Haushaltgerätes von einem Ruhezustand in einen Aktivzustand ansprechend auf die Sensordaten 304 zu bewirken. Die Einstelleinheit 302 ist ausgebildet, um ein einem bekannten Nutzer zugeordnetes Nutzerprofil ansprechend auf das
Drahtlossignal 112 einzustellen, wenn das Drahtlossignal 112 ein von einem dem
Haushaltgerät bekanntes mobiles Endgerät 114 ausgesendetes Signal repräsentiert, das dem bekannten Nutzer zugeordnet ist.
Claims (11)
1. Verfahren (200) zum Betreiben eines Haushaltgerätes (100), wobei das Verfahren (200) die folgenden Schritte umfasst: Empfangen (202) von Sensordaten (304) über eine Schnittstelle zu einer Sensoreinheit (102) des Haushaltgerätes (100), wobei die Sensordaten (304) eine Bewegung eines Nutzers (104) in einem definierten Umfeld (106) des Haushaltgerätes (100) und einen Abstand (108) zwischen dem Nutzer (104) und dem Haushaltgerät (100) repräsentieren; Überführen (204) des Haushaltgerätes von einem Ruhezustand in einen Aktivzustand ansprechend auf die Sensordaten; Empfangen (206) eines Drahtlossignals (112), das ein von einem mobilen Endgerät (114) im Umfeld (106) des Haushaltgerätes (100) ausgesendetes Signal repräsentiert; Einstellen (208) eines einem bekannten Nutzer (104) zugeordneten Nutzerprofils ansprechend auf das Drahtlossignal (112), wenn das Drahtlossignal (112) ein von einem dem Haushaltgerät (100) bekannten mobilen Endgerät (114) ausgesendetes Signal repräsentiert, das dem bekannten Nutzer (104) zugeordnet ist.
2. Verfahren (200) gemäß Anspruch 1, wobei im Schritt (208) des Einstellens eine Begrüßung auf einer Anzeigeeinrichtung (118) des Haushaltgerätes (100) angezeigt wird.
3. Verfahren (200) gemäß Anspruch 2, wobei im Schritt (208) des Einstellens eine an den bekannten Nutzer (104) gerichtete Begrüßung auf der Anzeigeeinrichtung (118) angezeigt wird, wenn der Nutzer (104) identifiziert wurde, und/oder wobei im Schritt (208) des Einstellens eine allgemeine Begrüßung auf der Anzeigeeinrichtung (118) angezeigt wird, wenn der Nutzer (104) nicht identifiziert wurde.
4. Verfahren (200) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei im Schritt (206) des Empfangens ein weiteres Drahtlossignal (124) empfangen wird, das ein von einem weiteren mobilen Endgerät (122) im Umfeld des Haushaltgerätes (100) ausgesendetes Signal repräsentiert, wobei im Schritt (208) des Einstellens ein einem bekannten weiteren Nutzer (120) zugeordnetes weiteres Nutzerprofil ansprechend auf das weitere Drahtlossignal (124) eingestellt wird, wenn das weitere Drahtlossignal (124) ein von einem dem Haushaltgerät (100) bekannten weiteren mobilen Endgerät (122) ausgesendetes Signal repräsentiert, das dem bekannten weiteren Nutzer (120)
zugeordnet ist, und wenn das weitere Drahtlossignal (124) eine größere Signalstärke und/oder Veränderungsmuster als das Drahtlossignal (112) aufweist.
5. Verfahren (200) gemäß Anspruch 4, mit einem Schritt (212) des Vergleichens der Signalstärken und/oder der Veränderungsmuster der Drahtlossignale (112, 124) miteinander.
6. Verfahren (200) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Schritt (210) des Erfassens der Sensordaten (304) unter Verwendung der Sensoreinheit (102), die als ein optischer Sensor, als Time-of-Flight-Sensor oder als eine Radareinheit ausgeformt ist.
7. Verfahren (200) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei im Schritt (206) des Empfangens unter Verwendung des Drahtlossignals (112) eine Bluetoothverbindung zwischen dem mobilen Endgerät (114) und dem Haushaltgerät (100) hergestellt wird, wenn das Drahtlossignal (112) ein von dem bekannten mobilen Endgerät (114) ausgesendetes Signal repräsentiert. ı5
8. Verfahren (200) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Schritt (214) des Auslesens von Gerätedaten des mobilen Endgeräts (114) ansprechend auf das Drahtlossignal (112), mit einem Schritt (216) des Abgleichens der Gerätedaten mit den Sensordaten (304), um einen Bewegungsverlauf des Nutzers (104) abzugleichen.
9. Steuereinheit (116), die ausgebildet ist, um die Schritte (202, 204, 206, 208, 210, 212, 214, 216) des Verfahrens (200) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche in entsprechenden Einheiten auszuführen und/oder anzusteuern.
10. Computer-Programmprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wenn das Computer-Programmprodukt auf einer Steuereinheit (116) gemäß Anspruch 9 ausgeführt wird.
11. Haushaltgerät (100), insbesondere HeiRgetränkeautomat, mit den folgenden Merkmalen: eine Sensoreinheit (102) zum Erfassen von Sensordaten (304), die eine Bewegung eines Nutzers (104) in einem definierten Umfeld (106) des Haushaltgerätes (100) und einen Abstand zwischen dem Nutzer (104) und dem Haushaltgerät (100) repräsentieren; eine Empfangseinheit (110) zum Empfangen eines Drahtlossignals (112), das ein von einem mobilen Endgerät (114) im Umfeld (106) des Haushaltgerätes (100) ausgesendetes Signal repräsentiert; und eine Steuereinheit (116) gemäß Anspruch 9.
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| LU103407A LU103407B1 (de) | 2024-10-10 | 2024-10-10 | Verfahren und Steuereinheit zum Betreiben eines Haushaltgerätes und Haushaltgerät |
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2024
- 2024-10-10 LU LU103407A patent/LU103407B1/de active
Patent Citations (3)
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