LU82194A1 - Verfahren und einrichtung zum speichern der durch sonnenstrahlung erzeugten waerme - Google Patents

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Description

j I Luxemburg, den 22. Februar 19βΟ i j j l Verfahren und Einrichtung zum Speichern der durch Sorrnen- I ’ Strahlung erzeugten Wärme | : ? I Erfinder und Anmelder; Nicolas Gath
15» rue Joseph Tockert LUXEMBOURG
ii lj jj Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, welche es gestattet, i · .
die Wärme, welche durch Sonnenstrahlung vornehmlich im Sommer ii erzeugt wird, zu speichern und diese später vorzugsweise in ü der kalten Winterjahreszeit zum Heizen von Räumen zu verwerten
Die bisher hierfür in Betracht gezogenen Möglichkeiten haben I einen sehr geringen Wirkungsgrad. Dies gilt besonders, wenn di<
Sonnenstrahlung durch Photozellen in elektrischen Strom um-. gewandelt wird und dieser zum Laden von Batterien verwendet wird. Wollte man im Sommer Wasser mit den Sonnenstrahlen aufheizen und dessen Wärme im Winter über Heizkörper den Räumen zuführen, so bräuchte man sehr grosse Wassermengen
Iund dieses Wasser würde sich selbst bei meterdicken Isola-^ tionsUmhüllungen der Lagerbehälter im langen Zeitraum, der vor seiner Verwendung liegt, fast völlig wieder abkühlen.
«
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Einrichtung mit wesentlich besserem Wirkungsgrad zu bauen.
I /-CV
ii ! v - i » - 2 -
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Sonnenstrahlen mit Hilfe eines optischen Systems konzentriert und in das Innere eines Behälters A geleitet werden, und dass die Umsetzung von Licht in Wärme in einem üunkt erfolgt, welcher soweit wie möglich allseitig von einem Stoff C umgeben ist. Dieser hat die Eigenschaft, dass er bei der durch die Sonneneinstrahlung bewirkten Temperatur in 2 Stoffe zerfällt, wovon der eine F fest oder flüssig ist, während der andere Wasser ist, das bei der im Behälter A auftretenden Temperatur in gasförmiger Phase, also als Dampf auftritt, und dass dieser Zerfall eine endotherme Reaktion i.
r darstellt. Der Wasserdampf wird in einem zweiten Behälter B, der auf niedriger Temperatur gehalten wird, zu flüssigem H^O oder, falls ausserordentliche niedrige Aussentemperatur vorliegt, zu Eis kondensiert. Die so erzeugten Stoffe F und das Wasser, bezugsweise Eis, werden in zwei-getrennten Behältern bis zum Zeitpunkt, wo die Heizung in Betrieb genommen wird, so getrennt gelagert, dass der vom Wasser oder Eis gebildete Dampf nicht in den Behälter gelangt, in welchem der Stoff F gelagert ist. Wenn dann im Winter Wärme benötigt vird, so wird für mindestens einen Teil des Wassers oder Eises eine Verbindung mit mindestens einem Teil des Stoffes F so hergestellt, dass der vom Wasser respektiv vom Eis gebildete Dampf zum Stoff F gelangt. Hierbei muss der freie Raum über dem Wasser, respektiv übeijfclem Eis, sowie über dem Stoff F weitgehend luftleer sein. Der Wasserdampf vereinigt sich in exothermer Reaktion mit dem Stoff F, und die erzeugte Wärme wird an das Medium abgegeben, das die Wärme in die zu be-* heizenden Räume transportiert. Die zur Bildung des Dampfes aus Wasser oder Eis benötigte Värme wird einer Umgebung entzogen, die nicht zu dem zu beheizenden Milieu gehört. In einer zweiten Lösung wird der Stoff F, der durch Wasserentziehung aus dem Stoff C unter der Einwirkung der Sonneneinstrahlungshitze entstanden ist, zur Wasserentziehung aus einem andern Stoff C2 benützt und nimmt dabei selbst Wasser auf. Durch häufige Wiederholung des Prozesses :
1. erneutes Austreiben von Wasser aus dem Stoff C
2. Entwässern von Stoff C2 im Vakuum wird die Menge an entwässertem Stoff C2 erzeugt, welche für die erforderliche zu speichernde Wärmemenge nötig ist.
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Ausführungsmöglichkeiten sind in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellt und nachstehend erklärt.
Die Einrichtung der Figur 1 besteht aus zwei Behältern 2 und kt die Calciumhydroxid enthalten. Jeder der Behälter enthält in seiner Mitte einen aus feuerfestem Material bestehenden Becher, der Behälter 2 den Becher 5p der Behälter k den Becher 6. Beide Becher sind leer. Das Calciumhydroxid ist um die Becher herum angeordnet und liegt an deren Aussenflächen an. Der Behälter 2 ist über Rohre 8 und 22 mit dem Behälter 1k verbunden, dieser wieder über die Rohre 22 und 10 mit dem Behälter k. Der horizontale Strich 9 (symbolisiert, dass hier ein Hahn angebracht ist, der die Verbindung vom Behälter 2 zum Behälter lU freigibt. Der senkrechte Strich 11 symbolisiert einen Hahn, der die Verbindung von Behälter 4 zum Behälter l*l· sperrt. Alle Behälter und die Rohrleitung sind luftleer gepumpt und aus Stahl hergestellt. Die Behälter 2 und k weisen an der Oberseite ein rundes Loch auf, das von einer Glasplatte 2k respektiv 25 und einer darunterliegenden Dichtung aus I Silicongummi 26 abgedichtet ist. Der äussere Luftdruck drückt die
Glasplatte fest auf.
Wenn die Sonne scheint, geht vom Hohlspiegel l6 ein konvergentes Strahlenbündel zum Convexspiegel 18, der so gewölbt ist, dass die 1 abgehenden Strahlen nahezu parallel laufen. Sie treffen auf die
Glasscheibe 2k und treten durch das Loch in der Oberseite des Behälters 2 ins Innere des Bechers 5 ein. Der Becher und das anliegende Calciumhydroxid erhitzen sich. Bei einer Temperatur, die tiefer als kOO Grad Celcius liegt, bildet sich Calciumoxid, und das freiwerdende Wasser geht in gasförmigen Zustand über. Es gelangt über die Rohrleitungen 8 und 22 in den Behälter lU, wo es sich kondensiert. Wenn der grösste Teil, etwa zwei Drittel der ursprünglichen Calciumhydroxid-Masse, in· Calciumoxid umgewandelt - ist, wird der Hahn 9 gesperrt und der Hahn 11 geöffnet und der / -ff veventuell auch 16 *·/< / Spiegel l£p so verstellt, dass die Sonnenstrahlen durch das Glas fr" > ~ 25 in den Becher 6 des Behälters k gelangen und auch hier das / Calciumhydroxid zersetzen. Zweckdienlicherweise wird man eine grössere Zahl von Behältern von gleicher Art wie 2 und 4 zusätzlich verwenden, so zwar, dass man für die in einem Sommer durch- || schnittlich zu erwartenden Tage mit starker Sonnenstrahlung für jeden dieser Tage einen Behälter zur Verfügung hat.
- 4 -
Unter jedem der Behälter ist ein Wärmeaufnahmebehälter angeordnet. In Figur 1 ist der Wärmeaufnahmebehälter des Behälters 2 mit 36, derjenige des Behälters 4 mit J8 bezeichnet. Wenn es nun kälter wird und die Inbetriebnahme der Heizung erforderlich wird, öffnet man den zugehörigen Hahn eines der Behälter, sodass dieser mit dem Behälter 14 in Verbindung steht, während alle übrigen Hähne gesperrt sind. Der betreffende Behälter sowie der Behälter 14 müssen weitgehend luftleer sein. Das Wasser im Behälter l4 hat je nach seiner Temperatur einen gewissen Dampfdruck. Der Dampf strömt in den geöffneten Behälter und bildet mit dem Calciumoxid Calciumhydroxid. Die entstehende Wärme wird über die Bodenfläche des betreffenden Behälters an das Wasser des darunter angeordneten Wärmeaufnahmebehälters abgegeben, da der Boden des ersteren gleichzeitig die Oberseite des zweiten bildet. Das Wasser der Warmwasserheizung, das sich bei seinem Kreislauf in den Heizkörpern abgekühlt hat, wird durch ein Rohr in den Värmeaufnahmebehälter geleitet, erwärmt sich dort und fliesst durch ein anderes Rohr wieder zu den Heizkörpern, wo es seine Wärme zum Heizen der Räume abgibt. Es ist vorteilhaft den Fluss des Heizungswassers nur durch denjenigen Wärmeaufnahmebehälter zu leiten, der durch Hydroxidbildung in dem darüber angeordneten Behälter Wärme erhält. Zwecks besserer Uebersichtlichkeit der Zeichnung hat der Wärmeaufnahmebehälter 36 nur eine Umwandungsfläche mit dem Behälter 2 gemeinsam. Es ist natürlich zweckmässiger, wenn der Wärmeaufnahmebehälter 36 den Behälter 2 weitgehend umschliesst ‘ damit ein leichterer Wärmeübergang stattfindet und die Wärmeverluste geringer werden. Ferner dürfte es vorteilhaft sein, wenn die Masse, welche in den Behälter'2 respektiv 4 eingefüllt wird, sei es nun als CaO oder als Ca(OH),,> eine geringe Menge NaOH, etwa 1enthält. Es ist anzunehmen, dass dies die Reaktionsfähigkeit des CaO erhöht, besonders da ja auch in der präparativen Chemie zum Trocknen von Gasen nicht reiner CaO, sondern sogenannter Natronkalk benutzt wird.
Die Einrichtung gemäss Figur 2 benötigt dagegen nur einen Zersetzungsbehälter. Man kann diesen in seiner Grösse leicht so wählen, dass die darin enthaltende Menge von Calciumhydroxid etwas grösser ist als die Menge , die an einem sehr sonnenreichen z' ‘ .
\ / s ITag von der Strahlung zersetzt wird. Das im Behälter 2 gebildete Vasser gelangt in gasförmigem Zustand durch das Rohr 8 über den geöffneten Hahn 9 in den Behälter l4 und kondensiert sich dort. Venn gegen Abend die Sonnenstrahlung so schwach wird, dass keine Zersetzung mehr stattfindet, so wird der Hahn 9 gesperrt und der Hahn 13 geöffnet. Der Behälter 2 ist jetzt über die Rohrleitung 22 mit dem Behälter 3h verbunden. Beide Behälter sind luftleer. Der Behälter 3^ hat eine grosse Bodenfläche und eine geringe Höhe. Er ist bis zu halber Höhe mit
Vasser gefüllt, in dem Natriumhydroxid gelöst ist. Diese Lösung hat bei den vorkommenden Temperaturen einen merklichen Vasser-dampfdruck und es fliesst daher Dampf in den Behälter 2, wo er vom Calciumoxid sofort gebunden wird und Hydroxid entsteht, so dass ständig wieder Vasserdampf in den Behälter 2 nachströmt.
Die Konzentration der Natriumhydroxidlösung nimmt also zu. Im (Behälter 2 entsteht Hitze, während in dem Behälter 3^ die Lösung sich abkühlt. Vie schnell diese Vorgänge ablaufen, hängt j davon ab wie schnell die im Gefäss 2 gebildete Värme abgeführt S wird und wie schnell die im Behälter 3^ entstehende Värmeent- 1 ziehung durch äussere Värmezufuhr ausgeglichen wird. Es ist il vorteilhaft die Dimensionierung der Behälter 3h und 2 so zu ; wählen, dass nach Ablauf der Nacht im Behälter 2 das Calcium oxid vollständig in Calciumhydroxid verwandelt ist. Sobald t nun starke Sonneneinstrahlung einsetzt und das Hydroxid in j Vasserdampf und Calciumoxid umgesetzt wird, öffnet man den | „ Hahn 9 und schliesst den Hahn 13. Es wiederholen sich nun die gleichen Vorgänge wie vorher. Das gebildete VAsser gelangt in den Behälter 1¾ und gegen Abend ist das Calciumhydroxid in Calciumoxid umgewandelt. In der Nacht bildet sich nach Schlies-sen von 9 und Oeffnen von 13 wieder Hydroxid und die Lösung im Behälter 3h wird weiter konzentriert. Da sich dies jede Nacht wiederholt, ist bei Beginn der kalten Jahreszeit die | Lösung im Behälter 3h an einem sehr hohen Konzentrationsgrad ί j angelangt. Vesentlich besser ist es, wenn der Konzentriervorgang so weit getrieben wird, das feste Hydrate von Natriumhydroxid auskristallisieren, oder dass nur noch eine feste Masse von Hydraten und/oder fast hydratwasserfreiem Natriumhydroxid ent-j, steht. Diese Masse oder die konzentrierte Lösung wird nach stehend kurz hygroskopischer Speicherstoff genannt.
* / / - 6 -
Wenn es nun kälter wird und die Inbetriebnahme der Heizung erforderlich wird, so sperrt man die Hähne 9 und 13 und öffnet den Hahn 19. Die hochkonzentrierte Lösung im Behälter 3^ hat einen niedrigen Dampfdruck im Vergleich zu dem reinen Wasser im Behälter ik. Daher verdampft dieses und kondensiert sich im Behälter 3¾. Der hygroskopische Speicherstoff im Behälter 3k erwärmt sich und gibt seine Wärme an das Wasser in einem * darunter angeordneten Behälter 36 ab, da der Boden des Behäl ters 3^ gleichzeitig die Oberseite des Behälters 36 bildet.
Das Wasser der Warmwasserheizung, das sich bei seinem Kreislauf in den Heizkörpern abgekühlt hat, wird durch das Rohr 37 in den Behälter 36 geleitet, erwärmt sich dort und fliesst durch das Rohr 39 wieder zu den Heizkörpern, wo es seine Wärme zum Heizen der Räume abgibt.
Für den Fall,dass das Leitungssystem oder die Behälter an irgendeiner Stelle nicht ganz luftdicht sind, ist eine Vakuumpumpe 38 zum Herauspumpen von eingedrungener Luft vorgesehen. Man kann einen zweiten, mit CAlciumoxid respektiv Calciumhydroxid gefüllten Behälter vorsehen und diesen abwechselnd mit dem ersten der Sonneneinstrahlung unterwerfen. Wenn in dem einen die Calciumhydroxidzersetzung stattfindet, und das gebildete Wasser in den Behälter lK überdestilliert, kann der andere noch weiter mit dem Behälter jk in Verbindung stehen, sodass das Austreiben des Wassers aus dem hygroskopischen Speicherstoff auch am Tage weiter stattfinden kann. Dies wirkt sich als grosser Vorteil aus, wenn der hygroskopische Speicherstoff bereits stark entwässert ist und die weitere Entwässerung nur noch träge voranschreitet.
Die Einrichtung bezieht also im Winter ihre Wärme teilweise von aussen, arbeitet also ähnlich wie eine Wärmepumpe, da die Wärme, welche für die Verdampfung des Wassers im Behälter 1^ benötigt wird, der Umgebung entzogen wird.
i - 7 -
Die Zufuhr dieser Wärme kann vom Erdboden aus durch die Wand des Behälters l4 erfolgen, oder es können andere Mittel hierzu verwendet werden. Beispielsweise kann man im Innern des Behälters ein System von Rohren anbringen, durch das man die Aussenluft leitet, solange diese noch wärmer ist als das Wasser des Behälters.
Wenn aber die Luft im Freien nur null Grad Celcius Temperatur aufweist, würden sich allerdings Schwierigkeiten ergeben. In diesem Fall soll durch eine zusätzliche Einrich-
Itung flüssiges H^O, also Wasser, in den Behälter 2 eingebracht werden. Wie Figur 3 zeigt, kann man hierzu den zusätzlichen Behälter 15 verwenden. Er enthält eine dosierte Menge von Wasser, die genügt um die im Behälter 2 mögliche Menge von Calciumoxid in Calciumhydroxid umzusetzen. Wenn Hahn 16 geöffnet wird, fliesst Wasser in den Becher 5· Statt der in den Figuren 1 und 2 verwendeten Spiegel kann man I natürlich auch Linsen verwenden.
Die Umwandlung der Lichtstrahlen in Wärme erfolgt bei beiden beschriebenen Einrichtungen in einem Raum der keine Luft enthält, sondern, je nach Betriebszustand, mehr oder weniger Wasserdampf und an einer Stelle, die möglichst zentral in der zu zersetzenden Calciumhydroxidmasse liegt. Würde die Umwandlung der Sonnenstrahlen in Wärme an der Aus-' senfläche des Behälters 2 erfolgen, so würde diese eine hö here Temperatur aufweisen als die innenliegende Calciumhydroxidmasse. Die Aussenflâche würde einen grossen Teil der erzeugten Wärme als nach aussen gehende Wärmestrahlung verlieren, Bei der erfindungsgemässen Ausführung des Behälters 2 liegt ein umgekehrtes Temperaturgefälle vor, und die Wär-meabstrahlungsverluste werden entsprechend geringer, besonders wenn die obenliegende Oeffnui% des Behälters ^ ähnlich wie bei einer Flasche eingeengt ist, wie in Figur 3* Man kann die Eintrittsstelle der Lichtstrahlen in den Behälter 2 nicht als Oeffnung ausführen, weil dann die Luft hier ein- ( m treten und die Verdampfungsvorgänge stören würde. Diese : '-/f : V * „-· y - 8 -
Durchtrittsstelle muss daher für Lichtf nicht aber für Luft passierbar sein und ist daher in Form einer Glasscheibe ausgeführt. Man kann auch andere wasseranziehende Stoffe verwenden. In dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 kann man Magnesiumoxid verwenden anstatt Calciumoxid. Durch Verbindung mit Wasser entsteht dann in analoger Weise Magnesiumhydroxid. Auch dieses zersetzt sich unter der Wärmeeinwirkung der Sonnenstrahlen = und bildet sich wieder wenn Wasserdampf zugeführt wird. Auch die se Reaktion ist exotherm. In dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 kann man das Natriumhydroxid durch einen anderen hygroskopischen Stoff, beispielsweise durch Kaliumhydroxid oder Calciumchlorid ersetzen.
Die Verwendung von Calciumhydroxid zum Austreiben des Wassers aus dem hygroskopischen Speicherstoff erlaubt eine sehr weitgehende Entwässerung und hat folgende Vorteile: Man kann die ganze Masse des hygroskopischen Speicherstoffs gleichzeitig dem Entwässerungsprozess unterwerfen und dies bei normaler Umgebungstemperatur. Die dabei entstehenden Kristalle beispielsweise von NaOH'öHgO oder NaOH’^H^O) haben eine grosse Oberfläche, an welcher die weitere Entwässerung stattfinden kann. Hinzukommt, dass das Kristallgefüge durch weiteren Vasserverlust noch mehr aufgelockert wird. Wenn man aber Natriumhydroxidlösung, ohne Verwendung von Calciumoxid, durch direktes Erhitzen mittels Sonnenstrahlungswärme im Vakuum konzentrieren wollte, müsste man den entstehenden Wasserdampf bei etwa 20 Grad Celcius kondensieren, und das entstehende Wasser hat dann einen Dampfdruck von 17,5 Torr oder 2337 Pascal. Da der Dampfdruck der zu konzentrierenden Lösung höher sein muss, braucht man schon eine Temperatur die höher liegt als 60 Grad Celcius, wenn die Lösung 50 Teile NaOH auf 100 Teile Lösung enthält. Da man für die erforderlichen grossen Mengen von NaOH entsprechend grosse Behälter braucht, würden an deren Wänden grosse WTärmeverluste auftreten. Auch wäre die Oberfläche, an welcher eine Entwässerung stattfinden kann, immer nur die einer glatten Flüssigkeitsoberfläche, das heisst die der Lösung oder der geschmolzenen Hydrate. Wohl könnte man die Lösung zum Konzentrieren in einen kleineren Behälter pum- //.... '·/ - ' y · - - 9 - pen, um die Wärmeverluste gering zu halten. Bei Konzentrationen über 54 Anteile NaOH auf 100 Teile Lösung wird auch das schwierig» weil die Hydrate sich auskristallisieren.
Es ist möglich, dass im Behälter 34 die konzentrierte Natriumhydroxidlösung oder Calciumchloridlösung in Berührung mit dem Stahlblech im Laufe der Zeit eine geringe Menge Wasserstoff entwickelt. In diesem Fall würde man denselben mit Hilfe der in Figur 2 mit 38 bezeichneten Vakuumpumpe auspumpen, da auch * Wasserstoff die VerdampfungsVorgänge stören würde. Man kann aber auch den Behälter 3k mit Polyäthylenfolie, Polypropylenfolie oder einem anderen alkalifesten Kunststoff auskleiden und so sowohl die Wasserstoffbildung wie die langsame Korrosion verhindern. Weiter kann man auch die Natriumhydroxidlösung oder die Calciumchloridlösung in kleinere Behälter aus Polystyrol unterbringen, die oben offen sind und innerhalb des grösseren Behälters 3k aus Stahlblech atigeordnet sind. Der Behälter 3¾ kann auch aus Kupferblech bestehen und die Natriumhydroxidlösung kann dann direkt mit dem Kupfer- I blech in Berührung stehen, ohne dass Korrosion entsteht, weil der Raum luftleer und somit sauerstoffrei ist. Man kann den _ Behälter 34 auch ausserhalb des Gebäudes, eventuell im Erd- yî/ ή' , (durch eine gute ..isolierende Umhüllung,. .
j ψ boden vergraben;; muss a Den dafür sorgen, dass im Winter nicht t _ zuviel Wärme an das umgebende Erdreich verloren geht. Die J./.: / Wärme, die im Sommer beim, Austreiben des Wassers aus dem I . . benötigt, .
' ' hygroskopischen Speicherstoff ''wird, kann man dem Behälter 34 zuführen, indem man an der Aussenseite der Behälterwand festanliegende Rohre anbringt, in welchen Wasser zirkuliert, das von einem Wärmeaustauscher aus der Umgebungsluft Wärme aufnimmt und diese an die Behälterwand abgibt. Bei Beginn der Heizperiode würde das Wasser aus diesem Rohrsystem ablaufen Î gelassen, sodass jetzt der Behälter eine gute Wärmeisolierung gegenüber der umgebenden Erde besitzt.
3k> f.· , Statt eines einzigen Behälters^ kann man deren zwei verwenden, '4 . .
' ·’ wovon der eine Natriumhydroxid, der andere Calciumchlorid enthält, und beide in einen noch grösseren Behälter aus Stahl anordnen. Im Falle eines grösseren Gebäudeschadens, etwa bei -v'· / f . / >v ' " / - 10 - einem Brand, würde das Bersten der Behälter eine geringere Bedrohung der Umwelt darstellen, weil sich die beiden Stoffe miteinander mischen würden und dabei Natriumchlorid und Calciumhydroxid bilden würden, die wesentlich weniger aggresiv sind.
Im übrigen lassen sich die benötigten Teile der ganzen Ein-» richtung auf verschiedene Weise in dem zu beheizenden Komplex anordnen. Man kann bei einem Wohnhaus das optische System mit dem Behälter 2 auf einem flachen Dach installieren. Zur Ver- *
Stellung der Spiegel, entsprechend der Bewegung der Sonne, kann man bekannte Führungsmechanismen für Sonnenenergiesammler verwenden. Zur Unterbringung der Behälter 3^ und 36 kann man zwischen zwei bewohnten Stockwerken eines Wohnhauses ein Zwischenstockwerk von nur etwa 1 m Höhe vorsehen. In diesem Fall würde diejenige Wärme, die nicht auf das Wasser des Zentralwarmwasserheizungssystems übergeht und welche normalerweise verloren wäre, doch noch über den Boden des darüberliegenden Stockwerks oder durch die Decke des darunterliegenden Stockwerks in zu beheizende Wohnräume gelangen. Der Behälter 1¾ kann unter dem zu beheizenden Gebäude im Erdboden oder in einem danebenliegenden Grundstück im Erdboden oder oberirdisch angeordnet sein.
Die Betätigung der Hähne würde man selbstverständlich über ein automatisches System bewirken.
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Claims (1)

  1. Patentanspruch Einrichtung zum Speichern der durch Sonnenstrahlen erzeugten Wärme mit mindestens zwei Behältern, wobei der eine Behälter » einen Körper F enthält, während der andere Wasser enthält, wobei F ein Körper ist, der exotherm mit Wasser reagiert und dabei einen Stoff C bildet, gekennzeichnet durch ein Rohr, das diese beiden Behälter verbindet und durch eine Einrichtung, welche es gestattet den freien Durchgang von Dampf von dem einen Behälter zum anderen zu sperren oder zu öffnen, mit einem optischen System aus Spiegeln oder Linsen, das es gestattet, die Strahlen der Sonne zu konzentrieren und dieselben auf einen Behälter zu lenken, in welchem der I Körper C angeordnet ist, wobei C ein Körper ist, der sich ! in der auftretenden Hitze in Körper F und Wasser zersetzt, wobei das Wasser bei den durch Sonneneinstrahlung entstehenden Temperaturen den gasförmigen Zustand annimmt, während F ein Stoff ist, der bei diesen Temperaturen fest oder flüssig ist. Jv:' f/ ,* 1 //> / ! * 7
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