Gerät zum Erfassen des Wertes von Münzen
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Erfassen des Wertes von Münzen mit einem Abdeckkörper, der sich an einem Behälter zum Sammeln von Münzen anbringen läßt und einen Schlitz aufweist, durch den hindurch sich zu registrierende Münzen unterschiedlicher, je einen Münzwert kennzeichnender Größen in den Behälter einbringen lassen, einer Meßeinrichtung zum Messen der Größe jeder einzelnen Münze und einer egistriereinrichtung zum Registrieren des Wertes der durch den Schlitz hindurchbewegten Münzen.
Ein solches Gerät ist aus der GB-A-2 198 118 bekannt. Dort ist auf einem Behälter zum Sammeln von Münzen ein Aufsatz mit mehreren Schlitzen unterschiedlicher Größe angeordnet, die auf die zu registrierenden Münzen abgestimmt sind. Jedem Schlitz ist ein Sensor zugeordnet, der hindurchgesteckte Münzen detektiert. Dieser Aufsatz nimmt viel Platz in Anspruch, besonders wenn viele unterschiedliche Münzen registriert werden sollen. Bei einem Wechsel des Münzsystems oder einzelner Münzen kann ein solcher Aufsatz nicht immer angepaßt werden und muß durch einen anderen ersetzt werden. In der GB-A 2 198 118 ist auch die Möglichkeit angedeutet, daß nur ein Schlitz vorgesehen sein könnte, der mit beispielsweise optischen Sensoren ausgestattet ist, die die Größe der durch den Schlitz eingeführten Münzen messen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einfaches und kompaktes Gerät zum Erfassen des Wertes von Münzen mit nur einem Schlitz vorzustellen.
Erfindungsgemäß ist die Aufgabe bei einem Gerät der eingangs beschriebenen Gattung dadurch gelöst, daß der Schlitz an mindestens einer Stelle durch einen Schieber begrenzt ist, der Schieber durch eine ständig wirkende Last normalerweise in einer Ruhestellung gehalten ist, in welcher der Schlitz zum Einbringen der kleinsten zu registrierenden Münze zu klein ist, der Schieber durch eine in den Schlitz eingedrückte Münze in eine von deren Größe abhängige Meßstellung auslenkbar ist und die Meßeinrichtung zum Messen der Auslenkung des Schiebers ausgebildet ist.
Ein solches Gerät hat den Vorteil, daß nicht die Münze direkt vermessen werden muß, indem sie etwa mit optischen Sensoren abgetastet wird, sondern die Sensorik kann an anderer Stelle angebracht werden als direkt an dem Bereich, durch den die Münze geführt wird. Durch das Vermessen der Auslenkung des Schiebers anstelle des Vermessens der Münze selbst ist die Meßeinrichtung besonders betriebssicher. Da eine solche Auslenkung in sehr kleinen Intervallen gemessen werden kann, ist eine Anpassung an eine Vielzahl von Münzgrößen auch unterschiedlicher Währungen möglich. Dadurch, daß der Schlitz in der Ruhestellung sehr weit geschlossen ist, wird verhindert, daß Münzen, die registriert werden sollen, an der Meßeinrichtung versehentlich vorbeigeführt werden. Der Schlitz kann sogar ganz geschlossen werden, wodurch ein Eindringen von Schmutz verhindert wird.
Der Schieber kann schwenkbar gelagert sein. Bevorzugt ist der Schieber jedoch geradlinig verschiebbar geführt. Ein solcher Schieber kann besonders platzsparend in dem Schlitz untergebracht werden und ermöglicht auf einfache Weise eine lineare Messung der Auslenkung des Schiebers. Im allgemeinen genügt es, wenn der Schlitz an nur einer Seite durch einen Schieber begrenzt ist. Es können aber auch mehrere Schieber vorgesehen sein, z.B. einer zum Messen des Durchmessers, und ein zweiter zum Messen der Dicke der durch den Schlitz hindurchgedrückten Münzen.
Die ständig wirkende Last ist vorzugsweise die Vorspannung einer Rückstellfeder, die zwischen dem Schieber und einem Widerlager angeordnet ist. Als ständig wirkende Last kann zwar auch die Schwerkraft benutzt werden. Hierzu muß das Gerät jedoch immer in bestimmter Weise orientiert sein. Auch die Verwendung von elektromagnetischen Feldern oder ähnlichem wäre möglich. Die Verwendung einer Feder ist jedoch besonders preisgünstig und effektiv.
Bevorzugt ist bei jeder Meßstellung des Schiebers mindestens ein elektrischer Kontakt zum Messen der Auslenkung des Schiebers geschlossen. Die Auslenkung des Schiebers auf elektrischem Wege zu messen, ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine elektronische Registriereinrichtung verwendet wird; die Meßsignale können dann direkt der Registriereinrichtung zugeführt werden.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist jeder zu registrierenden Münze ein anderer elektrischer Kontakt zugeordnet, der beim Eindrücken der Münze durch den Schlitz geschlossen wird. Eine derartige Ausführungsform kann beispielsweise mittels elektrischer Leiterbahnen auf einer Leiterplatte realisiert werden, die zu verschiedenen Auslenkpositionen des Schiebers geführt sind. Der Schieber bewegt dann ein Überbrückungselement, das über die Kontakte bei entsprechender Auslenkung des Schiebers einen Stromkreis schließt. Von einem geschlossenen Kontakt kann ein elektrisches Signal erhalten werden, etwa durch Spannungsmessung. Durch dieses Signal an genau diesem Kontakt kann die jeweilige Münze auf einfache Weise eindeutig identifiziert werden .
Vorteilhaft werden Kontaktstellen so angeordnet, daß auch bei einem Wechsel auf bestimmte andere Währungen jeder Münze ein anderer elektrischer Kontakt zugeordnet ist.
Vorteilhaft wird der elektrische Kontakt durch einen an dem Schieber gelagerten Kontaktkörper gebildet. Ein metallischer Kontaktkörper kann beispielsweise die Kontaktstellen überbrücken.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der Schieber mit dem Stellglied eines Potentiometers so verbunden, daß das Stellglied bei einer Auslenkung des Schiebers betätigt wird, und jeder zu registrierenden Münze ist ein anderes elektrisches Potential zugeordnet. Die Ausführungsform mit Potentiometer ist vorteilhaft, weil dadurch der Auslenkung des Schiebers direkt ein elektrisches Potential zugeordnet ist. Wird eine entsprechende Spannung genau gemessen, kann auch die Auslenkung genau bestimmt werden. Eine solche Ausführungsform kann besonders leicht auf andere und zusätzliche Münztypen, deren Größe sich von derjenigen der bisherigen Münztypen unterscheidet, umgestellt werden.
Vorteilhaft ist die Registriereinrichtung zugleich als Verarbeitungsrichtung ausgebildet, die die registrierten Werte der Münzen verarbeitet und ein Signal an eine Anzeigeeinrichtung ausgibt zur Anzeige der Werte der zuletzt registrierten Münze und/oder der Summe der Werte einer Vielzahl nacheinander registrierter Münzen.
Durch die Ausstattung des Geräts mit einer Anzeigeeinrichtung (z.B. einer LCD-Anzeige oder einer Leuchtdiodenanzeige) erhält der Benutzer unmittelbar beim Einwurf der Münze die gewünschte Information. Durch die Anzeige des Münzwerts kann er kontrollieren, ob das Gerät die Münze richtig registriert hat. Durch die Anzeige der Summe der Werte mehrerer nacheinander registrierter Münzen kann der Benutzer Information über sein Sparverhalten gewinnen. Es kann die gesamte Summe des Werts' der in dem Behälter gesammelten Münzen angezeigt werden oder auch, wieviel Geld der Benutzer in einem bestimmten Zeitraum gespart hat (bei Verbindung der Verarbeitungseinrichtung mit einer Uhr) .
Der Betrag kann auch in verschiedenen Landeswährungen angezeigt werden, und insbesondere auch schon vor Einführung der europäischen Währung in der Einheit "EURO", so daß der Benutzer auf die Einführung dieser Währung vorbereitet wird.
Alternativ oder zusätzlich zu einer optischen Anzeige kann eine akustische Anzeige vorgesehen sein. Z.B. kann ein Signalton beim Einführen einer Münze oder beim erfolgreichen Detektieren ertönen. Mehrere Signaltöne unterschiedlicher Höhe können die jeweiligen Münzen repräsentieren. Auch ist eine elektronische Sprachausgabe möglich, durch die der Benutzer Informationen des oben beschriebenen Typs erhält.
Ferner ist eine Programmierung der Verarbeitungseinheit über mindestens einen elektrischen Kontakt möglich, vorteilhaft z.B. zur Umstellung des Systems durch den Benutzer auf Münzen oder Währungssysteme, an die das Gerät nicht von vorneherein angepaßt ist.
Vorzucjsweise ist dieser elektrische Kontakt bei einer Auslenkung des Schiebers aus der Ruhestellung geschlossen, d.h. programmiert wird über den Schieber. Dies hat den Vorteil, daß nicht gesonderte Bedienelemente an dem Gerät angebracht sein müssen. Der Schieber kann einfach mittels einer Münze ausgelenkt werden.
Die Registriereinrichtung kann auch zum Erfassen des zeitlichen Verlaufs der Auslenkung des Schiebers aus der Ruhestellung über zumindest eine gewisse Zeitspanne hinweg ausgelegt sein. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, zusätzlich zu erfassen, ob eine Münze tatsächlich durch den Schlitz (in einen Behälter) hindurchgedrückt worden ist, denn beim Hineindrücken und Wiederherausziehen der Münze bleibt der Schieber länger ausgelenkt als beim Durchdrücken der Münze.
Es ergibt sich außerdem die Möglichkeit, elektrische Kontakte, die zur Messung der Auslenkung des Schiebers vorgesehen sind, gleichzeitig für eine Programmierung zu benutzen. Ist beispielsweise ein elektrischer Kontakt länger als 30 Sekunden geschlossen, so könnte die Registriereinrichtung auf einen Programmiermodus umschalten - programmiert wird durch einfaches Hineindrücken und Herausziehen einer Münze.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen beschrieben. Darin zeigt:
Fig.l die Draufsicht eines Geräts zum Erfassen des Wertes von Münzen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig.2 den Schnitt II-II in Fig.l,
Fig.2a den Schnitt von Fig.2 bei Aufnahme einer Münze,
Fig.3 den Schnitt III-III in Fig.2,
Fig.4 verschiedene Ausführungsformen einer Meßeinrichtung bis 8 zum Messen der Auslenkung eines Schiebers gemäß der Erfindung.
Das in Fig.l bis 3 gezeigte Gerät 1 zum Erfassen des Wertes von Münzen hat ein Gehäuse 2 aus elektrisch nichtleitendem Kunststoff mit einem Schlitz 3, der auf einer Seite durch einen Schieber 4 und auf der anderen Seite durch eine mit dem Gehäuse einstückige Münz inwurfkante 5 begrenzt ist. Der Schieber 4 nimmt normalerweise eine Ruhestellung ein, die in Fig.l und 2 dargestellt ist. Das Gerät 1 weist ferner eine LCD-Anzeige 6 auf. Soll eine Münze durch den Schlitz 3 gedrückt werden, so muß der Schieber 4 zur Seite gedrückt werden.
Der Schieber 4 besteht ebenfalls aus elektrisch isolierendem Kunststoff, hat einen Kopf 8, der in einem vorderen Bereich 9 parallel zu einer Fläche 10 der Münzeinwurfkante 5 abgeflacht sowie auf seiner Oberseite 11 und seiner Unterseite 13 abgeschrägt ist. Die Münzeinwurfkante 5 ist auf der Oberseite 12 ebenfalls abgeschrägt. Der Schieber 4 berührt die Bodenplatte 15 mit einem Kontaktkörper 16 in Form einer metallischen Rolle, die in einer Aussparung 17 im Kopf des Schiebers 4 angeordnet ist. Durch eine in der Verlängerung 18 der Aussparung 17 untergebrachte Feder 19 wird der Kontaktkörper 16 nach unten, also gegen die Bodenplatte 15 gedrückt. In eine Aussparung 20 im hinteren Teil des Schiebers 4 greift eine Rückstellfeder 21 ein, die zwischen einer inneren Wand 22 des Schiebers 4 und einer als Widerlager dienenden inneren Wand 23 des Gehäuses 2 eingespannt ist. Durch die Vorspannung der Feder 21 wird der
Schieber 4 in einer Ruhestellung gehalten, in der der Schlitz zum Einbringen der kleinsten zu registrierenden Münze zu klein ist.
In Fig.2a ist die Anordnung der Fig.2 mit einer eingeklemmten Münze 24 gezeigt. Die Münze 24 wird beim Einschieben entlang der Oberseite 11 des Schiebers 4 und entlang der abgeschrägten Oberseite 12 der Münzeinwurfkante 5 geführt und drückt dann den Schieber 4 zur Seite und damit die Rückstellfeder 21 zusammen. Dabei rollt der Kontaktkörper 16 mit dem Schieber 4 über die Bodenplatte 15. Schließlich wird die Münze 24 durch den Druck der Rückstellfeder 21 auf den Schieber 4 zwischen der Oberseite 11 des Schiebers 4 und der Oberseite 10 der Münzeinwurfkante 5 festgeklemmt. Wird die Münze 24 weiter durchgedrückt, so bewegt sie sich ganz durch den Schlitz 3, beispielsweise in das Innere einer Spardose.
Der Schieber 4 ist zwischen einer Wand 28 des Gehäuses 2 und einer Zwischenwand 29 geführt, wie in Fig.3 zu sehen. Der Schieber 4 und der Kontaktkörper 16 sind breiter als der durch das Gehäuse 2 und den Boden 15 verlaufende Schlitz 3, um zu ermöglichen, daß der Kontaktkörper 16 einen elektrischen Kontakt über den Schlitz 3 hinweg bilden kann, wie weiter unten näher erläutert.
Die LCD-Anzeige 6 zeigt in Fig.4 und 5 eine Zahl an, beispielsweise die Summe des Wertes der gesparten Münzen seit der letzten Leerung eines Behälters zum Sammeln von Münzen (z.B. einer Spardose) , an dem das Gerät 1 angebracht worden ist. Die LCD-Anzeige 6 ist auf fast mittlerer Höhe des Gehäuses 2 angeordnet und mit einer oberen Platte 30 aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff in das Gehäuse 2 eingepaßt. Sie ist durch ein Schaumstoffpolster 31 abgestützt.
Das Schaumstoffpolster 31 schützt einen Mikroprozessor 32, der die Aufgabe hat, die Meßwerte der Schieberauslenkung zu erfassen, als Registriereinrichtung die Werte der Münzen zu registrieren, sie als Verarbeitungseinrichtung zu verarbeiten und
Signale an die LCD-Anzeige 6 auszugeben. Die LCD-Anzeige 6 ist mit dem Mikroprozessor 32 durch ein Leitgummistück 33 sowie durch (nicht gezeigte) Leiterstrukturen auf der Bodenplatte 15 elektrisch verbunden. Sämtliche elektrische Strukturen, die zum Erzielen der Meßwerte bei dieser Ausführungsform notwendig sind, sind ebenfalls auf der Bodenplatte 15 angebracht.
Unter einem Batteriedeckel 7 sind Batterien, z.B. Knopfzellen, zur Versorgung einer Meßeinrichtung zum Messen der Auslenkung des Schiebers 4, des Mikroprozessors 32 und der LCD-Anzeige 6 mit Strom untergebracht.
In der Fig.4 bis 8 sind verschiedene Ausführungsbeispiele aufgezeigt, bei denen die Auslenkung des Schiebers 4 in unterschiedlicher Weise gemessen wird. Fig.4 bis 8 zeigen jeweils die Draufsicht auf das Gerät zum Erfassen des Wertes von Münzen ohne das umschließende Gehäuse 2, d.h. im wesentlichen die Bodenplatte 15 mit den in Fig.3 gezeigten darauf aufgebauten Elementen, unter anderem dem Schieber 4. Bei den in Fig.4 bis 7 gezeigten Ausführungsformen wird die Auslenkung des Schiebers 4 über elektrische Kontakte gemessen, die bei unterschiedlichen Münzen entsprechenden Meßstellungen des Schiebers geschlossen sind.
Bei der in Fig.4 gezeigten Ausführungsform ist eine Vielzahl von Kontakten vorgesehen, die beim Eindrücken der entsprechenden Münze durch den Schlitz 3 geschlossen werden. Ein elektrischer Kontakt hat zwei Kontaktierungsseiten, die beim Schließen des Kontakts leitend überbrückt werden. Bei dieser Ausführungsform werden die einzelnen Kontakte über eine dieser Seiten eindeutig definiert, es wird eine Vielzahl von Kontaktflächen 40 bereitgestellt. Die zweite Kontaktseite ist ein allen Kontakten gemeinsames Kontaktband 41. Bei einer Auslenkung des Schiebers 4 wird der Kontaktkörper 16 über die Kontaktflächen 40 und das Kontaktband 41 gefahren, bis eine Meßstellung erreicht ist. Die Kontaktflächen 40 sind so ausgelegt,
daß ein Kontakt in der Meßstellung durch den Kontaktkörper 16 leitend überbrückt wird.
Die Meßstellung ist bei dieser Ausführungsform die Stellung, bei der die Münze 24, wie in Fig.2a gezeigt, gerade eingeklemmt ist. Die Größe der Münze 24 wird also anhand ihres Durchmessers ermittelt.
In Fig.4 ist auch eine Batterie 42 gezeigt, die das System elektrisch speist. Die Batterie 42 berührt mit einem Pol direkt die Bodenplatte 15, von der eine Leiterbahn 43 zu dem Mikroprozessor 32 führt. Der zweite Pol der Batterie 42 befindet sich auf deren Oberseite und ist an die Kontaktfläche 44 mittels einer am Batteriedeckel 7 angebrachten Feder angeschlossen, die gleichzeitig die Batterie gegen die Bodenplatte 15 drückt und festhält. Von der Kontaktfläche 44 führt eine Leiterbahn 45 zum Mikroprozessor 32.
Vom Mikroprozessor 32 führt eine Leiterbahn 46 zu der Kontaktbahn 41, und Leiterbahnen 47 führen zu je einer Kontaktfläche 40. Zwischen der Kontaktbahn 41 und den Kontaktflächen 40 legt der Mikroprozessor 32 eine Spannung an. Bei einer Auslenkung des Schiebers 4 aus seiner Ruhestellung wird ein Ruhestellungskontakt geöffnet, worauf der Mikroprozessor 32 beginnt, in kurzen Zeitintervallen alle Kontakte abzufragen, und er detektiert anhand des vorliegenden Potentials, ob ein und welcher Kontakt geschlossen ist. (Alternativ könnte auch ein über den Kontakt fließender Strom detektiert werden.) Dadurch erkennt der Mikroprozessor 32, welche Münze (der zur Auswahl stehenden Münzen) in den Schlitz 3 gedrückt worden ist, registriert deren Wert und berechnet ggf. auch die gesamte Sparsumme neu, falls gewünscht auch in einer anderen Währungseinheit.
Ein entsprechendes Signal wird dann von dem Mikroprozessor 32 über die Leiterbahnen 48 und das Leitgummistück 33 an die LCD- Anzeige 6 ausgegeben.
Die Leiterbahnen, die Kontaktflächen und das Kontaktband sind auf die Bodenplatte 15 aufgedruckt.
Bei der in Fig.5 dargestellten Ausführungsform sind beide Kontaktseiten als Kontaktbänder 41, 50 ausgeführt. Entsprechend ist nur eine Leiterbahn 51 von dem Kontaktband 50 zu dem Mikroprozessor 32 geführt. Bis auf diesen Unterschied ist der Aufbau mit dem in Fig.4 gezeigten identisch. Die Anordnung der Kontaktbänder 41 und 50 mit dem Schieber 4 und dem Kontaktkörper 16 wirkt als Schiebewiderstand (Potentiometer) . Der Kontaktkörper 16 ist dabei Stell- bzw. Abgriffsglied des Potentiometers. Bei einer Verschiebung des Schiebers 4 ändert sich also der Widerstand zwischen dem Punkt, an dem die Leiterbahn 46 aus dem Mikroprozessor 32 austritt und dem Punkt, an dem die Leiterbahn 51 aus dem Mikroprozessor 32 austritt (Außenwiderstand) . Bei einem entsprechenden Innenwiderstand in dem Mikroprozessor 32 variiert bei Auslenkung des Schiebers 4 mit diesem Außenwiderstand auch die an letzterem abfallende Teilspannung einer Re erenzspannung. Über diese Teilspannung wird dann die Auslenkung des Schiebers 4 gemessen. Bei sehr großem Innenwiderstand ist sie der Auslenkung des Schiebers 4 proportional, es wird also eine lineare Messung der Auslenkung erleichtert. Alternativ kann bei konstanter an dem Außenwiderstand anliegender Spannung eine Variation des über diesen fließenden Stromes gemessen werden.
Eine Rolle als Kontaktkörper 16 hat den Vorteil, daß sie wenig schmutzanfällig ist. Setzt sich z.B. Staub an diesem Kontaktkörper 16 fest, so wird er bei der Drehung der Rolle abgestreift. In diesem Punkt bietet die Ausführungsform von Fig.4 einen gewissen Vorteil, weil die Kontaktflächen 40 auf die Bodenplatte 15 aufgebracht sind und somit etwas (ca. 40 μm) nach oben ragen. Der Kontaktkörper 16 bewegt sich also beim Überstreichen der Kontaktflächen 40 geringfügig auf und ab und kann den Staub in den Bereichen zwischen den Kontaktflächen 40 abstreifen.
Bei den in Fig.6 bzw. Fig.7 gezeigten Ausführungsformen weist der Schieber gabelförmige Greifer 60, 70 auf. Gemäß Fig.6 greift der Greifer 60 das Stellglied 61 eines Schiebewiderstands 62. Gemäß Fig.7 greift der Greifer 70 einen Zapfen 71 an einem Arm 72 des Stellglieds 73 eines Drehpotentiometers 74. In diesen beiden Fällen wird die Auslenkung des Schiebers 4 analog wie bei Fig.5 gemessen, nur daß hier die Referenzspannung direkt an dem jeweiligen Potentiometer angelegt wird und eine der Auslenkung des Schiebers 4 entsprechende Teilspannung abgegriffen wird. Bei der Ausführungsform von Fig.6 ist diese Teilspan- nung (wie bei der Ausführungsform der Fig.5) der Auslenkung des Schiebers 4 direkt proportional. Dies ist bei der Ausführungs- form der Fig.7 nicht notwendigerweise der Fall, weil sich der Arm 72 des Stellglieds 73 je nach seiner Stellung bei einer Verschiebung des Schiebers 4 um eine bestimmte feste Strecke um einen mehr oder weniger großen Winkel dreht. Diese Nichtlinea- rität ist gelegentlich vorteilhaft, da die Empfindlichkeit der Messung in einem Bereich besonders erhöht wird, in dem sich Münzen unterschiedlicher Werte besonders wenig in ihrem Durchmesser unterscheiden.
Schließlich ist es auch möglich, die Auslenkung des Schiebers 4 mit optischen Sensoren festzustellen. Bei der in Fig.8 gezeigten Ausführungsform weist der Schieber 4 Zähne 80 auf, die mit Zähnen 81 einer Zahnscheibe 82 kämmen. Die Zahnscheibe 82 ist mit mehreren Durchbrüchen 83 versehen, durch die ein Lichtstrahl einer Gabellichtschranke 84 senkrecht zur Zeichnungsebene der Fig.8 strahlen kann. Bei dieser Ausführungsform ist zu beachten, daß sich die Durchbrüche 83 durch nichts voneinander unterscheiden. Eine Auswerteelektronik erfaßt daher, wieviele der Durchbrüche 83 bei der Auslenkung des Schiebers 4 die Gabellichtschranke 84 durchlaufen. Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß ein bestimmter Durchbruch 83 beim Eindrücken einer Münze genau in die Gabellichtschranke 84 gedreht wird; es genügt, wenn bis zur maximalen Auslenkung des Schiebers 4, die dem Durchmesser der Münze entspricht, eine Anzahl von Durchbrüchen die Gabellichtschranke durchlaufen hat, die größer ist als bei der nächstkleineren Münze und kleiner ist als bei der nächstgrößeren Münze.
Analog ist es auch bei der Ausführungsform von Fig.4a möglich zu detektieren, welche Kontaktflächen 40 von dem Kontaktkörper 16 überstrichen werden. Auch hier ist es nicht erforderlich, daß bei maximaler Auslenkung des Schiebers 4 ein Kontakt geschlossen wird, der zuletzt überstrichene Kontakt kennzeichnet die Münzen eindeutig.
Bei allen bisher beschriebenen Ausführungsformen kann der Mikroprozessor programmiert werden, indem der Schieber 4 bis zum Anschlag ausgelenkt wird. Bei den in den Fig.6 und 7 gezeigten Ausführungsformen ist dies die Stellung, bei der der Schieber 4 durch das jeweilige Potentiometer daran gehindert wird, weitergeführt zu werden; in allen anderen Fällen berührt der Schieber die Gehäusewand. Auch in dieser Stellung ist noch ein elektrischer Kontakt geschlossen. Bei der in Fig.4 gezeigten Ausführungsform wird für das Programmieren eine gesonderte Kontaktfläche 40 bereitgestellt.
Detektiert der Mikroprozessor, daß der Schieber 4 für eine längere Zeit (z.B. 5 see) in ausgelenkter Stellung verharrt, so werden alle Daten (wie die Sparsumme) auf Null gesetzt. Nach weiteren 5 see. wird ein Programmiermodus gestartet. Daten werden dadurch eingegeben, daß auf der LCD-Anzeige nacheinander verschiedene Auswahlmöglichkeiten gezeigt werden. Ist die gewünschte Auswahlmöglichkeit erreicht, wird der Schieber 4 losgelassen, und die Programmierung ist erfolgt. Beispielsweise kann die Währung dadurch gewechselt werden, daß den verschiedenen Währungen unterschiedliche Zahlen zugeordnet werden, die nacheinander auf der Anzeige 6 durchlaufen werden. Wird der Schie- er 4 dann z.B. bei der Zahl "10" losgelassen, so wird das Gerät auf die Erfassung von z.B. Schweizer Franken eingestellt.
Die Programmierung kann alternativ auch bei einer anderen als der maximalen Auslenkung des Schiebers 4 erfolgen, beispielsweise durch besonders langes Einstecken einer bestimmten Münze. Das Zurücksetzen der Daten auf Null und das Programmieren würden dann z.B. erst nach 30 Sekunden einsetzen.
Bei allen beschriebenen Ausführungsformen kontrolliert das Gerät auch, ob eine Münze tatsächlich eingeworfen worden ist, oder ob sie etwa wieder zurückgezogen worden ist. Nach Erreichen der maximalen Auslenkung des Schiebers 4 wird begonnen, dessen Zurückfahren zeitlich zu erfassen. Beim Durchdrücken einer Münze durch den Schlitz 3 kehrt der Schieber 4 schneller in seine Ruhestellung zurück als beim Zurückziehen einer Münze. Beide Fälle können daher vom Mikroprozessor eindeutig unterschieden werden.
Die LCD-Anzeige kann darauf ausgelegt sein, die Münzwerte bzw. die gesparten Geldbeträge sowohl in der jeweiligen Landeswährung als auch in einer zweiten Währung, z.B. in EURO anzuzeigen. Wechselkurse können ebenfalls über die Programmiereinrichtung aktualisiert werden. Die LCD-Anzeige kann mit einer Uhr oder einem Thermometer verbunden werden und die Uhrzeit bzw. Raumtemperatur anzeigen.
Alle Ausführungsformen der Erfindung haben den Vorteil, daß sie sehr geringe Abmessungen haben und damit auch in kleine Münzsammelbehälter eingebaut werden können. Dieser Vorteil wird u.a. dadurch erreicht, daß auf eine Prüfung auf Manipulation durch falsche Münzen oder ähnliches verzichtet wird.