LU83970A1 - Schneideinsatz zum schaelen bzw.wellendrehen - Google Patents
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Description
- 1 - .Schneideinsatz zum Schälen bzw. Wellendrehen
Die Erfindung betrifft einen Schneideinsatz zum Schälen bzw. Wellendrehen, der mehrere hintereinander angeordnete Schneiden aufweist.
Das Schälen von Stäben, Rohren oder beispielsweise Draht wird in großem Umfang angewandt. Deshalb bemühen sich Betreiber von Schälmaschinen und Hersteller von Werkzeugen für solche Maschinen, die Arbeitsbedingungen ständig zu verbessern, um kostengünstige und qualitativ hochwertige Produkte’fertigen zu können. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Gestaltung der Schneidengeometrie bzw. des Schneidenelementes, das meistens ein Schneideinsatz aus Schnellstahl oder Hartmetall oder aus einer Kombination dieser beiden Materialien ist. Je n.ach Verwendungszweck ist der Schneideinsatz ein- oder mehrschneidig.
Es ist ein spanabhebendes Werkzeug zum Schälen bzw. Wel-' lendrehen bekannt, bei dem der Schneideinsatz als längliches Achteck ausgebildet ist (DE-PS 1.800.195). Mit diesem Schneideinsabz werden sehr gute Ergebnisse in bezug auf'Oberflächenqualität des geschälten Gutes erzielt.
Zum Erzielen einer sehr hohen Spantiefe bei großen Vorschüben ist es bekannt, den Schneideinsatz so auszubilden, daß er eine erste Hauptschneide und eine Nebenschneide aufweist (DE-QS 28 25 748).
9 _ 2 _
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schneideinsatz zu schaffen, mit dem bei hoher Zerspanungsleistung enge Toleranzen und eine hohe Oberflächengüte des zerspanten Gutes erreicht werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß eine erste Hauptschneide, eine sich daran anschließende ^ erste Nebenschneide, eine auf diese folgende zweite Haupt schneide und eine zweite Nebenschneide so angeordnet sind, daß beim Zerspanen zwei voneinander unabhängige Späne vorhanden sind.
Nach einer Ausbildung der Erfindung ist die Länge der a/ ersten Nebenschneide durch die Beziehung a = — max 2 bestimmt, wobei Ln der Abschnitt vom Beginn der ersten Nebenschneide bis zum Ende der zweiten Nebenschnoide ist.
Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß der Abstand b zwischen der ersten und der zweiten Nebenschneide durch die Beziehung
b = 0,1 bis 0,5 + K
bestimmt ist, wobei K die an sich bekannte verfestigte Zone . des jeweiligen, vorbearbeiteten Werkstoffs ist.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen, insbesondere darin, daß mit einem einzigen Schneideinsatz ein Vor- und Fertigschälen bei gleichzeitigen guten Glütt- und Führungseigenschaften möglich ist. Dadurch werden enge Toleranzen und eine hohe Oberflächengüte des zu bearbeitenden Werkstücks bei guten Standzeiten des Schneideinsatzes erreicht.
- 3 _
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen
Fig. Ί, 2 und 3 einen Schneideinsatz gemäß der Erfindung in drei Ansichten,
Fig. 4 Einzelheiten des neuen Schneideinsatzes,
Fig. 5 einen erfindungsgemäßen Schneideinsatz mit einem zu bearbeitenden Werkstück und
Fig. 6 eine an sich bekannte schematische Darstellung für den Faktor K.
Aus den Figuren 1 bis 5 ist ersichtlich, daß mit dem neuen Schneideinsatz 9/zwei getrennte Späne erzeugt werden. Dabei hat die erste Hauptschneide 1 die Aufgabe, vorzuschälen.
Die darauf folgende erste Nebenschneide 2 hat vorzugsweise eine Länge a, die maximal der halben Länge Ln ist (Fig. 4). Bei einer solchen Bemessung sind Vorschübe s = -Tp- x f möglich, wobei der Faktor f zwischen 0,7 und 0,9 ist. Das zu bearbeitende Werkstück 7 in Fig. 5 wird durch die erste Nebenschneide 2 vorgeglättet und geführt.
Die zweite Hauptschneide 3 dient sum Fertigbearbeiten. Auf diese folgt die zweite Nebenschneide 4, mit der das Werkstück 7 fertiggeglättet wird, um enge Toleranzen zu gewährleisten und eine hohe Oberflächengüte zu erreichen.
Zwischen der ersten Nebenschneide 2 und der zweiten Neben-schneide 4 soll ein Abstand b = 0,'i bis 0,5 -t- K sein (Fig. 4). K steht dabei Tür die verfestigte Zone des jeweiligen vorbearbeiteten Werkstoffs und kann in an sich bekannter Weise ermittelt worden. Fiq. G zeigt: eine solche Darstellung. In diesem Beispiel ist die verfestigte Zone K im Bereich von 0 bis 0,4 mm; die Härte in diesem verfestigten Bereich ist deutlich höher als die Härte im unverfestig-ten Bereich des Werkstoffs.
i i i j t \ - 4 -
J
( ! Die erste Nebenschneide 2 ist zweckmäßigerweise in einem | Winkel 0° bis 15°, vorzugsweise 0° bis 5° zur Achse 8 a | des Werkstücks 7 gewählt (Fig. 5). Wie in Fig. 5 bei 10 ; angedeutet, kann die erste Nebenschneide 2 gegen die zwei- | te Hauptschneide 3 zu zurückspringend ausgebildet sein.
] - . Die zweite Hauptschncide 3 verläuft nicht unbedingt pa rallel zur ersten Hauptschneide 1, jedoch soll der Winkel^ ; - in Fig. 4 kleiner als 90° sein und die zweite Nebenschnei- ; de 4 parallel zur Achse 8 des Werkstücks 7 angeordnet sein.
Der Winkel^, in Fig. 5, der Einlaufwinkel der ersten Hauptschneide 1, wird je nach Spantiefe und zu bearbeitendem Werkstoff vorzugsweise 15° +_ 10° gewählt, in extremen Fällen kanncf> auch bis zu 35° gewählt werden.
λ
Die Flächen 5 in Fig. 1, 2 und 3 dienen als Halte- und Klemmflächen in bekannten Klemmwerkzeugen. Mit Hilfe der Bohrung 6 und einer entsprechend ausgebildeten Vorrichtung kann ebenfalls der Schneideinsatz 9 befestigt werden.
Andere, übliche Befestigungsarten sind ebenfalls möglich.
Als Werkstoffe für den Schneideinsatz kommen in erster Linie Hartmetall und Schnellarbeitsstahl oder eine Kombination dieser beiden Werkstoffe in Frage. Denkbar sind aber auch alle anderen Schneidwerkstoffe, so beispielsweise Keramik.
Claims (3)
1. Schneideinsatz zum Schälen bzw. Weilendrehen, der mehrere hintereinander angeordnete Schneiden aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Hauptschneide (1), eine sich daran anschließende erste Nebenschneide (2), eine auf diese folgende zweite Hauptschneide (3) und eine zweite Nebenschneide (4) so angeordnet sind, daß beim Zerspanen zwei voneinander unabhängige Späne vorhanden sind.
2. Schneideinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (a) der ersten Nebenschneide (2) durch die Beziehung a _LD. max 2 bestimmt ist, wobei Ln der Abschnitt vom ticginn der ersten Nebenschneide (2) bis zum Endo der zweiten Ne- benschneide (4) ist. u «. - 2 -
3. Schneideinsatz nach Anspruch 1, dadurch g e-kennzeichnet, daß der Abstand (b) zwischen der ersten (2) und der zweiten Nebenschneide (4) durch die Beziehung b = 0,1 bis 0,5 + K bestimmt ist, wobei K die an sich bekannte verfestigte Zone des jeweiligen vorbearbeiteten Werkstoffs ist.
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