VERF ÄHREN ZUR VISUALISIERUNG VON NACHRICHTEN
AUF EINEM COMPUTER
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Visualisierung von Nachrichten auf einem Computer gemäss Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs.
Ein Computer ist ein häufig verwendetes, für viele Tätigkeiten sogar unentbehrliches Arbeitsmittel in Beruf und Freizeit. Oft ist der Computer an ein elektronisches Datennetzwerk, insbesondere das Internet oder ein betriebsinternes Datennetzwerk, ein sogenanntes Intranet, angeschlossen.
Viele Menschen haben heutzutage ein grosses und dauernd wachsendes Bedürfnis nach aktuellen Informationen oder Nachrichten, bspw. auf den Gebieten der Politik, der Wirtschaft, des Sports, der Kultur, der Technik und Wissenschaft etc. Um an solche Informationen heranzukommen, wird eine informationshungrige Person eine Zeitung kaufen, eine entsprechende Telefonnummer wählen, ein bestimmtes Radiooder Fernsehprogramm einschalten, eine entsprechende Webseite über Internet aufrufen etc. All diese Situationen haben gemeinsam, dass die Person aktiv werden, d. h. eine besondere Tätigkeit vornehmen muss. Falls sie keine solche Aktivität entfaltet - sei dies aus Vergesslichkeit, Trägheit, Vertiefung in andere Tätigkeiten und dergleichen -, so bleibt sie nicht auf dem neuesten Informationsstand. Dies kann gewichtige nachteilige Folgen haben, insbesondere bei zeitkritischen, flüchtigen Informationen - man denke bspw. an das Verpassen eines günstigen Zeitpunktes für
eine Transaktion an der Börse. Das ständige Hören von Radio oder Fernsehen ist zumindest während einer geistigen Arbeitstätigkeit eine schlechte Lösung, weil eine ständige Berieselung mit akustischen Signalen erwiesenermassen die Konzentrationsfähigkeit stört und die Ausübung einer geistigen Tätigkeit stark behindert.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit welchem ein Computerbenützer mit Nachrichten versorgt werden kann, ohne die oben beschriebenen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Die Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren, wie es im unabhängigen Patentanspruch definiert ist.
Die Erfindung wird anhand der Figuren erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematische Übersicht über das erfindungsgemässe Verfahren und
Figur 2 ein Beispiel einer Visualisierung auf einem Computerbildschirm.
Beim erfindungsgemassen Verfahren zur Visualisierung von Nachrichten auf einem Computer 6.1, 6.2, ... werden Nachrichten 1.1, 1.2, ... auf einem Server 4 gespeichert. Die gespeicherten Nachrichten 3.1, 3.2, ... werden auf Abfrage durch den Computer 6.1, 6.2, ... hin über ein elektronisches Datennetzwerk 5, vorzugsweise das Internet, vom Server 4 zum Computer 6.1, 6.2, ... übermittelt und auf einem visuellen Ausgabegerät 7.1, 7.2, ... des Computers 6.1, 6.2, ... visualisiert. Zu diesem Zweck muss auf dem Computer 6.1, 6.2, ... ein entsprechendes Programm installiert sein.
Die Visualisierung erfolgt pseudosatisch und in einem vorbestimmten, unveränderlichen Bereich 70 des visuellen Ausgabegerätes 7.1, 7.2, ... Pseudostatisch heisst in diesem Zusammenhang, dass eine Nachricht während einer beschränkten
Zeitdauer, vorzugsweise eine Minute bis zehn Minuten lang, visualisiert und danach durch eine andere Nachricht abgelöst wird. Durch die pseudostatische Visualisierung ist einerseits die Wahrscheinlichkeit gross, dass eine Nachricht zur Kenntnis genommen wird, und andererseits trotzdem eine Aktualisierung der Nachrichten möglich. Zeitkritische, flüchtige Information geht nicht verloren, sondern wird repetitiv bzw. redundant geliefert.
Die Nachrichten 3.1, 3.2, ... werden vorzugsweise periodisch durch den Computer 6.1, 6.2, ... vom Server 4 abgefragt, wobei die Abfragehäufigkeit vorzugsweise vom Benutzer einstellbar ist. Geeignete Abfragehäufigkeiten sind zwischen einer und zehn Minuten und beispielsweise 3 oder 5 Minuten. Das Programm kann aber auch so konfiguriert sein, dass eine Abfrage jeweils nur auf Wunsch des Benutzers, beim Clicken eines enstprechenden Buttons erfolgt. Die Nachrichten 3.1, 3.2, ... tauchen als Schlagzeilen 71 auf. Bei Interesse wird durch Anklicken der Schlagzeile 71 ein Internetbrowser, der auf dem System standardmässig eingerichtet ist, geöffnet, und es werden Detail-Informationen zum Thema angezeigt.
Es ist gemäss einer bevorzugten Ausführungsform auch möglich, eine bereits abgelöste Nachricht wieder zu visualisieren. Dazu dient vorzugsweise ein History- Button 72, mit welchem man sich die bspw. die zehn letzten Nachrichten anzeigen lassen kann. Durch Click auf den Hystoy-Button 72 geht ein History-Fenster auf, in dem diese Nachrichten in Schlagzeilenform erscheinen. Die zehn letzten Nachrichten werden in einem Cache-Speicher des Programms gespeichert. Deshalb ist bereits verflossene Information für den Computerbenützer nicht endgültig verloren, wie dies etwa bei vom Radio gesendeter Information der Fall ist, sondern kann nachträglich zur Kenntnis genommen werden. Auch das Abrufen von Detailinformationen zu den Schlagzeilen ist vom History-Fenster aus noch möglich.
Die Nachrichten 3.1, 3.2, ... werden von einer Redaktion 2 in den Server 4 gespiesen. Sie können im wesentlichen auf drei Arten auf den Server 4 gelangen. Erstens können Nachrichten 1.1, 1.2, ... automatisch und vorzugsweise über Internet von entsprechenden Informationszentren, Agenturen und/oder Diensten bezogen und auf den Server 4 geladen werden. Zweitens können Nachrichten 1.1, 1.2, ... von einem oder mehreren Redaktoren zusammengestellt und, bspw. über eine Tastatur, in den Server 4 eingegeben werden. Drittens können Sponsorfirmen mit entsprechender Berechtigung ihre eigenen Nachrichten 1.1, 1.2, ... auf den Server 4 laden. Die Nachrichten 3.1, 3.2, ... werden beispielsweise mit einer eventuell zeitabhängigen Priorität und einer Verfallszeit versehen. Die Auswahl der an den Computer 6.1, 6.2, ... bei einer Abfrage weitergegebenen Nachricht erfolgt beispielsweise mittels eines Zufallsgenerators, wobei Nachrichten mit einer höheren Priorität eine höhere Wahrscheinlichkeit erhalten. Jede Nachricht wird nach Ablauf ihrer Verfallszeit vom Server 4 gelöscht, wobei eine Löschung einer Nachricht natürlich auch manuell durch einen Redaktor erfolgen kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das visuelle Ausgabegerät 7.1, 7.2, ... ein im wesentlichen rechteckiger Bildschirm. Der vorbestimmte, unveränderliche Bereich 70 des Bildschirms ist eine sogenannte Leiste, optisch vergleichbar mit dem Taskbar 80 von MS Windows ® oder des Mac OS. Eine solche Leiste 70 ist ein Rechteck, dessen Breite sich im wesentlichen über die ganze Bildschirmbreite erstreckt und dessen Höhe weniger als 10 %, vorzugsweise ca. 3 %, der Bildschirmhöhe beträgt. Diese Leiste 70 ist vorzugsweise im untersten Viertel des Bildschirms 7 angeordnet. Die Leiste 70 ist durch kein anderes auf dem Bildschirm darzustellendes Element, etwa ein Windows-Fenster, überdeckbar und bleibt deshalb immer sichtbar, d. h. „on top". Die Leiste 70 ist ein ständig auf dem Desktop sichtbares polyfunktionales Element. Die Leiste 70 startet nach dem Systemstart
automatisch auf und kann nicht über den konventionellen Exit-Befehl beendet werden.
Die Leiste 70 ist in verschiedene Bereiche unterteilt. In einem zentralen Bereich erscheinen wie vorstehend ausgeführt die Nachrichten 71. Zusätzlich können aber auch noch weitere Bereiche als sogenannte ,3uttons" vorgesehen sein. Durch Ancklicken eines solchen Buttons kann eine bestimmte Aktion des Computers ausgelöst werden. Als Beispiele für solche „buttons" kommen neben dem erwänten History Button 72 auch Buttons für Programmeinstellungen (zum Beispiel der Nachrichtenabfrage-Repetitionsfrequenz) oder Service-Buttons in Frage. Über bspw. sechs solche spezielle Service-Buttons 73.1-73.6 werden zusätzliche Funktionalität und Services wie E-Mail-Directories, Catering, Reiseveranstalter, Chatboxes u. a. geliefert. Diese Buttons 73.1-73.6 sind separat einstellbar. Je nach dem ist ein noch weiterer Button, der Sponsor Button 74 zentral. Ein solcher zeigt beispielsweise das Logo eines vom Benutzer ausgewählten Sponsors auf. Wenn er angeklickt wird, geht ein vom Sponsor konfiguriertes Fenster auf, in dem dieser beispielsweise Werbung oder Verkaufsinformationen anbietet. Besonders geeignet ist ein Sponsorfenster auch zur Präsentation von Benutzerinformationen wie beispielsweise Fahr- oder Flugplänen von Transportunternehmen, speziellen Preisreduktionen oder Erhältlichkeitsinformationen bei Warenanbietern etc.