LU85638A1 - Vertikutiergeraet - Google Patents
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Description
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Beschreibung:
Die Erfindung betrifft ein Vertikutiergerät mit motorischem Antrieb der Werkzeugtragwelle für die Bearbeitung von Rasenflächen, bestehend aus einem mehrrädrigen, höhenverstellbaren, holmgeführten Fahrgestell, das eine mittels eines Abdeckgehäuses geschützte Werkzeugtragwelle und einen Rotationsmotor aufweist.
Vertikutiergeräte haben ganz allgemein die Aufgabe, den Erdboden von Rasenflächen zu bearbeiten und schmale durchlaufende Schlitze anzulegen, um so den Rasen von schädlichem Rasenfilz zu befreien, wodurch das ungehemmte Wachstum gefördert wird.
Das Wissen um die Notwendigkeit, daß ein Rasen, wenn er einen gepflegten Eindruck hinterlassen soll, von Zeit zu Zeit vertikutiert werden muß, hat immer weitere Kreise erfaßt, und es ist störend, daß die bisher bekannten Vertikutiergeräte, gemessen am Anschaffungspreis eines Rasenmähers, relativ teuer sind.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Vertikutiergerät aufzuzeigen, welches aus möglichst wenigen und serienmäßig ge-; fertigten Teilen besteht, die ohne großen Zeitaufwand zu ei nem leistungsfähigen, leicht zu handhabenden und billiger. Vertikutiergerät montiert werden können. Das Gerät muß daher in vielen Einzelheiten vereinfacht und insgesamt gewichtsmäßig leichter werden.
Die Lösung des Erfindungsgedankens ist darin zu sehen, daß bei einem Vertikutiergerät der eingangs genannten Art die l· — ζ — - 5 -
Werkzeugwelle und die Mctorwelie ein einziges.nahtloses Bauteil darstellen und das Abdeckgehäuse (2) für die Werkzeugtragwelle und den Motor (7) als Fahrgestell dient.
Diese Bauweise hat vor allem den Vorteil im Gefolge, dais -, die bisher notwendige Kupplung zwischen den beiden Wellen ganz entfällt, wodurch sowohl Gewicht als auch Montagearbeitszeit eingespart werden. Gleichartiges geschieht, wenn wie vorgeschlagen, das Abdeckgehäuse als Fahrgestell benutzt wird.
Bei Verwendung eines Elektromotores als Rotationsmotor kann dieser nach einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens fliegend auf der Kombination Werkzeugtrag- und Motorwelle angeordnet sein und das freie Ende der Weile in einem baulich sehr einfachen Stütziager umlaufen, während das andere Ende, weiches zugleich der Anfang der Werkzeugtragwelle ist, in einem normalen Traglager umläuft. Da auch das zweite Ende der Werkzeugtragwelie in einem tragfähigen Lager umlaufen muß, sind zur Lagerung der erfindungsgemäßen Kombinationswelle insgesamt nur' zwei Traglager und ein nebensächliches Stützlager erforderlich, wodurch ebenfalls Gewicht und Montagearbeitszeit -eingespart werden. Weitere charakteristische und vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, den Zeichnungen und der Zeichnungsbeschreibung enthalten.
In der 2eichnung ist ein Beispiel für die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Vertikutiergerätes mit elektrischem Antrieb der Werkzeugtragwelie gezeigt.
Es zeigen in vereinfachter Darstellungsweise:
L
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Figur 1 ein holmgeführtes Vertikutiergerät in perspektivischer Ansicht;
Figur 2 den Motor und die Werkzeugtragwelle bei abgenomme-nem Abdeckgehäuse;
Figur 3 einen Vertikaischnit-t durch die Werkzeugtragwelle und'
Figur 4 das Vertikutiergerät in Seitenansicht.
Gemäß Figur 1 ist das an den Holm 1 führbare Vertikutiergerät aus Sicherheitsgründen und gegen unbeabsichtigte Beschädigung der Werkzeuge mit einem leichten Abdeckgehäuse 2 geschützt. Dieses dient zugleich als Fahrgestell und trägt die Laufräder 3, 4, 5 (das vierte Laufrad ist nicht sichtbar). Wie weiter unten erläutert wird, sind die Räder höhenverstellbar.
Figur 2 zeigt das Vertikutiergerät im Aufriß. Unter dem Abdeckgehäuse 2 sind die wesentlichen Bestandteile des Ver-tikutiergerätes, nämlich die Werkzeugtragwelle 6 und ihr Antriebsmotor 7 untergebracht. Die verlängerte Motorwelle S ist zugleich die innere drehmomentübertragende Welle der Werkzeugtragwelle 6. Die Werkzeugträger 9 sind vorzugsweise aus Kunststoff spritzgegossene, im wesentlichen zylindrische Klemmstücke 12, die mittels einer Profilierung der Stirnflächen (auf der Zeichnung nicht sichtbar) gegeneinander unverdrehbar auf der verlängerten Motorwelle 8 angeordnet sind. Mittels je einer Splintsicherung bzw. entsprechenden Bohrungen 10, 11 für den Eingriff der zeichnerisch nicht dargestellten Splinte in der Verlängerung der Welle 8, werden axiale Verschiebungen der auf der Welle aufgereihten Klemmstücke 12 mit den Werkzeugträgern 9 und den daran pendelnd aufgehängten Schlitzmessern 13 verhindert.
Aus Figur 3 ist u.a. zu ersehen, daß zwischen den Klemmstücken 12 mit den Werkzeugträgern 9 und der verlängerten / Welle 8 ein Sechskant 14 angeordnet ist, durch das das / { - 7 - ί
Rund der Welle in sechs gleichgroße Umfangswinkel von 60° unterteilt ist. Entsprechend dieser Teilung sind die Klemmstücke 12 auf der Welle aufgereiht, und zwar in der Weise, daß jeder Werkzeugträger 9 um 60° um die verlängerte Welle 8 eingesetzt ist, so daß die Anordnung der Schlitzmesser insgesamt spiralig um die Weile gewunden läuft. Die Lage des Sechskantes 14 zur verlängerten Weile 8 ist mittels der obenerwähnten Splint-Sicherung 10, VI ebenfalls fixiert (s. Fig. 2).
Die Figur 4 zeigt die Höhenverstellung des Vertikutier-gerätes. -
Diese erfolgt durch Veränderung der Höhenlage der Laufräder am Abdeckgehäuse 2, das im gezeigten Beispiel als Fahrgestell dient.
Für jedes Laufrad, das von einer kurzen Steckachse getragen wird - auf der Zeichnung sind die Räder 3 und 4 durch Kreise angedeutet - sind Durchbrüche z.B, 3, 3.a,.
3 b unterschiedlicher Höhenlage in der Stirnwand des Abdeckgehäuses 2 vorgesehen.
Entsprechend der gewünschten Arbeitstiefe bzw. dem Grad der Abnutzung der Messerschneiden wird vor Beginn der Ver-tikutierarbeiten eine der für das Einstecken der Steckachsen vorgesehene Bohrung (Durchbruch der Stirnfläche), entweder die obere, die mittlere oder die untere, ausgewählt. In dieser Weise wird der Abstand von der Bodenoberfläche zur Unterkante des Abdeckgehäuses 2 bzw. die Eindringtiefe der Messer 13, deren Schneidkreis 15 ange— deutet ist, nach Wahl in drei Stufen einheitlich festgelegt.
Das Verriegeln der Steckachsen 16 mit je einem Laufrad erfolgt durch einen gabelartigen Schieber 17, der beim Einschieben parallel zur Stirnfläche des Abdeckgehäuses 2 eine Einfräsung in der zugehörigen Steckachs'e von zwei / Seiten hintergreift.
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Die Erfindung ist nicht auf das gezeigte Beispiel beschränkt, sondern umfaßt auch andere Ausführungsformen im Rahmen der Schutzansprüche.
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Claims (13)
1. Vertikutiergerät mit motorischem Antrieb der Werkzeugtragwelle für die Bearbeitung von Rasenflächen, bestehend aus einem mehrrädrigen, höhenverstellbaren» holmgeführten Fahrgestell, das eine mittels eines Gehäuses abgedeckte Werkzeugtragwelle und einen Rotationsmotor als Antrieb aufweist, dadurch gekennzeichnet , daß Werkzeugtragwelle (6) und Motorwelle (8) ein einziges nahtloses Bauteil darstellen und das Abdeckgehäuse (2) für die Werkzeugtragweile und den Motor (7) als Fahr- ' gestell dient.
2. Vertikutiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß bei Verwendung eines Elektromotors (7) als Rotationsmotor dieser auf der Wells (85 fliegend angeordnet ist und das freie Ende in einem baulich einfachen Stützlager umläuft. u n* * - 2 -
3. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß auf die Werkzeugtragwelie (6) zylindrische Klemmstücke (12) mit einer zentralen vorzugsweise profi-* lierten Bohrung für den Durchtritt der We-lle (3) mit profilierten, gegeneinander unverdrehbar anliegenden Stirnflächen nebeneinander aufgereiht sind.
4. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß im Außenmantel jedes Klemmstückes (12) der Werkzeugtragwelie (6) ln radial hervorkragender Steilung ein Messer (13) in Umlaufrichtung verschwenkbar auf-gehängt ist.
5. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch g e k e η n z e i c h ,n e t , daß die beiden außenliegenden Klemmstücke (12) der Werkzeugtragwelie (6) je eine Bohrung (10,11) aufweisen, die mit einer entsprechenden Bohrung (S) in der Werkzeugtragwelie (8) korrespondiert.
6. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Werkzeugtragwelie (6) im Bereich der Klemmstücke (12) von einem mehrkantigen vorzugsweise sechskantigen Element (14) umkleidet ist. ‘
7. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die kombinierte Werkzeugtrag- und Mctorwelle (8) in mindestens zwei tragenden Lagerstellen umläuft.
8. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, / daß die beiden Enden der Werkzeugtragwelie (65 in tragen den Lagern'umlaufen. - 3 -
9. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß auf dem motorseitigen Weilenstumpf ein Lüfterrad angecrdnet ist.
10. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß in den Stirnflächen des Abdeckgehäus"es (2) mehrere zu jeder Höheneinsteliung eines jeden Rades (3-5) gehörige Durchbrüche zur Aufnahme je einer Steckachse (16) vorgesehen sind.
11. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Rad (3-5) mehrere Durchbrüche (3a - c) in den Stirnflächen des Abdeckgehäuses (2) vorgesehen sind, deren Höhenlage gegenüber der Werkzeugtragwelle (6) verschieden ist.
12. Vertikutiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß in jedem der Durchbrüche ein auf einer Steckachse (16) drehbar angeordnetes Laufrad (3-5) mittels eines Sperrorganes (1?) festlegbar ist.
13. Vertikutiergerät nach -den Ansprüchen 1' bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß das Sperrorgan (17) ein gabelartig geformter flacher Sperrschieber aus Blech oder dergleichen ist, dessen Gabelzinken eine Einfräsung der Steckachse (16) hintergreifen. ' i Λ A \ W V, V \ \ \ - 4 -
Applications Claiming Priority (2)
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