Intelligente Steuer- und Regeleinrichtung
Die Erfindung betrifft eine intelligente Steuer- und regeleinrichtung , insbesondere zum Einsatz in der Prozeßtechnik für strömende Stoffe und Medien, welche im Gehäuse eines Stellantriebes integriert oder am Stellantrieb angebaut ist und die eine Regelanordnung aufweist, welche in Abhängigkeit von Sensorsignalen über eine Hilfsenergieeinrichtung ein Stellorgan ansteuert
Bei Stellantrieben, wie sie in der Prozeßtechnik Anwendung finden, sendet ein im Prozeßfeld angeordneter Sensor ein den gegenwärtigen Zustand des Prozesses charakterisierendes Signal an einen Zentralregler, der beispielsweise in einer Schaltwarte oder einer ähnlichen Prozeßleiteinrichtung angeordnet ist.
Der Zentralregler vergleicht dieses Prozeßistwert mit einem eingestellten Prozeßsollwert. In Auswertung dieses Vergleiches wird ein entsprechendes Stellsignal an den Stellantrieb gesendet. Im Stellantrieb ist ein Stellungregler angeordnet, der das Stellsignal vom Zentralregler erhält und dieses in eine dem Stellsignal proportionale Hubstellung oder Drehwinkel umwandelt, die dem Stellorgan über einen Elektromotor zugeführt wird.
Solche Regelungen sind insbesondere, wenn viele Meß- und Regelpunkte vorhanden sind, sehr teuer und aufwendig, da zahlreiche Einzelgeräte auch eine umfangreiche Verkabelung notwendig machen.
Um eine aufwendige Verkabelung zwischen Stellantrieb und
Zentralregler, die stets örtlich getrennt sind, zu vermeiden, ist aus der DE 39 28 451 AI eine Vorrichtung zur Regelung und Steuerung eines elektrischen Antriebssystems bekannt, bei welchem mit dem Motor im gleichen Gehäuse Vorrichtungen zur Lageerkennung und Drehzahlerfassung, zur elektronischen Kommutierung, zur Steuerung und Regelung und zur Bewerkstelligung der Kommunikation untergebracht sind.
Nachteilig ist dabei , das bei einer Vielzahl von Regelkreisen und bei sehr schnellen Regelungen der Rechner der Prozeßleitzentrale nicht schnell genug alle Regelgrößen zyklisch abfragen und deren Istwerte bearbeiten kann, so daß es zu unerwünschten Verzögerungen kommt und die Regelgüte entsprechend abnimmt .
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu gründe, eine Steuer- und Regeleinrichtung anzugeben, welche zuverlässig und schnell auf veränderte Prozeßbedingungen, insbesondere veränderte Umgebungsbedingungen reagiert .
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Regelanordnung ein parametrierbarer Prozeßregler ist, welcher Regeleingangssignale von externen Sensoren erhält.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß der Prozeßregler selbst baulich mit dem Stellantrieb verbunden ist. Er bildet somit ein unabhängiges System. Damit verbunden ist eine Entlastung der Prozeßleitzentrale sowie eine Verringerung des Installationsauf andes .
Unter der Voraussetzung, daß der Istwert der Regelgröße, d.h. das Ausgangssignal des externen Sensors direkt mit dem Stellantrieb verbunden ist, berechnet der integrierte Prozeßregler selbständig seine Stellgröße und kann ohne Verzögerung auf den Stellantrieb einwirken, wodurch kurze Zykluszeiten realisierbar sind.
Da der Prozeßregler frei parametrierbar ist, kann das Steuer- und Regelverhalten jederzeit verändert und auf neue Anwendungen eingestellt werden.
In einer Weiterbildung ist der Prozeßregler Bestandteil eines Leistungsmoduls, welches über ein Schnittstellenmodul bidirektional mit einer übergeordneten Steuereinrichtung verbunden ist. Somit besteht die Möglichkeit, daß sich die Prozeßleiteinrichtung auf die Anzeige von Daten und die Vorgabe von Führungsgrößen und Sollwerten beschränkt.
Neben dem Prozeßregler weist das Leistungsmodul eine Hilfsenergiesteuerung auf und ist über Eingänge mit internen, antriebsspezifische Daten erfassenden Sensoren und den externen, prozeßspezifische Daten liefernden Sensoren verbunden. Die Integration dieser Elemente führt zu einer Kostensenkung und erhöhter Zuverlässigkeit der Regelung.
In einer Ausgestaltung ist das Schnittstellenmodul steckbar ausgebildet. Das hat den Vorteil, daß die Steuer- und regeleinrichtung den Kommunikationsbedingungen mit der Prozeßleiteinrichtung leicht angepaßt werden kann, was durch Auswechseln des gewünschten Schnittstellenmoduls erfolgt.
Der Datenaustausch mit der übergeordneten Steuereinrichtung kann einfach mittels analoger oder binärer Signale erfolgen. Bei einem entsprechend ausgebildeten Schnit Stellenmodul ist auch eine serielle Datenübertragung über einen Datenbus möglich. Bei der Verwendung eines konventionellen Schnittstellenmoduls weist dieses zur Herstellung der elektrischen Verbindung zwischen Schnittstellenmodul und der Umgebung mindestens ein potentialfreies Relais auf.
Der modulare Aufbau erlaubt die Verwendung von standardisierten Systemen.
Vorteilhafterweise wird der Prozeßregler nach der erstmaligen Montage der einzelnen Module mit dem Stellantrieb mit den antriebsspezifischen Parametern parametriert .
Der Stellantrieb muß somit erst nach der Montage konfiguriert werden. Somit ist eine vereinfachte Inbetriebnahme der Regelung möglich. Der konkrete Anwendungsfall muß bei der Herstellung des Stellantriebes nicht bekannt sein.
Die Anpassung an konkreten Anwendungsbedingungen kann leicht per Software erfolgen, ohne daß ein Modul ausgetauscht werden muß.
In einer Ausgestaltung kann der Prozeßregler ein digitaler Regler in Form eines P, PI oder PID-Reglers sein. Bei einem PID - Regler sind nach der erstmaligen Montage der Module am Stellantrieb Proportionalitätsbereich, Vorhalte- und Nachstellzeit unabhängig voneinander einstellbar.
Besonders einfach läßt sich die Parametrierung gestalten, wenn der Prozeßregler mit Hilfe eines Mikroprozessors realisiert ist .
Zur manuellen Steuerung des Stellantriebes und /oder zur
Parametrierung von Antriebsfunktionen ist eine Bedieneinrichtung mit dem Leistungsmodul, insbesondere mit dem Prozeßregler verbunden .
Die Bedieneinrichtung kann dabei fest am Stellantrieb angebaut bzw. steckbar mit diesem verbunden sein.
Auch ist es möglich, die Bedieneinrichtung so auszubilden, daß eine stationäre Wandmontage in der Umgebung des Stellantriebes möglich ist. Die Bedieneinrichtung ist dann über ein Kabel mit dem Leistungsmodul verbunden.
Um die Betriebsbedingungen des Stellantriebs zu überwachen, ist der Prozeßregler mit internen Sensoren zur Überwachung der Antriebsposition und / oder der am Abtrieb des Stellantriebs
abgegebenen Stellkräfte bzw. Drehmomente verbunden.
Der Prozeßregler wirkt über die Hilfsenergiesteuerung auf die Hilfsenergieeinrichtung ein.
Ist die Hilfsenergieeinrichtung ein elektronisch angesteuerter Elektromotor, vorzugsweise ein DC - Motor, so läßt sich die Drehmoment- oder Stellkrafterfassung in einfacher Weise über die Messung des Motorstromes realisieren.
Die Hilfsenergieeinrichtung ist aber nicht auf Elektromotoren beschränkt. So sind Hydraulik- oder Pneumatikeinrichtungen ebenfalls vorstellbar.
In einer Weiterbildung sind im Leistungsmodul interne, antriebsspezifische Daten zu Diagnosezwecken unverlierbar in einem Speicher abgespeichert . Eine Selbstdiagnose erfolgt durch die laufende Überwachung dieser Daten und erlaubt eine schnelle Reaktion auf auftretende Fehler. Auch ist es dadurch möglich, die Fehlerquelle rasch zu identifizieren.
Die abgespeicherten internen, antriebsspezifischen Daten werden mittels einer im Leistungsmodul integrierten serielle Schnittstelle oder über das Schnittstellenmodul via Datenbus ausgelesen.
Über die serielle Schnittstelle im Leistungsmodul ist ebenfalls ein Einlesen von Antriebsparametern möglich.
Vorteilhafterweise werden die von internen und externen Sensoren gemessenen Werte im Leistungsmodul als Prozeßkenngrößen berechnet und zur Weiterverarbeitung über das Schnittstellenmodul an die übergeordnete Steuereinrichtung weitergeleitet .
Zur Verbesserung der Regelgüte ist eine Regelkorrekturgröße in Form einer Tabelle oder eines Kennlinienfeldes im Leistungsmodul abgespeichert .
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Eine davon soll anhand der in der Zeichnung schematisch dargestellten Figuren näher erläutert werden.
Es zeigt :
Figur 1: Prinzipdarstellung eines Stellantriebes
Figur 2 : Darstellung der Antriebselektronik
Figur 3: Darstellung des Leistungsmoduls der Antriebselektronik
Figur 4: Ausführung des Prozeßreglers durch einen
Mikroprozessor
Figur 1 zeigt die vereinfachte Darstellung eines Stellantriebes für eine Ventilsteuerung , wie er normalerweise in der Prozeßtechnik für strömende Stoffe und Medien z.B. in der Wasser- oder Abwassertechnik, der chemischen Industrie oder der Kraftwerkstechnik eingesetzt wird.
Auf einer Trägerplatte 1 ist ein Elektromotor 2 angeordnet . Über ein Getriebe 4 betätigt der Elektromotor 2 die Antriebsstange 5 des Stellantriebes entsprechend den Ansteuersignalen einer Antriebselektronik 3.
Elektromotor 2 und die Antriebselektronik 3 einschließlich Trägerplatte 1 sind dabei in einem Gehäuse 9 angeordnet, welches von dem Getriebe 4 abgeschlossen wird.
Die Antriebselektronik 3 ist dabei baulich mit dem Stellantrieb verbunden.
Üblicherweise ist die Antriebselektronik 3 im Stellantrieb angeordnet. Sie kann aber auch außen am Stellantrieb angebaut sein.
Die Antriebsstange 5 weist ein Verbindungsteil 6 auf, in welches die Betätigungsstange 7 des zu stellenden Ventils 8 eingreift und die Bewegung des Stellantriebs übernimmt. Der Stellantrieb kann Hub- oder Drehbewegungen ausführen.
Die Antriebselektronik 3 ist modular aufgebaut und besteht gemäß
Figur 2 aus folgenden Bauteilen: einem Netzspannungstransformator 10 zur Spannungversorgung des
Stellantriebes , einem Leistungsmodul 11 zur Durchführung der Prozeßregelung und zur Ansteuerung des Elektromotors 2 sowie einem Schnittstellenmodul 12 zur Anbindung des
Stellantriebs an ein Prozeßleitsystem 14.
Eine Bedieneinrichtung 13 ist außerhalb des Stellantriebes angeordnet und dient zur manuellen Antriebssteuerung. Sie kann aber auch zur Parametrierung von Antriebsfunktionen genutzt werden.
Die Bedieneinrichtung ist vorteilhafterweise außen am
Stellantrieb selbst angebaut (Figur 1) . Sie kann dabei fest montiert sein oder aber steckbar ausgebildet sein.
Es ist aber auch vorstellbar, die Bedieneinrichtung 13 fernsteuerbar zu gestalten, indem am Stellantrieb ein Empfänger für drahtlose Signale, z. B. Infrarotsignale, angeordnet ist.
In einer anderen Ausgestaltung ist das Bedienteil 13 beweglich über ein nicht weiter dargestelltes Kabel mit der Antriebselektronik 3 verbunden.
Die Antriebselektronik 3, speziell das Leistungsmodul 11 ist in jedem Fall über eine bidirektionale Datenleitung mit der Bedieneinrichtung 13 verbunden. Diese Bedieneinrichtung 13 weist eine Tastatur 13a und ein Display 13b auf und dient dem Nutzer dazu direkt am Stellantrieb auf diesen einzuwirken und alle wesentlichen Funktionen des Stellantriebes auszuführen.
In Figur 3 ist der Aufbau des Leistungsmoduls 11 dargestellt. Es besteht aus einem Prozeßregler 15, der Eingänge aufweist, über welche er mit externen , prozeßspezifische Daten liefernden Sensoren verbunden ist. Dies sind ein Temperatursensor 17, ein Drucksensor 18 und ein Durchflußmesser 19. Der Prozeßregler 15 kann aber auch mit einem externen Sensor verbunden sein, welcher zur Verschleißmessung am Ventil (8) dient .
Desweiteren sind an die Eingänge des Prozeßreglers 15 interne Sensoren angeschlossen, die das Betriebsverhalten des Stellantriebes charakterisierende Daten messen. Dazu gehört ein Motortemperatursensor 20 und eine Innenraumtemperaturmeßein- richtung 21 des Stellantriebes.
Der Prozeßregler 15 weist einen Speicher 22 auf , in dem Prozeßparameter und Betriebsparameter abgespeichert werden. Der Speicher 22 ist als EEPROM ausgebildet. Der Prozeßregler 15 ist über eine bidirektionale Datenleitung mit dem Speicher 22 verbunden.
Eine serielle Schnittstelle 23 erlaubt die Kommunikation des Leistungsmoduls 11 mit einem Personalcomputer oder Laptop.
Der Ausgang des Prozeßreglers 15 ist mit einer Motorsteuerung 24 verbunden. Diese Motorsteuerung 24 enthält einen Stellungsregler 25, der über eine Endstufe 26 auf den Elektromotor 2 einwirkt.
In einer besonders komfortablen Ausführung des Prozeßreglers 15 kann auf den Stellungsregler verzichtet werden, da seine
Funktion vom Prozeßregler selbst ausgeführt wird. Der Regler wirkt dabei in Abhängigkeit der externen Sensorsignale direkt auf den Motor ein.
Im vorliegenden Fall wird ein elektronisch kommutierter DC - Motor verwendet. Er ist mit einer Motorstrommeßvorrichtung 27 verbunden, welche an einen Eingang des Prozeßregler 15 führt. Der Prozeßregler 15 errechnet aus dem gemessenen Motorstromwert das Drehmoment oder die Stellkraft am Abtrieb des Stellantriebes .
Die Prozeßregelung im Stellantrieb erfolgt folgendermaßen. Über die Schnittstelle 12 wird dem Prozeßregler 15 von der Prozeßleiteinrichtung 14 über ein Bussystem eine Führungsgröße, z.B. der Prozeßsollwert zugeführt. Aus den von den Sensoren 17, 18, 19 zugeführten Signale wird ein Prozeßistwert bestimmt und mit dem Prozeßsollwert verglichen. Für den Fall, daß die Sensorsignale den Prozeßistwert darstellen, wird dieser mit dem Prozeßsollwert verglichen und daraus ein Stellungssollwert für den Stellungsregler 25 berechnet.
Der Stellungsregler 25 sorgt für die Proportionalität zwischen dem Stellungssollwert und dem Drehwinkel bzw. dem Hub des
Ventils 8.
Der Stellungsregler 25 vergleicht dabei ständig das elektrische
EingangsSignal, das vom Prozeßregler 15 geliefert wird mit dem
Istwert der Ventilstellung.
Der Istwert der Ventilstellung wird durch einen im Stellantrieb an der Antriebsstange 5 angeordneten Sensor 28 , vorzugsweise einem Potentiometer, bestimmt, dessen Signal auf den
Stellungsregler 25 rückgeführt ist.
Die Regelung bestimmt die Geschwindigkeit, Kraft bzw. das Drehmoment und die Position des Abtriebes vom Stellantrieb in Abhängigkeit der Sollwertvorgabe und der Sensormeßwerte.
Die Prozeßleiteinrichtung 14 liefert an den Stellantrieb nur noch das Sollsignal bzw. Führungs signal und nimmt Anzeigefunktionen über den Zustand der einzelnen Regelkreise war. Im Stellantrieb selbst wird die Stellgröße berechnet, die als Stellsignal an den Stellungsregler 25 zur Ansteuerung des Motor 2 weitergeleitet wird.
In einer vorteilha ten Gestaltung ist der Prozeßregler 15 durch einen Mikroprozessor mit einer frei parametrierbaren Software realisiert, wie es in Figur 4 dargestellt ist.
Mit Hilfe des Mikroprozessors läßt sich einfach ein PID-Regler realisieren. Dieser PID - Regler ist für die beschriebene Regelaufgäbe besonders geeignet .
Bei einer kontinuierlichen Positionierung erzeugt der PID-Regler den Stellungssollwert für den Stellantrieb im Stellantrieb selbst. Dieser Sollwert wird mit dem Istwert der Stellung verglichen. Das hieraus resultierende Differenzsignal ist das Maß für die Ansteuerung des Motors. Der Motor wird so lange angesteuert, bis das Differenzsignal nahezu 0 geworden ist. Durch dieses Prinzip folgt der Antrieb dem Sollwert schon bei kleinsten Abweichungen kontinuierlich nach und ist ständig im Eingriff .
Zur Abspeicherung von Prozeß-und Betriebsparametern ist der Speicher 22 im Mikroprozessor angeordnet. Er kann aber auch außerhalb des Mikroprozessors angeordnet sein und über eine bidirektionale Datenleitung mit diesem verbunden werden.
Zu den zu Diagnosezwecken gespeicherten Betriebsparametern gehören Betriebsdaten wie die Einschaltzeit und die Schalthäufigkeit des Motors. Weiter werden die 10 letzten Meßwerte der externen und internen Sensoren gespeichert. Weitere diagnosefähige Daten sind die Motortemperatur ,der Motorstrom, die Gehäusetemperatur, die Antriebsposition. Eine
Eigenüberwachung der Elektronik sowie die Registrierung der Betriebszeit des Motors unter bestimmten kritischen Bedingungen erlaubt eine vorbeugende Wartung.
Zur Diagnose werden diese Daten über die serielle Schnittstelle 23 oder die Feldbusschnittstelle 12 ausgelesen.
Grundsätzlich werden die an den Eingängen des Mikroprozessors 15 anliegenden Meßwerte der externen und internen Sensoren zyklisch abgefragt. Werden kritische Meßwerte detektiert, werden automatisch Sicherheitsstellungen angefahren bzw. potentialfreie Relaiskontakte zur Signalisation des kritischen Zustandes geschaltet .
Im Speicher 22 sind Daten zur Kennlinienkorrektur der Antriebssteuerung hinterlegt. Dies kann in Form einer Tabelle oder als Kennlinie geschehen.
Aus den mit Hilfe der interen und externen Sensoren gemessenen Werten werden Prozeßkenngrößen berechnet, die zur Weiterverarbeitung , beispielsweise zur Anzeige an das Prozeßleitsystem 14 über das Schnittstellenmodul 11 gesendet werden .
Der P, PI oder PID Regler kann durch Verknüpfung mit den externen Sensoreingängen und den internen Sensoren als unabhängiger Festwertregler arbeiten.
Er kann aber auch als ein von der Prozeßleiteinrichtung 14 analog oder digital geführter Prozeßregler verwendet werden.
Der modulare Aufbau der Steuer- und Regeleinrichtung erlaubt auch eine besonders wirtschaftliche Herstellung des Stellantriebs .
Auf Grund der Verwendung eines Mikroprozessors mit frei para etrierbarer Software ist es möglich, erst nach der vollständigen Montage des Stellantriebes mit der Steuer- und
Regelungseinrichtung diesen zu parametrieren.
Die antriebsspezifische Parametrierung erfolgt dabei beim
Hersteller des Stellantriebes .
Über das SchnittStellenmodul 12 oder über die serielle
Schnittstelle 23 werden so auch die für den PID-Regler grundsätzlichen Parameter in den Speicher 22 des Mikroprozessors
15 geladen.
Für eine kon inuierliche PID-Regelung sind der Proportionalitätsbereich, die Vorhalte- und Nachstellzeit frei einstellbaren Parameter. Diese Parameter werden beim Hersteller in Abhängigkeit vom Antriebstyp unabhängig voneinander eingestellt und abgespeichert.
Die antriebsspezif ischen Parameter sind unverlierbar gespeichert .
Vom Anwender können dann die anwendungsspezifischen Daten auf der Grundlage der antriebsspezifischen Daten erstellt und ebenfalls im Speicher 22 abgelegt werden. Die anwendungsspezifischen Parameter und andere eventuell abgelegte Parameter werden überschreibbar gespeichert.
So muß erst nach der mechanischen Zusammensetzung des Stellantriebs über den konkreten Einsatz entschieden werden.
Alle gespeicherten Parameter bleiben bei einem Netzausfall erhalten.
Die Parametrierung erfolgt dabei in einfacher Weise über einen PC.
Um nur autorisierten Personen die Möglichkeit zur Parametrierung zu gestatten, ist die Eingabe eines Identifizierungscodes notwendig. Dieser Code ist ebenfalls im Speicher 22 des Mikropozessors 15 abgelegt. Erst wenn der Mikroprozessor 15 den eingegebenen Code als richtig erkannt hat, kann die Dateneingabe erfolgen.
Es kommen Regelaufgaben in Betracht , die mehrere Eingangsgrößen zur Regelung benötigen, die mit einem intelligenten Stellantrieb, welcher einen integriertem Prozeßregler und mehreren Analogeingänge für externe Sensoren aufweist, besonders komfortabel gelöst werden kann.
Zur Veranschaulichung sei hierfür eine Durchflußregelung genannt. Dabei wird der Druck vor und hinter dem Ventil 8 an genormten Meßpunkten mit Hilfe eines nicht weiter dargestellten Differenzdruckmeßumformers gemessen .
Die Ventilkennlinie ist unverlierbar im Speicher 22 abgelegt worden. Somit kann der Durchfluß aus dem Differenzdruck und dem gemessenen Ventilhub exakt berechnet werden, ohne daß ein spezieller Durchflußmesser erforderlich ist.
Im einfachsten Fall wird nun der Sollwert für die Ventilstellung direkt vom Prozeßleitsystem 14 vorgegeben und der vom Mikroprozessor 15 berechnete Durchfluß über das Schnitt- Stellenmodul 11 und ein Bussystem an die Prozeßleiteinrichtung 14 gesendet und dort zur Anzeige gebracht.
Neben der Antriebsposition können auf diese Art und Weise auch Grenzwerte und Fehlermeldungen an die Prozeßleitzentrale 14 übermittelt werden.
Ebenso kann aber auch eine Führungsgröße bereitgestellt werden, die der Vorgabe für den gewünschten Durchfluß entspricht . In diesem Fall wird der Hub bzw. der Drehwinkel des Ventils 8 so lange verstellt, bis das Ergebnis der laufenden Berechnung mit der gewünschten Vorgabe übereinstimmt.