LU85611A1 - Schalter/anzeige-einheiten - Google Patents
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Description
♦ * -1-
Schalter/Anzeige-Einheiten.
Die Erfindung betrifft Schalter/Anzeige-Einheiten.
In der englischen Patentschrift Nr 2002522 wird ein Berührungsschalter mit einer integrierten elektro-lumi-neszierenden Anzeige beschrieben. Dieser Schalter kann so * 5 ausgeführt werden, dass der Schalter, oder eine Aufschrift auf dem Schalter, bei Betätigung des Schalters aufleuchtet. Die beleuchtete Fläche des Schalters wird durch eine isolierende Blende definiert, welche den :Erregungä:lächenbereich einer Phosphorschicht bestimmt. Auf diese Weise ist nach 10 der Herstellung des Schalters die zum Aufleuchten zu bringende Fläche festgelegt, sodass der Schalter sich nur dazu eignet, eine einzige Funktion auszuüben. Die vorliegende Erfindung schlägt eine Schalter/Anzeige-Einheit vor, bei welcher die Anzeige elektronisch variiert werden kann, 15 wodurch ein programmierbarer Multifunktionsschalter gegeben ist.
Erfindungsgemäss ist eine solche Schalter/Anzeige-Einheit gekennzeichnet durch ein transparentes nichtleitendes Paneel, einen ersten Satz von länglichen parallelen, 20 aus einem transparenten leitenden Material an der Rückseite des genannten Paneels gebildeten Elektroden, eine Phosphorschicht, welche mit dem genannten ersten Satz von Elektroden in Berührungskontakt ist, einen zweiten Satz von parallelen * länglichen Elektroden, welche mit Berührungskontakt an der 25 Rückseite der Phosphorschicht angebracht sind, wobei der zweite Satz von Elektroden gegenüber dem ersten Satz von Elektroden geneigt ist, sodass die Elektroden des einen
Satzes diejenigen des anderen Satzes überlappen, wodurch » eine Punktmatrix gebildet wird, und durch eine transparente 30 leitende, an der Vorderseite des nichtleitenden Paneels vorgesehene Schicht, welche den ersten Satz von Elektroden überdeckt.
Die leitende Schicht vor dem nichtleitenden Paneel / kann an der Vorderseite des Paneels angebracht sein. Bei die- 35 sem Aufbau kuppelt die leitende Schicht die Elektroden an der Rückseite des Paneels kapazitiv miteinander. Diese kapazi-J7 tive Kupplung kann dadurch geändert werden, dass eine elek- -2- % trische Ladung an der leitenden Schicht angebracht wird, zum Beispiel dadurch, dass die leitende Schicht berührt oder geerdet wird und diese Änderung im Kupplungszustand dazu verwendet wird, ein Signal für Schaltzwecke zu erzeugen.
5 Alternativ kann die leitende Schicht sich in einem bestimmten Abstand von der Vorderseite des nichtleitenden Paneels befinden, jedoch so angeordnet, dass sie mit dem Paneel in Berüh-" rung gebracht werden kann. Bei einer solchen Anordnung sind die Elektroden an der Rückseite des Paneels anfänglich kapazi-10 tiv nicht sehr stark miteinander gekuppelt, sie werden jedoch miteinander gekuppelt, wenn die leitende Schicht in Berührungs-i· kontakt mit dem Paneel gebracht wird. Auch hier kann der Wechsel im Kupplungszustand dazu benutzt werden, ein Signal für Schaltzwecke zu erzeugen.
15 Für Schaltzwecke kann der erste Elektrodensatz in zwei Gruppen unterteilt werden. Einer dieser Elektrodengruppen können mit Hilfe einer Schaltung Leseimpulse aufgegeben werden. Die andere Elektroden gruppe kann an einen Schaltkreis angeschlossen sein, welcher die Signaländerung an dieser 20 Elektrodengruppe erfassen kann, welche durch die Änderung der kapazitiven Kupplung zwischen den Elektrodengruppen bei Betätigung des Schalters entsteht, worauf ein Schaltvorgang aufgrund dieser Änderung eingeleitet wird. Alternativ können a zusätzliche Elektroden an der Rückseite des nichtleitenden 25 Paneels vorgesehen werden um die Funktionen der einen oder “ der anderen Elektrodengruppe zu übernehmen, so, dass zum
Beispiel dem ganzen Elektrodensatz an der Rückseite des nicht leitenden Paneels diese Impulse aufgegeben werden können und eine getrennte Elektrode für Abfühlzwecke verwendet wird.
30 Um ein Aufleuchten hervorzurufen werden Impulse einer Polarität einer oder mehreren Elektroden des ersten Elektrodensatzes aufgegeben und Impulse der entgegengesetzten Polarität einer oder mehreren Elektroden des zweiten Elektrodensatzes. Wo eine impulsbeaufschlagte Elektrode des ersten 35 Satzes über einer impulsbeaufschlagten Elektrode des zweiten Satzes liegt, wird durch die Zwischenlage aus Phosphor ein * genügend grosses Potential erzeugt, um den Phospohor zu erregt gen und diesen Punkt zum Aufleuchten zu bringen. Das gewünschte -3-
Syiribol oder die gewünschte Beschriftung können so aus Leuchtpunkten aufgebaut werden, indem geeignete Elektroden eines jeden Elektrodensatzes impulsbeaufschlagt werden. In kennzeichnender Weise weisen die ersten und zweiten Sätze 5 von länglichen Elektroden zwischen20 und 40 Elektroden pro Zentimeter auf.
Die den Elektroden für Schaltzwecke aufgegebenen Leseimpulse können in kennzeichnender Weise nur eine Spannung * von 10 Volt haben und von beliebiger Polarität sein. Es ist 10 jedoch vorteilhaft, den gleichen Schaltkreis für die Aufgabe der Leseimpulse und der Impulse für die Beleuchtungssteuerung an den Elektrodensatz an der Rückseite des nichtleitenden Paneels zu verwenden. Die Leseimpulse werden in Intervallen zwischen Beleuchtungsimpulsen aufgegeben. Beispielsweise 15 beträgt die Mindestpotentialdifferenz um die Phosphorschicht zum Aufleuchten zu bringen in kennzeichnender Weise zwischen 80 bis 120 Volt. Dementsprechend werden den geeigneten Elektroden eines Elektrodensatzes Beleuchtungsimpulse mit einer ßpannung zwischen +40 bis +60 Volt aufgegeben und den geeigne-20 ten Elektroden des anderen Elektrodensatzes Impulse mit einer Spannung zwischen -40 bis -60 Volt. Diese Impulse haben in gekennzeichnender Weise eine Dauer von 10 bis 30 Microsekunden und eine Frequenz von 0,5 bis 2 kHz . Zwischen den Beleuchtungsimpulsen werden Leseimpulse der gleichen Amplitude wie der 25 der Beleuchtungsimpulse (± 40 bis ± 60 Volt) an sämtlichen Elektroden·.· des ersten Elektrodensatzes oder einer Gruppe des ' ersten Elektrodensatzes aufgegeben. Diese Impulse haben in kennzeichnender Weise eine Dauer von 10 Microsekunden und ein Frequenz von 500 Hz.
30 Ausführungsbeispièle der Erfindung sind in den
Zeichnungen, in denen gleiche Teile mit den gleichen Referenzzahlen versehen sind, dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1, schematisch eine auseinandergezogene Darstel-35 lung einer erfindungsgemässen Schalter/Anzeige-Einheit;
Figur 2, die Seitenansicht eines Schnittes der Schalter/ »Anzeige-Einheit nach Figur lj JL Figur 3, ein Schnitt entlang der Linie III-III in Figur i *» -4-
Figur 4/ eine Ansicht ähnlich derjenigen nach Figur 3, welche eine abgeänderte Schalter/Anzeige-Einheit zeigt;
Figuren 5 und 6, schematisch und im Schnitt Varianten der Schalter/Anzeige-Einheit nach Figuren 1 bis 4; 5 Figur 7, schematisch und im Schnitt eine weitere
Ausführung einer erfindungsgemässen Schalter/Anzeige-Einheit;
Figur 8, eine Ansicht ähnlich derjenigen nach den Figuren 3 und 4, welche eine erfindungsgemässe Anordnung von ’ 2£6 Schalter/Anzeige-Einheiten darstellt.
10 Die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Schalter/
Anzeige-Einheit umfasst ein Paneel 10, welches aus einem transparenten, nichtleitenden Material, z.B. Glas besteht.
An der Rückseite des Paneels 10 ist ein Satz von transparenten, länglichen, parallelen Elektroden 11 aus einem elektrisch 15 leitfähigen Material, wie etwa Zinnoxyd vorgesehen. An der
Vorderseite des Paneels 10 ist eine transparente Schicht 12 aus leitendem Material so angebracht, dass sie den Elektrodensatz 11 an der Rückseite des Paneels 10 überdeckt.
Eine Phosphorschicht 13 ist an der Rückseite des 20 Elektrodensatzes 11 aufgebracht, während ein zweiter Satz von länglichen, parallelen Elektroden 14 an der Rückseite der Phosphorschicht 13 vorgesehen ist. Der zweite Elektrodensatz 14 ist so angeordnet, dass die Elektroden im rechten Winkel zu den Elektroden 11 des ersten Satzes verlaufen ,wo-25 durch jede Elektrode des einen Satzes sämtliche Elektroden des anderen Satzes überlappt, so dass eine Punktmatrix gebildet wird.
Wie aus Figur 3 hervorgeht sind die Elektroden 11 mit Eingabeanschlüssen 15 versehen, welche an einen Schalt-30 kreis angeschlossen sind, mit welchem jeder Elektrode individuell ein Spannungsimpuls zugeführt werden kann. Die Elektroden 14 weisen ähnliche Eingabeanschlüsse (nicht gezeigt) auf, mit Hilfe derer sie an einen Schaltkreis angeschlossen sind um jeder Elektrode 14 individuell· einen Spannungsimpuls zuzu-35 führen mit entgegengesetzter Polarität desjenigen, welcher den Elektroden 11 zugeführt wird. In kennzeichnender Weise hat die verwendete Phosphorschicht eine Aufleuchtschwelle , - - - - -—»· - >* — -5- • - * ♦ t
Spannungsimpuls zwischen 40 und 60 Volt liegt und die den Elektroden 14 zugeführten Impulse zwischen -40 bis -60 Volt. Wenn einer Elektrode in einem jeden der Sätze 11 und 14 Impulse aufgegeben werden, so entsteht ein Potential mit 5 einer Spannung von 80 bis 120 Volt durch die Phosphorschicht 13 hindurch an der Stelle, wo diese Elektroden 11 und 14 sich überlappen. Dieses Potential erregt den betreffenden Abschnitt der Phosphorschicht 13 und erzeugt einen leuchtenden Punkt. Durch gleichzeitiges Aufgeben von Impulsen an 10 geeignete Elektroden in jedem Satz von Elektroden 11 und 14 kann die Mehrzahl der Punkte zum Aufleuchten gebracht werden zwecks Bildung einer Aufschrift oder eines Symbols. Die Aufschrift oder das Symbol kann durch Aufgeben von Impulsen an unterschiedliche Elektroden in den Sätzen 11 und 14 geän-15 dert werden. Diese Beleuchtungsimpulse haben in kennzeichnender Weise eine Dauer von 10 bis 30 Microsekunden und werden den Elektroden mit einer Frequenz von 0,50 bis 2 kHz zugeführt währenddem die Anzeige beleuchtet ist.
Um Schaltmittel vorzusehen ist der Elektrodensatz 20 11 in zwei Gruppen X und Y,so wie in Figur 3 gezeigt, aufge- teilt. Die Gruppe Y ist mit einem Satz von Ausgabeanschlüssen 16 versehen, mittels derer sie an einen geeigneten Abfühlschaltkreis angeschlossen werden kann. Jetzt können sämtlichen Elektroden 11 in der Gruppe X gleichzeitig diese Impulse 25 zugeführt werden wodurch diese kapazitiv, durch die leitende
Schicht 12, mit den Elektroden 11 der Gruppe Y gekuppelt werden und damit den Elektroden 11 der Gruppe Y ein Ausgabeimpuls übermittelt wird. Dieser Ausgabeimpuls kann vom Abfüblschalt-kreis erfasst werden. Zur Betätigung des Schalters wird der 30 leitenden Schicht 12 eine elektrische Ladung zugeführt, beispielsweise durch eine die leitende Schicht 12 berührende *·" Person. Durch diese Ladung wird die kapazitive Kupplung zwischen deri Gruppen X und Y des Elektrodensatzes 11 vermindert und damit auch das Signal an den Elektroden 11 der Gruppe Y. Diese 35 Signalverminderung kann vom Abfühlschaltkreis erfasst und dazu benutzt werden, den Schaltvorgang zu vollziehen.
I Vorzugsweise kann der Schaltkreis zur Abgabe von Be- fp leuchtungsImpulsen an die Elektroden 11 ebenfalls dazu benutzt » -6- werden die Leseimpulse abzugeben; anstatt dass jedoch individuelle Elektroden 11 impulsbeaufschlagt werden, wie dies für das Aufleuchten notwendig ist, wird es so eingerichtet, dass sämtliche Elektrodem 11 der Gruppe X 5 simultan impulsbeaufschlagt werden. Diese Leseimpulse werden zwischen den Beleuchtungsimpulsen aufgegeben und haben in kennzeichnender Weise eine Dauer von 10 Microsekunden bei einer Frequenz von 500 Hz. Da beim Aufgeben von Leseimpulsen an die Elektroden 11 den Elektroden 14 kein Impuls aufgegeben 10 wird, erreicht das Potential durch die Phosphorschicht hindurch die Aufleuchtschvælle nicht, sodass die Anzeige nicht beeinflusst wird.
Mit der vorstehend beschriebenen Schalter/Anzeige-Einheit ist eine Anzeige gegeben, welche nach Wunsch verändert werden kann. Der Schalter kann deshalb als ein progammier-15 barer multifunktionaler Schalter verwendet werden, wozu die Anzeige so ausgelegt ist, dass sie sich als Antwort auf eine Schalterbetätigung verändert oder als Antwort auf die Betätigung anderer Schalter in, beispielsweise, einer Anordnung von ähnlichen Schalter/Anzeige-Einheiten.
20 Anstatt den Satz von Elektroden 11 in zwei Gruppen X und Y so wie vorstehend beschrieben, zu unterteilen, kann, wie in Figur 4 gezeigt, eine zusätzliche Elektrode 20 an der Rückseite des Paneels 10 vorgesehen werden. Die Phosphorschicht 13 und der zweite Satz von parallelen Elektroden 14 sind an 25 der Rückseite des ersten Satzes von Elektroden 11 vorgesehen, i | wobei die Anzeige in der vorbeschriebenen Art und Weise betätigt wird.
Für Schaltzwecke werden jedoch sämtlichen Elektroden 11 des Satzes gleichzeitig Leseimpulse aufgegeben. Die leiten-30 de Schicht 12 ist weiter ausgedehnt, sodass sie sich sowohl über den Elektrodensatz 11 erstreckt, als auch über die Elektrode 20, wodurch die Elektroden 11 und die Elektrode 20 miteinander gekuppelt werden. Die Elektrode 20 ist an einen i “* geeigneten Fühlschaltkreis angeschlossen, sodass eine Signal-35 Veränderung beim Anbringen einer Ladung an der leitenden Schicht 12 erfasst und ein Schaltvorgang eingeleitet werden kann, * so wie vorstehend beschrieben. Eine zusätzliche Wächterelek-I trode 21 ist an der Rückseite des Paneels 10 zwischen dem Λ -7-
Elektrodensatz 11 und der Elektrode 20 vorgesehen. Diese Wächterelektrode 21 ist mit der Erde verbunden, sodass eine direkte Verbindung zwischen den Elketroden 11 und der Elektrode 20 minimiert wird.
5 Die vorstehend beschriebenen Schalter/Anzeige-Einhei ten können^wie in Figur 5 gezeigt, dadurch abgeändert werden, dass vor der leitenden Schicht 12 eine transparente, elastische leitende Membrane 40 vorgesehen wird, wobei diese Membrane 40 von der leitenden Schicht 12 mittels Distanzstük-10 ken 41 in Abstand gehalten wird. Diese abgeänderte Schalter/ Anzeige-Einheit wird durch eine Person betätigt, welche die Membrane 40 so weit herunterdrückt bis dieselbe in Berührungskontakt mit der leitenden Schicht 12 kommt. Hierdurch wird die leitende Schicht 12 durch die Membrane und die die Mem-15 brane berührende Person geerdet, wodurch die daraus resultier- . rende elektrische Ladung an der leitenden Schicht 12 eine Verminderung der kapazitiven Kupplung des Schalters, so wie weiter oben besehrieben,hervorruft. Die Bewegung der Membrane 40 vermittelt der den Schalter betätigenden Person eine 20 taktile Rückwirkung. Die Membrane 40 kann als blasenähnliches Gebilde über der leitenden Schicht 12 geformt sein, sodass sie beim Niederdrücken mit einem Einschnappgefühl mit der leitenden Schicht in Berührungskontakt kommt. Diese blasenähnlichen Gebilde können anstelle der Distanzstücke 41 ebenfalls dazu 25 dienen, die Membrane 40 von der leitenden Schicht 12 zu trennen.
Bei dem in Figur 6 dargestellten Schalter besteht eine Membrane 45 aus einem transparenten nichtleitenden elastischen Kunsstoffmaterial und ist so geformt, dass ein blasenähnliches Gebilde 46 entsteht, welches die leitende Schicht 12 überdeckt 30 und hiervon getrennt ist. Die Innenfläehe der Membrane 45 ist mit einem transparenten leitenden Belag 48 versehen, welch letzterer mit der Erde verbunden ist. Wenn dieser Schalter durch Niederdrücken des Blasengebildes 46 betätigt wird, wird die leitende Schicht 12 durch den Belag 48 direkt mit der 35 Erde verbunden. Die hieraus relsutierende Kapazitätsveränderung ist demzufolge unabhängig von der den Schalter betätigen-* den Person und liefert eine ausgeprägtere Signalveränderung _ _ v . . -.'S. - * 4 -8- ausfuhrung mittels nichtleitender Betätigungsmittel betätigt werden.
Wenn der Druck gegen das Blasengebilde 46 aufhört wird letzteres von der leitenden Schicht 12 zurückschnappen/ 5 sodass die kapazitiven Kennungen des Schalters wieder ihre ursprünglichen Werte annehmen wenn der Schalter nicht betätigt wird.
Der zentrale Abschnitt des Blasengebildes 46 kann als Linse 47 ausgebildet sein, durch welche die Anzeige 10 vergrössert wird.
Bei der in Figur 7 dargestellten Schalter/Anzeige-Einheit ist die Andordnung der Elektrodensätze 11 und 14 sowie der Phosphorschicht 13 an der Rückseite des nichtleitenden Paneels 10 die gleiche wie die mit Bezug auf die Figuren 15 1 bis 3 beschriebene. Anstatt dass jedoch eine leitende Schicht 12 an der Vorderseite des Paneels 10 vorgesehen ist, ist ein leitender Belag 52 an der Rückseite eines Blasengebildes 51 vorgesehen, welches in einer transparenten, elastischen leitenden Membrane 50 ausgebildet ist und so vor dem Paneel 20 10 angeordnet ist, dass es den Elektrodensatz 11 überdeckt lind einen bestimmten Abstand von der Vorderseite des Paneels 10 hat. Die leitende Schicht 52 ist elektrisch isoliert. Bei dieser Konstruktion besteht nur eine geringeoder gar keine Kupplung zwischen den Gruppen X und Y der Elektroden 11 wenn 25 der Schalter sich in. nicht betätigtem Zustand befindet. Wenn demzufolge den Elektroden 11 der Gruppe X Leseimpulse aufgegeben werden, so wird kein oder nur ein sehr kleiner Ausgabeimpuls an den Elektroden 11 der Gruppe Y entstehen. Wenn jedoch das Blasengebilde 51 niedergedrückt wird, so, dass der Belag 30 52 mit der Oberseite des Paneels 10 Berührungskontakt erhält, werden die Elektroden 11 in den Gruppen X und Y durch den Belag 52 kapazitiv miteinander gekuppelt. Ein den Elektroden in der Gruppe X aufgegebener Leseimpuls wird nun an den Elektroden 11 der Gruppe Y einen Ausgabeimpuls von ausgeprägter Amplitude 35 erzeugen, welcher zum Einleiten eines Schaltvorganges benutzt werden kann.
i Diese Schalterausführung, bei welcher die leitende II Schicht 52 sich in einem bestimmten Abstand von der Vorder- ft -9- « seite des nichtleitenden Paneels 10 befindet, kann zusammen mit anderen Anordnungen von Elektroden an der Rückseite des nichtleitenden Paneels 10 verwendet werden, beispielsweise in der mit Bezug auf Figur 4 beschriebenen Form.
5 Die vorstehend beschriebenen Schalter können indivi duell verwendet werden, es können aber auch mehrere solcher Schalter zusammen verwendet werden. Wie auch immer eignet sich diese Bauart zum Herstellen einer Anordnung von Schalter/ Anzeige-Einheiten an einem einzigen Paneel, sowie in Figur 10 8 dargestellt. Diese Figur zeigt eine 2 zu 6 Anordnung von Schalter/Anzeige-Einheiten, wobei zwei Reihen von 6 Schalter/ Anzeige-Einheiten an einem nichtleitenden Paneel 30 vorgesehen sind. An der Rückseite des Paneels 30 sind zwei Sätze von durchsichtigen länglichen Elektroden 31 vorgesehen. An der 15 Rückseite des Paneels 30, zwischen den Sätzen von Elektroden 31, sind ebenfalls zwei Reihen von 6 getrennten transparenten Elektroden 32 vorgesehen. Jeder Satz von Elektroden 31 ist kapazitiv mit der benachbarten Reihe von Elektroden 32 gekuppelt mit Hilfe von an der Vorderseite des Paneels 30 20 vorgesehenen, individuellen transparenten leitenden Schichten 33. Jede leitende Schicht 33 überdeckt jeweils eine andere Elektrode 32 und einen Teil des benachbarten Satzes von Elektroden 31. Wie weiter oben ausgeführt, können die beiden Sätze von Elektroden 31 an einen Schaltkreis für die Abgabe von Lese-25 impulsen angeschlossen sein, während die Elektroden 32 mit einem geeigneten Fühlschaltkreis verbunden sind. Das Anbringen einer elektrischen Ladung an einer der leitenden Schichten 33 verändert die Kupplung zwischen dem Elektrodensatz 31 und der von der leitenden Schicht 33 bedeckten Elektroden 32, wobei ! 30 die Sighalveränderung an der Elektrode 32 abgefühlt werden kann S ....
j zur Ausführung eines diesem Schalter zugeordneten Schaltvorgangs.
! An der Rückseite der Elektroden 31 und 32 ist eine v’ Phosphorschicht aufgebracht und zwei weitere Sätze von paralle len länglichen Elektroden sind in der weiter oben beschrieben-35 en Art und Weise an der Rückseite der Phosphorschicht angebracht. Die Anzeigemittel eines jeden Schalters könne solcherart durch I Aufgeben von Impulsen an die geeigneten Elektroden einer belie-bigen Seite der Phosphorschicht gesteuert werden,so wie dies 4.
-10- mit Bezug auf die einzelnen Schalter/Anzeige-Einheiten be·? schrieben worden ist.
In analoger Weise können Schalter der mit Bezug auf die Figur 7 beschriebenen Bauart in einer Schalteranord-5 nung ausgestaltet werden.
Die Schalter/Anzeige-Einheiten solcher Anordnungen können mit nachgiebigen Membranen ausgestattet sein in der Art derjenigen, welche mit Bezug auf die Figuren 5 bis ‘ 7 beschrieben worden sind. Bei solchen Anordnungen bestehen 10 die Membranen für jeden Schalter vorzugsweise aus einem einzigen Blatt, z.B. mit daran vorgesehenen individuellen Blasengebilden 46 oder 51 für jeden Schalter. Bei der Ausführung der Membrane mit einem leitenden Belag, so wie mit Bezug auf die Figuren 6 und 7 beschrieben wurde, kann ebenfalls ein 15 einziger Belag über die ganze Blattfläche vorgesehen werden.
Viele Abänderungen sind ohne Verlassen des Erfindungsrahmens möglich. Beispielsweise können,bei der Mehrfach-Anordnung von Schalter/Anzeige-Einheiten, die beiden Sätze von Elektroden 31 an der Rückseite des Paneels 30 alternativ 20 vertikal, in der Art wie in Figur 4 gezeigt, angeordnet sein. Bei der Mehrfachanordnung von Schalter/Anzeige-Einheiten der oben beschriebenen Bauart können die Einheiten eine Multiplexverbindung unter der Steuerung eines Microprozessors erhalten, so wie im englischen Patent Nr 2059657 beschrieben.
25 Es sei schliesslich darauf hingewiesen, dass die bei gefügten Zeichnungen nur schematische Darstellungen sind.
Sie sind nicht dazu bestimmt, die relativen Abmessungen und die besondere Dicke der Komponenten anzugeben. In kennzeichnender Weise hat das nichtleitende Paneel 10 eine Dicke in der 30 Grössenordnung von 3mm, die Phosphorschicht 13 eine solche von 40^/iti und die verschiedenen Elektroden 11,14,20,21,31, Π 32 sowie die leitenden Schichten 12,33 eine solche von rtt 0,05/*s m.
Claims (9)
1.- Schalter/Anzeige-Einheit, gekennzeichnet durch ein transparentes nichleitendes Paneel (10), einen ersten Satz von länglichen parallelen, aus einem transparenten leitenden Material an der Rückseite des genannten Paneels 5 gebildeten Elektroden(11), eine Phosphorschicht (13), welche mit dem genannten ersten Satz von Elektroden (11) in Berührungskontakt ist, einen zweiten Satz von parallelen länglichen Elektroden (14), welche mit Berührungskontakt an der Rückseite der Phosphorschicht (13) angebracht sind, wobei der 10 zweite Satz von Elektroden (14) gegenüber dem ersten Satz von Elektroden (11) geneigt ist, sodass die Elektroden des einen Satzes diejenigen des anderen Satzes überlappen, wodurch eine Punktmatrix gebildet wird, und durch eine transparente leitende, an der Vorderseite des nichtleitenden 15 Paneels (10) vorgesehene Schicht (12), welche den ersten Satz von Elektroden (11) überdeckt.
2.- Schalter/Anzeige-Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Satz von Elektroden (11) ' in zwei Gruppen (X,Y) eingeteilt ist, wobei eine Gruppe (X) 20 von Leseelektroden dazu ausgelegt ist um mit Mitteln verbunden zu werden,welche an diese Gruppe Leseimpulse aufgibt, und die andere Gruppe (Y) von Sensorelektroden dazu ausgelegt ist um mit Mitteln verbunden zu werden, an welche Abfühlimpulse abgegeben werden. 25 3,- Schalter/Anzeige-Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Satz von Elektroden (H) dazu aus ge legt ist um mit Mitteln verbunden zu werden, welche diesem Satz Leseimpulse aufgeben, und dass eine oder mehrere zusätzliche transparente Elektroden (20) an der Rückseite 30 des nichtleitenden Paneels (10) vorgesehen sind, welche unter der transparenten, leitenden Schicht (12) liegen, wobei die zusätzlichen Elektroden (20) dazu ausgelegt sind um mit Mitteln verbunden zu werden,an welche Abfühlimpulse abgegeben werden. 35I 4.- Schalter/Anzeige-Einheit nach den Ansprüchen I 1 bis 3,dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (11), welche vK dazu ausgelegt sind um mit Mitteln verbunden zu werden zur -12- « Jr Aufgabe von Leseimpulsen, getrennt sind von denjenigen, welche dazu ausgelegt sind, um mit Mitteln für Abfühlimpulse verbunden zu werden, mit Hilfe einer Wächterelektrode (21), welche dazu so aus gelegt ist, um mit der Erde verbunden zu werden.
5. Schalter/Anzeige-Einheit nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente leitende Schicht (12) an der Vorderseite des nichtleitenden Paneels (10) vorgesehen ist. 6, - Schalter/Anzeige-Einheit nach Anspruch 5 , dadurch 10 gekennzeichnet, dass eine transparente elastische leitende Membrane (40) die leitende Schicht (12) überdeckt und sich in einem bestimmten Abstand davon befindet.
7. Schalter/Anzeige-Einheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine transparente elastische nichtleiten- 15 de Membrane (45) die leitende Schicht (12) überdeckt und sich in einem bestimmten Abstand davon befindet, wobei diese Membrane (45) an ihrer der leitenden Schicht (12) zugekehrten Seite einen transparenten leitenden Belag (48) aufweist.
8. Schalter/Anzeige-Einheit nach den Ansprüchen
2. Ibis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente leitende Schicht (52) sich in einem bestimmten Abstand von der Vorderseite des nichtleitenden Paneels (10) befindet und in Berührungskontakt mit diesem letzteren bewegt werden kann.
9.- Schalter/Anzeige-Einheit nach Anspruch 8, dadurch 25 gekennzeichnet, dass die transparente leitende Schicht (52) sich an der Rückseite einer transparenten leitenden elastischen Membrane (50) befindet, welche das nichtleitende Paneel (10) überdeckt und von diesem getrennt ist.
10. Mehrfachanordnung von Schalter/Anzeige-Einheiten 30 mit der Ausgestaltung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalter/Anzeige-Einheiten getrennt, jedoch mit gegenseitiger Beziehung, an einem gemeinsamen nichtleitenden Paneel (30) angebracht sind.
11. Mehrfachanordnung von Schalter/Anzeige-Einheiten, 35 nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Satz von Elektroden (31) gemeinsam für eine Mehrzahl von Schal-» ter/Anzeige-Einheiten vorhanden ist. JI 12.- Schalter/Anzeige-Baugruppe nach den Ansprüchen f * « -13- 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel aufweist zur Aufgabe von Aufleuchtimpulsen individuell an jede Elektrode des ersten Satzes von Elektroden (11) und an jede Elektrode des zweiten Satzes von Elektroden (14), Mittel zur 5 Aufgabe von Leseimpulsen an eine Gruppe des ersten Satzes von Elektroden (11), Mittel für Abfühlimpulse,welche kapazitiv durch die leitende Schicht (12) an eine oder mehrere andere Elektroden (11,12) an der Rückseite des nichtleiten-* den Paneels (10) übermittelt werden. 10 13.- Schalter/Anzeige-Baugruppe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Aufgabe von individuellen Aufleuchtimpulsen an jede Elektrode des ersten Satzes von Elektroden (11) ebenfalls dazu dienen, gleichzeitig einer Gruppe dieser Elektroden Leseimpulse aufzugeben. - » 4f
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