11 Tauc crerät
5-' Die Erfindung betrifft ein Tauchgerät mit einer Luftzufuhr¬ leitung, die einerseits mit der Atmosphäre oberhalb des Wasserspiegels und andererseits mit dem Mund des Gerätebe¬ nutzers in Verbindung steht.
1D Ein. solches Tauchgerät ist in. Form eines Schnorchels weit verbreitet. Der Vorteil des Schnorcheltauchens liegt in seiner Einfachheit, im günstigen Preis, im leichten Gewicht der Ausrüstung sowie in der relativen Ungefährlichkeit des Schnorcheltauchens. Nachteilig beim Schnorcheltauchen
15 ist insbesondere die geringe Tauchzeit von etwa einer Minute durch Anhalten der Atemluft.
Als wesentlich aufwendigere Alternative zum Schnorchel¬ tauchen ist das deutlich anspruchsvollere Preßlufttauchen
20. bekannt. Der Vorteil des Preßluf tauchens gegenüber dem Schnorcheltauchen liegt in der Möglichkeit des freien, unabhängigen Schwimmtauchens bis in Tiefen von über 50 Meter. Nachteilig beim Preßlufttauchen ist die begrenzte Tauchzeit von etwa einer halben bis zwei Stunden je nach
25 Tiefe und Gerät. Preßluftgeräte sind mechanisch relativ kompliziert, schwergewichtig sowie wartungs- und pflege¬ intensiv. Der hohe Druck in der Flasche von etwa 200 bis 300 bar stellt eine ständige Gefahr dar. Die Preßluft¬ flaschen müssen daher in regelmäßigen Abständen auf Durch-
30 rostung überprüft werden.
Generell erfordert das Preßlufttauchen neben einer guten Ausbildung des Tauchers einiges an Organisation und Hilfs¬ mitteln, nachdem der Taucher ständig auf Kompressoren bzw.
35 Füllstationen angewiesen ist.
L Beim Tauchen in Tiefen über 10 Meter entstehen eine Reihe von physiologischen Gefahren, wie Caisson - Krankheit, Tiefenrausch und SauerstoffVergif ung. Daher kommt beim reinen Sporttauchen dem 10-Meter-Bereich eine besondere
5 Bedeutung zu, nicht zuletzt auch wegen der dort herrschenden, meist noch guten Lichtverhältnisse.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein einfach aufgebautes, flexibel einsetzbares und leicht transportier- χ.0, bares Tauchgerät zu- schaffen, welches in Tiefen bis zu 10 Metern einsetzbar ist und keine Begrenzung der Tauchzeit mit sich bringt.
Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß £5 eine von Muskelkraft betreibbare Luftpumpe zum Zuführen von Luft aus der Atmosphäre durch die Luftzufuhrleitung zum Mund des Gerätebenutzers vorgesehen ist, daß eine mit der Luftpumpe verbundene Betätigungseinrichtung zum Be¬ tätigen der Luftpumpe mit einem oder mehreren der Glied¬
20 maßen des Gerätebenutzers verbindbar bzw. von diesen greif¬ bar ist, und daß ein mittels eines Ausatmungsventils ver¬ schließbarer Luftauslaß für die Ausatemluft vorgesehen ist, der in Strömungsrichtung der von der Luftpumpe zuge¬ führten Luft gesehen hinter der Luftpumpe gelegen ist.
25
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Luft¬ pumpe am Körper des Gerätebenutzers mittels Tragriemen oder dergleichen befestigbar und wird über Zugmittel wie Gurte oder dergleichen, die in geeigneter Weise mit den 2 Beinen des Gerätebenutzers verbunden sind, betätigt.
Das erfindungsgemäße Gerät ist somit im Prinzip eine muskel- kraftbetriebene Pumpe, mit welcher der Taucher selbst, gekoppelt mit Schwimmbewegungen, Luft durch einen Schlauch gg unter Wasser bringt sowie diese unter den zur Atmung not¬ wendigen Druck setzt.
Das obere Ende des nach oben in die Atmosphäre führenden Schlauchs ist in bevorzugter Weiterbildung der Erfindung an einem Schwimmkörper wie insbesondere einer aufblasbaren Boje befestigt, die vorzugsweise als Tauchsignalboje ausge¬ bildet ist und das Schlauchende über der Wasseroberfläche hält.
In besonders bevorzugter Weise umfaßt die Luftpumpe einen starren äußeren Körper, dessen geschlossene Oberseite mit den einerseits zur Wasseroberfläche führenden und anderer¬ seits zum Mund des Gerätsbenutzers führenden Luftleitungen in Verbindung • steht und dessen offene Unterseite mittels eines flexiblen, balg- oder sackartigen Teils verschlossen ist, welches bei äußerem Überdruck unter Verminderung des Pumpvolumens in das Innere des äußeren Körpers hineinge¬ drückt wird und so dimensioniert ist, daß es das Innere des äußeren Körpers im wesentlichen vollständig ausfüllen kann, wobei die Betätigungseinrichtung an diesem flexiblen Teil angreift.
In alternativer Weise kann die Luftpumpe als im Querschnitt formstabiler Balg ausgebildet sein, dessen Oberseite mit den Luftleitungen in Verbindung steht und an dessen Unter¬ seite die Betätigungseinrichtung angreift.
Weiterhin kann die Luftpumpe zweckmäßigerweise auch einen Zylinder und einen im Zylinder geführten Kolben umfassen, wobei die geschlossene Oberseite des Zylinders mit den Luftleitungen in Verbindung steht, die Unterseite des Zylinders offen ist und die Betätigungseinrichtung am Kolben angreift.
Wird das Tauchgerät nun unter Wasser gebracht, so wird im Falle der zuerst genannten Ausbildung der Luftpumpe der Balg, an dessen Ende zwei Gurte angesetzt sind, die an ihren Enden Fußbügel tragen, vom Druck des Wassers in
L d.en starren äußeren Körper hineingedrückt und setzt die ±σrt befindliche Luft unter den jeweiligen Umgebungsdruck. Über den Einatemschlauch, der am geschlossenen Ende des starren äußeren Körpers einmündet, kann die Luft eingeatmet
5 werden. Ein Ventil am Eingang des Ausgangsschlauches ver¬ hindert das Rückströmen der Luft an die Wasseroberfläche. Die eingeatmete Luft wird wieder in den Einatemschlauch zurückgeatmet, wobei ein weiteres Ventil verhindert, daß die ausgeatmete Luft in das Pumpvolumen zurückströmt. Über Qϊ ein Ausatemventil gelangt die ausgeatmete Luft schließlich iιr.s Wasser.
Während die Luft abgeatmet wird, wird durch Herausziehen des Balges aus dem behälterartigen, starren, äußeren Körper Lg frische Luft in das Pumpvolumen über den zur Wasserober¬ fläche führenden Schlauch angesaugt, welche bei Freigabe des Balges wiederum unter Druck gesetzt wird und eingeatmet werden kann.
2;Q- Die Luftpumpe wird vorzugsweise vor der Brust getragen, was den Vorteil hat, daß das Pumpvolumen bei aufrechter, waagrechter oder leicht kopfunter geneigter Schwimmposition des Tauchers tiefer zu liegen kommt als das Lungenzentrum, wodurch sich im Pumpvolumen gegenüber dem Lungenvolumen
25 ein leichter Überdruck einstellt, der insbesondere bei körperlicher Anstrengung als bei der Atmung angenehm empfunden wird.
Nachdem die Luftpumpe dadurch betätigt wird, daß beim Aus- o atmen die Beine gestreckt werden und hierdurch das Pump¬ volumen mit Frischluft gefüllt wird und beim Einatmen die Beine angezogen werden, so daß die sich im Pumpvolumen befindliche Frischluft eingeatmet werden kann, entspricht der Atem-Bewegungs-Zyklus, des erfindungsgemäßen Tauchgeräts gc demjenigen des Brustschwimmens. Der zur Betätigung des Tauchgeräts erforderliche Bewegungsrhythmus der Beine ist
daher insbesondere für Brustschwimmer rasch erlernbar.
Das erfindungsgemäße Tauchgerät wird üblicherweise an Land angelegt. Nach dem Einsteigen in die Fußbügel kann sich der Taucher ohne nennenswerte Behinderung frei bewegen, normal gehen und mit den Beinen voran ins Wasser springen bzw. einsteigen.
Bei richtiger Ballasttarierung kann man durch geschicktes Abstimmen der Pump- und Atemtätigkeit das Sinken und Steigen bewirken bzw. unterstützen, nachdem der Auftrieb des Tauchgeräts von . der im Pumpvolumen befindlichen Luftmenge abhängt. Werden daher die Beine nicht völlig gestreckt, so daß sich das Pumpvolumen auch nicht vollständig mit Luft füllt, so sinkt der Taucher nach unten ab. Werden demgegenüber die Beine voll durchgestreckt und somit das Pumpvolumen vollständig mit Frischluft gefüllt, so steigt der Auftrieb der Luft¬ pumpe und der Taucher steigt an.
Nachdem das maximale Pumpvolumen der Pumpe derart auf eine maximale Tauchtiefe von etwa 10 Metern abgestimmt ist, daß bei einem Atmungszyklus die im Pumpvolumen vorhandene Frischluft voll verbraucht wird, so daß das Pumpvolumen der Luftpumpe vorzugsweise bei etwa 6 Litern liegt, verliert bei größerer Tauchtiefe die vorstehend beschriebene Methode zur Beeinflussung des Absinkens oder Ansteigens an Be¬ deutung, nachdem in diesen größeren Tiefen der gesamte Hubbereich der Luftpumpe benötigt wird, um ausreichend Luft anzusaugen.
Um bei der Austarierung nicht darauf angewiesen zu sein, die Beine stets nur bis zu einem bestimmten Winkel durc - zustrecken bzw. stets möglichst stark zu strecken, ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung vorge- sehen, daß die Länge der die Fußschlaufen tragenden Fu߬ gurte insbesondere über einen Schnellverschluß einstellbar
1 ist. Auf diese Weise kann der Taucher je nachdem, ob er in der gleichen Tauchtiefe verbleiben will oder ansteigen oder absinken will, die Gurtlänge individuell jeweils so einstellen, daß er die Möglichkeit hat, bei jedem Betäti-
5 gungszyklus die Beine voll durchzustrecken, wobei je nach Einstellung der Gurtlänge in diesem durchgestreckten Zustand der Beine des Tauchers der Balg oder, allgemeiner, das bewegliche Element der Pumpe sich nicht im voll ausgezogenen Zustand befinden muß, wodurch das maximale Pumpvolumen Q in Abhängigkeit von der Gurtlänge steuerbar ist.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ausgangsseite der Luftpumpe über ein Rückschlag¬ ventil mit einem zusätzlichen flexiblen Luftvorratsbehälter in Ver- 5 bindung steht, der seinerseits über einen Schlauch mit dem Mund des Gerätebenutzers in Verbindung steht. Dieser Luftvorratsbehälter ist vorzugsweise am Körper des Geräte¬ benutzers beispielsweise mittels Gurten oder dergleichen befestigbar. Ein solcher Luftvorratsbehälter schafft auf- Q grund seiner Pufferwirkung eine Unabhängigkeit zwischen den Beinbewegungen des Tauchers und seiner Atemtätigkeit, wodurch die Benutzung des erfindungsgemäßen Gerätes weiter vereinfacht werden kann. Ein solcher zusätzlicher Luftvor¬ ratsbehälter kann insbesondere bei geringeren Tauchtiefen, 5 bei denen sich der zusätzliche Auftrieb des Luftvorratsbe¬ hälters noch nicht so stark auswirkt, vorteilhaft sein.
Im vorstehenden wurde davon ausgegangen, daß die Luftpumpe aufgrund der Beinbewegungen des Tauchers betätigbar ist. Q In alternativer Weise kann jedoch auch vorgesehen sein, daß die Luftpumpe von den Armen des Tauchers betätigt wird. Zu diesem Zweck ist der mit dem beweglichen Teil der Luft¬ pumpe verbundene Gurt bzw. das Seil an seinem Ende mit einer geeigneten Handhabe, im einfachsten Fall insbesondere 5 einer Stange verbunden, die beidseitig mit den Händen ge¬ griffen werden kann. Während somit im Falle der Fußbetäti-
1 gung des Geräts die Hände des Tauchers frei sind, um ent¬ weder Schwimmbewegungen durchzuführen oder zu fotographieren, zu sammeln oder dergleichen, sind im Falle der Armbetätigung des Geräts die Füße des Tauchers frei, um insbesondere
5 die üblichen Flossenschwimmbewegungen durchzuführen.
In alternativer Ausgestaltung der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, daß die Betätigungseinrichtung zum Betätigen der Luftpumpe sowohl mindestens eine Fußschlaufe oder der- Q gleichen als auch zusätzlich mindestens eine Handhabe auf¬ weist. Es kann dann je nach Bedarf die Luftpumpe entweder von Hand oder durch Beinbewegung betätigt werden. Weiter¬ hin kann insbesondere in größeren Tiefen die Beinbewegung durch zusätzliche, synchrone Armbewegung bei Bedarf unter- 5 stützt werden.
Während im vorstehenden davon ausgegangen wurde, daß die Luftpumpe am Körper des Tauchers befestigt ist, ist in alternativer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Q Luftpumpe an einem Schwimmkörper wie beispielsweise einer Tauchboje befestigt ist und über einen Schlauch insbesondere unter Zwischenschaltung eines zusätzlichen Luftvorratsbe¬ hälters mit dem Mund des Tauchers verbunden ist.
5 In diesem Fall wird die Luftpumpe vorzugsweise von einem allseits geschlossenen zylindrischen Körper gebildet, in dem ein den zylindrischen Körper in ein oberes und ein unteres Kammervolumen unterteilender Kolben in Axialrichtung verschieblich gelagert ist, wobei das obere Kammervolumen O über ein Rückschlagventil mit der zur Atmosphäre führenden Luftleitung verbunden ist, das untere Kammervolumen über ein Rückschlagventil mit der zum Mund des Gerätebenutzers führenden Luftleitung verbunden ist, der Kolben eine mittels eines Rückschlagventils verschlossene Öffnung aufweist, 5 die das obere und das untere Kammervolumen miteinander verbindet, eine Federanordnung vorgesehen ist, die den
Kolben in Richtung zum oberen Kammervolumen vorspannt, und wobei die Betätigungseinrichtung am Kolben angreift und der Kraft der Federanordnung entgegenwirkt. Die Be¬ tätigungseinrichtung kann in diesem Falle zweckmäßigerweise von einem Bowdenzug gebildet sein.
Aus den vorstehenden Erläuterungen ergibt sich, daß das erfindungsgemäße Tauchgerät äußerst kompakt ist und bei¬ spielsweise in eine mittelgroße Sporttasche paßt. Der äußere, starre, behälterförmige Körper der Pumpe kann bei nach innen gestülptem Balg als Behälter für Zubehör wie Maske, Kamera, Messer usw. genutzt werden.
Neben dem Einsatz als reines Sport- und Hobbytauchgerät kann das erfindungsgemäße Tauchgerät auch als Boots- bzw. Yachtzubehör verwendet werden, um beispielsweise Reparaturen oder Reinigungen an Unterwasserschiffen durchzuführen (z.B. Schiffsschrauben auswechseln) oder um etwa verlorengegangene Gegenstände in seichten Hafenbecken zu suchen. Mögliche Einsatzgebiete sind überall dort, wo hin und wieder Unter¬ wassertätigkeiten in seichterem Wasser erforderlich sind, sich jedoch Anschaffung und Unterhalt eines Preßluftgerätes nicht lohnen. Weiterhin könnte das erfindungsgemäße Tauch¬ gerät als Ergänzungsgerät für Preßlufttaucher interessant sein, um unter gewissen Voraussetzungen Preßluft zu sparen.
Aufgrund der Einfachheit der Konstruktion kann das erfin¬ dungsgemäße Tauchgerät äußerst kostengünstig hergestellt werden, so daß es beispielsweise für einen Bruchteil des Preises einer üblicher Preßluft-Grundausstattung angeboten werden kann.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß das erfindungsgemäße
Tauchgerät ein äußerst einfach aufgebautes und zuverlässig arbeitendes Tauchgerät darstellt, welches in Tiefen bis zu etwa 10 Metern einsetzbar ist. Das erfindungsgemäße
1 Tauchgerät ist unabhängig von Füllstationen und Tauchbasen sehr flexibel einsetzbar und bringt keinerlei Begrenzung der Tauchzeit mit sich. Es kann aufgrund seiner kompakten Größe und seines geringen Gewichts auch zu Fuß, mit dem
5 Fahrrad oder dergleichen über längere Strecken transportiert werden. Das erfindungsgemäße Tauchgerät ist technisch an¬ spruchslos, erfordert kaum Wartung und Pflege und ist ge¬ messen an seinen Einsatzmöglichkeiten äußerst preiswert.
10 Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus* den übrigen Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung, in der mehrere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigen in halbschematischer Darstellung:
15
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsge¬ mäßen Tauchgeräts im Betrieb, in Vorderansicht und Seitenansicht,
2Q: Fig. 2 das Tauchgerät gemäß Fig. 1 in teilweise geschnit¬ tener Seitenansicht,
Fig. 3 das Detail A gemäß Fig. 2,
25 Fig. 4 den oberen Bereich der Pumpe des Tauchgeräts gemäß Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt durch eine alternative Ausführungsform einer Pumpe eines erfindungsgemäßen Tauchgeräts,
3.0
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tauchgeräts im Betrieb, in Seitenansicht und in Vorderansicht,
35 Fig. 7 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tauchgeräts im Betrieb, in Seitenansicht und in Vorderansicht,
I- Fig. 8 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsge¬ mäßen Tauchgeräts im Betrieb, mit über der Wasser¬ oberfläche befindlicher Pumpe, in Seitenansicht und in der Ansicht von hinten,
55
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tauchgeräts im Betrieb, in Seitenansicht und in Ansicht von hinten,
ICT Fig. 10 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsge¬ mäßen, handbetriebenen Tauchgeräts im Betrieb, in Seitenansicht und in Vorderansicht,
Fig. 11 eine Vorderansicht einer weitere Ausführungsform
15 eines erfindungsgemäßen Tauchgeräts im Betrieb, mit Beinbetätigung und zusätzlicher Handbetätigung,
Fig. 12 eine Draufsicht auf die Handhabe des Tauchgeräts gemäß Fig. 11,
20:
Fig. 13 eine Seitenansicht der Handhabe gemäß Fig. 11,
Fig. 14 zwei Seitenansichten des Tauchgeräts gemäß Fig. 25 11, bei gebeugter und bei gestreckter Beinstellung des Benutzers,
Fig. 15 eine weitere Ausführungsform der Ventileinheit eines erfindungsgemäßen Tauchgeräts. s
In der nachfolgenden Beschreibung bezeichnen gleiche Bezugs¬ zeichen in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen gleiche oder entsprechende Teile.
3.5 Zunächst wird auf das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 4 Bezug genommen.
Das Tauchgerät umfaßt eine insgesamt mit der Bezugsziffer
10 bezeichnete Pumpe, eine insgesamt mit der Bezugsziffer 12 bezeichnete Betätigungseinrichtung für die Pumpe 10 sowie flexible Schläuche 14 und 16. Der flexible Druck¬ schlauch 14 steht einerseits mit der Pumpe 10 und anderer¬ seits mit der Luft oberhalb des Wasserspiegels in Verbin¬ dung. Das obere Ende des Schlauchs 14 ist in einer auf¬ blasbaren Boje 20 gehalten, welche insgesondere als Tauch¬ signalboje ausgebildet ist, um herannahende Boote zu warnen und die Tauchstelle zu markieren. Die Boje 20 kann bei
10 Zwischenfällen nach Art eines Rettungsringes benutzt werden, wozu an der Boje 20 gegebenenfalls nicht näher dargestellte Schlaufen und dergleichen angebracht sein können. Weiterhin können an der Boje 20 zusätzliche Befestigungsmittel vorge¬ sehen sein, um die Pumpe 10 bei Nichtgebrauch bzw. bei
15 Taucherwechsel hieran anzuklinken, wodurch vermieden wird, daß der Taucher zunächst samt Gerät in das Boot klettern muß. Darüberhinaus ist das Tauchgerät schwimmfähig, wenn der Balg ausgezogen und fixiert ist.
20 Die Länge des Schlauches 14 begrenzt die maximale Tauch¬ tiefe. Auf dem Schlauch vorgesehene Markierungen können als einfacher Tiefenmesser dienen. Der Schlauch 14 kann auch als Signalleine, als "Buddyline" (Zusammenkoppeln der Bojen zweier Taucher, um eventuell bei trüber Sicht
25 den Kontakt zueinander nicht zu verlieren) oder zur Kon¬ trolle (Atemgeräusch an der Oberfläche hörbar) genutzt werden.
Der Schlauch 16 führt von der Pumpe 10 zu einem Mundstück 18, welches der Taucher bei Benutzung des Tauchgerätes im Mund hält. aα
Es sind weiterhin lösbare Schlauchverbindungen 22, 24 nahe der Boje 20 und nahe der Pumpe 10 vorgesehen, um ein Aus¬ tauschen des dazwischenliegenden Schlauchstücks in Anpassung an die jeweils erforderliche Schlauchlänge zu ermöglichen.
35 An der Boje 20 bzw. am Schlauch sind ferner zusätzliche Gewichte zur Stabilisierung der Boje in aufrechter Lage vorgesehen.
1 Wie insbesondere aus Fig. 4 deutlich wird, ist das pumpen- n-ahe Ende des Schlauchs 14 auf einen Stutzen 26 aufge¬ schoben» der auf einem Schraubring 28 ausgebildet ist, welcher auf einen an der Oberseite de-s Pumpengehäuses 30 ξϊ ausgebildeten, nach außen vorstehenden Schraubstutzen 32 aufgeschraubt ist. Zwischen dem äußeren Rand des Schraub¬ stutzens 32 und dem Schraubring 28 ist ein zylindrisches Trägerelement 34 gehalten, welches an seiner der Pumpe zugewandten Innenseite eine nach innen vorspringende Ring-
HO" fläche 36 aufweist, auf der sich eine Druckfeder 38 ab¬ stützt. Das andere Ende der Druckfeder 38 steht mit einem scheibenförmigen Dichtelement 40 in Verbindung, welches aufgrund der Kraft der Druckfeder 38 dichtend gegen eine am inneren Ende des Stutzens 26 verlaufende, ringförmige
H5. Dichtfläche 42 gedrückt wird. Das durch die vorstehend beschriebene Anordnung gebildete Rückschlagventil 44 ist somit regelmäßig geschlossen, öffnet jedoch, sobald der im Schlauch 14 befindliche Druck den im Pumpvolumen 46 der Pumpe 10 vorhandenen Druck um ein bestimmtes Maß über-
2ED steigt.
Das dem Mundstück 18_ gegenüberliegende Ende des Schlauchs 16 ist auf einen Stutzen 48 aufgeschoben, der auf einem Schraubring 50 ausgebildet ist. Der Schraubring 50 ist
2.5 auf ein Zwischenstück 52 aufgeschraubt, welches seinerseits auf einen weiteren, an der Oberseite des Pumpengehäuses 30 ausgebildeten, nach außen vorstehenden Schraubstutzen 54 aufgeschraubt ist. Das Zwischenstück 52 bildet zusammen mit dem Schraubring 50 eine zylindrische Kammer 56, die
3£T zwei sich in radialer Richtung erstreckende, gegenüber¬ liegende Ringflächen 58, 60 aufweist. An der der Pumpe zugewandten Ringfläche 60 liegt ein scheibenförmiges Dicht¬ element 62 an, welches mittels einer Druckfeder 64 in seine Dichtstellung vorgespannt ist. Die Druckfeder 64 stützt
35 sich einerseits am Dichtelement 62 und andererseits an der Ringfläche 58 ab. Das durch die vorstehend beschriebene
Anordnung gebildete Rückschlagventil 66 ist somit regelmäßig geschlossen, öffnet jedoch, sobald der im Pumpvolumen 46 vorherrschende Druck den im Schlauch 16 vorhandenen Druck um ein bestimmtes Maß übersteigt.
5
Das Zwischenstück 52 definiert an seiner Außenseite weiter¬ hin eine der Ringfläche 60 gegenüberliegende Ringfläche, wobei mehrere Durchgangsbohrungen 68 die Kammer 56 mit der äußeren Umgebung verbinden. Ein Dichtring 70 liegt 0*, an dieser äußeren Ringfläche dichtend an und verschließt hierbei die Bohrungen 68. Der Dichtring 70 wird mittels einer Druckfeder 72, die zwischen der äußeren Oberfläche des Dichtrings 70 und der gegenüberliegenden Wandung des Pumpengehäuses 30 gespannt ist, unter einem bestimmten g Druck in seine Dichtposition vorgespannt. Beim Ausatmen des Gerätebenutzers hebt der Dichtring 70 von seinem Sitz ab, so daß die Ausatemluft durch die Bohrungen 68 hindurch in das Wasser gelangen kann. Die vorstehend beschriebene Anordnung stellt somit ein Ausatemventil 74 dar. zα
Es sei erwähnt, daß das Ausatemventil 74 im Falle der Dar¬ stellung gemäß Fig. 1 in etwas anderer Weise verwirklicht ist. Dort ist im Schlauch 16 eine Abzweigung vorgesehen, die mittels eines als Rückschlagventil ausgebildeten Aus- 5 atemventils 74 verschließbar ist.
Am Pumpengehäuse 30 sind zwei Schultergurte 77, 78 be¬ festigt, die so ausgebildet sind, daß die Pumpe 10 vom Taucher an der Brust getragen wird. Gegebenenfalls kann 30; zusätzlich ein nicht näher dargestellter Taillengurt ver¬ wendet werden.
Am unteren Rand des Pumpengehäuses 30 der Pumpe 10 ist der offene Rand eines sackartigen Balges 76 befestigt. - Der sackartige Bald 76 kann aus einem geeigneten, beispiels¬ weise mittels eines Gewebes verstärkten Gummimaterial oder
aus einem gummierten Gewebe bestehen,, Das Material muß lu-ftάicht, wasserdicht, flexibel und ausreichend fest sein. D.ie Größe und Abmessung des sackartigen Balgs 76 entspricht im wesentlichen der Größe des Pumpengehäuses 30. Insbe- sondere aus Fig. 3 ist deutlich erkennbar, daß der sack¬ artige Balg 76 dadurch am unteren Rand des Pumpengehäuses 30 befestigt wird, daß der untere Rand 79 um den unteren Rand 80 des Pumpengehäuses 30 nach außen umgeschlagen wird und ein Klemmring 82 auf den unteren Rand 80 des Pumpen- ; gehä.uses 30 von unten derart aufgeschoben wird, daß der Balg 76 zwischen Klemmring 82 und Pumpengehäuse 30 sicher eingeklemmt wird.
Am inneren oberen Ende des sackartigen Balges 76 ist eine 5 Schnalle 84 insbesondere längenverstellbar befestigt, an der ein Gurt 86 getragen ist. Der Gurt 86 ist an seinen beiden Endbereichen über Bügel 88 zu Fußschlaufen 90 geformt und über die Schnallen 92 jeweils längenverstellbar. In der Regel wird die Länge der Gurtanordnung so eingestellt Q* werden, daß bei aufrecht stehendem Taucher der sackartige Balg 76 praktisch vollständig aus dem Pumpengehäuse 30 herausgezogen ist. Die Gurtanordnung ist jedoch lang genug, um sie auch so einstellen zu können, daß bei aufrecht stehendem Taucher der Balg 76 nur teilweise aus dem Pumpen- 5 gehäuse 30 herausgezogen ist. Insbesondere im Bereich ober¬ halb der Schnalle 84 kann ein nicht näher dargestellter Schnellverschluß bekannter Bauart vorgesehen sein, der mit einem Handgriff eine rasche und zuverlässige Veränderung der Gurtlänge ermöglicht. 0
Im Betrieb wird aufgrund des Wasserdruckes der sackartige
Balg 76 bei angewinkelten Beinen des Tauchers praktisch vollständig in das Pumpengehäuse 30 hineingedrückt. Wenn nun der Taucher die Beine streckt, so wird der Balg 76 5 aus dem Pumpengehäuse 30 herausgezogen, wodurch in dem durch das Pumpengehäuse 30 und den Balg 76 definierten
I- Pumpvolumen 46 ein Unterdruck entsteht, welcher bewirkt, daß unter Öffnung des Rückschlagventils 44 durch den Schlauch 14 hindurch Frischluft in das Pumpvolumen angesaugt wird. Sobald der Taucher anschließend seine Knie wieder 5 beugt, kann er die angesaugte Frischluft durch den Schlauch 16 hindurch unter Öffnung des Rückschlagventils 66 einatmen, unter gleichzeitiger Verkleinerung des Pumpvolumens. Die Ausatmung erfolgt in etwa bei Streckung der Beine, wobei die ausgeatmete Luft über das Ausatemventil 74 nach 10 außen in das Wasser ausgeatmet wird.
Falls Wasser in den Einatemschlauch gelangt, kann dieses leicht wieder durch das Ausatemventil 74 ausgeblasen werden. Falls während des Tauchens Wasser in das Pumpvolumen ge-
15 langt, zieht der Taucher die Beine voll an, so daß der Balg 76 an der Innenwand des Pumpengehäuses 30 anliegt und alles eingedrungene Wasser durch das Rückschlagventil 74 in den Atemschlauch 16 gelangt. Von hier aus kann das Wasser in der vorbeschriebenen Weise wieder ausgeblasen
20 werden.
Das Pumpengehäuse kann aus jedem geeigneten Material, vor¬ zugsweise jedoch aus Kunststoff gefertigt sein. An ge¬ eigneter Stelle des Pumpengehäuses kann der erforderliche 25 Bleiballast angebracht sein. In alternativer Weise kann der Bleiballast durch starre oder flexible Behälter ersetzt werden, die beidseitig am Pumpengehäuse befestigbar sind und vor Ort mit geeignetem Ballast wie Steinen, Schotter, Kiesel, Sand oder ähnlichem gefüllt werden können. sσ
Fig. 5 zeigt eine alternative Ausführungsform der Pumpe 10. Hierbei ist im starren, zylindrischen, oben geschlos¬ senen und unten offenen Pumpengehäuse 30 ein Kolben 94 in axialer Richtung beispielsweise mit einer :Dichtung 96 35 verschieblich gelagert, welcher an den Innenseiten des Pumpengehäuses 30 dichtend anliegt. Ein mit den Fußschlaufen
oder Fußbügeln 90 verbundenes Zugseil 98 ist am unteren
Rand des Pumpengehäuses 30 befestigt und über eine Umlenk- rol'Ie 100, welche mittig an der Unterseite des Kolbens 94 befestigt ist, nach unten geführt. e
Im Falle des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 6 besteht die Pumpe 10 aus einem im Querschnitt formstabilen Falten— balg 102, der allseits geschlossen ist und an seinem oberen Ende Anschlüsse für die Schläuche 14 und 16 aufweist, die O. dien. enigen gemäß Fig. 4 entsprechen. Der Faltenbalg 102 w-.e=Est an seinem unteren Ende eine Öffnung 104 auf, in der die die Fußbügel 90 tragende Gurtanordnung 86 eingreift.
Weiterhin sind im Falle des Ausführungsbeispiels gemäß 55 Fig. 6 die unteren Enden der Schultergurte 77, 78 jeweils mit einem Schenkelgurt 103, 105 versehen und dementsprechend nicht an der Pumpe 10 befestigt.
Im Falle des Ausführungsbeispiels gemäß Fig, 7 umfaßt die QC Pumpe 10 ein allseits geschlossenes, zylindrisches Gehäuse 30, welches an seinem oberen Ende über ein nicht darge¬ stelltes Rückschlagventil mit dem Schlauch 14 verbunden ist und welches an seinem unteren Ende über ein weiteres Rückschlagventil mit einem Schlauch 106 verbunden ist, 5 der in einen schlauchförmigen Luftvorratsbehälter 108 mündet. Vom schlauchförmigen Luftvorratsbehälter 108 zweigt über ein Rückschlagventil der Atemschlauch 16 ab*. Der Luft¬ vorratsbehälter 108 ist über die Schultern und den Nacken des Tauchers gelegt und die beiden Enden eines unter den 0' Achseln des Tauchers über den Rücken geführten Gurts 110 sind mit den Enden des schlauchförmigen Luftvorratsbehälters 108 verbunden. Die Pumpe 10 wird im Falle dieses Aus¬ führungsbeispiels vom Taucher auf dem Rücken getragen, wobei geeignete Schultergurte vorgesehen sind, die mit
35 dem Gurt 110 verbunden sein können.
I- Innerhalb des geschlossenen Pumpengehäuses 30 ist ein in axialer Richtung beweglicher Kolben 102 angeordnet, der den vom Pumpengehäuse 30 umschlossenen Raum in eine obere Kammer 114 und eine untere Kammer 116 unterteilt. Im Kolben 5 IQ2 ist ein Rückschlagventil 118 ausgebildet, welches öffnet, sobald der Druck in der oberen Kammer 114 den Druck in der unteren Kammer 116 um ein bestimmtes Maß über¬ schreitet. Eine Druckfeder 120 ist in der unteren Kammer 116 angeordnet und trachtet den Kolben 112 nach oben zu CT drücken. Ein Zugseil 122 ist an einem Ende am unteren Rand¬ bereich der unteren Kammer 116 befestigt und über eine Umlenkrolle 124 geführt, welche an der Unterseite des Kolbens 112 mittig angebracht ist. An der Unterseite des Pumpengehäuses 30 ist ein flexibler Rohrstutzen 126 be- 5 festigt, welcher in etwa bis unterhalb des Gesäßes des Tauchers reicht. Das von der Umlenkrolle 124 kommende Zug¬ seil 122 ist in diesem Rohrstutzen 126 geführt und es ist eine nicht näher dargestellte Abdichteinrichtung im Rohr¬ stutzen 126 vorgesehen, um den Rohrstutzen und somit die untere Kammer 116 gegenüber der äußeren Umgebung abzu¬ dichten. Das Ende des Zugseils 122 ist wiederum mit den beiden Fußbügeln 90 verbunden.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 ist die Pumpe 10 5 mittels eines aufblasbaren Schwimmkörpers 128 über der Wasseroberfläche gehalten. Der Aufbau der in Fig. 8 darge¬ stellten Pumpe 10 entspricht dem Aufbau der in Fig. 7 darge¬ stellten Pumpe. Die Betätigung der Pumpe 10 erfolgt über einen Bowdenzug 130. Der Schlauch 106 verbindet den Ausgang der Pumpe 10 mit dem Luftvorratsbehälter 108. Die Aus¬ führungsbeispiele gemäß Fig. 7 und Fig. 8 unterscheiden sich daher im wesentlichen nur dadurch, daß die Pumpe im Falle der Fig. 8 oberhalb der Wasseroberfläche angeordnet ist, während sie im Falle der Fig. 7 vom Taucher getragen ist.
Im Falle des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 9 ist die v.u-πr. Taucher am Rücken getragene Pumpe als Rotationspumpe 132. nach der Bauart einer Kreiselpumpe ausgebildet, wobei das die Rotationspumpe 132 betätigende Zugseil 134 über an den Fußschlaufen 90 angeordnete Umlenkrollen 136 geführt ist und an seinem Ende am Befestigungspunkt 138 an der Vorderseite des Brustgurtes 140 fixiert ist. Hierdurch wird die vom Taucher aufzubringende Kraft besonders gleich¬ mäßig verteilt. ro*
In Fig. 10 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungs¬ gemäßen Tauchgeräts gezeigt, welches im Gegensatz zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen von Hand betätig¬ bar ist. Der Aufbau des Geräts entspricht im wesentlichen
15 demjenigen gemäß Fig. 1, wobei jedoch anstelle der Gurtan¬ ordnung 86 mit Fußschlaufen 90 ein kurzer, längenverstell¬ barer Gurt 142 vorgesehen ist, an dessen unterem Ende eine Greifstange 144 mittig befestigt ist« Die Länge des Gurts 42 ist vorzugsweise so eingestellt, daß bei vollständig
20." in das Innere des Pumpengehäuses eingedrücktem Balg 76 die Greifstange 144 am unteren Rand des Pumpengehäuses 30 anliegt. Die Dimensionierung des Pumpengehäuses ist derart, daß bei vollständig gestreckten Armen des Tauchers der Balg 76 vollständig aus dem Pumpengehäuse herausgezogen
25 ist, wie in der Seitenansicht der Fig. 10 dargestellt. Im Falle des dargestellten Ausführungsbeispiels kann die Höhe des Pumpengehäuses 23 cm und der maximale Hub etwa 50 cm betragen.
3Q3 Fig. 11 zeigt ein Tauchgerät ähnlich Fig. 1, wobei dieses jedoch zusätzlich mit einer Greifstange ähnlich Fig. 10 ausgerüstet ist. Die in den Fig. 12 und 13 in Draufsicht und Seitenansicht dargestellte Greifstange 146 ist ein Stahlrohr mit einer mittig gelagerten Rolle 148, die ein
35 Gehäuseteil 150 der Greifstange 146 derart teilweise umgibt, daß ein um die Rolle 148 geführtes Seil 152 nicht von der
Rolle 148 heruntergleiten kann. Dieses Seil 152 ist, wie auch in der Darstellung gemäß Fig. 14 erkennbar, an einem Ende am oberen Befestigungspunkt 154 der Fuß-Gurtanordnung 86 befestigt und am anderen Ende an einem Befestigungspunkt 156 am unteren Rand des Pumpengehäuses 30. Die Länge des Seils 152 entspricht in etwa der Länge des Pumpengehäuses 30. Bei Bedarf kann die Griffstange 146 vom Benutzer er¬ griffen werden und zur Unterstützung der Fußbewegung von Hand betätigt werden. In alternativer Weise kann die Pumpe auch ausschließlich von Hand betätigt werden. Das Seil 152 samt Griffstange 146 kann am Befestigungspunkt 154 lösbar befestigt sein, beispielsweise einklinkbar sein, und es können am Pumpengehäuse 30 Mittel vorgesehen sein, um die Greifstange 146 bei Nichtgebrauch hieran zu be- festigen.
Fig. 11 und 14 zeigen auch Gurtschnallen 158 zur Schnellver¬ stellung der Länge der Gurtanordnung 86, um diese an die Größe des jeweiligen Benutzers sowie an die gewünschte bzw. erforderliche Tarierung anzupassen.
Fig. 15 zeigt eine bevorzugte Ventilanordnung als Alternati¬ ve zu der in Fig. 4 dargestellten Ventilanordnung. Bei dieser Anordnung sind sämtliche Ventile in einem gemeinsamen Ventilgehäuse 160 untergebracht. Das Ventilgehäuse 160 umfaßt zwei koaxiale, gegenüberliegende Schlauchstutzen 162, 164, auf die die Schläuche 14 bzw. 16 aufschiebbar sind. Zwischen den beiden Schlauchstutzen 162, 164 ist eine Kammer 166 definiert, von der im rechten Winkel zur Achse der Schlauchstutzen 162, 164 ein Rohrstutzen 168 abzweigt, Mittels einer Überwurfmutter 170 ist der Rohr¬ stutzen 168 an einem an der Oberseite des Pumpengehäuses 30 nach oben herausragenden Schraubstutzen 172 befestigbar.
X. Die die Schlauchstutzen 162 und 164 verbindende Kammer 166 ist zylindrisch und koaxial mit den Schlauchstutzen ausgebildet und weist einen größeren Durchmesser als die Schlauchstutzen auf. Hierdurch entsteht an dem der Kammer 5 166 zugewandten Ende des Schlauchstutzens 162 eine radiale Ringfläche 174, die als Dichtfläche dient und mit einem scheibenförmigen Ventil 176 zusammenwirkt, welches mittels einer Druckfeder 178 in die Dichtstellung gedrückt wird. Die Feder 178 stützt sich einerseits am Ventil 176 und 0; andererseits an einem im Gehäuse ausgebildeten Flansch 18 ab.
Ein weiterer, im Ventilgehäuse 160 ausgebildeter Ringflansch 182 definiert an seiner dem Schlauch 16 zugewandten Seite j-g eine Ringfläche 184, die als Dichtfläche für ein scheiben¬ förmiges Ventil 186 dient, welches mittels einer Druckfeder 188 in Dichtposition gehalten wird. Die Druckfeder 188 stützt sich einerseits am Ventil 186 und andererseits an der am gehäuseseitigen Ende des Schlauchstutzens 164 ausge-
2 ; bildeten Ringfläche 190 ab.
In der Ringfläche 190 sind mehrere Durchgangsbohrungen 192 ausgebildet, die das Innere des Ventilgehäuses 160 mit der Außenseite verbinden. Ein Dichtring 194 ist koaxial 5 zum Schlauchstutzen 164 angeordnet und liegt von außen gegen die Bohrungen 192 an. Eine Druckfeder 196 ist auf den Schlauchstutzen 164 aufgeschoben und stützt sich einer¬ seits am Dichtring 174 und andererseits an einer hiervon beabstandeten, gegen das Ende des Schlauches 16 sich ab-
30; stützenden Ringscheibe 198 ab, so daß das durch den Dicht¬ ring 194 gebildete Ausatemventil im Regelfall geschlossen bleibt.
Am Ventil 176 ist ein sich koaxial zum Ventilgehäuse 160
3 nach innen erstreckender Schaft 200 angeformt, der eine axiale Sackbohrung 202 aufweist, in der der Schaft 204
eines weiteren Ventilkörpers 206 geführt ist. Der Schaft 204 des Ventilkörpers 206 erstreckt sich durch eine zentrale Bohrung im Ventil 108. Die sich in Richtung zum Schlauch¬ stutzen 164 öffnende kegelförmige Dichtfläche des Ventil- körpers 106 wirkt mit einer entsprechend geformten Dicht¬ fläche des Ventils 186 zusammen. Die Länge des Schaftes 204 des Ventilkörpers 206 ist derart ausgebildet, daß bei geschlossenem Ventil 176 und geschlossenem Ventil 186 der Ventilkörper 206 dichtend am Ventil 186 anliegt. Sobald sich jedoch das Ventil 176 von seiner Dichtfläche 174 ab¬ hebt, wird gleichzeitig der Ventilkörper 106 aus seiner Dichtstellung abgehoben und es kann Ausatemluft durch die zentrale Bohrung 208 im Ventil 186 in das Pumpvolumen 46 strömen, wodurch das Ansaugen von Frischluft durch den Schlauch 14 in das Pumpvolumen 46 unterstützt wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
10 Pumpe 72 Druckfeder
12 Betätigungseinrichtunj 74 Ausatemventil
14 Schlauch 76 Balg
16 Schlauch 77 Schultergurt
18 Mundstück 78 Schultergurt 20 Boje 79 unterer Rand von 76
22 Schlauchverbindung 80 unterer Rand von 30
24 Schlauchverbindung 82 Klemmring
26 Stutzen 84 Söhnalle
28 Schraubring 86 Gurt 30 Pumpengehäuse 88 Bügel .
32 Schraubstutzen 90 Fußschlaufen
34 Trägerelement 92 Schnallen
36 Ringfläche 94 Kolben
38 Druckfeder 96 Dichtung 40 Dichtelement 98 Zugseil
42 Dichtfläche 100 Umlenkrolle
44 Rückschlagventil 102 Faltenbalg
46 Pumpvolumen 103 Schenkelgurt
48 Stutzen 104 Öffnung 50 Schraubring 105 Schenkelgurt
52 Zwischenstück 106 Schlauch
54 Schraubstutzen 108 Luftvorratsbehälter
56 Kammer 110 Gurt
58 Ringfläche 112 Kolben 60 Ringfläche 114 obere Kammer
62 Dichtelement 116 untere Kammer
64 Druckfeder 118 Rückschlagventil
66 Rückschlagventil 120 Druckfeder
68 Bohrungen 122 Zugseil 70 Dichtring 124 Umlenkrolle
1 126 Rohrstutzen 198 Ringscheibe
128 Schwimmkörper 200 Schaft
130 Bowdenzug 202 Sackbohrung
132 Rotationspumpe 204 Schaft 5 134 Zugseil 206 Ventilkörper
136 Umlenkrollen 208 Bohrung
138 Befestigungspunkt
140 Brustgurt
142 Gurt 10. 1-44 GreifStange
14-6 Greifstange
148 Rolle
150 Gehäuseteil von 146
152 Seil 15 154 Befestigungspunkt
156 Befestigungspunkt
158 Gurtschnallen
160 Ventilgehäuse
162 Schlauchstutzen 2Q 164 Schlauchstutzen
166 Kammer
168 Rohrstutzen
170 Überwurfmutter
172 Schraubstutzen 25 174 Ringfläche
176 Ventil
178 Feder
180 Flansch
182 Flansch 0. 184 Ringfläche
186 Ventil
188 Druckfeder
190 Ringfläche
192 Bohrungen 35- 194 Dichtring
196 Druckfeder