Metallgerüst
Die Erfindung betrifft ein Metallgerüst, insbesondere für eine Metall-Glas- Gebäudefassade.
Zunehmend werden Gebäudefassaden als Metall-Glas-Konstruktionen ausgebildet. Diese Metall-Glas-Fassaden weisen als Grundkonstruktion ein Meta-Ugerüst auf, in welches die einzelnen Fassadenelemente, wie Glasfenster und die Bereiche zwischen diesen ausfüllenden Metall- oder Kunststoffelemente eingesetzt werden. Darüber hinaus können auch Sonnenkollektoren in ein solches Metallgerüst eingesetzt werden.
Derartige Metallgerüstkonstruktionen sind in vielfältiger Weise bekannt. Ein solches Metallgerüst besteht in der Regel aus vertikal verlaufenden Pfostenelementen und horizontal verlaufenden Riegelelementen, welche die Querverstrebung bilden. In der Regel findet Stahl als Werkstoff Verwendung.
Metallgerüste entsprechen dem Stand der Technik, weisen jedoch den Nachteil auf, daß die Verbindung zwischen den Pfostenelementen und den Riegelelementen von außen sichtbar ist und in diesem Bereich kein ästhetisch ansprechendes Aussehen erreicht wird. Darüber hinaus sind die Verbindungen zwischen den Pfostenelementen und den Riegelelementen entweder einem hohen Montageaufwand unterworfen oder zeichnen sich nicht durch eine hohe Stabilität aus.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Metallgerüst in der Weise auszugestalten, daß die Verbindung zwischen den Pfostenelementen und den Riegelelementen von der Betrachtungsseite her gesehen unscheinbar ist und zudem eine schnelle Montage und eine stabile Verbindung ermöglicht wird.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 oder 5 gelöst.
Die Aufgabe wird bei der Vorrichtung nach Anspruch 1 durch die Verwendung von Pfosten- und Riegelelementen mit im wesentlichen T-förmigen Querschnittsprofilen, und eine Anpassung der Riegelelemente durch einen nasenfδrmigen Fortsatz in der Weise, daß die Riegelelemente in ihren Endbereichen überall bündig an den
Pfostenelementen anliegen, gelöst. Durch die beschriebene Ausgestaltung der Pfosten- und Riegelelemente entsteht ein von dem T-fÖrmigen Profil des Pfostenelementes
verdeckter Überlappungsbereich, in welchem eine stimseitig nicht sichtbare Verbindung zwischen dem Riegelelement und dem Pfostenelement vorgenommen werden kann. Darüber hinaus wird durch die Verwendung von T-fδrmigen Querschnittsprofilen die Festigkeit und die Biegesteifigkeit der Pfostenelemente als auch der -Riegelelemente wesentlich erhöht. Die Pfosten- und die Riegelelemente lassen sich aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung äußerst stabil miteinander verbinden. Diese Verbindung kann z. B. durch Verstiften, Verschrauben oder auch Verschweißen vorgenommen werden.
Die Aufgabe wird bei dem Metallgerüst nach Anspruch 7 dadurch gelöst, daß die Riegelelemente und die Pfostenelemente mittels Stiftelemente miteinander verbunden werden. Diese Stiftelemente sind von außen entweder nicht sichtbar oder können, falls sie von außen eingeschoben werden, zumindes nach einer entsprechenden Nachbehandlung wie z. B. Schleifen bündig mit der Stirnfläche der Pfosten- bzw. Riegelelemente abschließen.
Die Erfindung wird durch die Merkmale der Unteransprüche weitergebildet.
Nach den Ansprüchen 2 bis 4 können die Querschnittsprofile der Riegelelemente und/oder der Pfostenelemente jeweils durch zwei Flachelemente gebildet sein, die z. B. mittels Schweißen oder Verschrauben fest miteinander verbunden sind. Es ist jedoch auch möglich, die T-fδrmigen Querschnittsprofile einstückig z. B. mittels eines Gie߬ oder Zieh Verfahrens zu fertigen. Eines der Flachelemente eines -Riegelelementes kann den mit dem T-formigen Pfostenelementen überlappenden, nasenförmigen Fortsatz bilden.
Ferner kann es vorteilhaft sein, die Riegelelemente und die Pfostenelemente entsprechend den Ansprüchen 6 und 7, fest aber lösbar miteinander zu verbinden.
Besonders vorteilhaft ist es, die Lösungen der Ansprüche 1 und 7 miteinander zu vereinen und darüber hinaus zumindest eines der Stiftelemente im Bereich des nasenförmigen Fortsatzes des -Riegelelementes und zumindest ein weiteres Stiftelement außerhalb dieses Bereiches anzuordnen. Eine weitere Erhöhung der Stabilität ergibt sich durch eine zueinander senkrechte Anordnung zumindest einiger der Stiftelemente. Insbesondere kann ein im Bereich des nasenförmigen Fortsatzes angeordnetes
Stiftelement senkrecht zu den übrigen Stiftelementen angeordnet sein, wodurch ein Lösen der Verbindung weitgehend verhindert wird.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des
Verbindungsbereiches zwischen den Pfostenelementen und den Riegelelementen des Metallgerüstes entsprechend einem Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Pfostenelementes und eines an diesem zu montierenden -Riegelelementes im noch nicht montierten Zustand.
Fig. 3 zwei Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels des Verbindungsbereiches zwischen einem Pfostenelement und einem Riegelelement,
Fig. 4 zwei Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels des Verbindungsbereiches zwischen einem Pfostenelement und einem Riegelelement.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des Verbindungsbereiches zwischen einem Pfostenelement 1 und einem Riegelelement 2 des Metallgerüstes. Während das Pfostenelement 1 über die gesamte Fassade hinweg durchlaufend ausgebildet ist, verbinden die -Riegelelemente 2 jeweils zwei benachbarte Pfostenelemente 1. Es ist jedoch auch möglich die -Riegelelemente 2 durchlaufend auszubilden und die Pfostenelemente 1 im Bereich der Riegelelemente 2 zu unterbrechen.
Der mit dem Bezugszeichen 3 versehene Pfeil kennzeichnet die Blickrichtung auf die nach außen gerichtete Stirnfläche des Metallgerüstes. Sowohl die Pfostenelemente 1 als auch die Riegelelemente 2 weisen ein T-fδrmiges Querschnittsprofil auf, so daß auf der der Blickrichtung 3 abgewandten Seite des Metallgerüstes ein umlaufender Rahmen entsteht, in welches die Fassadenelemente, wie Fenster oder Verkleidungselemente und dgl. , eingesetzt werden können. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Pfostenelemente 1 und die Riegelelemente 2 jeweils aus zwei Flachelementen 4 und 5 bzw. 6 und 7 ausgebildet. Die Flachelemente können aus Flachstahl ausgebildet und miteinander verschweißt oder verschraubt sein. Im Verbindungsbereich 8 der Pfostenelemente 1 und der Riegelelemente 2 weisen die Riegelelemente 2 einen nasenförmigen Fortsatz 9 auf. Dieser nasenförmige Fortsatz 9 kann in einfacher Weise dadurch entstehen, daß die Flachelemente 4 und 5 unterschiedlich lang sind. Der
nasenfδrmige Fortsatz 9 ist derart bemessen, daß das -Riegelelement 2 überall bündig an dem Pfostenelement 1 anliegt.
Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen den Riegelelementen und den Pfostenelementen 1. Die Verbindung wird mittels der Stiftelemente 10, 11 und 12 vorgenommen. Die Riegelelemente bzw. die Pfostenelemente weisen entsprechende Bohrungen 13 bis 15 bzw. 16 bis 18 auf. Bei der Montage werden zunächst die Stiftelemente 16 und 11 in die Bohrungen 13 und 14 des Riegelelementes eingeschlagen. Nachfolgend wird das Riegelelement 2 an dem Pfostenelement 1 montiert, indem die Stifte 10 und 11 in die Bohrungen 16 und 17 eingeführt werden. Schließlich wird das Stiftelement 12 in die Bohrungen 18 des Pfostenelementes und 15 des Riegelelementes eingeführt. Insbesondere das Stiftelement 12 kann auch als Schraube ausgebildet sein, um eine leicht lösbare Verbindung zwischen den Pfostenelementen und den Riegelelementen zu erreichen. Aufgrund der senkrechten Stellung des Stiftelementes 12 zur Montagerichtung des Riegelelementes ist das Lösen des Riegelelementes blockiert und gleichzeitig wird die Stabilität der Verbindungskonstruktion erhöht.
Lediglich das Bohrloch 18 ist auf der Stirnseite des Metallgerüstes angeordnet. Dieses wird jedoch durch das Stiftelement 12 verschlossen. Schließt das Stiftelement 12 z. B. aufgrund einer Nachbehandlung (z. B. Schleifen) mit dem Bohrloch 18 bündig ab, wirken sowohl das Bohrloch 18 als auch das Stiftelement für den Betrachter unscheinbar.
Figur 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Verbindungsbereiches zwischen den Riegelelementen 2 und dem Pfostenelement 1 sowohl in Aufsicht als auch im Aufriß. Die Flachelemente 4 und 5 der Riegelelemente 2 sind durch Schweißnähte 23 und 24 verbunden. In gleicher Weise sind die Flachelemente 6 und 7 des Pfostenelementes 1 durch Schweißnähte 25 und 26 verbunden. Die Verbindung zwischen den Pfostenelementen 1 und Riegelelementen 2 wird durch die in Montagerichtung der
Riegelelemente 2 angeordneten Stiftelemente 10, 11 bzw. 20, 21 und die senkrecht zur Montagerichtung der Riegelelemente 2 angeordneten Stiftelemente 12 bzw. 22 vorgenommen, wie dies obenstehend beschrieben ist. Dieses Ausführungsbeispiel zeichnet sich durch eine besonders kurze Montagezeit bei der Herstellung einer Verbindung zwischen einem Riegelelement und einem Pfostenelement aus. Bei der Vielzahl der zu erstellenden Verbindungen zwischen -Riegelelementen und
Pfostenelementen bei der Montage einer großflächigen Gebäudefassade kommt dieser Montagezeit ein besonders Augenmerk zu.
Figur 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen einem Pfostenelement 1 und den Riegelelementen 2 sowohl in Aufsicht als auch im Aufriß. Die Verbindung zwischen den Flachelementen 6 und 7 des Pfostenelementes ist wie bei dem in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel, mittels Schweißen entlang der Schweißnähte 25 und 26 realisiert. Die Verbindung zwischen den Flachelementen 4 und 5 der Riegelelemente 2 wird jedoch mittels einer Verschraubung durch die Schrauben 30 bis 35 gebildet. Dieses Ausführungsbeispiel weist den Vorteil der Lösbarkeit der Verbindung zwischen den Riegelelementen 2 und den Pfostenelementen 1 auf. Das gezeigte Ausführungsbeispiel kann jedoch auch in der Weise variiert werden, daß die Verbindung zwischen den Flachelementen 4 und 5 statt durch Verschrauben mittels Verschweißen hergestellt wird und nur die Stifte 12 und 22 des Ausführungsbeispiels nach Figur 3 durch die Schrauben 31 und 34 ersetzt werden. Selbstverständlich ist es auch denkbar, die Flachelemente 6 und 7 des Pfostenelementes 1 durch Verschrauben zu verbinden oder die Verbindung zwischen den Flachelementen in anderer Weise, z. B. durch Löten oder Vernieten, vorzunehmen.
Darüber hinaus kann ein weiteres Stiftelement 36 vorgesehen sein, welches die
Riegelelemente 2 durch das Pfostenelement 1 hindurch zusätzlich verbindet. Dabei kann ggf. auf die Stiftelemente 12, 22 bzw. die Schrauben 31, 34 verzichtet werden, so daß von der Frontansicht 3 aus gesehen keines der Verbindungselemente sichtbar ist.