Adapter für die Herstellung einer optischen Steckverbindung
Die Erfindung betrifft einen Adapter für die Herstellung einer optischen Steckverbindung gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Derartige Adapter dienen dazu, nicht kompatible Steckerteile miteinander zu kuppeln.
Dies ist beispielsweise bei Messgeräten der Fall, bei denen optische Stecker mit unterschiedlichem Standard angeschlossen werden müssen. Es sind zu diesem Zweck bereits gattungsmässig vergleichbare Adapter bekannt, bei denen die Schnellkupplung zwischen Halteplatte und Gegenplatte einen schwenkbaren Verriegelungshebel aufweist, der an der Halteplatte angeordnet ist und dessen Verriegelungsklauen in Rückhaltemittel an der Gegenplatte eingreifen. Das Prinzip dieser Art von Schnellkupplungen ist beispielsweise auch bei Benzinkanistern bekannt, bei denen ein Ausgussstutzen auf die Kanisteröffnung aufgesetzt werden kann. Ein Nachteil bei derartigen Adaptern besteht darin, dass durch das Anziehen des Klemmbügels unerwünschte Querkräfte entstehen und dass die Klemmverbindung ausserdem dazu neigt, mit der Zeit zu erlahmen.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen Adapter der eingangs genannten Art zu schaffen, der einfach zu bedienen ist und bei dem die Verbindung zwischen Halteplatte und Gegenplatte auch nach einer grossen Zahl von Kupplungsvorgängen stets gewährleistet ist. Ausserdem sollen beim Kupplungsvorgang unerwünschte Querkräfte vermieden werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einem Adapter gelöst, der die Merkmale im Anspruch 1 aufweist.
Die Klinkenmechanik eignet sich besonders vorteilhaft als Schnellkupplung, weil der Kupplungsvorgang durch einfachen Druck in Axialrichtung der Buchse ausgeführt werden kann. Es hat sich dabei als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Klinkenmechanik zwei beweglich an der Halteplatte gelagerte Sperrklinken aufweist, welche gegen eine Vorspannkraft hinter korrespondierende Widerlager an der Gegenplatte einrastbar sind. Die Kupplungskräfte werden dabei gleichmässig auf die beiden Sperrklinken verteilt und die
Vorspannkraft sorgt dafür, dass ein unbeabsichtigtes Lösen der Sperrklinken nicht möglich ist.
Die beiden Sperrklinken können dabei an einem Schieber angeordnet sein, welcher an der Halteplatte quer zur Axialrichtung der Buchse verschiebbar gelagert ist und der mittels wenigstens einer Feder in die Schliessstellung vorgespannt ist. Durch die Verschieberichtung des Schiebers entstehen keine oder nur sehr geringe Biegemomente an der Kupplung. Wenn der Schieber ein Biegeteil aus Metall ist, lassen sich die Sperrklinken besonders einfach integrieren. Der Schieber kann zudem eine als Griffstück ausgebildete Abwinklung aufweisen, welche eine Stirnseite der Halteplatte überlappt, wobei die Feder eine zwischen Stirnseite und Abwinklung angeordnete Schraubendruckfeder ist . Durch diese Abwinklung wird ein besonders hoher Bedienungskomfort erreicht. Zum Lösen der Schnellkupplung muss lediglich der Schieber am Griffstück niedergedrückt werden, um die Sperrklinken zu lösen.
Der Schieber kann mittels Halteschrauben an der Halteplatte befestigt sein, welche durch Langlöcher im Schieber in die Halteplatte eingeschraubt sind. Andere Führungsmittel wie z.B. seitliche Nuten oder dergleichen wären jedoch denkbar.
Eine besonders vorteilhafte Ankupplung wird erzielt, wenn die in der Schliessstellung an den Widerlagern anliegenden Sperrflanken der Sperrklinken zur Kompensation von Spiel zu ihrer Bewegungsrichtung geneigt sind. Die Vorspannkraft an den Sperrklinken bewirkt auf diese Weise, dass sie immer an den Widerlagern auflaufen und damit die Halteplatte spielfrei an die Gegenplatte gepresst wird.
Weitere Vorteile und Einzelmerkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1 : eine perspektivische Darstellung eines Adapters und einer Gegenplatte vor der Ankupplung,
Figur 2: der Adapter gemäss Figur 1 im angekuppelten Zustand,
Figur 3 ein Querschnitt durch eine Gerätewand mit einer Gegenplatte und mit einem ersten Steckerteil,
Figur 4 eine perspektivische Explosionszeichnung des Adapters gemäss Figur 1,
Figur 5 der Adapter gemäss Figur 1 von der gegenüberliegenden Seite betrachtet,
Figur 6 eine Seitenansicht des Adapters gemäss Figur 1 bei der Annäherung an die Gegenplatte,
Figur 7 : der Adapter gemäss Figur 6 im eingekuppelten Zustand und
Figur 8 eine Gesamtanordnung bestehend aus insgesamt 6 Adaptern mit unterschiedlichen Kupplungsmitteln.
Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, besteht eine optische Steckverbindung 2 im Wesentlichen aus einem Adapter 1, der dazu dient, den ersten Steckerstift 7 eines ersten Steckerteils und den zweiten Steckerstift 8 eines zweiten Steckerteils 4 (Figur 2) miteinander zu verbinden, wobei zur Ankupplung des zweiten Steckerteils an den Adapter unterschiedliche Kupplungsmittel 32 zur Anwendung kommen können. Der Adapter 1 weist dabei eine Halteplatte 5 auf, die an eine Gegenplatte 12 angeschlossen werden kann. Die Gegenplatte 12 ist beim Ausführungsbeispiel mit Hilfe von Befestigungsschrauben 16 an eine Gerätewand 15 geschraubt. An gegenüberliegenden Stirnseiten der Gegenplatte 12 sind Bolzen 14, 14 befestigt, welche als Widerlager für die Sperrklinken 13, 13 des Adapters dienen. Der erste Steckerstift 7 ragt durch eine zentrale Öffnung 33. Um diese zentrale Öffnung sind in gleichmässiger Winkelteilung Vertiefungen 17 angeordnet, deren Funktion nachstehend noch beschrieben wird. Eine Positionierbohrung 18 dient der winkelmässigen Positionierung des Adapters auf der Gegenplatte 12.
Weitere Einzelheiten der Befestigung des ersten Steckerteils 3 können Figur 3 entnommen werden. Die Gegenplatte 12 verfügt auf der der Gerätewand 15 zugewandten Seite über einen Flansch 19 mit einem Aussengewinde . Darauf kann die Überwurfmutter 20 des ersten Steckerteils 3 aufgeschraubt werden, wobei gleichzeitig der erste Steckerstift 7 exakt positioniert wird. Selbstverständlich könnte das erste Steckerteil 3 aber auch mit anderen lösbaren Kupplungsmitteln an die Gegenplatte 12 angeschlossen sein. Wie dargestellt, ragt die Stirnseite des ersten Steckerstifts 7 etwas über die Ebene der Gegenplatte 12 hinaus .
Weitere Einzelheiten des Adapters 1 sind aus den Figuren 4 und 5 ersichtlich. Die bereits erwähnte Halteplatte 5 ist auf der dem ersten Steckerteil 3 zugewandten Geräteseite 9 mit einem Schieber 21 verbunden. Zu diesem Zweck verfügt der Schieber 21 über Langlöcher 26, durch welche Befestigungsschrauben 28 in die Halteplatte 5 eingeschraubt werden können. Distanzscheiben 29 sorgen dafür, dass der Schieber in Pfeilrichtung a beweglich bleibt, soweit die Langlöcher 26 dies erlauben.
In der Halteplatte 5 wird ausserdem ein Positionierbolzen 27 fixiert, welcher den Schieber 21 durchdringt. Der Schieber selbst ist als einstückiges Biegeteil aus Metall ausgebildet, wobei seitlich die Sperrklinken 13 13 angeordnet sind. Eine Abwinklung 23 überlappt eine Stirnseite 11 der Halteplatte 5. Zwischen der Abwinklung und der Stirnseite sind zwei Schraubendruckfedern 22, 22 λ unverlierbar gehalten, so dass der Schieber 21 stets in eine Sperrstellung vorgespannt ist. Zur besseren Führung des Schiebers 21 sind an der Halteplatte 5 ausserdem noch seitliche Führungsleisten 31 vorgesehen.
Die Halteplatte 5 trägt die eigentliche Buchse 6, welche die beiden Steckerstifte aufeinander zentriert. Diese Buchse ist vorzugsweise schwimmend in einem Buchsenlager 30 gelagert, das den Schieber 21 ebenfalls an einer zentralen Öffnung 34 durchdringt.
Auf der von der Gegenplatte 12 abgewandten Seite 10 der Halteplatte 5 sind Kupplungsmittel 32 für die Aufnahme des zweiten Steckerteils 4
(Figur 2) angeordnet, welche Kupplungsmittel jedoch jeweils den aufzunehmenden zweiten Steckerteilen angepasst sind.
Beim Ankuppeln des Adapters an die Gerätewand bzw. an die Gegenplatte 12 spielt sich gemäss den Figuren 6 und 7 folgender Vorgang ab: Der Adapter 1 wird in Pfeilrichtung b) , nämlich in Axialrichtung der im Adapter gelagerten Buchse gegen die Gegenplatte 12 gepresst. Bei der Annäherung erfolgt zunächst eine winkelmässige Positionierung, wobei der Positionierbolzen 27 in die Positionierbohrung 18 eindringt. Die Auflaufflanken 24 der Sperrklinken 13, 13 λ laufen an den Bolzen 14, 14 λ auf, wobei die Schräglage so gewählt ist, dass der Schieber gegen die Kraft der Schraubendruckfedern 22, 22 Λ nach unten gepresst wird. Bei der Annäherung tauchen die Köpfe der Befestigungsschrauben 28 in die Vertiefungen 17 der Gegenplatte 12 (Fig. 1) . Sobald die Halteplatte 5 an der Gegenplatte 12 anliegt, rasten die Sperrklinken hinter den Bolzen 14, 14 ein, wobei allerdings die im Winkel α zur Bewegungsrichtung des Schiebers angeschrägten Sperrflanken 25 dafür sorgen, dass die Vorspannkraft der Federn bestehendes Spiel ausgleicht. Die Halteplatte 5 wird somit stets spielfrei an die Gegenplatte 12 gepresst. Zum Lösen dieser Schnellkupplung muss lediglich Druck auf die Abwinklung 23 ausgeübt werden, so dass die Sperrklinken mit dem Schieber nach unten gleiten und damit die Verriegelung freigeben.
Ersichtlicherweise muss für jeden Typ des zweiten Steckerteils ein dazu gehöriger Adapter vorgesehen sein, um jedes zweite Steckerteil mit dem stets gleichbleibenden ersten Steckerteil zu verbinden. Diese Gesamtanordnung ist in Figur 8 dargestellt. Die insgesamt 6 verschiedenen Adapter la bis If sind alle mit der vorstehend beschriebenen Sperrklinkenmechanik an die Gegenplatte 12 bzw. an das erste Steckerteil ankuppelbar. Die rückseitigen Kupplungsmittel sind aber unterschiedlich. Der Adapter la verfügt über Kupplungsmittel zum Anschluss eines DIN-Steckers mit aufschraubbarer Überwurfmutter. Der Adapter lb ist für einen FC-PC Stecker ausgerüstet, der ebenfalls aufgeschraubt wird. Der Adapter 1c kann einen ST-Stecker aufnehmen, der mit Hilfe eines Bajonettverschlusses angekuppelt wird. Der Adapter
Id kann einen E-2000 Stecker mit Sperrklinkenverriegelung aufnehmen. Der Adapter le ist für SC-Stecker ausgerüstet, deren Kupplungsmechanik ein Push-Pull System aufweist. Schliesslich ist an den Adapter lf ein F-3000 Stecker anschliessbar, dessen Kupplungsmechanik ähnlich aufgebaut ist, wie diejenige des E-2000 Standards. Selbstverständlich könnten je nach Steckerstandards noch weitere Adapter vorgesehen werden.