Biegemomentoptimiertes Drosselklappenelement
Technisches Gebiet
Bei Verbreimungskraftmaschinen kommen im Saugrohrtrakt Drosselverstellvorrichtungen zum Einsatz, mit denen das von der Verbremiungskraftmaschine benötigte Luftvolumen zur Verbrennung des Kraftstoffes reguliert werden kann. Die Drosselverstellvomchtimg umfasst in der Regel einen Antrieb, die an einer Welle aufgenommene Drosselklappe sowie ein zweiteiliges Drosselgehäuse, welches aus Metallguss gefertigt oder als Kunststoffspritzteil ausgebildet sein kann. Am Drosselgehäuse wird zudem vielfach ein separater Gehäusedeckel vorgesehen, mit welchem das Gehäuse zum Schutz gegen Ansaugen von Fremdluft abgedichtet werden kann. Zur Versteifung umfassen die eingesetzten Drosselklappen in der Regel eine angespritzte Verrippung.
Stand der Technik
DE 43 29 522 AI hat eine Drosseleimichtung zum Gegenstand, welche im Ansaugkanal einer Brennkraftmaschine eingebaut wird. Die Drosseleinrichtung besteht aus einem Gehäuse, einer Drosselklappenansteuerung, einem Positionsdetektor, einer an einer Drossen- klappenwelle befestigten Drosselklappe, wobei die Drosseleimichtung zwischen dem reinluftseitigen Luftfilteranschluss und der Sauganlage der Brennkraftmaschine angeordnet ist. Der Luftfilteranschluss und/oder die Sauganlage bestehen aus einem Kunststoff wobei die einzelnen Elemente der Drosseleinrichtung modular aufgebaut sind und über Steck-, Schraub- oder Spannverbindungen miteinander fügbar sind. Gehäuse und/oder die Drosselklappe können aus Kunststoff bestehen. Die Drosselklappenwelle ist zweiteilig aufgebaut. Auf einer Wellenhälfte der Drosselklappenwelle kann das Modul für den Lagesensor und auf der anderen Wellenhälfte das Modul für die Drosselklappenverstelleinheit angeordnet werden. Stelleiriheit, Stellsensor, Drosselklappe und Drosselklappenwelle bilden eine gemeinsame Einheit.
WO 59 2493 AI hat einen aus Kunststoff bestehenden Formkörper zum Gegenstand. Aus dieser Veröffentlichung ist ein aus Kunststoff bestehender, insbesondere im Spritzgießver- fahren hergestellter Formkörper bekannt, sowie ein Drosselklappengehäuse mit einer Wandung, die mit einer Innenwandfläche einen Hohlraum begrenzt. In der Wandung ist zumindest an der dem Hohlraum zugewandten Innenwandfläche ein vom Kunststofrmaterial bedecktes Einlegeteil angeordnet. Das Einlegeteil ist derart gegenüber der Normalebene ge-
WO 59 2493 AI hat einen aus Kunststoff bestehenden Formkörper zum Gegenstand. Aus dieser Veröffentlichung ist ein aus Kunststoff bestehender, insbesondere im Spritzgießverfahren hergestellter Formkörper bekannt, sowie ein Drosselklappengehäuse mit einer Wandung, die mit einer Innenwandfläche einen Hohlraum begrenzt. In der Wandung ist zumin- dest an der dem Hohlraum zugewandten Innenwandfläche ein vom Kunststoffmaterial bedecktes Einlegeteil angeordnet. Das Einlegeteil ist derart gegenüber der Normalebene geneigt, dass es zu einer im Hohlraum angeordneten, schwenkbaren Drosselklappe, die zur Leistungssteuerung einer Nerbremiungskraftmaschine dient, in deren Leerlaufstellung fluchtend verläuft. Das Einlegeteil kann aus metallischem Werkstoff, beispielsweise einem Blech, bestehen.
DE 195 25 510 AI hat eine Drosselklappenstelleinheit zum Gegenstand. Die Drosselklap- penstelleinheit umfasst eine an einer in einem Drosselklappenstutzen drehbar gelagerten Drosselklappenwelle befestigte Drosselklappe. Ferner ist ein mit der Drosselklappenwelle gekoppelter, am Drossenklappenstutzen gelagerte Stellmotor zum Verstellen der Drosselklappenwelle vorgesehen. Dieser umfasst mmdestens einen Schleifer und mindestens eine Potentiometerbahn zum Erfassen einer Stellposition der Drosselklappenwelle sowie einen elektrischen Anschluss. An diesem ist innerhalb eines Anschlussraumes der Stellmotor und ein Potentiometer angeschlossen. Ferner ist ein den Anschlussraum abschließendes Dek- kelelement ' vorgesehen. Die mindestens eine Potentionmeterbahn ist am Deckel angebracht, wobei am Deckel ein zum elektrischen Anschluss gehörendes Kupplungsteil angeformt wird.
DE 199 14 994 AI hat einen spritzgegossenen Drosselkörper zum Gegenstand. Die Dros- selplatte mit Welle und einer Hebeleinheitsbaugruppe beinhaltet ein zentrales Plattenteil, Lagerteile sowie ein Drosselkabelverbindungsteil und ein Ende eines Positionssensors. Das Plattenbauchteil ist in seinem zentralen Teil verstärkt ausgebildet und verjüngt sich nach aussen hin zu den Randteilen. Eine Anzahl von verstärkenden Rippen wird auf der oberen und unteren Oberfläche des Plattenteiles angeformt. Das Profil dieser Rippen sorgt für ei- nen verbesserten Luftstrom über der Oberfläche der Platte zur Erhöhung zur Verbesserung der Strömungsfül rung. Die Rippen dienen andererseits der Verstärkung bzw. Versteifung der Drosselplatte.
Darstellung der Erfindung
Mit der erfmdungsgemäß vorgeschlagen Lösung wird eine Drosselklappe, die hinsichtlich ihrer Biegefestigkeit optimiert ist, bereitgestellt. Die erfmdungsgemäß vorgeschlagene
Drosselklappe lässt sich als Spritzgießbauteil besonders einfach herstellen, da keine das Verfließen des Kunststoffmateriales innerhalb der Form behindernden Nerrippungen erforderlich sind. Die Kunststoffschmelze kann ungehindert innerhalb des Hohlraumes der Form verfließen. Durch die Gestaltung des im Spritzgießverfahren gefertigten Drossel- klappe wird eine hinsichtlich ihrer Biegefestigkeit optimierte Drosselklappe erhalten. Anstelle von Verstärkungsrippen wird an der Drosselklappe eine gezielte Ausformung erzeugt, die an der Anströmseite der Drosselklappe im Ansaug-/ Aufladetrakt der Verbrennungskraftmaschine eine Ausbauchung aufweist und an der Abströmseite durch eine Hohlkehle gekennzeichnet ist. Dadurch wird an der Drosselklappe parallel zur Symmetrieachse, die mit der Schwenkachse der Drosselklappe zusammenfällt, eine Versteifung erzielt, die eine Rippenstruktur an der Oberseite bzw. der Unterseite der Klappenflächen überflüssig macht.
Die im Querschnitt der Drosselklappe gesehen als Wölbimg in der Klappenfläche ausbild- bare Ausformung der Drosselklappe umfasst Übergangsbereiche, die sich in radiale Richtung der Klappenfläche erstrecken. Diese Übergangsbereiche sind durch kontinuierlich zunehmende bzw. kontinuierlich abnehmende Krümmungsradien gekennzeichnet. Dadurch entsteht in der Klappenfläche eine gleichmäßige, die Strömung begünstigende Ausformung, in deren Mitte der maximale Krümmungsradius zwischen den beide erwähnten Übergangsbereichen liegt.
In fertigungstechnisch besonders vorteilhafte Beweise lassen sich an der Drosselklappe zwei Zapfen in einem Fertigungsvorgang anspritzen. Diese an zwei Anschlußstellen an der Klappenfläche angespritzten Zapfen bilden Lagerungsstelle für die Drosselklappe in der Wandung eines Strömungskanales wie z. B eines Ansaugluftkanales im Ansaugtrakt bzw. zwischen einem Ladeluftkanal im Ladelufttrakt einer Verbremiungskraftmaschine. Die Zapfen liegen koaxial zur Symmetrieachse der Drosselklappe, so dass auf eine durchgehende Drosselklappenwelle verzichtet werden kann; die Versteifimg der Klappenfläche in der Mitte des Strömungskanals wird dort durch eine Ausformung der Klappenfläche er- reicht. Eine durchgängige Drosselklappenwelle kann mit der erfindungsgemäßen Lösung umgangen werden. Um eine gleichmäßige Stärke der Drosselklappenfläche zu erreichen, können in den Formenhälften der Spritzgießformen für die Drosselklappen als Vertiefungen ausgebildete Fließhilfen angeordnet sein, mit deren Hilfe ein gleichmäßigeres Verfließen der Kunststoffschmelze vom Anspritzpunkt bis zu den von diesen auch weit entfernten Endbereichen am Umfang der Klappenfläche herbeigeführt werden kann.
Zeichnung
Anliand der Zeichnung wird die Erfindung nachfolgend eingehender beschrieben.
Es zeigt:
Figur 1 die perspektivische Draufsicht auf eine erfindungsgemäß geformte Drosselklappe,
Figur 2 eine perspektivische Unteransicht auf eine erfindungsgemäß geformte Drosselklap- pe mit Hohlkehle,
Figur 3 eine Seitenansicht einer leicht gekippten Drosselklappe gemäß der vorliegenden Erfindung,
Figur 4 die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Drosselklappe,
Figur 5 die Draufsicht auf die Drosselklappe gemäß Figur 1,
Figur 6 den Schnittverlauf VI - VI gemäß Figur 5 und
Figur 7 den Schnittverlauf VII - VII gemäß Figur 5.
Ausfuhrungsvarianten
Der Darstellung gemäß Figur 1 ist die perspektivisch wiedergegebene Draufsicht auf eine erfindungsgemäß geformte Drosselklappe zu entnehmen.
In Figur 1 ist eine Drosselklappe 1 dargestellt, an deren Klappenfläche 2 jeweils ein erster Zapfen 6 und zweiter Zapfen 7 angespritzt sind. In der Klappenfläche 2 der Drosselklappe 1 ist eine Ausformimg 8 ausgebildet. Die Ausformung 8 kann sich koaxial oder auch versetzt in Bezug auf den ersten Zapfen 6 und den zweiten Zapfen 7 verlaufend in der Klappenfläche 2 der Drosselklappe 1 erstrecken. In Bezug auf eine Anströmseite 4 der Drosselklappe 1 im Figur 1 nicht dargestellten Ansaug-/ Aufladetrakt einer Verbrennungskraftma- schine, ist die Ausformung 8 als Wölbung oder Ausbauchung ausgebildet, die auf einer Abströmseite 5, d. h. der Unterseite der Drosselklappe 1 gemäß der darstellenden Figur 1 in Figur 1 nicht dargestellte Hohlkehle aufweist (vergleiche Figur 2). Die in Figur 1 dargestellte Drosselklappe 1 kann sowohl stromaufwärts vor einer Brennkraftmaschine, d.h. auf
deren ansaugseitiger Seite eingesetzt werden als auch stromabwärts hinter der Brennkraftmaschine, d.h. im Abgastrakt oder auch im Rahmen einer Luft- bzw. Abgasrückführung in den Ansaug-/ Aufladetrakt einer Brennkraftmaschine.
Die sich beiderseits der Ausformung 8 erstreckenden Bereiche der Klappenfläche 2 sind durch eine Umrandung 3 begrenzt, welche sich je nach Anstellung der Drosselklappe 1 innerhalb eines Ansaugluftkanals im Ansaugtrakt bzw. innerhalb eines Ladeluftkanals im Aufladetrakt einer Nerbrennungsl raftmaschine an die Wandung eines die Drosselklappe 1 umgebenden Strömungskanals einstellt und dementsprechend eine Luftspalt freigibt oder verschließt, über den die Nerbrennungsluft bzw. die Ladeluft der Verbrennungskraftmaschine zugeführt wird. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der erste Zapfen 6 bzw. der zweite Zapfen 7 eine Stirnseite 16 umfasst. Am ersten Zapfen 6 kann ein Drehwinkel- geber für die Drosselklappe 1 aufgenommen sein, während über den zweiten Zapfen 7 die Schwenkbewegung in die Drosselklappe 1 eingeleitet wird, so beispielsweise über einen pneumatisch oder elektrisch antreibbaren Stellantrieb, der in Figur 1 jedoch nicht dargestellt ist. Der Drehwinkelgeber und der Stellantrieb können auch gemeinsamen am ersten Zapfen 6 sowie gemeinsam am zweiten Zapfen 7 der Drosselklappe 1 angeordnet werden.
Figur 2 ist eine perspektivische Unteransieht auf eine erfindungsgemäß geformte Drossel- klappendarstellung der Hohlkehle zu entnehmen.
Aus der Darstellung gemäß Figur 2 geht hervor, dass der erste Zapfen 6 bzw. der zweite Zapfen 7 an einer ersten Anschlußstelle 23 bzw. an einer zweiten Anschlußstelle 24 im äußeren Randbereich der Drosselklappenfläche 2 angespritzt sind. Der erste Zapfen 6 bzw. der zweite Zapfen 7 liegen in Bezug auf eine Symmetrieachse 13, die mit der Schwenkachsen der Drosselklappen 1 zusammenfällt, beabstandet voneinander und bilden die Lagerungstellen, in denen die Drosselklappe 1 in der Wandung eines Ladeluftkanals bzw. eines Ansaugluftkanals einer Verbrennungskraftmaschine schwenkbar aufgenommen ist. Der erste Zapfen 6 und der zweite Zapfen 7 liegen in Bezug auf die Symmetrieachse 13 der Drosselklappe 1 fluchtend zueinander. Während aus Figur 1 die konvex gekrümmte Ausbauchung zwischen dem ersten Zapfen 6 und dem zweiten Zapfen 7 an der Anströmseite 4 der Drosselklappe 1 dargestellt ist, lässt sich Figur 2 die auf der Abströmseite 5 der Drosselklappe 1 liegende Hohlkehle 9, die durch die einander zuweisenden Stirnseiten des ersten Zapfens 6 bzw. des zweiten Zapfens 7 begrenzt ist, entnehmen. Die Hohlkehle 9 bildet die Rückseite der Ausformung 8 gemäß der Darstellung in Figur 1. Die Hohlkehle 9 erstreckt sich im Wesentlichen parallel zur Symmetrieachse 13 der Drosselklappe 1, die gleichzeitig deren Schwenkachse und den ersten Zapfen 6 bzw. den zweiten Zapfen 7 bil-
det. Die Klappenfläche 2 der Drosselklappe 1 ist durch die Umrandung 3 begrenzt, die sich in Schließstellung der Drosselklappe 1 im Ansaug- bzw. im Ladeluftkanal einer Verbrennungskraftmaschine an die Wandung des jeweiligen Kanals anliegt und diesen verschliesst; in einer um 90° zu Fließstellung orientierten Position der Drosselklappe 1 im Ansaug- bzw. im Ladeluftkanal der Verbrennuiigslcraftmaschine gibt die Drosselklappe fast den gesamten Strömungsquerschnitts des Ansaugluft- bzw. Ladeluftkanales der Verbrennungslcraftmaschine frei.
Figur 3 ist die Seitenansicht einer leicht gekippten Drosselklappe gemäß der vorliegenden Erfindung zu entnehmen.
Aus Figur 3 geht hervor, dass sich beidseits zur Hohlkehle 9 auf der Abströmseite 5 ein erster Flächenbereich 25 sowie ein zweiter Flächenbereich 26 erstrecken. Der erste Flächenbereich 25 sowie der zweite Flächenbereich 26 stehen über das durch die Hohlkehle 9 verformte Material der Klappenfläche in Verbindung miteinander, wobei die Materialstärke 17 im Bereich des ersten Flächenbereiches 25, innerhalb des zweiten Flächenbereiches 26 sowie im Bereich der Ausformung 8 bzw. 9 im Wesentlichen gleich ist. Die im Wesentlichen plan ausgebildeten ersten und zweiten Flächenbereiche 25, 26 gehen im Bereich der Hohlkehle 9, d. h. im Bereich der Ausformung an der Klappenfläche 2 der Drossel- klappe 1, ineinander über und bilden eine hinsichtlich der Biegefestigkeit des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Drosselklappenelements 1 wirkende Versteifung. Die Ausformung 8 bzw. 9 zwischen dem ersten Flächenbereich 25 und dem zweiten Flächenbereich 26 erlaubt den Verzicht auf eine durchgängige Drosselklappenwelle, da die Versteifung hinsichtlich des auf dem wahren Biegemomentes des ersten Flächenbereiches 25 bzw. des zweiten Flächenbereiches 26 der Klappenfläche 2 durch die Ausformung 8, 9 aufgebracht wird und demnach die Ausbildung einer durchgängigen Drosselklappenwelle obsolet macht.
Aus der Darstellung gemäß Figur 4 ist die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Drossel- klappe zu entnehmen. Die Drosselklappe 1 wird bevorzugt als ein Spritzgießbauteil in einem Arbeitsgang innerhalb eines Formwerkzeuges gefertigt. Das Verfließen der Kunststoffschmelze innerhalb des geschlossenen Formwerkzeuges kann durch Fließhilfen unterstützt werden. Um ein Verfließen der fließfähigen Kunststoffschmelze innerhalb der geschlossenen Formenteile einer Spritzgießfonn zu gewährleisten, insbesondere ein Verflie- ßen der Kunststoffschmelze in die Randbereiche der Klappenfläche 2 der Drosselklappe 1, können in der konvex ausgebildeten Ausformung 8 im Flächenbereich 2 eine oder mehrere rippenfönnig ausgebildete Fließhilfen angebracht werden. Diese befinden sich innerhalb
des Ausformungsbereiches in der Klappenfläche 2. Dazu können an den Spritzgießformen entsprechende Negativformen vorgesehen werden. Die Fließhilfen sind von der Anströmseite 4 des Flächenbereiches 2 aus nicht sichtbar. Diese durch das Vorsehen von Fließhilfen im Formwerkzeug ausgebildeten Rippen bieten eine zusätzliche Versteifung des Flä- chenbereiches 2, jedoch sind diese Venippungen am Flächenbereich 2 nicht so stark ausgebildet, da die Versteifung hinsichtlich des Biegemomentes des Flächenbereiches 2 durch die konvex ausgebildete Ausfoiinung 8 erheblich erhöht wird.
Innerhalb des geschlossenen Formwerkzeuges kann die in Figur 4 mit einem Koordinaten- system dargestellte Drosselklappe 1 in einem Arbeitsgang gefertigt werden. In einem Arbeitsgang lässt sich sowohl die Ausformung 8 bzw. 9 in der Klappenfläche 2 der Drosselklappe 1, erzeugen als auch der erste Zapfen 6 bzw. der zweite Zapfen 7 im Randbereich Drosselklappenfläche 2 an Anschlußstellen (vergleiche Darstellung gemäß Figur 2) anspritzen.
Aus der Darstellung gemäß Figur 4 geht hervor, dass die auf der Anströmseite 4 der Drosselklappe liegende Ausbauchung 8 oder Auswölbung einen Verlauf 28 aufweist. Der Wölbungs- bzw. Verfonnungsverlauf 28, der Ausformung 8 bzw. 9 an der Klappenfläche 2 findet ihr Maximum etwa in der Mitte der Drosselklappenfläche sich in Richtung Z-Achse erstreckend: Der Wölbungs- bzw. Verformungsverlauf 28 der Drosselklappe auf der Anströmseite 4 ist durch stetige Übergänge, die sich in Y-Richtung auf der Anströmseite 4 der Drosselklappenfläche erstrecken, gekennzeichnet. Die die Biegefestigkeit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Drosselklappe 1 beträchtlich erhöhende Ausformung verläuft parallel zur Symmetrieachse 13 der Drosselklappe 1, die ihrerseits mit der Schwenkachse der Drosselklappe zusammenfällt. Die auf der Abströmseite 5 liegende Hohllcehle 9, welche die Ausbauchung oder Wölbung 8 begrenzt, ist in Figur 4 nicht dargestellt. Aus Figur 4 geht ein Abstand 21 hervor, in welchem sich die einander zuweisenden Stirnseiten des ersten Zapfens 6 und des zweiten Zapfens 7 gegenüberliegen. Innerhalb des Abstandes 21 wird die hinsichtlich der auftretenden Biegemomente aufgrund der Anströmung der Dros- selklappenfläche 1 erforderliche Festigkeit der Drosselklappe ausschließlich durch die Ausformimg in der Klappenfläche 2 aufgebracht, ohne dass es einer Venippung auf der Anströmseite 4 bzw. der Abströmseite 5 der Klappenfläche 2 bedarf. Die Umfangsflächen des ersten Zapfens 6 bzw. des zweiten Zapfens 7, in denen die erfindungsgemäß vorgeschlagene Drosselklappe der Wandung eines Ansaugluft- bzw. Ladeiuftkanales aufgenommen wird, ist mit Bezugszeichen 22 bezeichnet, während die aussenseitigen Stirnseiten des ersten Zapfens 6 bzw. des zweiten Zapfens 7 durch das Bezugszeichen 16 gekennzeichnet
sind. Senkrecht zur Zeichenebene gemäß Figur 4 erstreckt sich die X-Achse des in Figur 4 dargestellten Koordinatensystems in die Raumrichtungen x, y und z.
Figur 5 zeigt die Draufsicht auf die Drosselklappe gemäß Figur 1.
Die Z- Achse des Koordinatensystems in die Raumrichtungen X, Y und Z erstreckt sich senkrecht zur Zeichenebene, während der Verlauf der Y-Achse mit der Symmetrielinie 13 der Drosselldappe 1 zusammenfällt. Senkrecht zur Y-Achse erstreckt sich die X-Achse in radialer Richtung in Bezug auf die Klappenfläche 2 der Drosselklappe 1. Die Anspritzstelle für die im Flächenbereich 2 in konvexer Form ausgebildete Ausformung 8 fällt mit dem Ursprung der Z-Achse des Koordinatensystems zusammen. Von dieser Anspritzstelle aus verfließt die Kimststoffscl elze innerhalb des Formenwerkzeuges, unterstützt durch die im Formenwerkzeug ausgebildeten Fließhilfen in radiale Richtung und bildet den Flächenbereich 2 mit einer gewölbt geformten Ausformung 8 in durchgängig gleichmäßige Mate- rialstärke.
Koaxial zu Symmetrielinie 13 der Drosselklappe 1 erstrecken sich der erste Zapfen 6 bzw. der zweite Zapfen 7, deren Stirnseiten jeweils mit Bezugszeichen 16 und deren Umfangs- flächen mit Bezugszeichen 22 identifiziert sind. In die Zeichenebene gemäß Figur 5 ist ein Schnitt durch die Klappenfläche 2 der Drosselldappe 1 geklappt. Aus der Schnittdarstellung geht hervor, dass der Krümmungsradius der Ausformung 8 in Richtung des Mittelpunktes der Klappenfläche 2, der mit der Z-Achse gemäß Figur 5 zusammenfällt stetig zunimmt, während der Krümmungsradius der Ausformung 8 der Klappenfläche 2 innerhalb des zweiten Übergangsbereiches 11 von der Z-Achse auf dem zweiten Zapfen 7, kontinu- ierlich abnimmt. Der maximale Krümmungsradius im Wölbungsverlauf 28 der Ausformung 8 fällt mit der aus der Zeichenebene herausragende Z-Achse zusammen (Vergleiche Darstellung gemäß Figur 7).
Der Darstellung gemäß Figur 5 ist entnehmbar, dass der Wölbungsverlauf 28 parallel zur Symmetrieachse 13 der Drosselklappe 1 liegt, wobei die Symmetrieachse 13 der Drosselklappe 1 gemäß der Darstellung in Figur 5 mit der Schwenkachse der Drosselklappenfläche 2 zusammenfällt. Die erhaben aus der Zeichenebene gemäß Figur 5 vorstehende Ausformung 8 ist in Bezug auf die axiale Streckung der Symmetrieachse 13 durch einen gleichmäßigen Verlauf gekennzeichnet, wobei die Ausformung 8 in Bezug auf die Symmetrieli- nie 13 der Drosselklappe 1 ihr Maximum im Bereich der aus der Zeichenebene gemäß Figur 5 herausragenden Z-Achse ai immt (vergleiche Darstellung gemäß Figur 4).
Der Darstellung gemäß Figur 6 ist der Schnittverlauf VI - VI gemäß Figur 5 zu entnehmen. Die Z-Achse des Koordinatensystems in die drei Raumrichtungen x, y, z verläuft senkrecht, während die X-Achse in die Horizontale reicht. Der in Figur 6 dargestellt Schnittverlauf durch die Klappenfläche 2 der Drosselldappe 1 gemäß Figur 5 verläuft durch den zweiten Übergangsbereich 11 gemäß der Darstellung in Figur 5. Aus der Darstellung gemäß Figur 6 geht hervor, dass die Materialstärke 17 in Richtung der X-Achse betrachtet, im ersten Flächenbereich 25 sowie im Bereich der Ausformung 8, 9 und innerhalb des zweiten Flächenbereiches 24 der Drosselklappe 1 im Wesentlichen konstant ist. Die durch die Stirnseite des zweiten Zapfens 7 begrenzte Hohlkehle 9 ist gemäß des Schnittverlaufes VI- VI in Figur 5 durch einen ersten Krümmungsradius 14 sowie durch einen weiteren Krümmungsradius 15 geprägt, der in der Schnittebene VI- VI liegt. Innerhalb der Schnit- tebene VI- VI ist der K ümmungsradius 15 der Hohlkehle 9 an der Abströmseite der Drosselldappe 1 größer als der erste Krümmungsradius 14 im Bereich der durch die Stirnseite des zweiten Zapfens begrenzte Hohlkehle 9. Der Verlauf des Krümmungsradius nimmt gleich der Darstellung gemäß Figur 5 von der der Z-Achse zuweisenden Stirnseite des zweiten Zapfens 7 kontinuierlich bis zur Schnittebene 7 gemäß der Darstellung in Figur 5 zu, um von dort kontinuierlich entlang der Y-Achse in Richtung auf die der Z-Achse zuweisende Stirnseite des ersten Zapfens 6 abzunehmen. Auf der Anströmseite 4 der Drosselklappe 1 gemäß der Darstellung in Figur 6 ist der Wölbungsverlauf durch das Bezugs- zeichen 28 gekennzeichnet. Der Wölbungsverlauf 28 nimmt im Bereich der Schnittebene durch eine halbkreisförmige Krümmung in der Plattenfläche der Drosselldappe 1 gekennzeichnet, die in der Schnittebene VI- VI durch den weiteren Krümmungsradius 15 definiert ist, welche in der Darstellung gemäß Figur 6 exemplarisch herausgegriffen wurde.
Figur 7 hat den Schnittverlauf VII- VII gemäß der Draufsicht auf die Drosselldappe in Figur 5.
Aus dem in Figur 7 dargestellten Schnittverlauf VII-VII geht hervor, dass der Krümmungsradius der Hohlkehle 9 im Bereich der Z-Achse seinen maximalen Wert anniimnt. Im Ver- gleich zum ersten Radius 14, welcher an der Stirnseite des zweiten Zapfens 7 liegt, beträgt der maximale K-rümmungsradius 27 in der Darstellung gemäß Figur 7 beispielsweise das Doppelte des ersten Krümmungsradius '14. Demgemäß weist die Drosselklappe 1 auf der Anströmseite 4 die größte Verformung auf, d. h. der Wölbungsverlauf 28 der Klappenfläche der Drosselldappe 1 nimmt hier sein Maximum an. Aufgrund der in Figur 5 darge- stellten Übergangsbereiche beiderseits der Position des maximalen Krümmungsradius 27 wird durch die Ausformimg 8, 9 in der Klappenfläche der Drosselldappe 1 eine immense Biegesteifigkeitverbesserung der Drosselldappe 1 erreicht Eine die Klappeniläche der
Drosselldappe 1 versteifende, durchgängig verlaufende Drosselklappenwelle kann nunmehr entfallen, so dass die in Figur 5 dargestellten ersten Zapfen 6 bzw. zweiten Zapfen 7 als Lagerungsstellen für die erfindungsgemäß ausgeformte Drosselldappe 1 ausreichen.
Zwischen dem ersten Krümmungsradius 14 und dem maximalen Krümmungsradius 27 gemäß der Darstellung in Figur 7 verläuft der zweite Übergangsbereich 11, innerhalb dessen der Krümmungradius stetig von einem dem ersten Krümmungsradius 14 entsprechenden Wert auf einen dem maximalen Krümmungsradius 27 entsprechenden Wert ansteigt, um innerhalb des ersten Übergangsbereiches 10 in Y-Richtung gesehen, kontinuierlich vom maximalen Krümmungsradius 27 wieder auf den ersten Krümmungsradius 14 an der der Z-Achse zuweisende Stirnseite des ersten Zapfens 6 abzufallen. Durch die gewählte Kontur der Ausformung in der Klappenfläche der Drosselklappe 1 wird eine sich im Wesentlichen parallel zur Symmetrieachse 13 der Drosselklappe 1 erstreckende versteifende Struktur geschaffen. Die versteifende Wirkung der Ausformung 8, 9 in der Klappenfläche der Drosselklappe 1 macht Nerstärkungsrippen auf der Anströmseite 4 bzw. der Abströmseite 5 der Drosselklappe 1 entbehrlich. Die Materialstärke 17 innerhalb des ersten Flächenbereiches 25, der im Wesentlichen plan verlaufend ausgebildet ist sowie der Ausformung 8, 9 in der Klappenfläche der Drosselklappe 1 und innerhalb des zweiten Flächenbereiches 26 im Wesentlichen konstant, so dass Materialanhäufungen sowohl in der Klappen- fläche in alle drei Raumrichtungen x, y, z minimiert werden. Die Klappenfläche 2 der Drosselklappe 1, die bevorzugt als Spritzgießbauteil gefertigt wird, ist von einer Umrandung 3 begrenzt, welche sich an die nicht dargestellte Wandung eines Ansaugluft- bzw. Aufladeluftkanals einer Verbrennungslα-aftmaschine je nach Schwehkposition der Drosselklappe um ihre Symmetrieachse 13, anschmiegt. Die Biegefestigkeit der erfmdungsgemäß vorgeschlagenen Drosselklappe zum Einsatz im Ansaug-/Ladelufttrakt einer hier nicht dargestellten Verbrei imgslcraftmascl ine läßt sich durch die Formgebung der Ausformimg 8 bzw. 9 sowie durch die Formgebung hinsichtlich des Wölbungsverlaufes 28 parallel zur Symmetrieachse 13 der Drosselldappe 1 beeinflussen. Die Übergangsbereiche 10 bzw. 11, beidseits der Z-Achse gemäß der Darstellung in Figur 5 können beispielsweise auch in größeren, als den in Figur 6 bzw. Figur 7 dargestellten Krümmungsradien ausgebildet werden. Eine Biegesteifigkeitsverbesserung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Drossel- klappenelementes 1 kann auch durch die Auswahl des in das Formwerkzeug einzuspritzenden Kunststoffmaterials erfolgen. Ein gleichmäßiges Verfließen des als Kunststoffschmelze in das Formwerkzeug eingespritzten Kunststoffmaterials läßt sich durch im Bereich der Ausformung angeordnete Fließhilfen, die in Gestalt rippenförmiger Kanäle ausgebildet sein können, eneichen. Die Fließhilfen liegen auf der der Anströmseite 4 abgewandten Seite des Flächenbereiches 2 der Drosselklappe 1.
Wälirend in den Figuren 5, 6 und 7 eine Formgebung der Ausfonnung 8 im Flächenbereich 2 der Drosselldappe 1 dargestellt ist, die Übergangsbereiche 10 bzw. 11 beidseits der Z- Achse enthält, kann die in der Klappenfläche 2 der Drosselldappe 1 konvex gewölbt ausgeführte Ausformung 8 auch ohne Übergangsbereiche 10 bzw. 11 ausgebildet sein. In dieser Ausftüirungsvariante erstreclct sich die konvex gewölbte Ausformung 8 in der Klappenflä- che 2 der Drosselklappe 1 über die gesamte Klappenfläche 2, ol e daß außer einem planen Ring am Rand der Klappenfläche 2 flache Flächenbereiche in der Klappenfläche 2 ausgebildet sind.
B ezugszeichenliste
Drosselklappe Klappenfläche Umrandung Anströmseite Abströmseite erster Zapfen zweiter Zapfen Ausbauchung/Wölbung Hohlkehle erster Übergangsbereich zweiter Übergangsbereich Drehsinn Symmetrieachse erster Krümmungsradius zweiter Krümmungsradius Stirnseite Zapfen 6, 7 Materialstärke X-Achse Y-Achse Z-Achse (Anspritzstelle) Abstand iimere Zapfenstirnseiten Umfangsfläche Zapfen 6, 7 erste Anschlußstelle zweite Anschlußstelle erster Flächenbereich (Plan) zweiter Flächenbereich (Plan) maximaler Krümmungsradius Ausformungsverlauf