LU88420A1 - Raemgeraet, insbedondere Schneeraeumer. - Google Patents
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Description
RÄUMGERÄT. INSBESONDERE SCHNEERÄUMER
Die Erfindung betrifft ein Räumgerät, insbesondere Schneeräumer, mit mindestens zwei drehbaren, tellerförmigen Räumelementen, die jeweils eine elastische Randzone aufweisen/ welche in Fortbewegungsrichtung des Räumgerätes konkav ausgebildet ist, wobei die Räumelemente an einem von einer Aufhängevorrichtung getragenen Tragbalken derart angeordnet sind, dass die elastische Randzonen sich weitgehend überlappen, der Tragbalken zur Fortbewegungsrichtung einen Winkel a aufweist, und die Drehachse der Räumelemente eine Winkel ß zur Längsachse des Tragbalkens aufweisen.
Ein Räumgerät mit diesen Merkmalen ist zum Beispiel aus der US-PS-4,583,307 bekannt. Entsprechend dieser Patentschrift ist der Tragbalken in einem Winkel von 15 bis 45° zur Fortbewegungsrichtung einstellbar. Die Räumelemente weisen jeweils eine Nabe auf, welche in einem festen Lager am Tragbalken drehbar gelagert ist und somit die Drehachse der Räumelemente festlegt. In der Praxis hat sich herausgestellt, dass der Winkel ß zwischen Naben und Tragbalken ungefähr 20° haben soli.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Anwendungsbereich des Räumgerätes nach US-PS-4,583,307 noch weiter auszudehnen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelost, dass die Winkel a und ß am erfindungsgemässen Räumgerät einstellbar sind, wobei beide Winkel kleiner und grosser als 90° sein können.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die Geometrie des Räumgerätes durch die verstellbaren Winkel optimal an seine Anwendungen angepasst werden kann.
Wenn zum Beispiel das Räumgerät eine erste Arbeitsstellung aufweist, in welcher der Winkel a zwischen dem Tragbalken und der Fortbewegungsrichtung und der Winkel ß zwischen dem Tragbalken und den Drehachsen der Räumelemente kleiner als 90° sind, und zugleich eine zweite Arbeitsstellung aufweist, in welcher der Winkel a zwischen dein Tragbalken und der Fortbewegungsrichtung und der Winkel ß zwischen den Tragbalken und den Drehachsen der Räumelemente grosser als 90° sind, ist in der ersten Arbeitsstellung das Räumgerät rechtsauswerfend und in der zweiten Arbeitsstellung das Räumgerät linksauswerfend. Dies ist zum Beispiel von Vorteil beim Schneeräumen oder beim Säubern von Autobahnen, wo der Schnee oder zum Beispiel der Schlamm auf der rechten Fahrspur nach rechts gedrückt werden muss und auf dem linken Fahrspur nach links gedrückt werden muss, die Fortbewegungsrichtung des Räumgerätes in beiden Fallen jedoch gleich ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Räumelemente jeweils an einem Tragarm urn ihre Drehachse drehbar gelagert, wobei dieser Tragarm, zum Verstellen des Winkels ß, mit einem Drehgelenk am Tragbalken schwenkbar befestigt ist. Der Winkel ß lässt sich damit unabhängig vom Winkel a einstellen. Bei dieser Ausführung kann zum Beispiel ein Abnutzen der flexiblen Randzonen durch Verstellung des Winkels ß kompensiert werden.
Die schwenkbar befestigten Tragarme sind vorteilhaft mittels Drehgelenkstangen verbunden, wobei die Drehgelenke der Drehgelenkstangen und der Tragarme die Eckpunkte eines Parallelogramms bilden. In dieser Ausführung lässt sich der Winkel ß bei sämtlichen Räumelementen gleichzeitig einstellen.
Es hat sich weiterhin erwiesen, dass es von Vorteil ist, wenn die Raumelemente mittels eines oder mehreren Antrieben während der Fahrbewegung des Räumgerätes aus der ersten Arbeitsposition über die 90°-Stellung in die zweite Arbeitsposition einschwenkbar sind. Überraschenderweise wurde nämlich festgestellt, dass bei Bodenkontakt und bei sich drehenden Räumelementen der Kraftaufwand zum Verstellen des Winkels ß über die 90° Stellung hinaus, weitaus kleiner ist als bei Transportstellung des Gerätes und bei nicht drehenden Räumelementen. Da der Kraftaufwand kleiner ist, ist natürlich auch die Beanspruchung der flexiblen Randzone der Räumelemente weitaus kleiner.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen : - Figur 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführung eines erfindungsgemässen Räuxngerätes ; - Figur 2 eine Seitenansicht der Aufhängevorrichtung eines erfindungsgemässen Räumgerätes; - Figur 3 eine Draufsicht der Aufhängvorrichtung eines erfindungsgemässen Räumgerätes; - Figur 4 und Figur 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.
In Figur 1 ist ein erfindungsgemässes Räumgerät 10 ohne Aufhängevorrichtung dargestellt. Es weist vier Räumelemente 12, 14, 16 und 18 auf. Bei diesen Räumelementen wird eine flexible Randzone vorteilhaft durch halbierter PKW-Reifen 12', 14', 16', 18' gebildet. Jedes der Räumelentente 12, 14, 16, 18 ist an einem Tragarm 20, 22, 24, 26 drehbar gelagert. Die Drehachsen sind jeweils mit X]_, X2, X3 und X4 bezeichnet. Die Referenzzahl 28 bezeichnet einen Tragbalken an dem die vier Tragarme 20, 22, 24, 26 mittels
Drehgelenken 30, 32, 34, 36 schwenkbar befestigt sind. Die Winkel ß zwischen den Drehachsen X]_, X2, X3 und X4 und der Längsachse des Tragbalkens 28 lassen sich somit kontinuierlich über die 90°-Stellung verstellen. Die Drehgelenkstangen 38, 40, 42 verbinden die Tragarme 20 und 22, 22 und 24 und 24 und 26. Die Drehgelenke der
Drehgelenkstangen 38, 40 und 42 bilden jeweils mit den entsprechenden Drehgelenken 30, 32, 34, 36 der Tragarme die Eckpunkte eines Parallelogramms. Ein hydraulischer Zylinder 44 ist zwischen dem Tragbalken 28 und, zum Beispiel, dem Tragarm 24 angeordnet. Durch Druckbeaufschlagung dieses Druckzylinders 44 lässt sich der Winkel ß der vier Räumelemente 12, 14, 16, 18 gleichzeitg verstellen.
In den Figuren 2 und 3 sieht man, dass der Tragbalken 28 drehbar in einer Tragvorrichtung 50 gelagert ist. Diese Tragvorrichtung 50 wird auf bekannte Weise an einem Fahrzeug befestigt. Ein hydraulischer Zylinder 52 erlaubt dabei, das Räumgerät in eine Transportposition anzuheben resp. auf dem Boden abzusenken und gegen denselben anzupressen. Zwei zusätzliche Hydraulikzylinder 54 und 56 erlauben, den Winkel a, zwischen Längsachse des Tragbalkens 28 und der Fortbewegungsrichtung des Räumgerätes, einzustellen. Diese Fortbewegungsrichtung ist in Figur 3 durch den Pfeil 58 angegeben.
Entsprechend der Ausführung nach Figuren 4 und 5 sind die Tragarme 22', 24' fest am Tragbalken 28' montiert. Das Umstellen des Gérâtes von einer ersten Arbeitsstellung in eine zweite Arbeitsstellung erfolgt dabei, wie gezeigt, durch eine urn 90° versetzte Montage des Querbalkens 28' in der Aufhängung 50'. In den beiden Figuren stellen die Pfeile 60 jeweils die Fortbewegungsrichtung des Räumgerätes dar. In der Figur 4 ist das Räumgerät also rechts auswerfend und in der Figur 5 links auswerfend. In der Figur 4 sind die Winkel α und ß grosser als 90°, und in der Figur 5 kleiner als 90°.
Claims (5)
1. Räumgerät, insbesondere zum Schneeräumen, mit mindestens zwei drehbaren, tellerförmigen Räumelementen, die jeweils eine elastische Randzone aufweisen, welche in Fortbewegungsrichtung des Räumgerätes konkav ausgebildet ist, wobei die Räumelemente an einem von einer Aufhängevorrichtung gretagenen Tragbalken derart angeordnet sind, dass die elastischen Randzonen sich weitgehend überlappen, dieser Tragbalken zur Fortbewegungsrichtung einen Winkel a aufweist, und die Drehachsen der Räumelemente einen Winkel ß zur Längsachse des Tragbalkens aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Winkel a und der Winkel ß einstellbar sind, wobei α und ß grosser als 90° sein können.
2. Räumgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Räumgerät eine erste Arbeitsstellung aufweist, in welcher der Winkel α zwischen den Tragbalken und der Fortbewegungsrichtung und der Winkel ß zwischen den Drehachsen der Raumelemente und der Längsachse des Tragbalkens kleiner als 90° sind und eine zweite Arbeitsstellung aufweist, in welcher der Winkel cc zwischen den Tragbalken und der Fortbewegungsrichtung und der Winkel ß zwischen den Drehachsen der Raumelemente und der Längsachse des Tragbalkens grosser als 90° sind.
3. Räumgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumelemente jeweils an einem Tragarm um ihre Drehachse drehbar gelagert sind, wobei dieser Tragarm zum Verstellen des Winkels ß mit einem Drehgelenk am Tragbalken schwenkbar befestigt ist.
4. Räumgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbar befestigten Tragarme mittels Drehgelenkstangen verbunden sind, wobei die Drehgelenke der Drehgelenkstangen und der Tragarme die Eckpunkte eines Parallélogramme bilden.
5. Räumgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragbalken und die Raumelemente mittels eines Antriebs während der Fahrbewegung des Räumgerätes in Arbeitsstellung aus der ersten Arbeitsposition in die zweite Arbeitsposition einschwenkbar sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU88420A LU88420A1 (de) | 1993-10-29 | 1993-10-29 | Raemgeraet, insbedondere Schneeraeumer. |
| LU88483A LU88483A7 (de) | 1993-10-29 | 1994-05-11 | Raeumgeraet, insbesondere Schneeraeumer. |
| PCT/EP1994/003495 WO1995012035A1 (de) | 1993-10-29 | 1994-10-25 | Räumgerät, insbesondere schneeräumer |
| AU79399/94A AU7939994A (en) | 1993-10-29 | 1994-10-25 | Clearing device, especially snow clearer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU88420A LU88420A1 (de) | 1993-10-29 | 1993-10-29 | Raemgeraet, insbedondere Schneeraeumer. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| LU88420A1 true LU88420A1 (de) | 1995-06-01 |
Family
ID=19731449
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| LU88420A LU88420A1 (de) | 1993-10-29 | 1993-10-29 | Raemgeraet, insbedondere Schneeraeumer. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| LU (1) | LU88420A1 (de) |
-
1993
- 1993-10-29 LU LU88420A patent/LU88420A1/de unknown
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