LU505808B1 - Stromschienenanordnung für Überspannungsschutzgeräte - Google Patents
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Abstract
Dargestellt und beschrieben ist eine Stromschienenanordnung (1) für Über- spannungsschutzgeräte (2), die ein Gehäuse (5, 6) mit mindestens einem darin angeordneten Überspannungsbauelement (7) und mindestens zwei Leiteran- schlussklemmen (8) aufweisen, wobei die Stromschienenanordnung (1) der elektrischen Verbindung der Anschlüsse des mindestens einen Überspan- nungsbauelements (7) mit den Leiteranschlussklemmen (8) dient. Die erfindungsgemäße Stromschienenanordnung (1) kann dadurch besonders einfach an unterschiedliche Anschlussschemata unterschiedlicher Überspan- nungsschutzgeräte (2) angepasst werden, dass die Stromschienenanordnung (1) einen Basisabschnitt (9), mehrere Anschlussabschnitte (10) und mehrere Verbindungsabschnitte (11) aufweist, wobei die einzelnen Anschlussab- schnitte (10) jeweils über einen Verbindungsabschnitt (11) mit dem Basisab- schnitt (9) verbunden sind, dass jeweils die Hälfte der Anschlussabschnitte (10) auf einer Seite des Basisabschnitts (9) in einer Reihe nebeneinander an- geordnet sind, sodass zwei Reihen von Anschlussabschnitten (10) auf gegen- überliegenden Seiten des Basisabschnitts (9) angeordnet sind, und dass die einzelnen Anschlussabschnitte (10) durch Durchtrennen des jeweils zugeord- neten Verbindungsabschnitts (11) vom Basisabschnitt (9) abtrennbar sind.
Description
1 LU505808
Stromschienenanordnung für Überspannungsschutzgeräte
Die Erfindung betrifft eine Stromschienenanordnung für Überspannungs- schutzgeräte, die ein Gehäuse mit mindestens einem darin angeordneten Über- spannungsbauelement und mindestens zwei Leiteranschlussklemmen aufwei- sen, wobei die Stromschienenanordnung der elektrischen Verbindung der An- schlüsse des mindestens einen Überspannungsbauelements mit den Leiteran- schlussklemmen dient. Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch ein Verfah- ren zur Herstellung einer solchen Stromschienenanordnung.
Überspannungsschutzgeräte werden in unterschiedlichen Ausführungsvarian- ten umfangreich zum Schutz von elektrischen Stromkreisen, Anlagen, Ma- schinen und Geräten eingesetzt. Je nach Anwendungsfall und Schutzstufe wei- sen die Überspannungsschutzgeräte dabei unterschiedliche überspannungsbe- grenzende Bauelemente und unterschiedliche Bauformen auf. Als überspan- nungsbegrenzende Bauelemente werden dabei insbesondere Funkenstrecken, gasgefüllte Überspannungsableiter und Varistoren sowie Kombinationen die- ser Bauelemente eingesetzt.
Häufig sind in einem Überspannungsschutzgeräte auch mehrere Überspan- nungsbauelement angeordnet, die je nach Einsatzzweck und Einbauort unter- schiedlich miteinander verschaltet sind. Dies gilt insbesondere für Überspan- nungsschutzgeräte, die in 3-Phasen-Systemen eingesetzt werden. Dabei müs- sen bei mehrpoligen Überspannungsschutzgeräten unterschiedliche An- schlussschemata realisiert sein, je nachdem, in welchem Netztyp die Über- spannungsschutzgerite eingesetzt werden sollen.
In einem TN-C-System kommt beispielsweise immer eine sogenannte 3+0-
Schaltung zur Anwendung, bei der zwischen jedem der drei AuBenleiter (L1,
L2, L3) und dem Schutzleiter PE oder dem PEN-Leiter ein Schutzpfad reali- siert ist, d. h., ein Überspannungsbauelement geschaltet ist. In einem TN-S-
System darf sowohl eine 4+0-Schaltung als auch eine 3+1-Schaltung verwen- det werden. Bei einer 4+0-Schaltung ist zwischen den vier aktiven Leitern (AuBenleiter und Neutralleiter N) und dem Schutzleiter PE ein Schutzpfad re- alisiert, während eine 3+1-Schaltung einen Schutzpfad zwischen jedem Au-
Benleiter und dem Neutralleiter und einen Schutzpfad zwischen dem Neutral- leiter und dem Schutzleiter aufweist. Für die einzelnen Überspannungsschutz- geräte müssen somit, je nachdem, für welchen Einsatzort sie vorgesehen sind,
2 LU505808 unterschiedliche Stromschienenanordnungen realisiert bzw. auf Lager gehal- ten werden.
Die DE 100 58 977 B4 offenbart einen mehrpoligen stoßstromfesten Über- spannungsableiter mit in einem Gehäuse parallel angeordneten, intern fest ver- drahteten gekapselten Funkenstrecken. Die Funkenstrecken weisen gegen- überliegende, hervorstehende Kontaktflächen auf, die mit äußeren Anschluss- klemmen sowie inneren Kontaktschienen verbunden sind. Der bei der darge- stellten 3+1-Schaltung erforderliche interne Verdrahtungsebenen-Wechsel er- folgt mittels einer steckbaren Verdrahtungsebenen-Wechselbrücke, die Z-för- mig ausgebildet ist. Die Verdrahtungsebene-Wechselbrücke soll den Vorteil aufweisen, dass sie einfach in das Gehäuse eingesetzt und mit den Kontaktflä- chen zweier Funkenstrecken durch Formschluss kontaktiert werden kann.
Aus der DE 10 2009 047 478 A1 ist ein Stanzgitter bekannt, mit dem Bauteile in einem Fahrzeug miteinander verbunden werden sollen. Das Stanzgitter weist eine Umspritzung sowie eine Anzahl von Einzelleiterbahnen auf. In dem umspritzten Stanzgitter ist eine Öffnung eingebracht, durch die zwei Leiter- bahnen durchtrennt sind. In diese Öffnung kann ein Kreuzungselement einge- setzt werden, das die durchtrennten Leiterbahnen zumindest einmal gekreuzt wieder miteinander verbindet. Durch das Ausstanzen der Öffnung und das
Einsetzen des Kreuzungselements können somit unterschiedliche Leiterbah- nen miteinander verbunden werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs be- schriebene Stromschienenanordnung für Überspannungsschutzgeräte zur Ver- fügung zu stellen, das möglichst einfach aufgebaut ist und kostengünstig her- gestellt werden kann. Dabei soll die Stromschienenanordnung besonders ein- fach an unterschiedliche Anschlussschemata unterschiedlicher Überspan- nungsschutzgeräte angepasst werden können.
Diese Aufgabe ist bei der eingangs beschriebenen Stromschienenanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße
Stromschienenanordnung weist dazu einen Basisabschnitt, mehrere An- schlussabschnitte und mehrere Verbindungsabschnitte auf, wobei die einzel- nen Anschlussabschnitte jeweils über einen Verbindungsabschnitt mit dem
Basisabschnitt verbunden sind. Jeweils die Hälfte der Anschlussabschnitte ist dabei auf einer Seite des Basisabschnitts in einer Reihe nebeneinander ange- ordnet, sodass zwei Reihen von Anschlussabschnitten auf den beiden gegen-
3 LU505808 überliegenden Seiten des Basisabschnitts angeordnet sind. Dabei sind die Ver- bindungsabschnitte derart ausgebildet, dass die einzelnen Anschlussabschnitte jeweils vom Basisabschnitt abtrennbar sind, indem der jeweils zugeordnete
Verbindungsabschnitt durchtrennt wird.
Erfindungsgemäß wird so eine Stromschienenanordnung zur Verfügung ge- stellt, die grundsätzlich die unterschiedlichen Anschlussschemata, die für un- terschiedliche Überspannungsschutzgeräte benötigt werden, ermöglicht. Es kann somit eine Stromschienenanordnung als „Grundanordnung“ hergestellt und auf Lager gehalten werden, die durch einfaches Abtrennen einzelner An- schlussabschnitte für ein spezielles Anschlussschema konfektioniert werden kann, sodass die derart fertiggestellte Stromschienenanordnung dann in das
Gehäuse eines entsprechenden Überspannungsschutzgeräts eingesetzt und montiert werden kann. Das Abtrennen einzelner Anschlussabschnitte bzw. das damit verbundene Durchtrennen der zugeordneten Verbindungsabschnitte kann auf einfache Art und Weise insbesondere mittels Stanzen erfolgen.
Eingangs ist ausgeführt worden, dass die Stromschienenanordnung für Über- spannungsschutzgeräte mit mindestens einem im Gehäuse angeordneten
Überspannungsbauelement vorgesehen ist. Auch wenn die Stromschienenan- ordnung grundsätzlich auch bei einem Überspannungsschutzgerät mit nur ei- nem Überspannungsbauelement verwendet werden kann, so wird die Strom- schienenanordnung vorzugsweise für Überspannungsschutzgeräte verwendet, die mehrere Überspannungsbauelemente aufweisen und in einem Mehrpha- sen-System, insbesondere einem 3-Phasen-System eingesetzt werden. Bei ei- nem derartigen Einsatzzweck der Stromschienenanordnung weist diese vor- zugsweise acht Anschlussabschnitte und acht Verbindungsabschnitte auf, wo- bei auf beiden Seiten des mittig angeordneten Basisabschnitts jeweils vier An- schlussabschnitte, und entsprechend auch vier Verbindungsabschnitte, neben- einander angeordnet sind, sodass zwei Reihen mit je vier Anschlussabschnit- ten auf den beiden gegenüberliegenden Seiten des Basisabschnitts einander gegenüberliegend angeordnet sind.
Soll eine solche Stromschienenanordnung bei einem Überspannungsschutzge- rät mit einer 3+1-Schaltung eingesetzt werden, so wird auf der einen Seite des
Basisabschnitts ein Verbindungsabschnitt durchgetrennt, während auf der an- deren Seite des Basisabschnitts drei Verbindungsabschnitte durchtrennt wer- den. Soll die Stromschienenanordnung dagegen bei einem Überspannungs- schutzgerät montiert werden, bei dem eine 4+0-Schaltung realisiert werden
4 LU505808 soll, so werden auf einer Seite des Basisabschnitts alle vier Verbindungsab- schnitte durchtrennt, während auf der anderen Seite des Basisabschnitts alle vier Anschlussabschnitte über die jeweiligen Verbindungsabschnitte mit dem
Basisabschnitt verbunden bleiben.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Stromschienena- nordnung weisen die einzelnen Anschlussabschnitte jeweils einen Stromschie- nenabschnitt auf, der einen Teil einer Leiteranschlussklemme des Überspan- nungsschutzgeräts bildet. Die Leiteranschlussklemme kann dabei beispiels- weise als Schraubanschluss oder als Federkraftklemmanschluss ausgebildet sein, sodass ein an die Leiteranschlussklemme anzuklemmender Leiter mittels einer Schraube oder einer Klemmfeder gegen den am entsprechenden An- schlussabschnitt ausgebildeten Stromschienenabschnitt geklemmt wird.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weisen einzelnen An- schlussabschnitte der Stromschienenanordnung jeweils mindestens zwei ein- ander gegenüberliegende Kontaktarme auf, die zusammen einen Steckkontakt für einen Anschluss eines Überspannungsbauelements bilden. Dadurch ist der
Anschluss der einzelnen Überspannungsbauelemente mit den einzelnen An- schlussabschnitten besonders einfach, da die vorzugsweise stift- oder messer- artig ausgebildeten Anschlüsse der Überspannungsbauelemente nur in die kor- respondierenden Steckkontakte an den Anschlussabschnitten eingesteckt wer- den müssen.
Die Steckkontakte können dabei jeweils als eine Art Kontakttulpe ausgebildet sein, bei der die einzelnen Kontaktarme eine geschwungene Form aufweisen.
Dabei können auch mehr als zwei Kontaktarme ausgebildet sein, die zusam- men einen Steckkontakt bzw. eine Kontakttulpe bilden. Ebenso können die einzelnen Kontaktarme eines Steckkontakts geschlitzt sein, wodurch einzelne
Kontaktfinger gebildet werden, die zusammen einen Steckkontakt bilden.
Die Steckkontakte können auf unterschiedliche Art und Weise hergestellt sein.
So kann gemäß einer Ausgestaltung mindestens ein Kontaktarm als aus der
Stromschienenanordnung, insbesondere im Verbindungsbereich, freigestanzte und abgebogene Zunge ausgebildet sein. Alternativ dazu können die Steck- kontakte jedoch auch als separate Teile ausgebildet sein, die auf der Strom- schienenanordnung befestigt sind. Die Befestigung auf der Stromschienenan- ordnung kann dabei insbesondere durch Schweißen oder Löten erfolgen.
Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass für die Steckkontakte ein anderes
Material verwendet werden kann, als für den Rest der Stromschienenanord- nung.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung können die Steckkontakte eine zusätzli- che Überfeder aufweisen, die derart ausgebildet ist, dass sie zumindest zwei 5 Kontaktarme zumindest teilweise von außen umgreift. Durch die Anordnung einer Überfeder am Steckkontakt können die Kontaktkräfte des Steckkontakts erhöht werden. Dies kann insbesondere auch dadurch erreicht werden, dass die Überfedern aus einem anderen Material bestehen als die Steckkontakte bzw. der Rest der Stromschienenanordnung.
Gemäß einer alternativen Ausgestaltung können einzelne Anschlussabschnitte jeweils mindestens eine Öffnung aufweisen, die eine Kontaktaufnahme für ei- nen Anschluss eines Überspannungsbauelements bildet. Der Anschluss des
Überspannungsbauelements ist dann vorzugsweise federnd ausgebildet, so- dass ein guter elektrischer Kontakt zwischen dem Anschluss und der Strom- schienenanordnung gewährleistet ist, wenn der Anschluss in die Öffnung ein- gesteckt ist.
Die einzelnen Anschlussabschnitte weisen vorzugsweise jeweils sowohl einen
Stromschienenabschnitt, der ein Teil einer Leiteranschlussklemme bildet, als auch einen Steckkontakt oder eine Öffnung als Kontaktaufnahme für einen
Anschluss eines Überspannungsbauelements auf. Dadurch kann eine beson- ders kurze Verbindung zwischen dem jeweiligen Anschluss eines Überspan- nungsbauelements und der zugeordneten Leiteranschlussklemme bzw. dem daran angeschlossenen Leiter realisiert werden.
Grundsätzlich können dabei die einzelnen Anschlussabschnitte einer Strom- schienenanordnung unterschiedlich ausgebildet sein. Einzelne Steckkontakte können also beispielsweise als separate Teile auf der Stromschienenanordnung befestigt sein, während andere Steckkontakte von Kontaktarmen gebildet wer- den, die Teil der Stromschienenanordnung sind, insbesondere von einer aus der Stromschienenanordnung freigestanzten und abgebogenen Zunge gebildet sein. Zusätzlich oder alternativ können auch in einzelne Anschlussabschnitte eine Öffnung aufweisen, die jeweils eine Kontaktaufnahme für einen An- schluss eines Überspannungsbauelements bilden.
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Daneben können auch die Stromschienenabschnitte der einzelnen Anschluss- abschnitte grundsätzlich unterschiedlich ausgebildet sein, sodass beispiels- weise einige Stromschienenabschnitte für einen Schraubanschluss und andere
Stromschienenabschnitte für einen Federkraftklemmanschluss optimiert sind.
Zuvor ist ausgeführt worden, dass die einzelnen Anschlussabschnitte jeweils über einen Verbindungsabschnitt mit dem Basisabschnitt verbunden sind. Ge- mäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Stromschienen- anordnung weisen die einzelnen Verbindungsabschnitte jeweils zwei parallel zueinander angeordnete Verbindungsstege auf. Hierdurch wird zum einen der
Querschnitt der Verbindungsabschnitte verringert, sodass diese einfacher durchtrennt werden können, zum anderen aber auch eine sichere und stabile
Verbindung eines Anschlussabschnitts mit dem Basisabschnitt über die beiden
Verbindungsstege gewährleistet. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der erste Kontaktarm der einzelnen Anschlussabschnitte jeweils durch eine innere
Kontaktzunge gebildet ist, die zwischen den Verbindungsstegen freigestanzt und abgebogen ist. Das Material des flachen Metallstreifens, aus dem die
Stromschienenanordnung hergestellt wird, das zum Erzeugen der beiden Ver- bindungsstege freigestanzt wird, wird somit direkt zur Ausbildung des ersten
Kontaktarms genutzt, sodass das Material des Metallstreifens optimal genutzt wird und nur sehr wenig Abfall anfällt.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann die Stromschienenanordnung spie- gelsymmetrisch zur Längsachse des Basisabschnitts aufgebaut bzw. ausgebil- det. Dadurch wird die Herstellung der Stromschienenanordnung weiter ver- einfacht wird, da bei der Fertigstellung der Stromschienenanordnung nicht da- rauf geachtet werden muss, wie die Stromschienenanordnung ausgerichtet ist.
Es ist somit unerheblich, ob ein einzelner Anschlussabschnitt durch Durch- trennen des jeweils zugeordneten Verbindungsabschnitts von der ersten Seite oder von der zweiten Seite des Basisabschnitts abgetrennt wird, so lange im
Ergebnis mit der fertig konfektionierten Stromschienenanordnung das ge- wollte Anschlussschema realisierbar ist.
Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zur Herstellung einer Stromschie- nenanordnung für ein Überspannungsschutzgerät, wobei die Stromschienena- nordnung aus einem flachen Metallstreifen hergestellt wird. Bei dem erfin- dungsgemäßen Verfahren wird in einem ersten Schritt die ebene Kontur der
Stromschienenanordnung freigestanzt, wobei die Stromschienenanordnung einen Basisabschnitt, mehrere Anschlussabschnitte und mehrere Verbindungs- abschnitte aufweist. Die einzelnen Anschlussabschnitte sind dabei jeweils
7 LU505808 über einen Verbindungsabschnitt mit dem Basisabschnitt verbunden, wobei jeweils die Hälfte der Anschlussabschnitte auf einer der beiden Seiten des Ba- sisabschnitts in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind, sodass insgesamt zwei Reihen von Anschlussabschnitten auf den beiden aneinander gegenüber- liegenden Seiten des Basisabschnitts angeordnet sind.
Damit die derart ausgestanzte Stromschienenanordnung ein gewünschtes An- schlussschema eines Überspannungsschutzgeräts ermöglicht, wird in einem weiteren Schritt der Verbindungsabschnitt mindestens eines Anschlussab- schnitts durchtrennt, sodass der Anschlussabschnitt nicht mehr mit dem Ba- sisabschnitt verbunden ist. Das Durchtrennen des Verbindungsabschnitts er- folgt dabei vorzugsweise ebenso wie das Herstellen der Stromschienenanord- nung durch Stanzen. Die fertige Stromschienenanordnung kann somit auch als
Stanzgitter bezeichnet werden.
Der als Ausgangsmaterial für die herzustellende Stromschienenanordnung verwendete Metallstreifen kann grundsätzlich eine wesentlich größere Länge als die ausgestanzte Stromschienenanordnung aufweisen, sodass aus einem
Metallstreifen mehrere Stromschienenanordnungen ausgestanzt werden kön- nen. Darüber hinaus bietet die Verwendung eines relativ langen Metallstrei- fens auch die Möglichkeit, je nach Anwendungsfall Stromschienenanordnun- gen mit einer unterschiedlichen Anzahl an Anschlussabschnitten und entspre- chend auch mit einer unterschiedlichen Anzahl an Verbindungsabschnitten freizustanzen. Neben Stromschienenanordnungen mit insgesamt acht An- schlussabschnitten können beispielsweise auch Stromschienenanordnungen mit sechs Anschlussabschnitten oder mit nur vier oder zwei Anschlussab- schnitten freigestanzt werden. Eine Stromschienenanordnung mit nur zwei
Anschlussabschnitten lässt sich dann bei einem Überspannungsschutzgerät einsetzen, das in einem 1-Phasen-System eingesetzt wird und nur ein Über- spannungsbauelement aufweist.
Wie zuvor bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Stromschie- nenanordnung beschrieben worden ist, weisen die einzelnen Anschlussab- schnitte vorzugsweise jeweils einen Stromschienenabschnitt und einen Steck- kontakt auf, der aus zwei einander gegenüberliegenden Kontaktarmen gebil- det wird. Zur Herstellung der ersten Kontaktarme kann jeweils eine innere
Kontaktzunge im Bereich der einzelnen Verbindungsabschnitte aus dem Me- tallstreifen freigestanzt und abgebogen werden, sodass die Haupterstreckung der inneren Kontaktzunge näherungsweise senkrecht zum Verbindungsab- schnitt bzw. zum Basisabschnitt angeordnet ist. Durch das Freistanzen und
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Abbiegen der inneren Kontaktzunge werden aus einem flächigen Verbin- dungsabschnitt gleichzeitig zwei parallel zueinander angeordnete Verbin- dungsstege gebildet, über die der Anschlussabschnitt mit dem Basisabschnitt verbunden ist.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden die zweiten Kontaktarme der einzelnen Steckkontakte bzw. der einzelnen Anschlussabschnitte jeweils derart vom zugeordneten Verbin- dungsabschnitt bzw. den beiden Verbindungsstegen abgebogen, dass die
Haupterstreckung der zweiten Kontaktarme näherungsweise parallel zur
Haupterstreckung der ersten Kontaktarmen verläuft. Die einzelnen Stromschie- nenabschnitte der Anschlussabschnitte verlaufen dann näherungsweise senk- recht zur Haupterstreckung des jeweils zugeordneten zweiten Kontaktarms, so- dass die Stromschienenabschnitte in einer zum Basisabschnitt parallelen Ebene angeordnet sind. Die Stromschienenabschnitte bilden dabei das freie Ende der
Anschlussabschnitte.
Insgesamt kann die erfindungsgemäße Stromschienenanordnung mit dem er- findungsgemäßen Verfahren sehr einfach und damit kostengünstig hergestellt werden, da die Stromschienenanordnung durch Stanzen und Umbiegen aus einem flachen Metallstreifen hergestellt werden kann. Die Stromschienenan- ordnung ist dabei so ausgebildet, dass bei ihrer Herstellung nur relativ wenig
Abfall anfällt, sodass das Material des Metallstreifens, aus dem die Strom- schienenanordnung ausgestanzt wird, optimal genutzt wird.
Im Einzelnen gibt es mehrere Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Strom- schienenanordnung auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen sowohl auf die einzelnen Patentansprüche als auch auf die nachfolgende Be- schreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der Zeich- nung. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung eines Überspannungsschutzgeräts, bestehend aus mehreren Steckerteilen und einem Geräteunterteil,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Ausfithrungsbeispiels ei- ner Stromschienenanordnung,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der Stromschienenanordnung gemäß Fig. 2, konfektioniert zur Verwendung bei einem mehrpo- ligen Uberspannungsschutzgerit mit einer 3+1-Schaltung,
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Fig. 4 ein Geräteunterteil eines zweiteiligen Überspannungsschutzge- räts, in einer Explosionsdarstellung,
Fig. 5 einzelnen Verfahrensschritte zur Herstellung der Stromschienen- anordnung gemäß Fig. 2,
Fig. 6 drei alternative Ausgestaltungen der Stromschienenanordnung, und
Fig. 7 verschiedene Varianten von konfektionierten Stromschienenan- ordnungen.
Fig. 1 zeigt ein Uberspannungsschutzgerit 2 in vereinfachter Darstellung. Das
Überspannungsschutzgerät 2 ist vorzugsweise mehrteilig ausgebildet, weist nämlich vier Steckerteile 3 und ein Geräteunterteil 4 auf, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Die Steckerteile 3 können jeweils einfach auf das U-fôrmige
Geräteunterteil 4 aufgesteckt und beispielsweise zum Austausch eines defek- ten Steckerteils 3 auch wieder einfach vom Geräteunterteil 4 abgezogen wer- den, ohne dass dazu die an dem Geräteunterteil 4 angeschlossenen Leitungen abgetrennt werden müssen. Die Steckerteile 3 weisen jeweils ein Steckerge- häuse 5 und das Geräteunterteil 4 ein Sockelgehäuse 6 auf, die miteinander verrasten, wenn die Steckerteile 3 auf das Geräteunterteil 4 aufgesteckt sind.
Bei der bevorzugten mehrteiligen Ausführung des Überspannungsschutzge- räts 2 ist somit auch das Gehäuse mehrteilig ausgebildet, besteht nämlich aus den einzelnen Steckergehäusen 5 und dem Sockelgehäuse 6.
Auf das in Fig. 1 dargestellte Geräteunterteil 4 kônnen vier Steckerteile 3 auf- gesteckt werden, die jeweils ein, durch gestrichelte Linien angedeutetes Uber- spannungsbauelement 7 aufweisen, sodass das Überspannungsschutzgerät 2 insgesamt vier Überspannungsbauelemente 7 aufweist, bei denen es sich bei- spielsweise um Varistoren oder Funkenstrecken handeln kann. Abweichend von dem in Fig. 1 dargestellten Ausfithrungsbeispiel kann ein Geräteunterteil 4 des Überspannungsschutzgeräts 2 auch so ausgebildet sein, dass es zur Auf- nahme von mehr oder weniger als vier Steckerteilen 3 ausgebildet ist. Ebenso können die einzelnen Steckerteil 3 auch mehr als nur ein Überspannungsbau- element aufweisen. So kônnten beispielsweise auf das in Fig. 1 dargestellte
Geräteunterteil 4 auch zwei Steckerteile aufgesteckt werden, die jeweils zwei
Überspannungsbauelemente aufweisen und jeweils die doppelte Breite der in
Fig. 1 dargestellten vier Steckerteile 3 haben.
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Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines bevorzugten Ausführungs- beispiels einer erfindungsgemäßen Stromschienenanordnung 1. Die Strom- schienenanordnung 1 weist einen länglichen Basisabschnitt 9, mehrere An- schlussabschnitte 10 und mehrere Verbindungsabschnitte 11 auf, wobei die einzelnen Anschlussabschnitte 10 jeweils über einen Verbindungsabschnitt 11 mit dem Basisabschnitt 9 verbunden sind. Bei dem dargestellten Ausführungs- beispiel sind insgesamt acht Anschlussabschnitte 10 und entsprechend auch acht Verbindungsabschnitte 11 vorgesehen, wobei jeweils die Hälfte der An- schlussabschnitte 10, also jeweils vier Anschlussabschnitte 10 auf einer Seite des Basisabschnitts 9 in Reihe nebeneinander angeordnet sind. Die Strom- schienenanordnung 1 weist somit zwei Reihen von jeweils vier Anschlussab- schnitten 10 auf den beiden aneinander gegenüberliegenden Seiten des Basis- abschnitts 9 auf. Dabei liegen jeweils zwei Anschlussabschnitte 10 und damit auch zwei Verbindungsabschnitte 11 auf den gegenüberliegenden Seiten des
Basisabschnitts 9 einander gegenüber, sodass die Stromschienenanordnung 1 insgesamt symmetrisch ausgebildet ist. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die einander gegenüberliegenden Anschlussabschnitte 10 etwas unterschiedlich ausgebildet sein können, wie dies auch in den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist.
Die einzelnen Anschlussabschnitte 10 der Stromschienenanordnung 1 weisen jeweils an ihrem freien Ende einen Stromschienenabschnitt 12 auf, der einen
Teil einer Leiteranschlussklemme 8 des Überspannungsschutzgeräts 2 bildet.
Außerdem weisen die einzelnen Anschlussabschnitte 10 bei dem in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils zwei einander gegenüberlie- gende Kontaktarme 13, 14 auf, die zusammen einen Steckkontakt 15 für einen stift- oder messerförmigen Anschluss eines Überspannungsbauelements 7 bil- den.
Die in Fig. 2 dargestellte Stromschienenanordnung 1 stellt eine Art Grundan- ordnung dar, die für verschiedene Überspannungsschutzgeräte 2 mit unter- schiedlichen Anschlussschemata eingesetzt werden kann. Je nachdem, was für eine Schaltung bzw. was für ein Anschlussschema bei einem speziellen Über- spannungsschutzgerät 2 realisiert werden soll, wird die Stromschienenanord- nung 1 entsprechend konfiguriert, indem einzelne Anschlussabschnitte 10 durch Durchtrennen des jeweils zugeordneten Verbindungsabschnitts 11 vom
Basisabschnitt 9 abgetrennt werden.
Fig. 3 zeigt dazu eine Stromschienenanordnung 1, die zur Verwendung in ei- nem mehrpoligen Überspannungsschutzgerät 2 mit einer 3+1-Schaltung vor- gesehen ist. Erkennbar ist dabei, dass auf der linken Seite des Basisabschnitts
1 LU505808 9 ein Verbindungsabschnitt 11 eines Anschlussabschnitts 10, nämlich der in der Figur 3 hintere Verbindungsabschnitt 11 durchtrennt bzw. entfernt ist. Auf der zweiten, rechten Seite des Basisabschnitts 9 sind dagegen die Verbin- dungsabschnitte 11 von drei Anschlussabschnitten 10 durchtrennt bzw. ent- fernt, sodass nur noch ein Anschlussabschnitt 10, der in der Fig. 3 hintere An- schlussabschnitt 10, über den zugeordneten Verbindungsabschnitt 11 mit dem
Basisabschnitt 9 verbunden ist.
Die in Fig. 3 dargestellte Stromschienenanordnung 1 realisiert damit eine 3+1-
Schaltung, wenn der auf der linken Seite des Basisabschnitts 9 hinten ange- ordnete Stromschienenabschnitt 12 einen Teil einer Leiteranschlussklemme 8 für einen PE-Leiter bildet, der auf der rechten Seite des Basisabschnitts 9 hin- ten angeordnete Stromschienenabschnitt 12 einen Teil einer Leiteranschluss- klemme 8 für einen Neutralleiter N und die anderen drei, auf der rechten Seite des Basisabschnitts 9 angeordneten Stromschienenabschnitte 12 jeweils einen
Teil einer Leiteranschlussklemme 8 für einen AuBbenleiter L1, L2, L3 bilden.
Bei dem in den Fig. 2 und 3 dargestelltem Ausführungsbeispiel einer Strom- schienenanordnung 1 bestehen die einzelnen Verbindungsabschnitte 11 je- weils aus zwei parallel zueinander angeordneten Verbindungsstegen 11', 11".
Der erste Kontaktarm 13 der einzelnen Anschlussabschnitte 10 bzw. der ein- zelnen Steckkontakte 15 wird jeweils von einer inneren Kontaktzunge gebil- det, die zwischen den beiden Verbindungsstegen 11', 11" eines Verbindungs- abschnitts 11 freigestanzt und näherungsweise um 90° abgebogen ist. AuBer- dem sind die zweiten Kontaktarme 14 der Anschlussabschnitte 10 bzw. der einzelnen Steckkontakte 15 jeweils näherungsweise senkrecht vom zugeord- neten Verbindungsabschnitt 11 abgebogen, sodass die beiden Kontaktarme 13, 14 im Wesentlichen parallel einander gegenüberliegen. Von dem dem Verbin- dungsabschnitt 11 abgewandten Ende des zweiten Kontaktarms 14 ist der
Stromschienenabschnitt 12 derart abgebogen, dass der Stromschienenab- schnitt 12 im Wesentlichen senkrecht zum zweiten Kontaktarm 14 ausgerich- tet ist.
Bei der dargestellten Stromschienenanordnung 1 sind die einzelnen Verbin- dungsabschnitte 11 bzw. die einzelnen Verbindungsstege 11', 11" jeweils in einer Ebene mit dem Basisabschnitt 9 angeordnet. Die Kontaktarme 13, 14 der einzelnen Anschlussabschnitte 10 sind dagegen näherungsweise senkrecht zum jeweiligen Verbindungsabschnitt 11 und damit auch senkrecht zum Ba- sisabschnitt 9 angeordnet. Da die einzelnen Stromschienenabschnitte 12 je- weils näherungsweise senkrecht zu den Kontaktarmen 13, 14 angeordnet sind
12 LU505808 und die Stromschienenabschnitte 12 vom zweiten Kontaktarm 14 abgebogen sind, befinden sich die Stromschienenabschnitte 12 in einer zur Ebene des Ba- sisabschnitts 9 parallelen Ebene, wobei die Stromschienenabschnitte 12 je- weils nach außen versetzt zum Basisabschnitt 9 angeordnet sind und die freien
Enden der Anschlussabschnitte 10 bilden.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Geräteunterteils 4, in das die Strom- schienenanordnung 1 gemäß Fig. 3 eingesetzt werden kann. Das Geräteunter- teil 4 weist ein zweiteiliges Sockelgehäuse 6 auf, wobei die Stromschienena- nordnung 1 im Unterteil 19 des Sockelgehäuses 6 eingesetzt und verrastet wird.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die einzelnen Leiter- anschlussklemmen 8, die ebenfalls in entsprechende Ausnehmung im Unter- teil 19 des Sockelgehäuses 6 eingesetzt werden, als Schraubanschlüsse ausge- bildet, in die die einzelnen Stromschienenabschnitte 12 der Stromschienenan- ordnung 1 hineinragen. Nachdem die Stromschienenanordnung 1 und die ein- zelnen Schraubanschlüsse in das Unterteil 19 des Sockelgehäuses 6 eingesetzt sind, wird das Oberteil 20 auf das Unterteil 19 aufgesetzt und mit diesem ver- rastet. Im Oberteil 20 sind Öffnungen 21 ausgebildet, in die die Steckkontakte 15 der Stromschienenanordnung 1 von unten hineinragen, sodass bei Aufste- cken der Überspannungsbauelemente 7 auf das Oberteil 20 die Anschlüsse der
Überspannungsbauelemente 7 durch die Öffnungen 21 in die Steckkontakte 15 eingesteckt und dadurch die Überspannungsbauelemente 7 mit der Strom- schienenanordnung 1 verbunden werden können.
In Fig. 5 sind verschiedene Verfahrensschritte zur Herstellung einer Strom- schienenanordnung 1 gemäß Fig. 2 bzw. gemäß Fig. 3 dargestellt. Ausgangs- punkt zur Herstellung der Stromschienenanordnung 1 ist ein flacher, langer
Metallstreifen 22, der eine Länge aufweist, die ein Mehrfaches der Länge der
Stromschienenanordnung 1 gemäß Fig. 2 ist. In Fig. 5a ist der flache Metall- streifen 22 im Grundzustand dargestellt, wobei am linken Ende des Me- tallstreifens 22 bereits die ebene Kontur einer Stromschienenanordnung 1 frei- gestanzt ist. Hier sind die einzelnen Anschlussabschnitte 10 und die einzelnen
Verbindungsabschnitte 11 bereits freigestanzt.
Fig. 5b zeigt den Metallstreifen 22 nach dem nächsten Bearbeitungsschritt bzw. den nächsten Bearbeitungsschritten, in denen die ersten Kontaktarme 13 und die zweiten Kontaktarme 14 jeweils senkrecht zu den Verbindungsstegen 11’, 11" nach oben abgebogen sind. Außerdem sind auch die Stromschienenab- schnitte 12 von den zweiten Kontaktarmen 14 abgebogen, sodass sich die
Stromschienenabschnitte 12 senkrecht zu den Kontaktarmen 13, 14 erstrecken.
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Ausgangspunkt ist dabei der Metallstreifen 21 gemäß Fig. 5a, bei dem — im
Unterschied zur Darstellung gemäß Fig. 5a — die einzelnen Anschlussab- schnitte 10 und die einzelnen Verbindungsabschnitte 11 über die gesamte
Länge des Metallstreifens 21 freigestanzt sind.
Fig. 5c zeigt eine Stromschienenanordnung gemäß Fig. 2, die entsprechend der gewünschten Länge bzw. der gewünschten Anzahl an Anschlussabschnit- ten 10 von dem Metallstreifen 22 gemäß Fig. 5b abgetrennt worden ist.
Die Fig. 6 zeigt drei Ausführungsvarianten der in Fig. 2 dargestellten Strom- schienenanordnung 1, also einer Stromschienenanordnung 1, die einen längli- chen Basisabschnitt 9, acht Anschlussabschnitte 10 und acht Verbindungsab- schnitte 11 aufweist, wobei jeweils vier Anschlussabschnitte 10 auf einer Seite des Basisabschnitts 9 in Reihe nebeneinander angeordnet sind. Bei allen drei
Ausführungsvarianten weisen die einzelne Anschlussabschnitte 10 jeweils ei- nen Stromschienenabschnitt 12 auf, wobei die Stromschienenabschnitte 12 in einer zur Ebene des Basisabschnitts 9 parallelen Ebene angeordnet sind.
Bei der in Fig. 6a dargestellten Stromschienenanordnung 1 weisen die ein- zelne Anschlussabschnitte 10 jeweils eine Öffnung 17 auf, die eine Kontakt- aufnahme für einen Anschluss eines Überspannungsbauelements bildet. Die
Öffnungen 17 sind dabei jeweils in der Nähe des Verbindungsabschnitts 11 angeordnet, sodass sich die Öffnungen 17 in der Ebene des Basisabschnitts 9 bzw. der Verbindungsabschnitte 11 befinden.
Fig. 6b zeigt eine Ausführungsvariante der in Fig. 2 dargestellten Stromschie- nenanordnung 1, bei der die einzelnen Anschlussabschnitte 10 jeweils zwei einander gegenüberliegende Kontaktarme 13, 14 auf, die zusammen einen
Steckkontakt 15 für einen stift- oder messerförmigen Anschluss eines Über- spannungsbauelements 7 bilden. Bei dieser Ausführungsvariante sind beide
Kontaktarme 13, 14 von aus der Stromschienenanordnung 1 freigestanzten und abgebogenen Zungen gebildet. Der erste Kontaktarm 13 wird dabei von einer Zunge gebildet, die zwischen den beiden Verbindungsstegen 11', 11" freigestanzt und abgebogen ist. Der zweite Kontaktarm 14 wird dagegen von einer Zunge gebildet, die aus einem Abschnitt 18 freigestanzt und abgebogen ist, der im Wesentlichen senkrecht zu den Verbindungsstegen 11', 11" ausge- richtet ist. Außerdem weisen die beiden Kontaktarme 13, 14 eine geschwun- gene Form auf, sodass der Steckkontakt 15 die Form einer Kontakttulpe hat.
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Fig. 6c zeigt eine Variante der in Fig. 6b dargestellten Stromschienenanord- nung 1. Auch hier weisen die einzelnen Anschlussabschnitte 10 jeweils zwei einander gegenüberliegende Kontaktarme 13, 14 auf, die zusammen einen
Steckkontakt 15 bilden, wobei die beiden Kontaktarme 13, 14 auch von aus der Stromschienenanordnung 1 freigestanzten und abgebogenen Zungen ge- bildet werden. Im Unterschied zur Ausführungsvariante gemäß Fig. 6b weisen die Steckkontakte 15 jeweils noch eine Überfeder 16 auf, die die beiden Kon- taktarme 13, 14 in ihrem oberen Bereich von außen umgreift, wodurch die
Kontaktkraft dieser tulpenförmigen Steckkontakte 15 erhöht ist, im Vergleich zu einem Steckkontakt ohne eine Überfeder 16. Die Überfedern 16 besteht dabei vorzugsweise aus einem anderen Material als die Kontaktarme 15, 16 bzw. die restliche Stromschienenanordnung 1.
Fig. 7 zeigt beispielhaft sieben verschiedene Varianten von konfektionierten
Stromschienenanordnungen 1. Dabei zeigt Fig. 7a eine Stromschienenanord- nung 1 für eine 3+1-Schaltung und Fig. 7b eine Stromschienenanordnung 1 für eine 4+0-Schaltung. Die Figuren 7c und 7d zeigen eine Stromschienenan- ordnung 1 für eine 2+1-Schaltung bzw. eine 3+0-Schaltung und die Figuren 7e und 7f eine Stromschienenanordnung 1 für eine 1+1-Schaltung bzw. eine 2+0-Schaltung. Fig. 7g zeigt schlieBlich eine Stromschienenanordnung 1 fiir eine 1+0-Schaltung.
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Bezugszeichen 1. Stromschienenanordnung 2. Überspannungsschutzgerät 3. Steckerteil 4. Geräteunterteil 5. Steckergehäuse 6. Sockelgehäuse 7. Überspannungsbauelement 8. Leiteranschlussklemmen 9. Basisabschnitt 10. Anschlussabschnitte 11. Verbindungsabschnitte 11', 11" Verbindungsstege 12. Stromschienenabschnitt 13. 1. Kontaktarm 14. 2. Kontaktarm 15. Steckkontakt 16. Uberfeder 17. Öffnung 18. Abschnitt 19. Unterteil 20. Oberteil 21. Öffnung 22. Metallstreifen
Claims (15)
1. Stromschienenanordnung (1) für Überspannungsschutzgeräte (2), die ein Gehäuse (5, 6) mit mindestens einem darin angeordneten Überspannungs- bauelement (7) und mindestens zwei Leiteranschlussklemmen (8) aufweisen, wobei die Stromschienenanordnung (1) der elektrischen Verbindung der An- schlüsse des mindestens einen Überspannungsbauelements (7) mit den Leiter- anschlussklemmen (8) dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienenanordnung (1) einen Basisabschnitt (9), mehrere An- schlussabschnitte (10) und mehrere Verbindungsabschnitte (11) aufweist, wo- bei die einzelnen Anschlussabschnitte (10) jeweils über einen Verbindungsab- schnitt (11) mit dem Basisabschnitt (9) verbunden sind, dass jeweils die Hälfte der Anschlussabschnitte (10) auf einer Seite des Basis- abschnitts (9) in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind, sodass zwei Rei- hen von Anschlussabschnitten (10) auf gegenüberliegenden Seiten des Basis- abschnitts (9) angeordnet sind, und dass die einzelnen Anschlussabschnitte (10) durch Durchtrennen des jeweils zugeordneten Verbindungsabschnitts (11) vom Basisabschnitt (9) abtrennbar sind.
2. Stromschienenanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass die einzelnen Anschlussabschnitte (10) jeweils einen Stromschienen- abschnitt (12) aufweisen, der einen Teil einer Leiteranschlussklemme bildet.
3. Stromschienenanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass einzelne Anschlussabschnitte (10) jeweils mindestens zwei Kontaktarme (13, 14) aufweisen, die zusammen einen Steckkontakt (15) fiir einen Anschluss eines Uberspannungsbauelements (7) bilden.
4. Stromschienenanordnung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich- net, dass mindestens ein Kontaktarm (13) als aus der Stromschienenanord- nung (1) freigestanzte und abgebogene Zunge ausgebildet ist.
5. Stromschienenanordnung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich- net, dass Steckkontakte (15) als separate Teile auf der Stromschienenanord- nung (1) befestigt, insbesondere aufgelötet oder aufgeschweißt sind.
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6. Stromschienenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckkontakte (15) jeweils eine Überfeder (16) aufweisen, die zumindest zwei Kontaktarme (13, 14) zumindest teilweise von außen umgreift, wobei die Steckkontakte (15) und die Überfedern (16) vorzugsweise aus unterschiedlichem Material bestehen.
7. Stromschienenanordnung (1) nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass die einzelnen Verbindungsabschnitte (11) jeweils zwei parallel zueinander angeordnete Verbindungsstege (11', 11") aufweisen, und dass der erste Kontaktarm (13) der einzelnen Anschlussabschnitte (10) jeweils durch eine innere Kontaktzunge gebildet ist, die zwischen den beiden Verbindungs- stegen (11', 11") freigestanzt und abgebogen ist.
8. Stromschienenanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass einzelne Anschlussabschnitte (10) jeweils mindestens eine Off- nung (17) aufweisen, die eine Kontaktaufnahme fiir einen Anschluss eines Uberspannungsbauelements (7) bildet.
9. Stromschienenanordnung (1) nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass die einzelnen Verbindungsabschnitte (11) in einer Ebenen mit dem Basisabschnitt (9) angeordnet sind, dass die Haupterstreckung der Kon- taktarme (13, 14) der einzelnen Anschlussabschnitte (10) jeweils näherungs- weise senkrecht zum jeweiligen Verbindungsabschnitt (11) verläuft und dass die einzelnen Stromschienenabschnitte (12) jeweils näherungsweise senkrecht zur Haupterstreckung der Kontaktarme (13, 14) angeordnet sind.
10. Stromschienenanordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich- net, dass die Stromschienenabschnitte (12) der einzelnen Anschlussabschnitte jeweils vom zugeordneten zweiten Kontaktarm (14) des Steckkontakts (15) abgebogen sind.
11. Verfahren zur Herstellung einer Stromschienenanordnung (1) für ein Überspannungsschutzgerät (2) aus einem flachen Metallstreifen (22), dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Schritt die ebene Kontur der Stromschienenanordnung (1) mit einem Basisabschnitt (9), mehreren Anschlussabschnitten (10) und mehreren Verbindungsabschnitten (11) freigestanzt wird, wobei die einzelnen Anschlussabschnitte (10) jeweils über einen Verbindungs- abschnitt (11) mit dem Basisabschnitt (9) verbunden sind und jeweils die
18 LU505808 Hälfte der Anschlussabschnitte (10) auf einer Seite des Basisabschnitts (9) in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind, sodass zwei Reihen von An- schlussabschnitten (10) auf gegenüberliegenden Seiten des Basisabschnitts (9) angeordnet sind, und dass in einem weiteren Schritt der Verbindungsabschnitt (11) mindestens eines Anschlussabschnitts (10) durchtrennt wird, sodass die Stromschienenanord- nung (1) ein gewünschtes Anschlussschema des Überspannungsschutzgeräts (2) ermöglicht.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Metallstreifen (22) im Bereich der einzelnen Verbindungsabschnitte (11) je- weils eine innere Kontaktzunge freigestanzt und abgebogen wird, sodass je- weils zwei parallel zueinander angeordnete Verbindungsstege (11', 11") gebil- det werden und die innere Kontaktzunge einen ersten Kontaktarm (13) eines Steckkontakts (15) für einen Anschluss eines Überspannungsbauelements (7) bildet.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die einzelnen Anschlussabschnitte (10) jeweils zwei einander gegenüberliegende Kontaktarme (13, 14) aufwei- sen, dadurch gekennzeichnet, dass die Haupterstreckung der zweiten Kontakt- arme (14) der einzelnen Anschlussabschnitte (10) jeweils näherungsweise senkrecht zum zugeordneten Verbindungsabschnitt (11) verläuft und die ein- zelnen Stromschienenabschnitte (12) jeweils näherungsweise senkrecht zur Haupterstreckung des zugeordneten zweiten Kontaktarms (14) abgebogen werden.
14. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die einzelnen Anschlussabschnitte (10) jeweils zwei einander gegenüberliegende Kontaktarme (13, 14) aufwei- sen, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Kontaktarme (14) der einzel- nen Anschlussabschnitte (10) jeweils aus einem Abschnitt (18) der einzelnen Anschlussabschnitte (10) freigestanzt und derart abgebogen werden, dass sie zusammen mit den ersten Kontaktarmen (13) jeweils einen Steckkontakt (15) für einen Anschluss eines Überspannungsbauelements (7) bilden.
15. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steck- kontakte (15) als separate Teile auf einem Abschnitt der Stromschienenanord- nung (1) befestigt, insbesondere aufgelötet oder aufgeschweißt werden, wobei der Abschnitt in einer Ebene mit dem Basisabschnitt (9) liegt.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| LU505808A LU505808B1 (de) | 2023-12-18 | 2023-12-18 | Stromschienenanordnung für Überspannungsschutzgeräte |
| PCT/EP2024/086467 WO2025132159A1 (de) | 2023-12-18 | 2024-12-16 | Stromschienenanordnung für überspannungsschutzgeräte |
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|---|---|---|---|
| LU505808A LU505808B1 (de) | 2023-12-18 | 2023-12-18 | Stromschienenanordnung für Überspannungsschutzgeräte |
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| LU505808B1 true LU505808B1 (de) | 2025-06-19 |
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ID=89473902
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| WO (1) | WO2025132159A1 (de) |
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Also Published As
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|---|---|
| WO2025132159A1 (de) | 2025-06-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20250619 |