LU83570A1 - Brennstoffbriketts - Google Patents
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Description
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Die Erfindung betrifft Briketts auf der Basis von Brennstoffen wie Steinkohle, Koks, Braunkohle, Holzkohle u.dgl., die in Gegenwart eines Bindemittels und unter Verwendung eines weiteren Zusatzmittels durch Brikettieren erhalten worden sind, wobei das Bindemittel, wie das bei vielen Braunkohlensorten der Fall ist, entweder bereits von Natur aus i · 9 vorhanden sein kann oder zusätzlich neben dem weiteren Zusatzmittel beigemengt wird.
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j ^ !j Es ist bekannt, aus pulverförmigem bzw. feinkörnigem oder i } ! ! grobkörnigem Material durch Verpressen Briketts herzustellen, j : Bei der Formgebung durch Brikettieren unterscheidet man die bindemittellose Arbeitsweise und das Brikettieren unter Zusatz | ] organischer oder anorganischer Bindemittel.
Durch Zusatz eines Bindemittels will man einmal das Bri-| kettierverhalten des Preßgutes während des Brikettierens ver bessern, z.B. um eine bessere Plastifizierung während des Formprozesses zu ermöglichen, zum anderen soll das Binde-
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1 - 5 - A3HD31952 | mittel auch den Zusammenhalt des brikettierten Materials erhöhen, damit eine bessere Handhabung der Briketts möglich ist. Vor allem sollte das zugesetzte Bindemittel auch bewirken, daß die Eigenschaften der "Briketts wie Festigkeit, Feuerstandfestigkeit, Wirkungsgrad bei der Verbrennung, Rauchbildung usw. günstig beeinflußt werden.
Es sind bereits zahlreiche Bindemittel bekannt, die bei der Brikettierung von Koks, Anthrazit, Mager- und Fettkohlen u.dgl. eingesetzt werden. Die bisher bekannten Briketts und Verfahren zu ihrer Herstellung weisen jedoch in verschiedener Hinsicht Nachteile auf. So führt z.B. die Verwendung von Pech oder Asphaltbitumen als Bindemittel zu Briketts, die bei der Verbrennung stark qualmen und wegen Erweichen des Bindemittels zu schnell zerfallen. Dies hat u.a. zur Folge, daß bei der Verbrennung das vorhandene Material nicht vollständig ausgenützt wird und sich in der Asche noch sehr viel unverbrannter Kohlenstoff nach-weisen läßt. So kann es Vorkommen, daß in der Asche noch bis zu ca. 60 % des Kohlenstoffs zurückbleibt, der dann ungenutzt als Abfall verloren geht oder in einem mühseligen Verfahren zurückgewonnen werden muß.
Steinkohlenteerpech als Bindemittel hat den Nachteil, daß sich in ihm möglicherweise krebserregende Stoffe befinden; deshalb sollte dessen Verwendung tunlichst vermieden werden.
Der Einsatz von Pech ist darum als Bindemittel bei Briketts, die als Hausbrandmaterial dienen sollen, aus Gründen des Umweltschutzes verboten.
Es gibt darüber hinaus eine Reihe von Braunkohlen, die leicht brikettiert werden können, ohne‘daß man zusätzlich ein Bindemittel hinzufügt, da diese Braunkohlen von Natur aus etwa 5 bis 10 % organische Bestandteile enthalten, die
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Γ Π i - 6 - A3HD31952 | i- t als Bindemittel wirksam sind. Für spezielle Verwendungszwecke sind die mechanischen Eigenschaften derartiger Briketts jedoch nicht ausreichend, insbesondere treten Schwierigkeiten auf, wenn man solche Braunkohlenbriketts ! für die Verkokung einsetzt.
In der DE-AS 1 186 825 wird als Bindemittel die bei der ; - Zellstoffgewinnung anfallende Sulfitablauge empfohlen, die nach einem besonderen Verfahren mit der Kohle verarbeitet werden muß. Neben dem eigentlichen Bindemittel kann der Brikettiermasse noch 0,1 bis 1 % eines Öls als weiteres Zusatzmittel zugefügt werden.
Obwohl bereits eine ganze Reihe von Briketts, die neben dem Brennstoff noch Bindemittel enthalten, sowie ent-i sprechende Verfahren zur Herstellung derselben bekannt sind, besteht noch das Bedürfnis nach verbesserten Ver-j fahren zur Herstellung von Briketts aus Brennstoffen wie i Kohle, Koks, Holzkohle, Braunkohle u.dgl., sowie nach derartigen Briketts mit verbesserten Eigenschaften.
i Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, in Gegenwart von i Bindemitteln hergestellte raucharme Briketts aus Brenn- i stoffen zur Verfügung zu stellen, die sich gut handhaben lassen, ohne daß es dabei zu nennenswertem Bruch und zu Staub- oder Feinkornbildung kommt, und die eine hohe Kaltfestigkeit und insbesondere eine hohe Feuerstandsfestigkeit besitzen. Aufgabe der Erfindung sind weiter Brenn-| Stoffbriketts, die sich durch einen hohen Wirkungsgrad bei der Verbrennung auszeichnen und die eine Asche ergeben, die keine oder allenfalls nur geringfügige Mengen an unver- l· brennten Bestandteilen enthalten und die sich darüber hinaus gut verkoken lassen und zu einem Koks mit hervorregenden mechanischen Eigenschaften führen, der vielseitig
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Γ π verwendbar ist. Aufgabe der Erfindung ist es ferner, ein vorteilhaftes Verfahren zur Verfügung zu stellen, das die Herstellung von verbesserten, Bindemittel enthaltenden Briketts mit einfachen Brikettiertechniken erlaubt, das auf die Verarbeitung von praktisch allen im wesentlichen festen Brennstoffen, insbesondere aber von Flammkohle,
Fett- und Magerkohle, Eßkohle, Anthrazit, Koks, Braunkohle, Holzkohle u.dgl. anwendbar ist, das den Einsatz der ver-verschiedensten Bindemittel ermöglicht und sich auf den üblichen Brikettiervorrichtungen durchführen läßt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch Binde- und Zusatzmittel enthaltende Brennstoffbriketts, erhalten durch Brikettierung von ca. 80 bis 99 Gew.-% eines im wesentlichen festen Brennstoffs, etwa 0,1 bis 19 Gew.-% eines natürlichen oder synthetischen Bindemittels und etwa 0,1 bis 10 Gew.-% eines kationischen Harzes, berechnet als Trockensubstanz, das erhalten worden ist durch Umsetzung von Polyaminen mit Halogenhydrin.
Bei d%.m kationischen Harz handelt es sich vorzugsweise um ein Pr-odukt, das hergestellt worden ist durch Umsetzung eines durch Polykondensieren von gesättigten aliphatischen Dicartxmsäuren mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und mehrwertigen Aitr.inen der allgemeinen Formel (CnH2nNH) χΗ, in der n und x ganze Zahlen im Werte von mindestens 2 bedeuten, erhalt-enen Polyamidamins mit Halogenhydrin.
Es ist. günstig, wenr. das kationische Harz durch eine Umsetzung eines Polyamidamins mit Halogenhydrin hergestellt worden ist, bei der man Polyamidamine, die durch Polykonden-siereih von gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren mit 3 bis 10 Koîhienstoffatomer und mehrwertigen Aminen der allgemeinen
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Γ Ί - 8 - A3HD31952 1 !
Formel ΝΗ~-(CH- NH) H, in der n und x ganze Zahlen im μ XI Λ
Werte von mindestens 2 bedeuten, in einem Mölverhältnis zu den Dicarbonsäuren von 0,8 : 1 bis t,4 : 1 bei Temperaturen von 110 bis 250eC erhalten worden sind, in an sich bekannter Weise mit dem Halogenhydrin bei ; - Temperaturen von 45 bis 100°C umsetzt.
I Sehr günstig ist es, wenn man das kationische Harz durch
Umsetzung von Halogenhydrinen mit einem Gemisch aus Polyaminen und Polyamidaminen herstellt.
i i Sehr geeignet sind kationische Harze der oben erwähnten
Art, die gleichzeitig die Eigenschaft aufweisen, daß sie die Naßfestigkeit von Papier erhöhen. Es ist günstig, wenn man die Umsetzung zur Herstellung des kationischen Harzes in wäßriger Lösung durchführt. Als Halogenhydrin ist besonders Epichlorhydrin geeignet.
Als fester Brennstoff für die Brennstoffbriketts sind insbesondere Holzkohle und Braunkohle geeignet. Es kann auch eine Braunkohle verwendet werden, die bereits von Natur aus einen Gehalt von etwa 5 bis 10 Gew.-% eines natür- j liehen Bestandteils als Bindemittel enthält. Im übrigen sind vor allem Bindemittel auf Bitumenbasis sehr geeignet.
Zur Herstellung derartiger Brennstoffbriketts kann ein Verfahren dienen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man 80 bis 99 Gew.-% eines zérkleinerten, im wesentlichen festen Brennstoffs, etwa 0,1 bis 19 Gew—% eines natürlichen oder synthetischen Bindemittels und 0,1 bis 10 Gew.-%, berechnet als Trockensubstanz, eines kationischen Harzes, das erhalten worden ist durch Umsetzung eines Polyamins und eines Halogenhydrins, miteinander mischt und in an sich bekannter Weise .zu Briketts formt.
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Es ist zweckmäßig, den zerkleinerten Brennstoff, das Bindemittel und das kationische Harz kalt miteinander zu mischen.
Die Brennstoffbriketts gemäß der Erfindung eignen sich sehr gut zur Verkokung.
Kationische Harze, wie sie gemäß der Erfindung zum Aufbau " der Brennstoffbriketts zum Einsatz gelangen, sind an sich bereits seit langem bekannt. Sie können z.B. durch Umsetzung von Alkylendiaminen, wie Äthylendiamin oder 1,3-Propylen-diamin und Halogenhydrinen, aber auch durch Reaktion von Polyalkylenpolyaminen, wie Diäthylentriamin, Triäthylen-tetramin oder Tetraäthylenpentamin mit Halogenhydrinen gewonnen werden. Kationische Harze dieser Art werden beispielsweise in der US-PS 2 595 935 beschrieben.
Zu den Polyaminen, die zum Aufbau des erfindungsgemäß eingesetzten kationischen Harzes dienen können, sind auch Polyamidamine zu zählen, die durch Polykondensation von gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren und Polyalkylenpolyaminen erhalten werden. Diese Polyamine weisen neben der Aminfunktion auch noch Amidfunktionen auf. Polyamidamine dieser Art und ihre Umsetzung mit einem Halogenhydrin, nämlich Epichlorhydrin werden in der DE-PS 1 177 824 beschrieben.
Auf die Offenbarung bezüglich der Herstellung der kationischen Harze in diesen beiden Patentschriften wird ausdrücklich verwiesen.
Halogenhydrine sind bekannte Derivate des Glycerins; im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung sind insbesondere r Γ Ί 1 - 10 - A3HD31952 · die Ch 1 οrhydrIne zu erwähnen, die sehr reaktionsfähig ! sind. Neben den Monochlorhydrinen sind auch Dfchlor- | hydrine verwendbar. Besonders geeignet im Rahmen der j Erfindung ist das Epichlorhydrin.
j Die erfindungsgemäß zum Einsatz gelangenden kationi schen Harze können als trockene Substanz oder als wäßrige Lösung bzw. Dispersionen der verschiedensten j i * h 5 Konzentrationen eingesetzt werden. Die in der Erfindung erwähnten Mengenangaben beziehen sich auf das kationische ί Harz, berechnet als Trockensubstanz.
Das Mischen des zerkleinerten, im wesentlichen festen Brennstoffs, d.h. des Brennstoffs in Form von kleineren ί Teilchen wie Körner, Grus, Staub oder dergleichen, des (
Bindemittels und des Zusatzmittels kann auf an sich übliche Weise stattfinden. So kann das Zusatzmittel auf ! ; das Brikettiergut auf gesprüht oder auf gedüst werden, d.h.
I auf ein vorhandenes Gemisch von Brennstoff und Binde- j: - mittel. Es ist auch möglich, alle drei Komponenten gemein sam. zu vermengen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn man das Mischen im. kalten Zustand durchführt. Das Mischen kann in üblichen Rührwerken, Mischern und Knetwerken vor-genommen werden.
j| ' Gemäß der Erfindung können die verschiedensten Sorten von ·: Brennstoffmaterialien eingesetzt werden. So läßt sich ;j Steinkohle jeder Art brikettieren, wie Flammkohle, Fett- .
und Magerkohle, Eßkohle, Anthrazit u.dgl.; besonders I geeignet sind auch Braunkohlen verschiedenster Provenien zen. Auch Holzkohle ist im Rahmen der Erfindung sehr geeignet.
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Es war besonders überraschend, daß der Erfindung zu Briketts führt, die sehr raucharm sind. Die Herstellung der Briketts läßt sich mit einfachen Brikettiertechniken durchführen, und es ist nicht erforderlich, besondere Verfahrenstechniken anzuwenden. Die Brikettiermassen können somit auf üblichen, vorhandenen Maschinen geformt werden. Geeignete Brikettiermaschinen sind z.B. Walzenpressen, Ringwalzenpressen, Strangpressen usw.
Besonders bemerkenswert ist, daß die Festigkeiten der erhaltenen Briketts sehr gut sind, so daß die Handhabung der Briketts keine Schwierigkeiten bietet und es zu weniger Bruch und Feinkorn- und Staubbildung kommt. Die Druckfestigkeit ist ausgezeichnet. Besonders überraschend war, daß die Feuerstandfestigkeit der Briketts gemäß der Erfindung hervorragend ist.
Es ist nicht erforderlich, hohe Bindemittelmengen einzusetzen, in vielen Fällen ist es sogar möglich, mit geringeren Mengen auszukommen, als das bisher der Fall war. So kann man z.B. bei der Brikettierung von Steinkohle den Anteil an zugesetztem Bitumen um mehrere Prozent herabsetzen.
Von Vorteil ist weiter, daß es nicht erforderlich ist, den Wassergehalt der Kohlen vor der Brikettierung erheblich herabzusetzen. Grundsätzlich ist es möglich, Briketts mit einem Wassergehalt über 1,5 % zu verarbeiten; in vielen Fällen kann man sogar Kohle mit erheblich höherem, nämlich bis zu 20 % Feuchtigkeitsgehalt brikettieren.
Bei Kohlen, insbesondere solchen, die einen verhältnismäßig hohen Gehalt an Feuchtigkeit besitzen, wie nur wenig z.B.
/ ( ^ - .12 - ί· \~ π ; I - 12 - A3HD31952 | I.
auf etwa 20 % Wassergehalt vorgetrockneter Braunkohle, wird durch den erfindungsgemäßen Zusatz des Zusatzmittels auch die Benetzbarkeit erheblich heraufgesetzt, so daß i sich das vorhandene Bindemittel gleichmäßiger auf den
Kohleteilchen verteilen kann. Ein Zusatz von Mitteln wie Natronlauge und Säuren, der vielfach zur Erhöhung der Benetzbarkeit verwendet wird, ist deshalb nicht erforderlich.
Besonders überraschend war, daß gemäß der Erfindung alle j ! Kohlensorten verarbeitet werden können. Dabei ist es j möglich, eine Kohlensorte für sich allein zu verarbeiten.
Es ist deshalb kein Vermengen von verschiedenen Kohlesorten erforderlich, wie das vorher häufig der Fall war, wo bei Kohlesorten, die sich nur schwer brikettieren ließen, noch der Zusatz einer anderen Kohlesorte, z.B. von Fettkohle unumgänglich war, um zu haltbaren Briketts zu gelangen.
Bei der Verbrennung tritt keine Geruchsbelästigung auf. Bindemittel und Zusatzmittel sind auf den Kohlen sehr gut verteilbar, es kommt zu keinen unerwünschten Agglomerationen.
Es sind nur kurze Mischzeiten erforderlich. Die Verarbeitung des Zusatzmittels ist ungefährlich.
Es ist möglich, sowohl Fein- als auch Grobkorn getrennt oder zusammen in Mischung zu verarbeiten. Der Einsatz von Kohlestaub ist möglich.
Auch die Wetterbeständigkeit der Briketts ist zufriedenstellend.
; Die Briketts zeigen bei der Verbrennung und sonstigen Ein- | satzgebieten einen geringeren Schlackenanfall. Besonders i Χ /
! f ' 13 - I
- 13 - A3HD31952 | überraschend ist, daß die Briketts einen wesentlich höheren Ausnützungsgrad bzw. Wirkungsgrad zeigen. In dem Schürdurchfall ist der Anteil an Verbrennlichem stark herabgesetzt.
Besonders geeignet sind die Briketts gemäß der Erfindung zur Verwendung für eine Verkokung, wo sich die hervorragenden mechanischen Eigenschaften, insbesondere bei den hohen Temperaturen günstig bemerkbar machen. Der bei der Verkokung von erfindungsgemäßen Briketts entstehende Koks besitzt höhere Festigkeitseigenschaften und ist vielseitig verwendbar.
Die Erfindung wird durch folgende Beispiele näher erläutert:
Beispiel 1
Herstellung eines Polyamidsamins
In einem Reaktionsgefäß werden 23,0 kg Diäthylentriamin (223 mol), 2,9 kg Wasser und 35,7 kg Adipinsäure (244 mol) unter Rühren zusammengegeben. Danach wird unter Abdestillieren von 11,6 kg Wasser langsam (ca. 2,5 h) bis auf 190°C aufgeheizt. Die Säurezahl des Produktes soll danach 25 bis 30 (mg koh/g) betragen. Nach Abkühlen auf ca. 130°C wird mit 50,0 kg Wasser verdünnt. Es entstehen 100 kg 50-%ige Polyamidlösung. (Viskosität ca. 500 mPa.s bei 20°C, Aminzahl ca. 250.) / / ^ .v - 14 -
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Beispiel 2
Umsetzung mit Epichlorhydrin 16,8 kg der Polyamidlösung gemäß Beispiel 1 werden mit | 45,6 kg Wasser verdünnt in einem Reaktionsgefäß vorge legt. Nach Aufheizen auf 40°C läßt man innerhalb 15 min 1 > 4,90 kg Epichlorhydrin (1,4 Mol pro Mol basischen Stick-, . Stoff) zulaufen. Danach wird die Temperatur auf 65°C ge steigert und während der nachfolgenden Reaktion die | Viskosität fortlaufend gemessen. Bei Erreichen von 80 bis ! 100 mPa.s (bei 65°C gemessen) wird mit 2,7 kg Essigsäure und 30,0 kg Wasser abgebrochen. Es entstehen 100 kg 13-%ige Harzlösung mit einer Viskosität von 60 bis 80 m pas und einem pH-Wert von 4,0 bis 4,1.
Beispiel 3
Umsetzung eines Polyamidamins in Mischung mit Poly-I alkylenpolyaminen mit Epichlorhydrin 28,5 kg einer 50-%igen Polyamidamin-Lösung gemäß Beispiel 1 j werden mit 52,5 kg Wasser verdünnt und mit 1,7 kg Diäthylen-triamin versetzt. Nach Aufheizen auf 40°C viird innerhalb von j 15 Minuten 14,3 kg Epichlorhydrin zulaufen gelassen, wobei 1 die Temperatur auf 52°C ansteigt. Nach erneutem Heizen auf j - 35 °C wird bei dieser Temperatur gehalten und die Konden- ! sation bis zu einer Viskosität von 30 mPa.s fortgesetzt.
Dann wird die Reaktion durch Zugabe von 3 kg konzentrierter Essigsäure abgebrochen. Es entsteht eine 30-%ige Lösung mit einer Viskosität von 40 bis 45 mPa.s gemessen bei 20°C.
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Beispiel 4
Umsetzung eines Polyalkylenpolyamins mit Epichlorhydrin 92 g Epichlorhydrin werden innerhalb einer Stunde in eine auf 50°C erhitzte Lösung aus 34 g Diäthylentriamin und 126 g Wasser eingetragen. Die Lösung wird dann bei dieser “ Temperatur noch solange erhitzt, bis die Viskosität auf 200 mPa.s angewachsen ist. Hierauf wird die Lösung mit ca. 30eC konzentrierter Salzsäure und mit Wasser versetzt, so daß man eine ca. 30-%ige Lösung erhält.
Beispiel 5
Brikettierung von Steinkohle
In einem Mischer werden 93 Teile eines feinkörnigen Gemisches aus Anthrazit und Eßkohle (Korndurchmesser bis 3 mm) 5 Teile Bitumen und 2 Teile berechnet als Trockensubstanz und eingesetzt als 13 gewichtsprozentige wäßrige Lösung eines kationischen Harzes gemäß Beispiel 2 bei Raumtempera-tur vermengt. Anschließend wird das Gemisch in einem nachgeschalteten Knetwerk auf etwa 130°C erwärmt. Die auf diese Weise vorbereitete Brikettiermischung wird in üblicher Weise auf Walzenpressen verpreßt. Die noch warmen Briketts werden anschließend zur Abkühlung und Aushärtung noch ca. 30 Minuten gelagert. Die auf diese Weise hergestellten Briketts weisen eine um etwa 30 % höhere Festigkeit auf als Briketts, die ohne den erfindungsgemäßen Zusatz des kationischen Harzes hergestellt worden sind.
h -16 - Γ ~Ί - 16 - A3HD31952 | ί ί! y. Beispiel 6
Brikettierung von Braunkohle
Braunkohle wird auf einen Wassergehalt von 17 % getrocknet j und auf eine Körnung von 0 bis 6 mm aufgemahlen. Nach Zu- | satz von 3 % berechnet als Trockensubstanz eines kationi- : „ sehen Harzes gemäß Beispiel 2, Vermischen und Erwärmen wird das Gemisch auf einer üblichen Strangpresse zu Briketts i “ geformt. Nach dem Pressen werden die Briketts noch ca.
6 Stunden zur Kühlung gelagert. Die Festigkeiten der Braun-< kohlebriketts sind gegenüber den Festigkeiten, die bei
Briketts ohne den erfindungsgemäßen Zusatz des kationischen Harzes erhalten worden sind, bis zu 50 % verbessert.
! Beispiel 7 ! ! Brikettierung von Holzkohle I Holzkohle wird, wie es bei Steinkohle üblich ist, durch | Mahlen auf eine Körnung von 0 bis 10 mm zerkleinert. Dann ί werden 80 Teile Holzkohle, 18 Teile Bitumen und 2 Teile, i ‘ * I berechnet als Trockensubstanz des kationischen Harzes gemäß
Beispiel 2 vermischt, und bei Temperaturen von 130°C auf i: einer Walzenpresse zu Briketts geformt. Nach dem Pressen j | werden die Briketts noch etwa 1/2 Stunde zur Kühlung gelagert. Die Briketts weisen verbesserte Festigkeiten auf.
i Beispiel 8
Brikettierung von Koksgrus I 88 Teile Koksgrus, 10 Teile Bitumen und 2 Teile, berechnet S als Trockensubstanz des kationischen Harzes gemäß Beispiel 2
! werden miteinander vermengt und bei Temperaturen von 130°C
! auf Walzenpressen zu Briketts verpreßt. Nach Abkühlen und
Lagerung weisen die Briketts eine verbesserte Festigkeit gegenüber Koksbriketts auf, die ohne den erfindungsgemäßen Zusatz des kationischen Harzes hergestellt worden sind.
Claims (14)
1. Bindemittel und Zusatzmittel enthaltende Brennstoffbriketts, erhalten durch Brikettierung von ca. 80 bis 99 Gew.-% eines im wesentlichen festen Brennstoffs, ^ etwa 0,1 bis 19 Gew.-% eines natürlichen oder synthe tischen Bindemittels und etwa 0,1 bis 10 Gew.-% eines kationischen Harzes, berechnet als Trockensubstanz, das erhalten worden ist durch Umsetzung von Polyaminen mit Halogenhydrin.
1 A3HD31952 . Patentansprüche
2. Brennstoffbriketts nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein kationisches Harz, das hergestellt worden ist durch Umsetzung eines durch Polykondensieren von gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und mehrwertigen Aminen der allgemeinen Formel NH0-(C Η„ NH) H, in der n und x ganze » z n 2n x Zahlen im Werte von mindestens 2 bedeuten, erhaltenen o Polyamidamins mit Halogenhydrin.
3. A3HD31952
3. Brennstoffbriketts nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein kationisches Harz, das hergestellt worden ist durch Umsetzüng eines Polyamidamins mit Halogenhydrin, wobei man Polyamidamine, die durch Polykondensieren von gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und mehrwertigen Aminen der allgemeinen Formel NH--(C H_ NH) H, in der n und x ganze Zahlen z il zn x im Werte von mindestens 2 bedeuten, in einem Molverhältnis zu den Dicarbonsäuren von 0,8 : 1 bis 1,4 : 1 bei Temperaturen von 110 bis 250°C erhalten worden sind, in an sich bekannter Weise mit dem Halogenhydrin bei Temperaturen von 45 bis 100°C umsetzt. h -2 - Γ π ; - 2 - A3HD31952 »
4. Brennstoffbriketts nach den Ansprüchen t bis 3, ; gekennzeichnet durch ein kationisches Harz, das j erhalten worden ist durch Umsetzung von Halogen- j hydrinen mit einem Gemisch aus Polyaminen und | Polyamidaminen.
5. Brennstoffbriketts nach den Ansprüchen 1 bis 4, I- gekennzeichnet durch ein die Naßfestigkeit von Papier ! - erhöhendes kationisches Harz. i ~
6. Brennstoffbriketts nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein kationisches Harz, das durch Umsetzung in wäßriger Lösung erhalten worden ist.
7. Brennstoffbriketts nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein kationisches Harz, das durch Umsetzung von Polyaminen mit Epichlorhydrin erhalten worden ist.
8. Brennstoffbriketts nach den Ansprüchen 1 bis 7, i' gekennzeichnet durch ca. 80 bis 99 Gew.~% Holzkohle.
9. Brennstoffbriketts nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzéichnet durch ca. 80 bis 99 Gew.-% Braunkohle.
! ‘ 10. Brennstoffbriketts nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Braunkohle, die bereits von Natur aus einen Gehalt von etwa 5 bis 10 % eines natürlichen Bestandteils als Bindemittel enthält.
11. Brennstoffbriketts nach den Ansprüchen 1 bis 9, gekennzeichnet durch ein Bindemittel auf Bitumenbasis. h - 3 - I ' 1 "
12. Verfahren zur Herstellung von Bindemittel und Zusatzmittel enthaltenden Brennstoffbriketts nach den Ansprüchen 1 bis 11# dadurch gekennzeichnet, daß man 80 bis 99 Gew.-% eines zerkleinerten im wesentlichen festen Brennstoffs, etwa 0,1 bis 19 Gew.-% eines natürlichen oder synthetischen Bindemittels und 0,1 bis 10 Gew.-% berechnet als Trockensubstanz eines kationischen Harzes, das erhalten worden ist durch Umsetzung eines Polyamins und eines Halogenhydrins, miteinander mischt und in an sich bekannter Weise zu Briketts formt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man den zerkleinerten Brennstoff, das Bindemittel und das kationische Harz kalt miteinander mischt.
14. Verwendung der Brennstof fbriketts nach den Ansprüchen 1 bis 13 zur Verkokung. V À Π l (r \ b. V ^ V. v - 4 -
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