Beschreibung
Zeitkritische Steuerung von Daten an eine taktgesteuerte Schnittstelle mit asynchroner Datenübertragung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zur zeitkritischen Steuerung von Daten an eine taktgesteuerte Schnittstelle mit asynchroner Datenübertragung, wobei parallel Daten zwischen einer bzw. zumindest einer physikalischen und einer weiteren Schicht gemäß einem standardisierten Schichtenmodell und einem von der physikalischen Schicht erzeugten, eine Datenübertragungsanforderung anzeigendes oder nicht anzeigendes Bereitschaftssignal sowie ein von einer weiteren Schicht zur Steuerung der Datenübertragung erzeugtes Freigabe-Sperrsignal bzw. gegebenenfalls mehrere von der weiteren Schicht erzeugte Adresssignale übertragen werden. Zusätzlich erfolgt eine Reaktion auf eine Änderung des Freigabe-Sperrsignals oder des Bereitsschaftssignals in- nerhalb zumindest einer Taktperiode.
In bestehenden und zukünftigen Kommunikationssystemen, insbesondere nach dem Asynchronen Transfer Modus (ATM) wirkenden Kommunikationssystemen werden Daten in einem aus Zellen bzw. IP-Paketen (Internet Protokoll) gebildeten Zellenstrom übertragen. Speziell bei nach dem Asynchronen Transfer Modus wirkenden Kommunikationssystemen wird das ATM-Schichtenmodell zur funktionalen Unterteilung der Kommunikationsaufgaben benutzt, daß ähnlich wie das OSI-Referenzmodell (Open-Syste s Interconnection Reference Model) aus mehreren voneinander unabhängigen Kommunikationsschichten besteht. Hierzu zählen die physikalische Schicht, die ATM-Schicht, die ATM- Anpassungsschicht (AAL) und die in der OSI-Terminologie als "höhere Schichten" bezeichneten anwendungsorientierten Schichten. Aufgabe einer Schicht ist es, Dienstleistungen für die nächsthöhere Schicht bereitzustellen. Insbesondere stellt die physikalische Schicht eine übertragungstechnische
Schnittstelle für die Zellen der übergeordneten ATM-Schicht zur Verfügung. Diese Schnittstelle wurde durch das ATM Forum als einheitliche, taktgesteuerte Schnittstelle zwischen der physikalischen Schicht und den höheren Schichten von nach dem Asynchronen Transfer Modus wirkenden Kommunikationseinrichtungen definiert, die in der Fachwelt unter dem Namen "Universal Test and Operation PHY-Interface for ATM" oder kurz "UTOPIA" bekannt ist - siehe hierzu insbesondere ATM Forum, Level 2, vl.O, Juni 1995, Seiten 8-15 und 21-24.
Bei dieser durch das ATM Forum standardisierten Schnittstelle UTOPIA Level 2 tritt bei der Steuerung der Daten an die Schnittstelle eine sehr zeitkritische Signalisierung auf, die besonders in der Upstream-Richtung, d.h. von der physikali- sehen Schnittstelle - auch als Sekundärseite bezeichnet - zum Kommunikationssystem - auch Primärseite genannt - mehrere technische Realisierungsprobleme aufwirft. Unter anderem werden durch die UTOPIA Spezifikation beispielsweise für eine 50 MHz UTOPIA Schnittstelle Setup-Zeiten von mindestens 4 nsec und Hold-Zeiten von mindestens 1 nsec gefordert. Aufgrund dieser Setup- und Hold-Zeitvorgaben müssen alle Signalisie- rungssignale eingangsseitig sofort abgetastet werden um in der darauffolgenden Taktperiode die Reaktion auf die Signali- sierungssignale einleiten zu können, d.h. die Signalisierung zwischen Primärseite und der Sekundärseite ist sehr zeitkritisch. Desweiteren sind durch die standardisierte UTOPIA Level 2 Schnittstelle mehrere unterschiedliche, komplexe Signalisierungen standardisiert, für deren Bearbeitung aufgrund ihrer Anzahl eine komplexe Steuerlogik erforderlich ist. Die Realisierung derartig schneller Reaktionszeiten sowie die Implementierung der benötigten komplexen Steuerlogik erfordert eine geeignete Hardwareunterstützung, d.h. schnelle Logikbausteine wie beispielsweise ASIC s (Application-Specific Inte- grated Circuit) oder schnelle, kleine FPGA' S (Field- Programmable Gate Array) mit kurzen, internen Signallaufzeiten .
Bei der standardisierten Schnittstelle UTOPIA Level 2 , insbesondere der "Multiphysical"- UTOPIA Level 2 , ist zusätzlich der Anschluß von mehreren physikalischen Schnittstellen an die ATM-Schicht vorgesehen, wodurch eine Adressdecodierung und Steuerung bzgl. der anzusprechenden physikalischen Schicht erforderlich ist. Desweiteren wird die zuvor beschriebene Komplexität der unterschiedlichen Signalisierungen im Falle eines "Multiphysical" -Betriebs der UTOPIA- Schnittstelle erheblich erhöht, d.h. für die zeitkritische Steuerung der Daten von mehreren physikalischen Schichten an die eine ATM-Schicht ist aufgrund der hohen Anzahl von unterschiedlichen, komplexen Signalisierungen und der Auswahl der jeweils zum Übertragen von Daten berechtigten, physikalischen Schicht eine komplexe und zeitkritische Steuerungs- und Deko- dierlogik erforderlich.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, die zeitkritische Steuerung der Daten an eine taktgesteuerte Schnittstelle mit asynchroner Datenübertragung, insbesondere der Schnittstelle zwischen einer physikalischen bzw. zwischen mehreren physikalischen Schichten und der ATM-Schicht zu verbessern. Die Aufgabe wird ausgehend von einem Verfahren gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruches 1 bzw. des Patentanspruches 9 jeweils dessen kennzeichnenden Merkma- le gelöst.
Der wesentliche Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 1 ist darin zu sehen, daß das Freigabe-Sperrsignal um eine Taktperiode verzögert der physikalischen Schicht an- gezeigt wird und daß die parallel zu übertragenden Daten a priori an die taktgesteuerte Schnittstelle von der physikalischen Schicht gesteuert werden sowie daß durch eine logische Verknüpfung des verzögerten Freigabe-Sperrsignals und des von der physikalischen Schicht erzeugten Bereitschaftssignals ein Nachladesignal zur zeit- u. taktgerechten Steuerung der Daten an die Schnittstelle erzeugt wird. Durch die Verzögerung des von der weiteren Schicht erzeugten Freigabe-Sperrsignals und
die anschließende logische Verknüpfung des verzögerten Freigabe-Sperrsignals mit dem von der physikalischen Schicht erzeugten Bereitschaftssignals werden bei unterschiedlichen Signalisierungen sehr kurze Reaktionszeiten erreicht. Hierdurch wird die Anzahl der durch das ATM Forum standardisierten Si- gnalisierungsszenarien bzw. -fälle auf einen Fall reduziert, d.h. die beim Betrieb der Schnittstelle auftretenden, zeitkritischen unterschiedlichen Signalisierungen werden durch das erfindungsgemäße Verfahren mit Hilfe einer einzigen, ein- fachen Steuerlogik abgewickelt. Dies bedeutet, daß zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens keine zusätzlichen und kostenintensiven schnellen Logikbausteine wie z.B. FPGA' s für die Realisierung einer komplexen Steuerlogik erforderlich sind, sondern es können einfache Standardlogikbausteine wie Gatter und Kippstufen verwendet werden. Insbesondere die Si- gnalisierungsanforderungen von zukünftigen, bereits in Planung befindlichen UTOPIA Standards, wie z.B. UTOPIA Level 3 - siehe hierzu ATM Forum PHY G, UTOPIA Level 3 Baseline Text, Dezember 1998, - mit Maximumtaktraten von nahezu 104 MHz und Datenbusbreiten von 32 Bit können mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens auf vorteilhafte Weise realisiert werden, zumal eine Realisierung einer für die Implementierung des UTOPIA Level 2 und 3 Standards notwendigen, komplexen Steuerlogik ohne das erfindungsgemäße Verfahren mit derzeitig in ASIC's oder schnellen, kleinen FPGA' s verfügbaren Logikfunktionen aufgrund der geforderten, extrem kurzen Signallaufzeiten in der Fachwelt für nicht praktikabel gehalten wird.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsmäßen Verfah- rens werden bei einem eine Datenübertragung anzeigenden Nachladesignal weitere Daten an die Schnittstelle gesteuert sowie bei einem keine Datenübertragung anzeigenden Nachladesignal die aktuell anliegenden Daten und keine weiteren Daten an die Schnittstelle gesteuert - Anspruch 2. Dadurch werden Daten auf besonders vorteilhafte Weise an die Schnittstelle geführt, nachdem die Übertragung der aktuell anliegenden Daten durch das verzögerte Freigabe- bzw. Sperrsignal bereits er-
folgt ist, d.h. weitere Daten werden unmittelbar nach der Übertragung der aktuell anliegenden Daten an die Schnittstelle gesteuert. Zusätzlich ist dadurch sichergestellt, daß ohne ein eine Datenanforderung anzeigendes Bereitschaftssignal bzw. eine Datenfreigabe anzeigendes Nachladesignal keine Daten von der physikalischen Schicht an die taktgesteuerte Schnittstelle nachgeladen werden.
Die logische Verknüpfung des verzögerten Freigabe- Sperrsignals und des von der dezentralen Einrichtung erzeugten Bereitschaftssignals erfolgt erfindungsgemäß vorteilhaft durch eine logische UND-Verknüpfung - Anspruch 3. Eine logische UND-Verknüpfung stellt eine "schnelle" Verknüpfung dar und ist einfach, d.h. ohne großen schaltungstechnischen Auf- wand zu realisieren.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht nun darin, daß zu übertragende Daten a priori an die taktgesteuerte Schnittstelle von der physikalischen Schicht gesteuert werden, ohne daß durch die weitere Schicht mit Hilfe des Freigabe-Sperrsignals eine Datenübertragungsfreigabe der physikalischen Schicht angezeigt wird - Anspruch 4. Mit Hilfe der vorzeitigen Steuerung der zu übertragenden Daten durch die physikalische Schicht an die Schnittstelle liegen bereits a priori Daten an der Schnittstelle an, d.h. aus
Sicht der physikalischen Schicht liegt bereits eine Übertragung von Daten vor. Letztlich jedoch wird unmittelbar durch das verzögerte Freigabe-Sperrsignals eine Datenübertragung bewirkt, d.h. beim Vorliegen eines eine Datenübertragung an- zeigenden Freigabe-Sperrsignals werden die aktuell anliegenden Daten übertragen und weitere Daten an die Schnittstelle gesteuert. Somit wird die nach Erhalt des eine Datenübertragung anzeigenden Freigabe- und Sperrsignals zum Anlegen von Daten an die Schnittstelle geforderte Reaktionszeit durch das erfindungsgemäße Verfahren eingehalten.
Der wesentliche Aspekt des weiteren erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 9 ist darin zu sehen, daß das Freigabe- Sperrsignal um zumindest eine Taktperiode verzögert der physikalischen Schicht angezeigt wird sowie daß die Adresssigna- le um zumindest eine Taktperiode verzögert werden und anhand der verzögerten Adresssignale das der weiteren Schicht aktuell anzuzeigende Bereitschaftsignal ausgewählt und an die Schnittstelle gesteuert wird. Desweiteren werden die parallel zu übertragenden Daten von der jeweiligen physikalischen Schicht a priori und abhängig von den Adresssignalen und dem Freigabe-Sperrsignal an die taktgesteuerte Schnittstelle gesteuert und unmittelbar abgetastet. Zusätzlich wird durch jeweils logische Verknüpfungen des verzögerten Freigabe- Sperrsignals und der verzögerten Adresssignale für jeweils eine physikalische Schicht zumindest ein erstes und ein zweites Nachladesignal zur zeit- und taktgerechten Steuerung der Daten an die Schnittstelle erzeugt. Durch die Verzögerung des von der weiteren Schicht erzeugten Freigabe-Sperrsignals und der Adresssignale werden bei unterschiedlichen Signalisierun- gen sehr kurze Reaktionszeiten erreicht, zumal bei einem keine Datenübertragung signalisierenden Freigabe-Sperrsignal anhand der vorliegenden Adresssignale die aktuell zum Übertragen berechtigte physikalische Schicht bestimmt wird und diese unmittelbar ihr erstes Datenbyte an die Schnittstelle steu- ert. Somit liegen an der Schnittstelle unmittelbar die aktuell aufgrund der Adresssignale ausgewählten Daten der jeweiligen physikalischen Schicht an, wodurch die durch den UTOPIA-Schnittstellen-Standard geforderten kurzen Reaktionszeiten realisierbar sind. Hierdurch wird die Vielzahl der durch das ATM Forum standardisierten Signalisierungsszenarien bzw. -fälle auf wenige Fälle reduziert, d.h. die beim Betrieb der Schnittstelle auftretenden, unterschiedlichen und zeitkritischen Signalisierungen und die Auswahl der jeweiligen physikalischen Schicht werden durch das erfindungsgemäße Ver- fahren mit Hilfe einer einzigen, einfachen Steuer- und Deco- dierlogik abgewickelt. Dies bedeutet, daß zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens keine kostenintensiven,
schnellen Logikbausteine wie z.B. schnelle ASIC's oder kleine, schnelle FPGA' s für die Realisierung einer komplexen Steuer- und Decodierlogik erforderlich sind, sondern es können einfache kostengünstige, verhältnismäßig langsame ASIC's bzw. FPGA' s verwendet werden. Insbesondere die Signalisie- rungsanforderungen von zukünftigen, bereits in Planung befindlichen UTOPIA Standards, wie z.B. MPHY-UTOPIA Level 3 - siehe hierzu ATM Forum PHY WG, UTOPIA Level 3 Baseline Text, Dezember 1998, - mit Maximumtaktraten von nahezu 104 MHz und Datenbusbreiten von 32 Bit können mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens auf vorteilhafte Weise realisiert werden, zumal eine Realisierung einer für die Implementierung des UTOPIA Level 2 und 3 Standards notwendigen, komplexen Steuerlogik, insbesondere beim "Multiphysical" -Betrieb, ohne das erfindungsgemäße Verfahren mit derzeitig in ASIC's oder schnellen, kleinen FPGA' s verfügbaren Logikfunktionen aufgrund der geforderten, extrem kurzen Signallaufzeiten in der Fachwelt für nicht praktikabel gehalten wird.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des weiteren erfindungsmä- ßen Verfahrens werden bei einem eine Datenübertragung anzeigenden ersten Nachladesignal zuvor gespeicherte Daten an die Schnittstelle gesteuert sowie bei einem eine Datenübertragung anzeigenden zweiten Nachladesignal weitere Daten an die Schnittstelle gesteuert. Desweiteren werden bei einem keine Datenübertragung anzeigenden ersten oder zweiten Nachladesignal die aktuell anliegenden Daten und keine weiteren Daten an die Schnittstelle gesteuert und entweder mit Hilfe des ersten oder mit Hilfe des zweiten Nachladesignals Daten an die Schnittstelle gesteuert - Anspruch 10. Dadurch werden die zu übertragenden Daten auf besonders vorteilhafte Weise an die Schnittstelle geführt, insbesondere nachdem die Übertragung der aktuell anliegenden Daten durch das verzögerte Freigabebzw. Sperrsignal bereits erfolgt ist, d.h. weitere Daten wer- den unmittelbar nach der Übertragung der aktuell anliegenden Daten an die Schnittstelle gesteuert. Zusätzlich ist dadurch sichergestellt, daß ohne ein eine Datenanforderung anzeigen-
des Bereitschaftssignal bzw. eine Datenfreigabe anzeigendes erstes oder zweites Nachladesignal keine Daten von der physikalischen Schicht an die taktgesteuerte Schnittstelle nachgeladen werden. Desweiteren werden durch das erste Nachladesi- gnal auf vorteilhafte Weise bereits zuvor in einer Speichereinheit abgelegte Daten gesteuert, d.h. beispielsweise das erste Datenwort bzw. Datenbyte einer ATM-Zelle bzw. das anliegende Zellenanfangssignal werden im aktuellen Taktzyklus in einer Speichereinheit zwischengespeichert und falls ange- fordert im nächsten Taktzyklus ausgelesen und unmittelbar an die Schnittstelle gesteuert. Somit können besonders vorteilhaft in der nächsten Taktperiode benötigte Daten, die nicht mehr aktuell anliegen, kurzzeitig an die Schnittstelle gesteuert werden, wodurch beispielsweise der Verlust eines Da- tenbytes bzw. einer in der vorliegenden Taktperiode anliegenden jedoch aktuell benötigten Information vermieden wird.
Die logischen Verknüpfungen des verzögerten Freigabe- Sperrsignals und der verzögerten und decodierten Adresssigna- le für jeweils eine physikalische Schicht erfolgt erfindungsgemäß vorteilhaft mit Hilfe einer Decodiereinheit - Anspruch 11 - d.h. die vorteilhafte Ausgestaltung kann ohne großen schaltungstechnischen Aufwand realisiert werden. Desweiteren werden durch die Realisierung der Decodiereinheit in einer einzigen Logikebene die Signallaufzeiten kurz gehalten.
Ein wesentlicher Vorteil des weiteren erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß zu übertragende Daten der anhand der Adresssignale ausgewählten physikalischen Schicht a prio- ri an die taktgesteuerte Schnittstelle von der jeweiligen physikalischen Schicht gesteuert werden, ohne daß durch die weitere Schicht mit Hilfe des Freigabe-Sperrsignals eine Datenübertragungsfreigabe für die jeweilige physikalische Schicht (PL) anhand der von der weiteren Schicht zur Adres- sierung der jeweiligen physikalischen Schicht erzeugten
Adresssignale angezeigt wird - Anspruch 12. Mit Hilfe der vorzeitigen Steuerung der zu übertragenden Daten der jeweili-
gen physikalischen Schicht an die Schnittstelle liegen bereits a priori Daten an der Schnittstelle an, d.h. aus Sicht der jeweiligen physikalischen Schicht liegt bereits eine Übertragung von Daten vor; jedoch wird unmittelbar durch das verzögerte Freigabe-Sperrsignals eine Datenübertragung bewirkt, d.h. beim Vorliegen eines eine Datenübertragung anzeigenden Freigabe-Sperrsignals werden die aktuell anliegenden Daten übertragen und weitere Daten an die Schnittstelle gesteuert. Somit wird die nach Erhalt des eine Datenübertragung anzeigenden Freigabe-Sperrsignals zum Anlegen von Daten der durch die Adresssignale festgelegten physikalischen Schicht an die Schnittstelle geforderte kurze Reaktionszeit durch das erfindungsgemäße Verfahren gewährleistet.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung, insbesondere eine Schaltungsanordnung zur zeitkritischen Steuerung von Daten an die taktgesteuerte Schnittstelle, sind den weiteren Ansprüchen zu entnehmen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von zwei Blockschaltbildern und von zwei Signalflußdiagrammen näher erläutert.
Figur 1 zeigt in einem Blockschaltbild eine zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens entwik- kelte Schaltungsanordnung,
Figur 2 zeigt den das erfindungsgemäße Verfahren charakterisierenden Signalfluß an der taktgesteuerten Schnittstelle, Figur 3 zeigt in einem Blockschaltbild eine erfindungs- gemäße Schaltungsanordnung einer
"Multiphysical" -UTOPIA-Schnittstelle, und Figur 4 zeigt den Signalfluß an der taktgesteuerten "Multphysical" -UTOPIA-Schnittstelle.
In dem Blockschaltbild nach Figur 1 ist eine nach dem Asynchronen Transfer Modus wirkende ATM-Kommunikationseinrichtung ATM-KE mit einer eine physikalischen Schicht PL realisierende
Übertragungseinheit UE und einer eine ATM-Schicht ATM-L realisierende Zugriffseinheit ZE dargestellt, wobei die physikalische Schicht PL die zur Übertragung von Datenzellen DZ notwendige Übertragungstechnik bereitstellt und die ATM-Schicht ATM-L höhere Netzwerkprotokolle zur funktionalen Unterteilung der Kommunikationsaufgaben aufweist. Insbesondere zeigt Figur 1 eine mögliche Realisierung der durch das ATM Forum standardisierten Schnittstelle Utopia zwischen der physikalischen und der ATM-Schicht PL, ATM-L - auch UTOPIA-Schnittstelle ge- nannt, wobei die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren speziell die zeitkritische Steuerung von Datenzellen DZ an die taktgesteuerte Schnittstelle Utopia zur parallelen Übertragung in Upstream-Richtung UPS betrifft. Dabei ist unter der Upstream-Richtung UPS die parallele Übertragung von Datenzellen DZ ausgehend von der physikalischen Schicht PL zur ATM-Schicht ATM-L zu verstehen. Für die parallele Übertragung der Datenzellen DZ werden diese in Datenwörter DW jeweils der Länge 8-, 16- oder 32-Bit unterteilt und anschließend ein einzelnes Datenwort DWl pro Taktperiode Fx parallel übertragen, wobei eine Taktperiode Fx jeweils den Zeitraum zwischen zwei aufeinanderfolgenden, steigenden Taktflanken F1-F8 umfaßt. Desweiteren sind in Figur 1 die für die Realisierung der durch das ATM Forum definierten UTOPIA-Schnittstelle vorgesehenen Schnittstellenlei- tungen RxClk-L, RxData-L, RxSoc-L, RxClav-L, RxEnb-L dargestellt. Hierbei wird über die Taktsignalschnittstellenleitung RxClk-L das Taktsignal RxClk, über die Datensignalschnitt- stellenleitung RxData-L das Datensignal RxData, über die Zel- lenanfangssignalschnittstellenleitung RxSoc-L das Zellenan- fangssignal RxSoc, über die Bereitschaftssignalschnittstel- lenleitung RxClav-L das Bereitschaftssignal RxCIav und über die Freigabe- oder Sperrsignalschnittstellenleitung RxEnb-L das Freigabe-Sperrsignal RxEnb übertragen, wobei durch die in Figur 1 dargestellten Pfeilrichtungen die jeweilige Richtung der Signalübertragung festgelegt wird.
Die übergeordnete bzw. steuernde Instanz innerhalb der taktgesteuerten Schnittstelle wird wie beispielhaft in Figur 1 dargestellt von der ATM-Schicht ATM-L gebildet, d.h. mit Hilfe des Freigabe-Sperrsignals RxEnb wird durch die ATM-Schicht ATM-L die parallele Datenübertragung gesteuert bzw. die Datenübertragung gestartet oder beendet. Desweiteren werden durch die der ATM-Schicht ATM-L untergeordnete physikalische Schicht PL die zu übertragenden Daten in Form von Datenzellen DZ bzw. Datenwörtern DW an die taktgesteuerte Schnittstelle Utopia gesteuert, wobei die physikalische Schicht PL zum einen durch die ATM-Schicht ATM-L zum Bereitstellen von Datenwörtern DW veranlaßt wird, zum anderen aber auch ohne eine Datenanforderung seitens der ATM-Schicht ATM-L durch die physikalische Schicht PL Datenwörter DW an die Schnittstelle ge- steuert werden. Die Übertragung der Datenwörter DW von der physikalischen Schicht PL zur ATM-Schicht ATM-L erfolgt mit Hilfe des Datensignals RxData, über das ein 8-Bit-, 16-Bit- oder ein 32-Bit-Datenwort DW pro Taktperiode Fx übertragen werden kann. Desweiteren wird durch die ATM-Schicht ATM-L die Taktrate für die taktgesteuerte, parallele Datenübertragung durch das Taktsignal RxClk der physikalischen Schicht PL angezeigt bzw. vorgegeben. Zusätzlich ist für die Realisierung der Schnittstelle Utopia ein Zellenanfangssignal RxSoc standardgemäß vorgesehen, mit dessen Hilfe durch die physikali- sehe Schicht PL der ATM-Schicht ATM-L der Beginn einer neuen Datenzelle, d.h. insbesondere die Übertragung des ersten Datenwortes DW1 einer Datenzelle angezeigt wird. Dies bedeutet, daß bei der parallelen Übertragung des ersten Datenwortes DW1 einer Datenzelle aus Sicht der ATM-Schicht ATM-L das den lo- gischen Wert "0" aufweisende Zellenanfangssignal RxSoc für die Dauer einer Taktperiode Fx auf den logischen Wert "1" gesetzt ird und dadurch der ATM-Schicht ATM-L der Beginn einer Datenzelle signalisiert wird. Liegen Daten oder auch keine Daten zur parallelen Übertragung zur ATM-Schicht ATM-L in der physikalischen Schicht PL vor, so wird dies mit Hilfe des Bereitschaftssignals RxCIav der ATM-Schicht ATM-L angezeigt. Zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist ein
Verzögerungsmittel D-FF beispielsweise ein D-Flip-Flop zum Verzögern des von der ATM-Schicht ATM-L zur Steuerung der Datenübertragung erzeugten Freigabe-Sperrsignals RxEnb vorgesehen, wobei an den Eingang di des Verzögerungsmittels D-FF das von der ATM-Schicht ATM-L erzeugte und Freigabe-Sperrsignal RxEnb mit Hilfe der Freigabe- und Sperrsignalsschnittstellen- leitung RxEnb-L geführt ist und am Ausgang de des Verzögerungsmittels D-FF das um eine Taktperiode Fx verzögerte Freigabe-Sperrsignals dEnb vorliegt.
In Abstimmung auf den UTOPIA-Schnittstellen-Standard sind wie in Figur 1 dargestellt, in Upstream-Richtung UPS zur Schnittstelle Utopia wirkende Tristate-Treiberbausteine T zum Durchschalten des Zellenanfangssignal RxSoc bzw. des Datensignals RxData zur ATM-Schicht ATM-L vorgesehen. Durch die Tristate- Treiberbausteine T können die Zellenanfangssignalschnittstel- lenleitung RxSoc-L und die Datensignalschnittstellenleitung RxData-L in den Zustand "tri-stated" bzw. "hochohmig" gesteuert werden und somit die Übertragung des Zellenanfangssignals RxSoc bzw. des Datensignals RxData verhindert werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn keine Datenübertragung von der übergeordneten ATM-Schicht ATM-L vorgesehen ist und somit mit Hilfe des über eine erste Steuerleitung SL1 übertragenen verzögerten Freigabe-Sperrsignals dEnb die Tristate- Treiberbausteine T zum Steuern der Zellenanfangssignal- schnittstellenleitung RxSoc-L und der Datensignalsschnitt- Stellenleitung RxData-L in den Zustand "tri-stated" veranlaßt werden.
Zur Realisierung der erfindungsgemäßen logischen Verknüpfung des Bereitschaftssignals RxCIav und des verzögerten Freigabe- Sperrsignals dEnb ist ein logisches Verknüpfungsmittel AG beispielsweise ein AND-Gatter vorgesehen. An den ersten Eingang il des logischen Verknüpfungsmittels AG, der über eine zweite Steuerleitung SL2 mit der Bereitschaftssignalschnitt- stellenleitung RxClav-L verbunden ist, wird mit Hilfe der zweiten Steuerleitung SL2 das Bereitschaftssignal RxCIav und
an den zweiten Eingang i2, der mit dem Ausgang de des Verzögerungsmittels D-FF über die Freigabe- oder Sperrsignal- schnittstellenleitung RxEnb-L verbunden ist, mit Hilfe der Freigabe- oder Sperrsignalschnittstellenleitung RxEnb-L das verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb geführt und nach der
UND-Verknüpfung der beiden Signale liegt am Ausgang e des logischen Verknüpfungsmittels AG ein Nachladesignal dEnb&Clav zur zeit- u. taktgerechten Steuerung der Datenwörter DW an die Schnittstelle Utopia vor. Das Nachladesignal dEnb&Clav zeigt der physikalischen Schicht PL an, daß ein weiteres Datenwort DW an die Schnittstelle Utopia gesteuert werden kann.
Der bei der erfindungsgemäßen, zeitkritischen Steuerung von Datenwörtern DW an die taktgesteuerte Schnittstelle auftre- tende Signalfluß ist in Figur 2 anhand von einzelnen Signalflußgraphen dargestellt. In Abstimmung auf den UTOPIA- Schnittstellen-Standard werden die Signalisierungssignale RxClk, RxData, RxSoc, RxCIav, RxEnb jeweils nach einer steigenden Taktflanke F1-F8 abgetastet, wobei in Figur 2 bei- spielsweise eine erste, zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte und achte steigende Taktflanke F1-F8 dargestellt ist. Zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind acht Taktperioden Fx zwischen der ersten bis achten, positiven Taktflanke F1-F8 aufgezeigt, wobei eine einzelne Takt- flanke F1-F8 jeweils durch eine punktierte Linie angedeutet ist. Desweiteren sind in Figur 2 die Signalverläufe der Signalisierungssignale RxClk, RxData, RxSoc, RxCIav, RxEnb, dEnb, dEnb&Clav unmittelbar nach der physikalischen Schicht PL - in Figur 1 durch eine mit SI bezeichnete strichlierte Linie ausgedrückt - und an der Schnittstelle Utopia - in Figur 1 durch eine mit S2 bzw. Utopia bezeichnete strichlierte Linie ausgedrückt - dargestellt und werden im weiteren als erste Schnittstelle SI und als zweite Schnittstelle S2 bezeichnet. Es werden die Signalverläufe in der Ebene SI und/oder S2 des Taktsignals RxClk, des Datensignals RxData, des Zellenanfangssignals RxSoc, des Bereitschaftssignals RxCIav, des Freigabe-Sperrsignals RxEnb, des verzögerten
Freigabe-Sperrsignals dEnb und des Nachladesignals dEnb&Clav durch Figur 2 näher erläutert.
Zum Zeitpunkt der ersten steigenden Taktflanke Fl wird durch das den logisches Wert "0" aufweisende Bereitschaftssignal RxCIav der ATM-Schicht ATM-L angezeigt, daß zur Zeit keine Datenwörter DW für die parallele Übertragung in der physikalischen Schicht PL zur Verfügung stehen. Analog dazu zeigt das Datensignal RxData an der ersten Schnittstelle SI keine vorliegenden Datenworte DW an und aufgrund des keine Datenübertragung anzeigenden, den logischen Wert "1" aufweisenden Freigabe-Sperrsignals RxEnb werden mit Hilfe der Tristate- Treiberbausteine T an der zweiten Schnittstelle S2 bzw. Schnittstelle Utopia zum Zeitpunkt der ersten steigenden Taktflanke Fl sowohl das Datensignal RxData als auch das Zellenanfangssignal RxSoc in den Zustand "tri-stated" gesteuert. Dies bedeutet, daß die Datenübertragung zur ATM-Schicht ATM-L unterbrochen ist. Dementsprechend weist das verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb einen logischen Wert "1" - keine Daten- Übertragung - und das Nachladesignal dEnb&Clav einen logischen Wert "0" auf, womit der physikalischen Schicht PL eine Freigabe der UTOPIA-Schnittstelle, d.h. es können Datenwörter DW an die Schnittstelle Utopia gesteuert werden, angezeigt wird.
Zum Zeitpunkt der zweiten steigenden Taktflanke F2 wird an der ersten Schnittstelle Sl das Zellenanfangssignal RxSoc durch die physikalische Schicht PL auf den logischen Wert "1" gesetzt und damit der Anfang einer Datenzelle DZ bzw. das Vorliegen des ersten Datenwortes DWl in der physikalischen Schicht PL angezeigt. Im Gegensatz dazu wird an der zweiten Schnittstelle B durch den Tristate-Treiberbaustein T die Zel- lenanfangssignalsschnittstellenleitung RxSoc-L noch im Zustand "tri-stated" gehalten und somit die Übertragung des Zellenanfangssignal RxSoc zur ATM-Schicht ATM-L unterdrückt. Desweiteren wird das erste Datenwort DWl mit Hilfe des Datensignals RxData an die erste Schnittstelle Sl gesteuert, wobei
auch hier wiederum an der zweiten Schnittstelle S2 durch den Tristate-Treiberbaustein T die Datensignalsschnittstellenlei- tung RxData-L noch im Zustand "tri-stated" gehalten wird. Durch das sowohl an der ersten als auch an der zweiten Schnittstelle unverändert vorliegende Bereitschaftssignal RxCIav wird der ATM-Schicht ATM-L durch die physikalische Schicht PL eine Datenübertragungsanforderung signalisiert bzw. die Bereitschaft zur Datenübertragung angezeigt. Das Bereitschaftssignal RxCIav wird über die folgenden sechs Takt- perioden konstant gehalten, d.h. eine Datenübertragungsanforderung signalisiert. Das Freigabe-Sperrsignal RxEnb und folglich das verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb weisen unverändert an der zweiten Schnittstelle B einen logischen Wert "1" - keine Datenübertragung - auf. Dagegen hat sich der logische Wert des Nachladesignals dEnb&Clav von "0" auf "1" verändert, worauf durch die physikalische Schicht PL keine Datenwörter DW an die Schnittstelle Utopia mehr nachgeladen werden, d.h. nur das aktuell anliegende erste Datenwort DWl wird für die Übertragung bereitgestellt.
Zum Zeitpunkt der dritten steigenden Taktflanke F3 bleiben die zuvor erwähnten Signalverläufe solange unverändert bis auf das an der zweiten Schnittstelle S2 anliegende Freigabe- Sperrsignal RxEnb, durch das von der ATM-Schicht ATM-L auf die eine Taktperiode Fx zuvor aufgetretene Änderung des eine Datenübertragungsanforderung anzeigenden Bereitschaftssignals RxCIav reagiert wird. Dadurch erfolgt mit Hilfe des Freigabe- Sperrsignals RxEnb durch die ATM-Schicht ATM-L eine Freigabe zur Datenübertragung über die Schnittstelle Utopia.
Diese Freigabe zur Datenübertragung wird aufgrund des am Schaltungsschnittpunkt S2 verzögerten Freigabe-Sperrsignal dEnb zum Zeitpunkt der vierten steigenden Taktflanke F4 wirksam, d.h. es liegt ein verzögertes Freigabe-Sperrsignal dEnb mit einem logischen Wert "0" vor, durch das mit Hilfe der
Tristate-Treiberbausteine T das erste Datenwort DWl zur Übertragung freigegeben wird. Demzufolge wird nun das erste Da-
tenwort DWl an der zweiten Schnittstelle S2 mit Hilfe des Datensignals RxData an die ATM-Schicht ATM-L übertragen, wobei gleichzeitig durch das Zellenanfangssignal RxSoc der Anfang der Datenzelle der ATM-Schicht ATM-L signalisiert wird. Des- weiteren weist das Nachladesignal dEnb&Clav an der ersten Schnittstelle Sl eine Veränderung des logischen Wertes von "1" auf "0" auf. Dies bedeutet, daß durch die physikalische Schicht PL in der darauffolgenden Taktperiode Fx beispielsweise ein zweites Datenwort DW2 an die UTOPIA-Schnittstelle nachgeladen werden kann.
Zum Zeitpunkt der darauffolgenden fünften Taktflanke F5 wird das Zellenanfangssignal RxSoc auf den logischen Wert "0" zurückgesetzt und nimmt diesen logischen Zustand unverändert solange an, bis die Übertragung einer weiteren Datenzelle erfolgt. Mit Hilfe des Datensignals RxData wird das zweite Datenwort DW2 zur ATM-Schicht ATM-L in Upstream-Richtung UPS übertragen. Analog dazu erfolgt die Übertragung des dritten und vierten Datenwortes DW3, DW4 in der jeweiligen darauffol- genden Taktperiode Fx.
In dem Blockschaltbild nach Figur 3 ist analog zu Figur 1 eine nach dem Asynchronen Transfer Modus wirkende ATM- Kommunikationseinrichtung ATM-KE mit einer eine erste physi- kalische Schicht PLl realisierenden ersten Übertragungseinheit UE1 sowie einer eine zweite physikalische Schicht PL2 realisierenden zweiten Übertragungseinheit UE2 und einer die ATM-Schicht ATM-L realisierende Zugriffseinheit ZE dargestellt, wobei die erste und zweite physikalische Schicht PL1,PL2 die zur Übertragung von Datenzellen DZ notwendige Übertragungstechnik bereitstellt und die ATM-Schicht ATM-L höhere Netzwerkprotokolle zur funktionalen Unterteilung der Kommunikationsaufgaben aufweist. Insbesondere zeigt Figur 3 eine mögliche Realisierung der durch das ATM Forum standardi- sierten Schnittstelle Utopia Level 2 zwischen beispielsweise der ersten und der zweiten physikalischen und der ATM-Schicht PLl, PL2, ATM-L - auch "Multiphysical" -UTOPIA-Schnittstelle ge-
nannt, wobei die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren speziell die zeitkritische Steuerung von Datenzellen DZ an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia zur parallelen Übertragung in Upstream- Richtung UPS betrifft. Insbesondere sind in Figur 3 beispielsweise die erste und zweite physikalische Schicht PL1,PL2 dargestellt, wobei das erfindungsgemäße Verfahren für die Steuerung von Daten beliebig vieler physikalischer Schichten PL1,PL2 an die ATM-Schicht ATM-L anwendbar ist. Da- bei ist analog zu Figur 1 unter der Upstream-Richtung UPS die parallele Übertragung von Datenzellen DZ ausgehend von einer der physikalischen Schichten PL1,PL2 zur ATM-Schicht ATM-L zu verstehen. Desweiteren sind in Figur 3 wiederum die für die Realisierung der durch das ATM Forum definierten "Multiphysical" -UTOPIA-Schnittstelle vorgesehenen Schnittstellenleitungen RxClk-L, RxData-L, RxSoc-L, RxClav-L, RxEnb- L, RxAdrl, RxAdr2 dargestellt, wobei zusätzlich zur Realisierung der "Multiphysical"-Utopia-Schnittstelle MPh-Utopia über eine erste und eine zweite Adresssignalschnittstellenleitung RxAdrl/RxAdr2 das erste und das zweite Adresssignal
RxAdrl/RxAdr2 übertragen werden. Auch hier ist durch die in Figur 3 dargestellten Pfeile die jeweilige Richtung der Signalübertragung festgelegt.
Die übergeordnete bzw. steuernde Instanz innerhalb der taktgesteuerten Schnittstelle wird analog zu Figur 1, wie beispielhaft in Figur 3 dargestellt, von der ATM-Schicht ATM-L gebildet, d.h. mit Hilfe des Freigabe-Sperrsignals RxEnb und des ersten und zweiten Adresssignales RxAdrl/RxAdr2 wird durch die ATM-Schicht ATM-L die parallele Datenübertragung gesteuert bzw. die erste oder zweite physikalische Schicht PL1,PL2 ausgewählt und die Datenübertragung gestartet oder beendet. Desweiteren werden durch die der ATM-Schicht ATM-L untergeordneten ersten und zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 die zu übertragenden Daten in Form von Datenzellen DZ bzw. Datenwörtern DW an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh- Utopia gesteuert, wobei die jeweilige erste oder zweite phy-
sikalische Schicht PL1/PL2 zum einen durch die ATM-Schicht ATM-L zum Bereitstellen von Datenwörtern DW veranlaßt wird, zum anderen aber auch ohne eine Datenanforderung seitens der ATM-Schicht ATM-L durch die erste oder zweite physikalische Schicht PL1,PL2 Datenwörter DW an die Schnittstelle gesteuert werden. Die Übertragung der Datenwörter DW von der ersten oder zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 zur ATM-Schicht ATM-L erfolgt mit Hilfe des Datensignals RxData, über das ein 8-Bit-, 16-Bit- oder ein 32-Bit-Datenwort DW pro Taktperiode Fx übertragen werden kann. Desweiteren wird analog zu Figur 1 durch die ATM-Schicht ATM-L die Taktrate für die taktgesteuerte, parallele Datenübertragung durch das Taktsignal RxClk sowohl der ersten als auch der zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 angezeigt bzw. vorgegeben. Zusätzlich ist auch für die Realisierung der Schnittstelle MPh-Utopia ein Zellenanfangssignal RxSoc standardgemäß vorgesehen, mit dessen Hilfe durch die erste bzw. durch die zweite physikalische Schicht PL1,PL2 der ATM-Schicht ATM-L der Beginn einer neuen Datenzelle DZ, d.h. insbesondere die Übertragung des ersten Datenwortes DWl einer Datenzelle angezeigt wird. Dies bedeutet, daß bei der parallelen Übertragung des ersten Datenwortes DWl einer Datenzelle aus Sicht der ATM-Schicht ATM-L das den logischen Wert "0" aufweisende Zellenanfangssignal RxSoc für die Dauer einer Taktperiode Fx auf den logischen Wert "1" gesetzt wird und dadurch der ATM-Schicht ATM-L der Beginn einer Datenzelle der jeweiligen anhand der zuletzt anliegenden ersten und zweiten Adresssignale RxAdrl/RxAdr2 ausgewählten, physikalischen Schicht PL1,PL2 signalisiert wird. Liegen Daten oder auch keine Daten zur parallelen Übertragung zur ATM- Schicht ATM-L in der ersten oder zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 vor, so wird dies mit Hilfe des Bereitschaftssignals RxCIav der ATM-Schicht ATM-L angezeigt.
Zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird bei- spielsweise die Übertragung von Daten von der ersten physikalischen Schicht PLl zu der ATM-Schicht ATM-L beschrieben. Die Übertragung von Daten ausgehend von der zweiten physikali-
sehen Schicht PL2 sowie der Aufbau der zweiten Übertragungseinheit UE2 ist analog zu der ersten physikalischen Schicht PLl bzw. der ersten Übertragungseinheit UE1 und wird aufgrund dessen im folgenden nicht im Detail beschrieben.
Zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind erste bis elfte Verzögerungsmittel D-FF1 - D-FF11, beispielsweise D-Flip-Flops, zum Verzögern der jeweiligen zu übertragenden Signale vorgesehen, wobei sämtliche Verzögerungsmittel D-FF1 - D-FF11 jeweils einen Ein- und Ausgang i/e und teilweise einen zusätzlichen Steuereingang si aufweisen. Das fünfte, sechste und siebte Verzögerungselement D-FF5 - D-FF7 ist beispielsweise in der ersten Übertragungseinheit UE1 der ersten physikalischen Schicht PLl angeordnet. Im näher erläuterten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 weisen beispielsweise das dritte, vierte, sechste und siebte Verzögerungsmittel D- FF3/4/6/7 einen zusätzlichen Steuereingang si auf. Zusätzlich umfaßt die erste Übertragungseinheit UE1 eine Utopia-Level-1- Schnittstelleneinheit ULI zur Realisierung der Utopia-Level- 1-Schnittstelle und eine Glue-Logic-Einheit GLE zur Steuerung der durch den UTOPIA-Schnittstellen-Standard festgelegten Signalisierungen unterschiedlicher Übertragungsarten bzw. Ereignissen bei der Übertragung von ATM-Zellen. Desweiteren sind in der ersten physikalischen Schicht PLl ein vierter bis achter Tristate-Treiberbaustein T4-T8 -zum Durchschalten der jeweiligen Signale sowie ein Inverter I vorgesehen. Zur Realisierung der erfindungsgemäßen Auswahl der ersten oder zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 sind in der ATM- Kommunikationseinrichtung ATM-KE eine erste und eine zweite Dekodiereinheit DE1,DE2 sowie ein erster, zweiter und dritter Tristate-Treiberbaustein T1-T3 zum Durchschalten der anliegenden Signale vorgesehen. Zusätzlich ist in der ATM- Kommunikationseinrichtung ATM-KE ein Pull-Down-Widerstand PDR und ein logisches Verknüpfungsmittel AG beispielsweise ein "AND" -Gatter zur vorteilhaften Steuerung der Daten an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia angeordnet.
Die die ATM-Schicht ATM-L realisierende Zugriffseinheit ZE ist über die Freigabe-Sperrsignalschnittstellenleitung RxEnb- L mit dem Eingang i eines ersten Verzögerungsmittels D-FFl verbunden. Der Ausgang e des ersten Verzögerungsmittels D-FFl ist über eine weitere Freigabe-Sperrsignalschnittstellen- leitung RxEnb-L zu dem Eingang i eines zweiten Verzögerungsmittels D-FF2 geführt, wobei die am Ausgang e des ersten Verzögerungsmittels D-FFl angeschlossene weitere Freigabe- Sperrsignalschnittstellenleitung RxEnb-L mit dem ersten Ein- gang il der zweiten Dekodiereinheit DE2 verbunden ist. Der Ausgang e des zweiten Verzögerungsmittels D-FF2 ist mit dem ersten Eingang il der Glue-Logik-Einheit GLE der ersten physikalischen Schicht PLl verbunden. Analog dazu ist der Ausgang e des zweiten Verzögerungsmittels D-FF2 auf den ersten Eingang il der Glue-Logik-Einheit GLE der zweiten physikalischen Schicht PL2 geschaltet - in Figur 3 nicht dargestellt. Im weiteren ist auch der Ausgang e des ersten Verzögerungsmittels D-FFl mit jeweils dem zweiten Eingang i2 der Glue- Logik-Einheit GLE der ersten bzw. der zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 verbunden. Des weiteren ist der Steuereingang si des dritten und vierten Verzögerungsmittels D-FF3,D-FF4 an den Ausgang e des ersten Verzögerungsmittels D-FFl angeschlossen. Auch jeweils der Steuereingang si des zweiten und dritten Tristate-Treiberbausteins T2/T3 ist mit dem Ausgang e des ersten Verzögerungsmittels D-FFl verbunden.
Über die erste Adresssignalschnittstellenleitung RxAdrl-L ist die Zugriffseinheit ZE mit dem Eingang i des elften Verzögerungsmittels D-FFll verbunden. Der Ausgang e des elften Ver- zögerungsmittels D-FFll ist an den ersten Eingang il der ersten Dekodiereinheit DE1 sowie an den zweiten Eingang i2 des logischen Verknüpfungsmittel AG angeschlossen. Analog dazu ist die Zugriffseinheit ZE mit dem Eingang i des zehnten Verzögerungsmittels D-FF10 über die zweite Adresssignalschnitt- Stellenleitung RxAdr2-L verbunden und der Ausgang e des zehnten Verzögerungsmittels D-FF10 ist sowohl an den zweiten Eingang i2 der ersten Dekodiereinheit DE1 als auch an den ersten
Eingang il des logischen Verknüpfungsmittels AG sowie an den zweiten Eingang i2 der zweiten Dekodiereinheit DE2 angeschlossen. Der Ausgang e des logischen Verknüpfungsmittels AG ist seinerseits an den Steuereingang si des ersten Tristate- Treiberbausteins Tl geschaltet.
Die Zugriffseinheit ZE ist zusätzlich über die Taktsignal- schnittstellenleitung RxClk-L mit der ersten und zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 insbesondere mit der jeweiligen Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI zur Übermittlung des Taktssignals RxClk von der ATM-Schicht ATM-L zur ersten oder zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 verbunden.
Der erste Ausgang el der ersten Dekodiereinheit DE1 ist an den Eingang i des vierten Verzögerungsmittels D-FF4 und den invertierten Steuereingang si des vierten Tristate- Treiberbausteins T4 geführt. Der zweite Ausgang e2 der ersten Dekodiereinheit DE1 ist mit dem Eingang i des dritten Verzögerungsmittels D-FF3 und dem invertierten Steuereingang si eines Tristate-Treiberbausteins der zweiten physikalischen Schicht PL2 verbunden - in Figur 3 nicht dargestellt. Desweiteren ist der Ausgang e des vierten Verzögerungsmittels D-FF4 mit dem dritten Eingang i3 der Glue-Logik-Einheit GLE verbunden. Analog dazu ist der Ausgang e des dritten Verzögerungs- mittels D-FF3 an die Glue-Logik-Einheit GLE der zweiten physikalischen Schicht PL2 angeschlossen - wiederum in Figur 3 nicht dargestellt.
Der erste Ausgang el der zweiten Dekodiereinheit DE2 ist an den Steuereingang si des siebten und achten Tristate- Treiberbausteins T7,T8 angeschaltet und der zweite Ausgang e2 der zweiten Dekodiereinheit DE2 ist mit Hilfe jeweils einer Verbindungsleitung an den Steuereingang der fünften und sechsten Tristate-Treiberbausteins T5/T6 angeschlossen. Analog dazu sind der dritte und vierte Ausgang e3/e4 der zweiten Dekodiereinheit DE2 an Steuereingänge von Tristate- Treiberbausteinen der zweiten physikalischen Schicht PL2 ge-
führt, wobei diese in Figur 3 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind.
Die in der ersten Übertragungseinrichtung UE1 vorgesehene Glue-Logik-Einheit GLE weist einen Ausgang e auf, der mit dem ersten Eingang der Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI sowie mit dem Eingang i des Inverters I verbunden ist. Der Ausgang e des Inverters I ist an den Steuereingang si der sechsten und siebten Verzögerungsmittel D-FF6,D-FF7 ange- schlössen. Der ersten Ausgang el der Utopia-Level-1-Schnitt- stelleneinheit ULI ist mit dem Eingang i des vierten Tristate-Treiberbaustein T4 sowie mit dem fünften Eingang i5 der Glue-Logik-Einheit GLE und mit dem Eingang i des fünften Verzögerungsmittels D-FF5 verbunden, wobei der Ausgang e des fünften Verzögerungsmittels D-FF5 an den vierten Eingang i4 der Glue-Logik-Einheit GLE geführt ist.
Der zweite Ausgang e2 der Utopia-Level-1-Schnittstellenein- heit ULI ist mit dem Eingang i des sechsten Verzögerungsmit- tels D-FF6 und mit dem Eingang i des siebten Tristate-
Treibermittels T7 verbunden, wobei der Ausgang e des sechsten Verzögerungsmittels D-FF6 an den Eingang i des fünften Tri- state-Treibermittels T5 geführt ist. Desweiteren ist eine Verbindung zwischen dem dritten Ausgang e3 der Utopia-Level- 1-Schnittstelleneinheit ULI und dem Eingang i des siebten
Verzögerungsmittels D-FF7 vorgesehen, wobei der Ausgang e des siebten Verzögerungsmittels D-FF7 an den sechsten Tristate- Treiberbaustein T6 angeschlossen ist. Zusätzlich ist der dritte Ausgang e3 der Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI mit dem Eingang i des achten Tristate-Treiberbausteins T8 verbunden. Die beiden Ausgänge e des fünften und siebten Tristate-Treiberbausteins T5,T7 werden an den Eingang i des achten Verzögerungsmittels D-FF8 geschaltet, wobei auch die Ausgänge der entsprechenden, auf der zweiten physikalischen Schicht PL2 angeordneten Tristate-Treibermittel mit dem Eingang i des achten Verzögerungsmittels D-FF8 verbunden sind. Die Ausgänge e des sechsten und achten Tristate-
Treiberbausteins T6,T8 sind an den Eingang i des neunten Verzögerungsmittels D-FF9 angeschlossen, wobei wiederum die Ausgänge der entsprechenden, auf der zweiten physikalischen Schicht PL2 angeordneten Tristate-Treibermittel mit dem Ein- gang i des neunten Verzögerungsmittels D-FF9 verbunden sind. Der Ausgang e des achten Verzögerungsmittels D-FF8 ist an den Eingang i des zweiten Tristate-Treiberbausteins T2 angeschlossen und der Ausgang e des neunten Verzögerungsmittels D-FF9 zum Eingang i des dritten Tristate-Treiberbausteins T3 geführt. An den Ausgang e des zweiten Tristate- Treiberbausteins T2 ist über die Zellenanfangssignalschnitt- stellenleitung RxSoc-L die die ATM-Schicht ATM-L realisierende Zugriffseinheit ZE angeschlossen. Desweiteren ist die Zugriffseinheit ZE über die Datensignalschnittstellenleitung RxData-L mit dem Ausgang e des dritten Tristate- Treiberbausteins T3 verbunden.
Der Ausgang e des vierten Tristate-Treiberbaustein T4 ist zusammen mit dem Ausgang e des analog in der zweiten physikali- sehen Schicht PL2 angeordneten Tristate-Treiberbausteins mit dem Eingang i des ersten Tristate-Treiberbausteins Tl verbunden, der über einen Pull-Down-Widerstand PDR an Masse angeschlossen ist. Desweiteren ist der Steuereingang si des ersten Tristate-Treiberbausteins Tl an den Ausgang e des logi- sehen Verknüpfungsmittels AG geschaltet.
In Abstimmung auf den UTOPIA-Schnittstellen-Standard sind, wie in Figur 3 dargestellt, die in Upstream-Richtung UPS zur Schnittstelle MPh-Utopia wirkenden ersten, zweiten und drit- ten Tristate-Treiberbausteine T1-T3 zum Durchschalten des Zellenanfangssignal RxSoc bzw. des Datensignals RxData bzw. des Bereitschaftssignals RxCIav zur ATM-Schicht ATM-L vorgesehen. Durch die ersten, zweiten und dritten Tristate- Treiberbausteine T1-T3 können jeweils die Zellenanfangs- Signalschnittstellenleitung RxSoc-L sowie die Datensignal- schnittstellenleitung RxData-L und die Bereitschaftssignal- schnittstellenleitung RxClav-L in den Zustand "tri-stated"
bzw. "hochohmig" gesteuert werden und somit die Übertragung des Zellenanfangssignals RxSoc bzw. des Datensignals RxData bzw. der Bereitsschaftssignals RxCIav gesteuert bzw. verhindert werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn keine Daten von der übergeordneten ATM-Schicht ATM-L zu übertragen sind und somit mit Hilfe des verzögerten Freigabe-Sperrsignals dEnb der zweite und dritte Tristate-Treiberbaustein T2,T3 zum Steuern der Zellenanfangssignalschnittstellenleitung RxSoc-L und der Datensignalsschnittstellenleitung RxData-L in den Zu- stand "tri-stated" veranlaßt werden. Analog dazu sind in der ersten physikalischen Schicht PLl die in Upstream-Richtung UPS zur Schnittstelle MPh-Utopia wirkenden vierten, fünften, sechsten, siebten und achten Tristate-Treiberbausteine T4-T8 zum Durchschalten der von der ersten Utopia-Level-1- Schnittstelleneinheit ULI übermittelten Signale, insbesondere des ersten Datensignales RxDatal, des ersten Zellenanfangs- signales RxSocl und des ersten Bereitschaftssignales RxClavl, vorgesehen. Durch den vierten bis achten Tristate- Treiberbaustein T4-T8 können jeweils die Ausgänge zwischen den vierten bis achten Tristate-Treiberbausteinen T4-T8 und den ersten, zweiten und dritten Tristate-Treiberbausteine Tl- T3 in den Zustand "tri-stated" bzw. "hochohmig" gesteuert werden und somit die Übertragung des ersten Zellenanfangssignals RxSocl bzw. des ersten Datensignals RxDatal bzw. des ersten Bereitsschaftssignals RxClavl gesteuert bzw. verhindert werden. Dies bedeutet, daß die Signale der mit Hilfe des ersten und zweiten Adresssignales RxAdrl/RxAdr2 ausgewählten, physikalischen Schicht PL1,PL2 mit Hilfe der vierten bis achten Tristate-Treiberbausteine T4-T8 an die Schnittstelle ge- steuert werden können, wobei in der nicht zum Senden berechtigten, physikalischen Schicht PL1,PL2 durch die analog auf der jeweiligen Baugruppe vorgesehenen Tristate- Treiberbausteine die Übertragung von Daten unterdrückt wird.
Von der ATM-Schicht ATM-L wird anhand des ersten und zweiten Adresssignales RxAdrl, RxAdr2 die binäre Adresse der anzusprechenden physikalischen Schicht PL1,PL2 oder eine durch das
ATM Forum standardisierte, jeweils in der Taktperiode nach einer gültigen Adresse übermittelten Füll-Bitfolge F übermittelt, wobei beim erfindungsgemäßen Verfahren das erste und das zweite Adresssignal RxAdrl, RxAdr2 mit Hilfe des zehnten und elften Verzögerungsmittels D-FF10/11 um eine Taktperiode Fx verzögert an die erste Dekodiereinheit DEl weitergeschaltet werden. Das verzögerte erste und zweite Adresssignal dAdrl/dAdr2 stellt eine binäre Adresse dar, so daß beispielsweise durch ein einen logischen Wert "0" aufweisendes erstes verzögertes Adresssignal dAdrl und durch ein einen logichen Wert "1" aufweisendes zweites verzögertes Adresssignal dAdr2 die zweite physikalische Schicht PL2 adressiert wird, d.h. die Kombination der in dem ersten und zweiten verzögerten Adresssignal dAdrl, Adr2 enthaltenen, binären Informationen ergibt den binären Wert "10", welcher im dezimalen Zahlensystem einem Wert " 2" entspricht. Zusätzlich wird das verzögerte erste und zweite Adresssignal dAdrl, dAdr2 über Verbindungsleitungen zur logischen Verknüpfungseinheit AG übertragen und dort beispielsweise mit Hilfe des "AND" -Gatters lo- gisch verknüpft. Durch das am Ausgang e der logischen Verknüpfungseinheit AG anliegenden Steuersignal wird der das Bereitschaftsignal RxCIav durchschaltende, erste Tristate- Treiberbaustein Tl gesteuert, wobei das Anliegen der durch das ATM Forum standardisierten, jeweils in der Taktperiode nach einer gültigen Adresse übermittelten Füll-Bitfolge F, beispielsweise der binäre Wert "11", an den Eingängen il,i2 der logischen Verknüpfungseinheit AG ein Steuern des ersten Tristate-Treiberbausteins Tl in den Zustand "tristated" bzw. "hochohmig" bewirkt. Desweiteren wird beispielsweise das ver- zögerte, zweite Adresssignal dAdr2 zusätzlich an die zweite
Dekodiereinheit DE2 zur Unterstützung der Erzeugung von Steuersignalen bzw. Nachladesignalen NS für die Steuerung der Daten DZ an die Schnittstelle MPh-Utopia übermittelt.
Das in der ersten Dekodiereinheit DEl empfangene verzögerte, erste und zweite Adresssignal dAdrl, dAdr2 wird dekodiert und das dekodierte, erste und zweite Adresssignal dAdrl, dAdr2
werden sowohl an das dritte und vierte Verzögerungmittel D- FF3,D-FF4 als auch an den jeweiligen für die Durchschaltung des ersten oder zweiten Bereitschaftssignales RxClavl, RxClav2 vorgesehenen Tristate-Treiberbausteins T4 übertragen, wobei in Figur 3 beispielsweise die Übertragung des dekodierten und verzögerten ersten Adresssignales dAdrl an den vierten Tristate-Treiberbaustein T4 explizit dargestellt ist. Am Steuereingang si des vierten Tristate-Treiberbaustein T4 wird das empfangene, dekodierte und verzögerte erste Adresssignal dAdrl invertiert zur Steuerung der Durchschaltung des ersten Bereitschaftssignales RxClavl eingesetzt. Dadurch wird das durch das ATM Forum vorgeschlagene Anliegen des Bereitschaftssignals RxClavl, RxClav2 der zuvor durch die übermittelte Adresse ausgewählten, physikalischen Schicht PL unmit- telbar in der dem Anliegen der Adresse folgenden Taktperiode Fx an der Schnittstelle MPh-Utopia erreicht bzw. mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens standardkonform umgesetzt. Desweiteren wird das dekodierte und zweifach verzögerte, erste und zweite Adresssignal dAdrl, dAdr2 an die jeweilige Glue-Logik-Einheit GLE der jeweiligen physikalischen Schicht PL1,PL2 übermittelt. Durch die zweite Verzögerung des decodierten und verzögerten, ersten und zweiten Adresssignales dAdrl, <±Adr2 wird die Signalisierung an die erste bzw. zweite physikalische Schicht PL1,PL2 durch die Dekodierung des ver- zögerten, ersten und zweiten Adresssignales dAdrl, dAdr2 nicht beeinflußt .
Das von der ATM-Schicht ATM-L übermittelte Freigabe- Sperrsignal RxEnb wird mit Hilfe des ersten Verzögerungsmit- tels D-FFl um die Länge einer Taktperiode Fx verzögert weitergeschaltet, wobei das verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb insbesondere zur Steuerung der Freigabe des Datensignals RxData bzw. des Zellenanfangssignals RxSoc an die zweite und dritte Tristate-Treiberbausteine T2/T3 übermittelt wird, d.h. liegt ein einen logischen Wert "0" aufweisendes, verzögertes Freigabe-Sperrsignal dEnb am jeweiligen Steuereingang si des zweiten und dritten Tristate-Treiberbausteins T2/T3 an, so
werden das aktuell anliegende Datensignal RxData und das aktuell anliegende Zellenanfangssignal RxSoc an die Schnittstelle MPh-Utopia gesteuert. Desweiteren wird das verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb an die zweite Dekodiereinheit DE2, an die Glue-Logic-Einheit GLE der jeweiligen physikalischen Schicht PL1,PL2, an die Steuereingänge si des dritten und vierten Verzögerungsmittels D-FF3,D-FF4 und an das zweite Verzögerungsmittel D-FF2 übermittelt. Mit Hilfe des zweiten Verzögerungsmittels D-FF2 wird das verzögerte Freigabe- Sperrsignal dEnb um eine weitere Taktperiode Fx verzögert und das am Ausgang e des zweiten Verzögerungsmittels D-FF2 anliegende, zweifach verzögerte Freigabe-Sperrsignal ddEnb zusätzlich an die Glue-Logic-Einheit GLE der jeweiligen physikalischen Schicht PL1,PL2 übertragen. Des weiteren wird mit Hilfe des an die Steuereingänge si des dritten und vierten Verzögerungsmittels D-FF3,D-FF4 übermittelten verzögerten Freigabe- Sperrsignales dEnb die zuvor beschriebene Verzögerung bzw. die Speicherung des ersten und zweiten, verzögerten und dekodierten Adresssignals dAdrl, dAdr2 gesteuert.
In der Glue-Logik-Einheit GLE der jeweiligen physikalischen Schicht PL1,PL2 - in Figur 3 insbesondere der ersten physikalischen Schicht PLl - werden das verzögerte und das zweifach verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb, ddEnb, das zweifach ver- zögerte und dekodierte Adresssignal dAdrl und zusätzlich das von der Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI übermittelte Bereitschaftssignal RxClavl sowie das mit Hilfe des fünften Verzögerungsmittels D-FF5 verzögerte erste Bereitschaftssignal dClavl logisch verknüpft und ein logisches und verzö- gertes Freigabe-Sperrsignal IdEnb erzeugt. Das logische und verzögerte Freigabe-Sperrsignal IdEnb wird an die Utopia- Level-1-Schnittstelleneinheit ULI zur Steuerung der Daten von der Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI an die in Upstream-Richtung UPS sich anschließende Schnittstelle MPh- Utopia übermittelt. Zusätzlich wird das mit Hilfe des Inverters I invertierte, logische und verzögerte Freigabe- Sperrsignal IdEnb zu dem sechsten und siebten Verzögerungs-
mittel D-FF6,D-FF7 übertragen und in diesen zur Steuerung der Verzögerung des von der Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI empfangenen, ersten bzw. zweiten Datensignals RxDatal, RxData2 und des ersten bzw. zweiten Zellenanfangssignals RxSocl, RxSoc2 bewertet. Durch die Glue-Logik-Einheit GLE werden sämtliche der durch ATM Forum vorgeschlagenen für die Steuerung von unterschiedlichen Übertragungsereignissen wie beispielsweise "back-to-back" -Übertragung von ATM-Zellen oder "end and restart of cell" -Übertragung benötigten Signalisie- rungen berücksichtigt und das entsprechende logische, verzögerte Freigabe-Sperrsignal IdEnb erzeugt.
Die durch die Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI in der ersten physikalischen Schicht PLl übermittelten Signale, ins- besondere das erste Datensignal RxDatal, das erste Zellenanfangssignal RxSocl und das erste Bereitschaftssignal RxClavl werden innerhalb der ersten physikalischen Schicht PLl unterschiedlich weiterbehandelt. So wird das erste Datensignal RxDatal sowohl unmittelbar an den achten Tristate- Treiberbaustein T8 als auch mit Hilfe des siebten Verzögerungsmittels D-FF7 verzögert an den sechsten Tristate- Treiberbaustein T6 übertragen. Analog dazu wird das erste Zellenanfangssignal RxSocl sowohl unmittelbar an den siebten Tristate-Treiberbaustein T7 als auch mit Hilfe des sechsten Verzögerungsmittels D-FF6 verzögert an den fünften Tristate- Treiberbaustein T5 übertragen. Abhängig von einem ersten, in der zweiten Dekodiereinheit DE2 erzeugten und zum Steuereingang des siebten und achten Tristate-Treiberbausteins T7,T8 übertragenen Nachladesignales NS1 und einem zweiten, in der zweiten Dekodiereinheit DE2 erzeugten und zum Steuereingang des fünften und sechsten Tristate-Treiberbausteins T5,T6 übertragenen Nachladesignales NS2 werden beispielsweise entweder die aktuell von der Utopia-Level-1- Schnittstelleneinheit ULI übermittelten Schnittstellensignale oder die eine Taktperiode Fx zuvor von der Utopia-Level-1-
Schnittstelleneinheit ULI übermittelten Schnittstellensignale an das achte und neunte Verzögerungsmittel D-FF8,D-FF9 und
somit in Upstream-Richtung UPS übertragen. Dadurch wird mit Hilfe des in der zweiten Dekodiereinheit DE2 erzeugten ersten und zweiten Nachladesignales NS1,NS2 die Auswahl der aktuell an die Schnittstelle MPh-Utopia zu steuernden Datenwörter DW festgelegt. Analog dazu werden von der zweiten Dekodiereinheit DE2 ein drittes und ein viertes Nachladesignales NS3,NS4 zur Steuerung der in der zweiten physikalischen Schicht PL2 vorgesehen Tristate-Treibermittel erzeugt und an die zweite physikalische Schicht PL2 übermittelt - in Figur 3 nicht ex- plizit dargestellt. Das aktuell an das neunte Verzögerungsmittel D-FF9 übertragende Datensignal RxData und das aktuell an das achte Verzögerungselement D-FF8 übertragene Zellenanfangssignal RxSoc werden um eine Taktperiode verzögert dem dritten bzw. dem zweiten Tristate-Treiberbaustein T3,T2 ange- zeigt und anschließend, gesteuert durch das verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb an die Schnittstelle MPh-Utopia gesteuert, d.h. diese aktuell an den Verzögerungsmitteln D-FF8,D- FF9 anliegenden Signale werden abgetastet und liegen somit in der darauffolgenden Taktperiode Fx stabil zur Weiterverarbei- tung durch die ATM-Schicht ATM-L an der Schnittstelle MPh- Utopia vor. Hierzu werden das erste und zweite Datensignal RxDatal, RxData2 bzw. Zellenanfangssignal RxSocl, RxSoc2 jeweils zu einem gemeinsamen Datensignal RxData und einem gemeinsamen Zellenanfangssignal RxSoc "verodert", d.h. das Zel- lenanfangssignal RxSoc und das Datensignal RxData repräsentieren jeweils nur das Steuersignalpaar RxSocl, RxDatal oder RxSoc2,RxData2 einer physikalischen Schicht PL1,PL2.
Das von der Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI übermit- telte erste Bereitschaftssignal RxClavl wird durch den mit Hilfe des invertierten, verzögerten und dekodierten ersten Adresssignales dAdrl gesteuerten vierten Tristate- Treiberbaustein T4 an den ersten Tristate-Treiberbaustein Tl durchgeschaltet, wobei mit Hilfe des Pull-Down-Widerstands PDR die logische "Oder" -Verknüpfung zwischen des ersten und zweiten Bereitschaftsignals RxClavl, RxClav2 realisiert ist, d.h. beim Vorliegen weder eines ersten noch eines zweiten,
eine Datenübertragungsanforderung repräsentierenden Bereitschaftssignals RxClavl, RxClav2 wird das am Eingang i des ersten Tristate-Treiberbausteins Tl anliegende Signal mit Hilfe des Pull-Down-Widerstands PDR in den logischen Zustand "0" gesteuert. Das an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia gesteuerte Bereitschaftssignal RxCIav wird in der Taktperiode Fx mit Hilfe des ersten Tristate-Treiberbausteins Tl an die ATM-Schicht gesteuert, in der die Füll-Bitfolge F als Adresssignal RxAdrl, RxAdr2 an der Schnittstelle MPh-Utopia anliegt.
Zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in der zweiten Dekodiereinheit DE2 das verzögerte Freigabe- Sperrsignal dEnb und beispielsweise das verzögerte zweite Adresssignal dAdr2 ausgewertet, d.h. geeignet verzögert, ge- multiplext, decodiert und aus den gewonnenen Informationen ein erstes, zweites, drittes und viertes Nachladesignal NSl/2/3/4 zur zeitkritischen Steuerung der jeweiligen Daten an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia abgeleitet. Desweiteren werden das in ersten Dekodiereinheit DEl empfangene, verzögerte erste und zweite Adresssignal dAdrl, dAdr2 beispielsweise nach folgender Dekodiervorschrift dekodiert:
Der bei der erfindungsgemäßen, zeitkritischen Steuerung von Datenwörtern DW von Datenzellen DZ an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia auftretende Signalfluß ist in Figur 2 anhand von einzelnen Signalflußgraphen dargestellt. In Abstimmung auf den "Multiphysical" -UTOPIA-Schnittstellen- Standard werden die Signalisierungssignale RxClk, RxData,
RxSoc, RxCIav, RxAdrl+2, RxEnb jeweils nach einer steigenden Taktflanke F1-F12 abgetastet, wobei in Figur 4 beispielsweise
erste bis zwölfte steigende Taktflanke F1-F12 dargestellt sind. Zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind elf Taktperioden Fx zwischen der ersten bis zwölften, positiven Taktflanke F1-F12 aufgezeigt, wobei eine einzelne Takt- flanke F1-F12 jeweils durch eine punktierte Linie angedeutet ist. Desweiteren sind in Figur 4 die Signalverläufe ausgewählter Signalisierungssignale RxClk, RxData, RxSoc, RxCIav, RxAdrl+2, RxEnb, dEnb, ddEnb, NS1-NS4, dAdrl+2, RxDatal, RxData2, RxSocl, RxSoc2, RxClavl, RxClav2, IdEnb innerhalb der ATM-Kommunikationseinrichtung ATM-KE - in Figur 3 durch eine mit A bezeichnete, strichlierte Linie angedeutet, an der Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI - in Figur 3 durch eine mit B bezeichnete, strichlierte Linie angedeutet - und kurz vor dem Durchschalten der Schnittstellensignale an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia - in Figur 3 durch eine mit C bezeichnete, strichlierte Linie angedeutet - sowie die Gesamtzahl der standardisierten Schnittstellensignale MPh-Utopia - in Figur 3 durch eine mit MPh-Utopia bezeichnete, strichlierte Linie angedeutet - dargestellt und werden im weiteren als erste Schnittstelle A, als zweite Schnittstelle B sowie als dritte Schnittstelle C und als taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia bezeichnet. Es werden die Signalverläufe an den dargestellten Schnittstellen A/B/C/MPh-Utopia des Taktsignals RxClk, des Datensignals RxData, des Zellenan- fangssignals RxSoc, des Bereitschaftssignals RxCIav, des ersten und zweiten Adresssignales RxAdrl+2, des verzögerten ersten und zweiten Adresssignales dAdrl+2, des Freigabe- Sperrsignals RxEnb, des verzögerten Freigabe-Sperrsignals dEnb, des ersten, zweiten, dritten und vierten Nachladesi- gnals NS1-NS4, des ersten und zweiten Datensignales RxDatal, RxData2, des ersten und zweiten Zellenanfangssignals RxSocl, RxSoc2, des ersten und zweiten Bereitschaftssignals RxClavl, RxClav2 und des logischen und verknüpften Freigabe- Sperrsignals IdEnb durch Figur 4 näher erläutert.
Zum Zeitpunkt der ersten steigenden Taktflanke Fl bzw. zum Zeitpunkt zwischen erster und zweiter steigender Taktflanke
F1,F2 wird durch das den binären Wert "01" repräsentierende erste und zweite Adresssignal RxAdrl+2 von der ATM-Schicht ATM-L die erste physikalische Schicht PLl mit der Adresse "01" angesprochen bzw. diese aufgefordert Ihre Bereitschaft zur Datenübertragung mit Hilfe des Bereitschaftssignals RxCIav gegenüber der ATM-Schicht ATM-L anzuzeigen. Zu dem betrachteten Zeitpunkt steht in der adressierten, ersten physikalischen Schicht PLl bzw. in der Utopia-Level-1- Schnittstelleneinheit ULI ein erstes Datenwort DWl für die parallele Übertragung zur Verfügung, wobei für die Übertragung einer Datenzelle DZ standardgemäß 27 Datenwörter DW1- DW27 beim erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen sind. Analog dazu zeigt das erste Datensignal RxDatal an der zweiten Schnittstelle B ein vorliegendes erstes Datenwort DWl an und das erste Zellenanfangssignal RxSocl weist den den logischen Wert "1" ausschließlich in der betrachteten Taktperiode Fx auf. Annähernd gleichzeitig nimmt das erste Bereitschaftssignal RxClavl den logischen Wert " 1" an, welches die Sendebereitschaft der ersten physikalischen Schicht PLl anzeigt. Desweiteren wird von der aktuell zum Übertragen von Daten berechtigten zweiten physikalischen Schicht PL2 mit Hilfe des Datensignales RxData das 23-te Datenwort DW23 der zu übertragenden Datenzelle DZ an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh- Utopia gesteuert, d.h. durch das einen logischen Wert "0" aufweisende Freigabe-Sperrsignal RxEnb wird das von der zweiten physikalischen Schicht PL2 an die dritte Schnittstelle C gesteuerte 23-te Datenwort DW23 mit Hilfe des dritten Tristate-Treiberbausteins T3 zur taktgesteuerten Schnittstelle MPh- Utopia durchgeschaltet. Zusätzlich zeigt das zweite Bereit- schaff RxClav2 durch die Annahme des logischen Wertes " 1" die anhaltende Bereitschaft zum Senden von Datenwörtern DW an. Um ein Nachladen des nächsten Datenwortes DW24 in der zweiten physikalischen Schicht PL2 sicherzustellen weist das dritte Nachladesignal NS3 den logischen Wert "0" und das vierte Nachladesignal NS4 den logischen Wert "1" auf, wobei ein den logischen Wert "1" aufweisendes Nachladesignal NS1-NS4 den Ausgang e des jeweiligen Tristate-Treibermittels T5-T8
"hochohmig" bzw. "tristated" schalted bzw. ein den logischen Wert "0" aufweisendes Nachladesignal NS1-NS4 die an den Eingängen i der jeweiligen Tristate-Treibermittel T5-T8 anliegenden Signale durchschaltet. Aufgrund des eine Datenübertra- gung anzeigenden, den logischen Wert "0" aufweisenden, logischen und verzögerten Freigabe-Sperrsignals IdEnb wird der Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI eine Freigabe der taktgesteuerten Schnittstelle MPh-Utopia angezeigt und diese zum Nachladen von einem zweiten Datenwort DW2 mit Beginn der nächsten Taktperiode veranlaßt, obwohl die erste physikalische Schicht PLl noch nicht von der ATM-Schicht ATM-L zur Übertragung von Daten adressiert wurde. Das an der ersten Schnittstelle A anliegende, verzögerte erste und zweite Adresssignal dAdrl, dAdr2 weist die Füll-Bitfolge F auf, wel- ches eine Steuerung der Bereitschaftssignalschnittstellenlei- tung RxClav-L in den Zustand "tristated" bewirkt und in Figur 4 anhand des an der taktgesteuerten Schnittstelle MPh-Utopia anliegenden, "hochohmigen" Bereitschaftsignales RxCIav verdeutlicht wird. Zusätzlich liegt an der ersten Schnittstelle A das einen logischen Wert "0" - aktuelle Datenübertragung - aufweisende, verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb an, wodurch der zweite und der dritte Tristate-Treiberbaustein T2,T3 zum Durchschalten der an Ihren Eingängen i anliegenden Signale RxData/RxSoc veranlaßt werden.
Zum Zeitpunkt der zweiten steigenden Taktflanke F2 weist das verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb an der ersten Schnittstelle A den logischen Wert "0" - aktuelle Datenübertragung - und das verzögerte erste und zweite Adresssignal RxAdrl+2 den binären Wert "01" auf. Nach der Dekodierung dieses binären "01" Adresssignales dAdrl+2 durch die erste Dekodiereinheit DEl wird das dekodierte und verzögerte erste Adresssignal dAdrl an den Steuereingang si des vierten Tristate- Treiberbausteins T4 übermittelt und ein Durchschalten des er- sten Bereitschaftssignals RxClavl an die dritte Schnittstelle C bewirkt. Somit weist das an der taktgesteuerten Schnittstelle MPh-Utopia anliegende Bereitschaftsignal RxCIav den
logischen Wert "1" auf und der steuernden ATM-Schicht ATM-L wird die Bereitschaft zum Übertragen von Daten der in der Taktperiode Fx zuvor adressierten physikalischen Schicht PLl angezeigt. Analog zur vorherigen Taktperiode Fx weist zum Zeitpunkt der zweiten steigenden Taktflanke F2 das Freigabe- Sperrsignal RxEnb an der taktgesteuerten Schnittstelle MPh- Utopia den logischen Wert "0" - aktuelle Datenübertragung - auf und mit Hilfe des Datensignals RxData wird das an der dritten Schnittstelle C anliegende 53-te Datenwort DW53 an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia gesteuert. Des weiteren weist das an der zweiten Schnittstelle B anliegende erste Zellenanfangssignal RxSocl standardgemäß den logischen Wert "0" auf, da mit Hilfe des ersten Datensignales RxData2 das zweite Datenwort DW2 von der Utopia-Level-1- Schnittstelleneinheit ULI in Upstream-Richtung UPS gesteuert wird und das erste Zellenanfangssignal RxSocl nur annähernd gleichzeitig mit der Übertragung des ersten Datenwortes DWl den logischen Wert "1" annimmt. Zusätzlich wird auch durch das erste Bereitschaftsignal RxClavl und durch das zweite Be- reitschaftssignal RxClav2 die Bereitschaft zur Datenübertragung angezeigt, wobei in der der zweiten steigenden Taktflanke F2 folgenden Taktperiode Fx das erste Bereitschaftsignal RxClavl mit Hilfe des ersten und vierten Tristate- Treiberbausteins T1,T4 an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia gesteuert wird. Analog dazu weist das zweite Zellenanfangssignal RxSoc2 den logischen Wert "0" auf und mit Hilfe des zweiten Datensignales RxData2 wird das 25 Datenwort DW25 von der analog in der zweiten physikalischen Schicht PL2 vorgesehenen Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI an die zweite Schnittstelle B gesteuert. Durch das in der aktuellen Taktperiode Fx den logischen Wert "1" annehmende, logische und verzögerte Freigabe-Sperrsignal IdEnb wird der Utopia- Level-1-Schnittstelleneinheit ULI angezeigt keine weiteren Datenwörter DW in der nächsten Taktperiode Fx an die zweite Schnittstelle B zu steuern und das sechste und siebte Verzögerungsmittel D-FF6,D-FF7 speichert den jeweils in der Taktperiode Fx zuvor anliegenden logischen Wert des ersten Daten-
Signals RxDatal und des ersten Zellenanfangssignals RxSocl, d.h. die Signalkonstellation bei der Übertragung des ersten Datenbytes DWl. Somit liegen an der dritten Schnittstelle C das einen logischen Wert "1" aufweisende Bereitschaftssignal RxCIav, das das 24-te Datenwort DW24 repräsentierende Datensignal RxData und das den logischen Wert "0" aufweisende Zellenanfangssignal RxSoc an. Die Signalkonstellation der zum Nachladen der Daten an die dritte Schnittstelle C vorgesehenen Nachladesignale NS1-NS4 hat sich in der betrachteten Taktperiode Fx nicht verändert.
Zum Zeitpunkt der dritten steigenden Taktflanke F3 wird durch die ATM-Schicht ATM-L mit Hilfe des ersten und zweiten Adresssignales RxAdrl+2 die zweite physikalische Schicht PL2 mit der binären Adresse "10" bzgl. vorliegender Datenwörter DW abgefragt, d.h. aufgrund des an der zweiten Schnittstelle B anliegenden, einen logischen Wert "1" aufweisenden zweiten Bereitschaftssignals RxClav2 wird mit Hilfe des zweiten Datensignals RxData2 das 26-te Datenwort DW26 an die zweite Schnittstelle B gesteuert. Das erste Datensignal RxDatal weist wie bereits eine Taktperiode Fx zuvor den logischen Wert des zweiten Datenwortes DW2 auf, zumal aufgrund des logischen Werts "1" des logischen und verzögerten Freigabe- Sperrsignals IdEnb keine weiteren Daten von der Utopia-Level- 1-Schnittstelleneinheit ULI an die zweite Schnittstelle B gesteuert wurden. Somit liegen an der dritten Schnittstelle C das einen logischen Wert "0" aufweisende Bereitschaftssignal RxCIav, das das 25-te Datenwort DW25 repräsentierende Datensignal RxData und das den logischen Wert "0" aufweisende Zel- lenanfangssignal RxSoc vor. Das verzögerte erste und zweite Adresssignal dAdrl+2 nimmt den Wert der Füll-Bitfolge F an, wodurch der durch das am Ausgang e des logischen Verknüpfungsmittels AG anliegende Steuersignal gesteuerte erste Tristate-Treiberbaustein Tl die Bereitschaftssignalschnittstel- lenleitung RxClav-L in den Zustand "tristated" schaltet und das Durchschalten des am Eingang i des ersten Tristate- Treiberbaustein Tl bzw. an der dritten Schnittstelle C anlie-
genden Bereitschaftssignales RxCIav unterdrückt. Der Signalverlauf der weiteren Signalisierungsignale, insbesondere der zum Nachladen der Daten an die dritte Schnittstelle C vorgesehenen Nachladesignale NS1-NS4 hat sich in der betrachteten Taktperiode Fx wiederum nicht geändert.
Zum Zeitpunkt der vierten steigenden Taktflanke F4 wird durch die ATM-Schicht ATM-L mit Hilfe des ersten und zweiten Adresssignales RxAdrl+2 die standardisierte Füll-Bifolge F übertragen und durch das verzögerte erste und zweite Adresssignal dAdrl+2 das der eine Taktperiode Fx zuvor anliegenden binären Adresse "10" zugehörige Bereitschaftssignal RxCIav, nämlich das zweite Bereitschaftssignal RxClav2 an die dritte Schnittstelle C und schließlich an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia übertragen, d.h. das an der taktgesteuerten Schnittstelle MPh-Utopia anliegende Bereitschaftssignal RxCIav weist den logischen Wert "1" auf. Folglich nimmt auch das von der in der zweiten physikalischen Schicht PL2 vorgesehenen Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI an die zweite Schnittstelleneinheit B gesteuerte zweite Bereitschaftsignal RxClav2 den logischen Wert "1" an. Desweiteren wird das 27-te Datenwort DW27 mit Hilfe des zweiten Datensignals RxData2 an die zweite Schnittstelle B gesteuert und das mit Hilfe des neunten bzw. achten Verzögerungsmittels D- FF8,D-FF9 um eine Taktperiode Fx verzögerte Datensignal RxData bzw. Zellenanfangssignal RxSoc an die dritte Schnittstelle C gesteuert. Somit liegen an der dritten Schnittstelle C das einen logischen Wert "1" aufweisende Bereitschaftssignal RxCIav, das das 26-te Datenwort DW26 repräsentierende Daten- signal RxData und das den logischen Wert "0" aufweisende Zellenanfangssignal RxSoc an. Analog zu den Signalflußgraphen in der vorhergehenden Taktperiode Fx wird das zweite Datenwort DW2 mit Hilfe des ersten Datensignals RxDatal aufgrund des einen logischen Wert "1" aufweisenden, logischen und verzö- gerten Freigabe-Sperrsignals IdEnb wiederum an die zweite
Schnittstelle B gesteuert. Hinsichtlich der weiteren, nicht explizit beschriebenen Signalflußgraphen haben sich zum Zeit-
punkt der vierten steigenden Taktflanke F4 keine Änderungen ergeben.
Zum Zeitpunkt der fünften steigenden Taktflanke F5 wird annä- hernd gleichzeitig mit dem Empfang des mit Hilfe des Datensignals RxData übertragenen, 27-ten und zugleich letzten Datenwortes DW27 der Datenzelle DZ das Freigabe-Sperrsignal RxEnb auf den logischen Wert "1" - keine Datenübertragung - gesetzt und somit nur noch das aktuell anliegende 27-te Datenwort DW27 übertragen sowie die Übertragung von Daten solange unterbrochen, bis das Bereitschaftssignal RxEnb den logischen Wert "0" - aktuelle Datenübertragung - annimmt. Desweiteren wird durch das erste und zweite Adresssignal RxAdrl+2 die binäre Adresse "01" der ersten physikalischen Schicht PLl an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia angelegt und durch das den Wert der Füll-Bitfolge F aufweisende, verzögerte erste und zweite Adresssignal dAdrl+2 mit Hilfe des logischen Verknüpfungsmittels AG die Bereitschaftssignalschnitt- stellenleitung RxClav-L standardgemäß in den Zustand "tristated" gesteuert, wodurch die erste physikalischen
Schicht PLl zur Datenübertragung ausgewählt wird. Annähernd gleichzeitig mit der Übertragung des 27-ten Datenwortes DW27 wird das zweite Bereitschaftssignal RxClav2 mit dem logischen Wert "0" - keine aktuell vorliegenden Daten - an die zweite Schnittstelle B übertragen. Jedoch wird das zuletzt mit Hilfe des zweiten Datensignals RxData2 an die zweite Schnittstelle B gesteuerte 27-te Datenwort DW27 weiterhin an die zweite Schnittstelle B übertragen. Der Signalverlauf des ersten, zweiten, dritten und vierten Nachladesignals NS1-NS4 sowie der übrigen Schnittstellensignale weist keine Änderungen auf. Somit liegen an der dritten Schnittstelle C das den logischen Wert "0" aufweisende Bereitschaftssignal RxEnb, das 27 und zugleich letzte Datenwort DW27 der Datenzelle DZ repräsentierende Datensignal RxData und das den logischen Wert "0" auf- weisende Zellenanfangssignal RxSoc an.
Dagegen wird zum Zeitpunkt der sechsten steigenden Taktflanke F6 bzw. in der der Änderung des Freigabe-Sperrsignals RxEnb folgenden Taktperiode Fx mit Hilfe des den logischen Wert " 1" aufweisenden, an der ersten Schnittstelle A anliegende, ver- zögerten Freigabe-Sperrsignals dEnb das Steuern von Datenwörtern DW an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia unterbrochen, d.h. sowohl die Datensignalschnittstellenleitung RxData-L als auch die Zellenanfangssignalschnittstellenlei- tung RxSoc-L werden mit Hilfe des dritten bzw. vierten Tri- state-Treiberbausteins T3,T4 in den Zustand "tristated" bzw. "hochohmig" gesteuert. Aufgrund des einen logischen Wert "1" aufweisenden Bereitschaftssignals RxCIav bzw. der dadurch angezeigten Sendebereitschaft der ersten physikalischen Schicht PLl wird von der ATM-Schicht ATM-L das einen logischen Wert "0" - aktuelle Datenübertragung - aufweisende Freigabe- Sperrsignal RxEnb an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh- Utopia gesteuert. Annähernd gleichzeitig nimmt das zweite Nachladesignal NS2 den logischen Wert "0" an, welches das Durchschalten des beispielsweise für fünf Taktperioden Fx ge- speicherten bzw. verzögerten, das erste Datenwort DWl aufweisende, ersten Datensignals RxDatal und des zugehörigen einen logischen Wert "1" aufweisenden, ersten Zellenanfangssignals RxSocl über das achte bzw. neunte Verzögerungsmittel D-FF8,D- FF9 an die dritte Schnittstelle C bewirkt. Dadurch ist si- chergestellt, daß nach der Erteilung der Sendeberechtigung an die erste physikalische Schicht PLl von der ATM-Schicht ATM-L mit Hilfe des Freigabe-Sperrsignals RxEnb und des ersten und zweiten Adresssignals RxAdrl+2 das erste Datenwort DWl taktgerecht an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia ge- langt. Aufgrund des die binäre Adresse "01" repräsentierenden, verzögerten ersten und zweiten Adresssignals dAdrl+2 wird das erste Bereitschaftssignal RxClavl von der Utopia- Level-1-Schnittstelleneinheit ULI über die zweite Schnittstelle B an die dritte und anschließend an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia übertragen. Des weiteren wird die
Übertragung des aktuell den Wert des zweiten Datenwortes DW2 repräsentierenden ersten Datensignals RxDatal mit Hilfe des
den logischen Wert " 1" aufweisenden, ersten Nachladesignals NS1 weiterhin unterdrückt. Nach Beendigung der Übertragung von Daten von der zweiten physikalischen Schicht PL2 an die ATM-Schicht ATM-L wird das dritte Nachladesignal NS3 auf den logischen Wert "1" gesetzt und somit durch die in der zweiten physikalischen Schicht PL2 zum Durchschalten des zweiten Datensignals RxData2 und des zweiten Zellenanfangssignals RxSoc vorgesehenen Tristate-Treiberbausteine die Übertragung der zuvor erwähnten Signale unterbrochen.
Zum Zeitpunkt der siebten steigenden Taktflanke F7 wird durch das verzögerte Freigabe-Sperrsignal dEnb mit Hilfe des zweiten und dritten Tristate-Treiberbausteins T2,T3 das das erste Datenwort DWl repräsentierende Datensignal RxData bzw. das den logischen Wert "1" aufweisende Zellenanfangssignal RxSoc an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia gesteuert, wobei durch das den logischen Wert "1" aufweisende Zellenanfangssignal RxSoc der ATM-Schicht ATM-L der Beginn einer Datenzelle DZ signalisiert wird. Zusätzlich zeigen das erste und zweite Adresssignal RxAdrl+2 eine binäre Adresse "10" an, wobei analog zu den vorhergehenden Taktperioden zyklisch die Sendebereitschaft der jeweiligen physikalischen Schicht PL1,PL2 bzw. abwechselnd das erste oder zweite Bereitschaftssignal RxClavl, RxClav2 von der ATM-Schicht ATM-L dahingehend überprüft wird, welche physikalische Schicht PL1,PL2 nach Beendigung der aktuellen Datenübertragung zum Steuern von weiteren Daten an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh-Utopia in der Lage bzw. vor allem berechtigt ist. Desweiteren wird das den logischen Wert "0" aufweisende, logische und verzögerte Freigabe-Sperrsignal IdEnb an die zweite Schnittstelle B bzw. an die Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI übertragen, wodurch die Utopia-Level-1-Schnittstelleneinheit ULI zum Übertragen bzw. zum Nachladen von Daten an die zweite Schnittstelle B veranlaßt wird. Zusätzlich wird durch das am Steuereingang des sechsten und siebten Verzögerungsmittels D- FF6,D-FF7 anliegenden, logischen und verzögerten Freigabe- Sperrsignals IdEnb die Speicherung bzw. Verzögerung des aktu-
eil anliegenden ersten Datensignals RxDatal bzw. des ersten Zellenanfangssignals RxSocl unterdrückt. Das erste Nachladesignal NS1 nimmt den logischen Wert "0" an und dem zweiten Nachladesignal NS2 wird wieder der logische Wert "1" zugewie- sen, wodurch das aktuell an der zweiten Schnittstelle B anliegende erste Datensignal RxDatal bzw. das erste Zellenanfangssignal RxSocl unmittelbar über das achte und neunte Verzögerungsmittel D-FF8,D-FF9 an die dritte Schnittstelle C nachgeladen werden. Folglich liegen an der dritten Schnitt- stelle C das einen logischen Wert "0" aufweisende Bereitschaftssignal RxCIav, das das erste Datenwort DWl repräsentierende Datensignal RxData und das den logischen Wert " 1" aufweisende Zellenanfangssignal RxSoc an.
Zum Zeitpunkt der achten steigenden Taktflanke F8 ist der Wechsel der zum Senden berechtigten physikalischen Schicht PL1/2, in Figur 4 insbesondere der Wechsel von der zweiten zur ersten physikalischen Schicht PL2/1, vollständig vollzogen, d.h. es werden solange Daten von der ersten physikali- sehen Schicht PLl an die taktgesteuerte Schnittstelle MPh- Utopia gesteuert bis durch das Freigabe-Sperrsignal RxEnb von der ATM-Schicht ATM-L eine Sperrung der taktgesteuerten Schnittstelle MPh-Utopia signalisiert wird. Desweiteren wird das das dritte Datenwort DW3 repräsentierende, erste Datensi- gnal RxDatal und das einen logischen Wert "0" aufweisende erste Zellenanfangssignal RxSocl von der Utopia-Level-1- Schnittstelleneinheit ULI an die zweite Schnittstelle B gesteuert. An die dritte Schnittstelle C werden das einen logischen Wert "0" aufweisende Bereitschaftsignal RxCIav, das das zweite Datenwort DW2 repräsentierende Datensignal RxData und das einen logischen Wert "0" aufweisende Zellenanfangssignal RxSoc gesteuert. Im weiteren hat sich keine Änderung bzgl. der eine Taktperiode Fx zuvor anliegenden Signalverläufe ergeben, wobei gemäß den vorhergehenden Ausführungen mit Hilfe des ersten und zweiten Adresssignales RxDatal+2 sowie des verzögerten, ersten und zweiten Adresssignales dAdrl+2 abwechselnd die Adresse der ersten bzw. zweiten physikalischen
Schicht PL1,PL2 und die Füll-Bitfolge F übertragen wird. Dieses in der Fachwelt unter dem Begriff "Polling" bekannte, abwechselnde Abfragen der ersten bzw. zweiten physikalischen Schicht PL1,PL2 auf die Bereitschaft zur Datenübertragung wird durch das erfindungsgemäße Verfahren standardgemäß realisiert .
Des weiteren wird in Figur 4 das in den folgenden Taktperioden Fx, insbesondere zu den Zeitpunkten der neunten bis zwölften positiven Taktflanke F9-F12, das vorgesetzte
"Polling" der unterschiedlichen physikalischen Schichten PL1,PL2 dargestellt und die Signalverläufe der bei der Übertragung weiterer Datenwörter DW, insbesondere des dritten bis sechsten Datenwortes DW3-DW6, auftretenden Signalkonstella- tionen gezeigt. Hierzu sind keine weiteren Erläuterungen erforderlich, da sich die Signalverläufe in Analogie zu den Signalverläufen in den zuvor beschriebenen Taktperioden Fx ändern.
Figur 2 und Figur 4 zeigen beispielsweise den Signalfluß für eine von einer Vielzahl in der Praxis möglichen Schnittstel- lensignalisierung, d.h. durch das erfindungsgemäße Verfahren sind alle in der Praxis auftretenden Signalisierungsszenarien auch abgedeckt.
Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist nicht auf eine ATM-Kommunikationseinrichtung ATM-KE bzw. auf die standardisierte UTOPIA-Schnittstelle bzw. "Multiphysical" -UTOPIA- Schnittstelle beschränkt, sondern kann durchaus für die Rea- lisierung von geeigneten asynchronen Schnittstellen, bei denen eine zeitkritische Steuerung der Daten an eine taktgesteuerte Schnittstelle vorgesehen ist, beispielsweise die modifizierte UTOPIA 4 (IP-Pakete) oder PCI-Schnittstellen eingesetzt werden.