Titel: Stockgriff mit Handschlaufe
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Stockgriff für insbesondere Langlaufstocke, Nordic Walking- und Alpinstöcke, mit einer Hand-Haltevorrichtung, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und auf einen Skistock mit einem derartigen Stockgriff.
Bei einem derartigen aus dem DE 299 04 591 Ul bekannten Stockgriff verläuft die Stockgriffausnehmung zwischen Zugang für das erste Verbindungselement einer Handschlaufe und der gegenüberliegenden Ausgangsöffnung für das Betätigungsglied in einer spitzwinkligen Anordnung zur Längsachse des Stockgriffs bzw. Skistocks. Dies bedeutet, dass das an der Handschlaufe festgelegt Verbindungselement aus einer Richtung schräg von unterhalb des oberen Stockgriffendes eingerastet und in Gegenrichtung schräg nach unten ausgebracht wird. Da das Betätigungsglied und das zweite Verbindungsglied einteilig und, da die Schwenkachse am Ende des zweiten Verbindungsglieds angeordnet ist, als einarmiger Hebel ausgebildet sind, ist das Einrasten aufgrund des der Schwenkachse sehr nahen Rastbereiches kraftaufwendig und problematisch. Außerdem führt die Richtung des Einrastens des ersten Verbindungselements an der Handschlaufe hinter das zweite Verbindungselement am einarmigen Betätigungshebel nicht zu einer ergonomischen Bewegung, die außerdem nur mit Schwierigkeiten einhändig durchgeführt werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Stockgriff der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen lösbare Befestigung der Hand-Haltevorrichtung in einfacherer und insbesondere beim Einrasten ergonomischerer Weise vorgenommen werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem Stockgriff der eingangs genannten Art die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale vorgesehen.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist erreicht, dass zum Verrasten der Hand-Haltevorrichtung über deren erstes Verbindungselement eine einfache im wesentlichen lineare Bewegung in Richtung der Längsachse des Stockgriffs bzw. des Skistocks ausreicht, wobei für den Ras"tvorgang gleichzeitig ein Gegendruck aufgrund des auf dem Boden stehenden Skistocks vorhanden ist. Dies führt zumindest für die Verbindungsbewegung zu einer Vereinfachung und Beschleunigung, ohne dass die jeweils andere Hand zu Hilfe genommen werden muss.
Zum Einbringen des ersten Verbindungselementes an der Hand- Haltevorrichtung in den Längsschlitz am Stockgriff könnte der letztere in einem oberen Bereich mit einer radialen Einführungsöffnung versehen sein, so dass die Befestigungsbewegung zunächst radial und dann axial erfolgt. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiels sind jedoch die Merkmale gemäß Anspruch 2 vorgesehen, was bedeutet, dass die Verbindungsbewegung ausschließlich aus einer im wesentlichen axialen Bewegung des ersten Verbindungselements bzw. der Handschlaufe besteht, da das erste Verbindungselement von der GriffköpfStirnseite aus in den Längsschlitz eingebracht werden kann.
Bevorzugte Ausgestaltungen des ersten Verbindungselements an der Handschlaufe bzw. dessen Führung im Längsschlitz ergeben sich aus den Merkmalen eines oder mehrerer der Ansprüche 3 bis 5.
Bevorzugte konstruktive Ausgestaltungen des Betätigungsgliedes bzw. eine vorteilhafte Handhabung zur Lösung der Verrastung ergeben sich aus den Merkmalen eines
oder mehrerer der Ansprüche 6 bis 11. Dabei ist der Betätigungshebel einerseits so angeordnet, dass er nicht versehentlich betätigt werden kann, aber dennoch so, dass auch eine Einhandbedienung beim Entrasten und Ausbringen des ersten Verbindungselements an bzw. aus der Hand- Haltevorrichtung möglich ist.
Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf einen Skistock mit einem Stockgriff nach den Merkmalen des Anspruchs 1 und ggf. nach mindestens einem der folgenden Ansprüche 2 bis 11.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
Figur 1 in längsgeschnittener und teilweise abgebrochener Darstellung einen Stockgriff mit lösbar einrastbarer Hand-Haltevorrichtung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
Figur 2 eine teilweise abgebrochene Ansicht gemäß Pfeil II der Figur 1,
Figur 3 eine Ansicht gemäß Pfeil III der Figur 1 und
Figur 4 einen Schnitt längs der Linie IV - IV der Figur 1:
Der in der Zeichnung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dargestellte Stockgriff 10 weist einen Grundkörper 12 auf, der beispielsweise aus einem Spritzgussteil aus Kunststoff hergestellt ist. Der Grundkörper 12 ist, wie in der Zeichnung dargestellt, im unmittelbaren Handgriffbereich mit einer in einer Umfangsnut 13 des Grundkörpers 12 eingebrachten Umhüllung 14 aus grifffreundlichem Material versehen. Der Stockgriff 10 ist
auf und über ein Stockrohr 16 eines Langlauf-, Alpin- oder Nordic Walkingstockes gesteckt und mit diesem fest verbunden, vorzugsweise verklebt oder verpresst.
Der Grundkörper 12 des Stockgriffs 10 ist in einem unteren Bereich 18 etwa oval ausgebildet, und exzentrisch zur Längsachse 17 des Stockrohrs 16 angeordnet, wie dies aus Figur 4 hervorgeht. Der obere Endbereich 20 des Grundkörpers 12 des Stockgriffs 10 ist in Ansicht gemäß Figur 3 mit einer flachen ovalen Form versehen. Der obere Endbereich 20 ist gemäß Figur 1 gegenüber der Längsachse 17 in einer seitlichen Richtung geneigt, wobei die Schmalseiten 21 und 23 der ovalen Form leicht gewölbt sind. Der obere Endbereich 20 des Grundkörpers 12 besitzt eine Stirnkopffläche 22, die in Richtung ihrer schmalen Abmessung eben und in Richtung ihrer längeren Abmessung leicht konkav gewölbt und unter einem spitzen Winkel zur Längsachse 17 geneigt verläuft. Außer dem axialen zylindrischen Hohlraum 24 im unteren Endbereich 18 zur Aufnahme des Endes des Stockrohres 16 besitzt der Grundkörper 12 im oberen Endbereich 20, und zwar in einem bestimmten Abstand oberhalb dieses zylindrischen Hohlraumes 24, eine Ausnehmung 26, die im wesentlichen rechteckförmig mit im wesentlichen einheitlichem Querschnitt ausgebildet ist. Die Ausnehmung 26 ist durch eine Aussparung 27 in der GriffköpfStirnfläche 22 zugängig. Der Grund 28 der Ausnehmung 26 ist geschlossen. Die Längsachse 29 der Ausnehmung 26 verläuft spitzwinklig zur Längsachse 17 des Stockgriffs 10 bzw. Stockrohres 16 und etwa senkrecht zur
GriffköpfStirnfläche 22. In der vorderen Schmalseite 21 des Grundkörpers 12 ist ein Längsschlitz 31 eingebracht, der von der GriffköpfStirnfläche 22 aus zugängig ist und dort mit Einführungsschrägen 32, 33 versehen ist und dessen Grund 43 etwas unterhalb des Grundes 28 der Ausnehmung 26 liegt und vor Beginn der Umhüllung 14 endet. Innerhalb der Ausnehmung 26 sind dem Längsschlitz 31 zugewandt in den beiden parallel zu einander verlaufenden und die Ausnehmung 26 begrenzenden Seitenflächen 36 und 37 mit konkavem Grund versehene Nuten 38
und 39 vorgesehen, die sich über die Länge des Längsschlitzes 31 erstrecken.
Innerhalb der Ausnehmung 26 ist ein zweiarmiger Hebel 41 über eine Achse 42 parallel zu den Seitenflächen 36, 37 des Grundkörpers 12 schwenkbar gehalten. Die Schwenkachse 42 durchquert die Ausnehmung 26 in einem oberen hinteren Bereich und ist in Bohrungen der beiden Seitenflächen 36 und 37 gelagert bzw. gehalten. Der zweiarmige Hebel besitzt einen Betätigungsarm 43, der durch die Aussparung 27 in der GriffköpfStirnfläche 22 hindurch nach Außen vorsteht. Ein Rastarm 44 des zweiarmigen Hebels 41 schließt einstückig an den Betätigungsarm 43 an, wobei die beiden Arme 43 und 44 einen überstumpfen Winkel miteinander einschließen. Die Schwenkachse 42 durchdringt den zweiarmigen Hebel 41 noch im Bereich des Rastarmes 44 nahe dem Betätigungsarm 43. Der Rastarm 44 besitzt ein Verbindungselement 46 in Form einer Nase, das nahe der mit dem Längsschlitz 31 versehenen vorderen Schmalseite 21 des Grundkörpers 12 endet und an seiner dem Grund 28 der Ausnehmung 26 abgewandten Seite mit einer Führungsschräge 47 versehen ist.
Der zweiarmige Hebel 41 ist von einer Druckfeder 52 beaufschlagt, die hier als Wendelfeder ausgebildet ist, deren eines Ende sich am Rastarm 44 des Hebels 41 innerhalb der Ausnehmung 26 abstützt und deren anderes Ende in eine von der hinteren Schmalseite 23 zur inneren Ausnehmungsbegrenzung 25 verlaufenden Bohrung 54 eintaucht und sich an einem Anschlag abstützt, der beim Ausführungsbeispiel durch eine von Außen in die hintere Schmalseite 23 des Grundkörpers 12 eingebrachte Schraube 56 gebildet ist. Die Druckfeder 52, die etwas gewölbt verläuft und im Rastarm 44 in eine Sacklochbohrung 58 eintaucht, spannt den zweiarmigen Hebel 41 in eine Ruhelage vor, in der sich der Betätigungsarm 43 an einen Randbereich 48 der Aussparung 27 anlegt. Dabei befindet sich das Verbindungselement 46 des Rastarmes 44 nahe dem Längsschlitz 31 in der vorderen Schmalseite 21. Gemäß
Doppelpfeil A ist der zweiarmige Hebel 41 um die Schwenkachse 42 schwenkbar, wobei die Schwenkwegbegrenzung einerseits durch den Randbereich 48 der Aussparung 27 und andererseits durch den Federweg der Druckfeder 52 bestimmt ist.
Gemäß einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Druckfeder 52 als etwa V-förmige Blattfeder ausgebildet, deren Schenkel innenseitig am Rastarm 44 bzw. an der gegenüberliegenden Seitenfläche 25 der Ausnehmung 26 sich abstützen und deren Scheitel zum Randbereich 48 der Aussparung 27 hinweist.
Mit dem Stockgriff 10 ist eine Handschlaufe 11 oder anderweitige Haltevorrichtung für die Hand eines Skifahrers, wie z.B. Handschuh, lösbar verrastbar, wovon in Figur 1 lediglich der Befestigungsabschnitt 62 einer Lasche 60 dargestellt ist. Ein Verbindungselement 64, das etwa pilzförmig ausgebildet und aus einem geeigneten Kunststoff oder Metall hergestellt ist, ist an der Lasche 60 befestigt, beispielsweise angeschraubt. Das Verbindungselement 64 besitzt einen Schaft 66, der mit der Lasche 60 verbunden ist und dessen Breite bzw. Durchmesser etwas kleiner ist als der Längsschlitz 29 im Grundkörper 12 breit ist. Die Länge des hier zylindrischen Schaftes 66 entspricht etwa der Tiefe des Längsschlitzes 31 bzw. dem Abstand zwischen der Außenseite der vorderen Schmalseite 21 und den inneren Nuten 38 und 39. Der Schaft 66 ist mit einem Kopf 68 einstückig, der erheblich breiter als der Schaft 66 ist und dessen umfangsrandseitige Form etwa der Form der beiden Nuten 38 und 39 entspricht, in denen der Kopf 68 geführt ist. Die äußeren
Querschnittsabmessungen des Verbindungselements 64 sind also derart, dass dieses mit der Lasche 60 der Handschlaufe 11 ohne wesentliches Spiel von der GriffköpfStirnfläche 22 aus in den Längsschlitz 31 eingebracht und dort auch ausgebracht werden kann, wie dies durch den Doppelpfeil B und die in ausgezogenen bzw. strichpunktierten Linien dargestellten Positionen in Figur 1 gezeigt ist.
Zur Verrastung des Verbindungselements 64 mit dem Rastarm 44 des zweiarmigen Hebels 41 dient das als Gegenrastelement ausgebildete Verbindungselement bzw. Nase 46 des Rastarmes 44. Wird das an der Handschlaufe 11 gehaltene Verbindungselement 64 aus der strichpunktierten Position der Figur 1 in den Längsschlitz 31 eingefädelt, gleitet der Schaft 66 im Längsschlitz 31 und der Kopf 68 in den beiden Seitennuten 38 und 39 nach unten und drückt den Rastarm 44 über die Führungsschräge 47 entgegen der Wirkung der Druckfeder 52 nach Innen. Ist der Kopf 68 des
Verbindungselements 64 am Verbindungselement 46 des Rastarmes 44 vorbei gelangt, kann sich der Rastarm 44 unter der Wirkung der Druckfeder 52 wieder in seine Ausgangsstellung zurückbewegen. Damit ist der Kopf 68 des Verbindungselements 64 zwischen der Unterseite der Nase 46 des Rastarmes 44 und dem Grund 34 des Längsschlitzes 31 gefangen. Ein Ausfädeln des Verbindungselements 64 bzw. der Handschlaufe 11 aus dem Grundkörper 12 des Stockgriffs 10 und damit ein Lösen der Verrastung erfolgt in entsprechend umgekehrter Weise durch Verschwenken des zweiarmigen Hebels 41 mittels des Betätigungsarmes 43 aus seiner in ausgezogenen Linien dargestellten Ruheposition in eine gegen die Druckfeder 52 wirkende nicht dargestellte Löseposition, in der der Kopf 68 des Verbindungselements 64 hinter dem Rastarm 44 bzw. dessen Verbindungselement 46 freikommt und aus dem Längsschlitz 31 gezogen werden kann. Die Rastlösebewegung des Hebels 41 kann bei ergriffenem Stockgriff 10 beispielsweise mit dem Zeigefinger der Hand ohne Weiteres vorgenommen werden.