LU83878A1 - Verfahren zum herstellen von formkoerpern aus gips mit einer hohen mechanischen festigkeit - Google Patents
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Description
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Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus__Gips mit einer hohen mechanischen Festigkeit
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von 5 Formkörpern aus Gips, die eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen.
Formkörper aus Gips, wie insbesondere Blöcke und Platten sind in der Bautechnik beliebt, da ihre Herstellung keine besonderen Probleme 10 beinhaltet und da Gips eine besonders glatte und schöne Oberfläche aufweist, wenn das Vergiessen oder anderweitige Aufträgen fachgerecht durchgeführt wird. In der Bautechnik trifft man Elemente aus Gips jedoch nur dann an, wenn an die Elemente keine weitgehenden Anforderungen hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit oder generell ihrer 15 mechanischen Belastbarkeit gestellt werden.
Handelsüblicher Gips ist eine mehlige Substanz, die durch Anrühren mit Wasser zu einem Brei umgewandelt wird, der alsbald verarbeitet, d.h. vergossen bzw. aufgetragen werden muss, da er sehr schnell 20 abbindet. Zum Anrühren wird das Gips-Wasser-Gemisch in einem Trog meistens von Hand oder auch mit Hilfe eines kleinen Handrührers, eines sog. Mixers durchgerührt; die Wassermenge entspricht Erfahrungswerten.
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Die Festigkeit konventionnell hergestellter Formkörper aus Gips ist durchwegs niedrig; übliche Werte sind Druckfestigkeiten von 600-850 N/cm2 bzw. Biegezugfestigkeiten von 250-330 N/cm2.
5 Das Ziel der Erfindung bestand darin ein Verfahren vorzuschlagen, . das es erlaubt die üblichen Festigkeitswerte von Formkörpern aus
Gips in entscheidendem Masse zu erhöhen, ohne hierzu irgendwelche chemischen Zusätze zu verwenden und ohne zu dieser Erhöhung auf irgendwelche Verstärkungs-, bzw. Bewehrungselemente zurückgreifen zu 10 müssen.
Dieses Ziel wird erreicht durch das erfindungsgemässe Verfahren, das vorsieht, dass man in einem Mischgefäss, welches mit einem Flügelrührer ausgerüstet ist, ein Gips-Wasser-Gemisch mit einem Gips-15 Wasser-Mengenverhältnis von 0.55-0.80 herstellt und dass man dem Gemisch während zumindest 2 Minuten Energie zuführt, indem man eine am Aussendurchmesser der Rührerflügel gemessene Rührgeschwindigkeit von zumindest 1500 m/Minute aufrechterhält. Die auf diese Weise hergestellte kolloidale Masse wird in geeignete Formen gegossen und 20 erhärten lassen.
Das erfindungsgemässe Verfahren führt zu einer überraschend starken Erhöhung der Festigkeitswerte und zwar werden Druckfestigkeiten von 1150-1300 N/cm2 und Biegezugfestigkeiten von 390-490 N/cm2 erreicht und dies dank dem Einleiten von Energie in das Gemisch, bis es zu 25 einer Kolloidierung kommt. Es ist anzunehmen, dass die bereits geringe Korngrösse des handelsüblichen Gipses, der als feines Mehl im Handel angeboten wird, im Verlauf des Einleitens von Energie nach der Erfindung, noch weiter verringert wird, wodurch eine Vergrösse-30 rung der aktiven Oberfläche des Gipses und damit eine Vervielfältigung der Bindekräfte stattfindet. Weiter kann angenommen werden, dass es eben auf die geringe Korngrösse des handelsüblichen Gipses zurückzuführen ist, dass nie versuchL wurde, diese noch weiter zu verringern und dies erst recht nicht im Verlaufe des Anrührens mit 35 Wasser, da letzterer Verfahrensschritt ja bekanntlich sehr rasch ablaufen muss, um ein vorzeitiges Abbinden der Masse zu vermeiden.
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Zum Durchführen des erfindungsgemässen Verfahrens kann man einen Rührer verwenden, der einen Flügelradius von rund 25 cm aufweist und _ der von einem Motor angetrieben wird, der die erforderliche Leistung von mindestens 32 KW aufbringt. Die Rührerflügel weisen eine Neigung 5 von etwa 12° auf. Es empfiehlt sich, das Gips-Wasser-Gemisch vor dem eigentlichen Kolloidieren vorzurühren, indem man während 25-30 Se-künden die Rührergeschwindigkeit auf + 300 m/Minute einstellt und sie dann auf mehr als 1500 m/Minute erhöht.
10 Dank dem erfindungsgemässen Verfahren werden die Einsatzmöglichkeiten von Formkörpern aus Gips in der Bautechnik wesentlich erweitert, indem der Fachmann den Einsatz von Blöcken, Platten u.dgl. aus Gips auch dort vorsehen kann, wo diese Bauelemente gewissen Belastungen ausgesetzt sind,wobei die erfindungsgemäss hergestellten 15 Bauelemente jedoch ausgesprochen leicht sind und Dichten von rund 1630 g/1 aufweisen.
M
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus Gips, die eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass 5 man in einem Mischergefäss, welches mit einem Flügelrührer ausge- t rüstet ist, ein Gips-Wasser-Gemisch mit einem Gips-Wasser- Men genverhältnis von 0.55-0.80 herstellt und dass man dem Gemisch zumindest 2 Minuten lang Energie zuführt, indem man eine am Aus- « , sendurchmesser der Rührerflügel gemessene Rührgeschwindigkeit von . 10 zumindest 1500 m/Minute aufrechterhält und die so hergestellte kolloidale Masse vergiesst und erhärten lässt.
2. Verfahren nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemisch vor dem Zuführen von Energie 25 - 30 Sekunden lang 15 mit einer Rührergeschwindigkeit von rund 300 m/Minute vorrührt. * ft a n
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU83878A LU83878A1 (de) | 1982-01-18 | 1982-01-18 | Verfahren zum herstellen von formkoerpern aus gips mit einer hohen mechanischen festigkeit |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU83878 | 1982-01-18 | ||
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| LU83878A1 true LU83878A1 (de) | 1983-09-02 |
Family
ID=19729795
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| LU83878A LU83878A1 (de) | 1982-01-18 | 1982-01-18 | Verfahren zum herstellen von formkoerpern aus gips mit einer hohen mechanischen festigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| LU (1) | LU83878A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0239658A1 (de) * | 1986-04-02 | 1987-10-07 | Sicotan GmbH & Co. KG | Verfahren zum Verfestigen von Betonbauwerken und zum Herstellen von Mörteln, Betonen oder hieraus bestehende Produkte und ein hierfuer ausgebildeter Zementleim |
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1982
- 1982-01-18 LU LU83878A patent/LU83878A1/de unknown
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