FERNSTEUERUNG EINER FAHRZΞUGFUNKTION ÜBER EIN MOBILFUNKNETZ
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zur Übertragung, zum Senden und/oder zum Empfang von Informationen in Verbindung mit einem Fahrzeug zum Steuern einer Funktion, insbesondere zur Fembedienung bzw. Femsteuerung von Komponenten und/oder Funktionen im Fahrzeug.
Die DE 100 26 754 AI beschreibt ein Verfahren und Vorrichtung zur Übertragung, zum
Senden und/oder zum Empfang von Informationen in Verbindung mit einem Fahrzeug zur Femdiagnose, Femsteuerung von Komponenten des Fahrzeugs, oder ähnlichem, wobei über ein bestehendes Telekommunikationsnetz und/oder Datennetz von einem Benutzer eines Kraftfahrzeugs mittels Übertragung geeigneter Signale Informationen zur Femdiagnose oder zur Femsteuerung von Fahrzeugfunktionen wie beispielsweise
Sitzheizung, Standheizung, etc. übertragen werden. Diese Signale werden dabei durch ein im Kraftfahrzeug angebrachtes mobiles oder fest eingebautes Telekommunikationsendgerät empfangen und über eine Schnittstelle einer Verarbeitungseinheit zugeführt. Eine konkrete Realisierung, insbesondere unter Berücksichtigung des Aufwandes im Fahrzeug und/oder der Sicherheit der übertragenen
Informationen, ist jedoch nicht beschrieben.
Vorteile der Erfindung
Durch die Verwendung bestehender Kommunikationskanäle wie Mobilfunknetze und/oder Internet sowie bestehender Nachrichtenformate des Mobilfunknetzes zur
Informationsübertragung beispielsweise zur Femsteuerung oder Fembedienung von Komponenten und/oder Funktionen in einem Fahrzeug ist es ermöglicht, von einem handelsüblichen Mobiltelefon aus oder von einem ans Internet angeschlossenen, herkömmlichen Computer (PC) direkt in das Fahrzeug einzugreifen, z.B. wenigstens eine Komponente fernzusteuern. Besonders vorteilhaft ist, dass sowohl als Sender handelsübliche Mobilfunkeinheiten oder Computer als auch als Empfänger im Fahrzeug handelsübliche Mobilfunkeinheiten oder Telematikeinheiten im Fahrzeug verwendet werden können.
Deshalb sind bei Fahrzeugen, die bereits mit einer Mobilfunkeinheit ausgerüstet sind, keine zusätzlichen Sender- bzw. Empfängerkomponenten erforderlich. Dadurch werden Kosten für den Benutzer des Kraftfahrzeugs vermieden. Femer wird die Benutzung der Fembedienung Femsteuerung komfortabler gestaltet, da der Nutzer den mobilen Sender (z.B. ein Handy oder ein PDA mit Mobilfunkfunktionalität oder ein PC) sowohl zu den herkömmlichen Tätigkeiten auch zum Fernbedienen verwenden kann. Separate Geräte sind damit überflüssig.
Besonders vorteilhaft ist der Einsatz eines mehrstufigen Sicherheitskonzepts, welches unerlaubte Zugriffe verhindert.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen bzw. aus den abhängigen Patentansprüchen.
Zeichnung
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen näher erläutert. Die Figuren 1 bis 4 zeigen vier Ausführungen der Informationsübermittlung am Beispiel der Femsteuerung wenigstens einer Komponente eines Fahrzeugs über bestehende Kommunikationskanäle.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für eine Femsteuerung einer Komponente oder einer Funktion in einem Fahrzeug direkt über das Mobilfunknetz von einem Mobilfunktelefon (Handy) einer Bedienperson, z.B. des Besitzers des Fahrzeugs,
Fahrzeughalters aus. Gezeigt ist in Figur 1 das Mobilfunkgerät 1, welches über eine
standardisierte Luftschnittstelle (z.B. GSM) Nachrichten in ein Mobilfunknetz 2 sendet. Das Mobilfunknetz 2 sendet die Nachricht an einen Mobilfunkempfänger 5, welcher in einem Kjaftfahrzeug fest oder reversibel angeordnet ist. Dieser Mobilfunkempfänger 5 ist mit einer Antenne 4 zum Empfang der übermittelten Nachrichten verbunden. Es ist femer über eine Datenleitung 11 mit einer Verarbeitungseinheit 6 verknüpft. Letztere ist beispielsweise über ein Bussystem 10 mit wenigstens einer Komponente (7, 8, 9) des Kraftfahrzeugs 3 verbunden. Beispiele für solche Komponenten sind Zentralverriegelungen der Türen, Standheizung, Motorvorheizung, Heckscheibenheizung, Außenspiegelbeheizung, Schiebedach, Alarmanlage, Parkleuchte/Standlicht, elektrisch betätigbare Verdecke, Telematikeinheiten für Diagnose- oder Wartungszwecke,
Motorsteuereinheiten, etc. Die Verarbeitungseinheit 6 ist dabei je nach Ausführung Teil der Mobilfunkeinheit 5 oder eine von dieser über eine vorbestimmte Schnittstelle verbundene, getrennte Einheit.
Um auf Funktionen im Kraftfahrzeug, z.B. auf wenigstens eine Komponente des
Fahrzeugs, zugreifen und diese steuern zu können, gibt eine Bedienperson in sein Mobilfunkgerät 1 eine Information (Nachricht, z.B. ein Code) ein, die für eine bestimmte Aktion im Fahrzeug vorbestimmt ist. Mit Hilfe einer Telefonnummer wird die Mobilfunkeinheit 12 des Kraftfahrzeugs über das Mobilfunknetz 2 angerufen. In der Mobilfunkeinheit oder in einer daran angeschlossenen Verarbeitungseinheit 6 des
Kraftfahrzeugs wird in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel mittels Sicherheitsmechanismen die Telefonnummer des Absenders der Information (Nachricht) mit einer zuvor gespeicherten Nummer verglichen und die Berechtigung des Anrufenden zur Funktionssteuerung überprüft. Je nach Ausführung sind in der Mobilfunkeinheit 5 bzw. der Verarbeitungseinheit 6 des Fahrzeugs eine oder mehrere Telefonnummern gespeichert, so dass im letzten Fall unterschiedlichen Nutzem die Femsteuerungsfunktionalität offen steht. Die eingegebene Information wird zur Mobilfunkeinheit 5 und zur Verarbeitungseinheit 6 übermittelt. Die Information wird nur ausgewertet, wenn sich bei der Überprüfung des Anrufes die Berechtigung des Anrufers ergibt.
Oben sowie im Folgenden werden Mobilfunkeinheit 5 und Verarbeitungseinheit 6 als getrennte Einheiten beschrieben. In anderen Ausführungen jedoch ist die Verarbeitungseinheit 6 in die Mobilfunkeinheit 5 integriert (ein Gehäuse) oder sogar mit der Mobilfunkeinheit identisch, wobei die Verarbeitungseinheit in diesem Fall ein
Programm oder Programme darstellt, die im Mikrocomputer der Mobilfunkeinheit implementiert sind.
Im bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die Information als Kurznachricht (SMS) in dem entsprechenden Datenformat übermittelt. Der Bediener des Mobiltelefons 1 gibt daher einen vorbestimmten Code als SMS ein und sendet diese im Rahmen der herkömmlichen SMS-Funktionalität an den Empfänger (Mobilfunkgerät im Kraftfahrzeug). In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel hat es sich geeignet erwiesen, jeder auszuführenden Aktion einen bestimmten Zahlencode zuzuordnen. Beispielsweise wird der Aktion „Zentralverriegelung öffnen" der Code 0001 , der Aktion „Standheizung ein" der Code 0002, der Aktion „Standheizung aus" der Code 0003, etc, zugeordnet. Die Übermittlung dieses Codes per SMS reicht dann (bei Berechtigung) aus, die Aktion einzuleiten. Hierbei kann vorgesehen sein, dass der Nutzer anstatt den vorgegebenen eigene Code vergeben und per Programmierung der Verarbeitungseinheit 6 die Steuerungen über diese individuellen Codes vornehmen kann. In anderen Ausführungen wird auch Klartext als Nachricht zum Auslösen der Aktion verwendet.
Die Übermittlung dieses Code geschieht wie oben erwähnt mittels Kurznachricht, insbesondere mittels SMS. Aufbau und Verwendung einer SMS sind z.B. in den Spezifikationen
TS/SMG-040340QR2 (European digital telecommunication system; Technical realization of the Short Message Service Point-to-Point) und TS/SMG-030411QR (European digital telecommunication System; Point-to-Point Short Message Service support on mobile radio interface) beschrieben.
Das empfangende Mobilfunkgerät gibt die erhaltene Nachricht an die Verarbeitungseinheit 6 ab, die neben der oben dargestellten Sicherheitsüberprüfung bei positivem Ergebnis dieser Sicherheitsprüfung den Code entschlüsselt, beispielsweise mittels einer Tabelle, und ein ermitteltes, für die gewünschte Aktion vorgegebenes Steuerdatum (im gewünschten Busformat, bei CAN mit vorgegebenem Identifier) über den Datenbus 10 einer Steuereinheit der jeweiligen Komponente mitteilt. Diese führt dann die gewünschte Aktion aus. Im vorgenannten Beispiel der Standheizung wird also von der Verarbeitungseinheit 6 ein Signal auf den Datenbus 10 gegeben, welches in der Steuereinheit der Standheizung entsprechend der empfangenen Nachricht ein Ein- oder Ausschalten der Standheizung bewirkt.
In einer anderen Ausführung ist der übermittelte Code mit dem Steuerdatum identisch, so dass die Verarbeitungseinheit nur noch die Aufgabe hat, diesen Code weiterzusenden, wobei in der Regel eine Anpassung an das im Fahrzeug verwendete Bussystem (z.B. CAN Auswahl des Identifiers) notwendig ist.
Eine alternative oder zusätzliche Möglichkeit eines Sicherheitsmechanismus stellt die Verwendung eines Codeworts dar. Die gesendete Nachricht enthält dabei ein Codewort, z.B. eine Identifikationsnummer und/oder ein Passwort, welches der Verarbeitungseinheit 6 zuvor bekannt gemacht wurde, beispielsweise durch Einstellung der Verarbeitungseinheit durch den Fahrzeugnutzer oder durch Voreinstellung ab Werk. Die
Verarbeitungseinheit untersucht dann die ankommende Nachricht, indem das Codewort mit den vorgespeicherten Einstellungen verglichen wird. Nachrichten mit fehlender oder falscher Identifikation und/oder mit fehlendem oder falschem Passwort werden verworfen. Auch hier ist je nach Ausführungsbeispiel die Verwendung einer oder mehrerer Identifikationsnummern und/oder eines oder mehrerer Passwörter für verschiedene Nutzer mit ggf. verschiedenen Berechtigungen möglich.
Eine weitere alternative oder zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist das Verschlüsseln der Nachricht selbst. In diesem Fall wird die Nachricht mit einem Schlüssel, der der Verarbeitungseinheit bekannt ist, verschlüsselt. Nur korrekt verschlüsselte Nachrichten werden von der Verarbeitungseinheit weiterverarbeitet.
Je nach Anwendungsbeispiel wird eine der oben genannten Sicherheitsmaßnahmen oder eine beliebige Kombination der geschilderten Sicherheitsmaßnahmen verwendet.
Im Ausführungsbeispiel der Figur 1 sendet also der Nutzer eine Kurznachricht (SMS) direkt ins Fahrzeug, um eine Aktion auszulösen. Möchte der Nutzer beispielsweise die Heckscheibenheizung in seinem Fahrzeug aktivieren, sendet er von seinem Mobiltelefon oder von seinem PDA-Gerät mit Mobilfunkfunktion eine SMS an die Mobilfunknummer der Verarbeitungseinheit im Fahrzeug, z.B. eines Autoradios mit GSM-Schnittstelle und entsprechender Zusatzfunktionalität. Die SMS enthält das Kommando „Heckscheibenheizung einschalten" sowie gegebenenfalls ein Passwort und/oder eine Identifikationsnummer, die in der Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs bekannt sind/ist. Femer oder alternativ ist der Verarbeitungseinheit die Absendemummer, von denen die Kurznachricht gesendet wird, bekannt. Ergibt die Überprüfung in der
Verarbeitungseinheit, dass je nach Ausgestaltung Passwort bzw. Absendemummer der
Kurznachricht koπekt sind, so wird die Kurznachricht insgesamt als gültig betrachtet und wie oben dargestellt die entsprechende Aktion im Fahrzeug ausgelöst ■ (Heckscheibenheizung wird eingeschaltet).
Im bevorzugten Ausführungsbeispiel wird eine Bestätigung der erfolgten Aktion ebenfalls per Kurznachricht an das Mobiltelefon 1 des Nutzers zurückgesendet. Eine entsprechende Rückmeldung über Kurznachricht an den Absender des Steuerbefehls erfolgt auch im Fehlerfall, wenn entweder die Aktion im Fahrzeug nicht ausgeführt werden konnte, das Passwort oder die Absendemummer nicht gültig oder ein anderer Fehler vorliegt. Das angesprochene Steuergerät sendet in diesem Fall das
Bestätigungsdatum über das Bussystem zur Verarbeitungseinheit, die dieses Datum z.B. in Klartext umsetzt und als SMS zum Nutzer absetzt. Bei nicht bestandener Sicherheitsprüfung wird ein vorbestimmter Text als SMS zurückgesendet. Diese Rückmeldung ist optionaler Bestandteil. Es ist durchaus vorstellbar, ein System ohne Rückmeldung, mit Ausnahme des Fehlerfalls, aufzubauen. Dadurch werden
Kormnunikationskosten gespart.
In Figur 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt, bei welchem die vom Nutzer über sein Mobiltelefon abgesendete Nachricht zunächst an einen Diensteanbieter (12), dort an einen Zentralrechner gesendet wird. Dieser Diensteanbieter, der zum Empfang von Kurznachrichten im Mobilfunknetz 2 eingebunden ist, bzw. die dort vorgesehene Rechnereinheit, übernimmt in einer bevorzugten Ausführungsform das wie oben beschriebene Decodieren der Kurznachricht sowie ggf. die Sicherheitsüberprüfung des Anrufers und die Nachricht an das Fahrzeug weiter. Dort wird dann die empfangene Nachricht entsprechend der oben dargestellten Weise ausgewertet und weitergeleitet, wobei in einer Ausführung eine erneute Sicherheitsprüfung (Anrufer ist der Diensteanbieter bzw. der Zentralrechner) und ggf. ein erneutes Dekodieren der Nachricht stattfindet. Je nach Ausführungsbeispiel übernimmt der Diensteanbieter weitere Aufgaben, wie beispielsweise die Authentifizierung des Nutzers, das Festlegen von Zugriffsrechten für bestimmte Benutzergruppen, etc. In einem Ausführungsbeispiel stellt der Diensteanbieter ein Call-Center dar, welches Telefonaufträge zur Femsteuerung im Fahrzeug annimmt.
Die oben geschilderten Sicherheitsmaßnahmen werden dabei einzeln und in beliebiger Kombination je nach Ausführungsbeispiel entweder nur beim Diensteanbieter
(Serviceprovider), nur in der Verarbeitungseinheit im Fahrzeug oder an beiden Stellen durchgeführt.
Im Beispiel der Figur 2 sendet der Nutzer wie im Beispiel der Figur 1 eine Kurznachricht (SMS) über Mobilfunk an einen Serviceprovider bzw. dessen Zentralrechner 12, der dann wiederum eine neue Kurznachricht an das Fahrzeug über das Mobilfunknetz sendet, um die gewünschte Aktion im Fahrzeug auszulösen. Möchte der Nutzer z.B. aus dem Mobilfunknetz die Standheizung in seinem Fahrzeug aktivieren, sendet er von seinem Mobiltelefon eine SMS an die Mobilfunknummer des Serviceproviders. Die Kurznachricht (SM) enthält das Kommando „Standheizung einschalten", gegebenenfalls einen Usemamen und/oder ein Passwort oder ähnliches, die vom Serviceprovider, dort in einer Datenbank des Zentralrechners, zusammen mit weiteren Informationen wie Art des Fahrzeugs, Mobilfunkrufnummer der Nachrichtenverarbeitungseinheit im Fahrzeug, persönliche Daten, etc. abgespeichert sind. Weiterhin wird die Absendemummer des Nutzers gemeldet, mit der er berechtigt ist, die für ein entsprechendes Fahrzeug bestimmte Aktion durch eine gültige Kurznachricht (SM) beim Serviceprovider auszulösen. Anhand von Usemamen und/oder Passwort ermittelt der Zentralrechner 12 auf seiner Datenbank die Mobilfunknummer und eventuell die Art des Fahrzeugs. Wird Usemame und Passwort als richtig erkannt, so wird, die Gültigkeit der Kurznachricht (SM) vorausgesetzt, vom Zentralrechner 12 eine oder mehrere Kurznachrichten (SM) an das Fahrzeug geschickt, um die gewünschte Aktion, hier die Standheizung zu aktivieren, auszuführen. In der Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs wird die vom Serviceprovider ankommende Kurznachricht wie anhand Figur 1 dargestellt verarbeitet.
Auf dem Server kann nach dem erfolgreichen Empfang einer SMS zum Auslösen einer
Aktion z. B. eine eigene Applikation gestartet werden, die über ein an den Server- Rechner angeschlossenes Mobilfunkgerät direkt eine SMS von beliebiger Gestalt (ganz nach der jeweiligen Implementierung) verschickt. Alternativ könnte einem speziellen SMS-Serverprogramm auf dem gleichen oder auf einem mit dem Diensteserver-Rechner verbundenen (z. B. über Internet) Rechner das
Kommando zum Versenden einer SMS gegeben werden.
Zwischen Serviceprovider (Zentralrechner 12) und Fahrzeug wird in einem Ausführungsbeispiel ein spezielles Protokoll innerhalb der Kurznachrichten verwendet, z.B. ACP (Application Communication Protocol von Motorola). Fe er werden zusätzliche Informationen, die in der Datenbank des Serviceproviders vorliegen (z.B.
Kommandocodes, die von der Verarbeitungseinheit zur Auslösung der Aktion im Fahrzeug direkt auf den Fahrzeugbus übertragbar sind), in das verwendete Protokoll eingebettet. Auf diese Weise erfolgt eine Vereinfachung des in der Fahrzeug- Nachrichtenverarbeitungseinheit vorzuhaltenden Systems. Unter spezieller Art von
Kurznachricht (SM) wird verstanden, dass ein spezieller, dem Nutzer des Fahrzeugs nicht bekannter Aufbau des Inhaltes der SMS vorgesehen ist.
In einer Ausführung werden vom Server mehrere SMS verschickt, wenn dies nötig ist, um die im Vergleich zur ersten beschriebenen Variante (direkte SMS an das Fahrzeug) höhere Datenmenge per SMS zu übertragen.
Zur weitergehenden Sichemng der Übertragung kann in derNachricht (SM) vom Provider an das Fahrzeug ein geheimer Codes gesendet werden, der bereits zuvor in der Verarbeitungseinheit im Fahrzeug einprogrammiert war. Dieser geheime Code wird in der Verarbeitungseinheit überprüft. Entsprechend der Darstellung zur Figur 1 wird zusätzlich in einem Ausführungsbeispiel die Absendertelefonnummer des
Serviceproviders auf Gültigkeit geprüft mit einer in der Verarbeitungseinheit gespeicherten Telefonnummer. Die Aktion wird nur dann gestartet, wenn die Überprüfung positiv ausfällt. Auch eine Verschlüsselung ist hier wieder möglich.
In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform wird folgende Reihenfolge eingesetzt:
1) Überprüfen der Absendertelefonnummer
2) Überpüfen des "keys" (geheimer Code)
3) Verschlüsseln des keys bzw. der Nutzdaten zur weiteren Erhöhung der Sicherheit
Sobald die Aktion (hier Standheizung einschalten) verarbeitet ist, schickt das Fahrzeug eine Rückmeldung über den Erfolg oder den Nichterfolg der Ausführung ebenfalls per Kurznachricht an die Servicezentrale (Serviceprovider). Wie oben beschrieben, sollte dieser Vorgang aus Kostengrüden optional sein. Diese kann entweder auf die Rückmeldung reagieren, indem sie beispielsweise im Fehlerfalle die Nachricht erneut sendet, eine Nachricht mit einem anderen Code sendet (wenn für diese Aktion mehrere
Codes vorhanden sind), oder die Nachricht, gegebenenfalls aufbereitet, an den Nutzer weiterleitet. Möglich sind auch Rückmeldungen an den Nutzer über E-Mail, die Benachrichtigung von mehreren, beim Serviceprovider registrierten Mobilfunknummem und/oder Benachrichtigungen über mehrere Kanäle wie beispielsweise E-Mail, SMS, Fax oder Ähnliches.
Der geschilderte, beim Serviceprovider ablaufende Vorgang läuft im Zentralrechner mittels entsprechender Softwareprogramme vollständig automatisch ab.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Figur 3 dargestellt. Figur 3 zeigt eine Lösung, nach der der Nutzer über eine Intemetseite von einem Server die entsprechenden
Nachrichten über das mit diesem Server verbundene Mobilfunknetz zur Aktivierung bzw. Deaktivierung wenigstens einer Komponente und/oder Funktion des Fahrzeugs an das Kraftfahrzeug sendet. Auch hier kann, wie anhand der Figur 2 beschrieben, der Diensteprovider bzw. der aufgesuchte Webserver weitere Aufgaben wie beispielsweise die Authentifizierung des Nutzers oder das Festlegen von Zugriffsrechten für bestimmte
Benutzergruppen wie oben dargelegt, übernehmen.
In dem in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Computer 16 (PC) über eine Datenleitung mit einem Server 15 eines Intemetproviders verbunden. Der Server 15 ist über das Internet 14 mit einem Webserver 13 verbunden, der über eine
Mobilfunkschnittstelle oder eine andere Verbindung zum Mobilfunknetz 21 verfügt.
Im geschilderten Ausführungsbeispiel verwendet der Nutzer also anstelle seines Mobiltelefons einen intemetfähigen PC, um von den Web-Seiten eines Serviceproviders aus eine Aktion im Fahrzeug auszulösen. Als Beispiel sei das Einschalten des
Standlichtes des Fahrzeugs geschildert. Dazu geht der Nutzer mit seinem PC über seinen Browser ins Internet und sucht die Seiten seines Serviceproviders auf. Aus Sicherheitsgründen sind diese Seiten mit Hilfe bekannter Maßnahmen (z.B. SSL) gesichert. Die Eingaben und die Kommunikation zwischen PC und Serviceprovider werden bevorzugt verschlüsselt übertragen. Beim Server des Serviceproviders loggt sich der Nutzer mit Usemamen und Passwort ein, die er vom Serviceprovider erhalten hat, nachdem er sich dort registriert hat und dem Serviceprovider alle relevanten Informationen für dessen Datenbank zugeleitet hat (Mobilfunknummer seiner Verarbeitungseinheit im Fahrzeug, gegebenenfalls persönliche Daten, Fahrzeugtyp, etc.). Nach erfolgreicher Authentifizierung wird dem Nutzer daraufhin vom Serviceprovider ein Menü angezeigt, beispielsweise im HTML-Format, auf dem alle Funktionen, die im Fahrzeug ausgelöst werden können, aufgelistet sind und angeklickt werden können. Die Auswahl der angezeigten Funktionen erfolgt dabei nach Maßgabe der Angaben des Nutzers und des Fahrzeugtyps durch Auswahl aus einer Datenbank. Der Nutzer wählt dann z.B. die Funktion „Standlicht einschalten" durch anklicken aus und lässt diese ausführen. Vom Serviceprovider bzw. dem Intemetserver werden daraufhin eine oder
mehrere Nachrichten (SMS) an das Fahrzeug geschickt, um die Standheizung zu aktivieren. Entsprechend der Darstellung zur Figur 1 bzw. 2 wird die Nachricht in der Verarbeitungseinheit 6 im Fahrzeug entsprechend ausgewertet. Für die Übertragung zwischen Webserver und Fahrzeug über das Mobilfunknetz 2 wird wie anhand der Figur 2 dargestellt entweder eine spezielle Art der SMS und/oder ein spezielles SMS-Protokoll verwendet (z.B. ACP) und/oder zusätzliche Informationen an die Verarbeitungseinheit geschickt, die in der Datenbank des Serviceproviders vorliegen. Derartige zusätzliche Informationen sind beispielsweise Kommandocodes, die von der Verarbeitungseinheit zur Auslösung der Aktion im Fahrzeug nur noch direkt auf den Fahrzeugbus übertragen werden müssen. Dies führt zu einer erheblichen Vereinfachung des Systems im Fahrzeug.
Bei dem Server handelt es sich um einen Standard-Webserver mit einem angebundenem „intelligenten" Modul (z. B. ein Skriptspracheninterpreter). Ein einfaches Realisierungsbeispiel für eine Femwirkung über Internet wäre folgendermaßen: Zunächst wird die Authentifizierung abgeschlossen wie oben beschrieben. Dem Benutzer wird daraufhin ein Formular angezeigt, das alle Möglichkeiten, die dieser Benutzer mit dem auf ihn registrierten Fahrzeug (evtl. auch Fahrzeugen) hat, zurückgegeben. Dieses wurde von dem Skriptspracheninterpreter generiert aus den Daten, die in der Datenbank des Serviceproviders vorliegen und vom Webserver an den Browser des Nutzers ausgeliefert. Der Nutzer wählt im Formular eine oder meherere Option(en) aus und schickt das es ab.
Daraufhin wird wieder eine besondere Art von Seite auf dem Server aufgerufen, die den Aufruf des Skriptspracheninterpreters mit den vom Nutzer eingegebenen Informationen als Parameter / Eingangsdaten nach sich zieht. Diese werden nun im Skriptspracheninterpreter verarbeitet. Dabei kann dieser z. B eine externe Applikation auf dem Server starten, die über ein angeschlossenes Mobilfunkgerät direkt eine SMS von beliebiger Gestalt (ganz nach der jeweiligen Implementierung) verschickt.
Alternativ könnte einem speziellen SMS-Server auf dem gleichen oder auf einem mit dem Webserver-Rechner verbundenen (z. B. über Internet) Rechner vom Skriptspracheninterpreter das Kommando zum Versenden einer SMS gegeben werden.
Bezüglich der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ist hier zu unterscheiden zwischen der Kommunikation vom Computer zum betreffenden Webserver und der Kommunikation zwischen Webserver und Fahrzeug. Bezüglich der Kommunikation zwischen Computer und Webserver werden die für das Internet bekannten und standardisierten Sicherheitsmechanismen und Verschlüsselungsverfahren wie z.B. SSL
und HTTPS verwendet. Bezüglich der Kommunikation zwischen Webserver und Fahrzeug über das Mobilfunknetz werden die anhand Figur 1 dargestellten Sicherheitsmaßnahmen einzeln oder in beliebiger Kombination realisiert.
Ebenso ist vorgesehen, in einem Ausführungsbeispiel, dass die Nachricht, die vom Provider an das Fahrzeug übertragen wird, beispielsweise einen geheimen Code enthält, der in der Verarbeitungseinheit einprogrammiert ist. Zusätzlich wird auch hier in der Verarbeitungseinheit die Absendertelefonnummer des Providers auf Gültigkeit überprüft, indem eingespeicherte Telefonnummern auf Übereinstimmung geprüft werden.
Sobald die Aktion im Fahrzeug verarbeitet ist, sendet das Fahrzeug eine Rückmeldung über Erfolg oder Nichterfolg der Ausfühmng per SMS an die Servicezentrale. Diese wird je nach Ausführungsbeispiel entweder auf die Rückmeldung eigenständig reagieren, z.B. durch Senden eines anderen Kommandocodes im Fehlerfall, oder die Nachricht verarbeiten und in Form einer HTML-Seite auf dem Browser des Nutzers darstellen. Dies geschieht kurze Zeit später, nachdem der Nutzer dem Ausführen-Knopf betätigt, hat.
Wie anhand Figur 2 bereits erwähnt wird der geschilderte Vorgang im Server des Serviceproviders vollständig automatisiert ablaufen.
In Figur 4 ist eine weitere Variante der Lösung nach Figur 3 dargestellt. Danach ruft der Nutzer über sein Mobiltelefon 18 eine WAP-Seite auf. Der die Seite zur Verfügung stellende Provider 17 übernimmt dann die Sendung der Nachricht entsprechend der Darstellung in Figur 3. Voraussetzung ist somit, dass der Nutzer über ein WAP-fähiges Mobiltelefon oder Endgerät verfügt, um von den WAP-Seiten eines Serviceproviders eine
Aktion im Fahrzeug auszulösen. Der Unterschied zur Darstellung anhand Figur 3 liegt darin, dass statt eines PCs mit Web-Browser ein Mobilfunkendgerät mit WAP-Browser verwendet wird und dementsprechend statt HTML-Seiten und SSL- Sicherheitsmechanismen, WAP-Seiten und die Sicherheitsmechanismen der WAP- Technologie benutzt werden. Letzteres gilt für die Kommunikation zwischen dem mobilen Endgerät und dem betreffenden Webserver. Bezüglich der Kommunikation zwischen Webserver und Fahrzeug wird auf die Darstellung zu einer der Figuren Figur 1 bis 3 verwiesen.