LU87621A1 - Vorrichtung fuer auslaufrohr fuer kunststoffkanister - Google Patents
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Description
Dr. Wolfram Schiemann, Eugen-Nägele-Straße 17, 7140 Ludwigsburg
VORRICHTUNG FÜR AUSLAUFROHR FÜR KUNSTSTOFFKANISTER
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Solche Kunststoffkanister gibt es im Bereich von 5 Litern und 10 Litern Füllvolumen. Es handelt sich hier um potentierte Massenware. In manchen Staaten ist es Vorschrift, einen Reservekanister mitzuführen. Dieser nützt aber nichts, wenn das Auslaufrohr fehlt. Aus dem Ausgußstutzen dj rekt in den Tank zu gießen, gelingt nur in den seltensten Fallen. Versucht man dies in der Not trotzdem, so gelangt nur ein Teil des Kraftstoffs in den Tank. Es können Schaden entstehen. Auf lange Zeit hat man Gestank im Automobil und wegen des daneben laufenden Kraftstoffs besteht dann auch erhebliche Feuergefahr.
Kanister dieser Art werden zwar mit einem Auslaufrohr geliefert. Die Befestigung geschieht so, daß das Ausgießende in eine Ausnehmung im Bereich des Griffs gesteckt wird. Diese Ausnehmung ist meistens ein am Rand rundum geschlossenes Loch. Der Bereich des Schraubendes wird dann in diejenige Schlaufe gesteckt, die sich bildet, wenn auf den Ausgußstutzen die Schraubkappe aufgeschraubt ist.
Man sieht hierzu einen überlangen Steg vor, der das Auslaufrohr in einer Bucht umfaßt.
Die Erfahrung zeigt, daß viele Auslaufrohre verloren gehen und damit der Reservekanister wertlos wird. Man verletzt dadurch auch oft gültiges Recht. Verloren gehen kann das Auslaufrohr zum Beispiel dadurch, daß der Reservekanister im Kofferraum hin- und hergeschleudert wird und sich dann das Auslaufrohr vom Kanister trennt. Es kann aber auch sein, daß man das Auslaufrohr nicht mehr an den Platz zurücksteckt. Es kann auch sein, daß man die Auslaufrohre verwechselt und falsche Kanister mit den Auslaufrohren versieht. Dies merkt man dann erst im ErnstfalI, wenn man ein unbrauchbares Auslaufrohr hat.
Bei der bekannten Vorrichtung wird das Auslaufrohr im wesentlichen durch die-jenige Federkraft gehalten, die entsteht, wenn man es abbiegt. Diese Federkraft läßt aber wegen der Kriecheigenschaften des Kunststof fs nach.
Es kann auch sein, daß man das richtige Auslaufrohr beim richtigen Kanister hat, dieses Auslaufrohr aber einem entfällt, zum Beispiel von den oberen Stockwerken einer Baustelle, aus einem schwankenden Boot oder in unzugängliche Zerklüftungen einer Maschine.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung anzugeben, die die oben genannten Nachteile beseitigt, die einfach- ist, die massenfertigungsfähig ist, die leicht montierbar ist, vom Publikum auch ohne Bedienungsanleitung verstanden wird und die im Hinblick auf die bekannte Ausgestaltung des Kunststoffkanisters keine oder mindestens nahezu keine Änderung erfordert. Der Griff soli weiterhin als Griff benutzbar sein. Die Vorrichtung soil sich unabhängig vom verwendeten Kraftstoff einsetzen-lassen, d. h. also unabhängig davon, ob es sich urn ein Bieifrei-Auslaufrohr , ein Auslaufrohr fur verbleiten Kraftstoff oder urn Diesel handelt. Ferner soil die Lösung auch ein Nachrüsten bei bereits auf dem Markt befindlichen Kunststoffkanistern erlauben.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die aus dem kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs ersichtlichen Merkmale gelost.
Durch die Merkmale des Anspruchs 2 erreicht man eine einfache Herstellung.
Die Spritzgußform - falls der Steg spritzgegossen wird - ist dann einfach. Außerdem hat man dann zwar einen sehr gut beanspruchbaren Steg, der sich aber trotzdem leicht abbiegen iäßt (in die leichte Richtung des Flachprofils).
Durch die Merkmale des Anspruchs 3 wird das Abbiegen noch einfacher und die Materialbeanspruchung niedriger.
Durch die Merkmale des Anspruchs 4 spart man Material und hat dennoch noch bessere Abbiegeeigenschaften.
Durch die Merkmale des Anspruchs 5 bleibt der Steg genügend kurz und das Auslaufrohr genügend nahe am Kanister, wenn es in seiner Aufbewahrungslage ist.
Durch die Merkmale des Anspruchs 6 erleichtert sich die Montage und nach-rüsten ist möglich, ohne Teile wegwerfen zu müssen.
Durch die Merkmale des Anspruchs 7 erreicht man, daß die Ringe vom Aus-gußstutzen nicht abrutschen.
Durch die Merkmale des Anspruchs 8 erreicht man eine einfache Fertigung und eine Lösung, die vor allem für Erstausrüstungen Vorteile bringt.
Durch die Merkmale des Anspruchs 9 kommen sich Schraubdeckelring und Ausiaufrohr nicht ins Gehege. Vor allem sind sie dann in ihrer Normaliage nach der Seite abstehend, wo es Platz hat.
Durch die Merkmale des Anspruchs 10 kann man die Erfindung auch für die vollständig einstückigen Auslaufrohre verwenden.
Durch die Merkmale des Anspruchs 11 erreicht man, daß der zweite Ring auf seiner dem Kragen abgewandten Seite ebenfalls nicht abrutschen kann.
Die Erfindung wird nunmehr anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Vorderansicht eines 5 Liter-Kunststoffkanisters im Maßstab 1 : 1 im Aufbewahrungszustand,
Fig. 2 die gleiche Ansicht, jedoch im Gebrauchszustand,
Fig. 3 eine Ansicht gemäß dem Pfeil 3 in Fig. 1, jedoch mit abgeschraubter
Verschiußkappe,
Fig. 4 die Draufsicht auf eine einstückige Befestigungsvorrichtung sowohl für Schraubkappe als auch Ausiaufrohr eines zweiten Ausführungsbeispiels,
Fig. 5 einen Schnitt langs der Linie 5-5 in Fig. 4 , mit strichpunktierten Bereichen des Kunststoffkanisters.
Ein Kunststoffkanister 11 mit 5 Liter Inhalt ist von bekannter Bauart. Er hat einen Mittengriff 12, gemäß Fig. 3 rechts davon einen Ausgußstutzen 13, links vom Mittengriff 12 eine senkrecht stehende Platte 14 mit einem darin vorgesehenen Langloch 16, dessen langere Achse horizontal liegt.
Der Ausgußstutzen 13 hat ein Außengewinde 17. Dieses geht an seinem unteren Ende in einen rundum laufenden Wulst 18 über, dessen Außendurchmesser mehrere Millimeter größer ist als der Außendurchmesser des Außengewindes 17. Unterhalb der Wulst 18 geht der Ausgußstutzen 13 mit einem Wurzelbereich 19 in einen Dom 21 über.
Ein Halter 22 hat einen ersten Ring 23, der auf dem Wurzelbereich 19 sitzt.
Wegen des Doms 21 kann er nicht nach unten weg. Wegen des Wulstes 18 kann er nicht nach oben weg. Der Ring 23, der mit seinem Innendurchmesser und seinem Außendurchmesser kreisförmig ist, geht gemäß Fig. 1 nach rechts in einen
Steg 24 über. Dieser ist einstückig mit dem Ring 23 aus biegsamem Kunststoff.
Er läßt sich gemäß Fig. 2 mindestens um 180° U-förmig abbiegen. Gemäß Fig. 1, rechts, setzt sich der Steg 24 in einem zweiten Ring 26 fort. In ihm steekt der
Schraubbereich 27 eines Ausiaufrohrs 28 aus Kunststoff. Der Scbraubbereich 27 hat an seinem freien Ende einen Kragen 29, der rundum läuft. Der Außen- durchmesser 29 des Kragens ist wesentlich größer als der Innendurchmesser des
Rings 26. Der Innendurchmesser des Rings 26 ist jedoch wenig größer als der
Außendurchmesser des Schraubbereichs. 27, so daß dieser sich im Ring 26 drehen kann. Gemäß Fig. 2, oberhalb des Rings 26, sind am Schraubbereich 26 nach außen weisende Rastnocken 31 vorgesehen. Die Rastnocken 31 ragen weiter \ hinaus als der Innendurchmesser des Rings 26 bei seinem Aufschieben auf den Schraubbereich 27 erlauben würde. 1st der Ring 26 über die Rastnocken 31 geschoben, dann kann sich der Ring 26 nicht über die Rastnocken 31 hinweg-bewegen. Die Rastnocken 31 sind jeweils um 120° gegeneinander versetzt an-geordnet.
Unter dem Ring 26 liegt ein weiterer Ring 32 gleicher Größe. Von diesem geht gemäß Fig. 1 nach links ein Steg 33 ab, der jedoch gegenüber den bislang bekannten Stegen wesentlich kürzer ist, zum Beispiel um die 5 cm lang ist und an seinem anderen Ende einen Schraubdeckel 34 drehbar halt.
Der Steg 24 hat gemäß Fig. 5 den Querschnitt eines Flachprofils, und zwar eines speziell solchen, daß sein Mittenbereich zwei Einziehungen 36, 37 hat, so daß beiderseits hiervon zwei sehr flexible Schnüre 38, 39 stehen bleiben, die auch außen abgerundet sind, so daß keine scharfen Hinten den Anfang für eine Rißbildung geben könnten.
Während bei dem ersten Ausführungsbeispie! auf dem Wurzelbereich 19 zwei Ringe sitzen, ist beim Ausfiihrungsbeispiel nach Fig. 4 (und 5) ein einziger Ring 41 vorgesehen. Dieser geht bei 3 Uhr in den Steg 24 und bei 9 Uhr in den Steg 33 über. Der Steg 24 seinerseits geht dann in den Ring 26 fiber und der Steg 33 geht in einen Pilz 42 fiber, der den Schraubdeckel 34 drehbar lagert und halt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist der Steg 24 so kurz, daß der Schraubbereich 27 nicht zu sehr vom Kunststoffkanister 11 absteht. Andererseits ist er so lang, daß er gemäß Fig. 2 die U-förmige Bucht bilden kann, wenn das Auslaufrohr 28 angeschraubt, abgeschraubt oder benutzt wird. Mit seinem Ausgießende 43 steekt das Auslaufrohr 28 im Aufbewahrungszustand in dem Langloch 16.
Der Steg 24 verläuft im Aufbewahrungszustand zwischen dem Wurzelbereich 19 und dem Schraubbereich 27 und ist damit geschfitzt.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Halterung eines biegsamen, mehr als 15 cm langen Auslaufrohrs aus Kunststoff an einem Kunststoffkanister, mit einem Griff, in dessen Bereich eine zumindest randoffene Ausnehmung vorgesehen ist, in welche das Ausgießende des Auslaufrohrs einführbar ist, mit einem ein Außengewinde aufweisenden Ausgußstutzen, wobei die Ausnehmung im Ausgußstutzen-fernen Bereich des Griffs vorgesehen ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) Es ist ein einstückiger Halter aus Kunststoff vorgesehen, der zwei Ringe umfaßt, die durch einen im Bereich von 90° abbieg-baren Steg miteinander verbunden sind. b) Der erste Ring sitzt achsial höchstens beschränkt beweglich auf dem Wurzelbereich des Ausgußstutzens. c) Der zweite Ring sitzt achsial höchstens beschränkt beweglich am Schraubbereich des Auslaufstutzens, hat aber einen Innen-durchmesser, der eine Drehung des Schraubbereichs zuläßt. d) Der Steg hat mindestens eine solche Länge, daß sowohl das Ausgießende des Auslaufrohrs in die Ausnehmung einführbar ist als auch der Schraubbereich auf den Ausgußstutzen aufschraubbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg Flachprofil-Querschnitt aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg aus Weichplastik ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg im Querschnitt in seinem Mittenbereich wesentlich dunner als in seinen beiden Randbereichen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg 3 - 6 cm lang ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Ring zusammen mit einem Schraubdeckelring auf dem Wurzei- bereich sitzt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am inneren Ende des Außengewindes ein Wuist vorgesehen ist, der von der Kanister-wand einen solchen Abstand hat, daß dazwischen zwei Ringe rhrer Dicke nach passen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Ring und der Schraubdeckelring identisch sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg für de zweiten Ring und der Steg für den Schraubdeckelring erheblich - vorzugsweise urn 180° - gegeneinander versetzt vom ersten Ring abgehen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubbereich einstückig mit dem Auslaufrohr ist und am Ende einen nach außen abstehenden Kragen hat, dessen Außendurchmesser erheblich größer als der I nnendurchmesser des zweiten Rings ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand etwa entsprechend der Dicke des zweiten Rings von dem Kragen eine Raste für den Innendurchmesser des zweiten Rings vorgesehen ist. \
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