Vorrichtung zur Funktionsprüfung von Rauchmeldern
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Funktionsprüfung von Rauchmel¬ dern gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Solche Rauchmelder sind allgemein bekannt, sie dienen in Brandmeldeanlagen zur Früherkennung von Bränden dazu, bei einem Brand entstehende Rauchpartikel oder Aerosole nach¬ zuweisen und gegebenenfalls ein Signal zu einer zentralen Prozeßeinheit zu leiten, in der die Signale ausgewertet werden.
Beispiele für Rauchmelder zur Früherkennung von Bränden sind Ionisations¬ rauchmelder, bei denen die Änderung der Leitfähigkeit ionisierter Luft zum Nachweis von Brandaerosolen ausgenutzt wird oder optische Rauchmelder, bei denen die Absorption oder Streuung von Licht durch Rauchpartikel benutzt wird. Da in den Ionisationsrauchmeldern eine - wenn auch geringe - Radioak¬ tivität vorhanden ist, werden in zunehmendem Maße optische Rauchmelder ver¬ wendet und hier insbesondere Streulichtrauchmelder, da letztere punktförmig ausgebildet werden können, d.h. wenig Platzbedarf haben.
Optische Rauchmelder nach dem Streulichtprinzip enthalten eine Strahlungs¬ quelle und eine außerhalb des direkten Strahlungsbereichs der Strahlungs- quelle angeordneten Strahlungsempfänger, der bei Anwesenheit von Rauch oder Brandaerosol im Strahlungsbereich (Meßkammer) durch Streustrahlung beauf¬ schlagt wird und in Abhängigkeit von der Stärke der Streustrahlung elektri¬ sche Ausgangssignale abgibt, die in einer im Rauchmelder vorhandenen elek¬ tronischen Schaltung zur Alarmgabe ausgewertet oder zu der zentralen Proze߬ einheit weitergeleitet werden. Um Störungen durch Fremdlicht zu vermeiden arbeiten die Lichtquellen häufig impulsweise, vgl. z.B. die in EP-Bl- 0'079'010 beschriebene Rauchmeldeanlage.
Brandmeldeanlagen müssen über längere Zeiträume betriebsbereit sein. Wäh¬ rend dieser Zeit sind die Rauchmelder den schädlichen Einwirkungen der umge¬ benden Atmosphäre, z.B. Staub oder korrosiven Dämpfen, ausgesetzt; außerdem können die elektronischen Bauteile, insbesondere die Strahlungsquelle und der Strahlungsempfänger durch Alterung in ihrer Qualität nachlassen. Es ist daher erforderlich, die Funktionsfähigkeit der Rauchmelder in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.
Diese Überprüfung erfolgte in der Praxis meist dadurch, daß unter dem Rauchmelder ein kleines Prüffeuer entzündet wurde, welches Rauch erzeugte, der in den Melder eindringen konnte und ihn zum Ansprechen brachte. Man hat die Prüfung auch vorgenommen, indem eine brennende Lunte, z.B. an einer Stange, unmittelbar unter den Melder gebracht wurde (vgl. z.B. US-PS- 4,271,693)« Abgesehen davon, daß diese Verfahren ziemlich umständlich sind, brachten sie häufig eine Verschmutzung der Melder mit sich, die zu einer Funktionsunfähigkeit führen konnte.
Man hat daher versucht, den Rauch durch Flüssigkeitströpfchen, z.B. künst¬ lich erzeugten Nebel, zu ersetzen, da solche Aerosole die Rauchmelder in gleicher Weise beeinflussen wie von Bränden stammender Rauch. Beispielsweise hat man einen Nebel aus Wassertröpfchen erzeugt und zur Prüfung verwendet. Die sich auf den Innenflächen niederschlagende Wasserhaut macht den Melder für längere Zeit funktionsunfähig.
Am besten bewährt haben sich als Prüfmittel Gemische halogenierter Kohlen¬ wasserstoffe (Treibmittel), die einen geeigneten Siedepunkt aufweisen und die aus geeigneten, in sogenannten Melderprüfern angeordneten Vorratsbehäl¬ tern direkt in die Rauchmelder geblasen werden (vgl. z.B die DE-B2- 20'5iτO27). Durch den Druckverlust beim Austreten entsteht eine zur Prüfung der Rauchmelder ausreichende Menge Aerosol. Durch den hohen Dampfdruck der halogenierten Kohlenwasserstoffe verdampft das Treibmittel innerhalb kurzer Zeit, und die Funktionsbereitschaft der Melder wird nicht beeinträchtigt.
Ein zur Prüfung von Rauchmeldern mit halogenierten Kohlenwasserstoffen geeigneter Melderprüfer besteht aus einem an einer Seite offenen, über den Rauchmelder stülpbaren Gehäuse, dessen Volumen mindestens das doppelte des Volumens des Rauchmelders beträgt, sowie durch einen mit dem Gehäuse verbun¬ denen Behälter, der das unter Druck verflüssigte Treibmittel enthält und der ein bei aufgestülptem Gehäuse von Hand oder automatisch betätigbares Spray¬ ventil, dessen Düse in das Gehäuseinnere führt, aufweist.
Wegen der umweltschädigenden Eigenschaften der halogenierten' Kohlenwasser¬ stoffe können diese nicht länger zum Einsatz kommen. Die als Ersatz in Frage kommenden Stoffe sind zumeist brennbar, toxisch, korrosiv und/oder teuer (vgl. Nachr. Chem. Tech. Lab. 40 [1992], Nr. 12, S. 1398).
Es sind noch andere Prüfmethoden für Brandmeldeanlagen mit optische Rauchmeldern bekannt, die ohne Verwendung von Prüfgasen arbeiten. Dabei wer den im allgemeinen ebenfalls Vorgänge benutzt, welche das Eindringen vo Rauch in den Rauchmelder simulieren. Dabei kann z.B. eine zusätzliche Licht quelle, welche Licht direkt auf den Strahlungsempfänger wirft, in dem Rauch melder das Auftreten von Streulicht simulieren (US-PS-2,627,064) .
In der US-PS-3,585,621 ist eine PrüfVorrichtung beschrieben, bei der zu Kontrolle der Lichtquelle gegenüber ein Eichstück eingesetzt wird, da Streulicht auf den Lichtempfänger wirft und z.B. eine Rauchkonzentration vo % vortäuscht. In der GB-PS-1,079,929 wird die Prüfung der optischen Rauch melder vorgenommen, indem eine Alarmsimulation (Streulicht) durch Einführun einer Fahne in den Strahlengang erfolgt.
Es kann auch die Spannung am Eingang des Schwellenwertdetektors mittel eines Schalters auf einen Wert knapp unterhalb der Ansprechspannun angehoben werden (JP-PA-46-12199) ; die normalerweise weit unterhalb der An sprechschwelle liegenden Spitzen des diffusen Störlichts werden dabei sowei angehoben, daß bei Test Alarm gegeben wird; dabei ist die gleichzeitig Funktionsprüfung von Blitzlampe, Photozelle, Verstärker und Schaltkreis mög lich.
In der US-A-4,306,230 ist ein photoelektrischer Rauchdetektor zur Anzeig sowohl von Alarm- als auch von Störungszuständen geoffenbart, welcher ein aus einer Lichtquelle und einem außerhalb des direkten Strahlengangs de Lichtquelle angeordneten lichtempfindlichen Element bestehende Detektions vorrichtung, welche in Abhängigkeit von einer ersten durch Anwesenheit vo Rauch bedingten Veränderung ein Ausgangssignal abgibt, aufweist. In de Rauchdetektor ist eine zweite Detektionsvorrichtung vorgesehen, die es er möglicht, einen Störungszustand (Verschmutzung der Oberflächen von Licht quelle oder lichtempfindlichem Element) zu erkennen, indem durch eine Öff nung im Gehäuse des Detektors eine vorbestimmte Menge Licht von der Licht quelle auf das lichtempfindliche Element fallen gelassen wird. Wenn di durch die Öffnung fallende Lichtmenge nicht ein Signal innerhalb eines be stimmten Bereichs auslöst, so ist eine Störung des Melders angezeigt.
In der EP-A1-0'122'5489 ist ein Verfahren zum Prüfen von photoelektrische Rauchdetektoren beschrieben, bei dem in der Meßkammer des Streulicht-Rauch
meiders zusätzlich zu der Rauch-Nachweis-Lichtquelle und dem Rauch-Nachweis- Lichtempfänger ein Test-Lichtempfänger, welcher Licht direkt von der Licht¬ quelle erhält, und eine Test-Lichtquelle, welche in Abhängigkeit vom Aus¬ gangssignal des Test-Lichtempfängers Licht direkt auf den Rauch-Nachweis- Lichtempfänger strahlt, vorgesehen sind. Bei diesem Verfahren wird das Funk¬ tionieren des Rauchmelders ständig von einer Zentrale aus überwacht, der Melder wird getestet, ob er ordentlich arbeitet und ob seine Empfindlichkeit sich innerhalb des normalen Bereichs befindet.
Bei all diesen Prüfmethoden besteht der Nachteil, daß in jedem einzelnen Rauchmelder Mittel für die Prüfung der Melder vorgesehen sein müssen, woraus sich eine erhebliche Verteuerung der Brandmeldeanlage ergibt.
In der JP-PA-53~99δ99 ist eine Vorrichtung zur Funktionsprüfung von opti¬ schen Rauchmeldern beschrieben, bei welchem ein Teil des Gehäuses, das die Meßkammer gegen die Außenatmosphäre abschirmt, aus Gummi oder einem elasti¬ schen Körper, z.B. einem Schwamm besteht. Der elastische Körper ist mit ei¬ ner ebenen Platte abgedeckt, die in der Mitte eine Öffnung aufweist. Zur Prüfung dient eine aus vier Armen bestehende Vorrichtung, die über den Mel¬ der gestülpt wird; im Zentrum der vier Arme befindet sich eine Nadel, die durch den Gummi in die Meßkammer des Melders eindringt und das Auftreten von Streulicht in der Kammer simuliert. Das heißt an oder in den Meldern müssen konstruktive Mittel vorgesehen sein, welche die Funktionsprüfung ermögli¬ chen.
Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zur Funktionsprüfung von Rauchmeldern zu schaffen, welche die Nachteile der bekannten Vorrichtungen zur Funktionsprüfung von Rauchmeldern vermeidet und welche es insbesondere ermöglicht, die Melder am Installationsort zu prüfen, ohne daß Mittel eingesetzt werden müssen, welche die Melder oder die Umwelt zu schädigen in der Lage sind. Eine weitere Auf¬ gabe der Erfindung besteht darin, die Prüfung der Melder durchführen zu kön¬ nen, ohne daß konstruktive Mittel an oder in den einzelnen Meldern ange¬ bracht werden müssen.
Diese Aufgaben werden bei einer Vorrichtung zur Funktionsprüfung von Rauchmeldern der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Ein Verfahren zur Funktionsprüfung von Streu-
lichtrauchmeldern wird in Patentanspruch 10 beansprucht und bevorzugte Aus- führungsformen der Erfindung und Ausgestaltungen sind in den abhängigen Pa¬ tentansprüchen definiert.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Funktionsprüfung von Rauchmeldern, ins¬ besondere von Streulichtrauchmeldern, beruht auf der Tatsache, daß ein Streulichtrauchmelder zwar weitgehend gegen das Eindringen von Licht aus der Umgebung in den Melder abgeschirmt ist, daß die Abschirmung jedoch nicht absolut ist, da die Melder gegen die Außenatmosphäre offen sein müssen, da¬ mit Rauch in die Meßkammer eindringen kann. Durch Streuung des Lichtes an Bauteilen im Inneren des Melders kann von der Lichtquelle des Melders Licht nach außen dringen und umgekehrt kann von außen her Licht in das Innnere des Melders eingestrahlt werden, das durch Streuung auf den Lichtempfänger des Melders gelangt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist das Gehäuse außerdem einen Test-Lichtempfänger auf, der Licht, das durch Streuung aus dem Inneren des Rauchmelders dringt, empfangen kann. Das Ausgangssignal dieses Test-Lichtempfängers steuert die Test-Lichtquelle in der Weise, daß diese einen Lichtimpuls in das Innere des zu prüfenden Rauch¬ melders strahlt, der dem von Rauch-Nachweis-Lichtquelle des Rauchmelders ausgestrahlten Lichtpuls entspricht
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist das Gehäuse an seinem oberen Rand, über den Umfang ver¬ teilt Mittel auf, die so ausgebildet sind, daß sie beim Überstülpen des Mel¬ derprüfers über einen zu prüfenden Rauchmelder gewährleisten, daß der Mel¬ derprüfer sich immer in derselben Ausrichtung gegenüber dem Rauch-Nachweis- Lichtempfänger des Rauchmelders befindet. Damit ist gewährleistet, daß bei der Prüfung verschiedener Rauchmelder immer gleiche Meßbedinungen herrschen. Vorzugsweise bestehen die Mittel, zur Ausrichtung des Melderprüfers aus Vor¬ sprüngen und Führungsnuten, welch letztere an einer an dem Rauchmelder vor¬ handenen Führungsnase anliegen. Diese Führungsnase muß nicht extra für die Prüfungszwecke angebracht werden, da sie für das richtige Einsetzen der Mel¬ der in den Sockel (elektrische Kontakte; Ausrichtung des Alarmindikators) sowieso vorhanden sein müssen.
An dem geschlossenen Ende des Gehäuses befindet sich eine Verlängerung,
auf die zur besseren Handhabung des Melderprüfers axial eine beliebig ver längerbare Stange, die vorzugsweise hohl ist, aufgesteckt werden kann, u Rauchmelder prüfen zu können, die an Decken in hohen Räumen angebracht sind.
Gemäß einer Ausgestaltung der Vorrichtung gemäß der Erfindung können zu Prüfung von Ionisationsrauchmeldern im oder am Gehäuse zusätzlich Mitte vorgesehen sein, mittels denen ein Luftstrom in einen zu prüfenden Ionisati onsrauchmelder geblasen werden kann. Damit auch thermische Melder mit diese bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung geprüft werde können, sind weitere Mittel vorgesehen, mit denen der Luftstrom fakultati erhitzt werden kann.
In einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind i der Auswerteelektronik Mittel vorgesehen, welche es gestatten, durch ein quantitative oder Schwellenwertmessung der Lichtleistung, welche auf de Test-Lichtempfänger fällt, die Rauch-Nachweis-Lichtquelle im Rauchmelder au Alterung, Verschmutzung oder Defekt zu prüfen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vor richtung sind in der Vorrichtung zur Funktionsprüfung Mittel vorgesehen, di verhindern, daß Licht, das von der Test-Lichtquelle emittiert wird und da auf den Test-Lichtempfänger fällt, erneut einen Lichtpuls von der Test Lichtquelle auslöst. Eine Möglichkeit besteht z.B. darin, das elektrisch Signal des Test-Lichtempfängers zu blockieren, bis ein weiterer Lichtpul von der Rauch-Nachweis-Lichtquelle ausgeht.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in den Zeichnungen dargestell ten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung zur Funktions¬ prüfung von Rauchmeldern gemäß vorliegender Erfindung und
Figur 2 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zur Funktionsprü¬ fung von Rauchmeldern gemäß Figur 1 entlang Linie A...B.
Wenn im folgenden die Zeichnungen beschrieben werden, so versteht es sich, daß die Darstellung so weit vereinfacht wurde, daß nur soviel von dem Aufba der PrüfVorrichtung für einen photoelektrischen Rauchdetektor dargestell ist, wie erforderlich ist, damit ein Fachmann die zugrunde liegenden Prinzi
pien und Begriffe leicht verstehen kann. In dieser Beschreibung wird durch¬ gehend - auch in den Patentansprüchen - nur von "Licht", "Licht"-Quellen und "licht"-empfindlichen Elementen ("Licht"-Empfängern) gesprochen. Es ist je¬ doch klar, daß unter dem Ausdruck "Licht" auch nicht sichtbares Licht, wie z.B. Infrarot-Strahlung oder ultraviolettes Licht, d.h. grundsätzlich jede elektromagnetische Strahlung zu verstehen ist, die üblicherweise in opti¬ schen Rauchmeldern verwendet wird. Unter Bezugnahme auf die Figuren werden in Form von Beispielen und nicht von Einschränkungen erfindungsgemäße Vor¬ richtungen beschrieben.
In Figur 1 ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung (Melderprüfer) ~ zur Funktionsprüfung von Rauchmeldern dargestellt. Der Mel¬ derprüfer 7 ist in einem axialen Längsschnitt gezeigt; er ist so gezeigt, wie er in Arbeitsstellung über einen an einer Raumdecke 6 angebrachten Rauchmelder 3 gestülpt ist, der in Seitenansicht dargestellt ist. Der Mel¬ derprüfer 7 besteht aus einem rotationssymmetrischen, zylindrischen Gehäuse 1, das unten eine zapfenförmige Verlängerung 2 aufweist, auf die eine Stange aufgesteckt werden kann, um Melder 3 prüfen zu können, die an Decken 6 in hohen Räumen angebracht sind.
An der inneren Wand des Gehäuses 1 ist eine Test-Lichtquelle ~ angebracht. Am oberen Rand des Gehäuses 1 befinden sich mehrere, über den Umfang des Randes verteilte Vorsprünge 8, sowie darin angebrachte Führungsnuten 9. die beim Überstülpen des Melderprüfers 7 über einen zu prüfenden Rauchmelder 3 in Verbindung mit einer am Rauchmelder 3 angebrachten Führungsnase 11 ge¬ währleisten, daß sich die Test-Lichtquelle ~ im Melderprüfer 7 relativ zum Rauch-Nachweis-Lichtempfänger 14 des Rauchmelders 3 immer in der gleichen Position befindet, so daß bei der Prüfung verschiedener Rauchmelder 3 immer gleiche Bedingungen herrschen.
Das Gehäuse 1 kann aus einem beliebigen Material hergestellt werden, zweckmäßigerweise wird es aus Gründen der Gewichtsersparnis aus einem geeig¬ neten Kunststoff oder aus Leichtmetall hergestellt. Auf der Unterseite des Gehäuses 1 befindet sich in einem separaten Fach die Elektronik 12 des Mel¬ derprüfers 7, z.B. die zum Betreiben der Test-Lichtquelle ~ erforderliche Batterie u.a. Die Unterseite des Gehäuses 1 und das Elektronikfach 12 weisen eine Öffnung 23 auf, durch die der Alarmindikator 22 des Rauchmelders 3 be¬ obachtet werden kann.
Zur Prüfung eines Rauchmelders 3 wird der Melderprüfer 7 über den Rauch melder 3 in der Weise gestülpt, daß die Führungsnuten ~ über die Führungsna se 11 am Rauchmelder 3 gleiten und die Vorsprünge 8 des Melderprüfers 7 a das Gehäuse 1 des Rauchmelders 3 anliegen. Durch Inbetriebsetzen der Test Lichtquelle 5 wird ein gepulster Lichtstrahl in das Innere des Melders gesendet und es wird durch Beobachtung des Alarmindikators 22 am Rauchmelde 3 oder in der (nicht dargestelten) Signalzentrale festgestellt, ob de Rauchmelder 3 funktionsfähig ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Melderprü fers 7 gemäß Figur 1 ist an der Innenwand des Gehäuses 1 ein Test-Lichtemp fänger 4 angebracht (in Figur 1 gepunktet dargestellt) . Im übrigen ent spricht diese Ausführungform dem Melderprüfer 7. wie er vorstehend beschrie ben wurde.
In Figur 2 ist ein horizontaler Schnitt durch diese bevorzugte Ausfüh rungsform des Melderprüfers 7 gemäß Figur 1 entlang der Linie A...B darge stellt. Er ist wie in Figur 1 so gezeigt, wie er in Arbeitsstellung übe einen an einer Raumdecke 6 angebrachten Rauchmelder 3 gestülpt ist. Im Inne ren des Rauchmelders 3 sind nur die Rauch-Nachweis-Lichtquelle 15, de Rauch-Nachweis-Lichtempfänger 14 und Mittel dargestellt, die in der vorlie genden Skizze durch Lichtabschirmplatten 24 angedeutet sind und die verhin dern, daß Licht direkt von der Rauch-Nachweis-Lichtquelle 15 auf den Rauch Nachweis-Lichtempfänger 14 des Rauchmelders 3 fällt. Außer der Test-Licht quelle 5 ist an der Innenwand des Gehäuses 1 ein Test-Lichtempfänger 4 (i Figur 1 punktiert gezeichnet) angebracht.
Außen befindet sich das Gehäuse 1 mit den drei Vorsprüngen 8 und den Füh rungsnuten 9. die in Zusammenarbeit mit der Führungsnase 11 am Rauchmelder zur Ausrichtung des Melderprüfers 7 gegenüber dem Rauchmelder 3 dienen. Da durch wird erreicht, daß sich beim Überstülpen über einen zu prüfende Rauchmelder ~ die Test-Lichtquelle 5 des Melderprüfers 7 bezüglich de Rauch-Nachweis-Lichtempfängers 14 und der Test-Lichtempfänger 4 bezüglic der Rauch-Nachweis-Lichtquelle 15 des Rauchmelders 3 immer in der gleiche Position befinden, so daß bei der Prüfung verschiedener Rauchmelder 3 imme gleiche Meßbedingungen herrschen.
Die Elektronik 12 umfaßt einen (nicht dargestellten Verstärker/Bandpaßfil¬ ter zur Verstärkung, Filterung und Auswertung des vom Test-Lichtempfänger 4 abgegebenen elektrischen Signals, sowie elektronische Mittel zur Ansteuerung der Test-Lichtquelle 5-
Beim Prüfvorgang gelangt das pulsförmige Licht der Rauch-Nachweis-Licht¬ quelle 15 durch Streuung an Bauteilen des Streulichtrauchmelders 3 aus dem Melder und fällt auf den Test-Lichtempfänger 4 des Melderprüfers 7. Der Test-Lichtempfänger 4 gibt in Abhängigkeit von dem auffallenden Licht ein elektrisches Ausgangssignal ab, das in dem Verstärker/Bandpaßfilter ver¬ stärkt wird. Die Elektronik 12 enthält Mittel zum Vergleich der Höhe dieses Signals mit einem vorgegebenen Schwellenwert. Übersteigt das Ausgangssignal des Verstärkers diesen Schwellenwert, so wird die Test-Lichtquelle 5 ange¬ steuert und gibt einen Lichtpuls ab, der jenen der Rauch-Nachweis-Lichtquel¬ le 15 des Streulichtrauchmelders 3 zeitlich teilweise überdeckt. Dieser Lichtpuls gelangt durch Streuung an Bauteilen des Rauchmelders 3 in das In¬ nere des Melders und fällt auf den Rauch-Nachweis-Lichtempfänger 14. Nach ein- oder mehrmaligem Empfang eines solchen Lichtpulses wird im Rauchmelder 3 ein Alarmsignal ausgelöst. Am Alarmindikator 22 (oder in der Signalzentra¬ le) kann so die Funktionsfähigkeit des Struelichtrauchmelders 3 erkannt wer¬ den.
Die Elektronik 12 enthält außerdem Schaltelemente, welche verhindern, daß i
Licht der Test-Lichtquelle 5. das auf den Test-Lichtempfänger 4 fällt, zu einer erneuten Auslösung der Test-Lichtquelle 5 führt. Das kann beispiels¬ weise dadurch erreicht werden, daß nach dem ersten Ansteuern der Test-Licht¬ quelle 5 das Ausgangssignal des Test-Lichtempfängers 4 für eine Zeit blok- kiert wird, die kürzer ist als dier Zeitruam zwischen zwei Lichtpulsen der Rauch-Nachweis-Lichtquelle 15 des Rauchmelders 3-
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Melderprüfers 7 können in dem Gehäuse 1 Mittel vorgesehen sein, die es ermöglichen, einen Rauchmelder 3 aus seiner Fassung zu entfernen und wieder einzusetzen. Da¬ durch erübrigt sich die Verwendung eines speziellen Gerätes (Melderpflücker) für das Entfernen und Einsetzen von Meldern.
Um auch andere Rauchmelder, die nicht auf dem Streulichtprinzip beruhen, prüfen zu können, kann in der hohl ausgebildeten Verlängerung 2 des Melder-
Prüfers 7 ein Ventilator angebracht werden, der einen hinreichend starken Luftstrom in das Gehäuse 1 bläst, daß ein Ionisationsrauchmelder in den Alarmzustand versetzt werden kann. Bringt man vor dem Gebläse eine Heizspi¬ rale an, so kann der Melderprüfer 7 auch zum Testen von thermischen Meldern verwendet werden.
Abwandlungen der vorbeschriebenen Vorrichtung zur Funktionsprüfung von Rauchmeldern sind im Rahmen der Erfindung gemäß den Ansprüchen möglich und dem Fachmann geläufig.