Anschlussleiste für eine Klemmenanordnung für einen Kleinverteiler und/oder ein Verteilerfeld einer elektrischen Niederspannungsschaltanlaqe
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Klemmenanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Elektrische Verteiler oder Verteilerfelder werden unter anderem in Hausinstallationen eingesetzt, wobei in den Verteilern Leitungsschutzschalter, Fehlerstromschutzschalter und andere Schalt- und Steuergeräte eingebaut sind.
Solche Verteiler enthalten auch N+PE-Klemmen die meist an der - im montierten Zustand - oberen Wandung angeordnet sind.
Diese N+PE-Klemmen oder Klemmenanordnungen sind in ein Gehäuse aus Kunststoff eingesetzt, wobei die Klemmstellen und die Klemmschrauben durch Öffnungen zugänglich sind, so dass elektrische Leiter dort angeschlossen werden können.
Innerhalb des Verteilers ist eine Halterung vorgesehen, in die das bzw. die Klemmegehäuse einsetzbar ist bzw. sind.
Aus der DE 199 34 555 C1 ist eine Anschlussleiste bekannt geworden, bei der in ein Gehäuse wenigstens eine U-förmige Profilschiene eingesetzt ist, die als Leiter dient und an der Schraubanschlussklemmen und schraubenlose Klemmen fixierbar sind. Dabei sind die Zugangsöffnungen für die Schraubanschlussklemmen in einer anderen Reihe angeordnet als die Zugangsöffnungen für die schraubenlosen Klemmen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Klemmenanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfacher herstellbar und montierbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruches 1.
Erfindungsgemäß wird demgemäss in ein Klemmengehäuse eine Klemmenflachschiene mit senkrecht dazu vorspringenden Fahnen für Klemmen eingesetzt, wobei die Klemmen mittels einer am Klemmengehäuse festrastbaren Klemmenabdeckung abgedeckt sind; das Klemmengehäuse wird dann an einer federnde Halte- und Rastarme aufweisenden Halteranordnung hinter diese festgeklemmt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besitzt die Klemmenflachschiene eine Z-förmige Abkröpfung, wobei auf einer Seite der Abkröpfung die Fahnen in eine Richtung und auf der anderen Seite die Fahnen in die andere Richtung vorstehen, wobei die Endkanten der Fahnen auf je einer Seite der Abkröpfung mit der Längsfläche der Klemmenflachschiene auf je der anderen Seite der Abkröpfung fluchten.
Die Herstellung der Flachschiene ist gegenüber der Schienenanordnung nach dem Stand der Technik in soweit erheblich vereinfacht, als an dieser Flachschiene jeweils lediglich eine Abkröpfung anzubringen ist, auf deren beiden Seiten jeweils in entgegengesetzte Richtung vorspringende Anschlussfahnen angeformt sind.
Die freien Enden der Anschlussfahnen im Bereich der Flachschiene auf einer Seite der Abkröpfung enden in der Ebene des anderen Abschnittes der Flachschiene auf der anderen Seite der Abkröpfung, so dass erreicht wird, dass die Öffnungen zum Zuführen der Leiter und die Öffnungen, durch die hindurch die Klemmen betätigt werden, jeweils in einer Reihe liegen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen.
Anhand der Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind, sollen die Erfindung sowie weitere Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung und weitere Vorteile näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Klemmenanordnung ohne Halter gemäß einer ersten
Ausführungsform, in Explosionsdarstellung
Fig. 2 eine Klemmenanordnung gemäß einer weiteren Ausführungsform, in
Explosionsdarstellung
Fig. 3 eine Klemmenanordnung mit Halterung, in Explosionsdarstellung und
Fig. 4 eine weitere Halterung gemäß der Erfindung.
Die Fig. 1 zeigt eine Klemmenanordnung, die in ein Verteilergehäuse (s. unten) einsetzbar ist. Sie besitzt ein langgestreckt rechteckiges Klemmengehäuse 10, welches eine rechteckige Querschnittkontur aufweist, mit einem nicht gezeigten Boden und daran senkrecht dazu anschließenden Längsseitenwänden 10a, 10b und an den Stirnkanten des Bodens anschließenden Endwänden 10c und 10d, die miteinander einen langgestreckten, auf der dem Boden gegenüberliegenden Seite offenen Trog bilden, der über eine Einsetzöffnung 11 offen ist. Durch die Einsetzöffnung 11 hindurch werden Anschlusselemente (s. weiter unten) eingesetzt und danach der Trog mit einer Abdeckung 36 verschlossen. Der Trog bildet das Klemmgehäuse 10.
An den Außenseiten der Endwände 10c, 10d sind am Gehäuse 10 (oder Trog) jeweils Befestigungselemente 12 und 13 angebracht, über die das Klemmengehäuse oder kurz Gehäuse 10 an einer Halterung fixierbar ist, siehe weiter unten.
Ins Innere des Gehäuses 10 sind bei der vorliegenden Ausgestaltung zwei Klemmen- flachschienen 14 und 15 (kurz auch Flachschienen genannt) eingesetzt, wobei jede der beiden Flachschienen 14 und 15 eine Abkröpfung 16 und 17 aufweist, wodurch je zwei Flachschienenabschnitte 18, 19 sowie 20, 21 gebildet sind. An den Abschnitten 18 und 20 sind drei Anschlussfahnen 22 bis 24 und 22a, 23a, 24a angeformt, die senkrecht zur Ebene des Abschnittes 18 bzw. 20 vorspringen und zwar in die Richtung, in der, gesehen vom Abschnitt 18, die Abkröpfung 16 bzw. 17 vorspringt. An den Abschnitten 19 und 21 sind ebenfalls Anschlussfahnen 25 und 26 angeformt, die senkrecht zu der
Ebene der Flachschienenabschnitte 19 und 21 in die entgegengesetzte Richtung vorspringen wie die Fahnen 22 bis 24 bzw. 22a,23a,24a.
Die drei Fahnen 22 bis 24 greifen in Schraubklemmen 27, 28 und 29 bzw. die Fahnen 22a,23a,24a der Flachschiene 15 in Schraubklemmen 30, 31 und 32 ein; Klemmenanordnungen, die mit den Anschlussfahnen 25 und 26 zusammenwirken, sind schraubenlose Klemmabschnitte 34 und 35. Die Schraubklemmen 27, 28, 29; 30, 31 , 33 sind für größere und die Klemmabschnitte 33 und 34 für kleinere Leiterquerschnitte gedacht.
Nach Einsetzen der Klemmenflachschienen 14 und 15 zusammen mit den Schraubklemmen 27 bis 33 und den Klemmen 34 und 35 wird das Gehäuse mittels der Abdeckung 36 verschlossen, wobei diese Abdeckung Durchgangsöffnungen 37 bis 42 zur Betätigung der Klemmschrauben der Schraubklemmen 27 bis 33 sowie Durchgangsöffnungen 43 und 44 zur Betätigung der Klemmen 34 und 35 aufweist.
An den Längsseitenwänden 10b jedes Gehäuses 10 sind Zugangsöffnungen 100 bzw. 101 für die Schraubklemmen 27 bis 29 bzw. 30 bis 33 bzw. Öffnungen 102, 103 für die Klemmstellen der Klemmen 34, 35 vorgesehen.
Die Fig. 2 zeigt eine Variante der Anordnung nach Fig. 1.
In ein Klemmengehäuse 50 wird eine Klemmenflachschiene 51 eingesetzt, die eine der Abkröpfung 16 entsprechende Abkröpfung 52 besitzt. An dem dadurch gebildeten Abschnitt 53 sind hier sechs Anschlussfahnen 54 angeformt, die in gleiche Richtung vorspringen wie die Anschlussfahnen 22 bis 24 vorspringen; diesen sechs Anschlussfahnen 54 sind Schraubklemmen 58 zugeordnet, welche den Schraubklemmen 27 bis 29 entsprechen. An dem Abschnitt 55 auf der anderen Seite der Abkröpfung 52 sind Anschlussfahnen 56 angeformt, die den Anschlussfahnen 25 bzw. 26 entsprechen. Diese wirken mit den Klemmen 34 und 35 entsprechenden Klemmen 57 zusammen. Nach dem Einsetzen der Klemmenflachschiene 51 mit den Schraubklemmen 58 und der Klemmenanordnung 57 in das Gehäuse 50 wird die offene Seite des Gehäuses mittels einer Abdeckung 59 verschlossen, die den Durchgangsöffnungen 37 bis 39; 40 bis 42 entsprechende Öffnungen 60, wobei deren Anzahl der Anzahl der Anschluss-
fahnen 54 entspricht, und Öffnungen 61 aufweist, die den Öffnungen 43 und 44 entsprechen. Die Länge der Flachschiene 51 entspricht etwa der Länge der Flachschienen 14, 15 zusammen, so dass die Flachschiene 51 in das Gehäuse 50 eingesetzt über die gesamte Längserstreckung des Gehäuses 10 sich erstreckt.
Die Anzahl der Zugangsöffnungen 100 zu den Schraubklemmen 58 ist ebenso wie die Anzahl der Zugangsöffnungen 102 der Anzahl der Schraubklemmen 58 bzw. der der Klemmen 57 angepaßt; durch diese Öffnungen 100, 102 werden Leiter unterschiedlicher Querschnitts eingeführt, wie auch bei dem Gehäuse 10 beschrieben. Gleiches gilt auch für die Öffnungen 60, 61 der Abdeckung 59. Die Größe des Gehäuses 50 entspricht der Größe des Gehäuses 10, was auch für die Abdeckung 59 gilt; lediglich die Öffnungen sind der Anordnung der Klemmen 58, 57 in Anzahl und Größe angepasst.
Die Klemmenanordnung gemäß Fig. 1 oder 2 kann dann in eine Halterung gemäß Fig. 3 eingesetzt werden. Diese Halterung, die in Fig. 3 die Bezugsziffer 70 besitzt, umfasst eine Verbindungsschiene 71 , an deren Enden Halteabschnitte mit Halte- und Rastarmen 72 bis 75 angeformt sind, wobei die Rastarme zusammen mit je einer Wandung 76, 77; 78, 79 je einen Aufnahmeraum 80 und 81 bzw. 82 und 83 bilden, in die an den Enden jedes Gehäuses 10, 50 angeordnete Verrastungen 12 und 13 eingeschnappt werden können; hierzu werden die Rastarme 72 bzw. 73 und 74 und 75 leicht aufgebogen, so dass die Fixierelemente 12 und 13 hinter Rastnasen 84 und 85 bzw. 86 und 87 einrasten können.
Der Querschnitt der Verbindungsschiene 71 ist hier U-förmig; es kann auch jede andere Querschnittform benutzt werden. Wichtig ist, dass diese Verbindungsschiene ausreichend steif ist.
Nach Einsetzen bzw. Einrasten des Klemmengehäuses ist die Klemmenanordnung innerhalb des Verteilers montiert.
Die Fig. 4 zeigt eine weitere Halterung, die aus zwei Teilen 90 und 91 besteht, welche in gleicherweise aufgebaut sind wie die Halteabschnitte der Halterung 70, die die Halte- und Rastarme .84 bis 87 der Anordnung gemäß Fig. 3 umfasst; die Teile 90 und 91 besitzen Aufnahmeräume 92, 93 bzw. 94 und 95, die den Aufnahmeräumen 81 und
80 bzw. 83 und 82 entsprechen. Die Teile 90 und 91 werden auf einer hier nur schematisch durch Strichlierung dargestellten Fläche 96 zusammen - und auf Abstand gehalten.
Bei beiden Ausführungen liegen die Öffnungen für die Schraubenklemmen und die Klemmen in einer Reihe.