Beheizbares Schneidinstrument, insbesondere Schere, Messer, Haarschneidemaschine oder dgl
Die Erfindung betrifft ein beheizbares Schneidinstrument, insbesondere Schere, Messer, Haarschneidemaschine oder dgl , mit einer Schneidklinge mit einem elektrischen Heizelement zum Beheizen sowie mit einem elektrischen Anschluß zum Betreiben des elektrischen Heizelements mittels eines elektrischen Spannungsversorgungsgerätes
Beheizbare Schneidinstrumente, insbesondere beheizbare Scheren zum Haareschneiden haben den Vorteil, daß durch die heißen Schneidklingen wahrend des Schneidens des Haares die Haarspitzen kauteπsiert werden Dies bedeutet, daß die Haarspitzen leicht schmelzen Die Haarspitzen werden somit gewissermaßen versiegelt und es wird dadurch einem Haarspliß entgegengewirkt
Ein beheizbares Schneidinstrument in Form einer beheizbaren Schere der eingangs angegebenen Art ist aus der WO 92/00688 bekannt Die Grundidee besteht dann, an einem einen Grundkorper definierenden Kiingenhalter ein separates Schneidelement aus Metall mit einer vorderen Schneidkante anzuordnen Zu diesem Zweck weist der Klingenhalter eine Ausnehmung auf, in die das Schneidelement eingesetzt und mit dem Klingenhalter verschraubt ist Zwischen dem Klingenhalter und dem Schneidelement ist eine separate Heiz- folie angeordnet Diese wird durch ein elektrisches Spannungsversorgungsgerat elektrisch versorgt Der Heizwiderstand heizt dabei das Schneidelement auf Der Nachteil bei dieser bekannten beheizbaren Schere liegt in der Anordnung des Heizelements in Form einer separaten Heizfolie, welche zwischen dem Klingenhalter und dem eigentlichen Schneidelement angeordnet werden muß Nachteilig ist, daß sehr leicht Feuchtigkeit eindringen kann, was zu einer Zerstörung der Heizfolie fuhren kann Auch ist die Montage der beheizbaren Schere umständlich
Eine weitere beheizbare Schere ist in dem DE-U-295 06 308 offenbart Hier ist die Schneidklinge außenseitig von einem Kunststoffkorper abgedeckt Zwischen diesem Kunststoffkor- per und der eigentlichen Schneidklinge ist eine ebenfalls separate Heizfolie angeordnet Der große Nachteil bei dieser bekannten beheizbaren Schere ist, daß sehr leicht Feuchtigkeit in den Zwischenraum zwischen der Schneidklinge und der Kunststoffabdeckung eindringen kann, was früher oder spater zu einer Zerstörung der Heizfolie fuhrt Demgemäß ist diese beheizbare Schere auch mit vielen Ausfallen verbunden
Ein weiteres Problem bei sämtlichen bekannten beheizbaren Scheren liegt darin, daß die Kabel zum elektrischen Verbinden der Schere mit der elektrischen Spannungsversorgung häufig brechen. Dies bedeutet, daß zur Reparatur des Kabels die Schere komplett auseinandergebaut werden muß, um ein neues Kabel einziehen zu können. Dies ist ersichtlich umständlich und kostenaufwendig.
Bei den Scheren kann es sich um jede Art von Schere handeln, beispielsweise um eine Friseurschere, eine Schneiderschere, eine Haushaltsschere, eine Geflügelschere, eine Papierschere, eine Heckenschere etc. Derartige Scheren weisen grundsätzlich zwei Schneidklingen auf, welche am rückwärtigen Ende jeweils einen Betätigungsgriff mit Fingeröse aufweisen. Im Übergangsbereich zwischen den Schneidklingen und den Betätigungsgriffen sind die Schneidklingen um eine Drehachse gegeneinander verschwenkbar. Diese Schwenkeinrichtung ist durch eine Schraube gebildet, welche als Drehachse dient. Das Problem bei derartigen Scheren liegt darin, daß die Schwenkeinrichtung einen relativ großen Reibungswiderstand aufweist, so daß die Schere schwergängig ist. Insbesondere dort, wo mit der Schere fein und exakt geschnitten werden muß, wie beispielsweise bei Friseuren, ist dies von besonderem Nachteil, da dort eine leichtgängige Schere gefordert ist.
Der Erfindung liegt die A u f g a b e zugrunde, ein beheizbares Schneidinstrument mit einer verbesserten Ausbildung des elektrischen Heizelements sowie mit einer verbesserten Handhabung zu schaffen.
Als technische L ö s u n g wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß das elektrische Heizelement dauerhaft und fest an der Schneidklinge angebracht ist.
Der Vorteil des so ausgebildeten beheizbaren Schneidinstruments liegt darin, daß das elektrische Heizelement durch seine unlösbare, dauerhafte sowie feste Anordnung an der Schneidklinge in dieser integriert ist und insgesamt eine kompakte Einheit Schneidklinge/Heizelement gebildet ist. Durch die feste Anbringung des Heizelements an der Schneidklinge ist das Heizelement gewissermaßen eingekapselt und so im Vergleich zu bekannten Heizfolienanordnungen weniger einem Zugriff von Feuchtigkeit und damit Korrosion zugänglich. Der große Vorteil des erfindungsgemäßen beheizbaren Schneidinstruments liegt in seiner sehr hohen Funktionszuveriässigkeit mit langer Standzeit ohne Ausfälle. Die Spannungsversorgung des elektrischen Heizwiderstandes erfolgt über ein entsprechendes elektrisches Steuergerät. Damit die Schneidklinge die gewünschte Temperatur aufweist, ist vorzugsweise noch ein Temperaturfühler im Heizbereich für eine exakte Temperaturmes-
sung vorgesehen Ebenso wie die Heizung kann auch der Temperaturfühler fest an der Schneidklinge angebracht sein Alternativ ist es auch denkbar, daß dieser separat auf der Schneidklinge liegt Auch diese Temperaturfuhlung ist an das Steuergerat angeschlossen
Eine bevorzugte Weiterbildung schlagt vor, daß das elektrische Heizelement auf die Schneidklinge aufgedruckt, aufgesintert oder aufgeklebt ist Weitere Aufbπngungsmoglich- keiten sind denkbar Insbesondere das Aufdrucken stellt die bevorzugte Anordnung des elektrischen Heizelements auf der Schneidklinge dar In diesem Fall wird keine Heizfolie verwendet Vielmehr wird das Heizelement mittels Dickschichttechnologie auf der Schneidklinge aufgebracht Insbesondere wird das elektrische Heizelement mittels Siebdruck aufgedruckt Dies bedeutet, daß eine stromleitende Paste aufgedruckt, d h aufgebracht und anschließend eingebrannt wird Ein derartiger Heizleiter kann eine Dicke von 4 Mikrometern besitzen Dies reicht aus, um die Schneidklinge auf die gewünschte Temperatur zu bringen
Eine Weiterbildung hiervon schlagt vor, daß das elektrische Heizelement stπchformig längs der Schneidkante der Schneidklinge ausgebildet ist Das Heizelement ist somit als dunner Strich ausgebildet, welcher sich längs der Schneidkante mit parallelem Abstand dazu erstreckt
Vorzugsweise besteht die Schneidklinge aus Metall oder Keramik Insbesondere eine Schneidklinge aus Keramik zeichnet sich durch eine lange Lebensdauer hinsichtlich ihrer Scharfeeigenschaften aus
Eine weitere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Schneidinstruments schlagt vor, daß die Schneidklinge unter elektrischer Spannung steht In diesem Fall besteht die Schneidklinge aus einem elektrisch leitenden Material, nämlich Metall Gleichermaßen ist es aber auch denkbar, eine Schneidklinge aus Keramik mit einer entsprechenden Metallschicht zu versehen, welche die notwendigen elektrischen Eigenschaften aufweist Indem die Schneidklinge unter elektrischer Spannung steht, wird dadurch gleichzeitig mit dem Haareschneiden eine elektrische Reizung der Kopfhaut ermöglicht Es ist lediglich noch erforderlich, den Korper an den anderen Pol der Spannungsversorgung anzuschließen, so daß ein entsprechender Strom entlang der Haare fließt
Eine bevorzugte Weiterbildung schlagt vor, daß die Schneidkiinge als separates Bauteil an einem Grundkorper angeordnet ist Dies hat Vorteil, daß das Heizelement auf einfache Weise an der Schneidklinge angebracht werden kann Die so vorbereitete Schneidklinge kann dann am eigentlichen Grundkorper des Schneidinstruments angebraucht, beispiels-
weise angeklebt, angenietet oder angeschraubt werden Vorzugsweise wird der Grundkorper eine entsprechende Ausnehmung aufweisen, in die die Schneidklinge eingesetzt werden kann
Dabei kann der Grundkorper aus Kunststoff oder Keramik bestehen Kunststoff ist dabei das bevorzugte Material, da ein Kunststoffgrundkorper durch einen einfachen Spritzvorgang hergestellt werden kann
Alternativ ist es auch denkbar, daß der Grundkorper aus Metall besteht In diesem Fall können herkömmliche Metallscheren verwendet werden Es ist lediglich erforderlich, zum Einsetzen der Schneidklinge in den Grundkorper im Schneidklingenbereich eine entsprechende Ausnehmung einzubringen, indem dann dann die separate Schneidklinge mit integrierter Heizung eingesetzt und befestigt werden kann
Vorzugsweise ist dabei zwischen dem Grundkorper und der Schneidklinge eine Isolierung angeordnet Diese Isolierung dient als Wärmeisolierung sowie als elektrische Isolierung der heißen sowie unter Spannung stehenden Schneidklinge vom metallischen Grundkorper Dadurch ist gewährleistet, daß sich der eigentliche Grundkorper des Schneidinstruments nicht aufheizt und somit die Gefahr von Verbrennungen vermieden ist
Eine weitere Weiterbildung in diesem Zusammenhang schlagt vor, daß der Grundkorper einen Betatigungsgπff aufweist, wobei im Bereich zwischen dem Grundkorper mit der beheizten Schneidklinge und dem Betatigungsgπff eine Wärmeisolierung vorgesehen ist Dies kann bei der Metallschere dadurch realisiert werden, daß in diesem Bereich das Metall entfernt und durch Kunststoff ersetzt wird Dadurch wird eine Warmeleitung zum Betati- gungsgπff hin weitestgehend verhindert, so daß auf zusätzliche Schutzmechanismen im Bereich des Betatigungsgπffes verzichtet werden kann
Eine weitere bevorzugte Weiterbildung schlagt vor, daß am Schneidinstrument eine elektrische Steckverbindung für ein Anschlußkabel des elektrischen Spannungsversorgungsgerätes der elektrischen Stromversorgung der Heizelemente angeordnet ist Die Grundidee liegt dann, das Anschlußkabel des elektrischen Spannungsversorgungsgerätes nicht direkt zum Heizelement zu fuhren, sondern die Verbindung durch eine elektrische Steckverbindung herzustellen Die elektrische Steckverbindung kann dabei durch Stecker/Buchse erfolgen Somit ist die elektrische Steckverbindung fest im Schneidinstrument integriert Der Vorteil hegt dann, daß bei einem Bruch des Anschlußkabels dieses schnell und einfach
ausgetauscht werden kann, ohne daß beispielsweise die gesamte Schere einschließlich des Heizelements auseinandergebaut werden muß.
Vorzugsweise ist die elektrische Steckverbindung im Betätigungsgriff angeordnet. Dies stellt eine technisch einfache Möglichkeit dar, um das Anschlußkabel an die elektrische Steckverbindung anschließen zu können. Bei einer beheizbaren Schere wird die elektrische Steckverbindung insbesondere im Bereich der einen Fingeröse anzuordnen sein.
Weiterhin wird in einer Weiterbildung vorgeschlagen, daß die Kabel von der elektrischen Steckverbindung zum elektrischen Heizelement innerhalb des Körpers des Schneidinstruments verlaufen. Dies hat den Vorteil, daß die Kabel nicht stören. Bei einer Schere wird die Kabelführung im Griffbereich sein.
Eine weitere Weiterbildung schlägt vor, daß das Schneidinstrument eine Schere mit zwei Schneidklingen ist, die mittels einer ein Wälzlager aufweisenden Schwenkeinrichtung um eine Drehachse gegeneinander verschwenkbar sind. Der Vorteil einer derartigen Schere unter Verwendung eines Wälzlagers liegt darin, daß die Schere im Vergleich zu herkömmlichen Scheren erheblich leichtgängiger ist, da das Wälzlager den Reibungswiderstand verringert. Der Begriff "Wälzlager" ist dabei als Oberbegriff zu verstehen, unter den sämtliche Lager fallen, welche zwischen zwei bewegten Teilen den Reibungswiderstand verringern sollen. Insbesondere fallen unter die Wälzlager Kugellager, Gleitlager sowie Nadellager.
Eine bevorzugte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schere schlägt vor, daß das Wälzlager einen Außenring sowie einen dazu konzentrischen, drehbaren Innenring aufweist, wobei der Außenring mit der einen Schneidklinge und der Innenring mit der anderen Schneidklinge drehfest verbunden ist. Dadurch ist eine technisch einfache Möglichkeit geschaffen, um mittels des Wälzlagers den Reibungswiderstand zwischen den beiden Schneidklingen zu verringern, wobei die beiden Wälzlagerringe jeweils einem der beiden Schneidklingen zugeordnet sind. Dabei sind die beiden Wälzlagerringe bewegungsmäßig mit den beiden Schneidklingen gekoppelt. Dies kann unmittelbar erfolgen, indem der entsprechende Wälzlagerring direkt an der zugehörigen Schneidklinge anliegt. Aber auch eine mittelbare Verbindung ist denkbar, indem beispielsweise zwischen dem Wälzlagerring und der zugehörigen Schneidklinge noch Zwischenelemente angeordnet sind.
Eine weitere Weiterbildung schlägt vor, daß die Schwenkeinrichtuπg eine durch eine fluchtende Durchbrechung zwischen den beiden Schneidklingen hindurchgehende Schraube mit
Mutter aufweist. Dies stellt die herkömmliche technische Realisierung einer Schwenkeinrichtung für Scheren dar.
Eine Weiterbildung hiervon schlägt vor, daß das Wälzlager an der Außenseite der einen Schneidklinge angeordnet ist, wobei der Außenring mit dieser Außenseite der Schneidklinge drehfest verbunden ist und wobei der Innenring mit der Schraube oder der Mutter drehfest verbunden ist. Die Grundidee dieser Wälztageranordnung liegt somit darin, daß das Wälzlager nicht zwischen den beiden Schneidklingen angeordnet ist, sondern daß das Wälzlager der einen Schneidklinge zugeordnet ist. Die Verbindung des Wälzlagers mit der anderen Schneidklinge wird durch die hindurchgehende Schraube realisiert, welche mit der anderen Schneidklinge mittelbar verbunden ist.
Eine Weiterbildung hiervon schlägt vor, daß ein Kopf der Schraube oder der Mutter außenseitig am Innenring anliegt. Dadurch ist die drehfeste Verbindung mit der Schraube bzw. der Mutter realisiert. Dies Unterseite des Kopfes kann dabei derart abgeschrägt sein, daß sie nur am Innenring anliegt, nicht jedoch am Außenring.
Eine Weiterbildung hiervon schlägt vor, daß das Wälzlager in eine außenseitige Ausnehmung der einen Schneidklinge im Preßsitz eingesetzt ist. Durch diesen Preßsitz wird die drehfeste Verbindung des Außenrings des Wälzlagers mit der einen Schneidklinge realisiert. Dieser Preßsitz reicht aus, um das Wälzlager sicher zu halten, da die Verschwenkkraft bei Scheren relativ gering ist.
Eine weitere Weiterbildung schlägt vor, daß der Kopf die Ausnehmung abdeckt. Vorzugsweise deckt der Kopf die Ausnehmung dichtend ab. Dadurch ist das Wälzlager vor Verunreinigungen geschützt und behält somit seine Leichtgängigkeit bei.
In einer Alternative zu der zuvor beschriebenen Anordnung des Wälzlagers wird schließlich vorgeschlagen, daß zwischen den beiden Schneidklingen konzentrisch um die Drehachse herum ein Ring aus Kugeln oder Wätzzylindem angeordnet ist. Dies bedeutet, daß die einander zugewandten Oberflächen der Schneidklingen auf diesen Kugeln bzw. Wälzzylindern unmittelbar gleiten.
Zwei Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen beheizbaren Schneidinstruments in Form einer beheizbaren Schere wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigt:
Fig 1 eine Ansicht einer ersten Ausfuhrungsform der Schere,
Fig 2 einen Schnitt durch die Schneidklinge der Schere in Fig 1 ,
Fig 3 eine dazu etwas modifizierte Ausfuhrungsform der Darstellung
Fig 4 eine Einzelansicht der Schneidklinge der Schere in Fig 1 ,
Fig 5 ein Detailausschnitt der Schere in Fig 1 im Bereich der Gπffo- se,
Fig 6 eine Ansicht einer zweiten Ausfuhrungsform der Schere,
Fig 7 einen Schnitt durch die Schere in Fig 6 im Bereich der
Schwenkeinrichtung in vergrößertem Maßstab,
Fig 8 eine Explosionsdarstellung der Schwenkeinrichtung in Fig 7
Die beheizbare Schere in Fig 1 besteht aus einem Grundkorper 1 aus Kunststoff Dieser Grundkorper 1 weist einen Betatigungsgπff 2 mit zwei Fingerosen 3 auf
Im vorderen Bereich weist der Grundkorper 1 im Klingenbereich jeweils eine separate Schneidklinge 4 aus Keramik auf Am Vorderende besitzt die Schneidklinge 4 die übliche Schneidkante 5 Die separate Schneidklinge 4 aus Keramik ist dabei in eine entsprechende Ausnehmung 6 im Grundkorper 1 aus Kunststoff eingesetzt und fest mit diesem verbunden, beispielsweise verklebt, verschraubt oder vernietet Auf der dem Grundkorper 1 zugewandten Oberseite der Schneidklinge 4 weist diese längs sowie mit parallelem Abstand zur Schneidkante 5 ein elektrisches Heizelement 7 auf, wie insbesondere die Fig 2 und 4 erkennen lassen Dieses Heizelement 7 ist dabei als Strich ausgebildet und ist auf die Schneidklinge 4 beispielsweise mittels Siebdruck aufgedruckt In Fig 2 ist die Dicke des Heizelements 7 übertrieben dargestellt In Wirklichkeit betragt die Dicke des Heizelements 7 nur 4 Mikrometer Dadurch ist eine integrierte Einheit zwischen Schneidklinge 4 und Heizelement 7 geschaffen, bei der das Heizelement 7 fest und dauerhaft sowie unlösbar auf der Oberseite der Schneidklinge 4 angeordnet ist
Weiterhin ist noch ein - nicht dargestellter - Temperaturfühler vorgesehen, welcher gleichermaßen auf der Oberseite der Schneidklinge 4 angebracht sein kann
Eine modifizierte Ausfuhrungsform ist in Fig 3 dargestellt Hier besteht der Grundkorper 1 aus Metall und weist eine entsprechende Ausnehmung 6 auf Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß eine herkömmliche Metallschere entsprechend ausgefrast wird Auch hier ist eine identische Schneidklinge 4 in die Ausnehmung 6 des metallischen Grundkorpers 1 eingesetzt Der einzige Unterschied zur Ausfuhrungsform in Fig 1 und 2 besteht dann, daß zusatzlich noch zwischen der Schneidklinge 4 und dem Grundkorper 1 eine Isolierung 8 angeordnet ist Diese Isolierung 8 dient einerseits als Wärmeisolierung (damit sich die hohe Temperatur der Schneidklinge 4 nicht auf den Grundkorper 1 übertragt) sowie weiterhin als elektrische Isolierung
Zur elektrischen Spannungsversorgung des Heizelements 7 (sowie des Temperaturfühlers) dienen Kabel 9 Diese sind an das Heizelement 7 angeschlossen, wie insbesondere Fig 4 erkennen laßt Die Kabel sind dabei durch den Grundkorper 1 hindurch hinten zum Betati- gungsgπff 2 gefuhrt und enden dort in einer elektrischen Steckverbindung 10, welche als elektrische Buchse ausgebildet ist Zur elektrischen Spannungsversorgung (sowie zur Tem- peraturfuhlung) kann dann ein elektrisches Anschlußkabel ausgehend von der elektrischen Versorgungseinheit hin zur Schere gefuhrt und mit der elektrischen Steckverbindung 10 elektrisch verbunden werden
In Fig 5 ist erkennbar, daß der Betatigungsgπff 2 separat vom eigentlichen Grundkorper 1 ausgebildet und mittels einer Schraube 11 befestigt ist Dadurch können unterschiedliche Betatigungsgπffe 2 entsprechend den jeweiligen Bedurfnissen verwendet werden Dabei ist weiterhin erkennbar, daß zwischen dem eigentlichen Grundkorper 1 und dem Betatigungs- gπff 2 ein Stopper 6 in Form eines O-Ringes angeordnet ist Auch ist in dieser Zeichnung erkennbar, wie die Kabel 9 durch den Betatigungsgπff 2 hindurchgefuhrt sind und an der elektrischen Steckverbindung 10 in Form einer Steckerbuchse munden
Zuvor wurde im Zusammenhang mit Fig 3 erwähnt, daß der Grundkorper 1 auch aus Metall bestehen kann In diesem Fall ist im Bereich zwischen dem eigentlichen Grundkorper 1 und dem Betatigungsgπff 2 die Metallsubstanz bis auf einen schmalen Steg abzutragen und durch einen Isolationsπng zu ersetzen Dieser Isolationsnng verhindert einen übermäßigen Warmeubertrag vom eigentlichen Grundkorper 1 auf den Betatigungsgnff 2
Schließlich ist noch in Fig 5 erkennbar, daß das Innere der Fingerose 3 des Betatigungs- gπffes 2 mit einem austauschbaren Ring 13 ausgestattet ist
Nicht dargestellt ist die Möglichkeit, die Schneidklinge 4 (sofern diese aus Metall besteht) unter elektrische Spannung zu setzen, um dadurch einen Stromfluß wahrend des Haareschneidens in dem Haar zu erzeugen, sofern an den Korper der betreffenden Person eine entsprechende Gegenelektrode angelegt wird Durch diesen Stromfluß wird die Kopfhaut gereizt und dadurch stimuliert
Die Schere der zweiten Ausfuhrungsform in den Fig 6 bis 8 (bei der im übrigen die Heizeinrichtung der Einfachheit halber und der Übersichtlichkeit wegen weggelassen ist) weist in herkömmlicher Weise zwei Schneidklingen 21 , 21* auf Rückseitig weisen die Schneidklingen jeweils einen Betatigungsgπff 22, 22' mit Fingerosen 23, 23' auf Im Zwischenbereich zwischen den Schneidklingen 21 , 21' und den Betatigungsgπffen 22, 22' befindet sich eine Schwenkeinrichtung 24, mittels der die beiden Schneidklingen 21 , 21' bezüglich einer Drehachse A gegeneinander verschwenkbar sind Die Schwenkeinrichtung 24 ist durch eine Durchbrechung 25 in den beiden Schneidklingen 21 , 2V gebildet, durch die hindurch eine Schraube 26 hindurchgesteckt ist Diese Schraube 26 weist einen Kopf 27 auf, welcher an der Unterseite im Außenbereich nach oben hin abgeschrägt ist Auf der gegenüberliegenden Seite des Kopfes 27 der Schraube 26 befindet sich eine Mutter 28 Diese weist ebenfalls einen Kopf 29 auf und ist formschlussig in der unteren Schneidklinge 21 ' gehalten
Der Schwenkeinrichtung 24 ist zusätzlich noch ein Walzlager 30 zugeordnet Dieses ist in eine Ausnehmung 31 in der Außenseite der Schneidklinge 21 im Preßsitz eingesetzt Das Walzlager 30 weist dabei eine Außenring 33 sowie einen Innenring 34 auf Zwischen dem Außenring 33 und dem Innenring 34 befinden sich Kugeln 35 In der Mitte weist das Walzlager 30 eine Durchbrechung 36 für die Schraube 26 auf
Der Außenring 21 ist durch den Preßsitz drehfest in der Ausnehmung 21 der Schneidklinge 21 angeordnet Bezüglich dieses fest angeordneten Außenrings 33 ist der Innenring 34 innerhalb der Ausnehmung 31 frei drehbar Der Kopf 27 der Schraube 26 ruht dabei im drehfesten Reibschluß auf der Oberseite des Innenrings 34 Da der Außenbereich der Unterseite des Kopfes 27 der Schraube 26 nach oben hin abgeschrägt ist, berührt er nicht die Oberseite des Außenrings 33 des Walzlagers 30
Wird beispielsweise die untere Schneidklinge 21' bezüglich der feststehenden oberen Schneidklinge 21 um die Drehachse A gedreht, wird die Drehbewegung über die Mutter 28, die Schraube 26 sowie deren Kopf 27 auf den Innenring 34 des Wälzlagers 30 übertragen. Dadurch ist die Schneidklinge 21 ' sehr leichtgängig bezüglich der Schneidklinge 21. Durch Nachziehen der Schraube 26 kann der Anpreßdruck zwischen den beiden Schneidklingen 21, 21' verändert werden.
Sämtliche Einzelmerkmale der Erfindung, wie sie auch Gegenstand der Unteransprüche sind, stellen für sich eigenständige Erfindungen dar, unabhängig vom Gegenstand des Hauptanspruches. Dies gilt insbesondere auch für die Gegenstände der Unteransprüche 11 bis 13 (Kabelsteckverbindung) sowie der Unteransprüche 14 bis 21 (Drehlagerung).
Bezugszeichenliste
1 Grundkörper
2 Betätigungsgriff
3 Fingeröse
4 Schneidklinge
5 Schneidkante
6 Ausnehmung
7 Heizelement
8 Isolierung
9 Kabel
10 elektrische Steckverbindung
11 Schraube
12 Stopper
13 Ring
21,21' Schneidklinge
22, 22' Betätigungsgriff
23, 23' Fingeröse
24 Schwenkeinrichtung
25 Durchbrechung
26 Schraube
27 Kopf
28 Mutter
29 Kopf
30 Wälzlager
31 Ausnehmung
32 Außenseite
33 Außenring
34 Innenring
35 Kugel
36 Durchbrechung
A Drehachse