LU103423B1 - Bedienvorrichtung, Induktionsvorrichtung und Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgeräts - Google Patents

Bedienvorrichtung, Induktionsvorrichtung und Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgeräts

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LU103423B1
LU103423B1 LU103423A LU103423A LU103423B1 LU 103423 B1 LU103423 B1 LU 103423B1 LU 103423 A LU103423 A LU 103423A LU 103423 A LU103423 A LU 103423A LU 103423 B1 LU103423 B1 LU 103423B1
Authority
LU
Luxembourg
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household appliance
operating
control element
control
actuation
Prior art date
Application number
LU103423A
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English (en)
Inventor
Till Deutschmann
Henrik Wilkens
Volker Ennen
Original Assignee
Miele & Cie Kg
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Publication date
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    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B6/00Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
    • H05B6/02Induction heating
    • H05B6/10Induction heating apparatus, other than furnaces, for specific applications
    • H05B6/12Cooking devices
    • H05B6/1209Cooking devices induction cooking plates or the like and devices to be used in combination with them
    • H05B6/1236Cooking devices induction cooking plates or the like and devices to be used in combination with them adapted to induce current in a coil to supply power to a device and electrical heating devices powered in this way
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • H05B6/00Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
    • H05B6/02Induction heating
    • H05B6/06Control, e.g. of temperature, of power
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B2213/00Aspects relating both to resistive heating and to induction heating, covered by H05B3/00 and H05B6/00
    • H05B2213/06Cook-top or cookware capable of communicating with each other

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  • Electromagnetism (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Bedienvorrichtung (110) für ein unter Verwendung eines Induktionsfelds (115) betreibbares Haushaltgerät (130). Die Bedienvorrichtung (110) weist ein konfigurierbares Bedienelement (120) und eine Knebelbox (125) auf. Das Bedienelement (120) ist ausgebildet, um ansprechend auf ein Identifikationssignal (135), das eine Kopplung des Haushaltgeräts (130) mit dem Induktionsfeld (115) anzeigt, eine an das Haushaltgerät (130) angepasste Einstellmöglichkeit zum Einstellen unterschiedlicher Betriebsparameter des Haushaltgeräts (130) durch unterschiedliche Betätigungen des Bedienelements (120) durch einen Nutzer bereitzustellen. Die Knebelbox (125) ist mit dem Bedienelement (120) gekoppelt und ausgebildet, um eine erfolgte Betätigung des Bedienelements (120) zu erfassen und ein Steuersignal (140) zum Betreiben des Haushaltgeräts (130) mit einem der erfolgten Betätigung zugewiesenen Betriebsparameter auszugeben.

Description

Beschreibung
Bedienvorrichtung, Induktionsvorrichtung und Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgeräts
Die Erfindung betrifft eine Bedienvorrichtung, eine Induktionsvorrichtung und ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgeräts.
Kochfelder können mit einer Knebelbedienung ausgestattet sein. Dabei kann ein sogenannter
Knebel beispielsweise so weit gedreht werden, bis eine gewünschte Einstellmöglichkeit erreicht ist.
Der Erfindung stellt sich die Aufgabe eine verbesserte Bedienvorrichtung, eine verbesserte
Induktionsvorrichtung und ein verbessertes Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgeräts zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Bedienvorrichtung, eine
Induktionsvorrichtung und ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgeräts mit den
Merkmalen der Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen. ı5 Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine einfache und zuverlässige Bedienung unterschiedlicher Haushaltgeräte ermöglicht werden kann. Dazu kann die Bedienvorrichtung unterschiedliche Einstellmöglichkeiten für unterschiedliche
Haushaltsgeräte bereitstellen.
Eine Bedienvorrichtung für ein unter Verwendung eines Induktionsfelds betreibbares
Haushaltgerät weist ein konfigurierbares Bedienelement und eine Knebelbox auf. Das
Bedienelement ist ausgebildet, um ansprechend auf ein Identifikationssignal, das eine
Kopplung des Haushaltgeräts mit dem Induktionsfeld anzeigt, eine an das Haushaltgerät angepasste Einstellmöglichkeit zum Einstellen unterschiedlicher Betriebsparameter des
Haushaltgeräts durch unterschiedliche Betätigungen des Bedienelements durch einen Nutzer bereitzustellen. Die Knebelbox ist mit dem Bedienelement gekoppelt und ausgebildet, um eine erfolgte Betätigung des Bedienelements zu erfassen und ein Steuersignal zum Betreiben des Haushaltgeräts mit einem der erfolgten Betätigung zugewiesenen Betriebsparameter auszugeben.
Die Bedienvorrichtung kann beispielsweise im Zusammenhang mit einem das Induktionsfeld aufweisenden Kochfeld oder einer andersartigen Arbeitsplatte eingesetzt werden, an der das
Induktionsfeld angeordnet ist. Das Haushaltgerät kann ein Topf, ein Mixer, ein Eierkocher, ein
Toaster oder ein anderes beliebiges Haushaltgerät sein. Der Nutzer kann das Bedienelement betätigen und somit das Haushaltgerät betreiben. Durch die Konfigurierbarkeit des
Bedienelements können dem Nutzer für unterschiedliche über das Bedienelement zu bedienende Haushaltsgeräte unterschiedliche Einstellmöglichkeiten angeboten werden.
Wenn das Haushaltsgerät ein Topf ist, können die unterschiedlichen Betriebsparameter s beispielsweise unterschiedliche Garmethoden oder Temperaturbereiche darstellen und das
Bedienelement kann beispielsweise so konfiguriert werden, dass als Einstellmöglichkeit unterschiedliche Temperaturen angeboten werden. Wenn das Haushaltgerät ein Mixer ist können die unterschiedlichen Betriebsparameter beispielsweise unterschiedliche Drehzahlen und Drehrichtungen darstellen und das Bedienelement kann beispielsweise so konfiguriert werden, dass als Einstellmöglichkeit unterschiedliche Drehzahlen und Drehrichtungen angeboten werden. Eine Einstellmöglichkeit kann beispielsweise durch eine geeignete graphische oder textliche Darstellung dargestellt sein. Das Bedienelement kann einen mit der
Knebelbox gekoppelten Knebel darstellen. Dabei kann der Knebel von seiner Form und seiner Handhabung einem Knebel ähneln, wie er zur Bedienung von Haushaltgeräten bereits eingesetzt wird. Die Knebelbox kann eine drehbare Lagerung des Bedienelements bereitstellen und ausgebildet sein, beispielsweise eine Stellung oder eine auf das
Bedienelement ausgeübte Kraft zu erfassen und in einem zugeordneten Steuersignal abzubilden. Der hier vorgestellte Ansatz kann auch als Knebelbox mit Wechselfunktion verstanden werden und ein komfortables Kochen mit Standardgargeschirr auf dem
Induktionsfeld ermöglichen. Ein Umgewôhnen des Nutzers auf eine Kochprozesssteuerung am Haushaltgerät um zu kochen kann somit entfallen. Es kann beispielsweise auch ein
Haushaltgerät mit einem proprietären Zusatznutzen geschaffen werden, das ein vorteilhaftes
Zusammenwirken mit der Bedienvorrichtung ermöglichen kann.
Mit dem hier vorgestellten Ansatz können klassische Kochfelder, durch unter der Arbeitsplatte verbaute Induktionsfelder optional in Kombination mit Auftischkochfeldern oder
Kochutensilien ohne Auftischkochfeld ersetzt werden. Die Bedienvorrichtung kann eine klassische Knebelbedienung für das Kochen ausbilden, was die Nutzerzufriedenheit erhöhen kann.
Optional kann die Bedienvorrichtung ein weiteres konfigurierbares Bedienelement aufweisen, das ausgebildet sein kann, um ansprechend auf ein weiteres Identifikationssignal, das eine
Kopplung eines weiteren Haushaltgeräts mit dem oder einem weiteren Induktionsfeld anzeigt, eine an das weitere Haushaltgerät angepasste weitere Einstellmöglichkeit zum Einstellen unterschiedlicher Betriebsparameter des weiteren Haushaltgeräts durch unterschiedliche
Betätigungen des weiteren Bedienelements durch den Nutzer bereitzustellen. Die Knebelbox kann mit dem weiteren Bedienelement gekoppelt und ausgebildet sein, um eine erfolgte
Betätigung des weiteren Bedienelements zu erfassen und ein weiteres Steuersignal zum
Betreiben des weiteren Haushaltgeräts mit einem der erfolgten Betätigung zugewiesenen
Betriebsparameter auszugeben.
Die Bedienvorrichtung, beispielsweise die Knebelbox oder das Bedienelement der
Bedienvorrichtung, kann ausgebildet sein, um das Identifikationssignal über eine Schnittstelle zu dem Haushaltgerät oder zu dem Induktionsfeld zu empfangen. So kann je nach
Ausführungsbeispiel entweder das Haushaltgerät oder das Induktionsfeld eine erfolgte
Kopplung anzeigen.
Die Knebelbox kann ausgebildet sein, um das Steuersignal über eine Schnittstelle zu dem
Haushaltgerät oder zu dem Induktionsfeld auszugeben. Somit kann je nach
Ausführungsformen des Haushaltgeräts und des Induktionsfelds eine Steuerung des Betriebs des Haushaltgeräts entweder direkt an dem Haushaltgerät oder an dem Induktionsfeld vorgenommen werden.
Die Knebelbox kann drahtlos oder drahtgebunden mit dem Induktionsfeld gekoppelt oder koppelbar sein. Eine drahtlose Kopplung erweitert die Möglichkeiten einer geeigneten ı5 Platzierung der Knebelbox. Eine drahtgebundene Kopplung kann beispielsweise bei einer festverbauten Knebelbox sinnvoll sein. Zusätzlich oder alternativ kann die die Knebelbox drahtlos mit dem Haushaltgerät gekoppelt oder koppelbar sein. Dies ermöglicht eine direkte
Kommunikation zu dem Haushaltgerät.
Das Bedienelement kann drahtlos mit dem Haushaltgerät gekoppelt oder koppelbar sein.
Zusätzlich oder alternativ kann das Bedienelement drahtgebunden oder drahtlos mit dem
Induktionsfeld gekoppelt oder koppelbar sein. Somit kann eine Bedieneingabe je nach
Ausführungsbeispiel entweder direkt an das Haushaltgerät oder an das Induktionsfeld übermittelt werden.
Das Bedienelement kann unterschiedliche Rastpositionen und zusätzlich oder alternativ unterschiedliche Anschläge und zusätzlich oder alternativ unterschiedliche Drehwiderstände als Einstellverhalten zum Einstellen der unterschiedlichen Betriebsparameter aufweisen.
Beispielsweise können den unterschiedlichen Rastpositionen Anschlägen unterschiedliche
Einstellmöglichkeiten zugeordnet sein. Je nachdem welches gekoppelte Hauhaltgerät angesteuert werden soll, kann das Bedienelement entsprechende Einstellmöglichkeiten und dementsprechende Einstellverhalten aufweisen. Für ein als Mixer ausgebildetes
Haushaltgerät können beispielsweise unterschiedliche Drehwiderstände unterschiedlichen
Drehzahlen zugeordnet werden und für ein als Toaster ausgebildetes Haushaltgerät können beispielsweise unterschiedliche Rastpositionen unterschiedlichen Temperaturen oder
Zeitdauern zugeordnet werden.
Die Knebelbox kann ausgebildet sein, um eine Anzahl von Druckbetätigungen auf das
Bedienelement als die erfolgte Betätigung zu erfassen. Bei den Druckbetätigungen kann es sich lediglich beispielhaft um einen Doppeldruck und/oder einen Dreifachdruck handeln.
Beispielsweise kann auf diese Weise auch ein Wechsel zwischen einer Rastposition und einem Anschlag von der Knebelbox erfassbar sein.
Das Bedienelement oder die Knebelbox können ein ferromagnetisches Material aufweisen, um das Einstellverhalten zu realisieren. Das ferromagnetische Material kann ein Ferrofluid sein. Dadurch können auf einfache Weise unterschiedliche Einstellverhalten dargestellt werden.
Die Bedienvorrichtung kann eine Anzeigeeinrichtung aufweisen, die ausgebildet sein kann, um eine Information des Haushaltgeräts anzuzeigen. Bei der Information kann es sich beispielsweise um eine Temperatur des Haushaltgeräts handeln. Die Anzeigeeinrichtung kann ein Anzeigeelement und ein weiteres Anzeigeelement umfassen, wobei das
Anzeigeelement beispielsweise ringförmig um das Bedienelement angeordnet sein kann und wobei das weitere Anzeigeelement am Bedienelement angeordnet sein kann. Dadurch kann einfach zwischen unterschiedlichen Designs umgeschaltet werden, die wiederum unterschiedliche Konfigurationen des Bedienelements darstellen können.
Eine Induktionsvorrichtung weist eine Arbeitsplatte auf, an der mindestens ein Induktionsfeld angeordnet ist. Zusätzlich weist die Induktionsvorrichtung eine Ausführungsform einer hierin genannten Bedienvorrichtung auf, die mit dem Induktionsfeld der Arbeitsplatte zusammenwirkt.
Bei der Induktionsvorrichtung können beispielsweise zwei Funktionseinheiten vorhanden sein: ein Energiesender und ein Energieempfänger, bestehend jeweils aus einer
Induktionsspule, auch als Induktorspule bezeichnet, zur Energieübertragung und/oder zum
Energieempfang und einer zusätzlichen Near Field Communication (NFC) Spule zur
Kommunikation zwischen Sender und Empfänger. Die Sendeeinheit kann dabei für sich stehen, Teil einer Kochzone eines Kochfelds sein, ein sogenannter Dual Use Hob, oder versteckt unter der Arbeitsplatte montiert werden, Concealed Case. Die Bedienvorrichtung, mit Zusatzfunktionen erweitert, das Kochen mit dem Haushaltgerät bzw. das Bedienen des
Haushaltgeräts vereinfachen.
Ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgeräts unter Verwendung einer Ausführungsform einer hierin genannten Induktionsvorrichtung umfasst einen Schritt des Bereitstellens und einen Schritt des Anpassens. Im Schritt des Bereitstellens wird die angepasste
Einstellmöglichkeit zum Einstellen unterschiedlicher Betriebsparameter des Haushaltgeräts durch unterschiedliche Betätigungen des Bedienelements durch den Nutzer an das
Haushaltgerät und/oder an das Induktionsfeld bereitgestellt, ansprechend auf das
Identifikationssignal. Im Schritt des Ausgebens wird das Steuersignal zum Betreiben des
Haushaltgeräts mit einem der erfolgten Betätigung zugewiesenen Betriebsparameter an das
Haushaltgerät und/oder an das Induktionsfeld ausgegeben. 5s Das Verfahren kann einen Schritt des Einlesens umfassen, wobei im Schritt des Einlesens das Identifikationssignal eingelesen werden kann, das eine Kopplung des Haushaltgeräts mit dem Induktionsfeld anzeigt. Der Schritt des Einlesens kann vor dem Schritt des Bereitstellens ausgeführt werden.
Das Verfahren kann einen Schritt des Erfassens umfassen, wobei im Schritt des Erfassens die erfolgte Betätigung des Bedienelements erfasst werden kann. Der Schritt des Erfassens kann vor dem Schritt des Ausgebens ausgeführt werden.
Das Verfahren kann weiterhin einen Schritt eines Synchronisierens des Bedienelements nach einem lokalen Bedienen eines Haushaltsgerät-Bedienelementes aufweisen, so dass das Bedienelement und das Haushaltsgerät-Bedienelement des zu bedienenden ı5 Haushaltsgerates stets synchron ausgebildet sind.
Auch wenn der beschriebene Ansatz anhand eines Haushaltgeräts beschrieben wird, kann die hier beschriebene Bedienvorrichtung und/oder die hier beschriebene
Induktionsvorrichtung und/oder das hier beschriebene Verfahren entsprechend im
Zusammenhang mit einem gewerblichen oder professionellen Gerät, beispielsweise einem
Gastronomiegerät eingesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Figur 1 eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Induktionsvorrichtung;
Figur 2 eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Induktionsvorrichtung;
Figur 3 eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Induktionsvorrichtung; und
Figur 4 ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum
Betreiben eines Haushaltgeräts.
Figur 1 zeigt eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Induktionsvorrichtung 100.
Die Induktionsvorrichtung 100 weist eine Arbeitsplatte 105 und eine Bedienvorrichtung 110 auf.
An der Arbeitsplatte 105 ist mindestens ein Induktionsfeld 115 angeordnet, wobei die
Bedienvorrichtung 110 mit dem Induktionsfeld 115 zusammenwirkt. Die Bedienvorrichtung
110 weist ein konfigurierbares Bedienelement 120 und eine Knebelbox 125 auf. Das
Bedienelement 120 ist beispielhaft als ein Knebel ausgeformt. Auf der Arbeitsplatte 105 ist beispielsweise ein Haushaltgerät 130, hier lediglich beispielhaft ein Topf, angeordnet. Das
Haushaltgerät 130 ist ausgebildet, um mit dem Induktionsfeld 115 zu koppeln.
Wenn das Haushaltgerät 130 beispielsweise durch einen Nutzer auf das Induktionsfeld 115 gestellt wird, wird ein Identifikationssignal 135 an die Bedienvorrichtung 110, beispielsweise an die Knebelbox 125 oder direkt an das Bedienelement 120 bereitgestellt. Alternativ oder ergänzend kann sich das Kleingerät auch über eine Datenverbindung, wie etwa eine NFC-
Verbindung, mit einer Elektronik 195 und/oder dem umgebenden Transmitter-Gerät verbinden. Solch ein Transmitter-Gerät kann das über die Datenverbindung empfangene
Signal daraufhin zumindest teilweise an die Knebelbox 125 weiterleiten. Das
Identifikationssignal 135 repräsentiert die Kopplung des Haushaltgeräts 130 mit dem
Induktionsfeld 115. Das Identifikationssignal 135 wird beispielsweise über eine Schnittstelle zu dem Haushaltgerät 130 oder zu dem Induktionsfeld 115 empfangen. Lediglich beispielhaft istin Figur 1 der Empfang des Identifikationssignals 135 über eine Schnittstelle zu dem
Haushaltgerät 130 gezeigt.
Das Bedienelement 120 ist ausgebildet, um das Haushaltgerät 130 zu bedienen.
Beispielsweise bedient ein Nutzer das Bedienelement 120 manuell, zum Beispiel durch unterschiedliche Betätigungen. Das Bedienelement 120 ist ausgebildet, um diese
Unterschiedlichen Betätigungen an das Haushaltgerät 130 bereitzustellen, um unterschiedliche Betriebsparameter des Haushaltgeräts 130 einzustellen. In anderen Worten ausgedrückt ist das Bedienelement 120 ausgebildet, um eine an das Haushaltgerät 130 angepasste Einstellmöglichkeit zum Einstellen unterschiedlicher Betriebsparameter des
Haushaltgeräts 130 durch unterschiedliche Betätigungen des Bedienelements 120 durch den
Nutzer bereitzustellen.
Zum Einstellen der unterschiedlichen Betriebsparameter weist das Bedienelement 120 als
Einstellverhalten beispielsweise unterschiedliche Rastpositionen und/oder unterschiedliche
Anschläge und/oder unterschiedliche Drehwiderstände auf. Hierzu weist das Bedienelement 120 beispielsweise ein ferromagnetisches Material auf, um das Einstellverhalten zu realisieren.
Die Knebelbox 125 ist mit dem Bedienelement 120 gekoppelt und ausgebildet, um eine erfolgte Betätigung des Bedienelements 120 zu erfassen. Daraufhin gibt die Knebelbox 125 ein Steuersignal 140 zum Betreiben des Haushaltgeräts 130 aus. Das Haushaltgerät 130 wird dann mit einem der erfolgten Betätigung zugewiesenen Betriebsparameter betrieben. Das
Steuersignal 140 wird beispielsweise von der Knebelbox 125 über eine Schnittstelle zu dem
Haushaltgerät 130 oder zu dem Induktionsfeld 115 und vom Induktionsfeld über eine
Datenverbindung an das Haushaltsgerät ausgegeben. Lediglich beispielhaft ist in Figur 1 die
Ausgabe des Steuersignals 140 über die Schnittstelle zu dem Induktionsfeld 115 gezeigt.
Die Knebelbox 125 ist zwischen dem Bedienelement 120 und dem Induktionsfeld 115 angeordnet, wobei eine Datenverbindung 145 zwischen dem Induktionsfeld 115 und der
Knebelbox 125 ausgebildet ist, die eine drahtlose oder drahtgebundene Kommunikation zwischen der Knebelbox 125 und dem Induktionsfeld 115 ermöglicht. Optional ist die
Knebelbox 125 drahtlos mit dem Haushaltgerät 130 gekoppelt. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel ist das Bedienelement 120 drahtlos oder drahtgebunden mit der
Knebelbox 125 verbunden und kann somit über die Knebelbox mit dem Induktionsfeld 115 oder dem Haushaltgerät 130 gekoppelt sein oder werden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist das Bedienelement 120 drahtlos mit dem Haushaltgerät 130 gekoppelt oder koppelbar.
Zusätzlich oder alternativ ist das Bedienelement 120 gemäß einem Ausführungsbeispiel drahtgebunden mit dem Induktionsfeld 115 gekoppelt oder koppelbar.
Die Knebelbox 125 ist beispielsweise ausgebildet, um eine Anzahl von Druckbetätigungen auf das Bedienelement 120 als die erfolgte Betätigung zu erfassen. Bei den
Druckbetätigungen handelt es sich lediglich beispielhaft um einen Doppeldruck und/oder einen Dreifachdruck. Beispielsweise ist auf diese Weise auch ein Wechsel zwischen einer
Rastposition und einem Anschlag von der Knebelbox erfassbar.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist die Bedienvorrichtung 110 eine Anzeigeeinrichtung 150 auf, die ausgebildet ist, um eine Information, wie beispielsweise eine Temperatur des
Haushaltgeräts 130 anzuzeigen. Die Anzeigeeinrichtung 150 weist lediglich beispielhaft zwei
Anzeigeelemente 155, 160 auf, wobei ein Anzeigeelement 155 beispielsweise ringförmig um das Bedienelement 120 angeordnet ist und wobei ein weiteres Anzeigeelement 160 am
Bedienelement 120 angeordnet ist. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird die
Anzeigeeinrichtung 150 verwendet, um Einstellmöglichkeiten des Haushaltgeräts 130 anzuzeigen, lediglich beispielhaft Temperaturstufen, wenn das Haushaltgerät 130 ein
Gargerät ist und beispielhaft Drehzahlstufen, wenn das Haushaltgerät 130 ein Mixer ist.
Somit kann einfach zwischen unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten umgeschaltet werden.
In einem betriebsbereiten Zustand der Induktionsvorrichtung 100 stellt ein Nutzer beispielsweise das Haushaltgerät 130 auf die Arbeitsplatte 105, sodass das Haushaltgerät 130 mit dem Induktionsfeld 115 zusammenwirkt.
Hierzu weist das Haushaltgerät 130 beispielsweise eine Spule 165, genauer gesagt eine
NFC-Spule, eine Induktorspule 170, eine Topfelektronik 175 inklusive Temperatursensorik sowie eine Benutzerschnittstelle 180, UI genannt, auf.
Das Induktionsfeld 115 umfasst ebenfalls eine Spule 185, genauer gesagt eine NFC-Spule, eine Induktorspule 190 sowie eine Elektronik 195, die auch als Generator bezeichnet werden kann.
Das Haushaltgerät 130 gibt beispielsweise nach dem Aufstellen auf die Arbeitsplatte 105 bzw. das Induktionsfeld 115 das Identifikationssignal 135 entweder direkt an die
Bedienvorrichtung 150 oder an das Induktionsfeld 115 aus, wobei das Induktionsfeld 115 gemäß einem Ausführungsbeispiel ausgebildet ist, um das Identifikationssignal 135 an die
Bedienvorrichtung 150 weiterzuleiten.
Das Identifikationssignal 135 repräsentiert beispielsweise zusätzlich zu der Kopplung des
Haushaltgeräts 130 auch die Art des Haushaltgeräts 130, hier einen Topf.
Ansprechend auf das Identifikationssignal 135 ist der Nutzer in der Lage über das an das jeweilige Haushaltgerät 130 angepasste Bedienelement 120 das Haushaltgerät 130 zu bedienen. Beispielsweise steuert der Nutzer durch Drehbewegungen des Bedienelements 120 verschiedene Temperaturstufen des Haushaltgeräts 130 an. Hierzu erscheinen lediglich ı5 beispielhaft auf der Anzeigeeinrichtung 150 die verschiedenen einstellbaren
Temperaturstufen.
Die von dem Nutzer an dem Bedienelement 120 erfolgten Betätigungen werden von der
Knebelbox 125 erfasst. Die Knebelbox 125 gibt daraufhin das Steuersignal 140 entweder direkt an das Haushaltgerät 130 aus oder an das Induktionsfeld 115 oder an das
Induktionsfeld und von da aus über eine Datenverbindung an das Haushaltsgerät, um das
Haushaltgerät 130 zu betreiben.
In anderen Worten ausgedrückt zeigt Figur 1 die Bedienvorrichtung 110, wobei das
Bedienelement 120 die Topftemperaturen stellt.
In anderen Worten ausgedrückt sind mit dem hier vorgestellten Ansatz, genauer gesagt mit der Bedienvorrichtung 110, die auch als koppelbare Knebelbox bezeichnet werden kann, individuelle Einstellungen am Haushaltgerät 130, das auch als Kleingerät bezeichnet werden kann, realisierbar. Die Einstellmöglichkeiten unterscheiden sich beispielsweise individuell für jedes aufgestellte Haushaltgerät 130 und durch die automatische Anmeldung des
Haushaltgeräts 130, zum Beispiel über seine Identifizierung (ID), an das Induktionsfeld 115, das auch als Induktionszone bezeichnet werden kann. Zum Beispiel wird durch Drehen des
Bedienelements 120, das auch als Knebel bezeichnet werden kann, bei einem als Mixer aufgestellten Haushaltgerät 130 die Drehzahl eingestellt, bei einem als Eierkocher aufgestellten Haushaltgerät 130 die Kochzeit eingestellt, bei einem als Auftischkochfeld ausgebildetem Haushaltgerät 130 die Leistungsstufe eingestellt und/oder bei einem als Smart
Cookware ausgebildetem Haushaltgerät 130 die Temperaturen eingestellt.
Optional weist das Bedienelement 120 auch weitere Bedienschnittstellen-Elemente zur
Anzeige auf, die mit der Anzeige des Haushaltgeräts 130, das auch als Kleingerät bezeichnet werden kann, synchronisiert werden, wenn beispielsweise die Anzeigemöglichkeiten am
Haushaltgerät 130 beschränkt sind. Hierzu weist die Bedienvorrichtung 110 die
Anzeigeeinrichtung 150 auf, um beispielsweise eine Temperatur am Haushaltgerät 130 nur durch farbige LED zu kennzeichnen und/oder um auf mindestens einem der
Anzeigeelemente 155, 160, die auch als Display bezeichnet werden können, exakte
Temperaturwerte anzuzeigen.
Auch ist das Bedienelement 120 beispielsweise zum Wechseln zwischen mehreren
Einstellbarametern durch Doppeldruck oder Dreifachdruck bedienbar und/oder weist weitere
Ul-Elemente, wie Knöpfe, Touchdisplay etc, auf.
Das Verhalten des Bedienelements 120, alternativ weist die Bedienvorrichtung 110 eine ı5 Mehrzahl von Bedienelementen 120 auf, ist je nach bedientem Haushaltgerät 130 unterschiedlich. Beispielsweise ist ein konfigurierbarer Bedienelement 120 mit konfigurierbaren Rastpositionen, Anschlägen, Drehwiderstand, etc. verwendbar. Ein solches
Bedienelement 120 wird zum Beispiel mit Hilfe eines Ferrofluids realisierbar. Ein als Toaster ausgebildetes Haushaltgerät 130 mit den Einstellmöglichkeiten an/aus wird beispielsweise dabei durch zwei eng beieinanderliegende feste Rastpositionen bedient, während zum
Beispiel ein als Mixer ausgebildetes Haushaltgerät 130 mit neun Geschwindigkeitsstufen durch neun Rastpositionen verteilt über den vollen Umfang des Bedienelements 120 plus eine haptisch deutlich abweichende „aus“-Stellung angesteuert wird. Alternativ oder ergänzend ist eine optische Indikation verschiedener Einstellungen zum Beispiel auf dem ringförmigen Anzeigeelement 155 realisiert, zum Beispiel unterschiedlich viele Positionen und/oder unterschiedliche Symbole verteilt um das Bedienelement 120.
Die Verbindung zwischen der Knebelbox 125 und dem Induktionsfeld 115 erfolgt drahtgebunden oder drahtlos, beispielsweise mittels WLAN, Bluetooth oder UWB. Bei einer drahtlosen Verbindung werden die Knebelbox 125 und das Induktionsfeld 115 einander zugewiesen, dies zum Beispiel durch einen Zuordnungs-NFC Tag, der mit der Knebelbox 125 ausgeliefert wird und zum Beispiel einen Bluetooth-Schlüssel enthält oder über ein
Haushaltgerät 130 mit Bluetooth-Funktion und Anzeigeeinrichtung.
Bei einer drahtlosen Verbindung kommuniziert die Bedienvorrichtung 110, beispielsweise über das Bedienelement 120 oder die Knebelbox 125, über das Haushaltgerät 130 mit dem
Induktionsfeld 115, das auch als Transmitter bezeichnet werden kann und das Energie bereitstellende Gerät repräsentiert. In diesem Fall stellt die Bedienvorrichtung 110 nur eine
Fernbedienung für das Haushaltgerät 130 dar. Das Haushaltgerät 130 nimmt die Eingaben der die Bedienvorrichtung 110, also über das Bedienelement 120 getätigte Eingaben, entgegen, verarbeitet sie und fordert vom Induktionsfeld 115 Leistung an. Für das
Induktionsfeld 115 ändert sich gegenüber einer Bedienung direkt am Haushaltgerät 130 nichts, da das Induktionsfeld 115 weiterhin einfach nur entsprechend der Anfragen des
Haushaltgeräts 130 Energie bereitstellt. Für das Pairing zwischen dem Haushaltgerät 130 und dem Bedienelement 120 gibt es diverse Möglichkeiten. Zum Beispiel werden beide
Geräte 120, 130 aneinandergehalten und bauen zum Beispiel über NFC eine Verbindung, um
Schlüssel für eine längerreichweitige BT-Verbindung auszutauschen.
Bei einer drahtlosen oder drahtgebundenen Verbindung der Bedienvorrichtung 110 mit dem
Induktionsfeld 115, ergeben sich weitergehende Änderungen in der Kommunikation und
Regelungstechnik. Bei einer drahtgebundenen Verbindung ergibt sich die Zuordnung
Bedienelement 120 - Induktionsfeld 115 aus der drahtgebundenen Verbindung selbst. Wenn ı5 ein Haushaltgerät 130 auf dem Induktionsfeld 115 aufgestellt wird, identifiziert sich dieses bei dem Induktionsfeld 115 mittels NFC. Wie oben beschrieben, wird das Verhalten der
Bedienvorrichtung 110, beispielsweise Einstellmöglichkeiten des Bedienelements 120, an das aufgestellte Haushaltgerät 130 angepasst. Zu diesem Zweck leitet das Induktionsfeld 115 die notwendigen Daten zu den Einstellmöglichkeiten an die Bedienvorrichtung 110 weiter.
Anschließend verfügt das Induktionsfeld 115 über verschiedene Betriebsmodi:
Eine reine Kleingerätesteuerung: Die Befehle des Bedienelements 120 werden ignoriert. Nur die Befehle des Haushaltgeräts 130, zum Beispiel Leistungsanforderung, werden ausgeführt.
Alternativ eine nahezu reine Steuerung über das Bedienelement 120: Die Befehle des
Haushaltgeräts 130 werden ignoriert. Nur die Befehle der die Bedienvorrichtung 110, die hier über das Bedienelement 120 getätigt werden, werden ausgeführt. Dabei berücksichtigt die die Bedienvorrichtung 110, beispielsweise durch eine geeignete Konfiguration des
Bedienelements 120, alle Beschränkungen des Haushaltgeräts 130, zum Beispiel verfügbare
Leistung/Drehzahl, etc. oder verwirft nicht zu diesen Beschränkungen passende Befehle vom
Induktionsfeld 115. Sicherheitsfunktionen des Haushaltgeräts 130 sind auch in diesem Fall weiter möglich, zum Beispiel eine Sicherheitsabschaltung bei zu hoher Temperatur.
Alternativ ist eine Kombinationssteuerung realisierbar: Dabei sind Eingaben zum Beispiel zur
Temperatur und/oder Drehzahl sowohl am Bedienelement 120 als auch am Haushaltgerät 130 betätigbar. In diesem Fall erfolgt eine spezielle Behandlung von widersprechenden
Angaben. Zum Beispiel wird unabhängig von dem Ort der Eingabe immer der zuletzt angegebene Wert für eine spezielle Größe gewertet. Insbesondere im Fall einer
Kombinationssteuerung mit Anzeigemöglichkeiten an beiden Ul-Elementen, also an dem
Bedienelement 120 und dem Haushaltgerät 130 wird der am jeweils anderen Ul-Element angegebene und vom Induktionsfeld 115 ausgeführte Wert vom Induktionsfeld 115 an das jeweils andere Gerät 120, 130 weitergeleitet und dort angezeigt.
Bei einer drahtlosen Verbindung des Bedienelements 120 mit dem Induktionsfeld 115 wird s zunächst eine Verbindung zwischen den beiden Geräten 120, 115 aufgebaut. Anschließend gelten die oben für drahtgebundene Geräte beschriebenen Vorgehensweisen auch hier.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist eine Knebelbox 125 mit mehreren Bedienelementen 120, die mit verschiedenen Basisstationen verbunden werden.
Die, auf einem Zusammenspiel mit der Knebelbox 125 basierenden Haushaltgeräte 130 implementieren optional nur ein Minimal-Ul, um gewünschte Anzeigemöglichkeiten zu realisieren, wie beispielsweise Fehler, erfolgreiche Verbindung, etc. Werden sie auf einem
Induktionsfeld 115 ohne gekoppelte Knebelbox 125 verwendet, ist gemäß einem
Ausführungsbeispiel eine feste Voreinstellung hinterlegt, zum Beispiel feste Drehzahl für den
Mixer, feste Zeit für den Eierkocher. Dies hat den Vorteil, dass diese Geräte aufgrund des ı5 reduzierten Uls deutlich günstiger produzierbar sind und nur mit der Knebelbox 125 ihren vollen Funktionsumfang bieten. Alternativ ist über eine Drahtlosverbindung des
Haushaltgeräts 130 auch ein erweitertes Ul über ein Mobilgerät realisierbar.
Wenn das Induktionsfeld 115 auch über die Fähigkeit verfügt, den Boden eines klassischen
Gargeschirrs auf einem Induktionskochfeld wie üblich direkt induktiv zu beheizen, ist das
Bedienelement 120 auch nutzbar, um diese Betriebsart zu bedienen.
Um über die Bedienvorrichtung 110 ein weiteres Haushaltgerät bedienen zu können weist die
Bedienvorrichtung 110 gemäß einem Ausführungsbeispiel ein weiteres konfigurierbares
Bedienelement auf, das nach einer Kopplung des weiteren Haushaltgeräts mit dem
Induktionsfeld 115 oder einem weiteren Induktionsfeld entsprechend gewünschter
Einstellmdglichkeiten für das weitere Haushaltgerät konfiguriert wird. Die Knebelbox 125 ist ausgebildet, um entsprechend dem Bedienelement 120 auch eine Bedienung des Weiteren
Bedienelements 120 zu erfassen und ein weiteres Steuersignal zur Steuerung des weiteren
Haushaltgeräts an das weitere Haushaltgerät oder an ein Induktionsfeld auszugeben, auf dem das weitere Haushaltgerät abgestellt ist.
Figur 2 zeigt eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Induktionsvorrichtung 100.
Die Induktionsvorrichtung 100 weist die Bedienvorrichtung 110 auf. Die Induktionsvorrichtung 100 und die Bedienvorrichtung 110 ähneln oder entsprechen der Induktionsvorrichtung und der Bedienvorrichtung aus Figur 1, mit Ausnahme dessen, dass das Haushaltgerät 130 als ein Mixer ausgebildet ist.
In einem betriebsbereiten Zustand der Induktionsvorrichtung 100 stellt der Nutzer beispielsweise das Haushaltgerät 130 auf die Arbeitsplatte 105, sodass das Haushaltgerät 130 mit dem Induktionsfeld 115 zusammenwirkt.
Hierzu weist das Haushaltgerät 130 beispielsweise die Spule 165, genauer gesagt eine NFC- s Spule, die Induktorspule 170, eine Kleingerätelektronik 200 sowie die Benutzerschnittstelle 180, UI genannt, auf.
Das Induktionsfeld 115 umfasst ebenfalls die Spule 185, genauer gesagt eine NFC-Spule, die
Induktorspule 190 sowie die Elektronik 195, die auch als Kl-Generator bezeichnet werden kann.
Das Haushaltgerät 130 gibt beispielsweise nach dem Aufstellen auf die Arbeitsplatte 105 bzw. das Induktionsfeld 115 das Identifikationssignal 135 entweder direkt an das
Bedienelement 120 oder an das Induktionsfeld 115 aus. Das Identifikationssignal 135 repräsentiert beispielsweise die Art des Haushaltgeräts 130, hier einen Mixer.
Ansprechend auf das Identifikationssignal 135 ist der Nutzer in der Lage über das
Bedienelement 120 das Haushaltgerät 130 zu bedienen. Beispielsweise steuert der Nutzer durch Drehbewegungen des Bedienelements 120 verschiedene Drehzahlstufen des
Haushaltgeräts 130 an. Hierzu erscheinen lediglich beispielhaft auf der Anzeigeeinrichtung 150 die verschiedenen Drehzahlstufen.
Die von dem Nutzer an dem Bedienelement 120 erfolgten Betätigungen werden von der
Knebelbox 125 erfasst. Die Knebelbox 125 gibt daraufhin das Steuersignal 140 entweder direkt an das Haushaltgerät 130 aus oder an das Induktionsfeld 115, um das Haushaltgerät 130 zu betreiben.
In anderen Worten ausgedrückt zeigt Figur 2 die Bedienvorrichtung 110, wobei das
Bedienelement 120 die Mixerdrehzahl stellt.
Figur 3 zeigt eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Induktionsvorrichtung 100.
Die Induktionsvorrichtung 100 weist die Bedienvorrichtung 110 auf. Die Induktionsvorrichtung 100 und die Bedienvorrichtung 110 ähneln oder entsprechen der Induktionsvorrichtung und der Bedienvorrichtung aus einer der vorstehend beschriebenen Figuren, mit Ausnahme dessen, dass das Haushaltgerät 130 als ein Standardtopf ausgebildet ist.
Das Haushaltgerät 130 ist, ähnlich wie das Haushaltgerät in Figur 1, als ein Topf ausgebildet, mit Ausnahme dessen, dass das Haushaltgerät 130 anstelle der Induktorspule eine
Feldverlängerungsspule 300 und zusätzlich einen Induktionsboden 305, der auch als
Standard-Induktionsboden bezeichnet werden kann und eine Temperaturdämmung 310 aufweist.
Die Feldverlängerungsspule 300 ist beispielsweise zwischen dem Induktionsboden 305 und der Temperaturdämmung 310 angeordnet.
In anderen Worten ausgedrückt zeigt Figur 3 die Bedienvorrichtung 110, wobei ein
Auftischkochfeld mit Standardtopf gezeigt ist.
Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 400 zum
Betreiben eines Haushaltgeräts unter Verwendung einer Induktionsvorrichtung. Die
Induktionsvorrichtung ähnelt oder entspricht der Induktionsvorrichtung aus einer der vorstehend beschriebenen Figuren.
Das Verfahren 400 umfasst einen Schritt 405 des Bereitstellens und einen Schritt 410 des
Anpassens. Im Schritt des Bereitstellens 405 wird die angepasste Einstellmöglichkeit zum
Einstellen unterschiedlicher Betriebsparameter des Haushaltgeräts durch unterschiedliche
Betätigungen des Bedienelements durch den Nutzer an das Haushaltgerät und/oder an das
Induktionsfeld bereitgestellt, ansprechend auf das Identifikationssignal. Im Schritt 410 des
Ausgebens wird das Steuersignal zum Betreiben des Haushaltgeräts mit einem der erfolgten
Betätigung zugewiesenen Betriebsparameter an das Haushaltgerät und/oder an das
Induktionsfeld ausgegeben.
Das Verfahren 400 umfasst gemäß einem Ausführungsbeispiel einen Schritt 415 des
Einlesens, wobei im Schritt 415 des Einlesens das Identifikationssignal eingelesen wird, das eine Kopplung des Haushaltgeräts mit dem Induktionsfeld anzeigt. Der Schritt 415 des
Einlesens wird vor dem Schritt 405 des Bereitstellens ausgeführt.
Das Verfahren 400 umfasst gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel einen Schritt 420 des Erfassens, wobei im Schritt 420 des Erfassens die erfolgte Betätigung des
Bedienelements erfasst wird. Der Schritt 420 des Erfassens wird vor dem Schritt 410 des
Ausgebens ausgeführt.
Weiterhin kann das Verfahren 400 einen Schritt eines Synchronisierens des Bedienelements 120 nach einem lokalen Bedienen eines Haushaltsgerät-Bedienelementes aufweisen, so dass das Bedienelement 120 und das Haushaltsgerät-Bedienelement des zu bedienenden
Haushaltsgerätes 130 stets synchron ausgebildet sind.

Claims (14)

Patentansprüche
1. Bedienvorrichtung (110) für ein unter Verwendung eines Induktionsfelds (115) betreibbares Haushaltgerät (130), wobei die Bedienvorrichtung (110) die folgenden Merkmale aufweist: ein konfigurierbares Bedienelement (120), das ausgebildet ist, um ansprechend auf ein Identifikationssignal (135), das eine Kopplung des Haushaltgeräts (130) mit dem Induktionsfeld (115) anzeigt, eine an das Haushaltgerät (130) angepasste Einstellmöglichkeit zum Einstellen unterschiedlicher Betriebsparameter des Haushaltgeräts (130) durch unterschiedliche Betätigungen des Bedienelements (120) durch einen Nutzer bereitzustellen; und eine Knebelbox (125), die mit dem Bedienelement (120) gekoppelt ist und ausgebildet ist, um eine erfolgte Betätigung des Bedienelements (120) zu erfassen und ein Steuersignal (140) zum Betreiben des Haushaltgeräts (130) mit einem der erfolgten Betätigung zugewiesenen Betriebsparameter auszugeben.
2. Bedienvorrichtung (110) gemäß Anspruch 1, wobei die Bedienvorrichtung (110) ausgebildet ist, um das Identifikationssignal (135) über eine Schnittstelle zu dem Haushaltgerät (130) oder zu dem Induktionsfeld (115) zu empfangen.
3. Bedienvorrichtung (110) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Knebelbox (125) ausgebildet ist, um das Steuersignal (140) über eine Schnittstelle zu dem Haushaltgerät (130) oder zu dem Induktionsfeld (115) oder über das Induktionsfeld an das Haushaltgerät auszugeben.
4. Bedienvorrichtung (110) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Knebelbox (125) drahtlos oder drahtgebunden mit dem Induktionsfeld (115) gekoppelt oder koppelbar ist und/oder wobei die Knebelbox (125) drahtlos mit dem Haushaltgerät (130) gekoppelt oder koppelbar ist.
5. Bedienvorrichtung (110) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Bedienelement (120) drahtlos mit dem Haushaltgerät (130) gekoppelt oder koppelbar ist und/oder wobei das Bedienelement (120) drahtlos oder drahtgebunden mit dem Induktionsfeld (115) gekoppelt oder koppelbar ist. © Bedienvorrichtung (110) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Bedienelement (120) unterschiedliche Rastpositionen und/oder unterschiedliche
Anschläge und/oder unterschiedliche Drehwiderstände als Einstellverhalten zum Einstellen der unterschiedlichen Betriebsparameter aufweist.
7. Bedienvorrichtung (110) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Knebelbox (125) ausgebildet ist, um eine Anzahl von Druckbetätigungen auf das Bedienelement (120) als die erfolgte Betätigung zu erfassen.
8. Bedienvorrichtung (110) gemäß Anspruch 6, wobei das Bedienelement (120) oder die Knebelbox (125) ein ferromagnetisches Material aufweist, um das Einstellverhalten zu realisieren.
9. Bedienvorrichtung (110) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einer Anzeigeeinrichtung (150), die ausgebildet ist, um eine Information des Haushaltgeräts (130) anzuzeigen.
10. Induktionsvorrichtung (100) mit den folgenden Merkmalen: eine Arbeitsplatte (105), an der mindestens ein Induktionsfeld (115) angeordnet ist; und eine Bedienvorrichtung (110) gemäß einem der vorgegangenen Ansprüche 1 bis 9, die mit dem Induktionsfeld (115) der Arbeitsplatte (105) zusammenwirkt.
11. Verfahren (400) zum Betreiben eines Haushaltgeräts (130) unter Verwendung einer Induktionsvorrichtung (100) gemäß Anspruch 10, wobei das Verfahren (400) die folgenden Schritte umfasst: Bereitstellen (405) der angepassten Einstellmöglichkeit zum Einstellen unterschiedlicher Betriebsparameter des Haushaltgeräts (130) durch unterschiedliche Betätigungen des Bedienelements (120) durch den Nutzer an das Haushaltgerät (130) und/oder an das Induktionsfeld (115), ansprechend auf das Identifikationssignal (135); und Ausgeben (410) des Steuersignals (140) zum Betreiben des Haushaltgeräts (130) mit einem der erfolgten Betätigung zugewiesenen Betriebsparameter an das Haushaltgerät (130) und/oder an das Induktionsfeld (115).
12. Verfahren (400) gemäß Anspruch 11, mit einem Schritt (415) des Einlesens des Identifikationssignals (135), wobei das Identifikationssignal (135) eine Kopplung des Haushaltgeräts (130) mit dem Induktionsfeld (115) anzeigt, wobei der Schritt (415) des Einlesens vor dem Schritt (405) des Bereitstellens ausgeführt wird.
13. Verfahren (400) gemäß einem der Ansprüche 11 bis 12, mit einem Schritt (420) des Erfassens der erfolgten Betätigung des Bedienelements (120), wobei der Schritt (420) des Erfassens vor dem Schritt (410) des Ausgebens ausgeführt wird.
14. Verfahren (400) weiterhin aufweisend einen Schritt eines Synchronisierens des Bedienelements (120) nach einem lokalen Bedienen eines Haushaltsgerät- Bedienelementes, so dass das Bedienelement (120) und das Haushaltsgerät- Bedienelement des zu bedienenden Haushaltsgerätes (130) stets synchron ausgebildet sind.
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Citations (5)

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