LU601837B1 - Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen Aluminiumlegierung mittels Schmelzereinigung und Druckgießverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen Aluminiumlegierung mittels Schmelzereinigung und Druckgießverfahren

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LU601837B1
LU601837B1 LU601837A LU601837A LU601837B1 LU 601837 B1 LU601837 B1 LU 601837B1 LU 601837 A LU601837 A LU 601837A LU 601837 A LU601837 A LU 601837A LU 601837 B1 LU601837 B1 LU 601837B1
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aluminum alloy
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Dechun Sun
Bangcheng Wang
Zhongbo Liu
Jiaan Zhan
Taiya Li
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Yunnan Yunlv Zexin Aluminum Ind Co Ltd
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich der Metallurgie und offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen Aluminiumlegierung mittels Schmelzereinigung und Druckgießverfahren. Dabei werden die Ausgangsstoffe entsprechend der Zusammensetzung der Gussaluminiumlegierung A356 dosiert und geschmolzen, um eine Ausgangsschmelze zu erhalten. Nach dem Schmelzprozess wird Argon in einen Raffinationstiegel geleitet, und ein Raffinationsmittel wird durch Einblasen in die Schmelze eingebracht. Nach einer Entgasung wird die gereinigte Schmelze gewonnen.Die Schmelze wird anschließend in eine Druckgussform eingebracht, wobei der Formfüllungsdruck geregelt wird, und nach dem Gießen entformt. Nach dem Entformen wird das Druckgussteil einer Wärmebehandlung im Ofen unterzogen und anschließend luftgekühlt, um die Aluminiumlegierung zu erhalten.Das durch die Erfindung bereitgestellte Verfahren ermöglicht es, durch Schmelzereinigung den schädlichen Einfluss von Elementen wie Kalium, Natrium, Strontium und Wasserstoff auf die Wärmeleitfähigkeit wirksam zu begrenzen. Gleichzeitig werden durch die gezielte Steuerung von Prozessparametern während des Druckgießens die Gefügestruktur der Legierung beeinflusst und Gussfehler wie Poren und Lunker reduziert, wodurch die Aluminiumlegierung eine hohe Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit aufweist.

Description

Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen LU601837
Aluminiumlegierung mittels Schmelzereinigung und Druckgiefverfahren
Technischer Bereich
Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Metallurgie, insbesondere ein
Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen
Aluminiumlegierung mittels Schmelzereinigung und Druckgießverfahren.
Technologie im Hintergrund
Aluminiumlegierungen finden breite Anwendung in den Bereichen Luft- und
Raumfahrt, Verkehr, Maschinenbau, Elektronik und Bauwesen und zählen zu den wichtigsten Grundmaterialien für Leichtbaukonstruktionen. Sie nehmen eine bedeutende Stellung in der Volkswirtschaft ein.
Der Reinheitsgrad der Aluminiumschmelze hat großen Einfluss auf die
Materialeigenschaften, insbesondere auf Bruchzähigkeit, Ermüdungsfestigkeit und
Korrosionsbeständigkeit. Die Reduzierung des Gasgehalts und der nichtmetallischen
Einschlusse in der Schmelze sowie die Realisierung einer effektiven
Schmelzereinigung sind entscheidend für die metallurgische Qualität von
Aluminiumlegierungen.
Während des Schmelzprozesses von Aluminiumlegierungen können Gase,
Einschlüsse und andere metallische Verunreinigungen in der Schmelze zu Defekten wie Blasen, Poren, Lunker, Rissen oder weißen Flecken im Barren führen, was die
Verarbeitbarkeit des Barrens sowie die Festigkeit, Plastizität, Korrosionsbeständigkeit und optische Qualität der Endprodukte erheblich beeinträchtigt.
Beim Druckgießen kann es aufgrund der hohen Abkühlgeschwindigkeit zu lokaler Seigerung der Legierungselemente kommen. Dies beeinträchtigt nicht nur die
Homogenität der Mikrostruktur, sondern verringert auch die Gesamtleistung des
Materials. Zudem kann eine unzureichende Reinheit der Schmelze oder eine ungenaue Steuerung der Formbedingungen während des Druckgießverfahrens zu
Oberflächenfehlern wie Kaltschweißungen oder Fließlinien führen, was die optische
Qualität und die nachfolgenden Bearbeitungsschritte negativ beeinflusst.
Inhalt der Erfindung
Die technische Aufgabe, die mit der vorliegenden Erfindung gelöst wird:
Bereitstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen Aluminiumlegierung.
Die technische Lösung der Erfindung lautet wie folgt:
Zur Lösung der oben genannten technischen Aufgabe besteht das Ziel der vorliegenden Erfindung darin, ein Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen Aluminiumlegierung bereitzustellen, das auf
Schmelzereinigung und Druckgießtechnik basiert.
Dazu wird folgendes konkrete Ausführungsbeispiel vorgeschlagen:
Ein Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen
Aluminiumlegierung mittels Schmelzereinigung und Druckgießverfahren, umfassend die folgenden Schritte: (1) Zugabe der Legierungselemente gemäß der Zusammensetzung der
Gussaluminiumlegierung A356 und Durchführung des Schmelzprozesses; das
Aluminiumbarren wird geschmolzen, um eine Reinaluminiumschmelze zu erhalten.
Die Reinaluminiumschmelze wird mit Silizium-, Eisen-, Kupfer-, Magnesium-, Titan- LU601837 und Zirkonquellen vermischt und anschließend erneut geschmolzen, um die
Ausgangsschmelze zu erhalten. Die Schmelztemperatur liegt zwischen 650 und 750 °C.
Die chemische Zusammensetzung der Gussaluminiumlegierung A356 beträgt in
Gewichtsprozent: Si 7,2-7,3 %, Fe 0,8-0,9%, Cu 4,4-4,8%, Mn < 0,002 %, Mg 0,30-0,32%, Cr < 0,007%, Ni < 0,009%, Zn < 0,018%, Ti 0,05-0,30%, Be < 0,0001 %, Ga < 0,01 %, Sr < 0,003 %, Zr 0,10-0,25 %, Rest Aluminium. (2) Nach dem Schmelzen wird Argon in einen Raffinationstiegel eingeblasen; die
Temperatur der Schmelze im Raffinationstiegel beträgt zu diesem Zeitpunkt 700-750 °C. Das Raffinationsmittel wird per Einblasen in die Schmelze eingebracht, bei einer Zufuhrrate von 420-480 g/min. Der Zufluss von Argon wird mit 20 L/min konstant gehalten. Nach Zugabe des Raffinationsmittels wird für weitere 50 Minuten
Argon eingeblasen. Die Zugabemenge des Raffinationsmittels beträgt 0,2% der
Ausgangsschmelze. Nach dem Raffinationsprozess wird die Schmelze 8-15 Minuten entgast, anschließend abgeschäumt und ruhen gelassen, wodurch die gereinigte
Schmelze erhalten wird.
Die Rohstoffkomponenten des Raffinationsmittels umfassen in Gewichtsanteilen: 40-60 Teile Aluminiumfluorid, 1-5 Teile Calciumfluorid, 1-3 Teile Cerfluorid, 1-3
Teile Lanthanfluorid, 10-20 Teile Natriumchlorid, 10-20 Teile Kaliumchlorid, 5-10
Teile Natriumcarbonat und 5-10 Teile Natriumborat.
Bevorzugt bestehen die Rohstoffkomponenten des Raffinationsmittels aus: 40-50 Teile Aluminiumfluorid, 1-3 Teile Calciumfluorid, 1-3 Teile Cerfluorid, 1-3
Teile Lanthanfluorid, 10-15 Teile Natriumchlorid, 10-15 Teile Kaliumchlorid, 5-8
Teile Natriumcarbonat und 5-8 Teile Natriumborat.
Das Verfahren zur Herstellung des Raffinationsmittels umfasst folgende Schritte:
Die oben genannten Rohstoffe werden gemäß den Gewichtsanteilen abgewogen und gleichzeitig getrocknet. Anschließend werden die Komponenten gemischt und bei 230-260 °C gebacken, um das fertige Raffinationsmittel zu erhalten. (3) Die gereinigte Schmelze wird in eine Druckgussform gegossen, wobei der
Formfüllungsdruck zwischen 200 und 300 mbar geregelt wird. Nach dem Gießen wird die Temperatur auf 850-950 °C erhöht und die Form 50-100 Sekunden bei dieser
Temperatur gehalten. Danach erfolgt eine Abkühlung auf 500-600 °C mit Haltezeit von 10-30 Sekunden. Nach der Haltephase wird weiter auf 350-400 °C abgekühlt, woraufhin das Entformen erfolgt. (4) Nach dem Entformen wird die druckgegossene Aluminiumlegierung in einen
Wärmebehandlungsofen überführt. Die Temperatur wird von Raumtemperatur auf 150-170 °C erhöht und für 90-120 Minuten gehalten. Anschließend erfolgt eine weitere Temperaturerhôhung auf 200-230°C mit einer Haltezeit von 150-180 Minuten. Danach wird das Werkstück entnommen und an der Luft abgekühlt, wodurch die Aluminiumlegierung erhalten wird.
Das in der vorliegenden Erfindung angewandte technische Wirkprinzip und die vorteilhaften Effekte lauten wie folgt: (1) Das in dieser Anmeldung bereitgestellte Raffinationsmittel verwendet eine
Kombination aus Fluoriden und Seltenerdelementen, die effektiv mit dem im LU601837
Aluminiumlegierungsschmelzgut enthaltenen Sauerstoff reagieren und stabile
Verbindungen bilden kann, wodurch nichtmetallische Oxideinschlüsse reduziert werden. Die Kombination von Chloriden und Fluoriden senkt deutlich den
Schmelzpunkt des Mittels und sorgt für eine gute Fließfähigkeit, was gewährleistet, dass sich das Raffinationsmittel gleichmäßig auf der Schmelzoberfläche verteilt. (2) Das in der Erfindung vorgestellte Raffinationsmittel verbessert durch die genannte Kombination die Fähigkeit zur Bindung und Freisetzung von Gasen, wodurch die Entstehung von Lunker- und Porenfehlern im Inneren des Gussstücks weitgehend vermieden werden kann. (3) Das in der Erfindung verwendete Druckgießverfahren kontrolliert gezielt den
Formfüllungsdruck, um zu hohe Geschwindigkeiten und daraus resultierende
Turbulenzen oder Luftverwirbelungen zu vermeiden, was die Bildung von Poren und
Einschlüssen im Inneren des Bauteils reduziert. Durch stufenweise Abkühlung und
Entformung werden große Temperaturunterschiede infolge zu schnellen Abkühlens vermieden, wodurch Heißrisse verhindert werden. Die Regelung der
Abkühlgeschwindigkeit ermöglicht zudem eine kontrollierte Schrumpfung, verbessert die Oberflächenqualität, fördert Phasenumwandlungen und Kornfeinung und führt insgesamt zu höherer Festigkeit und besseren mechanischen Eigenschaften.
Detaillierte Beschreibung
Um die Ziele, technischen Lösungen und Vorteile der Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung klarer zu machen, wird nachfolgend die technische Lösung in den Ausführungsbeispielen der Erfindung deutlich und vollständig beschrieben.
Soweit in den Ausführungsbeispielen keine spezifischen Bedingungen angegeben sind, gelten die üblichen Bedingungen oder vom Hersteller empfohlene Parameter. Die verwendeten Reagenzien oder Geräte sind, sofern kein Hersteller genannt ist, handelsübliche Produkte.
Ausführungsbeispiel 1
Es wurden 52 Teile Aluminiumfluorid, 3 Teile Calciumfluorid, 2 Teile Cerfluorid, 2 Teile Lanthanfluorid, 12 Teile Natriumchlorid, 15 Teile Kaliumchlorid, 7 Teile
Natriumcarbonat und 7 Teile Natriumborat gemäß dem Verhältnis abgewogen. Nach dem Abwiegen wurden die Rohstoffe getrocknet, anschließend gemischt und bei 240 °C gebrannt, um das Raffinationsmittel zu erhalten.
Ausführungsbeispiel 2
In diesem Ausführungsbeispiel wurde ein Herstellungsverfahren für eine
Gussaluminiumlegierung vom Typ A356 durchgeführt, mit folgenden Schritten:
Die Aluminiumbarren wurden bei 720°C geschmolzen, um eine
Reinaluminiumschmelze zu erhalten. Anschließend wurden Silizium-, Eisen-, Kupfer-,
Magnesium-, Titan- und Zirkonquellen zur Reinaluminiumschmelze gegeben und bei 700 °C erneut geschmolzen, um die Ausgangsschmelze herzustellen.
Nach dem Schmelzvorgang wurde das in Ausführungsbeispiel 1 hergestellte
Raffinationsmittel zugesetzt. Die Temperatur der Ausgangsschmelze im
Raffinationstiegel wurde auf 750°C gehalten. Die Zugabemenge des
Raffinationsmittels betrug 0,2% der Ausgangsschmelze. Das Raffinationsmittel wurde mit einer Rate von 450 g/min in die Schmelze eingeblasen, wobei gleichzeitig LU601837
Argon mit 20 L/min zugeführt wurde. Nach der Zugabe wurde weitere 50 Minuten
Argon eingeblasen. Anschließend wurde die Schmelze 10 Minuten entgast und danach ruhen gelassen und abgeschäumt, um die gereinigte Schmelze zu erhalten.
Die gereinigte Schmelze wurde in eine Druckgussform gegossen, wobei der
Formfüllungsdruck auf 240 mbar eingestellt wurde. Nach dem Gießen wurde auf 900 °C aufgeheizt und für 100 Sekunden bei dieser Temperatur gehalten, dann auf 550°C abgekühlt und 20 Sekunden gehalten. Danach wurde weiter auf 380 °C abgekühlt und das Bauteil entformt.
Nach dem Entformen wurde das Druckgussteil in einen Wärmebehandlungsofen überführt, von Raumtemperatur auf 160 °C erhitzt und 100 Minuten gehalten. Danach wurde weiter auf 220 °C erhitzt und 180 Minuten gehalten. Nach Abschluss der
Wärmebehandlung wurde das Werkstück entnommen und an der Luft gekühlt, wodurch die Aluminiumlegierung erhalten wurde.
Ausführungsbeispiel 3
In diesem Ausführungsbeispiel wurde ein Herstellungsverfahren für eine
Gussaluminiumlegierung vom Typ A356 durchgeführt, mit folgenden Schritten:
Die Aluminiumbarren wurden bei 740°C geschmolzen, um eine
Reinaluminiumschmelze zu erhalten. Anschließend wurden Silizium-, Eisen-, Kupfer-,
Maoagnesium-, Titan- und Zirkonquellen zur Reinaluminiumschmelze hinzugegeben und bei 720 °C weiter geschmolzen, um die Ausgangsschmelze zu erhalten.
Nach dem Schmelzvorgang wurde das in Ausführungsbeispiel 1 hergestellte
Raffinationsmittel zugegeben. Die Temperatur der Schmelze im Raffinationstiegel wurde auf 750 °C gehalten. Die Zugabemenge des Raffinationsmittels betrug 0,2 % der Masse der Schmelze. Das Raffinationsmittel wurde mit einer Rate von 450 g/min in die Schmelze eingeblasen, wobei gleichzeitig Argon mit 20 L/min zugeführt wurde.
Nach der Zugabe wurde weitere 50 Minuten Argon eingeblasen. Danach erfolgte eine 10-minütige Entgasung, anschließend wurde die Schmelze ruhen gelassen und abgeschäumt, wodurch die gereinigte Schmelze erhalten wurde.
Die gereinigte Schmelze wurde in eine Druckgussform gegossen, wobei der
Formfüllungsdruck bei 270 mbar gehalten wurde. Nach dem Gießen wurde auf 920 °C aufgeheizt und 80 Sekunden bei dieser Temperatur gehalten, dann auf 560 °C abgekiihlt und 20 Sekunden gehalten. Danach wurde weiter auf 380 °C abgekiihlt und das Bauteil entformt.
Nach dem Entformen wurde das Druckgussteil in einen Wärmebehandlungsofen überführt, von Raumtemperatur auf 160 °C erhitzt und 100 Minuten gehalten. Danach wurde weiter auf 230 °C erhitzt und 180 Minuten gehalten. Nach Abschluss der
Wärmebehandlung wurde das Werkstück entnommen und an der Luft abgekühlt, wodurch die Aluminiumlegierung erhalten wurde.
Ausführungsbeispiel 4
In diesem Ausführungsbeispiel wurde ein weiteres Herstellungsverfahren für eine Gussaluminiumlegierung vom Typ A356 durchgeführt, mit folgenden Schritten:
Die Aluminiumbarren wurden bei 730°C geschmolzen, um eine
Reinaluminiumschmelze zu erhalten. Anschließend wurden Silizium-, Eisen-, Kupfer-,
Magnesium-, Titan- und Zirkonquellen zur Reinaluminiumschmelze hinzugegeben LU601837 und bei 710 °C weiter geschmolzen, um die Ausgangsschmelze zu erhalten.
Nach dem Schmelzvorgang wurde das in Ausführungsbeispiel 1 hergestellte
Raffinationsmittel zugegeben. Die Temperatur der Schmelze im Raffinationstiegel 5 wurde auf 750 °C gehalten. Die Zugabemenge des Raffinationsmittels betrug 0,2 % der Masse der Schmelze. Das Raffinationsmittel wurde mit einer Rate von 450 g/min in die Schmelze eingeblasen, wobei gleichzeitig Argon mit 20 L/min zugeführt wurde.
Nach der Zugabe wurde weitere 50 Minuten Argon eingeblasen. Danach erfolgte eine 10-minütige Entgasung, anschließend wurde die Schmelze ruhen gelassen und abgeschäumt, wodurch die gereinigte Schmelze erhalten wurde.
Die Schmelze wurde in eine Druckgussform gegossen, wobei der
Formfüllungsdruck bei 250 mbar gehalten wurde. Nach dem GieBen wurde auf 890 °C aufgeheizt und 100 Sekunden bei dieser Temperatur gehalten, dann auf 580°C abgekühlt und 15 Sekunden gehalten. Danach wurde weiter auf 370 °C abgekühlt und das Bauteil entformt.
Nach dem Entformen wurde das Druckgussteil in einen Wärmebehandlungsofen überführt, von Raumtemperatur auf 160 °C erhitzt und 12 Minuten gehalten. Danach wurde weiter auf 220°C erhitzt und 160 Minuten gehalten. Nach Abschluss der
Wärmebehandlung wurde das Werkstück entnommen und an der Luft abgekühlt, wodurch die Aluminiumlegierung erhalten wurde.
Vergleichsbeispiel 1
Der Unterschied zwischen diesem Vergleichsbeispiel und Ausführungsbeispiel 1 besteht darin, dass keine Fluoride zugesetzt wurden.
Vergleichsbeispiel 2
Der Unterschied zwischen diesem Vergleichsbeispiel und Ausführungsbeispiel 1 besteht darin, dass nach der Haltezeit während des Formfüllens direkt abgekühlt und entformt wurde.
Vergleichsbeispiel 3
Der Unterschied zwischen diesem Vergleichsbeispiel und Ausführungsbeispiel 1 besteht darin, dass nach dem Entformen keine weitere Behandlung erfolgte.
Testbeispiel
Die chemischen Zusammensetzungen der in den Ausführungsbeispielen 2 bis 4 hergestellten Aluminiumlegierungen sind in Tabelle 1 dargestellt.
Tabelle 1
Chemis che
Zusam | Ausführungsbeispiel 2 | Ausführungsbeispiel 3 | Ausführungsbeispiel 4 menset zung
Coe [om | owe | ower
Die mit den Ausfithrungsbeispielen 2 bis 4 hergestellten Aluminiumlegierungen wurden als Ausgangsmaterial verwendet, um deren mechanische Eigenschaften zu bestimmen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2 (W/mK) it (MPa) ze (MPa) | g(%) (HV) re Tue | | 7
HECK
;
LU601837
Die vorstehende Beschreibung stellt lediglich bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dar und dient nicht zur Einschränkung derselben. Für
Fachleute auf diesem Gebiet sind verschiedene Anderungen und Modifikationen möglich. Alle innerhalb des Geistes und der Grundsätze der vorliegenden Erfindung vorgenommenen Abwandlungen, gleichwertigen Ersetzungen und Verbesserungen sollen im Schutzbereich der vorliegenden Erfindung enthalten sein.

Claims (10)

Ansprüche LU601837
1. Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen Aluminiumlegierung mittels Schmelzereinigung und Druckgießverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst: (1) Zugabe der Komponenten gemäß der Zusammensetzung der Gussaluminiumlegierung A356 und Durchführung eines Schmelzprozesses; Schmelzen der Aluminiumbarren zur Herstellung einer Reinaluminiumschmelze; Vermischen der Reinaluminiumschmelze mit Silizium-, Eisen-, Kupfer-, Magnesium-, Titan- und Zirkonquellen und anschließendes weiteres Schmelzen zur Gewinnung der Ausgangsschmelze; (2) Nach dem Schmelzprozess Einleiten von Argon in einen Raffinationstiegel, Einblasen des Raffinationsmittels in die Schmelze; nach Abschluss der Raffination Entgasung und anschließendes Ruhenlassen und Abschäumen zur Gewinnung der gereinigten Schmelze; (3) Eingießen der Schmelze in eine Druckgussform unter kontrolliertem Formfüllungsdruck, anschließendes Aufheizen und Halten während der Formfüllung, danach Abkühlung mit Haltezeit und anschließendes weiteres Abkühlen und Entformen; (4) Nach dem Entformen Einbringen des Druckgussteils in einen Wärmebehandlungsofen, Erwärmen von Raumtemperatur auf die erste Temperaturstufe mit Haltezeit, anschließend weiteres Erwärmen auf die zweite Temperaturstufe mit Haltezeit, danach Herausnehmen und Luftkühlen zur Gewinnung der Aluminiumlegierung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die chemische Zusammensetzung der Gussaluminiumlegierung A356 im Schritt (1) in Gewichtsprozent wie folgt beträgt: Si 7,2-7,3 %, Fe 0,8-0,9 %, Cu 4,4-4,8 %, Mn < 0,002 %, Mg 0,30-0,32 %, Cr < 0,007%, Ni < 0,009%, Zn < 0,018 %, Ti 0,05-0,30%, Be < 0,0001%, Ga < 0,01%, Sr < 0,003 %, Zr 0,10-0,25 %, Rest Aluminium.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelztemperatur im Schritt (1) zwischen 650 und 750 °C liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt (2) die Temperatur der Schmelze im Raffinationstiegel 700-750°C beträgt, das Raffinationsmittel mit einer Rate von 420-480 g/min eingeblasen wird, die Zufuhr von Argon mit 20 L/min erfolgt und nach der Zugabe des Raffinationsmittels weitere 50 Minuten Argon zugeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt (3) die Schmelze in die Druckgussform eingebracht wird, wobei der Formfüllungsdruck bei 200-300 mbar gehalten wird, die Temperatur nach dem Einfüllen auf 850-950 °C erhöht und die Form 50-100 Sekunden gehalten wird, anschließend auf 500-600 °C abgekühlt und für 10-30 Sekunden gehalten wird, bevor weiter auf 350-400 °C abgekühlt und das Werkstück entformt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt (4) von LU601837 Raumtemperatur auf 150-170 °C aufgeheizt und 90-120 Minuten gehalten wird, anschließend auf 200-230 °C weiter aufgeheizt und 150-180 Minuten gehalten wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt (3) das Raffinationsmittel folgende Komponenten in Gewichtsanteilen umfasst: 40-60 Teile Aluminiumfluorid, 1-5 Teile Calciumfluorid, 1-3 Teile Cerfluorid, 1-3 Teile Lanthanfluorid, 10-20 Teile Natriumchlorid, 10-20 Teile Kaliumchlorid, 5-10 Teile Natriumcarbonat und 5-10 Teile Natriumborat.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die bevorzugte Zusammensetzung des Raffinationsmittels folgende Gewichtsanteile beträgt: 40-50 Teile Aluminiumfluorid, 1-3 Teile Calciumfluorid, 1-3 Teile Cerfluorid, 1-3 Teile Lanthanfluorid, 10-15 Teile Natriumchlorid, 10-15 Teile Kaliumchlorid, 5-8 Teile Natriumcarbonat und 5-8 Teile Natriumborat.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Raffinationsmittel durch Abwiegen der Rohstoffe im angegebenen Verhältnis, anschlieBendes Trocknen, Mischen und anschlieBendes Backen bei 230-260 °C hergestellt wird.
10. Aluminiumlegierung, hergestellt nach einem der Anspriiche 1 bis 9.
LU601837A 2024-12-24 2025-05-28 Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und hochwärmeleitfähigen Aluminiumlegierung mittels Schmelzereinigung und Druckgießverfahren LU601837B1 (de)

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