Beschreibung
Vorrichtung zur Befestigung einer Aufrolleinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung einer Aufrolleinrichtung, insbesondere für einen Gartenschlauch, mit einem die Aufrolleinrichtung aufnehmenden Gehäuse, das um eine vertikale Achse schwenkbar an einer Halterung angeordnet ist.
Aufrolleinrichtungen für Gartenschläuche sind in der Form sogenannter Schlauchwagen bekannt, bei denen eine Schlauchtrommel auf einem vom Benutzer verfahrbaren Gestell angeordnet ist. Der Aufrollvorgang des Schlauches muss bei solchen Schlauchwagen in der Regel von Hand vorgenommen werden. Zur besseren Handhabung ist es hier in der Regel zweckmäßig, das freie Schlauchende auf die stationär gehaltene Trommel aufzuwickeln. Dieser Aufrollvorgang ist daher relativ aufwendig.
Man hat daher auch schon fest im Bereich einer Wasserquelle anzuord- nende Aufrolleinrichtungen vorgesehen, bei denen ein die Schlauchtrommel aufnehmendes Gehäuse an einer zwischen zwei Lagerungen vertikal gehaltenen Achse schwenkbar angeordnet ist, die über eine Halterung fest an einer Wand montiert sind. Bei solchen Einrichtungen (Auto Reel der Firma Hozelock Ltd., Haddenham Buckinghamshire, Eng- land, Katalog 2001 ), muss das freie Schlauchende von der Trommel abgezogen werden und kann selbsttätig nach Gebrauch wieder aufgerollt werden. Solche Einrichtungen sind wegen der notwendigen Wandbefestigung stationär gebunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Befestigung einer Aufrolleinrichtung der eingangs genannten Art so auszuges-
talten, dass die schwenkbare Anordnung an beliebigen Standorten wahlweise möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs ge- nannten Art vorgesehen, dass die Halterung als ein Trägerkörper ausgebildet ist, der einen, die vertikale Achse bildenden Lagerbolzen und zwei rechtwinklig zueinander stehende Befestigungsflächen aufweist, von denen eine parallel zur Achse des Lagerbolzens verläuft.
Diese Ausgestaltung ermöglicht es wegen der Anordnung von zwei Befestigungsflächen, die Halterung wahlweise an einer Wand anzubringen, oder sie als Standkörper auf einer horizontalen Bodenfläche aufzubringen, so dass auch dort das Gehäuse mit der Aufrolleinrichtung am Lagerbolzen angebracht und für den schwenkbaren Einsatz vorgesehen werden kann.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der Lagerbolzen als ein Steckzapfen ausgebildet sein, der einseitig vom Trägerkörper abragt, wobei das Gehäuse mit einer Führungsöffnung zum Aufste- cken auf den Steckzapfen versehen sein kann. Diese Ausgestaltung erlaubt eine einfache Handhabung.
In Weiterbildung der Erfindung kann dabei die Führungsöffnung als eine den Außenabmessungen des Steckzapfen angepasste Führungshülse vorgesehen und in einfacher Weise zylindrisch für den ebenfalls zylindrisch gestalteten Steckzapfen ausgebildet sein.
Die Befestigungsflächen des Trägerkörper können in Weiterbildung der Erfindung als Befestigungsflansche mit Befestigungsöffnungen ausge- bildet werden, wobei der senkrecht zur Achse des Steckzapfens verlaufende Befestigungsflansch eine Standfläche unterhalb des Trägerkörpers mit seitlich über den Trägerkörper überstehenden Flanschwangen
bildet. Diese Ausgestaltung ermöglicht das Aufstellen des Trägerkörpers auf den Boden, der dort auch befestigt werden kann. Es ist dadurch zum Beispiel möglich, an verschiedenen Stellen eines Gartens großer Ausdehnung Trägerkörper zu befestigen, was zweckmäßig auch mit der An- Ordnung einer entsprechenden Wasserquelle verbunden sein kann, so dass eine Schlauchaufrollvorrichtung, beispielsweise in öffentlichen Parkanlagen oder dergleichen, an verschiedenen Stellen schwenkbar gehalten werden kann.
Die seitlich überstehenden Flanschwangen können auch mit nach außen offenen Ausnehmungen in Form eines U versehen werden. Es wird dann einerseits möglich, den Trägerkörper mit mindestens einem Seitenflansch seitlich unter ortsfest angeordnete Haltezapfen zu schieben. Bei der Anordnung des Trägerkörpers an einer Wand können diese seitlichen Ausnehmungen auch dazu ausgenützt werden, um Schlauchzubehör, beispielsweise verschiedene Spritzdüsen oder dergleichen, am Trägerkörper für einen Einsatz parat zu halten.
In Weiterbildung der Erfindung schließlich kann der Trägerkörper als einstückiges Bauteil z.B. aus Kunststoff mit einer Befestigungsführung für den Steckzapfen ausgebildet werden. Möglich ist es - bei geeigneter Auswahl eines Herstellungsmaterials - aber auch Trägerkörper und Steckzapfen einstückig herzustellen. Die Ausgestaltung wird dabei so vorgenommen, dass der Steckzapfen im Bereich eines Endes des Trä- gerkörpers und die parallel zur Achse des Steckzapfens verlaufende Befestigungsfläche am anderen Ende des Trägerkörpers vorgesehen wird.
Eine besonders vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltung, die gegebenenfalls auch ohne den Trägerkörper zum Einsatz kommen kann, sieht vor, dass das Gehäuse, das die Aufrolltrommel aufnimmt - in Richtung der Achse der Aufrolltrommel gesehen - in eine nach der Montage auf einer Seite unten liegenden Gehäuseecke ein Gegenlager zur
schwenkbaren Führung aufweist, welches, wenn das Gehäuse auf den Steckzapfen des vorher erläuterten Tragkörpers aufgesteckt wird, eine Lagerauflage auf dem Trägerkörper bildet, wobei das Gegenlager vorzugsweise sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung um ei- nen Betrag zu der Achse der Aufrolltrommel versetzt ist, der größer als der Radius der Aufrolltrommel ist. Das Gehäuse weist bevorzugt die Form eines gleichseitigen Dreiecks mit leicht nach außen gewölbten Seiten auf. Dadurch entsteht zum einen eine besonders ästhetische Form, durch die sich das Gehäuse weitgehend dem Umfang der Aufrolltrom- mel anpassen kann, dennoch aber in den Ecken Möglichkeiten zur Unterbringung, z.B. der Schwenkführung oder auch einer Einrichtung zur Ausgabe und Führung des Schlauches, bietet.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Befestigungsvorrichtung für eine Aufrolleinrichtung für einen Gartenschlauch nach der Erfindung,
Fig. 2 den Trägerkörper zur schwenkbaren Anordnung der Aufrollvorrichtung nach Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung,
Fig. 3 die Ansicht des Trägerkörpers in Richtung des Pfeiles IM der
Fig. 2,
Fig. 4 die Ansicht der Aufrolleinrichtung nach Fig. 1 in Richtung des
Pfeiles IV gesehen,
Fig. 5 die Ansicht des Trägerkörpers nach Fig. 2 in Richtung des Pfei- les V gesehen,
Fig. 6 die Draufsicht auf den Trägerkörper nach Fig. 2 und
Fig. 7 die Seitenansicht des Trägerkörpers der Fig. 6 in Richtung des Pfeiles VII gesehen.
Die Fig. 1 und 4 lassen erkennen, dass ein Gehäuse 1 für eine Aufrolltrommel 2 für einen Gartenschlauch 3 vorgesehen ist, das mit einer schlitzartigen Ausgabeöffnung 4 für den Schlauch 3 versehen ist. Die Aufrolltrommel 2 kann im übrigen mit einer Einrichtung 5 zur Ausgabe und Führung des Schlauches 3 und mit einer nicht gezeigten Federan- Ordnung zum automatischen Aufrollen desselben versehen sein. In bekannter Weise ist das Gehäuse (Fig. 4) seitlich mit einem Anschlussstutzen 6 ausgerüstet, über den die Wasserzufuhr zu dem auf- und abwickelbaren Schlauch 3 erfolgt. Das Gehäuse 1 hat - in Richtung der Achse der Aufrolltrommel 2 gesehen (Fig. 1 ) - die Form eines gleichsei- tigen Dreiecks mit leicht nach außen gewölbten Seiten. Dabei ist in einer ersten Ecke dieses Dreiecks die Ausgabeöffnung 4 vorgesehen, in der zweiten Ecke die in der Montagestellung noch etwas tiefer liegt als die erste Ecke, mit einem Gegenlager 20 versehen, mit dem es auf einem Trägerkörper 9 aufliegt, der im folgenden noch beschrieben werden wird. Die dritte Ecke ist mit einem Traggriff 17 versehen. Das Gegenlager 20 bildet im montierten Zustand nach Fig. 1 dabei eine Lagerauflage, die in horizontaler und vertikaler Richtung um einen Betrag zu der - nicht gezeigten - Achse der Aufrolltrommel 2 versetzt ist, der größer ist als der Radius dieser Aufrolltrommel. Durch die eigenwillige Gehäuse- form kann sich das Gehäuse 1 weitgehend dem Umfang der Aufrolltrommel 2 anpassen und bietet dennoch in seinen Ecken die Möglichkeit, wie gezeigt, zur Anordnung einer Schwenkführung oder einer Einrichtung 5 zur Ausgabe und Führung des Schlauches 3.
Das Gehäuse 1 ist in seinem in Fig. 1 gezeigten rechten unteren Bereich, welcher der zweiten Ecke entspricht, mit einer Führungshülse 7 versehen, die fest im Gehäuse integriert und in ihrem Innendurchmesser
dem Außendurchmesser eine Steckzapfens 8 angepasst ist, der einseitig abkragend an einem Trägerkörper 9 befestigt ist, der einstückig beispielsweise aus Kunststoff hergestellt sein kann. Der Trägerkörper 9 wird dabei mit einer Befestigungsführung 10 für den Steckzapfen 8 aus- gebildet, der beim Ausführungsbeispiel in einfacher Weise als ein Rohr ausgebildet ist, das in die Steckführung 10 zum Zweck der Befestigung eingeschoben ist.
Der Trägerkörper 9 ist beim Ausführungsbeispiel mit einer Breite b ver- sehen, die groß genug ist, um im Bereich der Befestigungsführung 10 genug Material zur Verfügung zu stellen. Er erweitert sich auf der vom Steckzapfen 8 abgewandten Endseite zu einer Befestigungsfläche 11 , die flanschartig über die Breite b des übrigen Trägerkörpers 9 nach außen vorsteht und gemäß Fig. 5 in den seitlichen Flanschbereichen 11a und 11 b mit Befestigungsbohrungen 12 versehen ist. Diese Befestigungsfläche 11 erstreckt sich parallel zur Achse 8a des Steckzapfens 8 und es ist zu erkennen, dass der Trägerkörper 9 - auch aus Herstellungsgründen - mit einem inneren Hohlraum 13 versehen ist.
Senkrecht zu der Befestigungsfläche 11 und damit auch senkrecht zur Achse 8a des Steckzapfens 8 erstreckt sich eine untere Befestigungsoder Standfläche 14, die ebenfalls die Breite b des Trägerkörpers 9 mit Flanschteilen 14a, 14b seitlich überragt, in denen Befestigungsbohrungen 15 und nach außen offene U-förmige Ausnehmungen 16 vorgese- hen sind. Die Befestigungsfläche 14 kann daher als Aufstellfläche für den Trägerkörper 9 auf einer entsprechenden Bodenfläche dienen, wo der Trägerkörper 9 anschraubbar gehalten werden kann.
Die Befestigungsfläche 11 dagegen ist dazu gedacht, den Trägerkörper 9 an eine Wandfläche anzuschrauben, so dass das Gehäuse 1 mit der Aufrolltrommel 2, z.B. an einer Hauswand oder dergleichen, schwenkbeweglich um den Steckzapfen 8 anbringbar ist. Es besteht aber auch
die Möglichkeit, mehrere Trägerkörper 9, z.B. verteilt in einem Grundstück, mit ihrer Fläche 14 am Boden fest anzubringen, und zwar zweckmäßig da, wo beispielsweise in einem größeren Gartengrundstück auch Wasserversorgungsstellen vorgesehen sind. Das Gehäuse 1 mit dem aufgerollten Schlauch, das oben (Fig. 1 ) mit dem Traggriff 17 ausgerüstet ist, lässt sich auf diese Weise ortsveränderlich aber jeweils schwenkbar anordnen, so dass eine Gartenbewässerung in einfacher und vorteilhafter Weise möglich ist. Die Ausgestaltung des Trägerkörpers 9 erlaubt aber auch eine Wandbefestigung, wie vorher erläutert.