Beschreibung
Laufrad für eine Kreiselpumpe
Die Erfindung bezieht sich auf ein Laufrad für eine Kreiselpumpe sowie auf eine Verwendung des Laufrades .
Laufräder für Kreiselpumpen sind bekannt. Sie sind mit Schaufeln versehen, durch welche das zu fördernde Medium, das senkrecht auf die Schaufeln eingeleitet wird, in radialer Richtung umgelenkt und seitlich aus dem Laufrad zum Druckstutzen der Kreiselpumpe abgeleitet wird. Der konstruktiven Ausgestaltung von Schaufeln kommt dabei eine besonders hohe Bedeutung zu. In "Strömungsmaschinen" von Karl Pfleiderer, Hartwig Petermann, 6. Auflage, Seiten 156 bis 165 werden Aspekte dargelegt, nach welchen die Schaufeln konstruktiv auszugestalten sind. Dabei wird beispielsweise herausgestellt, dass der Verlauf der Saugkante der Schaufel so gewählt werden soll, dass sie in genügendem Abstand von der Druckkante an die Seitenwände mit möglichst steilen Winkeln anschließt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Laufrad für eine Kreiselpumpe zu schaffen, bei dem auch in kleineren baulichen Ausführungen ein relativ hoher Wirkungsgrad erreicht werden kann.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch ein Laufrad für eine Kreiselpumpe gelöst, bei dem zwischen einer vorderen Deckscheibe und einer hinteren Deckscheibe mindestens drei Schaufeln angeordnet sind, wobei der Bogen der Saugkante mindestens einer Schaufel in der Draufsicht auf die Eintrittsseite des zu fördernden Mediums sinusförmig mit einem einzigen Wendepunkt W verläuft . Als Saugkante ist dabei die dem strömenden Medium zugewandte Kante einer jeden Schaufel zu verstehen. Als fördernde Medien können Flüssigkeiten, Gase oder beispielsweise auch Suspensionen
eingesetzt werden. Als Wendepunkt ist derjenige Punkt des Bogens zu verstehen, der zwei Teile verschiedener Krümmung trennt. Dabei ist der bogenförmige Verlauf gemeint, der sich dem Betrachter in der Draufsicht auf die Eintrittsseite des zu fördernden Mediums bietet. Es hat sich in überraschender Weise gezeigt, dass das Laufrad auch bei kleineren konstruktiven Ausgestaltungen einen relativ hohen Wirkungsgrad aufweist . Dies ist beispielsweise dann gegeben, wenn der Durchmesser des Laufrades zwischen 5 und 6 cm beträgt. Je größer das Laufrad für die Kreiselpumpe konstruktiv ausgelegt ist, desto höher ist der Wirkungsgrad. Dabei ist unter dem Wirkungsgrad beispielsweise der Quotient aus der abgeführten hydraulischen Leistung und der zugeführten Leistung zu verstehen, wobei mit der abgeführten hydraulischen Leistung das Produkt aus Durchsatz und
Druckdifferenz gemeint ist. In den meisten Fällen lässt sich dadurch sowohl eine Erhöhung des Durchsatzes als auch eine Erhöhung der Druckdifferenz erzielen.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass der Wendepunkt W näher am inneren Ende B des Bogens der Saugkante als am äußeren Ende A des Bogens der Saugkante liegt. Durch diese Maßnahme lässt sich der Wirkungsgrad noch weiter steigern.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden 7 bis 15 Schaufeln angeordnet. Das Laufrad für eine Kreiselpumpe ist dadurch in besonders vorteilhafter Weise für vielerlei Einsatzzwecke geeignet.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Bögen der Saugkanten aller Schaufeln gleichartig ausgebildet sind. Unter der gleichartigen Ausbildung ist dabei zu verstehen, dass die Bögen der Saugkanten aller Schaufeln in der Draufsicht auf die
Eintrittsseite des zu fördernden Mediums sinusförmig mit einem einzigen Wendepunkt W verlaufen. Durch diese Maßnahme
wird der Wirkungsgrad ebenfalls erhöht und gleichzeitig die Fertigung des Laufrades erleichtert.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass alle inneren Enden B der Bögen der Saugkanten bezogen auf die Draufsicht auf die Eintrittsseite des zu fördernden Mediums auf einem Kreis liegen. Dies optimiert das Strömungsverhalten im Inneren des Laufrades für die Kreiselpumpe .
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die der Strömungsrichtung des zu fördernden Mediums zugewandte Seite der hinteren Deckscheibe konvex ausgebildet. Auf die Anordnung eines sonst üblichen EinlaufSpinners in Form eines wulstartigen Vorsprunges wird dabei verzichtet.
Die konvexe Ausbildung verbessert die Strömungseigenschaften im Bereich der hinteren Deckscheibe.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die der Strömungsrichtung des zu fördernden Mediums zugewandten
Seite der hinteren Deckscheibe mittig eine plane Fläche auf. Auf diese Weise wird an der planen Fläche ein Stauraum geschaffen, in dem es zur Verwirbelungen kommt, durch welche das strömende Medium seitlich in bevorzugter Weise zum Austritt des Laufrades gelangen kann.
Gegenstand der Erfindung ist schließlich die Verwendung des Laufrades in einer Kreiselpumpe zur Förderung von Kühlwasser in einem Kraftfahrzeug. Auf diese Weise lässt sich die Kühlung im Kraftfahrzeug optimieren, was eine direkte Folge der Erhöhung des Wirkungsgrades durch das Laufrad für eine Kreiselpumpe ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung (Fig. 1 bis Fig. 3) näher und beispielhaft erläutert.
Fig. 1 zeigt das Laufrad für eine Kreiselpumpe in der Draufsicht .
Fig. 2 zeigt das Laufrad für eine Kreiselpumpe im Querschnitt .
Fig. 3 zeigt das Laufrad für eine Kreiselpumpe in der dreidimensionalen Darstellung.
In Fig. 1 ist das Laufrad für eine Kreiselpumpe in der
Draufsicht dargestellt. Das Laufrad weist mehrere Schaufeln 1 auf, wobei der Bogen 2 der Saugkante der Schaufeln 1 sinusförmig mit einem einzigen Wendepunkt W verläuft. Der sinusförmige Verlauf wird durch das Koordinatensystem mit der Abszisse X und der Ordinate Y verdeutlicht. Der zugehörige Bogen 2 der Saugkante ist dabei fettgedruckt herausgestellt. Der Wendepunkt W liegt dabei näher am inneren Ende B des Bogens 2 der Saugkante als am äußeren Ende A des Bogens 2 der Saugkante. Insgesamt sind sieben Schaufeln 1 angeordnet. Die Bögen 2 der Saugkanten aller Schaufeln 1 sind dabei gleichartig ausgebildet . Alle inneren Enden B der Bögen 2 der Saugkanten liegen, bezogen auf die Draufsicht auf die Eintrittsseite des zu fördernden Mediums, auf einem Kreis 7.
In Fig. 2 ist das Laufrad für eine Kreiselpumpe im
Querschnitt dargestellt. Es weist mittig eine Eintrittsseite 3 für das zu fördernde Medium auf . Das zu fördernde Medium durchströmt das Laufrad für die Kreiselpumpe und gelangt über den Austritt 4 des Laufrades zum Druckstutzen der Kreiselpumpe (nicht dargestellt) . Die der Strömungsrichtung des zu fördernden Mediums zugewandte Seite 6 ' der hinteren Deckscheibe 6 ist konvex ausgebildet und weist mittig eine plane Fläche 6,x auf. An dieser planen Fläche 6 V bildet sich im Betrieb ein Stauraum für das zu fördernde Medium aus, das dadurch schneller zur Austrittsseite 4 des Laufrades gelangen kann. Die einzelnen Schaufeln 1 sind zwischen der vorderen Deckscheibe 5 und der hinteren Deckscheibe 6 angeordnet .
In Fig. 3 ist das Laufrad für eine Kreiselpumpe dreidimensional dargestellt. Es wird in der Regel aus Kunststoff hergestellt. Dabei kommen in besonders vorteilhafter Weise Duroplaste zum Einsatz. Besonders vorteilhaft wird das Laufrad in einer Kreiselpumpe zur Förderung von Kühlwasser in einem Kraftfahrzeug eingesetzt. Der Durchmesser des Laufrades liegt dann zwischen 4 und 7 cm. Obwohl ein solches Laufrad relativ klein ausgestaltet ist, lässt sich ein relativ hoher Wirkungsgrad der Kreiselpumpe erreichen.