Whirlpooldüse
Die Erfindung betrifft eine Whirlpooldüse der im Ober¬ begriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
Whirlpooldüsen werden in Wannen oder auch Schwimmbecken eingesetzt, um einen mit Luftbläschen angereicherten scharfen Wasserstrahl mit hoher Strömungsgeschwindig¬ keit zu erzeugen, insbesondere zur Erzielung einer Massagewirkung. Die bekannten Whirlpooldüsen werden an eine mit einer Pumpe verbundene Druckleitung und an eine Luftleitung angeschlossen. Das Wasser wird der Whirlpooldüse über die Pumpe mit hohem Druck zugeführt. Das Düsenrohr weist eine an die Luftleitung ange¬ schlossene seitliche Öffnung auf, durch die von dem Wasserstrahl Luft nach dem Venturiprinzip mitgerissen wird. Zwischen der Druckleitung und dem Düsenrohr ist ein nach Art eines Überdruckventils arbeitendes feder- geεpanntes Ventil vorgesehen, das bei einem vorbe¬ stimmten Grenzdruck der Pumpe öffnet.
Zur Desinfektion einer Whirlpoolanlage wird flüssiges Desinfektionsmittel in das Druckleitungssystem einge¬ geben. Das Druckleitungssystem, an das die einzelnen Whirlpooldüsen angeschlossen sind, wird zur Bildung eines Zirkulationskreislaufs geschlossen, in dem das Desinfektionsmittel umläuft. Damit das Desinfektions¬ mittel nicht strahlartig aus den Whirlpooldüsen aus¬ tritt, müssen diese geschlossen bleiben. Bei den bekannten Whirlpooldüsen, die mit einem Überdruckventil ausgestattet sind, ist es erforderlich, den Spülvorgang mit einem geringen Pumpendruck durchzuführen, der unter dem Grenzdruck liegt. Daher muß die Pumpe so ausge¬ bildet sein, daß sie außer dem relativ hohen Betriebs¬ druck auch einen relativ niedrigen Druck erzeugen kann, der beim Desinfektionsvorgang eingestellt wird. Dies erfordert eine relativ aufwendige Pumpe und hat den weiteren Nachteil, daß die Pumpe mindestens während der Desinfektion mit hoher Verlustleistung betrieben wird. Ein weiterer Nachteil der bekannten Whirlpooldüsen besteht darin, daß sämtliche Düsen des gesamten Whirl- poolsystems nur synchron und mit gleicher Intensität betreibbar sind, da die druckabhängig öffnenden Ventile eine Differenzierung oder Selektion nicht zulassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Whirl¬ pooldüse der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ange¬ gebenen. Art zu schaffen, die zur Desinfektion keinen verringerten Pumpendruck benötigt und vielseitige Variationsmδglichkeiten eines Whirlpoolsystems ge¬ stattet.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit dem im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 ange¬ gebenen Merkmal.
Die erfindungsgemäße Whirlpooldüse weist ein steuer¬ bares Dosierventil auf, das den Durchlaß von der Druck¬ leitung zum Düsenrohr entsprechend seiner jeweiligen Einstellung in einem gewünschten Ausmaß freigibt oder versperrt. Dieses Dosierventil hat eine Drosselwirkung, durch die bei konstantem Pumpendruck der Druck, mit dem das Wasser dem Düsenrohr zugeführt wird, wählbar ist. Auf diese Weise kann die Intensität des Strahlaustritts an den einzelnen Whirlpooldüsen eines aus mehreren Düsen bestehenden Düsensystems individuell eingestellt werden. Das Dosierventil kann bis zum Zustand der vollständigen Absperrung eingestellt werden. Wenn eine Whirlpoolanlage desinfiziert werden soll, werden sämt¬ liche Whirlpooldüsen auf Absperrung eingestellt und das die Pumpe enthaltende Drucksystem wird zu einem Kreis¬ lauf geschaltet. Die Pumpe kann dann den Desinfektions¬ oder Spülvorgang mit vollem Pumpendruck durchführen, weil sämtliche Whirlpooldüsen geschlossen sind. Die Pumpe benötigt also nicht die Fähigkeit, im Nieder¬ druckbetrieb zu arbeiten. Dadurch werden sowohl der Investitionsaufwand als auch die Betriebskosten einer Whirlpoolanlage herabgesetzt.
Grundsätzlich ist es möglich, das Dosierventil der Whirlpooldüse manuell einstellbar zu machen, indem dieses Dosierventil beispielsweise mit einem Handrad versehen ist, an dem unterschiedliche Ventilstellungen eingestellt werden können. Gemäß einer bevorzugten Aus¬ führungsform der Erfindung ist die Whirlpooldüse jedoch mit einem Stellmotor ausgestattet, bei dem es sich vorzugsweise um einen Schrittmotor handelt. Der Stell¬ motor ist in dem Düsengehäuse untergebracht und er wird, um im Falle einer Undichtigkeit keine Personen¬ gefährdung zu verursachen, zweckmäßigerweise mit Niederspannung betrieben.
Sämtliche Komponenten der Whirlpooldüse sind in einem gemeinsamen Düsengehäuse untergebracht, das in einer Wandöffnung einer Wanne oder eines Schwimmbeckens ab¬ dichtend montiert werden kann. Dieses Düsengehäuse besteht vorzugsweise aus einem nur an einem Ende offenen Gehäusekörper, in das die verschiedenen Kom¬ ponenten von dem offenen Ende her eingeführt werden können. An der das geschlossene Ende bildenden Stirn¬ wand kann eine Steckvorrichtung angebracht sein, die mit einer am Stellmotor vorgesehenen Steckvorrichtung zusammengreift und bei der Montage automatisch den elektrischen Kontakt mit dem Stellmotor herstellt. Durch die Stirnwand hindurch verlaufen die erforder¬ lichen Steuer- und Versorgungsleitungen, die mit der gehäuseseitigen Steckvorrichtung verbunden sind. Die Whirlpooldüse ist sehr kostengünstig aus wenigen Kom¬ ponenten herzustellen und ihre Montage und Demontage ist extrem einfach.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeich¬ nungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausfüh¬ rungsbeispiel der Whirlpooldüse,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Whirlpool- systems mit Desinfektionsspülung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein zweites Ausfüh¬ rungsbeispiel- der Whirlpooldüse im geöffneten Zustand und
Fig. 4 die Whirlpooldüse von Fig. 3 in abgesperrtem Zustand.
Die in Fig. 1 dargestellte Whirlpooldüse weist ein Düsengehäuse auf, das aus einem einstückigen rohrförmi- gen Düsenkörper 10 besteht, der am vorderen Ende offen ist und am rückwärtigen Ende durch eine Stirnwand 11 verschlossen ist. Am vorderen Ende befindet sich ein radial abstehender Flansch 12, der sich, wenn der Ge¬ häusekörper 10 in eine Wandöffnung einer Wanne oder eines Schwimmbeckens eingesetzt wird, von außen her gegen den Rand der Wandöffnung legt. Auf ein Gewinde des Gehäusekörpers 10 ist ein Spannring 13 aufge¬ schraubt, der von der Rückseite her gegen den Rand der Wandöffnung drückt. Außerdem ist eine (nicht darge¬ stellte) Dichtung vorgesehen, die beim Festziehen des Spannringes 13 zusammengedrückt wird und die Wand¬ öffnung abdichtet.
Der Gehäusekörper 10 enthält eine Bohrung mit einem Bohrungsabschnitt 14a größeren Durchmessers in der Nähe des offenen Gehäuseendes und einem Bohrungsabschnitt 14b kleineren Durchmessers in der Nähe der Stirnwand 11. Diese Bohrung nimmt den Düseneinsatz 15 auf, der vom offenen Ende her in den Gehäusekδrper 10 einge¬ schoben wird und der einen Teil des Bohrungsabschnittes 14b und die Gesamtheit des Bohrungsabschnittes 14a aus¬ füllt. Im Düseneinsatz 15 ist das Düsenrohr 16 ange¬ bracht, das eine Gelenkkugel 17 zur sphärischen Ver¬ stellung seiner Ausströmrichtung aufweist. Die Kugel 17 wird durch einen in den Düseneinsatz 15 eingeschraubten Spannring 18 festgehalten, durch dessen Öffnung das Düsenrohr 16 herausragt. Das Düsenrohr 16 mündet direkt in die Wanne oder das Schwimmbecken ein.
Der Düseneinsatz 15 stützt sich nach hinten an einer Ringschulter 19 ab, die den Übergang zwischen den Bohrungsabschnitten 14a und 14b bildet. Zur Abstützung am vorderen Ende dient ein in ein Innengewinde der Öffnung des Gehäusekδrpers 10 eingeschraubter Gewinde¬ ring 20, der zugleich eine den Flansch 12 überdeckende Ringblende 21 aufweist.
Im Inneren des Gehäusekörpers 10 ist im Bereich des Bohrungsabschnittes 14 eine Ringnut 22 vorgesehen, die über einen (nicht dargestellten) Anschluß mit der Druckleitung 23 verbindbar ist. Die Ringnut 22 ist durch beidεeitig von ihr angeordnete Ringdichtungen 24 gegen den Düseneinsatz 15 abgedichtet.
Am Düseneinsatz 15 ist eine außen umlaufende Ringnut 25 vorgesehen, die über einen (nicht dargestellten) radialen Luftanschluß mit der Luftleitung 26 in Ver¬ bindung steht. Zu beiden Seiten der Ringnut 25 sind Ringdichtungen 24 und 27 vorgesehen, die den Spalt zwischen dem Düseneinsatz 15 und dem Düsenkörper 10 abdichten. Von der Ringnut 25 führt eine Bohrung 59 in den die Kugel 17 enthaltenden Raum und die Kugel 17 weist eine Radialbohrung 28 auf, welche mit einem koaxial in dem Düsenrohr 16 angeordneten Luftrohr 29 verbunden ist. Ringdichtungen 30, die zwischen der Kugel 17 und dem Düseneinsatz 15 bzw. dem Spannring 18 angeordnet sind, dichten das Luftsystem gegen das Wassersystem ab.
Die Ringnut 22 steht mit einem im Inneren des Düsen¬ einsatzes 15 vorgesehenen Druckraum 32 in Verbindung. Zwischen diesem Druckraum 32 und der Kugel 17 befindet sich das Dosierventil 33, das die Wasserstrδmung vom Druckraum 32 in die Kugel 17 und somit zum Düsenrohr 16
reguliert. Das Dosierventil 33 wird von dem Stellmotor
34 reguliert, der außerhalb des Düseneinsatzes 15 im rückwärtigen Bereich des Düsenkörpers 10 angeordnet ist und einen Gewindeansatz 35 aufweist, mit dem er in ein Innengewinde des Düseneinsatzes 15 eingeschraubt ist. Der Druckraum 32 wird durch Stege 36 überbrückt, die das Dosierventil 33 mit dem Gewindeansatz 35 verbinden, sowie außerdem durch eine Stellspindel, durch die der Stellmotor 34 das Dosierventil 33 verstellt. Das Dosierventil 33 bildet zusammen mit dem Gewindeansatz
35 und dem Stellmotor 34 eine kompakte Baugruppe, die in das rückwärtige Ende des Düseneinεatzes 15 einge¬ schoben wird. Ringdichtungen 37 und 38 dichten den Druckraum 32 gegen den Stellmotor 34 und gegen die Kugel 17 ab.
Am rückwärtigen Ende des Stellmotors 34 befindet sich eine elektrische Steckvorrichtung 40, die mit einer komplementären Steckvorrichtung 41, die an der Innen¬ seite der Stirnwand 11 befestigt ist, zusammengreift. Die Steckvorrichtung 41 ist über ein Kabel 42, das abdichtend durch die Stirnwand 11 hindurchgeführt ist, mit einem (nicht dargestellten) Steuergerät verbunden.
Der Düsenkörper 10 besteht zweckmäßigerweise aus Kunst¬ stoff, kann jedoch auch aus Metall hergestellt sein. Bei der Montage wird zunächst der Schrittmotor 34 an dem Düseneinsatz 15 befestigt und dann wird die aus Schrittmotor und Düseneinsatz bestehende Einheit vom offenen Gehäuseende her in den Gehausekorper 10 einge¬ schoben. Am Ende dieser EinSchubbewegung greifen die elektrischen Kontakte der Kontaktvorrichtungen 40 und 41 zusammen. Dann wird der Gewindering 20 aufgeschoben, wodurch der Düseneinsatz 15 im Gehäusekörper gesichert wird.
Fig. 2 zeigt schematiεch zwei Whirlpooldüsen, wie sie in Fig. 1 dargestellt sind, in einem Whirlpoolsystem in Verbindung mit einer Wanne 45, in die die Düsenrohre einmünden. Die Düsengehäuεe 10 sind an eine gemeinsame Druckleitung 23 angeschloεεen, die von der Pumpe 46 geεpeist wird. Der Einlaß der Pumpe 46 ist an eine im unteren Bereich der Wanne 45 vorgesehene Ansaugδffnung 47 angeschlosεen. Ferner steht die Ansaugseite der Pumpe 46 über ein Ventil 48 mit einem Desinfektions¬ mittelbehälter 49 in Verbindung.
Die zu den einzelnen Ventilkörpern führenden Luft¬ leitungen 26 stehen über ein Ventil 50 mit einem Luft¬ einlaß 51 in Verbindung und ferner mit der Belüftungs- δffnung 52 für den Wannenablauf 53.
Die Druckleitung 23 hat für jede Whirlpooldüse einen Abzweig, der in den jeweiligen Düsenkδrper 10 hinein¬ führt. Die Druckleitung 23 ist über ein Ventil 54 mit der zur Ansaugseite der Pumpe 46 führenden Rücklauf¬ leitung 23a verbunden und über ein Ventil 55 mit einer zum Wannenablauf 53 führenden Ablaufleitung 56.
Das in Fig. 2 dargestellte Whirlpoolεyεtem arbeitet wie folgt: Bei der üblichen Benutzung, z.B. für Massage¬ zwecke, hat das Waεεer in der Wanne 45 den hohen Pegel 57, in dem sämtliche Whirlpooldüsen getaucht sind. Von einem (nicht dargestellten) zentralen Steuergerät können die jeweiligen Stellmotore 34 so eingestellt werden, daß die Dosierventile 33 der einzelnen Whirl¬ pooldüsen jeweils eine gewünschte öffnungspoεition ein¬ nehmen. Auf diese Weiεe kann die Strahlintenεität jeder einzelnen Whirlpooldüse an dem zentralen Steuergerät individuell eingeεtellt werden. Die Pumpe 46 fördert im Umlaufεyεtem Waεser in die Druckleitung 23. Dieses
Wasser wird durch die Düsenstrahlen in die Wanne injiziert. Wasser aus der Wanne gelangt über die An¬ saugöffnung 47 wieder zur Saugseite der Pumpe 46.
Zum Desinfizieren des Druckεyεtemε wird der Wasserstand in der Wanne auf den niedrigen Pegel 58 unmittelbar über der Ansaugöffnung 47 eingestellt. In diesem Zu¬ stand liegen die Whirlpooldüsen trocken. Die Dosier¬ ventile 33 sämtlicher Whirlpooldüsen werden vollständig geschloεsen, das Ventil 54 wird auf Durchlaß geschaltet und das Ventil 55 wird abgesperrt. Aus dem Desinfek- tionεmittelbehälter 49 gelangt Deεinfektionsmittel zur Ansaugseite der Pumpe 46 und über die Druckleitung 23 und die Rücklaufleitung 23a wird das Desinfektions¬ mittel, gemischt mit Wasser, in einem geschlossenen Kreislauf- von der Pumpe 46 bei vollem Pumpendruck umge¬ wälzt. Nach erfolgter Desinfektion werden die Ventile 48 und 54 geschlossen und das Ventil 55 wird geöffnet. Hierbei fördert die Pumpe 46 das noch in der Wanne befindliche Wasser und das Deεinfektionεmittel in die Druckleitung 23 und bei geschlossenen Dosierventilen der Whirlpooldüsen gelangt die Flüsεigkeit in die Ablaufleitung 56 und von dort zum Wannenablauf 53, bis die Wanne entleert ist.
Sämtliche Ventile sind Magnetventile, die von dem zen¬ tralen Steuergerät gesteuert sind, wobei dieses Steuer¬ gerät Einstellvorrichtungen zum Einstellen der Dosier¬ ventile 33 aufweist.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fign. 3 und 4 ist eben¬ falls ein einstückiger rohrförmiger Düsenkörper 60 vorgesehen, der am vorderen Ende offen ist und am rück¬ wärtigen Ende durch eine Stirnwand 61 verschlossen ist. Am vorderen Ende befindet sich ein radial abstehender
Flanεch 62, der gegen die Wand einer Wanne oder der Wandöffnung geεetzt ist. Auf das Außengewinde des Gehausekorpers 60 ist ein Spannring 63 aufgeschraubt, der von der Rückseite her gegen den Rand der Wand¬ öffnung drückt.
Der Gehäusekörper 60 enthält eine Bohrung mit einem vorderen Bohrungsabschnitt 64a größeren Durchmessers und einem rückwärtigen Bohrungsabεchnitt 64b kleineren Durchmeεsers. Der Bohrungsabεchnitt 64a nimmt den Düseneinsatz 65 auf, der vom offenen Ende her in den Gehausekorper 60 eingeschoben wird. Der Düseneinsatz 65 weist einen rückwärtigen Einsatzkörper 65a auf und einen vorderen Einsatzkδrper 65b, welcher mit seinem Außengewinde in ein Innengewinde des Gehäusekδrpers 60 eingeschraubt ist. In dem vorderen Einεatzkörper 65b iεt das Düsenrohr 66 angebracht, das eine Gelenkkugel 67 zur sphärischen Verstellung seiner Ausεtrδmrichtung aufweiεt. Die Gelenkkugel 67 wird durch einen in den Einεatzkδrper 65b eingeεchraubten Spannring 68 feεtge- halten. Daε Düεenrohr 66 mündet direkt in die Wanne oder das Schwimmbecken ein.
Der Einsatzkörper 65a stützt sich nach hinten an der Stirnwand 61 des Gehäusekδrpers ab. Zur Abstützung am vorderen Ende dient ein in das Innengewinde der Öffnung des Gehäusekδrperε 60 eingeschraubter Gewindering 70, der eine den Flansch 62 überdeckende Ringblende 71 trägt. Der Spalt zwischen den Einsatzkörpern 65a und 65b ist durch eine Ringdichtung 74 abgedichtet, die zugleich abdichtend gegen die Innenεeite des Gehäuse¬ körperε 60 gedrückt wird.
Der Gehäuεekörper 60 weist einen horizontal abstehenden Rohrεtutzen 75 auf, der die in den Gehäuεekörper
hineinführende Druckleitung 73 bildet. Zur entgegen¬ gesetzten Seite εteht ein weiterer (nicht dargestell- ter) Rohrstutzen ab, durch den die Druckleitung bis zur nächstfolgenden Whirlpooldüse weitergeführt ist. Die Gehäusestutzen befinden sich im unteren Bereich des Gehäusekörpers, so daß sichergestellt ist, daß der Gehäuεekδrper beim Entleeren der Druckleitung ebenfalls entleert wird.
Die Druckleitung 73 steht mit einem im Inneren des Einsatzkörpers vorgesehenen Druckraum 82 in Verbindung, der wiederum mit einem Druckraum 82a im Inneren des Einsatzkörpers 65b in ständiger Verbindung steht. Dieser Druckraum 82a ist durch das Dosierventil 83 begrenzt, das unmittelbar in das Düsenrohr 66 ein¬ mündet. Das Dosierventil 83 besteht aus dem axial bewegbaren rohrfδrmigen Ventilkorper 76 und dem rück¬ wärtigen Ende des Düεenrohrε 66, das den Ventilsitz 68 bildet. Der am vorderen Ende offene und am rückwärtigen Ende geschlossene Ventilkörper 76 weist eine mit dem Ventilsitz 68 zusammenwirkende Ringschulter 79 auf, an die sich nach vorne ein mit radialem Zwischenraum durch den Ventilsitz hindurchgehender rohrförmiger Ansatz 80 verringerten Durchmeεεers anschließt. Das Dosierventil 83 wird von dem Stellmotor 84 reguliert, der in dem rückwärtigen Abschnitt 64b des Gehäusekörperε unterge¬ bracht iεt und deεsen Welle einen Gewindekörper 85 antreibt, der mit einem Innengewinde am rückwärtigen Ende des Ventilkorpers 76 in Eingriff steht. Der Ven¬ tilkörper 76 ist in dem Einsatzkörper 65a längεver- εchiebbar geführt und durch einen Keil' 86 gegen Ver¬ drehung gesichert. Die Rückwärtsbewegung deε Ventil- körperε 76 wird durch einen Anschlag 87 des Einsatz- kδrpers 65a begrenzt.
Am rückwärtigen Ende des Stellmotors 84 befindet sich eine elektrische Steckvorrichtung 90, die mit einer komplementären Steckvorrichtung 91, die an der Innen- εeite der Stirnwand 61 befeεtigt ist, zusammengreift.
Der am vorderen Ende offene und am rückwärtigen Ende geschlossene Hohlraum des Ventilkörpers 76 weist am Umfang eine Öffnung 92 auf, die mit der durch den Einsatzkörper 65a hindurchführenden Luftleitung 109 in Übereinstimmung gebracht werden kann. Die Luftleitung 109 enthält ein federgespannteε Rückεchlagventil 110, deεsen Kugel gegen den Rand einer Lufteinlaßδffnung 111 des Gehäusekörpers 60 gedrückt wird. Die Öffnung 92 bildet zusammen mit der Luftleitung 109 ein Luft- Dosierventil 112.
Die Whirlpooldüse nach den Fign. 3 und 4 arbeitet wie folgt:
In dem in Fig. 3 dargestellten Zustand hat der Stell¬ motor 84 den Ventilkörper 76 von dem Düsenrohr 66 zurückgezogen, so daß das Dosierventil 83 vollständig offen iεt. Waεser strömt von der Druckleitung 73 außen an dem Ventilkorper 76 entlang, durch das Dosierventil 83 hindurch in das Düεenrohr 66 und von dort in die Wanne oder das Becken. Die Wasεerströmung reißt infolge des Venturieffekts Luft aus dem Ventilkörper 76 heraus mit. Diese Luft vermischt sich feinblasig mit dem Wasserstrahl. Durch das im Inneren des Ventilkörpers 76 entstehende Vakuum wird das Rückschlagventil 110 geöff¬ net, so daß Umgebungsluft nachstrδmen kann.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Schließzustand hat der Stellmotor 84 den Ventilkorper 76 so weit vorgeschoben, daß die Ringschulter 79 gegen den Ventilsitz 78 stößt
und das Dosierventil 83 vollständig geschlossen ist. In diesem Zustand iεt auch daε Luft-Dosierventil 112 voll¬ ständig abgesperrt, weil die Öffnung 92 nicht mehr mit der Luftleitung 109 in Verbindung steht. Durch die Whirlpooldüse strömt also kein Waser und die Luftzufuhr ist ebenfalls abgesperrt. Daε Rückschlagventil 110 schließt von selbεt und εperrt die Luftleitung 109 nach außen ab. Das Rückschlagventil 110 verhindert, daß durch die Luftleitung hindurch Wasser ausfließen kann, beispielsweise wenn das vordere Ende des Düsenrohres 66 blockiert wird.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, führt ein geringfügiges Zurückziehen des Ventilkörpers 76 dazu, daß das Wasser-Dosierventil 83 teilweise geöffnet wird, während daε Luft-Dosierventil 112 noch geεchloεεen bleibt. Hierdurch wird eine luftfreie Düεenεtrömung ermöglicht. Der Benutzer kann daher durch Betätigung des Stell¬ motors 84 und Verschieben des Ventilkδrpers 76 wahl¬ weise eine mit Luft durchsetzte oder eine luftfreie Wasserεtrömung erzeugen.
Ein Vorteil der Auεführungεform nach den Fign. 3 und 4 beεteht darin, daß die Luft unmittelbar auε der Um¬ gebung deε Düεenkörpers angesaugt wird und daß keine die Whirlpooldüsen verbindende Luftleitung 26 wie in Fig. 2 erforderlich ist. Während bei der Ausführungs- form nach Fig. 2 das Ventil 50 geschloεεen werden muß, wenn ein luftfreier Betrieb der Whirlpooldüsen ge¬ wünscht wird, kann bei der Ausführungεform nach den Fign. 3 und 4 ein luftfreier Betrieb durch ent- εprechende Betätigung deε Stellmotors 84 erreicht werden. Außerdem können die einzelnen Whirlpooldüsen individuell auf luftfreien oder belüfteten Betrieb eingestellt werden.