6, Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche# dadurch gekennzeichnet, claß in der gemeinsamen Kammer (30) auch Hilfsaggreyate, wie Druckregler (38# 44# 58# 62) und Zufuhrleitungen (36, 42, 50, 54. für Brenngas# Brennluft und Probengase# sowie Pumpen (52, 5G) für die einzelnen Probengase untergebracht sind. V- f I » · \ \ V » r y i ’ \ \ ' . \ . ' © - 4 - « » · i - 4 Beschreibung ! . ,, Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Messen der Kohlenwasserstoff-Konzentration in einer Mehrzahl von separaten Probenströmen mittels Flammen-Ionisations-Detektoren, insbesondere zur kontinuierlichen Überwachung der unteren Explocionsgrenze in Beschichtungsanlagen. Die Anwendung der Flammen-Ionisation und die Verwendung von Flammen-Ionisations-Detektoren zur Messung von Kohlenwasser-Stoff-Konzentrationen in Gasen oder Luft sind bekannt. i i t . Ein solcher Detektor enthalt eine durch ein Brenngas gespeiste m Flamme, die entweder in Luft oder Sauerstoff brennt und in die ein Strom der Subst^anz eingeführt wird, deren Kohlenwasserstoff-Gehalt gemessen werden soll. An die Elektroden des Detektors wird eine Gleichspannung gelegt. Zwischen den Elektroden fließt dann ein Strom, der eine Funktion des Flußanteils an Kohlenwasserstoffen in der Probe ist. Er ist näherungsweise direkt proportional der Anzahl der Kohlenwasserstof f atome, die pro Zeiteinheit in die Flamme eingebracht werden. Π Flammen-Ionisations-Detektoren werden beispielsweise bei der » Abgasmessung von Kraftfahrzeugen, aber auch in der chemischen und petro-chemischen Industrie eingesetzt. Ein anderes Gebiet der Technik, in welchem Gase oder Dämpfe entstehen, die explosibel sein können und überwacht werden müssen, ist das Gebiet der Beschichtungsanlagen im weitesten Sinne. / .. » ' . , · - 5 - In der Elektro-Industrie beispielsweise werden Drähte mit Isolierstoffen beschichtet oder ummantelt, in der Möbelindustrie werden Spanplatten mit Purnieren beschichtet, ähnliches gilt für die Bauindustrie, in der kunststoffbeschichtete Bauplatten, Träger und dgl. hergestellt werden, aber auch für die Verpackungsindustrie, bei der Bahnen aus einem Trägermaterial ein- oder beidseitig mit Kunststoffschichten lamelliert werden. i Gemeinsam ist diesen Verfahren, daß die beschichteten Materialien oder Werkstücke durch Trockenanlagen geführt werden, in denen die beim Beschichten verwendeten Lösungsmittel während des ^ TrocknungsVorganges aus den trocknenden Materialien in Dampf- form austreten und abgeführt werden müssen. » v Diese Losungsmitteldämpfeekönnen hochcxplosibel sein und sie werden in der Regel in eine Wachverbrennungsanlage geleitet und dort verbrannt oder einer Lösunysmittelrückgewinnungs- ¥ anlage zuyeführt. Dabei ist zu beachten, daß diese Lösungsmitteldämpfe sich nicht selbst entzünden, was zu schwerwiegenden Explosionen und Zerstörung der gesamten Beschichtungsanlage führen kann, sondern, daß ihre Konzentration ausreichend weit von ihrer sogenannten unteren Explosionsgrenze entfernt liegt. & ♦ Eine Trocknungsanlage, die einer Beschichtungsanlage der oben genannten Art nachgeschaltet ist, umfaßt eine Mehrzahl von einzelnen Trockenkammern, in denen Lösungsmitteldämpfe unterschiedlicher Konzentration entstehen, die alle zu überwachen sind. •Es wurde daher bereits vorgeschlagen, die in den einzelnen Trockenkammern entstehenden Gase oder Dämpfe mit Hilfe von Wärmetönungsmeßverfahren zu überwachen. / l- . - 6 - ' , . ( * , ’ - 6 - Nachteilig bei dieser Methode ist, daß die Katalysatoren ; relativ träge reagieren und ihre Ansprechzeit auf Veränderungen der Konzentration mehrere Sekunden beträgt. Sie sind ferner i für sehr geringe Anteile an Kohlenwasserstoffen in den zu j messenden Gasen nicht empfindlich genug. Außerdem werden die Katalysatoren durch Stoffe vergiftet, die in Lackroh-j stoffen enthalten sind, z.B. Schwermetalle oder Schwefel- j Verbindungen, wodurch ihre Standzeit auf einige Stunden her abgesetzt wird. Außerdem können bei Anwesenheit von Silikonen ' die Katalysatoren bzw. ihre Trägermaterialien durch die Silikone verklebt werden. Ks wurde ferner vorgoschlagen, von jeder Trocknungskammer eine Probe des zu messenden Gases über eine Rohrleitung ab-zuziehen und mittels entsprechender Steuerventile jede dieser Proben nacheinander durch einen Flammen-Ionisations-Detektor zu leiten, in welchem der Kohlenwasserstoffanteil der einzelnen Probengasmengen gemessen wird. Nachteilig hierbei ist vor allem die bei diesem System unvermeidliche diskontinuierliche Messung. Auch steht von der gesamten für jede Probengasmenge zur Verfügung stehenden Zeit nur ein Bruchteil davon für die eigentliche Messung zur Verfügung, d.a vor Beginn der Messung die Reste der vorherigen Probe aus den Leitungen und dem Brenner des Detektors fortgespült werden müssen. Wenn beispielsweise alle 10 Sekunden auf eine andere Probe umgeschaltet wird, so sind 8 Sekunden erforderlich, um die Reste der vorigen Probe zu entfernen und nur 2 Sekunden stehen für die eigentliche Messung zur Verfügung. Auch hier ist aber nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen, daß in dem Meßgas noch Reste der vorherigen Probe enthalten sind* Schließlich ist das Proben-Umschaltsystem, d.h. ein Magnetventil für jede Probenleitung sowie eine entsprechende elektrische oder elektronische Ansteuerung relativ aufwendig und es sind Meßwertspeicher erforderlich, um eine quasi-kontinu; - 7 - - 7 - • . · . · « liehe Steuerung bzw. Messung zu erzielen. Eine kontinuierliche Messung und Überwachung der Gase in allen Trockenkammern wäre nun dadurch erreichbar, daß für jede Trockenkammer ein Flammen-Ionisations-Detektor mit entsprechenden Zuleitungen verwendet wird. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die es ermöglicht, die Kohlenwasserstof fr-Konzentration einer Mehrzahl ^ von verschiedenen Gasströmen kontinuierlich und in vergleich barer Weise zu messen.bzw. zu überwachen. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß jedem Probensüom ein Flammen-Ionisations-Detektor zugeordnet ist-, dem der jeweilige Probenstrom separat zuführbar ist, und daß alle Flammen-Ionisations-Detektoren in einer gemeinsamen Kammer angeordnet sind, die auf einer vorgegebenen Temperatur gehalten ist. Diese Maßnahmen ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung — der Gase in jeder einzelnen Trocknungskammer und ihren Ver- ν'- ' L,‘ gleich untereinander ohne störende Einflüsse aufgrund unter schiedlicher oder wechselnder Temperaturen. Da die Flammen-Ionisations-Detektoren eine Ansprechzeit von unter 1 Sekunde haben, können ohne Verzögerung entsprechende Maßnahmen getroffen werden, wenn sich die Zusammensetzung eines Probengases in unerwünschter Weise verändert, d.h. sich z.B. zu nahe auf die untere Explosionsgrenze zu bewegt, wobei es jedoch erwünscht ist, nahe, z.B. bei 25% der unteren Explosions grenze der Gase oder Dämpfe zu arbeiten, um die für die Nach- - 8 - f * ' r · ! I . - 8 - j » % i' « Verbrennung erforderliche Zusatzenergie möglichst gering zu ' halten. t Schließlich können Gase oder Dämpfe, deren Kohlenwasserstoff-Konzentration unter der für die Atmosphäre zulässigen Grenze 1 , liegt, sofort direkt in die Atmosphäre abgeführt werden. , Zweckmäßigerweise liegt die Temperatur in der Kummer bei etwa | 180°C, d.h. über dem Taupunkt der beteiligten Dämpfe oder I Gase. ! /Γ-Λ l '·&. ! I Vorzugsweise werden alle Flammen-Ionisations-Detektoren von einer gemeinsamen brenngaszufuhr und einer gemeinsamen brenn-luftzufuhr gespeist und sie sind ferner an eine gemeinsame elektrische Energiequelle angeschlossen. » Das Brenngas, die Brennluft und die Probengase können hierbei den Detektoren über Kapillaren zugeführt werden. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden vorzugsweise auch Hilfsaggregate, wie Druckregler und Zufuhrleitungen für Brenngas, Brennluft und Probengase sowie Pumpen für die einzelne) Ç·· Probengase in der gemeinsamen Kammer untergebracht. Auf diese Weise werden tür die liilfsaggregate, insbesondere für die Zufuhrleitungen, gleiche und konstante Temperaturverhältnisse geschaffen. Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert, in der - y - « r ψ * . \ - 9 - Fig. 1 schematisch einen bekannten Flammen-Ionisations-Detektor darstellt. Fig. 2 zeigt schematisch zwei Flammen-Ionisations-Detektorun, die zusammen mit Hilfsaggregaten in einer gemeinsamen Kammer untergebracht sind, die auf einer vorgegebenen Temperatur gehalten wird. Fig. 1 zeigt einen Fluuuuen-lonisations-Detoktor 10 mit einem . . Cehäuse-, in welchem ein Brenner 12 ungeordnet ist. im Gehäuse A" sind ferner im Bereich cler hrennorilumme Elektroden, z.b. eine Kingelektrode 14 uncl eine Btabolektrode 16 angeordnet, die über Leitungen Iß, 20 an eine nicht-gezeigte elektrische Energiequelle augeschlossen sind. ' Dem Brenner 12 wird über eine Leitung 22 ein Oxidations mittel, z.B. synthetische Luft, über eine Leitung 24 ein Brenngas, z.B. Wasserstoff, und über eine Leitung 26 das zu untersuchende Proben-Gas zugeführt. An den Elektroden 14 und 16 liegt eine Gleichspannung und infolge der Ionisation im Bereich der Flamme des Brenners fließt zwischen ihnen ein Strom, der eine.Funktion des Flußünteiles an Kohlenwasser-' stoffen des zu untersuchenden Gases ist. i’ Brenner dieser Art erlauben es, Konzentrationen von einigen ppm bis in den hohen Prozentbereich linear zu messen. Ihre Ansprechzeit liegt unter 1 Sekunde und der zwischen den Elektroden fließende Strom ist annähernd direkt proportional der Anzahl der Kohlenwasserstoffatome, die pro Zeiteinheit in die Flamme eingebracht werden, und damit der unteren Explosiez-grenze unterschiedlicher Kohlenwasserstoffe. Der Detektor 1o nach Fig. 1 ist ferner mit einem Auslaß 2ö zur Abfuhr der Verbrennungsgase versehen. - 1ü - ψ -10 - / P » 4 » » * Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 2 umfaßt eine Kammer 30, die beheizt ist und mittels eines nicht-darge-stellten Temperaturreglers auf einer im wesentlichen konstanten Temperatur, z.ß. auf 180°C gehalten wird. In der Kammer 30 sind zwei Flammen-Ionisations-Detektoren 32, 34, . nachfolgend kurz FID genannt, untergebracht, es wird aber betont, daß auch eine größere Anzahl von FID's in der Kammer 30 ange-t ordnet werden kann und in der Praxis auch anyeordent wird. Beiden FID's wird über eine gemeinsame Leitung 36 Brennluft f"·. zugeführt, deren Druck über ein Druckreyelventil 38 einge stellt und durch ein Manometer 40 angezeigt wird. Uber eine gemeinsame Leitung 42 wird den beiden FID's ein Brenngas, z.B. Wasserstoff zugeführt, dessen Druck durch ein Druckregelventil 44 eingestellt und an einem Manometer 46 anyezeigt wird. Der FID 32 erhält über eine Leitung 50 und eine Pumpe 52 ein Probengas zugeführt, das z.B. aus einer Trockenkammer einer Beschichtungsanlage abgezogen wird, wie oben erläutert. Mittels eines Druckregelventiles 58 wird der Rückdruck in der Leitung 50 eingestellt und durch ein Manometer 60 anyezeigt. s~ Dem FID 34 wird über eine Leitung 54 und eine Pumpe 5ü ein • anderes Probengas zugeführt, das z.B. aus einer anderen Trocknungskammer der vorgenannten Beschichtungsanlage stammt. * Der Druck in der Leitung 54 wird durch ein Druckregelventil 62 eingestellt und von einem Manometer 64 angezeigt. • Die Brenluft, das Brenngas und die Probengase werden den beiden Detektoren über Kapillaren 48 zugeleitet und der Überschuß abgeführt bzw. ggf.· in den jeweiligen Kreislauf rückgeführt, wie /’ t 1 - 1 I - i i r -11- » f , durch Pfeile 82 angedeutet. - Der FID 34 hat eine Stabelektrode 70 und eine Ringelektrode 80 und der Flà^hat eine Stabelektrode 68 und eine Ringelektrode 78. Die beiden Stabelektroden 68 und 70 sind mittels einer gemeinsamen elektrischen Leitung 66 an eine elektrische Spannungsquelle 72 von z.B. 200 V angeschlossen. Die beiden'Ringelektrode 78 und 80 sind an separate Verstärker angeschlossen, die eine * gemeinsame Spannungsversorgung 74 haben von z.B. + 15 Volt. Anstelle einer Stab- und einer Kingelektrode können auch '"n zwei halbe Ringelektroden verwendet werden, von denen jede in Form eines halben Ringes mit einem Umfangswinkel von z.B. 180° ausgebildet ist. Wie sich aus Fig. 2 ergibt, sind mithin beide FXD's einschließlich ihrer Zufuhrleitungen und der Hilfsaggregate in » der gemeinsamen Kammer 30 angeordnet, so daß die FID's, die Zuleitungen, die Kapillaren und die Hilfsaggregate sämtlich auf derselben Temperatur gehalten sind, wodurch Verfälschungen der Meßwerte infolge unterschiedlicher Temperaturen ausgeschaltet sind. Sämtliche FID's haben eine gemeinsame Luftversorgung, eine gemeinsame Brenngasversorgung und ihre Elektroden liegen an denselben Spannungsquellen. I. Die einzelnen Probengase, die.z.B. aus verschiedenen Trockenkammern einer Beschichtüngsanlage stammen, werden den einzelnen FID's jedoch getrennt zugeführt, wobei je ein FID je einem * Probengas bzw. je einer Trockenkammer zugeordnet ist. Die erfindungsgemaße Vorrichtung ermöglicht es somit, mehrere Mc stellen kontinuierlich unter Einhaltung sehr kurzer Ansprechzeiten zu überwachen, dabei aber Meßwertverfälschungen infolge unterschiedlicher Temperaturen auszuschalten. · i