Führungsschiene für ein Lineariager
Beschreibung
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Führungsschiene für ein Linearlager mit mehreren in Schienenlängsrichtung in Abständen hintereinander angeordneten, von der Schienenoberseite ausgehenden Durchgangsöffnungen für die Aufnahme von Befestigungselementen, mit einer zur Schienenoberseite offenen, sich über die Länge der Führungsschiene erstreckenden Längsnut und mit einem die Längsnut und die Durchgangsöffnungen nach außen abdeckenden Verschlußkörper, welcher teilweise oder vollständig in die Längsnut eingesetzt ist, wobei er unter elastischer Verformung in die Führungsschiene eingedrückt und dort aufgrund seiner Rückstellfederkraft befestigt ist.
Hintergrund der Erfindung
Führungsschienen werden an Werkzeugmaschinen verwendet und müssen als Verschleißteile von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Daher sind sie häufig mit Schrauben am Maschinengestell befestigt. Bei einer aus der Offenlegungs- schrift DE 196 15 075 A1 vorbekannten Führungsschiene der eingangs genannten Art wird zum Verschließen der Bohrungen für die Schrauben als Verschlußkörper ein Abdeckband verwendet, welches sich beim Eindrücken in die Längsnut der Führungsschiene auf seiner gesamten Breite zur Führungsschie- ne hin auswölbt. Durch seine Rückstellfederkraft krallt sich das Abdeckband in die Seitenflächen der Längsnut, so dass es dort längs zweier Berührungslinien in der Nut gehalten wird. Längs dieser Berührungslinien ist der Raum der Durchgangsöffnungen nach außen verschlossen. Infolge seiner Auswölbung
weist das Abdeckband ebene Dichtflächen für die Frontdichtungen eines längs der Führungsschiene verfahrbaren Führungswagens nicht auf, was sich auf die Abdichtung nachteilig auswirken kann.
Aus dem Gebrauchsmuster DE 94 20 428 U1 ist eine Führungsschiene bekannt, bei der ein Abdeckblech, welches eine ebene Dichtf(äche bildet,, mit abgewinkelten Randbereichen innerhalb einer Längsnut der Führungsschiene an geneigten Seitenflächen anliegt. Dabei ergibt sich eine Anordnung des Abdeckblechs gegenüber der Führungsschiene wie bei einer Schwalben- schwanzführung. Bei der Montage des Abdeckblechs muss dieses allerdings von einer Stirnseite aus in die Führungsschiene in Schienenlängsrichtung eingeschoben werden.
Die Offenlegungsschrift DE 195 24 810 A1 zeigt und beschreibt eine Anord- nung zum Verschließen von Bohrungen in einer Führungsschiene, bei welcher an einem als Verschlußkörper verwendeten Abdeckband zwei abstehende federnde Halteleisten für die Befestigung angeformt sind, die innerhalb einer Längsnut der Führungsschiene an den Rändern anliegen. Diese befinden sich an zwei schräggestellten Stegen, die durch Ausfräsen der Führungsschiene gebildet sind. In das so entstandene Schwalbenschwanzprofil der Längsnut können die Halteleisten bei der Montage des Abdeckbandes eingeschoben werden. Infolge der beiden schräggestellten Stege ergibt sich hier jedoch in nachteiliger Weise eine aufwendige Herstellung der Führungsschiene.
Zusammenfassung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine einfach aufgebaute Führungsschiene mit ebener Abdichtfläche für die Frontdichtungen eines Führungswagens zu schaffen, die eine leicht durchführbare Montage des Verschlußkörpers ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Verschlußkörper aus einem in Bezug auf die Führungsschiene äußeren Abdeckband und
einem daran befestigten inneren Klemmband gebildet ist, welches Klemmbereiche und zwischen dem Abdeckband und den Klemmbereichen angeordnete Distanzhalter aufweist. Auf diese Weise ergibt sich ein Klemm-Mechanismus, bei welchem eine gewölbte Oberfläche des in die Führungsschiene eingesetz- ten Abdeckbandes und eine dadurch bedingte Rinne im Dichtungsbereich nicht auftritt. An Führungswagen vorhandene Dichtungssysteme können daher bei der Führungsschiene mit dem erfindungsgemäßen Verschlußkörper verwendet werden, wobei sich eine einfache Dichtungsgeometrie ergibt.
Aufgrund eines Übermaßes des Verschlußkörpers im Klemmbereich gegenüber der Nutbreite der Führungsschiene verformt sich das Klemmband beim Eindrücken des Verschlußkörpers und krallt sich in der Längsnut fest. Die Wirkung der dabei entstehenden Verformung wird von dem Distanzhalter ausgeglichen und somit nicht an das Abdeckband weitergeleitet. Daher erfolgt eine Auswöl- bung des Abdeckbandes nicht.
Das Klemmband kann mit den Klemmbereichen und den Distanzhaltern einstückig ausgeführt sein. An dem Klemmband können sowohl in Längsrichtung sich kontinuierlich erstreckende Distanzhalter als auch Distanzhalter in mehre- ren einzelnen Abschnitten ausgebildet und mit dem Abdeckband verbunden sein. Dadurch, dass an einem Klemmband mehrere einzelne Distanzhalter in Abständen hintereinander ausgebildet sind, wird dieses rollbar. Das Abdeckband und das Klemmband können beispielsweise miteinander verklebt oder verschweißt sein.
Die Führungsschiene kann zwei in Längsrichtung verlaufende, sich jeweils an der Längsnut anschließende Einstecknuten aufweisen, in welche die Klemmbereiche des Klemmbandes eingedrückt sind. Für die Begrenzung der Eindrücktiefe der Klemmbereiche kann die Längsnut in der Führungsschiene so ausge- bildet sein, dass sie an ihren Längsseiten Absätze aufweist.
Das Abdeckband kann mit Randbereichen auf der Schienenoberseite aufliegend an der Führungsschiene angeordnet sein. Es ist aber auch möglich, den
Verschlußkörper so in die Führungsschiene einzusetzen, dass das Abdeckband mit der Schienenoberseite eine gemeinsame ebene Außenfläche bildet.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Vergleich mit einer vorbekannten Führungsschiene in der Zeichnung dargestellt, die im folgenden näher beschreiben wird. Es zeigen:
Figur 1 eine stirnseitige Ansicht eines Verschlußkörpers für eine erfindungsgemäße Führungsschiene;
Figur 2 den Querschnitt einer Führungsschiene, in die der Verschlußkörper gemäß Figur 1 teilweise eingesetzt ist;
Figur 3 einen weiteren Verschlußkörper in einer stirnseitigen Ansicht;
Figur 4 eine der Figur 2 entsprechende Darstellung mit dem weite- ren Verschlußkörper;
Figur 5 den Querschnitt einer Führungsschiene, in die ein Verschlußkörper in einer dritten Ausführungsform vollständig eingesetzt ist;
Figur 6 eine perspektivische Ansicht des Klemmbandes des Verschlußkörpers nach Figur 5;
Figur 7 den Querschnitt einer Führungsschiene, in die ein Ver- schlußkörper in einer vierten Ausführungsform vollständig eingesetzt ist;
Figur 8 eine perspektivische Ansicht eines Längsabschnittes einer
vorbekannten Führungsschiene, deren Längsnut im Querschnitt rechteckig ausgebildet ist, mit einer im Bereich einer Durchgangsöffnung geschnittenen Stirnseite;
Figur 9 einen vergrößerten Ausschnitt der Stirnseite gemäß Einkreisung IX der Figur 8;
Figur 10 einen Querschnitt durch die Führungsschiene gemäß Figur 8.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnung
Bei einer vorbekannten, in den Figuren 8 bis 10 dargestellten Führungsschiene ist ein Abdeckband 1 , welches aus einem federnden Bandmaterial, beispiels- weise einem Stahlblech besteht, in einer Längsnut 2 der Führungsschiene 5 eingesetzt. Die Längsnut geht von der Schienenoberseite 3 aus und hat eine etwas geringere Breite als das Abdeckband 1. Dieses musste sich daher, als es in die Längsnut eingedrückt wurde, zur Führungsschiene 5 hin auswölben. Mit dem Abdeckband 1 , dass sich in der Längsnut 2 befindet, werden mehrere in Längsrichtung der Führungsschiene 5 in Abständen hintereinander angeordnete senkrechte Durchgangsöffnungen 4 verschlossen. Diese Öffnungen sind als Stufenbohrungen zur Aufnahme von Befestigungsschrauben ausgebildet.
Infolge seiner elastischen Auswölbung tritt in dem Abdeckband 1 eine Rück- stellfederkraft auf, die auf die Seitenflächen der Längsnut 2 einwirkt. Auf diese Weise wird das Abdeckband 1 in der Längsnut 2 der Führungsschiene 5 gehalten. Die Längsnut 2 ist im Querschnitt rechteckig ausgeführt. Sie weist in Figur 10 Absätze 6 auf, so dass die Eindrücktiefe des Abdeckbandes 1 in en- gen Grenzen gehalten wird und zwei weitere Berührungslinien zwischen dem Abdeckband und der Führungsschiene gebildet sind.
Ein in den Figuren 1 und 2 dargestelltes Abdeckband 7 für eine erfindungsgemäße Führungsschiene 5 ist mit einem Kiemmband 8 fest verbunden, welches an derjenigen Oberfläche des Abdeckbandes 7 anliegt, die zum Inneren der Führungsschiene 5 weist. Dieses Klemmband 8 ist an seinen Längsenden mit zwei abgebogenen Distanzhaltern 9 versehen, die in wiederum abgebogene und zur Innenseite der Führungsschiene 5 gerichtete Klemmbereiche, nämlich Klemmschenkel 10 übergehen. Die Führungsschiene 5 ist an ihrer Oberseite mit einer mittleren Längsnut 11 versehen, die der Aufnahme des Klemmbandes 8 dient. Für die Distanzhalter 9 und die Klemmschenkel 10 sind in die Füh- rungsschiene 5 zusätzlich zwei Einstecknuten 12 eingearbeitet, die der Lage der Klemmschenkel 10 und der Distanzhalter 9 entsprechen und von der Längsnut 11 ausgehen. Gegenüber der Breite dieser Einstecknuten weisen die Klemmschenkel 10 ein geringfügig größeres Längenmaß auf. Daher verbiegen sie sich federnd, wenn das Abdeckband 7 mit dem Klemmband 8 in die Längs- nut 11 und die Einstecknuten 12 der Führungsschiene 5 eingedrückt wird. Die Klemmschenkel 10 krallen sich auf diese Weise in der Führungsschiene 5 fest und halten damit das Abdeckband 7, welches mit seinen Randbereichen an der Schienenoberseite 3 anliegt, in seiner Lage fest. In Figur 1 sind die Distanzhalter 9 an dem Klemmband 8 rechtwinkelig abgebogen. Sie können aber auch seitlich geringfügig angestellt sein, wobei sie mit dem an dem Abdeckband 7 anliegenden Bereich des Klemmbandes 8 beispielsweise einen Winkel bilden, der um 5° von dem rechten Winkel abweicht. Auf diese Weise lässt sich eine leichtere Montierbarkeit erzielen.
Von dieser Ausführung unterscheidet sich das in den Figuren 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeispiel des Verschlußkörpers dadurch, dass das an dem Abdeckband 7 befestigte Klemmband 13 mit seinen rechtwinkelig abgebogenen Distanzhaltern 9 Klemmschenkel 14 aufweist, die zur Außenseite der Führungsschiene 5 ragend rechtwinkelig abgebogen sind. In diesem Fall ist die Längsnut 15 der Führungsschiene 5 tiefer ausgeführt, so dass die Distanzhalter 9 seitlich nicht geführt sind und zur Innenseite der Führungsschiene 5 ausweichen können, wenn das Abdeckband 7 mit dem Klemmband 13 in die Längsnut 15 eingedrückt wird, bis das Klemmband 7 an der Schienenoberseite
3 anliegt. Die Klemmschenkel 14 krallen sich in diesem Fall an den äußeren Begrenzungswänden der Längsnut 15 der Führungsschiene 5 fest.
In den Figuren 5 und 6 ist für eine erfindungsgemäße Führungsschiene 5 ein Klemmband 16 mit Klemmschenkeln 17 in Form eines Blechstreifens ausgeführt, an welchem an der Längsmittellinie in Abständen hintereinander angeordnete Distanzhalter 18 ausgeformt sind. Diese sind an der in Bezug auf die Führungsschiene 5 inneren Oberfläche des Abdeckbandes befestigt. Das Abdeckband 7 bildet mit seiner äußeren Oberfläche gemeinsam mit der Schie- nenoberseite 3 eine ebene Anlagefläche für die Frontdichtungen des zu verwendenden Führungswagens. Infolge dieser Anordnung des Verschlußkörpers in der Führungsschiene 5 ist die Längsnut 19 der Führungsschiene 5 mit Stufen ausgeführt. So weist sie einen Bereich mit etwas geringerer Breite als der Breite des Klemmbandes 16 auf, so dass die Klemmschenkel 17 sich hier an der Führungsschiene 5 festkrallen. Darunter befinden sich Absätze 20, welche die Eindrücktiefe des Verschlußkörpers begrenzen. Über dem Bereich mit den Absätzen 20 weist die Längsnut 19 einen Bereich mit noch größerer Breite auf, in welchem das Abdeckband 7 untergebracht ist.
Eine zu dieser Ausführung ähnliche Ausführung zeigt Figur 7. Der dort in die Längsnut 19 der Führungsschiene 5 eingesetzte Verschlußkörper unterscheidet sich nur in der Ausführung seines Klemmbandes 21 , welches mit seinen Klemmschenkeln 22 und mindestens einem Distanzhalter 23 als einstückig gebogenes Blechteil ausgeführt ist.
Bezugszahlenliste
Abdeckband
Längsnut
Schienenoberseite
Durchgangsöffnung
Führungsschiene
Absatz
Abdeckband
Klemmband
Distanzhalter
Klemmschenkel
Längsnut
Einstecknut
Klemmband
Klemmschenkel
Längsnut
Klemmband
Klemmschenkel
Distanzhalter
Längsnut
Absatz
Klemmband
Klemmschenkel
Distanzhalter