BESCHREIBUNG
Steuerung der Stromaufnahme mehrerer Stromverbraucher in einem Kraftfahrzeug
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanord¬ nung zur Steuerung der Stromaufnahme mehrerer Stromver¬ braucher in einem Kraftfahrzeug, das mit einem Drehstrom¬ generator, der einen Regler zur Regelung der Generator¬ ausgangsspannung aufweist, und mit einer Fahrzeugbatterie ausgestattet ist, die durch den Generator geladen wird. Außerdem bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfah¬ ren zur Steuerung der Stromaufnahme mehrerer in einem Kraftfahrzeug angeordneten Stromverbraucher.
Werden mehrere Stromverbraucher in einem Kraftfahrzeug gleichzeitig eingeschaltet, so reicht oft der vom Gene¬ rator gelieferte Ausgangsstrom nicht aus, um den Strom¬ verbrauch aller Verbraucher im Kraftfahrzeug zu decken. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn unter den Stromverbrauchern leistungsstarke Heizungseinrichtungen sind. Reicht der vom voll ausgelasteten Generator gelie¬ ferte Strom in einem solchen Fall nicht aus, so beziehen die Verbraucher zusätzlich Strom aus der Fahrzeugbatte¬ rie, was zu einer Entladung der Batterie nach einer ge¬ wissen Zeitspanne führt.
Um ein Entladen der Fahrzeugbatterie zu verhindern, ist man dazu übergegangen, Heizungen mit mehreren getrennt einschaltbaren Heizelementen in Fahrzeuge einzubauen. Eine elektrische Heizung, bei der die einzelnen Heiz¬ elemente individuell an das Stromversorgungsnetz des Fahrzeugs geschaltet werden, ist beispielsweise in DE 35 09 073 AI beschrieben. Die einzelnen Heizwider¬ stände werden individuell ein- bzw. abgeschaltet, je nach dem ob ein Leistungsüberschuß des Generators vorhanden ist oder nicht.
Es sind auch Schaltungsanordnungen bekannt, die dafür sorgen, daß einzelne Verbraucher einer Gruppe von meh¬ rerer in einem Kraftfahrzeug eingebauten Stromverbrau¬ chern bei Überlastung des Generators abgeschaltet werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zur Steuerung der Stromaufnahme von Stromverbrauchern in eim Kraftfahrzeug zu schaffen, die ein Entladen der Fahrzeugbatterie auch während des Betriebs leistungsstarker Verbraucher verhindert.
Diese Aufgabe wird durch eine Schaltungsanordnung in einem Kraftfahrzeug mit einem Drehstromgenerator, der einen Regler zur Regelung der Generatorausgangsspannung mit einem Ausgangsanschluß aufweist und mit einer durch den Generator aufladbaren Fahrzeugbatterie dadurch ge¬ löst, daß in der Schaltungsanordnung zur Steuerung der Stromaufnahme eines oder mehrerer Verbraucher ein steu¬ erbarer Spannungswandler vorgesehen ist, der zwischen den Generator und den Stromverbraucher geschaltet ist. Der Spannungswandler wird mittels eines vom Regler des Gene¬ rators gelieferten Reglersignals gesteuert und versorgt den an den Ausgang des Spannungswandlers geschlossenen Verbraucher mit einer von diesem Reglersignal abhängigen Spannung.
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Diese in Anspruch 1 angegebene Schaltungsanordnung ermög¬ licht die Durchführung des in Anspruch 8 angegebenen Ver¬ fahrens zur Steuerung der Stromaufnahme eines oder mehre¬ rer in einem Kraftfahrzeug eingebauten Verbrauchern. Er¬ findungsgemäß wird die Ausgangsspannung des Spannungwand¬ lers derart gesteuert, daß
immer dann ein Herabsetzen der Ausgangsspannung des Spannungswandlers erfolgt, wenn die Impulsbreite des am Ausgangsanschluß des Reglers anliegenden Regler¬ signals einen unteren Grenzwert w unterschreitet und
ein Erhöhen der Ausgangsspannung des Spannungswandlers immer dann erfolgt, wenn die Pulsbreite des an der Ausgangsanschluß des Reglers anliegenden Reglersignals eine obere Grenze W überschreitet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der in Anspruch 1 angegebe¬ nen Schaltungsanordnung sind in den Unteransprüchen 2-7 angegeben.
Ein Vorteil dieser Erfindung ist es, daß das am Regler¬ ausgang und an einem Ende der Erregerspule anliegende Reglersignal als Steuersignal benutzt werden kann. Der Regler tastet nämlich die Ausgangsspannung des Generator laufend ab und unterbricht immer dann den Erregerstrom¬ kreis, wenn die Ausgangsspannung des Generators einen oberen Schwellenwert überschreitet. Daher schwankt am Regler am Reglerausgang die Spannung zwischen einem hohen Spannungspegel und einem niedrigen Spannungspegel. Ein hoher Spannungspegel liegt immer dann an, wenn der Erregerstromkreis des Generators unterbrochen ist. Eine hohe Pulsbreite bedeutet, daß der Generator nicht ausge¬ lastet ist, und eine geringe Pulsbreite bedeutet, daß der
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Generator ausgelastet oder überlastet ist. Denn ein nie¬ driger Spannungspegel liegt am Reglerausgangsanschluß im¬ mer dann an, wenn durch die Erregerspule ein Erregerstrom fließt.
Dieses Reglersignal mit veränderlicher Spannungsimpuls¬ breite kann vorteilhafterweise einem Gleichstrom-Gleich¬ strom-Wandler (im folgenden DC-DC-Wandler genannt) über dessen Steuereingang zugeführt werden, um am Ausgang des DC-DC-Wandlers eine von der Pulsbreite der Spannungsim¬ pulse des Reglersignals abhängigen Ausgangsspannung zu erhalten.
Wie in Anspruch 4 angegeben, läßt sich ein solcher DC-DC- Wandler auf einfache Weise aus einem Zähler und aus einem Digital-Analog-Wandler (im folgenden DA-Wandler genannt) zusammenbauen. Mit dem Zähler kann die Impulsbreite bzw. Impulsdauer des Steuersignals erfaßt werden und in Form eines digitalen Wertes(Zählerstand) erhalten werden. Die¬ ser digitale Wert kann mittels des DA-Wandlers in eine dem Zählerstand proportionale Ausgangspannung umgewandelt werden.
Statt eines DC-DC-Wandlers kann auch ein Wandler (im fol¬ genden AC-AC-Wandler genannt) verwendet werden, der die direkt von den Statorspulen des Generators gelieferten Wechselspannungen in eine Ausgangswechselspannung umwan¬ delt, die zur Pulsbreite des am Reglerausgangs anliegen¬ den Steuersignals proportional ist. Ein AC-AC-Wandler kann immer dann eingesetzt werden, wenn ein mit Wechsel¬ spannung betriebener Verbraucher oder ein mit einer vor¬ geschalteten Gleichrichterspannung ausgestatteter Ver¬ braucher im Kraftfahrzeug vorliegt.
Wie in Anspruch 6 angegeben, läßt sich der AC-AC-Wandler auf einfache Weise mittels einer Thyristoreinheit bauen, bei der das Steuersignal den Steueranschlüssen der Thyri¬ storen zugeführt werden. Bei Bedarf kann der Thyristor¬ einheit noch ein Trafo nachgeschaltet sein. Da das Steu¬ ersignal den Steueranschlüssen der Thyristoren zugeführt wird, wird eine von diesem Steuerimpuls abhängige Aus¬ gangswechselspannung am Ausgang des AC-AC-Wandlers er¬ halten.
Der wohl wesentlichste Vorteil der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist darin zu sehen, daß durch die erfindungsgemäße Steuerung der Stromaufnahme der Ver¬ braucher auch leistungsschwache Generatoren in Fahrzeugen eingesetzt werden können, ohne daß dies zu einer Entla¬ dung der Fahrzeugbatterie führt.
Im folgenden werden zwei Ausführungsformen anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung, bei der der Spannungwandler ein DC-DC-Wandler ist;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgmäßen Schaltungsanordnung, bei der der Spannungswand¬ ler ein AC-AC-Wandler ist;
Fig. 3 den zeitlichen Spannungsverlauf des Steuer¬ signals;
Fig. 4a eine mögliche Ausführungsvariante des Spannungs¬ wandlers und
Fig. 4b eine weitere mögliche Ausführngsvariante des Spannungwandlers.
Die in Fig. 1 gezeigte Schaltungsanordnung umfaßt einen Drehstromgenerator 1, einen Spannungswandler 2, eine Fahrzeugbatterie 3 und einen Verbraucher 4.
Der Drehstromgenerator enthält drei auf einem nicht gezeigten Ständer angeordneten Ständerwicklungen 11, 12 und 13 und eine Erregerwicklung 14, die auf dem nicht dargestellten Läufer des Generators 1 angeordnet ist. Im Generator ist ferner ein Regler 10 untergebracht, der zur Regelung der an einer Klemme B+ anliegenden Generator- Ausgangsspannung dient. Der Regler 10 tastet die in die Ständerwicklungen 11, 12, 13 induzierten Wechselspannun¬ gen ab und unterbricht den Erregerstromkreis immer dann, wenn die Wechselspannungen in den Ständerwicklungen einen oberen Schwellenwert überschreiten. Die Erregerspule 14 ist nämlich nur dann an Nasse geschlossen, wenn der Tran¬ sistor der Reglerausgangsstufe leitend ist. Der Kollektor des Transistors der Reglerausgangsstufe ist mit einer Klemme DF verbunden, die im folgenden als Ausgangsklemme des Reglers bezeichnet ist.
An der Ausgangsklemmme DF des Reglers liegt eine Recht¬ eckimpuls-Spannung an, deren zeitlicher Verlauf in Fig. 3 dargestellt ist. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist die Im¬ pulsbreite PB der Rechteckspannungsimpulse an der Aus¬ gangsklemme DF zeitlich veränderlich. Bei schwach ausge¬ lastetem Generator ist die Impulsbreite der Spannung an der Klemme DF groß, da der Erregerstromkreis länger un¬ terbrochen ist und demzufolge an der Klemme DF ein hoher Spannungspegel anliegt. Ist der Generator hingegen voll ausgelastet oder sogar überlastet, so weisen die Impulse der Spannung an der Anschlußklemme DF eine geringe Breite
auf, da der Erregerstromkreis des Generators überwiegend geschlossen ist. Im geschlossenen Zustand ist nämlich der Transistor in der Ausgangstufe des Reglers leitend, was ein Absinken der Spannung an der Ausgangsklemme DF auf Massepotential zur Folge hat.
Die Reglerausgangsspannung des Reglers 10 an der Aus¬ gangsklemme DF dient als Steuersignal und wird dem Span¬ nungswandler 2 zugeführt. Der Spannungswandler 2 ist ein DC-DC-Wandler mit einem Steueranschluß S, einem Eingangs¬ anschluß E und einem Ausgangsanschluß A, der mit dem Ver¬ braucher 4 verbunden ist. Der DC-DCWandler 2 wird so ge¬ steuert, daß die Ausgangsspannung Ua am Ausgangsanschluß A gleich der Eingangsspannung Ue (oder größer) am Ein¬ gangsanschluß E ist, wenn die Impulsbreite des Steuersi¬ gnals am Steueranschluß S groß ist, und daß die Ausgangs¬ spannung Ua kleiner als die Eingangsspannung Ue ist, wenn die Impulsbreite des Steuersignals einen unterern Grenz¬ wert w unterschreitet. Demzufolge gelten folgende Bezie¬ hungen:
Ua (PB) - f (PB)
Ua < Ue, wenn PB < w Ua - Ue oder Ua > Ue, wenn PB > W
Ein DC-DC-Wandler 2, der wie oben beschrieben funktio¬ niert, läßt sich bespielsweise aus einem Zähler und einem DA-Wandler zusammenbauen, dessen analoges Ausgangssignal zur Steuerung der Ausgangsstufe des DC-DC-Wandlers 2 dient. Ist der digitale Wert, der dem Zählerstand ent¬ spricht, hoch, so liegt am Ausgang des DA-Wandlers ein analoges Signal mit hohem Spannungspegel an, so daß die Ausgangsspannung an der Ausgangsstufe des DC-DC-Wandlers 2 hoch ist. Im umgekehrten Fall, das heißt im Falle des Vorhandenseins eines Reglersignals mit geringer Puls¬ breite, wird die Ausgangsspannung an der Ausgangsstufe des DC-DC-Wandlers herabgesetzt.
Fig. 4a zeigt eine andere Ausführungsvariante des DC-DC- Wandlers 2. Der darin dargestellte DC-DC-Wandler besteht im wesentlichen aus einem Transistor 20, der ein bipola¬ rer Transistor oder ein Feldeffekttransistor sein kann, und einem Basiswiderstand 22. Dieser Wandler wandelt eine konstante Gleichspannung in eine getaktete Gleichspannung um, falls der Transistor 20 durch das Rechteckimpulssi¬ gnal des Reglers 10 angesteuert wird.
Im folgenden wird die zweite Ausführungsform der Erfin¬ dung beschrieben. Schaltungselemente in der Schaltungsan¬ ordnung aus Fig. 2, die gleich den Schaltungselementen aus der Schaltungsanordnung in Fig. 1 sind, wurden mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Schaltungsanordnung in Fig. 2 unterscheidet sich im wesentlichen von der Schaltungsanordnung aus Fig. 1 nur dadurch, daß darin als Spannungswandler ein AC-AC-Wandler 5 mit drei Eingangs¬ anschlüssen El, E2 und E3 vorgesehen ist und daß dem Stromverbraucher 4 eine Gleichrichterschaltung 6 vorge¬ schaltet ist. An den Eingängen El, E2 und E3 des AC-AC- Wandlers 5 liegen die in die Ständerwicklungen 11, 12 und 13 induzierten Wechselspannungen an. Der Spannungswandle kann, wie aus Fig. 4b ersichtlich, eine Thyristor-Einheit mit mehreren Thyristoren 50a, 50b und 50c enthalten. Die Thyristoren dienen als Wechselstromumrichter, die an den Eingängen El, E2 und E3 anliegende Wechselströme einer gegebenen Spannung in einen bzw. mehrere Wechselströme von geringerer Spannung umwandeln. Der AC-AC-Wandler 5 enhält eine Schaltung 52, die vorgesehen ist, um das als Steuersignal genutzte Reglersignal am Steuereingang S des Wandlers 5 in für die Ansteuerung der Thyristoren geeig¬ nete Signale umzuwandeln. Es ist auch denkbar, am Ausgang des AC-AC-Wandlers einen Wechselstrom-Transformator 54 vorzusehen.
Durch die Ansteuerung der Thyristoren 50a, 50b und 50c mit dem Ausgangssignal des Reglers 10 läßt sich die Aus¬ gangsspannung Uw des AC-AC-Wandlers wie die Ausgangsspan¬ nung des DC-DCWandlers steuern. Für die Ausgangsspannung des AC-AC-Wandlers 5 gelten die Beziehungen, die im Zu¬ sammenhang mit der Beschreibung der Schaltungsanordnung aus Fig. 1 weiter oben beschrieben worden sind.
Selbstverständlich lassen sich der DC-DC-Wandler und AC-AC-Wandler auch aus anderen Schaltungsbausteinen aufbauen. Der hier vorgeschlagene Schaltungsaufbau des DC-DC-Wandlers und des AC-AC-Wandlers stellt nur eine mögliche Ausführungsvariante einer Vielzahl von Ausfüh¬ rungsvarianten dar.
Schließlich soll das Verfahren zur Steuerung von Strom¬ aufnahme der in einem Kraftfahrzeug untergebrachten Ver¬ braucher anhand der Fig. 3 erläutert werden. Der zeitli¬ che Verlauf eines möglichen, am Steueranschluß S des Spannungswandlers 2 bzw. 5 anliegenden Reglersignals ist in Fig. 3 dargestellt. Wie bereits erläutert, ist die Pulsbreite PB ein Maß für die Auslastung des Drehstromge¬ nerators 1. Große Impulsbreiten PB lassen auf eine gerin¬ ge Auslastung des Generators schließen und geringe Im¬ pulsbreiten PB lassen auf eine hohe Auslastung oder Über¬ lastung des Generators 1 schließen. Unterschreitet die Impulsbreite des Rechteckimpulses der Steuerspannung eine untere Grenze w, wie dies beispielsweise zu einem Zeit¬ punkt t. der Fall ist, so wird die Ausgangsspannung des Spannungswandlers 2 bzw. 5 herabgesetzt, um die Stromauf¬ nahme des an den Spannungswandler angeschlossenen Ver¬ brauchers 4 zu reduzieren. Dies führt wiederum dazu, daß sich die Impulsbreite des Rechteckimpulses der Steuer¬ spannung erhöht. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist die Im¬ pulsbreite PB zu einem späteren Zeitpunkt t-, bereits we¬ sentlich größer als zu dem früheren Zeitpunkt t..
Die Impulsbreite ist beispielsweise zum Zeitpunkt t- grö¬ ßer als ein oberer Grenzwert W. Ist die Pulsbreite PB größer als ein oberer Grenzwert W, so wird die Ausgangs¬ spannung des Spannungswandlers 2 oder 5 erhöht. Durch das Erhöhen und Herabsetzen der Ausgangsspannung der Span¬ nungswandler ist gewährleistet, daß die Stromaufnahme des Verbrauchers nach oben begrenzt ist und eine Überlastung des Generators nicht eintritt.