Beschreibung
Verstauvorrichtung für einen Schlauch, insbesondere eines Klimatisierungssystems, sowie Schlauch
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verstauvorrichtung für einen zum Zuführen von insbesondere konditionierter Luft zu einem auf einer Bodenfläche wie Rollfeld abgestellten Flugzeug bestimmten Schlauch mit ring- bzw. spiralförmigen Einlagen, der auseinanderzieh- bzw. zusammendrückbar ist, wobei die Verstauvorrichtung im Bereich einer, insbesondere unterhalb einer Fahrgastbrücke angeordnet ist.
Um Flugzeuge mit konditionierter Luft zu versorgen, ist es bekannt, entsprechende Versorgungsschläuche unterhalb einer Fahrgastbrücke in einer Verstauvorrichtung abzulegen, die als Korb ausgebildet ist. Ein Ende des Schlauches ist über eine Festleitung mit einer Versorgungsanlage (PCA) verbunden. Das andere Ende führt sodann zu einem Flugzeug.
Um einen entsprechenden Schlauch auf unterschiedliche Flugzeuge ausrichten zu können bei gleichzeitig hohem Luftdurchsatz, werden flexible Schläuche mit Ring- oder Spiraleinlagen vorzugsweise aus Stahl verwendet. Hierdurch kann der eine flexible Umhüllende aufweisende Schlauch nicht einknicken. Gleichzeitig ist aufgrund der flexiblen Hülle jedoch die Möglichkeit gegeben, den Schlauch in Richtung seiner Längsachse zusammenzudrücken, wobei die Einlagen die Länge des zusammengestauchten Schlauches dem Grunde nach vorgeben.
Üblicherweise werden Schläuche in einem unterhalb einer Fahrgastbrücke vorhandenen Korb abgelegt. Flierdurch kann ein Knicken des Schlauches erfolgen, so dass im abgelegten Zustand ein Durchspülen mit Luft nicht möglich ist. Gleichzeitig ist die Gefahr des Ansammeins von Kondensat und damit der Bakterienbildung gegeben. Durch das unkontrollierte Ablegen des Schlauches in einen Korb ist des Weiteren das Risiko gegeben, dass der Schlauch zum Beispiel durch Luft- bzw. Windböen aus dem Korb herausgewirbelt wird, wodurch dieser beschädigt werden kann.
Ein Schlauch mit ring-bzw. spiralförmigen Einlagen ist zum Beispiel in der EP 1 081 045 A2 beschrieben. Der Schlauch selbst wird dabei bei Nichtbenutzung in einem Schacht unterhalb des Rollfeldes abgelegt. Dabei ist ein in einem Schacht vertikal verlaufendes Rohr als Aufnahme vorgesehen, das stationär angeordnet ist.
Eine Schlauchhaspel für Fluggastbrücken mit um eine horizontale Achse drehbaren Haspelkörper ist aus der EP 1 054 220 AI bekannt. Auf der Haspel ist ein flachgedrückter Schlauch aufwickelbar, der seinerseits mit einem feststehenden Rohrbogen verbindbar ist. um eine Luftversorgung zu ermöglichen.
Die EP 1 155 959 AI hat ein Teleskoprohr zum Zuführen von klimatisierter Luft zu einem zu wartenden Flugzeug zum Gegenstand. Hierzu geht ein Außenrohr von einer Fluggastbrücke aus. In das Außenrohr ist teleskopartig ein Innenrohr verstellbar.
Das DE 83 19 159 Ul bezieht sich auf einen beweglichen Träger für entlang einer Tele- skop-Fluggastbrϋcke verlegte Versorgungsleitung. Zur Versorgung eines Flugzeugs erstrecken sich unterhalb der Fluggastbrücke starre Rohrleitungen, die untereinander über Drehgelenke bzw. flexible Schläuche verbunden sind. Der zum Flugzeug führende flexible Schlauch kann mittels eines Seilzuges in eine Rohrleitung hineingezogen werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem u. a. zu Grunde, eine Verstauvomchtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass ein kontrolliertes Ablegen des Schlauches oberhalb einer Bodenfläche bei Nichtnutzung möglich ist, wobei gleichzei-
tig sichergestellt sein soll, dass der Schlauch im gewünschten Umfang mit Luft durchspülbar ist. so dass eine Kondensatansammlung bzw. eine Bakterienbildung ausgeschlossen werden kann. Auch soll der Schlauch gegen ein unkontrolliertes Entfernen aus der Verstauvorrichtung gesichert sein.
Zur Lösung des Problems wird im Wesentlichen vorgeschlagen, dass die Verstauvorrichtung derart von der Fluggastbrücke ausgeht, dass die Verstauvorrichtυng in Nähe der Bodenfläche entlang dieser verläuft, dass die Verstauvorrichtung als eine röhr- oder rinnenför ige Aufnahme mit stirnseitiger Öffnung ausgebildet ist und den Schlauch peripher um mehr als 180° umgibt.
Erfindungsgemäß wird eine Verstauvorrichtung vorgeschlagen, die dem Schlauchquerschnitt angepasst röhr- bzw. riruienförmig ausgebildet ist, so dass ein Verstauen des Schlauches durch Zusammendrücken dieses in der Aufnahme ermöglicht wird. Da die Aufnahme des Weiteren den Schlauch peripher zumindest um mehr als 180° umgibt, kann der Schlauch nur über die stirnseitige Öffnung eingebracht bzw. herausgenommen werden. Hierdurch ist ein sicheres Verstauen gewährleistet. Da der Schlauch innerhalb der Aufnahme nicht geknickt werden kann, vielmehr seine Stabilität durch die dicht aneinandergereihten Einlagen erfahrt, ist die Möglichkeit einer fortwährenden Durchspülung bzw. Belüftung mit der Folge gegeben, dass sich Kondensatwasser nicht ansammeln kann und eine Bakterienbildung ausgeschlossen ist. Auch ist eine Witterungs- unempfindlichkeit gegeben, da der Schlauch peripher weitgehend abgedeckt ist.
Erfindungsgemäß und abweichend vom vorbekannten Stand der Technik geht von einer Fluggastbrücke eine robrförmige Aufnahme aus, in die ein auseinanderzieh- bzw. zusammendrückbarer Schlauch einbringbar ist, über den insbesondere ein Flugzeug mit Frischluft versorgbar ist. Dabei erstreckt sich die Aufnahme derart in der Nähe der Bo- denfläche bzw. des Rollfeldes eines Flugzeuges, dass ein Einbringen bzw. Entnehmen des Schlauches manuell erfolgen kann.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Aufnahme kipp- und/oder drehbar ist, so dass ein Ausrichten der Öffnung auf eine gewünschte Abzugsrichtung möglich ist. Dabei verläuft die Kippachse horizontal oder im Wesentlichen horizontal.
Insbesondere ist die rohrförmige Aufnahme derart gekippt, dass diese zur Horizontalen einen Winkel zwischen 5° und 15°, insbesondere von in etwa 10° einschließt, wobei das öffnungsseitige vordere Ende in Richtung der Bodenfläche abgesenkt ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass sich etwaige in der Aufnahme bzw. einem in diesem eingebrachten Schlauch befindliche Flüssigkeit abfließen kann. Die Neigung kann gegebenenfalls bleibend eingestellt sein.
Die Öffnung der Aufnahme ist trichter- oder trompetenformig erweitert, um ein einfaches Einführen bzw. Entnehmen des Schlauches zu ermöglichen.
Gegebenenfalls sollte jedoch die Aufnahme zumindest abschnittsweise in Längsrichtung verlaufend einen auf ein Erfassen des Schlauches ausgelegten Schlitz aufweisen, der von der Öffnung ausgeht und in bodenflächenabgewandtem Bereich der Aufnahme verläuft. Hierdurch kann der Schlauch von oben, also oberhalb der Aufnahme erfasst werden, ohne dass ein Greifen durch die Öffnung erforderlich ist. Durch diese Maßnahmen wird die Handhabbarkeit erleichtert.
Bei rundum geschlossener Aufnahme sollte diese einen Querschnitt eines Kreises oder eines Viereckes mit abgerundeten Ecken aufweisen. Weist die Aufnahme einen in Längsrichtung verlaufenden Schlitz auf, so sollte die Aufnahme eine C-profilartige bzw. U-förmige Geometrie zeigen, wobei Querschenkel der Bodenfläche zugewandt und Seitenschenkel senkrecht oder nahezu senkrecht zu diesem verlaufen. Die Seitenschenkel ihrerseits sind in ihren freien Längsrändern aufeinanderzu abgewinkelt, um den Schlitz zu begrenzen.
Auch bezieht sich die Erfindung auf ein Klimatisierungssystem für Räume, insbesondere Flugzeugkabinen mit einem Klimagerät, das klimatisierte Luft erzeugt, einem
Schlauch, der in einem Ende mit dem Klimagerät verbindbar ist und am anderen Ende einen Adapter aufweist für eine Ankopplung an den Raum.
Es ist bekannt. Flugzeυgkabinen mittels externer Klimageräte zu klimatisieren, insbesondere während der Einstiegsphase und bis zum Starten der Turbinen. Das Klimagerät wird mittels eines Schlauchs an das Flugzeug angekuppelt. Bei einem Einstieg über Brücken ist auch bekannt, an der Brücke einen Rohrabschnitt vorzusehen, der an einem Ende über einen Schlauch mit dem Klimagerät verbunden ist und am anderen Ende über einen weiteren Schlauch an das Flugzeug angekoppelt ist. Bei einer Klimatisierung auf dem Rollfeld ist zumeist ein fahrbares Klimagerät vorgesehen, das über einen geeigneten Schlauch mit dem Flugzeug verbunden wird.
Es ist bekannt, für die Verbindung des Klimagerätes mit dem Flugzeug einen wärmeisolierten Flachschlauch einzusetzen. Er hat z. B. eine Länge von 20 m. Derartige Schläuche sind jedoch mit erheblichen Nachteilen behaftet.
Flachschläuche knicken beim 90° Bogen ab und lassen daher nur geringe Luftmengen durch. Insbesondere Großraumflugzeuge benötigen hingegen ein erhebliches Luftvolumen für die Klimatisierung. Um die gleiche Luftmenge bei einem eingeknickten Flachschlauch durchzusetzen, mυss das Klimagerät einen höheren Druck aufbringen. Dies ist z. B. auch dann der Fall, wenn der Abstand zwischen Klimagerät und Flugzeug deutlich geringer ist als die verfügbare Schlauchlänge. In diesem Fall muss das Klimagerät zunächst einmal den ganz ausgerollten Flachschlauch über seine gesamte Länge aufrichten, um ein entsprechendes Luftvolumen durchströmen zu lassen.
Im Betrieb muss der Flachschlauch in jedem Fall komplett ausgerollt werden. Dabei besteht die Gefahr, das sich die Isolation mit Wasser vollsaugt, wodurch der Schlauch schwer wird. Außerdem ist dies unhygienisch. Falls keine ausreichende Trocknung vorgenommen wird, entsteht innerhalb und außerhalb des Flachschlauchs eine Moderwirkung. Außerdem können gesundheitsschädliche Pilzkulturen innerhalb des Schlauches und im Isoliermantel entstehen, die nicht bekämpft werden können. Durch die NahtlÖ-
eher gelangt die innerhalb des isolierten Schlauches vorhandene eventuell schon angemoderte Feuchtigkeit in die Isolation und kann nicht nach außen entweichen.
Die bekannten Flachschläuche sind aus Gewebestreifen genäht und weisen innen Saumkanten auf, die den Luftwiderstand erhöhen.
Um ein Klimatisierungssystem für Räume, insbesondere Flugzeugkabinen zur Verfügung zu stellen, das einfach bedienbar ist, hygienisch allen Anforderungen gerecht wird und ein hohes Luftdυrchgangsvolumen zulässt, ist vorgesehen, dass mit dem Schlauch eine federnde Spirale verbunden ist, die in Zusammenziehrichtung vorgespannt ist und dem Schlauch eine rohrförmige Gestalt gibt.
Bei dem erfϊndungsgemäßen System ist der Schlauch mit einer federnden Spirale verbunden, die in Zusammenziehrichtung vorgespannt ist. Wenn nachstehend von einer Spirale die Rede ist, dann ist technisch gesehen eine schraubenlinienförmige Wendel gemeint, die aus einem geeigneten Drahtmaterial aus Metall oder Kunststoff besteht. Die Spirale oder Wendel hat mithin Federeigenschaften. Diese sind derart, dass die Wendel oder die Spirale versucht, den Schlauch zusammenzuziehen und dies auch bewerkstelligt, wenn der Schlauch nicht im ausgezogenen Zustand gehalten wird.
Vorzugsweise ist der Schlauchmantel aus einem Flachgewebe hergestellt, dessen Kanten in Längsrichtung zusammengenäht werden, wodurch eine Längsnaht entsteht. Die Spirale oder Wendel ist außen auf dem Schlauchmantel angebracht, insbesondere angenäht. Der Schlauchmantel weist an den Enden Anschlussmittel auf zwecks Verbindung mit einer Kupplung, einem Anschluss für den zu klimatisierenden Raum bzw. dem Klimagerät.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Spirale mit Hilfe eines schraubenlinien- formig um den Schlauchmantel herumgelegten Scheuerschutzstreifens am Schlauchmantel festgenäht. Der Scheuerschutzstreifen erfüllt mithin zwei Funktionen. Einmal schützt er den Schlauch vor Abrieb und zum anderen hält er die Spirale am Schlauchmantel.
Durch eine entsprechende Anbringung der Spirale kann erreicht werden, dass der Schlauch sich bis zu einem Zehntel seiner Länge stauchen lässt.
Das erfindungsgemäße Klimatisierungssystem und der Schlauch für das Klimatisierungssystem nach der Erfindung weisen erhebliche Vorteile auf. Der Schlauch muss nicht immer voll ausgezogen werden, um die Verbindung zwischen dem Klimatisierungsgerät und dem Raum herzustellen. Da die Spirale einen Selbsteinzugseffekt besitzt, gibt es kein seitliches Ausweichen beim Stauchen des Schlauches, auch wenn dieser über seine ganze Länge ausgefahren ist.
Da der Schlauchmantel eine Längsnaht aufweist, existieren keine störenden Saumkanten an der Innenwandung, die einen Strömungswiderstand darstellen und an denen sich Verunreinigungen absetzen können. Auch bei einer Bodenverlegung wird der vollständige Durchströmquerschm'tt beibehalten, so dass bei der Erfindung ein hohes Luftdurchgangsvolumen bereitgestellt werden kann.
Das erfindungsgemäße Klimatisierungsgerät kann von einer Bedienperson gehandhabt werden. Das An- und Abkuppeln erfolgt zeitsparend ebenso wie das Stauchen und Verpacken des Schlauches.
Da ständig ein offener Querschnitt auch im gestauchten Lagerzustand besteht, wird der Bildung von schädlichen Pilzkultυren und Gerüchen vorgebeugt. Dadurch können auch keine gesundheitsschädlichen Pilzsubstanzen über den Luftstrom in den zu klimatisierenden Raum, z. B. die Flugzeugkabine gelangen.
Über die Nahtlöcher entweicht eventuelle noch vorhandene Restfeuchtigkeit bei Inbetriebnahme sofort ins Freie.
Da ein sehr geringer Strömungswiderstand zwischen Klimagerät und zu klimatisierendem Raum vorliegt, wird ein relativ rascher Lufttransport bewerkstelligt, wodurch ein
geringer Wärmeverlust in Kauf zu nehmen ist. Es ist daher auch nicht erforderlich, den Schlauch zu isolieren.
Um den gestauchten bzw. zusammengedrückten Schlauch unterzubringen, ist eine erfindungsgemäße Verstauvorrichtung vorgesehen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen rohrartigen Staubehälter zu verwenden, der an einem Ende Mittel zur Befestigung eines Schlauchanschlussstutzens aufweist derart, dass der Schlauchanschlussstutzen teilweise aus dem Behälter heraussteht. An diesem Stutzen kann dann z. B. ein weiterer Schlauch angeschlossen werden oder dieser mit dem Anschlussstutzen des Klimagerätes verbunden werden. Es ist jedoch alternativ auch denkbar, einen derartigen rohrartigen Staubehälter im Gehäuse des Klimagerätes unterzubringen. Für diesen Fall ist das innere Ende des Schlauchs unmittelbar mit dem Rohrstutzen des Klimagerätes verbunden, steht somit nicht aus dem Staubehälter heraus.
Der Staubehälter ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung am anderen Ende vorzugsweise trichterförmig ausgebildet. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann eine Klappe zum Verschließen des anderen Endes des Staubehälters vorgesehen sein, wobei die Klappe mit Öffnungen versehen ist. Über die Öffnungen kann im gestauten Zustand Luft hindurchströmen und eine weitere Austrocknung bewirken.
Wie bereits erwähnt, ermöglicht die Erfindung, dass der Schlauch nur soweit herausgezogen werden muss, wie für die Verbindung jeweils erforderlich. In diesem Zusammenhang sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, dass der Schlauch in Abständen Halteelemente aufweist und an deren Endes des Staubehälters Festlegemittel vorgesehen sind, die mit den Halteelementen zusammenwirken zur Begrenzung der aus dem Staubehälter ausgefahrenen Schlauchlänge. Die Halteelemente können z. B. von Schlaufen gebildet sein, mit denen am Staυbehälter schwenkbar angeordnete Haken zusammenwirken.
Bezüglich der Dreh- bzw. Kipplagerung der Aufnahme ist anzumerken, dass eine AbStützung derart erfolgen sollte, dass bei in die Aufnahme eingebrachtem Schlauch der Rand der trichter- bzw. trompetenartig erweiterten Öffnung beabstandet zur Bodenflä-
ehe verläuft. Zusätzlich sollte die Aufnahme in ihrem zu der Öffnung fernliegendem Ende eine weitere Abstützung aufweisen.
Weitere Einzelheiten. Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 ein auf einem Rollfeld abgestelltes Flugzeug mit angeschlossenem Versorgungsschlauch,
Fig. 2 eine unterhalb einer Flugzeugbrücke angeordnete Verstauvorrichtung für einen Versorgungsschlauch,
Fig. 3 die Verstauvorrichtung nach Fig. 2 mit herausgezogenem Schlauch,
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Verstauvorrichtung,
Fig. 5 schematisch die Vorderansicht eines teilweise dargestellten Flugzeugs mit einem Klimatisierungssystem nach der Erfindung,
Fig. 6 zwei Schläuche nach der Erfindung für ein Klimatisierungssystem.
Fig. 7 eine Anordnung eines erfindungsgemäßen Schlauchs in einem Staubehälter,
Fig. 8 eine Schelle zum Verbinden von zwei erfindungsgemäßen Schläuchen,
Fig. 9 den Staubehälter nach Fig. 7 in perspektivischer Darstellung und
Fig. 10 einen Schnitt durch den Staubehälter nach Fig. 9 ohne Deckel.
In Fig. 1 ist ein auf einem Rollfeld 10 abgestelltes Flugzeug 12 dargestellt, das über einen Schlauch 14 mit Luft wie konditionierter Luft versorgt wird. Der Schlauch geht von einer Festleitung 16 aus. die mit einer Luftversorgungseinheit (PCA) 18 verbunden ist. Von der Luftversorgungsanordnung 18 geht im Ausführungsbeispiel eine zweite Festleitung aus, die ebenfalls in einem nicht dargestellten flexiblen Schlauch übergeht.
Wie sich aus den Fig. 2 und 3 ergibt, handelt es sich bei dem Schlauch 14 um einen flexiblen Schlauch mit ring- bzw. spiralförmigen Einlagen 22 insbesondere aus Stahl, die von einer flexiblen Ummantelung 24 umgeben sind. Entsprechende Schläuche 14 haben den Vorteil, dass sie auf engem Raum verstaut werden können, jedoch eine relativ große Längenänderung erfahren können, wie ein Vergleich der Fig. 2 und 3 zeigt. Durch die Einlagen 24 ist des Weiteren sichergestellt, dass der Schlauch 14 nicht unkontrolliert einknicken kann, wodurch andernfalls ein unerwünschter Strömungswiderstand für die den Schlauch 14 durchströmende Luft entstehen würde.
Der Schlauch 14 ist in einer Verstauvorrichtung 26 anordbar (Fig. 2), die unterhalb einer Fluggastbrücke angeordnet und mit dieser verbunden ist. Insbesondere geht die Verstauvorrichtung vom Fahrwerk bzw. -gestell der Brücke aus, verläuft längs oder quer zu diesem und ist in Handhöhe angeordnet. Vorzugsweise ist die Verstauvorrichtung 26 am vorderen Fahrwerk bzw. -gestell der Fluggastbrücke 27 bzw. in dessen Bereich befestigt.
Somit bewegt sich die Verstauvorrichtung 26 zusammen mit der Fluggastbrücke 27 zu dem Flugzeug 12 hin bzw. von diesem weg. Die Verstauvomchtung 26 ist als rohr- bzw. rinnenför ige Aufnahme mit einem hohlzylinderartigen Basisköφer 28 und von diesem ausgehenden trichter- oder trompetenf rmig ausgebildeten Frontteil 30 ausgebildet, das die Öffnung der Verstauvorrichtung 26 bildet.
Der Innenquerschnitt des Basiskörpers 28 ist dem des Schlauches 14 angepasst, so dass eine eindeutige axiale Führung möglich ist. Des Weiteren kann die Verstauvorrichtung 26 vorzugsweise über ihre gesamte Länge einen Längsschlitz 32 aufweisen, über den der Schlauch 14 von der Oberseite der Verstauvorrichtung 26 aus, also durch den Basiskörper 28 hindurch erfassbar ist. Somit ist ein problemloses Einführen bzw. Herausziehen aus der Verstauvorrichtung 26 möglich. Dabei sollte der Längsschlitz auch das Frontteil 30 durchsetzen.
Insbesondere ist der Basiskörper 28 jedoch umlaufend geschlossen, weist also keinen in Längsrichtung verlaufenden Schlitz 32 auf.
Unabhängig hiervon ist - wie insbesondere die Fig. 2 und 3 verdeutlichen - die Verstauvorrichtung 26 derart zur Bodenfläche 10 verlaufend angeordnet, dass der Schlauch 14 von einer Bedienperson von Hand eingebracht bzw. herausgenommen werden kann.
Weist der Basisköφer 28 der Verstauvorrichtung 26 einen Längsschlitz auf, so ist dem Basisköφer insbesondere eine C- bzw. U-förmige Profilgeometrie (Fig. 4) gegeben, deren Querschenkel 34 flugfeldseitig verläuft. Senkrecht oder vorzugsweise senkrecht zu dem Querschenkel 34 erstrecken sich Seitenschenkel 36, 38, deren freien Ränder aufeinanderzu abgewinkelt sind (Abschnitte 40, 42), um den Schlitz 42 zu begrenzen.
Dadurch, dass der Schlauch 14 innerhalb der Verstauvorrichtung 26 bzw. Aufnahme in deren Längsrichtung zusammengedrückt werden kann (Fig. 2), ist auch im eingefahrenen Zustand ein freier Querschnitt mit der Folge gegeben, dass der Schlauch 14 fortwährend von Luft durchspült bzw. belüftet werden kann. Hierdurch ist die Gefahr einer Kondensatbildung bzw. des Entstehens von Keimen weitgehend ausgeschlossen. Gleichzeitig wird der Schlauch 14 sicher verstaut, so dass ein Schutz gegeben ist. Unabhängig hiervon kann der Schlauch 14 problemlos aus der Aufnahme bzw. der Verstauvorrichtung 26 herausgezogen werden, um zum Beispiel mit einem Flugzeug 10 verbunden zu werden.
Um die Aufnahme bzw. Verstauvorrichtung 26 auf die Auszieh- bzw. Einfahrrichtung auszurichten, kann erstere kipp- bzw. schwenkbar gelagert werden. Insbesondere ist die Verstauvorrichtung 26 um eine horizontal verlaufende Achse 44 kippbar, die mittig verlaufen kann. Ist der Schlauch 14 aus der Aufnahme 26 herausgezogen, so kippt die Aufnahme bzw. die Verstauvorrichtung 26 um die Achse 44 nach vorne und stützt sich auf dem des trompeten- bzw. trichterförmigen Frontteils 30 ab. Im eingefahrenen Zustand des Schlauches 24 kann die Verstauvorrichtung 26 eine im Wesentlichen horizontale Stellung einnehmen (Fig. 2) und sich auf einer von der Verstau Vorrichtung 26 bzw. im hinteren Teil des Basisköφers 28 abragenden Auflage 46 abstützen.
Insbesondere ist jedoch vorgesehen, dass der Basisköφer 28 stets zur Horizontalen geneigt verläuft, insbesondere auch dann, wenn der Schlauch 24 eingebracht ist. Flierdurch ergibt sich der Vorteil, dass durch den geneigten Verlauf der Aufnahme 26 und damit des Schlauches 14 etwaige vorhandene Flüssigkeit herausfließen kann. Die entsprechende geneigte Stellung ist der Fig. 3 zu entnehmen. Insbesondere sollte der Basiskörper 28 zur Horizontalen eine Neigung zwischen 5° und 15°, insbesondere 10° aufweisen.
Die erfindungsgemäße Verstauvorrichtung 26 zeichnet sich durch eine einfache Be- dienbarkeit aus. Der Schlauch 14 wird in der Verstauvorrichtung 26 derart zusammengedrückt, dass fortwährend ein freier Querschnitt mit der Folge gegeben ist, dass eine ständige Durchlüftung möglich ist. Ein Ansammeln von Kondenswasser und eine Bakterienbildung wird vermieden. Dadurch, dass der Schlauch 14 peripher weitgehend von der Verstauvorrichtung 26 im eingefahrenen Zustand umgeben ist, ist ein Wetterschutz gegeben, so dass eine lange Lebensdauer für den Schlauch 14 erreichbar ist. Eine einfache Handhabbarkeit ergibt sich auch dadurch, dass die Verstauvorrichtung 26 kipp- bzw. schwenkbar ausgebildet ist. Dadurch, dass die Verstauvorrichtung 26 an der Fluggastbrücke 27 befestigt ist, ist ein unmittelbares automatisches Heranführen an ein Flugzeug möglich, so dass die Länge des Schlauchs 14 nur entsprechend ausgelegt werden muss.
Bevorzugte eigenerfinderische Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Fig. 5 bis 10.
In Fig. 5 ist bei 1 10 der Rumpf eines Flugzeugs und bei 1 12 ein Tragflügel angedeutet. Vor Letzterem ist eine Brücke 1 14 zu erkennen, über welche Passagiere in das Flugzeug gelangen und aus diesem heraus. Die Brücke 1 14 stützt sich über eine Stütze 1 16 am Boden ab. An der Brücke hängt ein Rohrabschnitt 1 18, der am rechten nach unten gekrümmten Ende mit einem ersten Schlauch und am linken ebenfalls nach unten gekrümmten Ende mit einem zweiten Schlauch 122 verbunden ist. Das rechte Ende des ersten Schlauchs 120 ist mit einem Klimagerät 124 verbunden. Das andere Ende des zweiten Schlauchs 122 ist mit dem linken Ende eines Staubehälters 124 verbunden, oder kann mit der Brücke 114 verbunden sein. Insoweit wird auch auf die Ausführungen der Fig. 1 bis 4 verwiesen. Vom linken Ende des Staubehälters 124 führt ein dritter Schlauch 126 zu einem Anschluss 128 des Flugzeugrumpfes 1 10. Der Staubehälter 124 kann auf Rädern stehen und beliebig verfahren werden, sofern eine Befestigung an der Brücke 1 14 nicht erfolgt. Das Klimagerät 124 ist im vorliegenden Fall als mit der Brücke 1 14 verbunden dargestellt. Es ist jedoch auch denkbar, ein fahrbares Klimagerät vorzusehen, das über einen entsprechenden Schlauch unmittelbar mit dem Flugzeugrumpf 1 10 in Verbindung steht.
In Fig. 7 ist der Schlauch 126 näher dargestellt, wobei er sich jedoch in Fig. 7 in entgegengesetzter Richtung erstreckt wie in Fig. 5. Es ist zu erkennen, dass der Staubehälter 124 einen Staurohrabschnitt 130 aufweist, der in Fig. 7 den Schlauch 126 teilweise aufgenommen hat. Am rechten Ende ist mit dem Schlauch ein Adapter 132 verbunden zwecks Verbindung mit dem Flugzeugrumpf 110 nach Fig. 5. Der Aufbau des Adapters 132 soll im Einzelnen nicht erläutert werden, da er an sich bekannt ist.
Der Schlauch 126 besteht aus einem Schlauchmantel 134 aus einem Gewebematerial. Der Schlauchmantel 134 wird aus einem Stück aus Flachgewebematerial hergestellt, wobei die Kanten in Längsrichtung miteinander durch Nähen verbunden werden. Dadurch entsteht eine Längsnaht. Auf dem Schlauchmantel ist eine Wendel aus einem geeigneten Material, insbesondere Stahl oder Kunststoff aufgenäht, und zwar mit Hilfe
eines schraubenlinienförmig gewundenen Streifens 136 aus geeignetem Scheuerschutzmaterial. Der Streifen ist links und rechts bei 138 bzw. 140 fest an die Außenseite des Schlauchmantels 134 angenäht. Die Wendel selbst ist nicht zu erkennen. Die Wendel ist derart aufgenäht, dass sie in Einziehrichtυng vorgespannt ist. Im linken Teil von Fig. 7 ist der Stauzustand annähernd dargestellt. Im rechten Teil ist der Schlauch 126 teilweise ausgezogen, so dass die einzelnen Windungen der Wendel einen gewissen Abstand von einander haben.
Am linken Ende ist der Schlauch 126 mit einem Anschlussstutzen 142 verbunden zwecks Verbindung mit einem benachbarten Schlauch oder einem Gerät, beispielsweise einem Klimagerät. Der Anschlussstutzen 142 ist fest am Rohrabschnitt 130 angebracht, was jedoch in Fig. 7 nicht gezeigt ist.
Man erkennt ferner in Fig. 7, dass ein Streifen 144 um den Schlauch 126 herumgelegt und in geeigneter Weise befestigt ist. Mit Hilfe des Streifens 144 werden mehrere Schlaufen im Umfangsabstand angebracht. Eine ist bei 146 in Fig. 7 dargestellt. Mit den Schlaufen 146 können Haken 148 bzw. 150 zusammenwirken, indem sie in die Schlaufen 146 eingehängt werden, um die Ausfahrlänge des Schlauches zu begrenzen. In Fig. 7 ist schließlich zu erkennen, dass der Rohrabschnitt 130 nach rechts trompetenförmig aufgeweitet ist, wie bei 150 zu erkennen ist.
In Fig. 9 ist der Rohrabschnitt des Staubehälters 124 perspektivisch gezeigt. Man erkennt, dass am rechten Ende ein Deckel 154 vorgesehen ist, der den Staubehälter 124 verschließt und mit Löchern 156 versehen ist für den Durchtritt von Luft zu Trocknungszwecken. Bei 142 ist der Anschlussstutzen dargestellt, der, wie in Fig. 10 zu erkennen ist. mit Hilfe von Schrauben 158 in der Öffnung des Staurohrabschnittes 130 befestigt werden kann. In Fig. 10 ist der zugehörige Schlauch nicht gezeigt. Am rechten Ende außen auf dem Anschlussstutzen 142 ist ein Ring 160 aufgebracht für eine Schnellkupplung.
In Fig. 6 ist ein weiterer Schlauch 170 dargestellt, der ebenfalls mit einem Adapter 132 gemäß Fig. 7 verbunden ist. Man erkennt in Fig. 6 ferner wie auch in Fig. 7. dass der
Schlauch am rechten Ende sich allmählich verjüngt zwecks geeigneter Verbindung mit dem Adapter. Bei dem Schlauch nach Fig. 6 sind im übrigen drei Streifen 144 vorgesehen mit Schlaufen 146. Der Schlauch nach Fig. 6 ist im annähernd auseinandergezogenen Zustand gezeigt, wobei jedoch nur ein Teil seiner Länge zu erkennen ist.
Im linken Teil von Fig. 6 ist ein Schlauchabschnitt 172 zu erkennen mit einem Anschlussstutzen 142a, der genauso wie der Anschlussstutzen 142 aufgebaut ist. Die An- schlυssstutzen 142a, 142b können mit Hilfe einer Spannschelle 174 miteinander verbunden werden, die in Fig. 8 in Frontansicht gezeigt ist. Sie weist sechs beabstandete U- Profilstücke 176 an einem Stahlband 178 auf, dessen Ende mit Hilfe eines Kniehebelverschlusses 180 aufeinander zu oder voneinander fort bewegt werden können. Die U- Stücke 176 umgreifen Ringe 182, 184 der Anschlussstutzen 142a, 142b und pressen diese gegeneinander, wenn der Kniehebelverschluss 180 in Schließrichtung betätigt wird.
Bei einem Flugzeug, das nicht über eine Begehbrücke wie in Fig. 5 dargestellt, eine Verbindung mit einem Gate hat. kann ein fahrbares Klimagerät eingesetzt werden, beispielsweise an der Stelle, an der in Fig. 1 der Staubehälter 124 angeordnet ist. In diesem Fall können Klimagerät und Staubehälter in einem Gehäuse untergebracht sein. Es ist dann nur eine Schlauchverbindung zum Flugzeug erforderlich. Die Distanz zwischen Flugzeug und Klimagerät bestimmt die ausfahrbare Länge des Schlauches, der z. B. auf 20 m ausfahrbar sein kann.
Die im Zusammenhang mit den Fig. 5 bis 10 erläuterten Merkmale genießen auch im Zusammenhang mit den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 4 Schutz bzw. ergänzen diese.