LU87498A1 - Instrument,werkzeug oder dergleichen mit eingebauter leuchtvorrichtung - Google Patents

Instrument,werkzeug oder dergleichen mit eingebauter leuchtvorrichtung Download PDF

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Description

Instrument, Werkzeug Oder dergleichen mît eingebauter Leuchtvorrichtuncr
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beleuchtung des Arbeitsfeldes eines Instrumentes, ins-besondere eines chirurgischen Instrumentes oder eines Werk-zeuges, mit Hilfe einer in das Instrument Oder Werkzeug eingebauten Lichtquelle.
Heutzutage gibt es viele verschiedene Arten von Werkzeugen, Instrumenten Oder dergleichen. Alle davon sind mehr Oder weniger gut an die gedachten Verwendungen ange-passt. Ein Problem jedoch, welches des öfterenauftaucht, besteht darin, genügend Licht an dem richtigen Fleck zu haben, wenn man verschiedenartige Werkzeuge oder Instrumente im Dunkeln oder in engen Stellen benutzt. Der richtige Fleck ist normalerweise das Arbeitsfeld des Werkzeuges oder Instrumentes.
Zur Lôsung dieses Problems wurden Lichtquellen in den Griff des Werkzeuges oder Instrumentes eingebaut und das Licht wurde auf das Arbeitsfeld gerichtet. Mit dieser Anordnung der Lichtquelle befindet sich diese in einem gewissen Abstand von dem Arbeitsfeld und ein grosser Teil des ausgesandten Liçhtes wird oft vom Gerat Oder Instrument selbs.t, von der Bedienungsperson Oder irgendetwas anderem in der Nachbarschaft des Werkzeuges oder Instrumentes abgedeckt. Weil die Lichtquelle in einem gewissen Abstand von dem Arbeitsfeld angeordnet ist, muss sie rela-tiv stark sein, urn sicherzustellen, dass das das Arbeitsfeld tatsächlich erreichende Licht ausreichend ist. Deshalb muss die Leistungsquelle entsprechend stark sein.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird ein kleiner Lichtkolben oder eine lichtémittierende Diode neben dem wirksamen Teil des Instrumentes oder Werkzeuges angeordnet, urn die Beleuchtung genau am gewünschten Fleck zu erreichen, wenn die Instrumente Oder Werkzeuge gebraucht werden. Vor-zugsweise ist die Lichtquelle im Werkzeug eingebaut, sie kann aber auch in einen Lichthalter neben dem wirksamen Teil des Instrumentes eingesetzt werden. Einer der Vorteile die Lichtquelle im vorderen Teil des Instrumentes anzuord-nen, besteht darin, dass es möglich wird, den grössten Teil des emittierten Lichtes zu gebrauchen, wodurch ein geringerer Bedarf für eine leistungsfähige Lichtquelle und somit für eine entsprechend weniger leistungsfähige Lichtquelle besteht. Ein anderer Vorteil besteht darin, dass das Licht immer am wirksamen Teil des Instrumentes ist.
Eine Leistungquelle in Form von Batterien Oder der-gleichen ist im Griff angeordnet, welcher in Funktion der Form der verwendeten Leistungsquelle geschaffen sein kann. Das Instrument kann als einer der Leiter benutzt werden, während der andere Leiter, von Kunststoff oder einem Iso-lationsmaterial umgeben, vom Instrument oder einem speziel-len Lichthalter umschlossen ist. Alternativ kÖnnen auch beide Leiter isolierte Drähte sein, welche von dem Instrument oder dem speziellen Lichthalter umgeben sind.
Wenn die Lichtquelle in die Nähe des Arbeitsfeldes des Werkzeuges gebracht wird, wird es nicht so gross sein, dass es irgendeiner Weise die normale Art der Verwendung des Werkzeuges unmöglich macht. Für Werkzeuge, welche beim Gebrauch gedreht werden, wie etwa Schraubenzieher, soil die Lichtquelle in das Werkzeug eingebaut werden, während für Schneidewerkzeuge, wie etwa Skalpells, die Lichtquelle auf die Aussenseite der Klinge neben der Schneidkante an-gebracht werden kann.
Die vorliegende Erfindung ist besonders nützlich bei chirurgischen Instrumenten, welche in Militärlazaretts oder unter anderen ähnlichen schweren Bedingungen benutzt werden. In Armeefeldlazaretts ist es ofit;schwer genügende und stabile Stromversorgungen zu haben, so dass alles was zur Beleuchtung beiträgt, positiv ist.
Bei chirqrgischen Instrumenten muss die Notwendig-keit der Sterilisierung beachtet werden. Die Sterilisierung wird normalerweise bei etwa 150°C während einer bestimmten Zeitperiode durchgeführt. Für sensible Instrumente kann die Temperatur auf 120°C herabgesetzt werden, während die Sterilisierzeit verlängert wird. Die Leistungsquellen müssen während des Sterilisiervorgangs entfernt werden, weil sie diesen Temperaturen nicht wiederstehen. Das gleiche trifft für die zur Zeit benutzten chirurgischen Instrumente zu, welche irgendeine Art Leistungsquelle haben. Somit stellt der Einbau der Leistungsquelle nachdem der Rest des Instrumentes sterilisiert worden ist keinen Nachteil dar, zumindest im Vergleich mit der zur Zeit übli-chen Praxis.
Wenn die Erfindung in chirurgischen Instrumenten be-nutzt wird, sind die an die Leistungsquelle gestellten Bedingungen recht niedrig, weil die tatsachliche Zeit wâhrend denen die einzelnen Instrumente benutzt werden bei allen Anwendungen eher kurz ist, selbst während länger dauernden Operationen.
Mit der vorliegenden Erfindung kann der Griff wieder-verwendet werden, während der Rest des Instrumentes, ein-schliesslich der Lichtquelle, weggeworfen werden kann.
Dies trifft insbesondere für chirurgische Instrumente zu.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf chirurgische Instrumente beschränkt und kann für anderes Werkzeug und Instrumenttypen, wie etwa Schraubenzieher, Messer, usw. unter schlechten Lichtbedingungen benutzt werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Instrumente, insbesondere chirurgische Instrumente Oder Werkzeuge, mit Lichtquellen zu versehen, welche das Arbeits-feld der Instrumente Oder Werkzeuge wirksam beleuchten.
Diese Aufgabe wird dadurch gelost, dass man das Instrument nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit einer Lichtquelle im Oder am Instrument direkt neben dem Arbeits-feld des Instrumentes versieht.
Die beiliegenden Zeichnungen stellen verschiedene Ausführungsformen der Erfindung dar.
Figur IA ist eine Seitenansicht des Griffes und einer Leistungsquelle nach der Erfindung.
Figur 1B ist eine Seitenansicht eines Schraubenzie-hers nach der Erfindung.
Figur 2 ist eine Seitenansicht eines Skalpells nach der Erfindung mit einem Speziallichthalter.
Die Figuren 3, 4 und 5 sind Seitenansichten weiterer Ausführungsformen der Erfindung.
Figur 6 ist eine Darstellung im Schnitt entlang der Linie VI-VI in Figur 1B.
Eine Ausführungsform der Erfindung kann im wesentli- chen einen Griff 1, einen Werkzeugteil 2, eine Lichtquelle 3, ein Lichtquellenhalter 4, eine Verschlusskappe 5, eine Oder mehrere Batterien 6, einen wirksamen Teil 7 des Werk-zeugteiles 2, einen Passtift 8 für die Verbindung mit einem Sockel 10 des Griffes 1, einen Kontakt 9 und ein oder zwei Leiter 11 in Form von isolierten Drähten haben. üm das Licht dorthin zu bekommen, wo es benötigt wird, ist eine Lichtquelle 3 so nahe wie möglich an dem wirksamen Teil 7 des Werkzeugteiles 2 angeordnet und somit kommt ein wesentlicher Teil des emittierten Lichtes zur Verwendung. Die Lichtquelle hat die Form eines sehr kleinen Leuchtkolbens oder einer lichtemittierendén Diode. Wegen der kleinen Grosse der Lichtquelle ist dieselbe im Werkzeug angeordnet, oder bei dunnen Instrumenten, wie etwa Skalpells, befindet sich die Lichtquelle in einem Spezial-lichthalter 4 neben dem wirksamen Teil 7 des Instrumentes.
Die Leistungsquelle 6 der Leuchtvorrichtung, in Form von Battterien oder dergleichen, befindet sich vorzugswei-se im Griff 1 des Werkzeuges oder Instrumentes. Obschon der Querschnitt des Griffes vorzugsweise rund ist, ist jede andere mögliche Form entsprechend der Form des Leistungsquelle möglich. Urn den Ersatz der Leuchtquelle zu erleichtern, ist der Griff mit einer Schraubverschluss-kappe 5 versehen.
Zur Verbindung des Griffes 1 mit dem Werkzeugteil 2 kann der Griff 1 mit einem Sockel und der Werkzeugteil 2 mit einem entsprechenden Passtift 8 versehen sein, aber jede andere geeignete Verbindung kann benutzt werden. Vorzugsweise bildet der Werkzeugteil 2 einen Leiter zwi-schen der Lichtquelle und der Leistungsquelle, während der andere Leiter 11 ein von Kunststoff oder einem anderen Isolierstoff umgebener Leiter ist und im Werkzeug einge-bettet ist. Alternativ können beide Leiter in Form von isolierten Drähten im Werkzeug eingebettet sein. Ein oder zwei Kontakte 9 neben der Verbindung zwischen dem Griff 1 und dem Werkzeugteil 2 verbindet die Leistungsquelle 6 mit der Lichtquelle 3 über die Leiter 11. Wenn der Teil 2 als einer der Leiter benutzt wird, bilden der Passtift 8 und der Sockel 10 einen Kontakt.
Wenn die Lichtquelle 3 neben dem wirksamen Teil 7 des Werkzeuges Oder Instrumentes angeordnet wird, besteht ein geringerer Bedarf an emittiertem Licht im Vergleich zu der Anordnung der Lichtquelle, wie bereits gesagt, in einer grosseren Entfernung von dem Arbeitsfeld des Werkzeuges Oder Instrumentes. Somit werden die Ansprüche an die Lichtquelle und die Leistungsquelle entsprechend verringert.
Die Folge der Anordnung der Lichtquelle vorne am Werkzeug Oder Instrument ist, dass weniger Energie gebraucht wird, urn die gleiche oder selbst eine bessere Beleuchtung des Arbeitsfeldes des Werkzeuges oder Instrumentes zu erreichen.
Die vorliegende Erfindung ist fur viele Arten von Werkzeugen geeignet und insbesondere für chirurgische Instrumente. Wird sie bei chirurgischen Instrumenten ver-wendet, so hat man die Notwendigkeit der Sterilisierung zu beachten. Die Sterilisierung wird normalerweise bei 150°C während einer bestimmten Zeitperiode durchgeführt; wenn die Zeit verlängert wird, kann die Sterilisiertempe-ratur auf 120°C herabgesetzt werden. Die niedrige Tempera-tur ist für sensiblere Instrumente gedacht. Die Leistungsquelle 6 kann diese Temperaturen nicht ertragen; deshalb wird die Leistungsquelle nach der Sterilisierung einge-setzt. Dies ist kein gravierender Nachteil, weil es bereits heute üblich ist, dass einige der Teile der chirurgischen Instrumente nach der Sterilisierung hinzugefügt werden. Verschiedene Arten von chirurgischen Instrumenten, welche die vorliegende Erfindung enthalten, sind in den Figuren 2 bis 5 dargestellt.
Figur 2 ist ein Skalpell in dem die vorliegende Erfindung verwendet wird, wobei die Lichtquelle 3 in einem Speziallichthalter 4 neben der Skalpellklinge angeordnet ist. Diese Anordnung ist für Anwendungen gedacht, wo das Instrument oder Werkzeug nicht gross genug ist, urn die Lichtquelle aufzunehmen.
In der Figur 3 dargestellten Schere ist die Lichtquelle 3 nach der vorliegenden Erfindung am Gelenk der Schere angeordnet.
Die Figur 4 zeigt eine Art Endoskop,bei welchem die Lichtquelle 3 neben einem Spiegel 7 angeordnet ist, wel- cher der wirksame Teil der Instrumentes ist.
Der in Figur 5 dargestellte Instrumentteil ist eine Sonde und die Lichtquelle 3 ist im Instrument eingebaut. Für chirurgische Arbeiten unter erschwerten Bedin-gungen, wie etwa in einem Armeefeldlazarett, ist die vor-liegende Erfindung besonders geeignet. Während der Griff 1, welcher die Leistungsquelle 6 enthält, wiederverwendet werden kann, kann man die anderen Teile des Instrumentes, einschliesslich der Lichtquelle 3 wegwerfen. Der Teil des Instrumentes,der sterilisiert werden muss, wird nach der Sterilisation versiegelt und kann somit gelagert und später hinzugefügt werden. Indem man einen sterilisierten Instru-menteil 2 mit dem Griff 1, welcher die Leistungsquelle ent-hält verbindet, ist das Instrument gebrauchsfertig.
Weil selbst während einer langer dauernden Operation die einzelnen Instrumente nur während einer kurzen Zeitpe-riode benutzt werden, ist die Forderung an die Leistungsquelle 6 relativ gering. Jedoch kann bei Verwendung grösse-rer Leistungsquelle der gleiche Griff für mehrere verschie-dene Instrumente oder während einer längeren Zeitperiode benutzt werden.

Claims (10)

PÄTENTANSPROCHE
1. Instrument, insbesondere chirurgisch.es Instrument Oder Werkzeug, mit einer Lichtquelle (3), einer Leistungs-quelle (6) und dazwischen eingefügten Leitern, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (3) im Oder am Instrument (2) direkt neben dem wirksamen Teil (7) des Instrumentes angeordnet ist.
2. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsquelle (6) im Innern des Griffes (1) des Instrumentes angeordnet und, dass der Griff (1) vom Rest des Instrumentes getrennt werden kann.
3. Instrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Lichtquelle ein kleiner Lichtkolben ist.
4. Instrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Lichtquelle eine lichtemittierende Diode ist.
5. Instrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Instrument einen Leiter bildet.
6. Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder beide Leiter (11) von Kunststoff oder einem anderen Isolierstoff umgeben sind und im Instrument oder einem Lichthalter (4) neben dem wirksamen Teil des Instrumentes eingeschlossen sind.
7. Instrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Kontakte (9) zur Verbindung der Lichtquelle mit der Leistungsquelle an der Verbindung zwischen dem Griff und dem Rest des Instrumentes vorgesehen sind.
8. Instrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle, die Leiter und die Kontakte eine Sterilisierung bei 150°C aushalten kônnen.
9. Instrument nach einem der vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Schraubenzieher ist.
10. Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es ein chirurgisches Instrument ist.
LU87498A 1989-04-14 1989-04-14 Instrument,werkzeug oder dergleichen mit eingebauter leuchtvorrichtung LU87498A1 (fr)

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