VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM REGELN DER SENDEENERGIE BEI EINEM MOBILFUNK-ENDGE RÄT
Beschreibung
Verfahren zum Regeln der Sendeenergie bei einem Mobilfunk- Endgerät und Mobilfunk-Endgerät 5
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regeln der Sendeenergie bei einem Mobilfunk-Endgerät, insbesondere bei einem Mobiltelefon, und ein derartiges Mobi1funk-Endgerät .
10 Mobilfunk-Endgeräte können in unterschiedlicher Weise zum
Austausch von Daten verwendet werden. Sie können wie herkömmliche Telefone zur Sprachtelefbnie in einer Raumlage verwendet werden, in welcher sie an den Kopf, insbesondere an das Ohr, eines Benutzers gehalten werden. Dabei wird bei der Ab-
15 gäbe von elektromagnetischer Strahlung im Sende-
/Empfangsmodus stets auch ein gewisser Anteil der abgestrahlten elektromagnetischen Strahlung in den Körper, insbesondere in den Kopf, der das Mobilfunk-Endgerät benutzenden Person eingestrahlt .
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Um die Messung ausgestrahlter elektromagnetischer Strahlung zu vereinheitlichen wurde ein sogenannter SAR-Wert eingeführt. Unter SAR-Wert versteht man einen jeweils im Nahfeld eines Mobilfunk-Endgeräts nach bestimmten Vorgaben ermittel-
25 ten Maximalwert der pro Gramm Körpermasse absorbierten Leistung. Hierzu wird auf die Europäische Norm prEN 50361 (derzeit noch im EntwurfStatus) verwiesen, wo Details zur SAR- Wert-Ermittlung angegeben sind. Grenzwerte für die eingestrahlte Leistung (SAR-Wert) sind auch von der Position am
30 Körper abhängig. Beispielsweise ist der SAR-Wert am Kopf deutlich geringer als am Handgelenk. Daher darf das Mobiltelefon, wenn es im Stile einer Armbanduhr am Handgelenk befestigt ist, mit höherer Leistung senden, als wenn es an den Kopf gehalten wird. Änderungen der Grenzwerte für einzelne
35 Körperteile (Kopf, Rumpf, Gelenke) sind auch für die Zukunft zu erwarten.
Auch wenn die Auswirkungen von an anorganisches Gewebe abgegebener elektromagnetischer Strahlung noch nicht endgültig erforscht sind, ist es aufgrund der stark zunehmenden Sensibilität in der Bevölkerung hinsichtlich elektromagnetischer Strahlung geboten, Maßnahmen zu treffen, um die Abgabe von elektromagnetischer Strahlung in den Körper eines Benutzers möglichst gering zu halten. In einem körperfernen Betriebsmodus ist es hingegen weniger kritisch, elektromagnetische Strahlung mit höherer Energie abzugeben. Ein derartiger Be- triebsmodus liegt beispielsweise dann vor, wenn das Mobilfunk-Endgerät in hinreichender Entfernung von dem Körper des Benutzers betrieben wird, beispielsweise dann, wenn das Mobilfunk-Endgerät mittels einer FreiSprecheinrichtung betrieben wird oder wenn es nicht zum Austausch von Sprachinforma- tionen sondern in Kombination mit einer Datenverarbeitungsanlage oder einem PDA zum Austausch von sprachfremden Daten verwendet wird.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Regeln der Sendeenergie bei einem Mobilfunk- Endgerät und ein entsprechendes Mobilfunk-Endgerät bereitzustellen, wobei die Sendeenergie an den gegenwärtigen Betriebszustand angepaßt wird.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Regeln der Sendeenergie bei einem Mobilfunk-Endgerät, insbesondere bei einem Mobiltelefon, gelöst, umfassend die Schritte:
A) Erfassen des Betriebszustands des Mobilfunk-Endgeräts anhand von wenigstens einem Betriebsparameter, welcher auf einen Betrieb in unmittelbarer Nähe zu einem Benutzer und/oder der Position am Körper des Benutzers schließen läßt und
B) Regeln der Sendeenergie in Abhängigkeit von dem wenigstens einen erfaßten Betriebsparameter, wobei die Sendeenergie auf einen vorbestimmten oberen Grenzwert beschränkt ist, wenn der Betriebsparameter anzeigt, daß das Mobilfunk-Endgerät in unmittelbarer Nähe zu einem Benut-
zer, insbesondere zu einem empfindlichen Körperteil eines Benutzers, betrieben wird.
Auf die Merkmale des die vorstehende Aufgabe lösenden erfin- dungsgemäßen Mobilfunk-Endgeräts wird später eingegangen.
Anhand des wenigstens einen Betriebsparameters kann durch das erfindungsgemäße Verfahren ermittelt werden, in welchem Betriebszustand sich das Mobilfunk-Endgerät derzeit befindet. Es kann also ermittelt werden, ob es in einem normalen
Sprach-Telefonie-Betriebszustand genutzt wird, in welchem das Mobilfunk-Endgerät in einer kopfnahen Position, beispielsweise ans Ohr eines Benutzers, gehalten wird, oder ob das Mobilfunk-Endgerät in einer körperfernen Stellung betrieben wird, beispielsweise unter Ausnutzung der Sprachtelefonie-Funktion vermittels einer Freisprecheinrichtung, insbesondere eines Headsets, oder als Datenübertragungseinheit in Verbindung mit einer elektronischen Datenverarbeitungsanlage. Wird das Mobilfunk-Endgerät in einer körpernahen Stellung betrieben, beispielsweise in unmittelbarer Nähe zu der Ohrmuschel eines Benutzers, so wird die Sendeenergie auf einen vorbestimmten oberen Grenzwert beschränkt, wodurch auch die an den Kopf eines Benutzers abgegebene Sendeenergie begrenzt ist. Diese maximale Sendeenergie hängt von den vorgegebenen SAR- Grenzwerten für die jeweilige Position am Körper ab. Dadurch läßt sich der SAR-Grenzwert eines Mobilfunk-Endgeräts einhalten, welches nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet.
Wenn im Rahmen dieser Unterlagen von Sendeenergie die Rede ist, dann ist damit das Produkt aus Sendeleistung und Sendezeit gemeint. Mit anderen Worten läßt sich die Sendeenergie durch Verändern der gegenwärtigen Sendeleistung, mit welcher Mobilfunksignale in Form von elektromagnetischer Strahlung ausgesandt werden, oder/und durch Variation der Sendezeit, über welche die Mobilfunksignale ausgesandt werden, beeinflussen. Zur Beeinflussung der Sendeleistung wird einfach ein oberer Grenzwert in Abhängigkeit von dem erfassten Betriebs-
parameter festgelegt, welcher dann von der Sendeelektronik eingehalten wird. Zur Beeinflussung der Sendezeit ist es möglich, die Anzahl der für das Aussenden genutzten Zeitschlitze zu verändern. Beide Möglichkeiten führen für sich oder in Kombination zu der erfindungsgemäßen Einstellung der Sendeenergie.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der wenigstens eine Betriebsparameter die Raumlage des Mobilfunk-Endgeräts angibt. Die Raumlage kann Aufschluß darüber geben, ob das Mobilfunk-Endgerät an den Kopf des Benutzers gehalten wird, wobei es sich in diesem Zustand in der Regel in einer bezogen auf eine Längsachse durch das Mobilfunk-Endgerät windschiefen Lage im Raum befindet. Liegt die Längsachse des Mobilfunk-Endgeräts hingegen waagerecht im Raum, so deutet dies darauf hin, daß das Mobilfunk-Endgerät auf einer waagerechten Oberfläche, beispielsweise einem Tisch oder dergleichen, liegt und nicht in unmittelbarer Nähe zum Körper eines Benutzers betrieben werden kann.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorgesehen sein, daß der wenigstens eine Betriebsparameter angibt, ob das Mobilfunk-Endgerät am Körper des Benutzers, insbesondere an seinem Kopf oder seinem Handgelenk, getragen wird. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß der wenigstens eine Betriebsparameter angibt, ob ein mechanischer Kontakt zwischen dem Mobilfunk-Endgerät und der Haut des Benutzers besteht. Durch Ermittlung des Vorhandenseins eines unmittelbaren Hautkontakts zwischen der Haut eines Benutzers und dem erfindungsgemäßen Mobilfunk-Endgerät kann ebenfalls darauf geschlossen werden, in welchem Betriebsmodus das Mobilfunk-Endgerät betrieben wird, so daß je nach ermittelten Betriebsmodus die Sendeenergie begrenzt werden kann.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der wenigstens eine Betriebsparameter angibt, ob ein Zusatzgerät, insbesondere eine Freisprecheinrichtung oder ein
Datenübertragungskabel, an das Mobilfunk-Endgerät angeschlossen ist. Ist an das Mobilfunk-Endgerät ein Zusatzgerät, beispielsweise eine Freisprecheinrichtung oder ein Datenübertragungskabel angeschlossen, so deutet auch dies darauf hin, daß das Mobilfunk-Endgerät nicht in unmittelbarer Körpernähe zu dem Benutzer betrieben wird, so daß eine Begrenzung der maximalen Sendeenergie nicht erforderlich ist.
Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß der wenig- stens eine Betriebsparameter die Übertragungsart des Mobilfunk-Endgeräts angibt. Handelt es sich bei dem Mobilfunk- Endgerät um ein Endgerät, mit welchem neben einer normalen Sprachübertragung auch Datenübertragungsverfahren, wie beispielsweise Verfahren entsprechend der HSCSD (High Speed Cir- cuit Switched Data) -Standarderweiterung, der SMS (Short Message Service) -Standarderweiterung oder der GPRS- (General Pak- ket Radio Service) -Standarderweiterung, durchgeführt werden können, so kann das Mobilfunk-Endgerät je nach Datenübertragungsart den aktuellen Betriebszustand erfassen. Befindet sich das Mobilfunk-Endgerät im HSCSD-Übertragungsmodus , SMS- Übertragungsmodus oder im GPRS-Übertragungsmodus, so deutet dies darauf hin, daß keine Sprachdaten ausgetauscht werden, sondern daß das Mobilfunk-Endgerät zum Datenaustausch sprachfremder Daten genutzt wird und deshalb auch nicht in unmit- telbarer Körpernähe zu dem Benutzer betrieben wird, so daß eine Begrenzung der Sendeenergie aus den eingangs genannten Gründen nicht erforderlich ist.
Obgleich es möglich ist, die Sendeenergie anhand lediglich eines der vorstehend angesprochenen Betriebsparameter zu regeln, kann in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, daß bei Erfassung einer Mehrzahl von Betriebsparametern verschiedene Betriebsparameter mit diesen zugeordneten, vorab bestimmten Gewichtungen bewertet werden. Durch die Berück- sichtigüng einer Mehrzahl von Betriebsparametern, wobei die Betriebsparameter verschieden gewichtet sind, läßt sich der tatsächlich vorliegende gegenwärtige Betriebsmodus des Mobil-
funk-Endgeräts mit höherer Wahrscheinlichkeit feststellen. Beispielsweise kann der die Raumlage des Mobilfunk-Endgeräts bestimmende Betriebsparameter weniger stark gewichtet werden als der den Anschluß eines Zusatzgeräts angebende Betriebspa- rameter, da das Mobilfunk-Endgerät auch dann, wenn es an die Ohrmuschel des Benutzers gehalten wird, in jede beliebige Raumlage gebracht werden kann. Es ist nämlich zu berücksichtigen ist, daß ein Benutzer auch liegend oder sitzend mit an die Ohrmuschel gehaltenem Mobilfunk-Endgerät telefonieren kann. Andere Betriebsparameter können deshalb stärkere Aussagekraft über den gegenwärtig gewählten Betriebsmodus des Mobilfunk-Endgeräts, nämlich den Sprachtelefoniemodus mit unmittelbarem Kontakt zur Ohrmuschel oder Datenübertragungsmodus in hinreichender Entfernung von dem Benutzer, haben.
Zusätzlich könnte das Mobiltelefon über ein Bedienungsmenü beim Benutzer nachfragen, ob die Betriebsart bzw. die Position am Körper richtig erkannt wurde. Alternativ kann erfindungsgemäß auch vorgesehen sein, daß der Benutzer selbsttätig den gegenwärtigen Betriebszustand über ein Bedienungsmenü eingibt .
Zur Regelung der Sendeenergie kann weiter vorgesehen sein, daß der wenigstens eine erfaßte Betriebsparameter mit vorab in einem Speicher gespeicherten Daten verglichen wird, wobei anhand des Vergleichsergebnisses entschieden wird, ob das Mobilfunk-Endgerät in unmittelbarer Nähe zu einem Benutzer betrieben wird. Hinsichtlich des oberen Grenzwerts, auf welchen die Sendeleistung beschränkt werden kann, kann erfindungsge- maß vorgesehen sein, daß dieser bei etwa 0,8 Watt oder z.B. bei 2 Watt liegt. Jedenfalls sollte er gerade so hoch sein, daß der SAR-Grenzwert nicht überschritten wird.
Erfindungsgemäß kann ferner vorgesehen sein, daß das Mobil- funk-Endgerät von einer mit diesem kommunizierenden Basisstation eines Mobilfunknetzes ein Signal enthält, wenn die gegenwärtige Sendeenergie für eine zuverlässige Datenübertra-
gung nicht ausreicht. Das Mobilfunk-Endgerät kann ein entsprechendes akustisches oder visuell erkennbares Signal an den Benutzer ausgeben, mit welchem er davon unterrichtet wird, daß er den Betriebsmodus wechseln sollte, beispielsweise indem er eine Freisprecheinrichtung benutzt, statt das Mobilfunk-Endgerät an sein Ohr zu halten. Durch den Wechsel des Betriebsmodus schaltet dann die Regelung die Maximalwertbeschränkung aus, so daß das Mobilfunk-Endgerät mit höherer Sendeenergie senden kann.
Wie eingangs angedeutet, betrifft die Erfindung ferner ein Mobilfunk-Endgerät insbesondere zum Durchführen des Verfahrens der vorstehend beschriebenen Art, umfassend:
- wenigstens einen Sensor zum Erfassen wenigstens eines den aktuellen Betriebszustand charakterisierenden Betriebsparameters,
- eine Sende-/Empfangseinheit mit einem Sendesignalverstärker und
- eine Regeleinheit zum Regeln der Sendeenergie des Sendesi- gnalverstärkers, wobei die Regeleinheit den Sendesignalverstärker in Abhängigkeit von dem wenigstens einen erfaßten Betriebsparameter zur Regelung der Sendeenergie ansteuert.
Zur Erfassung des wenigstens einen Betriebsparameters, können verschiedene Sensoren vorgesehen sein, beispielsweise ein Raumlage-Sensor, insbesondere ein Neigungswinkel-Sensor, zur Erfassung der Raumlage des Mobilfunk-Endgeräts, ein Hautkontaktsensor, insbesondere ein Hautwiderstandsensor, zur Erfas- sung eines mechanischen Kontakts zwischen dem Mobilfunk- Endgerät und der Haut des Benutzers, ein Anschlußsensor zur Erfassung eines an das Mobilfunk-Endgerät angeschlossenen Zusatzgerätes, ein Übertragungsart-Erfassungssensor zur Erfassung der Art der gegenwärtigen Übertragung von Daten ver it- tels des Mobilfunk-Endgeräts oder weitere Sensoren.
Ferner kann ein Tragehilfe-Zustandssensor zur Erfassung eines Zustandes einer Tragehilfe zum Tragen des Mobilfunk-Endgeräts am Körper eines Benutzers vorgesehen sein. Dies ist beispielsweise dann von Vorteil, wenn das Mobilfunk-Endgerät im Stile einer Armbanduhr am Handgelenk des Benutzers getragen werden kann, wobei der Sensor erfasst, ob das Armband geschlossen ist und entsprechend die Sendeenergie regelt . Auch kann die Lage des Hautkontaktsensors über die Position Aufschluß geben. Hat der Hautkontaktsensor auf der Gerätevorder- seite (in der Nähe des Lautsprechers) Kontakt, so kann man davon ausgehen, daß das Gerät an den Kopf gehalten wird. Meldet der Sensor auf der Rückseite einen Kontakt, so wird das Mobilfunk-Endgerät am Handgelenk getragen. Bevorzugt sind eine Mehrzahl derartiger Sensoren in dem erfindungsgemäßen Mo- bilfunk-Endgerät vorgesehen.
Ferner kann bei dem erfindungsgemäßen Mobilfunk-Endgerät vorgesehen sein, daß der Regeleinheit ein Speicher zugeordnet ist, in welchem vorab Vergleichswerte gespeichert sind, wobei die Regelung der Sendeenergie in Abhängigkeit von einem Vergleich der Vergleichswerte mit dem wenigstens einen erfaßten Betriebsparameter erfolgt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der beiliegenden Figur beispielhaft erläutert.
Figur 1 stellt ein schematisiertes Blockdiagramm erfindungsrelevanter Komponenten eines Mobilfunk-Endgeräts dar.
In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Mobilfunk-Endgerät allgemein mit 10 bezeichnet. Dieses umfaßt eine Mehrzahl von Sensoren 12, 14, 16, 18.
Der Sensor 12 dient zur Erfassung der Raumlage des Mobilfunk- Endgeräts 10 und ist als Neigungswinkelsensor ausgeführt. Der Sensor 12 erfaßt und gibt über die Leitung 20 einen Neigungswinkel aus, um welchen die Längsachse des Mobilfunk-
Endgeräts relativ zu einer vordefinierten Senkrechten im Raum geneigt ist.
Der Sensor 14 ist als Hautkontaktsensor, insbesondere Hautwi- derstandssensor, ausgeführt und gibt über die Leitung 22 einen Widerstandswert R aus, welcher zwischen zwei mit dem Sensor 14 über die Leitungen 24, 26 verbundene Elektroden 28, 30 anliegt.
Der Sensor 16 ist als Anschlußsensor ausgeführt und gibt über die Leitung 32 ein Signal S aus, welches angibt, ob in die über die Leitung 34 angeschlossene Steckerbuchse 36 des Mobilfunk-Endgeräts 10 ein Zusatzgerät eingesteckt ist oder nicht, und um welche Art von Zusatzgerät es sich handelt, beispielsweise um eine Freisprecheinrichtung, ein Datenübertragungskabel, ein Ladegerät oder dergleichen.
Der Sensor 18 ist als Übertragungsart-Erfassungssensor ausgebildet und gibt über die Leitung 38 ein Signal T aus, welches angibt, in welchem Übertragungsmodus sich das Mobilfunk- Endgerät gerade befindet. Mit anderen Worten gibt das Signal T an, ob das Mobilfunk-Endgerät sich in einem normalen Sprachtelefonie-Modus befindet oder ob andere Datenarten über gegebenenfalls höherratige Übertragungsverfahren, wie bei- spielsweise HSCSD-Übertragungsverfahren oder GPRS- Übertragungsverfahren, ausgetauscht werden.
Wie die punktierte Linie 40 zeigt, können noch weitere Sensoren zur Erfassung von weiteren Betriebsparametern vorhanden sein, wie beispielsweise ein Sensor zur Erfassung eines
Schließzustandes einer Verschlußschnalle eines an dem Mobilfunk-Endgerät angebrachten Armbands oder ein weiterer Hautkontaktsensor an einer anderen Stelle des Mobilfunkendgerä- tes.
Die erfaßten Betriebsparameter Raumwinkel α, Widerstand R, Anschluß-Parameter S und Übertragungsart-Parameter T werden
über die Leitungen 20, 22, 32, 38 an eine Regeleinheit 40 übertragen, welche zur Auswertung der Betriebsparameter ausgebildet ist. Ferner ist die Regeleinheit 40 mit einem Speicher 42 versehen, in welchem Vergleichswerte zu den erfaßten Betriebsparametern Neigungswinkel α, Widerstand R, Anschlußparameter S und Übertragungsart-Parameter T gespeichert und auslesbar sind.
In der Regeleinheit 40 werden die erfaßten Betriebsparameter unterschiedlich gewichtet und es wird durch Vergleich mit den in der Speichereinheit 42 gespeicherten und aus dieser ausgelesenen Vergleichswerte ermittelt, ob das Mobilfunk-Endgerät 10 in unmittelbarer Körper- bzw. Kopfnähe zu einem Benutzer betrieben wird oder ob es in hinreichendem Abstand von dem Benutzer betrieben wird oder an welchem Körperteil es betrieben wird. Ist keine eindeutige Zuordnung möglich, so kann der Benutzer über ein Bedienungsmenü nach der Position gefragt werden.
Auf Grundlage dieser Ermittlung wird über eine Leitung 44 ein Sendesignalverstärker 46 einer Sende-/Empfangseinheit 48 angesteuert zur Abgabe von Mobilfunk-Signalen 50 in Form von elektromagnetischer Strahlung über eine Antenne 52. Sind mehrere Antennen vorhanden, so kann die geeignete Sendeantenne auch in Abhängigkeit der ermittelten Position ausgewählt werden. Je nach Ansteuerung der Sende-/Empfangseinheit über die Leitung 44 auf Grundlage der ausgewerteten Betriebsparameter wird der Sendesignalverstärker 46 geregelt, so daß dann, wenn anhand der gewichteten Betriebsparameter ermittelt wurde, daß das Mobilfunk-Endgerät 10 in unmittelbarer Körpernähe zu dem Benutzer betrieben wird, die von dem Sendesignalverstärker 46 ausgehende und über die Antenne 52 abgestrahlte Sendeenergie auf einen vorbestimmten Maximalwert beschränkt ist. Dieser kann auch der Basisstation über die Funkschnittstelle mitge- teilt werden. Wird anderenfalls ermittelt, daß das Mobilfunk- Endgerät in einem hinreichend großen Abstand von dem Körper des Benutzers betrieben wird, so wird der Sendesignalverstär-
ker 46 derart angesteuert, daß er unbeschränkt mit voller Leistung senden kann, so daß eine zuverlässigere Datenübertragung gewährleistet ist.
Auf diese Weise kann zuverlässig die Sendeenergie geregelt werden, und zwar über die Sendeleistung sowie über die Anzahl der Zeitschitze, in denen gesendet wird. Wird auf doppelt so vielen Zeitschlitzen gesendet, so verdoppelt sich auch die absorbierte Leistung.
Mit der Erfindung ist es möglich, je nach Benutzungsart des Mobilfunk-Endgeräts 10 dieses mit unterschiedlichen (über die Zeit gemittelten) Sendeenergieen zu betreiben, so daß für den Fall, daß das Mobilfunk-Endgerät in unmittelbarer Nähe des Benutzers betrieben wird, lediglich geringe Sendeenergieen, beispielsweise bis zu 0,8 Watt in einem Zeitschlitz, zugelassen werden, wohingegen dann, wenn das Mobilfunk-Endgerät 10 in hinreichendem Abstand von einem Benutzer betrieben wird, stärkere Sendeenergieen zugelassen werden, beispielsweise bis zu 2 Watt und sechs Zeitschitze.
Gewünschtenfalls kann vorgesehen sein, daß während des Betriebs des Mobilfunk-Endgeräts 10 mit geringer Sendeenergie eine Rückmeldung von einer Basisstation des mit dem Mobil- funk-Endgerät kommunizierenden Netzes an das Mobilfunk- Endgerät übertragen wird, welche den Benutzer davon in Kenntnis setzt, daß die gegenwärtige Sendeenergie für eine zuverlässige Signalübertragung zur Basisstation nicht ausreichend ist. Bekommt der Benutzer eine derartige Mitteilung visuell oder akustisch über das Mobilfunk-Endgerät mitgeteilt, so kann er den Betriebsmodus ändern, indem er das Mobilfunk- Endgerät von der Ohrmuschel abnimmt und eine Sprachtelefonie- Nutzung unter Einsatz einer FreiSprecheinrichtung vornimmt, wobei höhere mittlere Sendeenergieen zugelassen werden.
Bezugszeichenliste
10 Mobilfunk-Endgerät
12 Raumlage-Sensor
14 Hautkontaktsensor
16 Anschlußsensor
18 Übertragungsart-Sensor
20 - 26 Leitungen
28, 30 Elektroden
32, 34 Leitungen
36 Steckerbuchse
38 Leitung
40 Regeleinheit
42 Speicher
44 Leitung
46 Sendesignalverstärker
48 Sende-/Empfangseinheit
50 Mobilfunk-Signal
52 Antenne